ein MUSS .... Jazzaufnahmen die man haben sollte

  • Hier können wir absolute Pflichtkäufe aufführen.


    Als erstes wäre wohl zu nennen:


    Miles Davis: "Kind of Blue" aus dem Jahre 1959



    Mit einer absoluten Starbesetzung:


    Trompete: Miles Davis
    Altsaxophon: Cannonball Adderley
    Tenorsaxophon: John Coltrane
    Bass: Paul Chambers
    Schlagzeug: Jimmy Cobb
    Klavier: Bill Evans (bei "Freddie Freeloader" spielt Wynton Kelly)


    Evans entwickelte den modalen Jazz, von welchem dieses Album der Beginn ist.


    "Kind of Blue" ist mit 6 Mio. die meistverkaufte Platte der Jazz-Geschichte

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.

  • Saxophone Colossus von Sonny Rollins gehört ebenfalls zu den unverzichtbaren Schätzen. Eine Aufnahme, die man auch hören kann, wenn man noch nciht sehr jazzerfahren ist.



    Es gibt von Rollins noch eine ganze Reihe wichtiger Aufnahmen, aber diese ist die erste und zentrale.

  • Ein weiterer Pflichtkauf wäree
    "The Incredible Jazz Guitar Of Wes Montgomery"


    Am Klavier spielte Tommy Flanagan, Bass Percy Heath und sein Bruder Al Heath Schlagzeug.


    Eine tolle Stückauswahl: Neben alten Jazz-Stadards über einigen Modern-Jazz Titeln gibt es auch Kompositionen von ihm selbst zu hören.


    Wer hören und staunen will, was mit einer Gitarre so möglich ist, sollte zugreifen. :jubel:

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.

  • Ich möchte zum Auftakt zwei Alben empfehlen:


    Der Saxophonist John Coltrane: A love supreme





    Der Pianist Keith Jarrett: The Köln Concerto



    Herzliche Grüße,:hello::hello:



    Christian

  • Zu den wichtigsten Jazz-Musikern ist Clifford Brown zu zählen - leider ist der Ausnahmetrompeter bereits früh bei einem Unfall ums Leben gekommen. Zur Grundausstattung jedes Menschen, der sich mit Jazz nur ansatzweise beschäftigen möchte, sollten Aufnahmen von Clifford Brown gehören. Drei von denen sind in jedem Fall unverzichtbar.


    Als erstes:



    Sarah Vaughan gehört unter die bedeutendsten Jazzsängerinnen. Diese beiden zusammen, das ist ein unverzichtbares Ereignis.


    Von Clifford Brown gibt es dann noch die Aufnahmen mit Helen Merrill - sie ist nicht so sehr bekannt - aber eine absolute Gänsehautstimme. Wenn mich jemand nach meinen Lieblingsjazzsängerinnen fragt, ist Helen Merrill unter den ersten dreien (zusammen u.a. mit Sarah Vaughan). Die fehlende dritte ist nicht Ella.


    Die dritte Clifford Scheibe, die ich empfehlen möchte und die ich auch dem Olymp zurechne, ist


    "At Basin Street".


    Also das ist schon etwas Hörstoff.


    Mit den besten Empfehlungen von


    Matthias

  • Guten Morgen.


    Dann möchte ich mich auch im Jazz-Keller gleich mal in die Nesseln setzen (als Rattle-Verteidiger, Thielemann-Sympathisant und Richard-Strauss-Hörer bin ich das hier im Forum ja gewohnt): Die Lounge Lizards sind mir eine dicke Empfehlung wert.


    Ich weiß, Jazz-Puristen rollen jetzt bedeutungsvoll mit den Augen. "Zu poppig, zu trendy, zu stylish, zu wasauchimmer", lautete das Verdikt stets. Allerdings gibt es heutzutage in meinen Ohren unter dem Oberbegriff "Jazz" weiß Gott Gefälligeres, Hitparadentauglicheres als die teils verqueren Songs der Lizards.


    Besonders lieb sind mir die Berlin Konzerte; auch immer wieder gut: "No Pain for Cakes".


    :hello:


    Gruß, l.

  • Eine weitere Platte:
    Erroll Garner: "Concert by the Sea" aus dem Jahre 1955


    Genialer Mischmasch aus Swing und Bebop, unglaublich kreative Einleitungen, in welchen er sein Publikum an der Nase herumführt. Seine mechanischen 4/4 Akkordbegleitungen seiner zur rechten völlig unabhängigen linken Hand, sein Witz und seine Virtuosität kommen in dieser Platte voll zur Geltung.

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.

  • Mit den "Lounge Lizards" in die Nesseln setzen? Von wegen ... Dies ist einer meiner Lieblings-CDs des Jazz:



    Das Konzert der Lounge Lizards in Mannheim 1989 mit diesem Programm wird mir immer in Erinnerung bleiben. Diese Mischung von sanften Saxophon-Klängen und harten Rhythmus-Passagen durch Trompete, Posaune und bestens aufgelegte Gitarre und Bass war für mich ein Beweis, dass der Jazz auch nach Miles Davis nicht tot ist.


    Viele Grüße,


    Walter

  • Passend zu Davis' "Kind of Blue" wäre z.B. diese Aufnahme aus dem Jahr 1957 zu nennen:



    John Coltrane - Blue Train


    Besetzung:


    Tenor Sax - John Coltrane
    Trompete - Lee Morgan
    Posaune - Curtis Fuller
    Klavier - Kenny Drew
    Bass - Paul Chambers
    Schlagzeug - Philly Joe Jones


    Wie auch später bei "Kind of Blue" ist hier neben Coltrane, Paul Chambers am Bass zu hören.

  • Zurück zum Kernbereich des Jazz:


    Aufnahmen von Charles Mingus, dem legendären Bassisten, sind schon bei den Anfängen einer Beschäftigung mit Jazz unverzichtbar.


    ich nenne hier eine Aufnahme, die vom Hörvergnügen größten Genuss und große Vielfalt bietet und die sicher zu den zentralen Aufnahmen zählt:



    Ganz besonders schätze ich Aufnahmen von Mingus, bei denen Eric Dolphy (für mich für sich eine Ikone) mitwirkt. Dazu zählt u.a. At Antibes. Im übrigen finden sich auch Spitzenaufnahmen von John Coltrane, die ihre besondere Qualität gerade durch die Beiträge von Eric Dolphy erhalten (etwa die Village Vanguard Aufnahmen). Zu Dolphy komme ich noch später.


    Mit besten Grüßen


    Matthias


    P.S.: Franz Zappa schätze ich auch, allerdings ist er wohl kaum dem Jazzbereich zuzurechnen.

  • Top! Das ist es! Charles Mingus!


    Matthias nannte soeben einen meiner absoluten Lieblingsjazzer.


    Diese Platte "Ah Um" habe auch ich, sie ist wirklich super.


    Auch ein Super-Album von Mingus (ach, ich finde so viele von ihm gut) auf Atlantica ist die folgende:



    Auf dieser Platte gefällt mir jedes Stück; das ist wirklich guter Jazz. Mit George Adams am Tenor und Jack Walrath an der Trompete, Don Pullen am Klavier und natürlich, wie fast immer, Dannie Richmond am Schlagzeug. Das ist ein Thema für sich: Richmond am Schlagzeug, Mingus am Kontrabass. Die beiden sind wirklich unglaublich gut aufeinander eingespielt, und das nicht nur nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit, sondern auch schon zu Beginn.


    Und ich stimme mit Matthias überein (allerdings nicht auf dieser Platte): Mingus mit Eric Dolphy auf der Bassklarinette: Das ist unverwechselbar!


    Uwe

  • Immer dann, wenn Zweifel über die USA überhand zu nehmen drohen, lohnt sich, die Musik von Dave Brubeck anzuhören, allen voran die zurecht überaus populären Hits "Take Five" und "Blue Rondo". Diese Musik aus den 1950ern konnte eine ganze Generation begeistern, als von den USA neue, belebende Impulse für eine freiere Lebensform erwartet wurden. Höre ich dies Stück heute mal wieder, bin ich immer von neuem beeindruckt, wie frisch es noch klingt. .



    Viele Grüße,


    Walter

  • Django Reinhardt, der Meister der Jazz-Gitarre darf hier natürlich nicht fehlen.
    Ein unbedingt besitzenswertes "Album" kann ich nicht nennen, aber ich möchte diese 10 CD-Ausgabe empfehlen, die nur 10 Euro kostet und an der ich einiges Vergnügen finde (viele tracks langweilen mich naturgemäß auch)
    Sämtliche Titel dauern nur 2 bis 4 Minuten!



    Für Reinhardt-Fans sei auch Woody Allens Film-Hommage "Sweet and lowdown" empfohlen


    Soundtrack-CD:


  • Hallo Matthias,


    Frank Zappa war an allen interessanten musikalischen Entwicklungen seiner Zeit interessiert. Das war nicht nur die klassische Moderne eines Strawinsky oder Varese, die Zusammenarbeit mit Boulez, sondern auch der Jazz. Sicher hast Du recht, dass dies nur am Rande seiner Musik steht. Aber seine Aufnahmen mit Sugar Cane Harris, Jean-Luc Ponty oder George Duke reichen zumindest weit in den Jazz hinein. Als Beispiel sei vor allem genannt:



    Viele Grüße,


    Walter

  • Hallo,


    schöne Empfehlungen sind da schon zusammengekommen. Besonders freue ich mich über die Erwähnungen des genial-verrückten Charles Mingus: Für mich ein ganz Großer! Nur: Fällt wirklich alles Erwähnte hier unter den Begriff: Ein MUSS? Schwer zu sagen, rein subjektiv kann eine Platte ein MUSS sein, weil sie dem Betreffenden viel bedeutet und es somit verständlich ist, dass sie hier erwähnt wird.


    Aber wäre die Jazz-Geschichte "objektiv" anders verlaufen ohne diese Aufnahme? Ist sie so bedeutsam, dass sie als MUSS bezeichnet werden kann? Zum Beispiel die Lounge Lizards. Ich liebe diese Band auch, gar keine Frage! Oder Clifford Brown und Jean Luc Ponty: Glaubt mir: Ich freue mich, dass es hier Leute gibt, die diese Musik zu schätzen wissen! Mir würde aber - gerade bei Tamino-Jazz ;) - nicht einfallen, sie in diesem Thread unterzubringen. Unter MUSS würde ich verstehen, hier vielleicht die Platten zu nennen, die stellvertetend 100 Jahre Jazz beispielhaft vertreten könnten. Das würde ich zum Teil auch unabhängig von meinem Geschmack angehen. Meine Jazz-Sammlung umfasst knapp 1000 CDs, und davon ist genau eine aus der Zeit vor 1945! Dennoch halte ich es für richtig und wichtig, Platten aus der Zeit davor in eine Top-50 oder was auch immer aufzunehmen.


    Kind of Blue und A Love Supreme sind für mich die Kategorie Aufnahmen, die unbedingt hierher gehören. Dürfte ich nur fünf meiner Jazz-CDs behalten, diese beiden wären dabei! Okay, und Saxophone Colossus wohl auch!


    Aber ich will nich weiter rumnörgeln, sondern lieber erwähnen, was für mich in die Reihe "unverzichtbar" gehört:



    Bill Evans Trio
    Live at the Village Vanguard


    Bill Evans hat viele wunderbare Platten eingespielt, doch diese ist für mich der Olymp des Klaviertrios, der Maßstäbe setzte für alle derartigen Formationen, die folgten. Erst Keith Jarrett mit seiner 6-CD-Box "At the Blue Note" durfte daneben Platz nehmen...


    Und was die sechziger Jahre und den modalen Jazz anbetrift, noch diese hier:



    Herbie Hancock
    Maiden Voyage


    Da macht sich der 25jährige Hancock 1965 mal kurz von seinem Meister Miles Davis frei, um eine solche Platte einzuspielen! Eine Sternstunde: Sowohl Freddie Hubbard (Trompete)als auch Tony Williams (Schlagzeug) habe ich selten so gut gehört. Na ja, und wenn Hancock nicht gerade an den Reglern von Synthesizern rummacht, ist er sowieso immer gut!


    Gruß
    B.

  • Zitat

    Besonders freue ich mich über die Erwähnungen des genial-verrückten Charles Mingus: Für mich ein ganz Großer! Nur: Fällt wirklich alles Erwähnte hier unter den Begriff: Ein MUSS? Schwer zu sagen, rein subjektiv kann eine Platte ein MUSS sein, weil sie dem Betreffenden viel bedeutet und es somit verständlich ist, dass sie hier erwähnt wird.Aber wäre die Jazz-Geschichte "objektiv" anders verlaufen ohne diese Aufnahme? Ist sie so bedeutsam, dass sie als MUSS bezeichnet werden kann?


    Nunja, wir werden kaum einzelne Schallplattenaufnahmen finden, ohne die die Jazzgeschichte ganz anders verlaufen wäre. Aber der Hinweis auf Vorsicht vor Quantifizierung gefällt mir.


    Das ändert jedoch nichts an meiner Wahl der obengenannten Platte "Changes 1" von Mingus, was ich begründen möchte. Ich halte diese Platte aus folgendem Grund für besonders wichtig:


    Die Einspielungen dieser Platte sind in der "Spätezeit" Mingus´erfolgt. Mingus selbst mag in jungen Jahren spritziger gewesen sein (obschon ich mir da gar nicht so sicher bin), die Kompositionen und Interpretationen der Stücke, und zwar aller Stücke, auf diesem Album sind genial. Die Band (Adams, Walrath, Pullen, Mingus, Richmond) ist sehr homogen, völlig ohne Schwächen. Aprospos homogen: Die ganze Platte ist von vorne bis hinten von einheitlicher Qualität, und zwar in der Verspieltheit sowie auch in der Beherrschung. "Remember Rockefeller At Attica" sowie "Sue´s Changes" bestehen aus tollen Ideen, strengen Verläufen und gleichzeitig verblüffenden Improvisationen; das ist schon was. George Adams Gesang im "Devil Blues" ist wirklich "cool", offensiv, vergewaltigend...und dennoch diszipliniert.


    Mingus lässt hier seine Musiker auf höchstem Niveau an der langen Leine, um ihnen allen Spaß am Musizieren herauszulocken...und beherrscht sie dennoch. Das ist Mingus - und Jazz - "at his best".


    Uwe

  • walter  
    was ist das für eine Zappaplatte???? Die kenne ich überhaupt nicht. George Duke hat Zappas Band sehr positiv ergänzt.


    The adventures of greggery sind in meinen Augen purer Jazz. Zu finden u. a. auf Studio Tan und Läther. Ich habe natürlich beide Alben. Es handelt sich um eine vertonte Kurzgeschichte um ein kleines Wildschwein. Dies sei allen interessierten empfohlen.

  • Zappaplatte: Das Album heißt: Jean-Luc Ponty "King Kong" mit dem Untertitel "composed and arranged by Frank Zappa".


    Auf Seite 1 werden die Titel gespielt: "King Kong", "Idiot Bastard Son", "Twenty Small Cigars" und "How Would You Like To Have A Heard Like That". Dort spielen u.a. George Duke, Art Tripp, Ian Underwood, John Guerin, Ernie Watts. Im letzten Stück spielt auch Franz Zappa mit.


    Auf Seite 2 wird neben "America Drinks And Goes Home" ein längeres Stück "Music For Electric Violin And Low Budget Orchestra" gespielt mit Fagott, Oboe, Hörnern, Tuben, Flöte, Cello, Bass, Viola. Dort sind kammermusikalisch verschiedene Zappa-Melodien verarbeitet. Die Leitung hat Ian Underwood.


    Die LP erschien 1970 bei Liberty.


    Viele Grüße,


    Walter

  • Barbirolli


    Grundsätzliche Zustimmung mit einer kleinen Einschränkung.


    Clifford Brown gehört sicher zu den unverzichtbaren Jazzgrößen. Wenn ich noch eine instrumentale Scheibe von ihm empfehlen sollte dann:


    At Basin Street.



    Einmal gehört kann man schwer wieder davon lassen. Ich versuche bei meinen Empfehlungen musikalisch besonders wichtige, aber gleichwohl auch für Nicht-Spezialisten noch gut hörbare Aufnahmen zu benennen.


    Ein weiterer Jazz-Musiker, der natürlich in den unverzichtbaren Kanon gehört ist


    Thelonius Monk.


    Der Pianist, der mit seinen mitunter leicht schrägen, aber brillianten Aufnahmen Maßstäbe gesetzt hat. Eine den Zugang ermöglichende und zugleich "must-have"-Aufnahme ist:


    Brilliant Corners.



    Kaufen und genießen.


    @ Walter T.:


    Ich kenne und schätze Frank Zappa. Yellow Shark mit dem Ensemble Modern ist schon eine besondere Aufnahme. Auch die Bezüge zu Varese und der Moderne und seine persönliche Geschichte kenne ich - ich glaube er hätte sich selbst aber nicht dem Jazz zugerechnet. Es ist vielleicht eine besonders freie Rockmusik, die klassischen Stilmerkmale des Jazz kann ich bei Zappa - trotz aller Wertschätzung - nicht recht finden. Ich habe mir z.B. kürzlich als CD Hot Rats wieder zugelegt, die ich vor 30 Jahren gehört habe. Gut das nach all den Jahren wieder anzuhören.


    Mit besten Grüßen


    Matthias

  • Hallo Matthias und ‚Barbirolli’,


    letztlich bin ich natürlich eurer Meinung, dass Zappa und Jean-Luc Ponty kein “Muss” für eine Jazz-Sammlung sind, und ich kann mich Matthias’ Gesamturteil gut anschließen.


    Ein wenig anders ist es bei den „Lounge Lizards“. Was in den 1980ern aus Downtown-Manhattan kam, gehört für mich in jede Jazz-Sammlung. Im Rahmen des Projekts einer kleinen Jazz-Geschichte verdient dies sicher ein eigenes Kapitel zu werden. Dazu zählen auch John Zorn, Fred Frith, Bobby Previte und all die Bands und Musiker, die sie um sich geschart haben. Die „Lounge Lizards“ können ein guter Einstieg sein.


    Aber zurück zu den Vorschlägen. „B“, „wer da so mitspielt“ in „Round Midnight“ macht mich in der Tat neugierig. Das ist ja die große Phase vor den 1980ern. Zurecht wurde dieser Thread mit Miles Davis eröffnet, und von ihm ist zweifellos auch eine Platte ein Muss, als er den Jazzrock begründete. Ich wähle dafür „Bitches Brew“, aufgenommen 1969 bis 1970, wo sie alle versammelt sind: Miles Davis, Wayne Shorter, Joe Zawinul, Chick Corea, John McLaughlin, Dave Holland, John DeJohnette, Billy Cobham, Airto Moreira, um nur die zu nennen, die alle später ihren eigenen Weg gegangen sind.



    Und natürlich ist das Schlagzeug ein absolutes MUSS, und das heißt: Art Blakey. Da ist als ein Einzelstück „Orgy in Rhythm“ zu nennen, als LP, auf der er sein Spiel begleitet von afrikanischen Trommeln frei gestalten kann: The african Beat. Als begeisterter Fan von Schlagzeugmusik lasse ich es damit bewenden, und bin mir natürlich bewusst, welche Schätze in den Aufnahmen mit seiner Band „The Jazz Messengers“ noch enthalten sind.



    Viele Grüße,


    Walter

  • Music For Electric Violin And Low Budget Orchestra ist auch ein reguläres Zappastück, welches auch schon das Ensemble Modern aufgeführt hat. Großes Musik. Das einzige was mich immer ein wenig nervt, ist wenn der Meister zur Gitarre greift und Stunden soliert (wenn auch sehr virtuos :jubel: )

  • hallo,


    ob's muss-aufnahmen sind, weis ich nicht, aber ich schicke sie mal ins rennen (denn es sind zwei meiner absoluten lieblingsplatten):



    hiromi: another mind
    irgendwo hab ich mal gelesen, diese platte ist wie ein tritt in die weichteile :D - von anfang bis ende eine wahre eruption. eine der grandiosesten debut-cds der geschichte (imo). wer die nicht kennt, ist selber schuld.



    joshua redman: beyond
    auch auf die gefahr hin, gesteinigt zu werden: ich find redman exzellent. und beyond ist für mich seine beste platte. vielleicht, weil sie irgendwie melancholisch ist - wenns das bei redman gibt...


    greetings, uhlmann

  • Sondheim in Jazz - Großartiges leisten dies ganzen Topleute auf den Album und arbeiten das jazzige an Sondheims großartigem Werk heraus. Mit von der Partie sind Grover Washington, Herbie Hancock, Terence Blanchard, Nacy Wilson und Sondheim selbst! :jubel: :jubel: :jubel:



    :hello:

  • Hallo Zusammen,


    gerade genieße ich diese ganz neue Art der „DVD“ Zugabe und möchte diese Neuerwerbung
    gleich hier nennen. –für jeden Jazz Fan eh ein kauf – für 5.1 Fans die etwas mit
    Jazz anfangen können ein muss:


    George Benson, & Al Jarreau Givin' It Up (CD + DVD Limited Edition)
    + Herbie Hancock, Stanley Clarke, Marcus Miller u.a.



    DVD DTS 96/24


    + DVD: 'In the Studio' and 'In your Room' High Definition Surround Experiences & Special Video Footage of Noel Lee, George Benson & Al Jarreau DVD: Dolby Digital/DTS 96/24/High Definition Stereo


    Unter diesen Link gibt es noch eine ganz ausführliche Produktinfo:


    http://www.jazzecho.de/george_…au_givin_it_up_116146.jsp


    Gruss
    Robert

  • Zu den must have-Aufnahmen des Jazz gehören unbedingt die von


    Stan Getz


    Leicht könnte man bei den unverzichtbaren bei ihm bis zu 10 aufzählen.


    Ich will hier eine nennen, die nicht zu den an allervorderster Stelle bekannten gehört - aber gleichwohl eine der ganz großen von Getz:




    Stan Getz in einer brillanten Lifeaufnahme mit dem Bill Evans Trio - was will man mehr. Diese Musik werden auch Menschen genießen, die sich dem Jazz erst nähern. Sie gehört auch nach langen Jahren immer noch zu meinen favourites von Getz.


    Eine weitere Must-Have-Scheibe von Getz ist


    Jazz-Samba .



    Für Genießer und anspruchsvolle Jazzhörer möchte ich als drittes noch nennen:


    People Time.


    Eine Duo Life-Aufnahme mit dem Pianisten Kenny Barron - musikalisch Spitze und auch aufnahmetechnisch ein Genuß.



    Mit besten Grüßen


    Matthias

  • Drei lohnenswerte Aufnahmen:



    Weather Report (Wayne Shorter), CD: The Best Of Weather Report
    Das Muss schlechthin: Boogie Woogie Waltz (13:04) (Styl: Fusion)



    Ein Klassiker: Mahavishnu Orchestra, CD: The Inner Mounting Flame (Styl: Free Improvisation/Fusion)



    Eric Dolphy, CD: Fire Waltz (Styl: Avant Garde/Free Jazz)
    Für Fans des Modern Jazz/Free Jazz von John Coltrane geeignet...


    Mit Jazzigen Grüssen,
    Carl


    PS. Sonst einfach mal reinhören und den Titel bei JPC suchen...

  • Nach Mitternacht - es ist Jazz-Zeit.


    Hier meine zweite Jazzplatte, "die man haben sollte":



    John Coltrane (Tenor- und Sopransaxophon), Red Garland (Piano), Paul Chambers (Bass), Arthur Taylor (Drums)


    Auf dieser Aufnahme kann sich Coltrane richtig ausspielen - und tut es. In den Aufnahmen der selben Besetzung zusammen mit Miles Davis stand Coltrane noch etwas im Schatten des großen Trompeters, aber nun...Die Rhythmusgruppe ist natürlich stark; die Musiker passen zusammen, der Klang ist einheitlich.


    Besonders schön das erste Stück "Good bait" in einer fantastischen Interpretation (das gefiel mir in meinen Jugendjahren so gut, dass ich Colltranes gesamtes Tenorsolo auswendig lernte und beim Plattenanhören mitblies) sowie die folgende Ballade "I want to talk about you".


    Uwe

  • Hallo zusammen,


    hier eine Aufnahme, die ich erst kürzlich kennengelernt habe, zum Entsetzen der anwesenden Jazzfans.
    Ich bin kein Gitarrenfan, dies hier aber ist echt krass - der absolute Knaller, virtuos, weltklasse.
    Das Booklet ist mies, eigentlich nur ein Einlegeblatt, die "Software" aber ein Hochgenuß:


    http://www.amazon.de/gp/produc…?ie=UTF8&n=290380&s=music



    (Hoffentlich klappt das mit dem Bild, da habe ich immer so meine Probleme...)


    Beste Grüße und viel Spaß


    Accuphan


    Edit: hat natürlich nicht geklappt - next try:


    http://ec1.images-amazon.com/i…01._AA240_SCLZZZZZZZ_.jpg


    Edit: ok, auch nur 'ne URL... Nächster: