Cover zum Schießen: Die witzigsten Cover!

  • Macht bitte, bitte weiter ihr beiden. Ich amüsiere mich köstlich.
    Und ja, es wäre unschön, Euren Dialog mit Kommentaren zu unterbrechen.


    Ich bin zu mindestens 100 Prozent überzeugt, daß es außer mir noch etliche Taminos gibt, für die das hier der einsame Lieblingsthread ist.




    :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Lieber Reinhard, vielen Dank für die "Anfeuerung"! Ich versuch's mal wieder ohne Michael. Hier kann auch mal gemeckert und kritisiert werden und Verbesserungsvorschläge sind auch willkommen. :hello:


    Im Leben kann man vieles leisten.
    Zu Ruhm - so denken wohl die meisten -
    gelangt man schnell durch große Macht
    und Heldentaten in der Schlacht.
    Doch was man schafft mit einem Schwert,
    sich schnell ins Gegenteil verkehrt.
    Die Sorte Ruhm sehr schnell verblasst.
    Doch wahrhaft Großes manchmal passt
    sogar auf einen kleinen Stick.
    Für jeden Glück - das ist der Trick.
    (Hier reimt sich auch das Wort Musik). ;)

  • Ich kehr' zurück zum Vier-Zeil-Reim,
    zum Dank genügen auch nur zwey'n (das nennt man dichterische Freiheit - wo bitte ist der Dichter?)


    Als Reimer grüßt
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Ein Cello auf dem Trottoir
    beim Warten auf ein Taxi war.
    Der Regen hielt schon länger an -
    es blies der Wind, die Nässe drang
    durch jedes Loch. Um nicht zu frier’n,
    da wär von Nutzen wohl ein Schirm.


    Mit einem solchen plötzlich lief
    von rechts in’s Bild ein Detektiv.
    So nebenbei und ganz charmant
    hat der dann jenen aufgespannt.
    Doch der Avance wahren Grund
    tat er nur wenig später kund:


    „Ich such ein Cello – kennt Ihr eines?“
    ‚Mir schwante schon - er plant Gemeines.‘
    Dies denkend sprach das Instrument,
    dass es kein Cello wirklich kennt.
    Sie selber sei nur eine Gambe
    - wie käm ihm nur so ein Gedanke?


    «Pardon Madame», so sprach der Herr,
    er tue mit Musik sich schwer.
    „Pas de problème. Wollt Ihr eins kaufen ?“
    „Non, non - das Cello ist entlaufen“.
    Das tät ihr leid, gab sie zurück
    da kam das Taxi – welch ein Glück.


    ;)


    Maurice Baquet
    fotografiert von Robert Doisneau
    (Paris, 1957)

  • Es sprach der Bass: „Ach Herr Agent,
    ein Engagement in Agrigent
    das wär mein Traum. In einer Tour
    schickt Ihr mich an die Nordsee nur !“


    „Nun gut mein Bass, doch sag ich ehrlich
    die Fahrt dorthin ist sehr beschwerlich.
    Denn“, sprach der Mann, „für einen Flug
    ist Ihre Gage nicht genug.“


    „Das stimmt“, entgegnete der Bass,
    „doch ich will trampen. Doch ich pass
    in keinen Wagen und so ist denn
    die Wahl begrenzt auf Bicyclisten.“


    Der Mann warf ein: „Man könnte meinen,
    mein lieber Bass, Ihr kennt schon einen.“
    So war’s. Der Bass mit viel Entzücken
    reist nun auf eines Radlers Rücken.


  • Lieber Seicento, deine Computeranimationen hier: dafür würde ich Vergnügungssteuer bezahlen. Das erinnert mich übrigens an Cptn. Blaubär und seine Neffen in der Episode "Der Pizzawolf".

    Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

  • Es klopft im tiefsten Forst der Specht -
    ein Hahn kräht dorten zumeist schlecht.
    Doch sei's verzieh'n des Reimes wegen,
    der Hahn ist hier auf falschen Stegen.

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Ich sprach von einem Auerhahn
    und schreib euch nun, wie’s dazu kam:


    Der Auerhahn hat ganz genau
    wie auch der Pfau nur eine Frau.
    Da sah vor einer kurzen Weil' er
    den Harem seines Freunds, dem Keiler.
    Er war davon ganz hingerissen.
    „Wie machst du das?“ wollt' er nun wissen.


    „Ich nehme immer viel Parfum –
    das macht die Bachen ungestüm.“
    So sprach der Eber. Doch der Hahn
    war davon gar nicht angetan.
    „Oh nein, zu riechen wie ein Schwein,
    würd' mir die Alte nie verzeih'n.“


    Da kam dem Eber die Idee:
    „Mein Freund, im Dorf ich öfter seh'
    'nen Gockelhahn und jener hat
    den größten Harem in der Tat.“
    „Ach nein, und welcherlei Methode
    steht jenem Hahn denn zu Gebote ?“


    Da sprach jedoch die wilde Sau:
    „Das weiß ich leider nicht genau.
    Doch was er macht, ist, dass er kräht
    den ganzen Tag von früh bis spät."
    Und darum fing der Auerhahn
    im tiefen Forst zu krähen an.

  • Ich hab' ob diesem so gelacht,
    dass meine Nachbarn aufgewacht.


    Als ich es ihnen tat erzählen,
    da meinten sie: "so jemand sollt' man wählen"!


    So gründet doch die "Fröhlichkeits-Partei",
    ich wäre gerne mit dabei !


    Wenn viele würden öfters fröhlich lachen,
    würd' uns're Welt ganz andre Dinge machen ...


    Ich neige mich vor eurer Phantasie !
    Den Auerhahn werd' ich vergessen nie !



    :jubel::jubel::jubel:


    Bachiania

    Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
    (Sir Isaiah Berlin)

  • Teil 1 (siehe Beitrag 1126)

    Der Auerhahn hat ganz genau
    wie auch der Pfau nur eine Frau.
    Da sah vor einer kurzen Weil' er
    den Harem seines Freunds, dem Keiler.
    Er war davon ganz hingerissen.
    „Wie machst du das?“ wollt' er nun wissen.


    „Ich nehme immer viel Parfum –
    das macht die Bachen ungestüm.“
    So sprach der Eber. Doch der Hahn
    war davon gar nicht angetan.
    „Oh nein, zu riechen wie ein Schwein,
    würd' mir die Alte nie verzeih'n.“


    Da kam dem Eber die Idee:
    „Mein Freund, im Dorf ich öfter seh'
    'nen Gockelhahn und jener hat
    den größten Harem in der Tat.“
    „Ach nein, und welcherlei Methode
    steht jenem Hahn denn zu Gebote ?“


    Da sprach jedoch die wilde Sau:
    „Das weiß ich leider nicht genau.
    Doch was er macht, ist, dass er kräht
    den ganzen Tag von früh bis spät."
    Und darum fing der Auerhahn
    im tiefen Forst zu krähen an.









    :hello:



    Teil 2: Es strengte sich der Auerhahn
    auf Dauer wirklich mächtig an.
    So kam es denn, dass der Pirol
    der Meinung war: „Der spinnt ja wohl !
    Er macht die Weibchen ganz meschugge.
    Die meine denkt, sie wär 'ne Glucke
    und legt fast täglich zweimal Eier.“
    .. vom Brüten schon ganz müde sei er.


    „Er bringt den Wald ganz aus der Fassung.
    Ich klage jetzt auf Unterlassung “,
    rief da der Specht, „das geht doch nicht !“
    So kam der Fall vor’s Waldgericht.
    Dort warteten die Lärmgeplagten
    gespannt dann auf den Angeklagten.
    Es kam jedoch nur sein Vertreter,
    die Krähe Krächz - welch ein Gezeter !


    Die Vogelschar war nicht zu halten,
    die Hörnchen ihre Fäuste ballten,
    die Drossel rief: „An dem Tumult,
    sind Auerhahn und Krähe schuld.“
    „Ruhe - Schluss mit dem Geschrei ,
    sonst kommt die Waschbärpolizei“,
    rief da der Bär ( des Waldes Richter )
    und bat den Specht: „So, nun bericht' er !“


    Nach dessen langem Referat
    plädierte Krächz, der Advokat.
    Das Recht zu krähen nun mal sei
    für jeden gültig – einerlei
    ob hier im Wald und ob im Stall.
    Nicht jeder sei 'ne Nachtigall.

    Der Bär gebot den Tieren Ruhe
    da er nun überlegen tue.


    Es dauerte fast eine Stunde,
    dann ging ein Raunen durch die Runde.
    Der Richter fällte seinen Spruch:
    Das Krähen sei kein Regelbruch.
    Der Übeltäter sei der Keiler,
    und das alleine deshalb, weil er
    durch sein Geschwätz dem armen Hahn
    versetzt hat in den Liebeswahn.


    Dem Keiler wurde auferlegt,
    den Hahn - vom Balzen noch erregt -
    in’s Dorf zum Gockel zu begleiten
    um dort nun die Gegebenheiten
    des Gockellebens zu erkunden.
    Sie wurden doch als hart empfunden.
    So kam der Hahn dann echt geläutert
    zum Wald zurück .... und niemand meutert.


  • Die Flöte


    Der Flöte Rohr
    - wie beim Gewehr -
    ragt weit hervor,
    doch trifft sie eh'r
    hinein in's Ohr
    auf's Trommelfell.


    Doch kommt es vor
    - eventuell -
    dass sie auch streift
    des Hörers Herz
    und dann ergreift
    ihn kurz ein Schmerz.


    So schön derweil
    Verzückung bringt
    nur Amors Pfeil,
    der in uns dringt.


    Doch nimmermehr
    schafft dieses je
    ein Schießgewehr
    - es tut nur weh.

  • Wir müssen wohl bald DICH auf Unterlassung klagen, da du mit der Erheiterung, die du auslöst, selbst den allermieselsüchtigsten Zeitgenossen ein ungewolltes aber nicht zu unterdrückendes Schmunzeln entlocktst! Hohe Gefahr erhöhter Lebensqualität!

    Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
    (Sir Isaiah Berlin)

  • Ach liebe teure Bachiania,
    seit Beitrag 1 von dir ich ahn' ja :
    Balladen mit dem Auerhahn
    die haben es dir angetan.
    Drum schrieb kürzlich eine neue.
    Ich hoff, du hältst dem Thread die Treue.
    :hello:



    Dem Sieger obigen Gefechts
    dem darf nach Stand des Flötenrechts
    man nie das Vorrecht je verwehren,
    des Gegners Flöten zu verzehren.

  • Liebe Bachiania,


    hattest du eigentlich mal überlegt, dein
    Pseudonym mit zwei "c"s zu schreiben?




    Johann Christoph Pezel (1639–1694),
    Stadtpfeifer und Komponist


    Die weiblichen Namen der Sonaten sind
    schön der Reihe nach hier rechts zu sehen.
    Pezel hat sich oft bei der Auswahl der Namen
    an antiken Vorbildern orientiert. (Baccha von
    Bacchus ?) :hello:

    Abella in G Dur
    Baccha in D Moll
    Cadmea in A Moll
    Dejanira in E Moll
    Ebura in B Dur
    Fabaria in F Dur
    Gaba in C Dur
    Hoemonia in G Moll
    Ja in D Dur
    Kohlerina in A Dur
    Laconia in E Dur
    Macra in H Moll
    Nabathea in G Dur
    Octavia in D Moll
    Padusa in A Moll
    Quinquatria in E Moll
    Rha in B Dur
    Sabaea in F Dur
    Tamara in C Dur
    Vacuna in G Moll
    Wallona in D Dur
    Xantippea in A Dur
    Yvana in E Dur
    Zacchantea in H Moll
    Ciacona in B Dur

  • Bacchiania? Das habe ich mir auch bereits überlegt - wenn ich nicht so "langweilig gesund" (aber gut) lebte.



    Apropos Pseudonym.


    An Seicento:


    Was das Cover immer war,
    Zu zeigen das, was drinnen,
    Das ist hier der "Avatar",
    Der verbirgt das Innen.


    Und dann noch das Pseudonym,
    Zeugt meist von uns'rer Liebe.
    Ist bei mir ein wenig kühn,
    Zeigt, wo gern im Geist ich bliebe.


    Hier ist ja "under cover" Pflicht,
    Im Forum wie im Thread,
    Drum ist's sicher off topic nicht,
    Zu sagen: "es wär nett...


    ... vielleicht ein klein Gedicht
    über dein eigen 'Cover',
    denn ganz versteh' ich's nicht,
    Sind denn dies zwei Lover? "

    Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
    (Sir Isaiah Berlin)

  • ... vielleicht ein klein Gedicht
    über dein eigen 'Cover',



    Mein Avatar ist mit Bedacht
    am Laptop einfach selbst gemacht.
    Das Bild zeigt euch ein Zubehör*
    das ich benutz, so dass ich stör‘
    die Nachbarn nicht. Ihr wisst, beim Geigen
    tut man zu falschen Tönen neigen.


    Darauf sind Herren projiziert,
    die haben Stücke komponiert,
    die ich besonders leiden kann.
    Da seht ihr rechts den Telemann,
    der wohl im Leben leider so nie
    begegnet ist dem Albinoni.


    * Dämpfer

  • Zitat

    der wohl im Leben leider so nie
    begegnet ist dem Albinoni.


    Obgleich perfekter Seicento:
    Nur dieses Reims werd ich nicht froh!


    Indes, so hab ich mir gedacht:
    Mit Absicht wohl ist es gemacht!


    Stünd hier, gefiel's mir auch nicht so:
    "begegnet dem Albinino."


    Und wenn nun Freund Seicentoni
    begegnete dem Albinoni?


    Er holt' auch noch den Telemann
    zum Trio génial sich dann!


    :hello: Wolfgang