Musik zum Gähnen - die langweiligste Musik, die man je gehört hat ...

  • guten abend,


    musik zum gähnen, zum einschlafen, zum nie-mehr-hören.... sicherlich kennt jede/e tamino/a solche stücke, die einen einfach nur langweilen - und das entsetzlich.. welche sind das?


    gefragt sind bewußt nicht nervende stücke oder solche, die einem zu wutausbrüchen oder ekelanfällen reizen, sondern nur solche, für die man höchstens ein kopfschütteln und ein absolutes null an emotion und geistigem interesse übrig hat ...und anschließend denkt, schade für die (lebens)zeit ...


    einer meiner favoriten: eduard lalo, cellokonzert ...was langweiligeres kenn ich kaum ... :no:


    :hello:

  • Heute scheinen die neuen Threads ja förmlich aus dem Boden zu schießen.


    Ich fühle mich noch nicht ganz in der Lage eine Musik als 'völlig belanglos' abzustempeln, besonders weil ich noch zu wenig Erfahrung habe und ich befürchte, dass ich meine Entscheidung dann später eventuell bereuen könnte.
    So ein Post hier bleibt ja für längere Zeit und mit editieren ist dann später nichts mehr. -g-
    Deshalb denke ich mir momentan oft folgendes ..
    Wenn mir ein Werk belanglos erscheint dann bin ich für dieses einfach noch nicht reif genug.
    Brahms erste Symphonie hat mich zum Beispiel zu Tode gelangweilt, ich legte sie schließlich zur Seite und warte noch darauf sie später wiedermal zu hören und dann auch vielleicht schätzen zu lernen.


    Was ich mich hier aber dennoch getraue zu sagen ist, dass für mich, als verwöhnter Hörer, etliche Haydn, Mozart und andere Frühwerke enorm belanglos klingen.
    Jedoch bin ich mir über die Bedeutung dieser Werke bewusst, da sie für die musikalische Weiterentwicklung der Komponisten unablässlich waren.


    Vielleicht getraue ich mich aber doch noch in naher Zukunft hier ein paar langweilige Werke vorzustellen bei denen einfach nichts geht, mal schaun.


    mit Grüßen
    Christoph

  • Hallo Hayate!


    Ob Du persönlich ein Werk als zum Gähnen langweilig empfindest (was natürlich wieder ein bös destruktiver thread ist mit latentem Streitpotenzial... :wacky: ) hängt zunächst nicht damit zusammen, ob jenes Werk seine Bedeutung in der Musikgeschichte hat oder nicht.


    Ok, ich wage mal einen Versuch (unter Vorbehalt, da sich ja sowas ändern kann....)


    Eigentlich fast jede Symphonie von Philipp Glass, die ich bisher gehört habe - ziemlich schade, denn Philipp Glass hat ziemlich stark angefangen.


    Bei seinen Symphonien erfreue ich mich an den ersten zwei Minuten.
    Da ist er wieder, der Glassche Tonfall.


    Leider wirds dann unendlich langweilig :stumm:

  • Zitat

    Original von Wulf


    Bei seinen Symphonien erfreue ich mich an den ersten zwei Minuten.
    Da ist er wieder, der Glassche Tonfall.


    Leider wirds dann unendlich langweilig :stumm:


    Salut,


    aber gibt es nicht diesen "Tonfall" bei allen Komponisten, ist er nicht [oft jedenfalls] "Erkennungsmerkmal"? Dvorak z.B. höre ich relativ sofort heraus [wenn er seinen Tonfall anschlägt!], bei Mozart, Beethoven u.a. ist das doch genau so. Ich empfinde dies eher nicht als langweilig, sondern als "persönliche Note" reizend.


    Wenn Dir natürlich, was Dir frei steht, dieser oder jener Tonfall nicht passt, dann hast Du eben Pech gehabt :D ;)


    :hello:


    Ulli

  • Natürlich Ulli,


    Du hast ja recht. (Obwohl ja angeblich "Epigonen keinen eigenen Tonfall haben....aber das war ein anderes Thema gell?).


    Das Problem bei Glass: er ist Minimalist. Nun an sich kein schlimmes Ding, im Gegenteil: ich schätze den vielleicht bedeutendsten unter ihnen - Steve Reich - außerordentlich.


    Glass fällt aber nichts mehr ein, wie er innerhalb minimalistischer Strukturen Leben bringen kann. Er weitet den Minimalismus auf - was bleibt sind in meinen Ohren - so hart es klingt - relativ banale Wiederholungen.


    Die Frage, wo die Grenzen zwischen persönlichem Tonfall, der ein Werk unverkennbar macht und ein Qualitätskriterium ist, und eines sich ständigen Selbstkopierens ist, ist interessant und verdient IMO einen eigenen thread.


    Aber das meinte ich an dieser Stelle nicht.


    Übrigens: Noch wesentlich einfacher und eindeutiger (denn so schrieb eigtl. kein zweiter) dürfte doch Bruckner wiederzuerkennen sein.


    Dieser typische Brucknersche Tonfall ist mir in meiner "Karriere" als Musikkonsument als allererstes aufgefallen.


    LG
    Wulf.

  • Zitat

    einer meiner favoriten: eduard lalo, cellokonzert ...was langweiligeres kenn ich kaum


    Och nööö,
    das ist doch ein tolles Konzert :no:
    Vielleicht besitzt Du einfach nur eine langweilig gespielte Aufnahme?
    Beim Klavierkonzert von Lalo würde ich Dir ja recht geben- ein langweiliges und uninteressantes Werk, aber doch nicht das Cellokonzert.


    LG,
    Michael

  • Persönlich galaube ich nicht, daß dieser Thread Streitpotential hat, wenn man nämlich akzeptiert, daß es sich um SUBJEKTIVE Aussagen handelt - und ferner, daß diese Aussagen ja nur eine MOMENTAUFNAHME des persönlichen Geschmackes ist, der sich jederzeit wandeln kann.


    Es gab etliche Werke, die ich einst als nichtssagend eingestuft habe, und die heute zu meinen Lieblingswerken gehören.


    mfg
    aus Wien
    Alfred

  • Zitat

    Original von Ulli
    toll fände ich es, wenn alls sich beteiligenden Tamono[a]s das Werk ihres Lieblingskomponisten vermelden, von dem sie meinen, er hätte es besser nie komponiert...
    Ulli


    Das finde ich gut. Naja, "er hätte es besser komponiert" kenne ich bei Beethoven nicht. Aber der sechsten Symphonie kann ich bisher ziemlich wenig abgewinnen, "langweilig" ist schon kein schlechter Ausdruck für meine Empfindung. :)


    Gruß,
    Spradow.

  • es gibt bestimmte "Komponisten" deren Werke mir absolut nichts geben. Sie langweilen mich mit ihren Machwerken zu Tode.


    Vielleicht mögen sie ja einen gewissen Anspruch haben und gewisse Verdienste, mir ist das aber reichlich egal mitlerweile, ich meide ihre Klänge, da mir die Zeit dafür einfach zu schade ist.


    Um wen es geht ? vor allem diese zwei Herren hier:



    Johann Joachim Quantz


    und


    Pietro Locatelli



    für mich wäre es kaum ein Verlust wenn ihre gesammelten Werke wieder in den Bibliotheken des schlechten Geschmacks verschwinden.

  • Zitat

    Original von der Lullist
    Vielleicht mögen sie ja einen gewissen Anspruch haben und gewisse Verdienste...


    Was ja aber, wie Du treffend bemerkst, wirklich kein Argument ist, dafür seine kostbare Zeit zu vergeuden. :no:


    Ich höre das, was mir gefällt, und schaue dabei nicht nach kulturhistorischen Wertigkeiten. Wobei ich aber schon ganz zufrieden bin, daß sich das ziemlich oft deckt. ;)


    Langweilige Musik (mir fällt da jetzt nichts spontan ein) könnte mir ja nur dort begegnen, wo ich ihr nicht entfliehen kann, sprich im Konzertsaal.

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • als "hinreißend" würd ich den Kram wirklich nicht bezeichnen... Sicher hatte Friedrich II. manch guten Musiker am Hofe... aber Quantz :rolleyes:
    Ein Wichtigtuer sonst nichts.


    Ich mag weder seine Musik, noch seine Schriften - da halte ich die Lehren von Hotteterre für weitaus bedeutender und letztlich mag ich ihn als Person am wenigsten.


    Quantz ist ein rotes Tuch für mich, ich empfinde seinen Kram als geschmacklos, einfallslos und ganz einfach langweilig.


  • Lieber Matthias,


    Bin ich froh, das wir nicht eine Wohnung teilen. Denn sonst wären plötzlich meine Violinkonzerten von Locatelli verschwunden und die LPs mit Musik von Quantz vermutlich auch. :D


    LG, Paul

  • Vielleicht sind Locatellis Werke ähnlich interpretationssensibel, wie jene von Vivaldi. In meiner Jugend wurde wurde Vivaldi in der Regel noch ziemlich lustlos eingespielt, was ihm einen schlechten Ruf verschaffte.


    Hier eine packende Interpretation mit Werken von Locatelli



    mfg
    aus Wien


    Alfred

  • Das Problem sehe ich hauptsächlich in seiner Art des Komponierens - denn er war in erster Linie Virtuose und komponierte - oder versuchte im Stil Corellis zu schreiben, aber weder Corelli, noch seine Zeitgenossen Vivaldi und Albinoni erreichte er nur ansatzweise.


    Diesen fürchterlichen Einfluß spürt man ja auch bei Leclair, der sein Schüler war - aber wenigstens hat der zu seinem eigenen Stil gefunden.



    P.S. Solch ein Urteil gebe ich bestimmt nicht leichtfertig ab, dass hat schon seine Gründe ;)

  • Hallo Tastereos :D,


    der Thread ist noch nicht lang, gibt mir aber bereits Rätsel auf:
    Wie kann es sein das Menschen gefühlsmäßig so unterschiedlich sein können und Werke nennen, die einfach von Anfang an begeistern müßten ???


    OK, Alfred hat es schon geschrieben, so sehe ich es auch:

    Zitat

    ... es sich um SUBJEKTIVE Aussagen handelt - und ferner, daß diese Aussagen ja nur eine MOMENTAUFNAHME des persönlichen Geschmackes ist, der sich jederzeit wandeln kann.


    Soweit kann ich dem Thema folgen.


    Aber, wenn Werke wie Brahms: Sinfonie Nr.1 und Beethoven: Sinfonie Nr.6 als langweilig eingestuft werden, die bei mir nach dem Ersthören in der Jugend schon eine Wahnsinnsbegeisterung ausgelöst haben, dann sind wir von einer anderen Welt !
    :D Sind doch Außerirdische auf der Erde, gar im Tamino - Forum ? :D


    ?(

    Zitat

    Hayate:
    Wenn mir ein Werk belanglos erscheint dann bin ich für dieses einfach noch nicht reif genug.
    Brahms erste Symphonie hat mich zum Beispiel zu Tode gelangweilt, ich legte sie schließlich zur Seite und warte noch darauf sie später wiedermal zu hören und dann auch vielleicht schätzen zu lernen.


    Hallo Hayate,
    Ich hoffe es wird eine Wandlung eintreten, sonst hast Du was verpasst in Deinem Leben.


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    Ich kann mich was langweilige Musik anbetrifft wulf anschließen:


    ;( Von Phillip Glass habe ich noch keine spannende Musik vernommen !
    Kenne aber die Früh-Werke, die besser sein sollen noch nicht. Muß man die kennen ? Lohnt es sich wirklich ?

  • Zitat

    Original von teleton
    Aber, wenn Werke wie Brahms: Sinfonie Nr.1 und Beethoven: Sinfonie Nr.6 als langweilig eingestuft werden, die bei mir nach dem Ersthören in der Jugend schon eine Wahnsinnsbegeisterung ausgelöst haben, dann sind wir von einer anderen Welt !
    :D Sind doch Außerirdische auf der Erde, gar im Tamino - Forum ? :D


    Beethovens Sechste bezog sich auf Ullis Vorschlag, Stücke des Lieblingskomponisten zu wählen, die man nicht so mag. Ich habe natürlich schon erheblich langweiligeres gehört als die Pastorale!
    Die Begeisterung z.B. meines Vaters ("beste Beethovensymphonie") oder von Dir kann ich für das Stück aber bei weitem nicht teilen. Ich höre es auch sehr selten.



    Gruß,
    Spradow.

  • Zitat

    Original von Lohengrin
    es gibt bestimmte "Komponisten" deren Werke mir absolut nichts geben. Sie langweilen mich mit ihren Machwerken zu Tode.



    Von Locatelli habe ich als Zugabe "Capriccio labyrinth" mit David Oistrach gehört. Die dabei herrschende Stille im Publikum war nicht durch Schlaf, sondern atemlose Begeisterung bedingt.
    Gruß Loh

  • Salut,


    also ich habe auch so um die ~5 vollgepumpte CDs mit Violinkonzerten von Locatelli. Abgesehen davon, dass sie grauenhaft eingespielt sind, finde ich auch, dass hier die Virtuosität die Qualität der Musik zunichte macht. Ich finde es zwar nicht langweilig, weil Virtuosität an sich spannend sein kann, aber musikalisch tut sich da eher wenig. Da ist dann doch Mozart etwas besser... allerdings ist Leclair ein durchaus guter Komponist, der auch mal die Virtuosität zugunsten der Musik schleifen lassen kann.


    Viele Grüße
    Ulli

  • Zitat

    einer meiner favoriten: eduard lalo, cellokonzert ...was langweiligeres kenn ich kaum ...


    Klingsor, da bin ich - Michael möge mir verzeihen! - sofort bei dir. Ein wirklich grottenödes Stück! Nachdem ich mich vor Jahren schon einmal bei einem Live-Konzert entsetzlich damit abgequält habe, habe ich neulich noch mittels einer Radioübertragung versucht, herauszufinden, ob ich diesem Konzert auch nur das Geringste abgewinnen kann. Es ist mir leider nicht gelungen, auch nur einen Hauch der von Lalo vermutlich beabsichtigten Aussage zu erahnen.
    Erfahrungsgemäß und verständlicherweise sieht das aber immer etwas anders aus, wenn man das Soloinstrument selber spielt - wobei ich Bellinis Oboenkonzert oder Donizettis E-Horn-Concertino ebenfalls eher unter die Gattung "Lieder, die Welt nicht braucht" rechnen würde....


    Achtung, jetzt stoße ich auf energischen Widerspruch: Unglaublich langweilig sind für mich auch SÄMTLICHE Rossini-Opern sowie nahezu alles, was das Dreigestirn der Neuen Wiener Schule auf Notenpapier verewigt hat (im Falle Schönbergs finde ich seine tonalen Werke noch viel zäher als die zwölftönigen Kompositionen - aus der "Verklärten Nacht" wäre ich vor einiger Zeit nach fünf Minuten am liebsten in eine wüste Kneipe entfleucht , obwohl ich in meinem Bekanntenkreis eher als schöngeistiges Sensibelchen gelte :O :D ).



    Beste Grüße


    Bernd

  • Richtig langweilig finde ich eigentlich nur Pseudo-"Klassik", z. B. vieles an neuerer hollywood(esker) symphonischer Filmmusik, die Musik in dem Film "Das Piano", sowie André Rieu, Ensembles mit grauen Perücken ("Mozart-Konzerte", Rondo Veneziano und dergleichen), Richard Clayderman, verpoppte Klassik und verklassischte Popmusik.


    Von volkstümlicher Musik, Country, Songcontest müssen wir ja jetzt nicht reden, oder?


    Bei guter Musik kann oft die Musik nichts dafür, dass sie mich langweilt, sondern es liegt an meiner Stimmung oder am falschen Rahmen. Im Moment ist zum Beispiel die Siebte Mahler im Radio, und es können weder Mahler noch Boulez etwas dafür, dass ich wieder ausschalten werde.

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Hallo Bernd und Tastereos,


    ich freue mich, dass ich mit meiner persönlichen Beurteilung der Werke aus der Wiener Schule nicht alleine dastehe:
    Sehr viel Interessantes und Spannendes habe ich darin auch noch nicht gefunden.
    Die Musik spricht mich nicht an und wirkt dadurch langweilig - von irgendwelchen Gänsehautfaktoren ist das meilenweit entfernt - macht null Spaß !


    :yes: Große Ausnahme ist Schönberg: Ein überlebender in Warschau - dieses Werk "zieht einem die Socken aus" - schockierende Geschichte.


    Aber ich gebe nicht auf - - - ich habe jetzt gerade erst die beiden APEX-Boxen 20th Century Classics Folge 1 und 2 (8CD) bestellt, da sind u.a. die Schönberg:Kammersinfonien Nr.1 und 2 enthalten - ich lasse mich überraschen.


    ;) In der APEX-Box ist übrigens auch Berio:Sinfonia drin (die ich schon verkauft hatte), auch hier gibt es für mich einen Neuanfang, da mir ein 20Th-Century-Klassikliebhaber diese wieder schmackhaft machen will. Er könnte es schaffen :D !
    Ich hatte dieses Werk ja vor ca. 2Jahren hier im Tamino Berio-Thread "unschön behandelt".
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    Langweilig sind für Dich auch sämtliche Rossini-Opern.
    OK, interessiert mich sowieso nicht.
    Aber die dazugehörigen Rossini-Ouvertüren mit Bernstein / New Yorker PH, das ist Musik, die Spaß macht und alles andere als langweilig ist.
    Meinst Du nicht auch ?
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    Lalo: Cellokonzert
    Ich habe dieses Werk auch auf CD (CBS-Aufnahme mit Ormandy); ich weis gar nicht wer da "schrummt", weil ich die CD auch nicht mehr angefaßt habe.
    Ich dachte die etwas stumpfe CBS-Aufnahme wäre schuld an der Geringschätzung.
    Allerdings kann ich sonst von anderen Lalo-Werken keinesfalls sagen, daß diese auch nur im mindesten langweilig wären. Die haben Pepp und Feuer, wenn ich an einige Ouvertüren und die Symphonie espagnole denke.

  • Hallo Teleton,


    die Ofentüren sind nach meinem Geschmack auf jeden Fall das Beste an den Rossini-Opern. Es mcht mir richtig Spaß, sie zu spielen (hören muß ich sie nicht unbedingt).


    Ich stimme dir auch gerne zu, was andere Werke von Lalo angeht: Den Schnarchfaktor des Cellokonzerts erreichen sie fast alle nicht.


    Viele Grüße


    Bernd

  • Zitat

    Original von klingsor
    musik zum gähnen, zum einschlafen, zum nie-mehr-hören....


    Es ist merkwürdig. Wenn ich müde bin, schlafe ich bei den genialsten Stücken ein, was für mein Sofa spricht.


    Das nie-mehr-hören-wollen folgt eher einer Art Qual, die ich beim Musikhören empfinde, und die ist ungefähr das Gegenteil von Langeweile.


    Somit weiß ich nicht so recht, was langweilige Musik für mich sein soll. Freilich, vieles hat Längen (Schuberts Große z.B., oder später Feldman). Von mir aus ist das langweilig - oder herausfordernd (das war - denke ich - Feldmans Intention, das Publikum herauszufordern und NICHT in Trance zu versetzen).
    :pfeif:

  • Wirklich gelangweilt habe ich mich mit E-Musik noch nicht.
    Allerdings habe ich mich vor einiger Zeit mal mit der Musik von John Williams beschäftigt da ein gewisses Mitglied eines anderen Forums in dem ich unterwegs war ständig davon schwärmte. (Dieses Mitglied ist übrigens mittlerweile Taminoaner und treibt sich im Komponistenforum herum).
    Nach dem 5. Tag Williams fiel ich in eine tiefe Trance, eine Mischung aus unendlicher Langeweile und tiefer Abscheu. Gesegnet seien die Schutzmechanismen des menschlichen Körpers :hahahaha:

  • Bezüglich des Quantz´schen Flötengedudels bin ich sofort beim Lullisten, seine Abwertung von Locatelli kann ich aber nicht ganz nachvollziehen. Gerade die von Alfred gezeigte Aufnahme mit Carmignola an der Sologeige ist durchaus spannend und beeindruckend.


    Ein prächtiges Schlafmittel sind für mich auch die Gitarrenwerke von Carulli oder Sor.


    Bei beiden Langweilern, Quantz und Carulli/Sor, hat es sicherlich auch den Hintergrund, dass ich weder Flöte noch Gitarre sonderlich als Soloinstrument schätze. Aber gerade die Werke der Genannten tragen kräftig zur Verfestigung meiner Ablehnung dieser Instrumente bei.



    in Erwartung der Haue von Paul ( :untertauch: ) verbleibe ich mit herzlichen Grüßen
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Na na na, wird der denn gelich so garstig sein, Matthias? :D


    Manches ist ja gar nicht sooo übel von Herrn Williams (bloß halt alles Plagiat - und noch schön Knete damit gemacht :no: )


    Aber Du hast schon recht: fünf Tage würden mir vermutlich auch sehr sauer aufstoßen....


    LG
    Wulf.