Jonas Kaufmann, von München aus die Welt erobert

  • Hallo Musikfreunde,


    so langsam wird es Zeit, dem Tenor Jonas Kaufmann einen eigenen Thread zu widmen. Ich erinnere mich noch gut an seine Stuttgarter Gastspiele, wo er vor ca. 10 Jahren bescheiden mit Jacquino begann, bald darauf mit dem Barbière-Almaviva und mit dem Alfredo brillieren konnte. Inzwischen ist er ein international gefeierter Sänger, der sowohl das Mozartfach - wie unlängst mit seinem Züricher Tamino unter Beweis gestellt - wie auch die Stationen zum dramatischen Tenorfach mit Stolzing, Parsifal, Florestan oder das italienische Zwischenfach mit Don Carlo beherrscht, wie glänzende Kritiken bestätigen.


    Hier die Vita, aus seiner inoffiziellen Website entnommen:


    Der Tenor Jonas Kaufmann wurde 1969 in München geboren und besuchte dort die Musikhochschule, an der er 1994 sein Examen als Opern- und Konzertsänger mit Auszeichnung absolvierte. Bereits während seiner Studienzeit wirkte er nicht nur bei Studentenaufführungen mit, sondern sang auch kleinere Rollen in Produktionen der Bayerischen Staatsoper und des Theaters am Gärtnerplatz.


    Sein erstes Engagement führte ihn an das Saarbrückener Stadttheater wo er von 1994 - 1996 tätig war. Danach war er als freischaffender Opern-und Konzertsänger in kleineren und auch zunehmend in größeren Rollen an verschiedenen Opernhäusern und bei Festivalproduktionen zu hören, z.B. in Stuttgart und an der Mailänder Scala als Jaquino, in Solothurn als Flavio, bei den Salzburger Festspielen 1999 als Student in Doktor Faustus. In 1998 wurde er von Giorgio Strehler ausgewählt den Ferrando in dessen letzter Opernproduktion „Cosi fan tutte" am Teatro Piccolo zu singen, obwohl er aufgrund seines Alters eigentlich nicht mehr in Strehlers Regiekonzept einer sehr jungen Besetzung passte.


    In den Jahren 1996 - 1998 entstanden auch die ersten CD Aufnahmen, die auf Livemitschnitten basieren, z.B. „Die drei Wünsche", „Ekkehard" und „Der Vampyr" sowie einige Konzertmitschnitte.


    Seit dem Jahre 2001 ist Jonas Kaufmann Ensemblemitglied des Opernhauses in Zürich, wo er trotz zunehmender internationaler Verpflichtungen einen größeren Teil seiner Auftritte absolviert und mittlerweile gemeinsam mit seiner Familie lebt. In 2001 debütierte er mit der Rolle des Cassio in Chicago und 2004 in Paris, in 2004 trat er das erste Mal am ROH in London auf (Ruggero in La Rondine) und in 2006 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York (Alfredo in La Traviata). Neben weiteren internationalen Verpflichtungen tritt Kaufmann auch alljährlich bei den Edinburgher Festspielen in konzertanten Opernaufführungen (Der Freischütz, Capriccio und kürzlich als Walther von Stolzing) und begeisternden Liederabenden (Winterreise, Schöne Müllerin, Dichterliebe) auf und ist auch sonst ein gefragter Liedersänger.
    Seine erste CD mit Liedern von Richard Strauss ist soeben erschienen und wurde von verschiedenen Kritikern im In- und Ausland hoch gelobt .


    In 2006/2007 ist Kaufmann u.a. als Tamino und Alfredo in New York, als Alfredo ausserdem in Paris, Zürich und Mailand, als Duca, Florestan in Zürich, als Faust in Rom zu sehen und zu hören. Debütrollen 2007 sind der Don José (ROH London) und der Don Carlo (Zürich).
    2008 folgen u.a.Rodolfo in Berlin, Das Lied von der Erde in Cleveland, Manon in Wien und die Königskinder in Zürich.

  • Na sowas, ich dachte, der wäre viel jünger! 8o
    Ja, ich schätze ihn auch sehr, freue mich schon auf seinen Wiener Des Grieux und einiges in Zürich. Geplant ist ein Abstecher zur "Boheme", Carmen" und den "Königskindern".
    lg Severina :hello:

  • Zitat

    Original von severina
    Na sowas, ich dachte, der wäre viel jünger! 8o
    lg Severina :hello:


    Warum bist du 8o ? Der steht mit seinen 38 Lenzen doch im besten Saft! Letztes Jahr habe ich von 2 Damen aus Zürich erfahren, dass sie vor allem wegen IHM ins Opernhaus gehen. Er ist dort Everybody`s Darling. :jubel: :hello:

  • Ist er in der Tat, kann ich bestätigen! Er scheint auch im persönlichen Umgang sehr nett zu sein. (Das weiß ich jetzt aber nur vom Hörensagen!) Natürlich ist 38 bestes Sängeralter, ich habe ihn einfach jünger geschätzt, so knapp über 30. Bei mir hat er natürlich nicht nur wegen seiner schönen Stimme einen Stein im Brett, sondern weil er auch ein toller Schauspieler ist. Jonas Kaufmann und AN - das wird sicher eine fulminante "Manon" werden! :] :]
    lg Severina :hello:

  • Hast sicher Recht!
    Doch heute Abend ist als Des Grieux erst mal "Mr.Bean" dran, wie Rolando neuerdings von unseren unverbesserlichen Lästermäulern respektlos bezeichnet wird. Also 20.15 auf arte, nicht versäumen :lips:

  • severina


    ja bitte und danke und viel Vergnügen heute abend!


    Austria


    **************


    Öhm.... zum Thema Jonas Kaufmann :wacky:


    Wir haben zwei DVDs:


    - Monteverdi "Il ritorno D'Ulysse in Patria" als Telemaco und
    - Giovanni Paisiello: "Nina" als Lindoro.


    :hello:
    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Kein Wunder, dass ausgerechnet Du, Siegfried, einen thread ueber Jonas Kaufmann eröffnest. Ich weiss, man sollte nicht von einem "zweiten Wunderlich" sprechen, aber beim Hören Kaufmanns kamen mir doch viele Erinnerungen an Wunderlich hoch. Gleich diesem von mir sehr verehrten Kuenstler besitzt Kaufmann eine sehr (pardon fuer diese Bezeichngn!) "virile" Tenorstimme, bei der man schon heraushören kann, in welche Richtung die Entwicklung verlaufen wird.


    Vor Jahren traf ich einen finnischen Agenten und sprach mit ihm ueber Kaufmann. Seine Meinung : "Der ist doch schon kaputt." Diesen Eindruck habe ich gar nicht. Sein Traviata-Alfredo von der Met als Partner von Angela Gheorghiu verblueffte mich durch die ziemlich dunkle Färbung seiner Stimme, so dass ich eigentlich diese triumphale Höhe nicht erwartet hatte. Und kuerzlich hörte ich einen Mitschnitt der "Winterreise" aus Heidelberg, bei der Kaufmann bewies, dass er seine Stimme auch auf ein klangvolles piano reduzieren kann.


    Ich vermute, es fuehrt kein Weg daran vorbei, dass Jonas Kaufmann ueber Kurz oder Lang bei dramatischen Partien landen wird, hoffe nur, dass er klug genug ist, sich damit Zeit zu lassen und immer wieder lyrischere Rollen einzuschieben. Der von Dir, Siegfried, häufig zitierte Windgassen war hierfuer das beste Beispiel. Der sang auch noch zu seinen Siegfried-Zeiten Tamino an der Wiener Staatsoper!


    Gruesse aus Helsinki


    Mikko

  • Zitat

    Original von Mikko
    Der von Dir, Siegfried, häufig zitierte Windgassen war hierfuer das beste Beispiel. Der sang auch noch zu seinen Siegfried-Zeiten Tamino an der Wiener Staatsoper!


    Mikko


    ...was nach allem, was man so liest, zu Begin des letzten Jahrhunderts ja eigentlich noch der Normalfall war. Sicher ist zu berücksichtigen, dass sich damals ja das schwere Heldenfach grad erst entwickelt hatte, jedoch war diese heute leider seltenst anzutreffende Vielseitigkeit sicher kein Nachteil.


    :hello:
    Sascha

  • Zitat

    Original von Mikko
    Sein Traviata-Alfredo von der Met als Partner von Angela Gheorghiu verblueffte mich durch die ziemlich dunkle Färbung seiner Stimme, so dass ich eigentlich diese triumphale Höhe nicht erwartet hatte.


    Auch ich habe Jonas Kaufmann als Alfredo gehört, und zwar in Stuttgart. Ich war wirklich beeindruckt von dieser Stimme und fand, genau wie hier beschrieben, die runden, gut gesetzten Spitzentöne absolut hörenswert. Wäre schön, wenn er in diesem Fach noch ein wenig verweilen würde.

  • Ich kenne einen Gheorghiu-Fan, der bei dieser MET-Traviata dabei war, und angeblich (Ich bin da ja immer vorsichtig mit solch kolportierten Aussagen ;) ) hätte die Gheorghiu gesagt, der Tenor der Zukunft heißt nicht Villazon, nicht Calleja (Also, auf diese Idee wäre ich auch nicht gekommen ;) ), sondern Jonas Kaufmann. Von dem werde man noch viel hören. Ich hoffe, dass man ihn speziell in Wien viel hören wird! :]
    lg Severina :hello:

  • Jonas Kaufmann wird im nächsten Jahr Ende Februar in der Berliner Staatsoper als Rodolfo zu hören sein, unter dem Dirigat von Gustavo Dudamel.


    Reizen würds mich schon, da ich den Sänger noch nicht kenne, aber viele gute Kritiken gelesen habe.


    Nur: Vermutlich sind mir die Eintrittskarten für zwei Arien zu teuer :stumm: :D


    und ich hab ne Phobie gegen Repertoirevorstellungen :rolleyes:


    Gruß
    Sascha

  • Zitat

    Original von Mikko
    Kein Wunder, dass ausgerechnet Du, Siegfried, einen thread ueber Jonas Kaufmann eröffnest.
    Gruesse aus Helsinki
    Mikko


    Hallo Mikko,
    keine Sorge - ich hab Wunderlich immer noch an exponierter Stelle des Sängerolymps angesiedelt, und daran wird sich auch nichts ändern - doch ich gehe auch mit der Zeit und sage bei den aktuellen Künstlern: Ehre, wem Ehre gebührt.
    Und meine Live- Erlebnisse mit Kaufmann waren so positiv, dass ich ihm zu Ehren diesen Thread eröffnet habe.
    Etwas Zweifel hatte ich zwar, als ich von Kaufmanns Plänen hörte, den Florestan zu singen. Und ich meine auch, dass er heute keinen soo schlanken Conte Almaviva mehr singen würde wie ich schon hören durfte. Doch trotzdem ist er für mich ein Tenor mit grosser Zukunft und ich freue mich auf seine nächsten Produktionen. :jubel:

  • Zitat

    Original von Siegfried
    Etwas Zweifel hatte ich zwar, als ich von Kaufmanns Plänen hörte, den Florestan zu singen. :jubel:


    Hallo, Siegfried,


    diese Zweifel hätte ich auch - im Prinzip, denn ich weiss, wie sehr man sich mit dem Florestan die Stimme kaputtmachen kann. Aber die Vergangenheit zeigt, dass es viele Zugänge zum Florestan gibt : einerseits die schweren Helden à la Beirer, dann die mittelschweren à la Windgassen bis hin zu den Leichtgewichten à la Schreier. Aber wie sagte schon die Marschallin so schön : "Doch in dem Wie, da liegt der ganze Unterschied."


    Gruesse nach Stuttgart


    Mikko

  • Hallo
    Mittlerweile gibt es den Fidelio mit Kaufmann auf DVD. Hat das schon irgendwer von Euch gesehen ? Ansonsten feiert Jonas Kaufmann wohl gerade in der Traviata in Paris Triumphe..., habe ich heute darüber im Radio gehört.
    Tja, obwohl ich in Zürich bin, muss ich da was verschlafen haben :pfeif:
    Ansonsten gibt es noch eine CD mit Straussliedern- ich habe gerade bei Amazon reingehört- erster Eindruck in schlechter Qualität und nur ausschnittweise- schöne kraftvolle Stimme und empfindlich den Text interpretiert und tatsächlich erinnert es ein wenig an Wunderlich- ist schon bestellt...


    Gruss :hello:


    Syrinx

  • Zitat

    Original von severina
    Ich kenne einen Gheorghiu-Fan, der bei dieser MET-Traviata dabei war, und angeblich (Ich bin da ja immer vorsichtig mit solch kolportierten Aussagen ;) ) hätte die Gheorghiu gesagt, der Tenor der Zukunft heißt nicht Villazon, nicht Calleja (Also, auf diese Idee wäre ich auch nicht gekommen ;) ), sondern Jonas Kaufmann. Von dem werde man noch viel hören. Ich hoffe, dass man ihn speziell in Wien viel hören wird! :]
    lg Severina :hello:


    Ich kenne einen profunden Stimmkenner, der ebenfalls bei der MET-Traviata dabei war, Jonas Kaufmann für einen Tenor mit fantastischem Potential hält, aber meint, der Alfredo wäre zwei/drei Jahre zu früh für ihn gewesen.


    Ich hab ihn - zugegebenermaßen nur mit halbem Ohr hinhörend - bei der Übertragung des Fidelio am Samstag auf Arte das erste Mal gehört und mir gefällt die Stimme außerordentlich. Abgesehen davon schaut Frau (zumindest ich) bei ihm auch gerne mal näher hin (die Bemerkung muss auch mal bei einem Sänger erlaubt sein :D).


    Wie man bei der Fernsehübertragung der Manon aus der Lindenoper hören konnte, hat Barenboim Villazon nach der Vorstellung scherzhaft "gedroht", wenn dieser nächstes Jahr keine Zeit hätte, könnte er die Oper (u.a.) mit Kaufmann machen :baeh01:


    Zitat

    original von Syrinx
    Ansonsten gibt es noch eine CD mit Straussliedern- ich habe gerade bei Amazon reingehört- erster Eindruck in schlechter Qualität und nur ausschnittweise- schöne kraftvolle Stimme und empfindlich den Text interpretiert und tatsächlich erinnert es ein wenig an Wunderlich- ist schon bestellt...


    Da muss ich doch auch mal bei Amazon nachschaun - Strauss-Lieder kann man ja nie genug haben.


    Gruß
    Rosenkavalier

  • Hallo Rosenkavalier,
    bei uns an der WSO macht er im nächsten Jahr drei "Manons", und ehrlich gesagt erwarte ich mir von ihm mehr als von Villazon, der den ersten Block singt. (Obwohl ich ja bekanntlich Villazon-Fan bin :] )
    Ich schau übrigens auch gerne hin, keine Frage :D , und Jonas Kaufmann ist ein seeeeeehr erfreulicher Anblick! Vor allem aber punktet er bei mir neben seiner Stimme, die mir außerordentlich gut gefällt, mit seinem schauspielerischen Talent. Das konnte er allerdings bei diesem Flimm-Fidelio nur ansatzweise zeigen.
    lg Severina :hello:

  • Zitat

    Original von severina


    ... und ehrlich gesagt erwarte ich mir von ihm mehr als von Villazon, der den ersten Block singt. (Obwohl ich ja bekanntlich Villazon-Fan bin :] )


    Warten wir mal ab, wer den ersten Block singen wird. ;) :rolleyes: ;( :D



    Ansonsten bringe ich bisher aktuell leider die Boheme mit Kaufmann im Frühjahr noch nicht in meinem privaten Spielplan unter, dafür gibts einfach zu viele Sachen, die mich (hinsichtlich Werk und Neuproduktion) mehr interessieren. Aber mal sehen, vielleicht kommt ja zwischendurch ein Lottogewinn. :D


    Gruß
    Sascha

  • Zitat

    Original von severina
    Hallo Rosenkavalier,
    bei uns an der WSO macht er im nächsten Jahr drei "Manons", und ehrlich gesagt erwarte ich mir von ihm mehr als von Villazon, der den ersten Block singt. (Obwohl ich ja bekanntlich Villazon-Fan bin :] )
    Ich schau übrigens auch gerne hin, keine Frage :D , und Jonas Kaufmann ist ein seeeeeehr erfreulicher Anblick! Vor allem aber punktet er bei mir neben seiner Stimme, die mir außerordentlich gut gefällt, mit seinem schauspielerischen Talent. Das konnte er allerdings bei diesem Flimm-Fidelio nur ansatzweise zeigen.
    lg Severina :hello:


    Na, dann sind wir ja schon zwei, die gerne hinschaun und - ich bin auch Villazon-Fan :hello:
    Mir gefallen die baritonal eingefärbten Tenöre und dazu gehört Kaufmann - zumindest hörte er sich im Fidelio so an. Wie gesagt, war meine erste "Begegnung" mit ihm. Ich hoffe, er schaut bei Gelegenheit hier in Berlin an einem der drei Häuser vorbei. Ich würde ihn nämlich gerne mal live hören. Live ist eben der einzig "echte" Eindruck und da erlebt man doch die eine oder andere Überraschung, wenn man den Sänger / die Sängerin nur von Aufnahmen kennt.


    Gruß
    Rosenkavalier

  • Zitat

    Original von Antracis


    Warten wir mal ab, wer den ersten Block singen wird. ;) :rolleyes: ;( :D
    Ansonsten bringe ich bisher aktuell leider die Boheme mit Kaufmann im Frühjahr noch nicht in meinem privaten Spielplan unter, dafür gibts einfach zu viele Sachen, die mich (hinsichtlich Werk und Neuproduktion) mehr interessieren. Aber mal sehen, vielleicht kommt ja zwischendurch ein Lottogewinn. :D


    Gruß
    Sascha


    Ja ja, streu nur Salz in meinen Wunden! :motz: ;( ;( ;(
    Werden bei euch eigentlich keine Opern im Radio übertragen? (die "Manon" kam ja auch!) Von der WSO kommt eigentlich sehr viel im Hörfunk, und da kann man sich zumindest von der musikalischen Seite ein Bild machen.
    lg Severina :hello:

  • Zitat

    Original von Rosenkavalier
    Ich hoffe, er schaut bei Gelegenheit hier in Berlin an einem der drei Häuser vorbei. Ich würde ihn nämlich gerne mal live hören.


    Gruß
    Rosenkavalier


    Hallo Rosenkavalier,


    wie schon gesagt, im Februar singt er den Rodolfo an der Staatsoper hier in Berlin. Gustavo Dudamel als Dirigent am Pult macht Hoffnung auf eine gehobene Repertoirevorstellung. ;)


    Boheme unter den Linden


    :hello:
    Sascha

  • Bei der Übertragung des Zürcher "Fidelio" gefiel mir Kaufmann eigentlich am besten; ich gebe allerdings zu, daß ich mit sehr geringen Erwartungen geschaut und gehört habe und eher positiv überrascht war. Etliches war durchwachsen, aber die Sängerleistungen waren meist wirklich gut. Flimm versteht halt nichts von Romantik (und die übertriebenen Ausdrucksposen, die er der armen Leonore-Fidelio verordnete, waren schlimmstes Schmierentheater).
    Kaufmann überzeugte mich jedenfalls durch seine intelligente Interpretation, die den Florestan (der sonst bei den meisten Tenören ein wenig eindimensional erscheint) sehr menschlich und nah bringt, was zu der lyrischen Gestaltung gut paßt.


    LG


    Waldi


  • Na, das lass ich mir doch nicht entgehen! Zumal ich den Sänger des Colline auch sehr schätze :] und immer wieder gerne höre (zuletzt gestern als Rocco).


    Gruß
    Rosenkavalier

  • Hallo Rosenkavalier,


    Christof Fischesser finde ich auch sehr hörenswert, vor allem ziehe ich ich Ihn innerhalb des Ensembles klar Andreas Bauer vor, dessen sängerische Signatur mit doch allzu blass ist.


    :hello:
    Sascha

  • Zitat

    Original von Antracis
    Hallo Rosenkavalier,


    Christof Fischesser finde ich auch sehr hörenswert, vor allem ziehe ich ich Ihn innerhalb des Ensembles klar Andreas Bauer vor, dessen sängerische Signatur mit doch allzu blass ist.


    :hello:
    Sascha


    Ich finde, er hat sich hier an der Staatsoper wunderbar entwickelt und wird ja in der kommenden Spielzeit zurecht mit den größeren Rollen bedacht.


    Aber: Hier geht es ja um Jonas Kaufmann, nicht um Fischi....


    Gruß
    Rosenkavalier

  • Zitat

    Original von Walter Krause
    Bei der Übertragung des Zürcher "Fidelio" gefiel mir Kaufmann eigentlich am besten; ich gebe allerdings zu, daß ich mit sehr geringen Erwartungen geschaut und gehört habe und eher positiv überrascht war. Etliches war durchwachsen, aber die Sängerleistungen waren meist wirklich gut. Flimm versteht halt nichts von Romantik (und die übertriebenen Ausdrucksposen, die er der armen Leonore-Fidelio verordnete, waren schlimmstes Schmierentheater).
    Kaufmann überzeugte mich jedenfalls durch seine intelligente Interpretation, die den Florestan (der sonst bei den meisten Tenören ein wenig eindimensional erscheint) sehr menschlich und nah bringt, was zu der lyrischen Gestaltung gut paßt.


    LG


    Waldi


    Hallo Waldi, :hello:
    bei aller Wertschätzung für JK wird hier grosszügig darüber hinweggesehen und -gehört, dass er den Florestan nicht werkgetreu gesungen hat, sondern in vielen Passagen einfach ins Baritonfach "runterwechselte". Am auffälligsten wurde das im Duett "O namenlose Freude". Da kam bei mir jedenfalls keine Freude auf. Das war mehr Kampf ums Überleben.

  • Im Opernhaus Zürich gibt Jonas Kaufmann in der kommenden Spielzeit den Königssohn in Humperdincks Königskinder (Premiere am 21. Oktober 2007). Diese Rolle hat er vor einem Jahr bereits in Pontpellier gesungen - in konzertanten Aufführungen. Ein Mitschnitt davon ist mittlerweile auf CD erschienen. Es ist die letzte Einspielung des Dirigenten Armin Jordan. Sehr gelungen, in jeder Beziehung.


    Gruss
    Spielmann