Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2007)

  • Nochmals diese:



    J. S. Bach: Sonaten & Partiten für Violine solo, BWV 1001-1006
    Monica Huggett (Violine, Antonius & Hieronymous Amati, 1618 )


    Ich bin zwar ein Bewunderer, aber eigentlich nicht unbedingt ein Liebhaber der Bach'schen Werke für Solo-Violine (das ist bei den Werken für Solo-Cello ganz anders). Doch Mrs. Huggett spielt diese Stücke so erfrischend unangestrengt und - ich weiß, das klingt jetzt nicht unbedingt nach Bach - lyrisch! Selbst die sonst oftmals gequält wirkenden Fugen kommen frisch und musikalisch daher. Unter den mir bekannten Einspielungen (Grumiaux, Milstein, Zehetmair, Jaap Schröder und eben Huggett) IMO deutlich die schönste !!


    Ganz herzlich,
    Medard

  • das gloria aus der missa solemnis



    gut geeignet, um wieder wach und munter zu werden.
    wieso macht schweineschnitzel eigentlich immer so müde?

    Wenn ich mir vorstelle, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn die heilige Kuh zu uns käme, welches Glück und welcher Segen ginge von allgegenwärtigen heiligen Kühen aus!

  • Zitat

    Original von Guercoeur
    Da mir das Lied des Pierrot, 'Mein Sehnen, mein Wähnen', heute schon den ganzen Tag im Kopf herumschwirrte ...


    Da bringst Du mich auf eine Idee, Johannes ... :D


    Ich besitze auch diese Referenzeinspielung! Und bisweilen klimpere ich am Klavier mit einem geigenden Freund Mariettas Lied. :no: :angel:


    Schönen Gruß, Wolfgang



  • Doch, dürfen sie, ich hab's erlaubt. :D


    Freut mich, wenn diese enorm schöne Aufnahme Hörer findet. :)



    Viele Grüße


    Bernd

  • Zitat

    Original von Ulli
    da muß ich doch gleich mal den Rohrstock rauskramen... :baby:


    so gehört sich das!
    bis er von selbst ein "kyrie!" singt :wacky: :D

    Wenn ich mir vorstelle, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn die heilige Kuh zu uns käme, welches Glück und welcher Segen ginge von allgegenwärtigen heiligen Kühen aus!

  • Gruß zurück in den hohen Norden :yes:


    Mich muß irgendwer hier im Forum mit dem Mercadante-Fieber angesteckt haben - ich werde gleich mal überprüfen, ob das zu den meldepflichtigen Krankheiten nach IfSG gehört :D



    Saverio Mercadante (1795-1870)
    Il Giuramento

    Robert Kerns, Agnes Baltsa, Mara Zampieri, Placido Domingo,
    Chor & Orchester der Wiener Staatsoper, Gerd Albrecht
    Label: Orfeo , ADD, LA



    Für mich eine Neuentdeckung - und eine großartige Aufnahme.
    Domingo lernte damals die Rolle innerhalb von vier Tagen, um für einen erkrankten Kollegen einzuspringen.


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Elisabeth

  • Hallo Wolfgang,


    Zitat

    Original von WolfgangZ
    Ich besitze auch diese Referenzeinspielung! Und bisweilen klimpere ich am Klavier mit einem geigenden Freund Mariettas Lied. :no:


    bei so viel Begeisterung für Korngolds 'tote Stadt' :D kann ich Dir seine noch üppiger ausgefallene Oper 'Das Wunder der Heliane' nur wärmstens empfehlen ... :yes: [SIZE=7](... falls Du diese nicht schon längst im Regal stehen hast.)[/SIZE]


    Bei mir ging es anschließend weiter mit:


    Alexander von Zemlinsky (1871-1942):
    Sechs Gesänge nach Maurice Maeterlinck
    für Mezzosopran und Orchester, opus 13 1910/13
    Felicity Palmer, Mezzosopran; BBC Philharmonic Orchestra, Bernhard Klee
    BBC Radio Classics, 1986, 1 CD



    Eugen d' Albert (1864-1932):
    Die toten Augen -
    Eine Bühnendichtung in 1 Vorspiel, 1 Akt und 1 Nachspiel 1912/13
    Dagmar Schellenberger, Hartmut Welker, Norbert Orth, Margaret Chalker, Lothar Odinius, Olaf Bär u. a.
    Philharmonischer Chor Dresden, Dresdner Philharmonie, Ralf Weikert
    CPO, 1997, 2 CD



    :hello:
    Johannes

  • Heute mit einem dicken Dankeschön nach Mecklenburg-Vorpommern




    Erstmals seit mindestens vierzig Jahren höre ich wieder einen Rigoletto in deutscher Sprache.


    Eine rundum gelungene Aufnahme, die hier im Forum ja bereits mehrfach besprochen wurde. Überraschend für mich das tolle Dirigat von Mario Rossi.


    :hello:


    Emotione

  • Nach der ganzen Hype um Elina Garanca wollte ich mal was richtig echt Schönes hören, sozusagen das Original:



    Cherubini, Mozart, Gluck, und natürlich vor allem Rossini!!!

  • Diese Scheibe:



    Dietrich Buxtehude: Die sieben Planetensuiten (als Zyklus rekonstruiert von Karl Wurm)
    Karl Wurm, Orgel (Label: Ambiente)


    Und Pachelbels »Hexachordum Apollinis« mit H. C. Becker-Foss wird wohl auch noch folgen...


    Tolle Kompilation!!


    Herzlichst,
    Medard

  • Vor Reiseantritt und zur weiteren Einstimmung auf mein Berlioz-Wochenende


    CD 6 (Ouvertüren) aus dieser Sammlung:


    Hector Berlioz (1803-1869)
    Sämtliche Orchesterwerke


    Symphonie fantastique;Symphonie funebre et
    triomphale;Harold in Italien;Damnation de
    Faust;Romeo & Julia;Lelio;Reverie & Caprice
    f. Violine & Orchester;Orchesterstücke aus
    Tristia & Les Troyens;Ouvertüren zu Beatrice
    & Benedict;Benvenuto Cellini, Le Roi Lear,
    Les Francs-juges;Waverly, Le Corsaire, Canaval
    romain
    London SO, Concertgebouw Orchestra,
    Covent Garden Orchestra, Colin Davis
    Label: Philips , ADD, 65-80



    Auch hier hat sich das Forum durchaus als ansteckend erwiesen - vor vier Monaten kannte ich noch so gut wie gar nichts von Berlioz :untertauch:


    :hello:


    Elisabeth

  • Ludwig van Beethoven: Adelaide op. 46


    [amx=B00023GOYQ]300[/amx]


    Hier singt Karl Erb begleitet von Bruno Seidler-Winkler. Auf derselben CD findet man auch noch die Interpretationen von Heinrich Schlusnus, von Jussi Björling und von Peter Anders - also viermal die "Adelaide" von Beethoven.


    Das Lied ist 1795/96 entstanden, da täuscht die hohe Opuszahl. Der Text stammt von Friedrich von Matthison. Im Druck erschienen ist es 1797 bei Artaria als "Kantate für Singstimme mit Begleitung des Clavier". Beethoven sandte seine Komposition auch mit einer Widmung an den Dichter. Dieser vermerkte in seiner späteren Gesamtausgabe: "Mehrere Tonkünstler beseelten diese kleine lyrische Phantasie durch Musik; keiner aber stellte nach meiner innigsten Überzeugung gegen die Melodie den Text in tiefere Schatten als der genialische Ludwig van Beethoven zu Wien."


    Einsam wandelt dein Freund im Frühlingsgarten,
    Mild vom lieblichen Zauberlicht umflossen,
    Das durch wankende Blütenzweige zittert,
    Adelaide!


    In der spiegelnden Flut, im Schnee der Alpen,
    In des sinkenden Tages Goldgewölken,
    Im Gefilde der Sterne strahlt dein Bildnis,
    Adelaide!


    Abendlüfte im zarten Laube flüstern,
    Silberglöckchen des Mais im Grase säuseln,
    Wellen rauschen und Nachtigallen flöten:
    Adelaide!


    Einst, o Wunder! entblüht auf meinem Grabe
    Eine Blume der Asche meines Herzens;
    Deutlich schimmert auf jedem Purpurblättchen:
    Adelaide!


    Liebe Grüße Peter


  • Sir Granville Bantock (1868-1946):
    Omar Khayyám -
    Oratorium in 3 Teilen für Alt, Tenor, Bariton, gemischten Chor und Orchester 1906-09
    Catherine Wyn-Rogers, Mezzosopran; Toby Spence, Tenor; Roderick Williams, Bariton;
    BBC Symphony Chorus, BBC Symphony Orchestra, Vernon Handley
    Chandos, 2005/07, 3 SACD



    :hello:
    Johannes

  • Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9
    (Vol. 5)



    Eine solch miserable Aufführung der 9. habe ich in meinem Leben noch nicht gehört. Die Verbrecher sollen auch gleich genannt werden: Das "Phantom" Eugen Duvier leitet die Slowakische Philharmonie, es singt der Chor der Staatsoper Bratislava. Die Solisten sind auf dem Cover nicht aufgeführt.


    Spannungslos, rhythmisch unbestimmt, zerfahren der 3. Satz, ist der vierte der Höhepunkt an Peinlichkeit und ein wahres Purgatorium für mich als Hörer: der Chor beherrscht seinen Part unvollständig, die Solisten werden zu Recht nicht genannt - und der Dirigent treibt das Orchester zu Absurditäten. Die letzten Takte sind mit einem solchen Tschingterrassa-Bumm gespielt wie bei einem Dorforchester (bei dem ich mich sofort entschuldige: Die würden so etwas nicht wagen!) Ich brauche sofort eine andere Einspielung als Ausgleich.



    Ich werde weiter berichten ...


    LG Peter


  • Ludwig van Beethoven: 9. Sinfonie


    [amx=B00005QKFU]300[/amx]


    Jascha Horensteins mitreißende Interpretation der Neunten. Es war die erste Einspielung der Neunten, die ich kennen lernte, damals auch noch im Ring der Musikfreunde von Peter Kelen, wo man u.a. Zugriff auf die alten VOX-Einspielungen hatte. Diese Aufführung hat mein Beethoven-Bild über lange Jahre geprägt - und noch heute begeistert sie mich.


    LG Peter