Euer liebstes Streichquartett-Ensemble - Das Quartett der Quartette

  • Hallo!


    Schon wieder so ein Lieblings...-thread!
    Diesmal möchte ich von Euch wissen, was Eure bevorzugten Streichquartett-Ensembles sind.
    Auf die Idee kam ich, da jemand kürzlich ohne nähere Angabe über seine "Lieblingsquartettformationen" schrieb.
    Genau darum geht es jetzt. Jeder kann (maximal) vier Streichquartette nominieren - so daß jeder sein bevorzugtes "Quartett der Quartette" kundtun kann.


    Ich gebe meine Stimme später ab, nachdem sich hoffentlich schon einige beteiligt haben.


    Auf diese Weise entwickeln sich vielleicht noch Spezialthreads zu einzelnen Streichquartettinterpreten, ein paar gibt es schon, nämlich diese:


    Alban-Berg-Quartett
    Calvet Quartett
    Emerson String Quartet
    Henschel Quartett
    Talich Quartet


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Salut,


    meine "Reihung":


    1a Quatuor festetics


    István Kertész, Violine
    Erika Petöfi, Violie
    Péter Ligeti, Viola
    Reszö Pertorini, Violoncello


    1b Lindsay-Quartett


    Peter Cropper, Violine
    Ronald Birks, Violine
    Robin Ireland, Viola
    Bernard Gregor-Smith, Violoncello


    1c Lysellkvartetten


    Bernt Lysell, Violine
    Peter Sandklef, Violine
    Thomas Sundkvist, Viola
    Mikael Sjögren, Violoncello


    Fertig.


    :hello:


    Ulli

  • Dies ist für mich eine schwierige und deshalb interessante Aufgabe. Wie soll ich ein Quartett, das sich nur bei Mozart, Schubert und Mendelssohn aufhält mit einem Quartett, das lediglich zeitgenössische Musik spielt, vergleichen? Und mich dann für 4 Formationen entscheiden? Ein grausames Spiel.


    Nun denn, es sei versucht:


    1. Ohne Zweifel fällt mir für die Nominierung das LaSalle Quartett ein. Ihre Verdienste um die Interpretationen der Musik des 20. Jahrhunderts sind immens, aber auch der Musik davor. Ich habe das Vergnügen gehabt, dieses Quartett kurz vor seiner Auflösung zu hören; es muss vor fast 20 Jahren gewesen sein. Humor und Bewegung mit dieser Sachlichkeit, aber auch Deutlichkeit, zu paaren, das ist schon toll. Ich persönlich habe diesem Quartett unter anderem ein weiteres Hervordringen in die Werke von Schönberg, Berg, Zemlinsky, Ligeti und Nono zu verdanken.


    2. Sehr häufig ist mir, besonders in Live-Konzerten, das Arditti String Quartet begegnet. Ein Quartett, das keine Scheu vor den waghalsigsten Neukompositionen hat. Den schwierigsten und skurrilsten Werken stellen sie sich im Duell und treten in der Regel als Gewinner hervor. Mit dieser Beschreibung will ich das Wirken dieser Musiker keinesfalls auf Artistik reduzieren. Ein wunderschöner und klarer Klang und, was gerade in der neueren Musik wichtig ist, größte Sorgfalt und Deutlichkeit haben mir schon manche Komposition mehr und auch weniger bekannter Komponisten nahegebracht und diesen Leben eingehaucht. Das Wirken der Ardittis in 30 Jahren ist meines Erachtens von sehr großem Wert.


    Die nächsten beiden Plätze werde ich später vergeben; da muss ich noch vergleichen und jonglieren.


    Uwe

  • Zitat

    Original von Uwe Schoof
    2. Sehr häufig ist mir, besonders in Live-Konzerten, das Arditti String Quartet begegnet. Ein Quartett, das keine Scheu vor den waghalsigsten Neukompositionen hat. Den schwierigsten und skurrilsten Werken stellen sie sich im Duell und treten in der Regel als Gewinner hervor.[...]
    Uwe


    gute Formulierung. Nachdem das Ardittiquartett gegen das Werk gewonnen hat, liegt das Werk am Boden und kann sich nicht mehr wehren ...
    :P

  • Du hast völlig recht, so klingt meine Formulierung.


    Ich meine aber, dass der Kern der Musik, der eigentliche Inhalt, wegen der immensen technischen Probleme besonders in der zeitgenössischen Musik häufig kaum an die Oberfläche dringen kann. Die Ardittis schaffen es aber meist durch ihr Können und ihrer Erfahrung mit dieser schwer spielbaren Musik, die Konzentration des Hörers weg von der Technik hin zum eigentlichen Erleben des Inhaltes zu führen.


    Genau dies ist übrigens meiner Meinung nach ein Grund, warum Neue Musik häufig so schwer ankommt und so schwer verstanden wird: der Kampf mit den technischen Anforderungen. Der Vortrag häufig unverschämt schwierig zu spielender Musik besteht bei vielen Ausführenden in eben diesem Kampf; dieser überträgt sich auf den Hörer; die Tätigkeit der Meisterung der Technik wird zum Inhalt.


    Dieses Gefühl habe ich bei den Ardittis nie gehabt.


    Uwe

  • Du hast recht damit, dass Sie die Technik nicht als etwas präsentieren, womit man kämpfen muss. Es stimmt aber nicht, dass sie die Aufmerksamkeit von der Technik weglenken, das Gegenteil ist mitunter der Fall. Und - vor allem - ist es oft nicht der eigentliche Inhalt, der im Endeffekt zum Vorschein kommt.


    Auf jeden Fall haben sie eine großartige Technik, und, wenn sie ein Stück ausreichend geprobt haben, spielen sie mitunter auch großartig. Sie machen aber dermaßen viele Uraufführungen schwieriger Partituren, dass die Zeit für ein seriöses Einstudieren oft fehlt.

  • Zitat

    Und - vor allem - ist es oft nicht der eigentliche Inhalt, der im Endeffekt zum Vorschein kommt.


    Dies kann ich in der Tat nicht nur bestätigen, sondern ich sehe es noch erheblich krasser: Bei dem bei weitem größten Teil aller Uraufführungen, die ich selber miterlebe, erkenne ich fast nichts als Technik.


    Meine Aussage...

    Zitat

    Die Ardittis schaffen es aber meist durch ihr Können und ihrer Erfahrung mit dieser schwer spielbaren Musik, die Konzentration des Hörers weg von der Technik hin zum eigentlichen Erleben des Inhaltes zu führen.


    ...gilt natürlich nur für Kompositionen mit Gehalt und mit Innenleben. In einem anderen Thread schrieb ich bereits, dass ich aus Gründen der Neugier sehr häufig in Konzerte der zeitgenössischen Musik gehe, wobei mir jedoch lediglich ungefähr jedes zehnte Konzert etwas sagt; die restlichen wirken auf mich lediglich unbeholfen und gewollt.


    Aber dies können natürlich auch die Ardittis nicht ändern. Sie können nur vielen Komponisten, und das ist ein wesentliches Verdienst, die Möglichkeit geben, ihr Werk auf eine niveauvolle Weise hörbar zu machen bzw. den interessierten Zeitgenossen, die Werke unserer Künstler kennenzulernen (und zu beurteilen).


    Uwe

  • Hallo!


    Ich habe noch nicht viele Vergleichsmöglichkeiten bei den Werken, die ich kenne, meistens keine.
    In meiner Streichquartett-Sammlung kommen vier Ensembles am häufigsten vor. Da ich auch jedes von ihnen gerne höre, nominiere ich sie auch:


    Alban-Berg-Quartett
    Amadeus Quartet
    Emerson Quartet
    Talich Quartet


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Salut,


    ich hätte bei Dir jetzt eher auf Les Adieux minus Staier getippt :rolleyes:


    Amadeus finde ich - in zweierlei Hinsicht - auch sehr gut, Emerson ertrage ich [bei Mozart jedenfalls] nicht und ABQ hat deutliche Vorteile, wenn es so ab Brahms spielt... Talich sagt mir gar nichts.


    Viele Grüße
    Mr. Stringer

  • bin ja derzeit wenig in der musikbücherei zwecks freijahr :rolleyes:


    kronos
    emerson
    borodin
    abq
    quatuor mosaique
    festetic
    takács
    amdeus
    arditti
    La Salle


    so, jetzt ins bad :hello:
    lg
    d.

  • Hallo Pius :hello:


    Das ist also der angekündigte Thread.
    Auch ich möchte mich noch nicht auf 4 Ensembles festlegen, aber meine derzeitigen Favoriten gebe ich gerne Preis:


    Panocha Quartet
    Gesamteinspielung der Kammermusik Dvoráks - und das in einer guten bis sehr guten Qualität! Hab zwar noch nicht alles gehört (erst etwa die Hälfte), aber das kann sich mehr als nur sehen lassen!
    Das Quartet dürfte von der Anzahl her auch 'führend' in der CD-Auswahl sein. Aber das ist sicher kein Kriterium dafür.
    Qualitativ wirklich wundervolle Leistungen, die sie auf CD gebannt haben...


    Talich Quartet
    Hab zwar nicht sehr viel von ihnen (3 oder 4 CDs), aber auch das ist auf einem guten bis sehr gutem Niveau.
    Enttäuscht haben sie mich auch noch nicht und somit sei ihnen ein Platz in dieser Liste gewährt.


    Das ABQ habe ich zwar auch schon auf CD-Einspielungen kennen gelernt und war zufrieden und auch begeistert, aber mit einer expliziten Nennung möchte ich hier noch warten.
    Mehr Ensembles fallen mir jetzt so gar nicht ein, außer vielleicht noch das Amarcord Quartet, welches ich in der Berliner Philharmonie live erleben konnte :jubel: :jubel: :jubel: Spielfreude, Interpretation und musikalische Leistung und Atmosphäre auf höchstem Niveau...


    Lieben Gruß, Maik

  • Ich habe zu wenig Quartette (besonders auch historische wie Kolisch, Busch, Budapest usw.) mit demselben Repertoire ausführlich gehört, um angemessen vergleichen zu können, daher erstmal nur zwei:


    Juilliard Quartett: Obgleich je nach Besetzung unterschiedlich gut und nicht wirklich klanglich einschmeichlerisch, m.E. das Quartett der 2. Hälfte des 20. Jhds. Technisch souverän, kompromisslos in Ausdruck und Werktreue, egal ob bei Beehoven, Berg oder Ives


    Hagen Quartett: für mich das interessanteste der "jungen" Quartette, dem es gelingt in einem sehr dichten Feld neue Perspektiven auf sehr bekannte Werke wie die Quartette Mozarts und Beethovens zu eröffnen


    Unter den Quartetten auf Originalinstrumenten kenne ich vom Mosaiques, Festetics und Turner Quartett jeweils nur ca. 2 CDs, immer mit unterschiedlichen Stücken. Die finde ich alle ziemlich gut, so dass ich keinen Favoriten nennen möchte. Vielleicht kann ich da in Zukunft mal etwas genauer vergleichen.


    Quartette, mit denen ich etliches kenne und durchaus gut finde, ohne dass ich mich für eine Nominierung entscheiden könnte, sind Melos, ABQ, Emerson, Talich, Petersen. Berühmte Quartette, deren Einspielungen so weit ich sie gehört habe, enttäuschend waren, sind Amadeus und Q. Italiano.


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Eine vernünftige Antwort ist hier schwierig, weil sehr große Bandbreite. Mal sehen:


    Unter den osteuropäischen Quartetten nenne ich das Borodinquartett an erster Stelle, unter den westeuropäisch-amerikanischen das Juilliard. Wobei die Nennung darauf beruht, daß sie am "typischten" sind, den jeweiligen Stil perfekt wiedergeben. Spieltechnisch hervorragend sind auch etliche andere Ensembles. Das alte Budapester Q ist auch erstklassig.


    Bzgl. historischer Aufnahmen habe ich zum Calvet Q. schon ausführlich berichtet (ein Beitrag zum Flonzaley Q soll noch folgen, sobald ich etwas mehr Zeit habe). Allerdings wäre das Pro Arte Q. auch unbedingt zu erwähnen, sowie das Busch Q. (Als Trio zählen Cortot, Thibaud, Casals hier leider nicht mit)


    Leider keine Aufnahmen erhalten sind vom Wiener Hofburgquartett (Beethoven, Spohr, Cherubini, Schubert)

  • Also mein „Quartett der Quartette“ ist (derzeit und seit längerem) eindeutig das russische Borodin-Quartett.



    Ob man nun die historischen Tschaikowski- und Schostakowitsch-Aufnahmen auf Chandos (ursprünglich Melodya) nimmt, oder die neueren Einspielungen aus den 90ern auf Teldec heranzieht: Ich habe noch keine Aufnahme der Borodins gehört welche mich wirklich enttäuscht hätte.


    Seien es des Namensgebers Werke, die Beetoven-CDs auf Chandos oder Aufnahmen Haydn'scher und Schubert'scher Quartette: Das Borodin-Quartett bietet mir stets verläßliche Qualität auf höchstem Niveau gepaart mit lyrischer Klangschönheit die jedoch niemals in Kitsch und Schmalz abgleitet.


    Zusammengefaßt: Einfach schöne Musik! :angel:



    Ein ebenso schönes Wochenende wünscht Euch


    Laurenz

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Für mich in den heutigen Zeit zweifelsohne das Hagen Quartett!


    Wie schon anderswo geschrieben: Absolute Modernität insbesondere durch übersteigerte Intensität und enorme Klaggestaltung. In ihrer Musik erreichten sie außerpersonal einen objektiven musikalischen Ausdruck, abseits subjektiv menschlicher Empfindungen. Jedem ihrer immens vielen Klangfarbschattierungen kommt eine ganz eigene Intensität zu. Mit äußerstem Feingespür lauschen sie den dadurch subtil entstehenden Feinheiten und Zwischentönen nach. Traditionell bedeutsame Linien und Harmonien werden so nicht selten im ständigen Wandel des Energieflusses verstörend nebensächlich. Alle vier Musiker gehen mit ihrem bezwingenden Gesamtkonzept in einer völligen Einheit auf, innerhalb der jeder dennoch wie ganz für sich getrennt jegliche Freiheiten hat. Die Gestaltung scheint sich irgendwo im Obertonbereich abzuspielen.


    Eine Besonderheit dieses Ensemble ist auch das, was man das „ungedrehte Hase-und-Igel-Syndrom“ nennen könnte: Meint man nach vielfachem Hören endlich herausgefunden zu haben, was das Spezifische Ihres Spiels ist, lachen sie einem mit der nächsten Aufnahme oder beim nächsten Konzert entgegen: „Ich bin schon weg!“ und wieder muss man sich dran machen, das abermals Neue zu erspüren.


    --
    Wenn es historische Ensembles gegeben hat, die ich gerne gehört hätte, so ist das das Busch Quartett mit Beethoven in den 30ern sowie Debussy und Ravel vom Quartetto Italiano in den 50ern!

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Sagitt meint:


    Kronos verdanke ich einen Zugang zu moderner Musik ( wenn mir auch die eine oder andere cross-over Produktion nicht so gut gefällt) von denen mal D 810 ,das wär was ?


    ABQ und Emerson im klassischen Bereich meine Favoriten.


    Für die " kleinen" Schubert-Quartette finde ich das Henschel-Quartett sehr anhörenswert. Ich habe sie mehrfach live gehört und für irgendein lowprice label haben sie das ein oder andere auch eingespielt.Überdies eine hochinteressante Variante der Winterreise mit Christian Elsner. Danach findet man schwer zu Klavierfassung zurück.

  • Hallo,


    eines meiner Lieblingsquartette ist das Hollywood String Quartet.


    Hervorragendes Zusammenspiel,ideale Balance und wunderbarer


    Klang,der noch nicht duch übermäßige Manipulation verfremdet


    ist.Da hört man das Holz der Instrumente noch ohne "metallik".


    Es gibt natürlich noch eine Reihe sehr guter Quartette,die


    möchte ich aber nicht aufzählen,die kennen ja alle.


    :hello:Herbert.

  • Hallo


    Zitat

    Wie schon anderswo geschrieben: Absolute Modernität insbesondere durch übersteigerte Intensität und enorme Klaggestaltung. In ihrer Musik erreichten sie außerpersonal einen objektiven musikalischen Ausdruck, abseits subjektiv menschlicher Empfindungen. Jedem ihrer immens vielen Klangfarbschattierungen kommt eine ganz eigene Intensität zu. Mit äußerstem Feingespür lauschen sie den dadurch subtil entstehenden Feinheiten und Zwischentönen nach. Traditionell bedeutsame Linien und Harmonien werden so nicht selten im ständigen Wandel des Energieflusses verstörend nebensächlich. Alle vier Musiker gehen mit ihrem bezwingenden Gesamtkonzept in einer völligen Einheit auf, innerhalb der jeder dennoch wie ganz für sich getrennt jegliche Freiheiten hat. Die Gestaltung scheint sich irgendwo im Obertonbereich abzuspielen.


    Hat sich die DGG-PR-Abteilung schon bei dir gemeldet? Die suchen nach solchen Formulierern!


    ;)


    :hello:

  • Zitat

    Original von Theophilus


    Hat sich die DGG-PR-Abteilung schon bei dir gemeldet? Die suchen nach solchen Formulierern!


    Ich fasse das im wörtlichen Sinne auf und stelle es zur Diskussion. Diese Aussagen beanspruchen wahr oder falsch zu sein.


    Das hat nichts mit Marketing zu tun. für die Klassikakzente müsste ich wohl lernen, mich mit Worthülsen zu begnügen. Das liegt mir nicht. (Außerdem sollte ja ein Text bei denen nicht abschrekend wirken, wie es womöglich meine Zeilen bei einem Laien tun würden.)

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Zitat

    (Außerdem sollte ja ein Text bei denen nicht abschreckend wirken, wie es womöglich meine Zeilen bei einem Laien tun würden.)


    Mir würde da eher der Begriff ehrfurchtgebietend einfallen...


    :hello:

  • Zitat

    Original von Theophilus


    Mir würde da eher der Begriff ehrfurchtgebietend einfallen...


    Ich kann Deinem Text einfach nicht entnehmen, ob Du in ihm die so typisch österreichische (bereits im Deutschen Ausland of nicht verstandene) Art der Ironie steckst oder nicht.


    Jedenfalls ist es stets mein Ziel, zur Diskussion anzuregen, nicht aber Erhrfurcht zu erwecken!

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Zitat

    Original von a.b.


    Jedenfalls ist es stets mein Ziel, zur Diskussion anzuregen, nicht aber Erhrfurcht zu erwecken!


    Tja, jetzt hast Du beides getan...


    Ulli



    P.S. Der Theo ist nur ganz manchmal böse... ;)

  • Warum denn Ehrfurcht, Ulli?


    Grüße ins Elsaß und an euere Weißweine!!

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Die Frage nach dem Lieblingsquartett wird ja wohl durch die Tatsache erschwert, dass Quartette mitunter die Besetzung, aber nicht den Namen wechseln. Wen z.b. meinen denn die Liebhaber des Talich-quartetts ? Das alte mit Petr Messiereur an der 1. Violine oder das neue mit Jan Talich ?


    Um aber trozdem auf die Frage zu Antworten: Für mich ist das Juillard-quartett die erste Wahl (60er Jahre, also zur Zeit der ersten Beethoven-Gesamtaufnahme), obwohl da auch verschiene Musiker beteiligt waren - Robert Mann hält die Zügel jedenfalls zusammen.


    Beste Grüsse,


    Jürgen

  • Zitat

    Original von a.b.
    Warum denn Ehrfurcht, Ulli?


    Grüße ins Elsaß und an euere Weißweine!!


    Ich finde es beeindruckend, wenn man sich derart gewählt [zum dem mit Inhalt!] ausdrücken kann.


    Den Gruß werde ich heute Abend gerne ausrichten. Auf einen Pinot Gris von Krischner hätte ich derweil richtig Lust...


    :hello:


    Ulli

  • Hallo!


    ...hat also die OT-Welle auch diesen thread ereicht... :wacky:


    Zitat

    Wen z.b. meinen denn die Liebhaber des Talich-quartetts ? Das alte mit Petr Messiereur an der 1. Violine oder das neue mit Jan Talich ?


    Beide!


    Ich sehe, ich kenne noch viel zu wenige der berühmten Ensembles, v.a. im Vergleich miteinander. Meine ABQ-Nominierung würde ich zuerst zurücknehmen. Denn mit dem Quatuor Festetics sollte auch ein historisches Ensemble vertreten sein - die spielen wirklich sehr gut.
    Und neuerdings habe ich mich auch in den Klang des Borodin Quartets verhört - davon benötige ich auch mehr. Auch vom Hagen Quartett usw...


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Ich gesehe, daß ich ich DER Kammermusik Spezialist bin.


    Jedoch habe natürlich auch meine Vorlieben:


    Das TALICH Quartett (das neue) könne man als Idealfall bezeichne, Warm und trotzdem gut durchhörbar.



    Das GUARNERI Quartett (ich besitze nur eine Aufnahme, jene mit Brahms-Klavierquartetten mit Artur Rubinstein am Klavier-
    klingt entspannt und gelassen - übertriebene Expressivität scheint ihnen fremd.
    Sehr fülliger cantabler Klang. Im laufe der Zeit gab es verschiedene Covers...





    Ein weiterer Favorit ist das junge BELCEA QUARTETT


    Ebenfalls mehr innig als feurig - zumindest auf dieser Aufnahme - zum zerfließen schön