Robert Schumann - Die Sinfonien

  • Hallo Forianer,



    dann will ich mich hier einmal offiziell als Schumann-Fan outen (in meiner Klassik-Runde, die sich dann und wann trifft, und wo natürlich nur "anspruchsvolle" Musik gehört wird, sorgt allein schon die Erwähnung des Namens Schumann für bestenfalls Stirnrunzeln bis schlechtestenfalls verächtliches Lachen). Ich hoffe, hier nimmt man meine Vorliebe für den alten Zwickauer nicht übel.
    Meine erste Begegnung mit Schumann war die Rheinische mit Bernstein und den New Yorkern. Mittlerweile sind einige Aufnahmen (nicht nur der 3.) hinzugekommen, aber richtig begeistern können mich bisher nur die alten Aufnahmen mit Szell



    und die erwähnte Bernstein-Einspielungen - und natürlich Gardiners sehr ansprechende Aufnahme. Harnoncourt triffts hier für meinen Geschmack nicht und Zinman erst recht nicht.



    Kann jemand von euch noch (neuere?) Empfehlungen aussprechen - und hier noch einmal meine Bitte an Jan: kannst du, wenn du mit dem Durchhören durch bist, einmal deine Erfahrungen bezüglich der Barenboim-CD mitteilen?


    (Das Klavierkonzert wäre vielleicht einen Extra-Thread wert, daher gehe ich hier erst einmal nicht darauf ein).


    Gruß aus Hamburg
    Uwe

  • Uwe fragte:


    Zitat

    Kann jemand von euch noch (neuere?) Empfehlungen aussprechen - und hier noch einmal meine Bitte an Jan: kannst du, wenn du mit dem Durchhören durch bist, einmal deine Erfahrungen bezüglich der Barenboim-CD mitteilen?


    Mache ich gerne, dauert aber natürlich etwas. Ich kann aber eine neuer Aufnahme empfehlen: Eschenbach mit dem NDR. Wunderbar musikalisch, liebevoll und sempre tempo giusto.


    Jan

  • Hallo Uwe,


    wenn ich azch nicht gerade zu den glühenden Verfechtern Schumanns zähle, so würd es mir doch
    nie in den Sinn kommen, über Schuman geringschätzig zu sprechen (Was ist den der Schwerpunkt dieser Gruppe, ich tipp mal auf Berg und Webern :D )


    Die Aufnahme, nachj der Du fragst, wurde übrigens von RONDO rezensiert, ich weiß daß ist nur ein schwacher Ersatz für eine persönliche Meinung, aber trotzdem poste ich Dir hier den Link:


    www.rondomagazin.de/klassik/s/schumann/rs01.htm


    Auch in Norringtons Schumann könntest Du mal reinhören, aber ich glaub er hat gar nicht alle Sinfonien aufgenommen.


    Persönlich bin ich der Meinung, daß Du Szells Lesart(die meist straffer, strenger, herber ist als vergleichbare Aufnahmen) so intus hast, daß es möglich ist, daß Dich keine zukünftige Version mehr überzeugen wird.


    Aber natürlich soll man die Hoffnung nie aufgeben...


    Gruß aus Wien
    Alfred

  • Neben den bereits erwähnten Gardiner-Aufnahmen verdient diese ältere hier Referenzcharakter:



    Die Zinman-Aufnahmen fand ich nach selektivem Hören erstmal brauchbar, nach genauerem Studium jedoch nicht mehr (zu oberflächlich).
    Auf andere Weise setzt Barenboim auf Äusserlichkeiten, hier sind jedoch Orchesterleistung, Klang und zugegebene Professionalität des Dirigenten auf der Haben-Seite zu verbuchen, aber überzeugen können sie trotzdem nicht. Sawallisch und Gardiner bleiben derzeit "the best" in Sachen Schumann.

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Morgen,


    Robert Schumann, mit dem Namen verbunden erscheinen seine großen Kompositionen für Klavier solo: Kreisleriana, Fantasie in C, Carnaval, Davidsbündler, die zwei Sonaten, Noveletten, Abegg-Variationen, Symphonische Etüden, Faschingsschwank aus Wien - wer es auf höchstem Niveau haben möchte: Claudio Arrau für Sämtliches, für die Kreisleriana unbedingt Vladimir Horowitz, als kongeniale Alternative. Was davon? Alles.


    Von der 4. Sinfonie gibt es eine Aufnahme mit Furtwängler, eine Darstellung, die die Vielschichtigkeit von Musik als Kunst zeigt. Von der 1. Sinfonie gibt es eine Aufnahme mit Josef Krips, London Symphony, Decca, von der man sagen könnte: Metaphysik und Rhythmus.


    Dann, das Klavierquartett, op.44.1 (?) - auskomponierte Erregung ( LP Pro Arte Piano Quartett, Decca, mit Lamar Crawson, Klavier).


    Schumann ist 'eine Bank'.


    MfG
    Albus

  • Albus schrieb:


    [Zitat] Schumann ist 'eine Bank'.][/Zitat]


    Hallo Albus, meinste damit ne Bank, wo man sein Geld
    hinbringen, oder eine, auf die man sich setzen kann ????

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Ich habe eben die Frühlingssinfonie unter Barenboim gehört. Erster Eindruck: inkonsequent. Viel zu viele Momente sind unscharf, die Einsätze kommen nicht präzise, die Phrasen verschwimmen. Das tritt wohl so deutlich heraus, weil so viele andere Stellen äusserst präsent sind. - Nicht hörenswert.


    Jan

  • Jan schrieb:


    [Zitat]Ich habe eben die Frühlingssinfonie unter Barenboim gehört. Erster Eindruck: inkonsequent.[/Zitat]


    Ergänzend dazu noch: schade um die hervorragende Aufnahmequalität !
    Das ganze aber ein typisches Barenboim-Produkt: auf den ersten Blick Edelmetall, das sich sich beim genaueren Betrachten als Talmi entpuppt !

    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Hallo Albus,


    deine LP-Aufnahme ist im Juli 2004 bei der DG in der Edition "Musik-Sprache der Welt" auf CD wiederveröffentlicht worden. Die Aufnahme gefällt mir in der Interpretation sehr gut und auch die Klangqualität hat trotz Mono überrascht.


    Viele Grüße
    Nubar

  • Sagitt meint:
    Ich möchte einmal eine andere " Farbe" in den Schumann-Disput einbringen.,Nicht nur die alten " Gewaltigen", sondern verschiedene Dirigenten der historischen Spielweise haben Schumann eingespielt:


    1. Norrington wurde genannt. Finde ich- als Norington-Fan- nicht so überzeugend wie Beethoven


    2. Wie diesen spielt Gardiner die Sinfonien 1 und 4 mit seinem Orchestre revolutionaire- sicher so straff wie Szell ( den ich mal auf Platte hatte, aber eine ferne Erinnerung)


    3. Besonders lobenswert, geradezu großartig spielt Roy Goodman mit seiner Hanover-Band die Schumann-Sinfonien( die ebenso wie Uwe außerordentich schätze, vor allem die Nr. 2 und 4). Goodman spielt bei der vierten die Version von 1841- was kein Schade ist. So spannend, so romantisch-zerissen hört man diese Musik selten. Wenn ich Bernstein mit den Wienern oder Levine mit den Berlinern höre, dann ist der Übergang vom 3 zum 4ten Satz in der vierten Sinfonie schon ziemlich mahler-haft, bei Goodman bleibt dies ein romatischer Sturm und Drang ( mit einem Verwunschensein, wie wir es aus den Schumann-Liedern op. 48 und op. 39 kennen). :jubel:


    4. Als letzter Hinweis ein quasi lokalpartriotischer, allerdings nicht auf historischen Instrumeten: Daniel Harding mit der Bremer Kammerphilharmonie spielt auch die Fasssung von 1841, auch wunderbar impulsiv, drängend, zerklüftet. :jubel:

  • Zitat

    Als letzter Hinweis ein quasi lokalpartriotischer, allerdings nicht auf historischen Instrumeten: Daniel Harding mit der Bremer Kammerphilharmonie


    Neid und Missgunst :stumm: Ich hab' den Brahms-Zyklus im Radio mitgeschnitten, den er vor ein paar Jahren in der Glocke aufgeführt hat - mit Tanja und Christian Tetzlaff beim Doppelkonzert. Sagenhaft.

  • Zitat

    Das ganze aber ein typisches Barenboim-Produkt: auf den ersten Blick Edelmetall, das sich sich beim genaueren Betrachten als Talmi entpuppt !


    Find ich gar nicht. Mir liegen die Schumann-Symphonien sehr am Herzen und Barenboims Zyklus halte ich für einen der besten seit Jahren - als romantisierende Interpretation mit relativ breiten Tempi meine bevorzugte Intrepretation. Das beste, was Barenboim seit Jahrzehnten gemacht hat. Daneben "muss" man eigentlich Sawallisch und Gardiner haben, Bernsteins Wiener Aufnahmen und Szells Zyklus (jetzt wieder billig als Doppel-CD) sind auch allererste Sahne. Und natürlich noch Einzelaufnahmen: DIe 4. von Furtwängler oder Wand, die 2. von Toscanini, die 1. und 3 von Levine (ich hab' nur die RCA-Aufnahmen) und Giulini hab' ich auch irgendwo noch rumfliegen ;)

  • Sie wurden schon kurz angesprochen, aber ich will sie noch einmal hervorheben:



    Ich gestehe, ich habe zum "späten" Bernstein ein sehr gespaltenes Verhältnis, aber bei Schumann "paßt alles": Temperament, Klangschönheit, Detailreichtum und alles ohne Übertreibungen ;) .


    Bernstein war es, der mir die sehr problematische 2. Sinfonie Schumanns näher gebracht hat. Alleine schon deswegen gebührt ihm Dank.


    Die Aufnahmen mit Szell habe ich mir auch gerade gekauft, bin aber noch etwas gespalten, da ich mich mit den Retuschen Szells nicht richtig anfreunden kann.


    Zum Abschluß noch eine Frage: Wie beurteilt ihr den Klemperer-Zyklus?
    Einige Kritiker sprechen von "Fehlinterpretationen auf höchstem NIveau", ein Urteil, dem ich mich nicht ganz anschließen mag. Zumindest die 4. Sinfonie sucht seinesgleichen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Hallo Peter,


    also, bei 4,99 bzw. 3,99 (2**1) kann man wenig verkehrt machen, auch wenn es bessere Einspielungen gibt. Zum Kennenlernen reicht es aber sicher aus. Ich würde empfehlen: lege 3 Euro drauf und bestelle die Schumann-Sinfonien mit George Szell für 7,99 beim 2**1-Versand.


    Gruß
    Uwe

  • hallo pettemonova,


    Was Uwe ausgeführt hat will ich noch ergänzend kommentieren.


    Wenn man ein Werk kennen lernen will, dann ist die Interpretation relativ unkritisch (ich weiß, da werden jetzt nicht alle meiner Meinung sein), allerdings kommt dann der Punkt wo man besseres kennt und die Aufnahme weggibt. Die Angebotspalette im unteren Preissegment ist jedoch derzeit so groß, daß man auch als Einsteiger zum moderaten Preis (7-12 Euro) eine CD erwerbern kann, die auch nach Jahren noch gern gehört wird, wenn man selbst schon zu den "Kennern" gehört.


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

  • :] Die Schumann-Sinfonien favorisiere ich auch in der Interpretation mit Bernstein / WienerPH. Schon die alte Aufnahme mit den NewYorkerPH war beachtenswert, aber die Wiener Aufnahme ist auch vom Klang her TOP.
    8) Aber die Sinfonie Nr.3 " Rheinische " habe ich noch mit keinem besser gehört, als mit Herbert von Karajan/BerlinerPH.


    Gruß aus Bonn
    Wolfgang

  • Durchaus.


    Kurt Masur hat sie imo als erstes eingespielt.



    Auch bei Harnoncourt gibt es die "Urversion", allerdings nur in der Gesamtaufnahme der Sinfonien.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
    Gustav Mahler

  • Liebe Freunde der Symphonien Robert Schumanns !
    Meine persönliche Zusammenstellung ist :
    Nr. 1 George Szell
    Nr. 2 Giuseppe Sinopoli ( er hat diese Symphonie als eine "komponierte Psychose" bezeichnet . Sininopoli war studierter Arzt , hatte sich lange mit Psychiatrie und Psychologie befasst . Mit dieser Auffassung soll er sich unter seinen Dirigenten-"Kollegen" echte Feinde gemacht haben . Aber sein Metier hat SInopoli aller Kritik durch Norman Lebrecht -'Der Mythos vom Maestro' - zum Trotz hervorragdn verstanden . Und bei den Mitgliedern der Staatskapelle Dresden war er hochangesehen ! )
    Nr. 3 Carlo Maria Giulini
    Nr. 4 Wilhelm Furtwängler
    Viele Grüsse
    Frank

  • Eine sehr schöne Aufnahme der letzten beiden Sinfonien gibt es zur Zeit in der RCA-Classic-Library.
    Das NDR-Sinfonieorchester spielt unter der Leitung von Günter Wand.



    Einziger Kritikpunkt: Im 4. Satz der 4. Sinfonie wiederholt Wand den ersten Teil nicht. Schade, denn der gefällt mir am Besten.



    Gruß, Peter.

  • Hallo Michael,


    Zitat

    Original von Michael_Flaschberger
    Nur mal eine kleine Frage: Kennt jemand von euch eine Aufnahme ( bis auf die von Gardiner ) mit der "Urfassung" der 4. Symphonie??


    Auch Harnoncourt hat die "Urfassung", also die Sinfonie von 1841, im Rahmen seiner Gesamtaufnahme mit dem Chamber Orchestra of Europe eingespielt. Die Fassung von 1851 hat er später in einem atemberaubenden Live-Mitschnitt mit den Berliner Philharmonikern festgehalten.



    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • hallo, ich liebe schumann über alles und halte ihn für einen der allerallergößten :jubel::jubel: :jubel::jubel:
    ich kann also überhaupt nicht nachvollziehen, wie man über ihn geringschätzig reden kann.
    ich habe natürlich viele gesamteinspielungen der symphonien (karajan, bernstein, celibidache, gardiner, harnoncourt) und natürlich zahlreiche einzelwerke aber die LEVINE -aufnahmen bei der dg ... unvergleichlich .... musik pur .. der reine wahnsinn :D

  • Hallo Taminos!
    Ich bin ein grosser Bewunderer von Schumann und liebe seine Sinfonien und habe dementsprechend viele Aufnahmen (Bernstein/WPHl, Harnoncourt, Barenboim, Gardiner etc.)
    Dem einhelligen Lob der Wiener Bernstein-Aufnahmen kann ich mich leider wieder mal überhaupt nicht anschliessen.
    Da ich halt der Meinung bin, dass Schumanns Musik eine sehr verinnerlichte ist, wo alle nach aussen gestülpte Emotion fehl am Platz ist, können mich Bernsteins Einspielungen nicht wirklich überzeugen. Natürlich trägt Bernsteins Genialität das und es klingt erstaunlich, aber mit Schumann hat das, abgesehen von den Noten, für mich wenig zu tun.
    Szells Aufnahme kenne ich nicht, aber da ich finde, wenn man meint, man müsse Schumanns Instrumentation retouchieren, dann soll man seine Sinfonien nicht auffüren... (Ausser man heisst Gustav Mahler...)
    Barenboim trifft finde ich den romantischen (nicht zu verwechseln mit fetten, mit Ganztonvibrato gespielten) Ton sehr schön, auch wenn er bei Details durchaus ein wenig schleissig ist.
    Sehr spannend find ich Gardiners Aufnahme (obwohl ich wirklich kein grosser Fan von JEG bin) auf Originalinstrumenten, weil da klar wird, dass Schumann entgegen der landläufigen Meinung, ein sehr guter Instrumentator war.
    (Im Übrigen halte ich Schumanns Instrumentierungen für durch und durch genial. Es ist unmöglich, dieseMusik anders zu instrumentiern!!!)
    Meine persönlichen Lieblingseinspielungen sind jene von Harnoncourt und dem COE, die sich durch eine frische, unauffälige, schwärmende, aber niemals selbstmitleidige, knallige, niemals oberflächliche, detailverliebte, aber immer den Gesamtablauf im Blick besitzende, Spielweise auszeichnet.
    Als Alternative für jene, denen sich das Intime nicht sofort öffnet, wäre die Sawallischeinspielung sicher am Geeignetsten. Direkt im Klang und sehr knallig, aber nie oberflächlich und vor allem immer Schumann.


    Liebe Grüsse
    Raphael

  • Zitat

    Original von Uwe
    Hallo Peter,


    also, bei 4,99 bzw. 3,99 (2**1) kann man wenig verkehrt machen, auch wenn es bessere Einspielungen gibt. Zum Kennenlernen reicht es aber sicher aus. Ich würde empfehlen: lege 3 Euro drauf und bestelle die Schumann-Sinfonien mit George Szell für 7,99 beim 2**1-Versand.


    Gruß
    Uwe


    Hallo,


    ich habe mittlerweile Marriner und kürzlich auch die Szell-Einspielung erworben.
    Und ich muss feststellen, dass Szell hier den Marriner um Längen schlägt.
    Ich bin ganz begeistert von dieser Einspielung, die mir gar nicht so streng vorkommt, wie man das Szell oft nachsagt.
    Da ist richtig Fluss drin, ein flottes Tempo wird in allen Sinfonien an den Tag gelegt und das treibt die Stücke immer weiter vorwärts.
    Da kommt mir der Marriner doch recht behäbig und langweilig vor.


    Leider aber auch hier wieder mein Kritikpunkt: die Wiederholungen werden auch von Szell nicht beachtet. Schade.
    Sonst aber rundum gelungen. :jubel:



    XREZENSION:


    Interpretation: 9
    Klang: 7



    Gruß, Peter.

  • Hallo,


    Kurt Masur hat die 1841er-Fassung auch bei der Eröffnung des Leipziger Gewandhauses dirigiert. Der Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1981 ist damals als Eterna-LP erschienen.


    Brahms soll die 1841er-Fassung übrigens bevorzugt haben, das nur nebenbei.


    Mich wundert, dass niemand Kubeliks Aufnahme mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks erwähnt (CBS-LPs aus dem Jahr 1979). Sehr schön, gefallen mir besser als seine Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern aus den 60er-Jahren.


    Die Dresdener Sawallisch-Gesamtaufnahme finde ich aber auch gut.


    Vor der Szell-Aufnahme habe ich größten Respekt, und noch vor ein paar Jahren hat sie mich total begeistert. Mein Problem, inzwischen: Egal ob Brahms, Schumann oder Tschaikowsky - bei Szell klingt alles immer gleich "sportiv". Ist für Schumann-Interessierte aber auf jeden Fall eine GA, die man mal gehört haben "muss".


    Freundliche Grüße


    HG