Sergej Rachmaninov: Klavierkonzerte

  • Hallo,


    da ja nun hier und da unser Admin darauf hingewiesen hat, dass er sich über neue Themen freut, die nicht er startet, will ich mal meinen Beitrag leisten!!! :jubel:


    "Mein" Thema sind die Klavierkonzerte von S. Rachmaninov.
    Bereits an verschiedenen Stellen waren ja bereits seine Klavierkonzerte Thema (siehe Ashkenazy, Argerich oder Zimerman.....)


    Mein absolutes Lieblingsklavierkonzert ist Rachmaninov No.2.
    Jedoch finde ich auch 1,3 und 4 sehr schön.


    Wie sieht es bei euch aus? Mögt ihr diese Klavierkonzerte? Welche Einspielungen besitzt ihr und welche sind eure Lieblingsaufnahmen.


    Folgende Einspielungen besitze ich:
    - 1-4 Ashkenazy, PrevinX(
    - 2&4 Ashkenazy, HaitinkX(


    :yes:
    :rolleyes:
    :yes:

    :(
    Folgende sind bestellt:


    ?(
    ?(


    Gruss
    Richard

  • Folgende Aufnahmen besitze ich:


    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in fis moll, opus 1
    Michael Rudy/Mariss Jansons/Petersburger Philharmonisches Orchester 9/1993 CD

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in c-moll, opus 18
    Michael Rudy/Mariss Jansons/Petersburger Philharmonisches Orchester 16.-19.12.1990 CD
    Evgeny Kissin/Valery Gergiev/London Symphony Orchestra Mai 1988 CD

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 in d-moll, opus 30
    Michael Rudy/Mariss Jansons/Petersburger Philharmonisches Orchester 9/1992 CD
    Alexis Weissenberg/Riccardo Chailly/Wiener Philharmoniker 18.8.1984 MC 106

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 in g-moll, opus 40
    Michael Rudy/Mariss Jansons/Petersburger Philharmonisches Orchester 9/1993 CD

    Da ich von anderen Klavierkonzerten wesentlich mehr Aufnahmen habe, glaube ich, noch Potential bei Rachmaninov zu haben. Ich höre die Aufnahmen eher selten. Der Wunsch nach mehr Aufnahmen ist noch nicht entstanden.
    Ich kann dies auch nicht hochwissenschaftlich begründen, nur mit
    "chacun a son gout"

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Ein exquisiter Rachmaninov-Interpret der jüngeren Generation, der nur einen einzigen großen Fehler hat, nämlich den, sich nicht bei den Hochglanz-Labels, sondern bei Naxos zu engagieren (daher auch keine Vorladungen in die Carnegie-Hall, in die Berliner Philharmonie etc.), ist Bernd Glemser. Hätte dieser Mann nur Erstklassorchester zur Seite, seine Rachmaninov-Konzerte gerieten zur Sensation!

    Musik: Atem der Statuen. Vielleicht: Stille der Bilder. Du Sprache wo Sprachen enden. Du Zeit, die senkrecht steht auf der Richtung vergehender Herzen. (Rilke)

  • Hallo Richard, hallo Rest der Welt


    Interessanterweise hat eine Aufnahme, die 1978 in aller Munde war, scheinbar viel von ihrem Glanz verloren:


    Sergeij Rachmaninoff
    Klavierkonzert Nr 3 in d-moll op 30
    Vladimir Horowitz
    New York Philharmonic
    Eugene Ormandy
    RCA



    Anlässlich des 50 jährigen Jubiläums von Horowitz in den USA wurde diese Aufnahme gemacht, sie war überall ausverkauft und besaß Kultstatus. Ursprünglich besaß ich sie (natürlich) als Langspielplatte, dann als CD. Es handelt sich um einen Livemitschnitt aus der Carnegie Hall vom 8. Jänner 1978.



    Beste Grüße


    Alfred

  • Sagitt meint:


    Dieser thread gibt mir Gelegenheit auf den Pianisten Byron Janis hinzuweisen. Ein Schüler von Horowitz ( sein einzigster ?). Ein hochvirtuoser Pianist, der wie andere Amerikaner auch inmitten einer Weltkarriere von einer Krankheit an der Hand befallen wurde und nicht mehr spielen konnte ( Graffmann, Fleisher).
    Janis spielte Rachmaninov mit viel Brillianz und es gibt verschiedene Versionen aller drei Konzerte, die schon damals einen großartigen Klang hatten ( living stereo ,kommt es als SACD ? und Mercury Sound.
    Die Aufnahmen sind aus den 60ziger Jahren, wurde damals hochgelobt und m.W. was das erste Konzert mit dem Totentanz von Liszt gekoppekt und hatte den Grand Prix de disques.

  • Tag,


    ja, KULT, die Aufnahmen mit Byron Janis (jetzt 2 und 3 wieder bei jpc, Boston SO, Munch sowie London SO, Dorati) waren bei Audiophilen seit Jahrzehnten ein Must, bevor dies zum KULT wurde.


    Richter hatte ich einst, in einer russischen Pressung, mit russischen Musikern, düster sich wälzende Akkorde.



    MfG
    Albus

  • Zitat

    Original von sagitt
    Sagitt meint:


    Dieser thread gibt mir Gelegenheit auf den Pianisten Byron Janis hinzuweisen. Ein Schüler von Horowitz ( sein einzigster ?).


    Guter Beitrag Sagitt.
    So schnell geht das, da steht die CD bei Prokofiev und schon unterschlage ich die Aufnahme des 1. Klavierkonzerts mit Janis unter Kondrashin.


    Die Aufnahme ist was den Klang angeht aber leider nicht so gut ;(


    Aber in hinblick auf dieses Thema werde ich das erste Klavierkonzert noch einmal hören.


    Gruss


  • Nein, nicht vergessen. Aber unterschlagen ....... 8o
    Er hat es doch zu Welt gebracht :jubel:


    Gruss

  • Hallo,


    den folgenden Beitrag hätte ich sowohl unter Krystian Zimerman oder Seiji zawa posten können.
    Da jedoch beide Konzerte auf der CD von S. Rachmaninov stammen, habe ich ihn hier unter seinen Klavierkonzerten plaziert.



    DG 2003


    "Abgesegnet" ist der Rezensionsvorschlag, den Alfred vorgestellt hat, zwar noch nicht, aber ich wage dennoch hier und jetzt eine solche Rezension vorzunehmen.


    Rachmaninov's Klavierkonzert No.2 ist mein Lieblingsklavierkonzert.


    Dieses Klavierkonzert ist voll mit emotionalen Ebenen unterschiedlichster Art und vollen "Klangschönheit".
    Es finden sich wunderschöne ruhige Stellen mit Klavier solo oder Klavier in Begleitung eines anderen Soloinstrumentes, Steigerungen, Stellen voller Dynamik und Spannung. :D


    Das Klavierspiel von Zimerman ist in jeder dieser Phasen des 2. Klavierkonzertes exakt der jeweiligen Stimmung und Emotion angepaßt. Herrlich leuchtendes Klavierspiel mit perfekten Anschlägen und Gespühr für die Musik Rachmaninov's. Ergreifend!!!!
    Dazu das von Ozawa ideal in Szene gesetzte BSO, das es versteht im italienischen Sinne des Wortes "Konzert" zu agieren, so daß ein genußvolles Miteinander entsteht.


    Der Klang der Aufnahme ist als sehr gut zu bezeichnen.
    Eher von natur aus leiser klingende Instrumente sind gut zu hören.
    Ein klein wenig mehr Räumlichkeit und die Aufnahme wäre perfekt.


    Interpretation: 10
    Klang: 9-10


    Sicherlich eine Referenzaufnahme, die jeder Zimerman- oder Rachmaninov-Liebhaber besitzen sollte :yes:


    Ist einem bekannt ob die Konzerte No.3 & 4 auch aufgenommen wurden?


    CIAO

  • Hallo Richard,


    Deiner Meinung über diese Aufnahme schließe ich mich vorbehaltlos an. Meines Wissens sind die letzten beiden Konzerte (noch) nicht aufgenommen worden. Zimerman ist seinen eigenen Worten zufolge kein Freund von kompletten Zyklen (auch wenn ich davon überzeugt bin, dass damit seinen Fans eine sehr wertvolle Aufnahme verloren geht).


    Liebe Grüße,


    Spatz.

  • Hallo Richard,


    ich bin mit Dir was die K.Zimmermann-Einspielungen der ersten beiden Klavierkonzerte angeht 100% einer Meinung, da gibt es nichts weiter hinzuzufügen - außer dme Wort "Referenzaufnahme". :yes:
    :]Es bleibt zu wümschen, daß K.Zimmermann das 3.Klavierkonzert auch noch eines Tages einspielt.


    8o Was ich jedoch nicht verstehe ist Dein "Bösezeichen X( " bei der Ashkenazy/Previn - Gesamtaufnahme !???!
    Gerade Diese Einspielung hat mich zu Rachmaninow geführt und ich bin mit dieser Einspielung eigendlich schon wunschlos zufrieden:
    In den 80er Jahren habe mich nur Rachmaninows Sinfonien und Sinf.Tänze begeistert und richtig angesprochen - ich habe zu der Zeit lieber zu den Prokoffief- Klavierkonzerten gegriffen (heute natürlich auch gerne). Mich hat insbesondere beim 3.Klavierkonzert der abgehackte Orchestersound gestört. Erst die Ashkenazy/Previn - Aufnahme hatte diesen "Effekt des ungeschickten Komponierens" gekonnt überspielt und mir begannen die Rachmaninow-Konzerte richtig gut zu gefallen.
    ;) Inzwischen habe ich auch die Gesamtaufnahme aller Rachmaninow-Orchesterwerke mit Mikaill Rudy/Mariss Jansons/Petersburger Philharmonisches Orchester. Diese Superpreiswerte EMI-CD-Box habe ich mir zugelegt um noch eine weitere Aufnahme meiner hochgeschätzten Sinf.Tänze op.45 zu haben.
    Die Klavierkonzerte sind alle pianistisch und orchestral TOP gespielt. Besonders die Paganini-Variationen sind ein Hochgenuß mit Rudi/Janssons. Mich stört allerdings bei der gesamten Interpretation der auffallend romantische Ansatz den Rudi und Janssons verfolgen.
    Da greife ich bei den Klavierkonzerten weiterhin zu Zimmermann sowie Ashkenazy/Previn und bei den Sinfonien ebenfalls zu Ashkenazy (als Dirigent).


    Gruß aus Bonn
    Wolfgang

  • Zitat

    Original von teleton
    :]Es bleibt zu wümschen, daß K.Zimmermann das 3.Klavierkonzert auch noch eines Tages einspielt.


    Hoffe ich auch

    Zitat


    8o Was ich jedoch nicht verstehe ist Dein "Bösezeichen X( " bei der Ashkenazy/Previn - Gesamtaufnahme !???!
    Gerade Diese Einspielung hat mich zu Rachmaninow geführt und ich bin mit dieser Einspielung eigendlich schon wunschlos zufrieden:


    Du wirst lachen, es war auch meine erste Aufnahme, jedoch ist es einfach so das mich diese Aufnahme nicht so anspricht.


    Gruß

  • Richard : Ich antworte dir mal in dem Thread, wo das Thema besser hinpasst.


    Für alle anderen: Thema sind folgende CD's:



    Wie gesagt, hatte ich noch nichts von Rachmaninov, auch noch nichts von Lugansky, deswegen bin ich in dem Fall Ersthörer.
    Lugansky spielt sehr virtuos, aber kontrolliert. Ich hatte das Gefühl, dass er genau nach Noten spielt, was natürlich vollkommen richtig ist, aber das gewisse Etwas, das fehlt meiner Meinung nach. Ich kenne leider die Zimerman-Aufnahme nicht, aber der Rezension nach, wird man da regelrecht mitgerissen, weil die Aufnahme nahezu perfekt scheint. (Natürlich hat Zimerman die Konzerte 1 & 2 aufgenommen und Lugansky die letzten beiden.) Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man bei Rachmaninov sehr gut mitgerissen werden kann. Das werde ich aber bei Lugansky nicht.
    Also würde ich sagen, es sind solide, aber keine herausragenden Aufnahmen.


    Aber zum Kennenlernen vielleicht gar nicht schlecht. Und für 1,99 EUR kann man nicht viel falsch machen.



    Gruß, Peter.

  • Die Aufnahme des zweiten Konzerts mit Sviatoslav RICHTER bei der Deutschen Grammophon muß sein, ist für mich eine der spannendsten hundert Aufnahmen von Musik überhaupt.
    Die "männlichste", kraftvollste aber auch gleichzeitig gefühlvollste, schlicht beste Interpretation dieses Klavierkonzerts.
    (vielleicht gibt es Einspielungen, die im kitschigen Sinne des Wortes "schöner" sind - aber an "nüchterner Schönheit" ist Richter unüberbietbar.)
    So viel zur Pflichtaufnahme des zweiten Konzerts. Beim dritten Konzert habe ich keinen eindeutigen Favoriten. Die Konzerte 1+4 finde ich eher uninteressant, das vierte sollte man wohl in der Interpretation von Aturo Benedetti Michelangeli haben (EMI)

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Die Aufnahme des zweiten Konzerts mit Sviatoslav RICHTER bei der Deutschen Grammophon muß sein, ist für mich eine der spannendsten hundert Aufnahmen von Musik überhaupt.


    Stimme ich zu was Richter angeht! Klang ist leider eher schwach und bei der Orchesterbegleitung gibt es bessere Aufnahmen!


    Zitat


    Die "männlichste", kraftvollste aber auch gleichzeitig gefühlvollste, schlicht beste Interpretation dieses Klavierkonzerts.
    (vielleicht gibt es Einspielungen, die im kitschigen Sinne des Wortes "schöner" sind - aber an "nüchterner Schönheit" ist Richter unüberbietbar.)
    So viel zur Pflichtaufnahme des zweiten Konzerts. Beim dritten Konzert habe ich keinen eindeutigen Favoriten. Die Konzerte 1+4 finde ich eher uninteressant, das vierte sollte man wohl in der Interpretation von Aturo Benedetti Michelangeli haben (EMI)


    4. ABM
    3. Anhören sollte man: Janis, Argerich, Pletnev .....
    wobei Janis den Vorteil hat das das 2. Klako gleich mit auf der Aufnahme ist!
    2. Zimerman, da hier vieles passt! NICHT Grimaud, KEIN Ashkenazy.
    Cliburn ist zu beachten!!!!
    1-4. ggf. S. Hough. wobei etwas zu trocken und ich eher auf einzelne Aufnahmen gehen würde.


    Gerade gestern habe ich mal intensiver den Anfang des dritten Satzes bei Klako 3 verglichen! Pletnev spielt sehr transparent!!!!


    Gruß

  • 1.
    Janis/Reiner (RCA),
    Richter/Sanderling (Melodiya),
    Moiseiwitsch/Sargent (Naxos)


    2.
    Rubinstein/Reiner (RCA),
    Richter/Wislocki (DG),
    Cliburn/Reiner (RCA),
    Moiseiwitsch/Goehr (Naxos)


    3.
    Pletnev/Rostropovich(DG),
    Argerich/Chailly (Philips),
    Ashkenazy/Fistoulany (Decca),
    Horowitz/Coates (Naxos),
    Horowitz/Reiner (RCA)


    4. Michelangeli/Gracis (EMI)


    Gesamteinspielungen: Rachmaninoff/Ormandy/Stokowski aus historischem Interesse, Kocsis/de Waart für ein primär pianistisches Feuerwerk, Ashkenazy/Previn für eine akzeptable Mischung auf gutklassigem Niveau.

  • Zitat

    Original von Gerrit_Stolte


    Und du meinst nicht? Wenn dem so ist, warum nicht? Was wäre bei Rachmaninov ein Kompliment?


    Also, mit transparent war an dieser Stelle gemeint, daß man z.B. beim Beginn des dritten Satzes alle Noten hört, dann kann man getrost als Kompliment bezeichnen!

  • Ich glaube, Richard, es ist eher die andere Transparenz - eben typisch Pletnev. Alles schön durchsichtig, neutral gefärbt, fein artikuliert und doch nichts sagend.


    Transparenz als Gegenpol von Leidenschaft, Wucht, Intensität.


    Oder meinst du anders?


    Gruß


  • Ich meine es anders:
    Wucht, Intensität und Leidenschaft und dennoch hört man jede Note und es gleitet nichts ins "breiige" ab wie bei so vielen anderen Aufnahmen.
    Wäre es nichts sagend hätte ich die Aufnahme nicht genannt.


    Gruß


  • Wislocki ist Dirigent des Rachmaninov, Karajan der des Tchaikovsky Klako's!

  • Zitat

    Original von Richard:
    Wislocki ist Dirigent des Rachmaninov, Karajan der des Tchaikovsky Klavierkonzert's!


    Danke! Mir war der Name Wislocki überhaupt nicht bekannt.
    Dann schreibe ich mir diese Aufnahme mal auf meinen Merkzettel um später Vergleiche mit Bang Bang anstellen zu können. :]



    Gruß, Peter.

  • Meine Lieblingsaufnahmen den 2. Konzertes wurden bereits genannt: Einerseits Richter/Wislocki, andererseits Zimerman und Ozawa. Finde ich Richter vor allem im ersten Satz noch eine Spur zwingender, verleidet mir doch die Aufnahmequalität vor allem des zweiten Satzes die Aufnahme ein wenig, weshalb ich sehr froh bin, dass Zimerman nicht nur auf eine hervorragende Aufnahmequalität, sondern auch auf ein hochklassig aufspielendes Bostener Orchester bauen kann.


    Vor allem aber gefällt mir auch diese Aufnahme wegen des 1. Klavierkonzertes. Sicher leichtgewichtiger als das zweite und dritte, aber voll jugendlichem Überschwang - und von Zimerman vielleicht noch etwas packender Eingespielt als das zweite.


    Gruß
    Anti

  • Hallo,



    diese Aufnahme habe ich mir kürzlich gekauft, um das Zweite Klavierkonzert kennenzulernen.
    Zum Vergleich legte ich mir dann auch Richter / Wislocki zu.


    Man merkt natürlich sofort, dass es vehemente Unterschiede in der Klangqualität gibt. Und die ist vielleicht bei Rachmaninoff wichtig.


    Lang Lang spielt voller Freude und Intensität, was ich Richter auch nicht absprechen möchte, aber beim Chinesen kommt es IMO besser rüber.
    Dazu das Orchester, geleitet von Valery Gergiev, das diese russischen Klänge überzeugender präsentiert.


    Mir gefällt der sattere, wuchtigere Klang besser als das eher transparente Spiel der Polen.


    Ich werde aber demnächst auch über eine Zimerman-Aufnahme nachdenken müssen...


    Gruß, Peter.

  • wollte nochmal zur Zimermanaufnahme etwas nachtragen:


    Ich lobte weiter oben die Aufnahmequalität, Richard ebenfalls.
    Im Ganzen (also Durchhörbarkeit ect.) sicher zutreffend.
    Nach wiederholtem Hören stört mich aber doch in immer größerem Maße die "harte" klangliche Abbildung des Klaviers auf dieser Aufnahme.
    Manchmal klingt es stellenweise wie ein E-Piano. Sicher strahlend und klar, aber ich denke, das hier neben Zimerman und Steinway auch die Tontechnik ihren Einfluss geltend machte und die ist für meinen Geschmack zu hart/scharf. Ich hätte mir eine weichere Abbildung gewünscht, wie auf vielen guten Analogaufnahmen zu hören.
    Trotzdem aber eine sehr gute CD.


    Gruß
    Anti

  • Hallo Anti,


    Du bist Dir aberr schon im Klaren, daß auf 99.9% aller Tonaufnahmen der Flügel Viiieel zu weich abgebildet wird.
    Wenn Du eine Diskanttaste eines Flügels "anschlägst", dann erzeugt das einen Ton, der fast körperliches Unbehagen hervorrufen kann (ein Effekt, der sich bei steigender Entfernung zum instrument abmildert und im musikalischen Kontext nicht mehr hörbar ist....


    Freundliche Grüße aus Wien


    Alfred