• Hallo zusammen,


    Dvoraks Rusalka zählt zu meinen erklärten Lieblingsopern. Klar: die volle Dröhnung Romantik. :D Wie erstaunt war ich, als ich las, dass in der Slowakei Reisen zum Rusalkasee angeboten werden.


    ein rätsel sind mir die deutschen Übersetzungen. Meiner Recherche nach, gibt es nur zwei. Wenn ich aber alle Einspielungen durchhöre, dann gibt es Mischmasche aus beiden Übersetzungen (nicht unbedingt schlecht) und scheinbar noch eine dritte oder vierte. Wer bringt Licht ins Dunkel?


    LG,


    Christoph

  • Na so was, keine einzige Antwort hier??? Vielleicht kennt kaum jemand diese Oper? Ich muss gestehen, ich kenn sie auch nicht :pfeif:


    Na jedenfalls gibt es heute Abend die Möglichkeit die Oper kennenzulernen:


    20:00 Uhr, Radio Stephansdom: "Rusalka"


    Besetzung:


    Prinz: Peter Dvorsky
    Fremde Fürstin: Eva Randova
    Rusalka: Gabriele Benacková-Cáp
    Wassermann: Jewgenij Nesterenko
    Hexe: Eva Randova
    Jäger: Alexander Maly
    Erste Elfe: Noriko Sasaki
    Zweite Elfe: Gabriele Sima
    Dritte Elfe: Margareta Hintermeier
    Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
    Leitung: Václav Neumann
    Diese Aufnahme entstand im Jahr 1987.


    Vielleicht kommt damit etwas Leben in diesen Thread ... ;)



    :hello: Florian

  • Knusperhexe hatte ja nur nach deutschen Übersetzungen gefragt, die wohl keiner hatte, darum keine Antworten in diesem Thread.


    Die von Florian genannte Radiosendung ist eine Aufzeichnung aus der Wiener Staatsoper von 1987, die nach meiner Erinnerung hochgelobt war (vielleicht erinnert sich der eine oder andere Wiener Tamino noch daran?)
    Der Mitschnitt ist später auch auf CD erschienen, es gibt ihn sogar noch:



    Aufnahme: 10.4.1987, live, Wien, ÖEA
    Spieldauer: 139'10
    Dirigent: Václav Neumann
    Orchester der Wiener Staatsoper
    Chor der Wiener Staatsoper
    Inszenierung: Otto Schenk


    Fremde Fürstin: Eva Randova
    Jäger: Alexander Maly
    Jezibaba: Eva Randova
    Prinz: Peter Dvorsky
    Rusalka: Gabriela Benackova
    Wassermann: Evgeny Nesterenko
    Wassernymphe: Margaretha Hintermeier
    Wassernymphe: Noriko Sasaki
    Wassernymphe: Gabriele Sima


    Sollte man nicht versäumen, falls man Radio Stephansdom empfangen kann!


    LG

  • "Rusalka" wird übrigens auch bei den diesjährigen Salzburger Festspielen im "Haus für Mozart" (ehemals Kleines Festspielhaus) aufgeführt.


    Besetzung: Piotr Beczala, Prinz; Emily Magee, Fremde Fürstin; Camilla Nylund, Rusalka; Alan Held, Wassermann


    Regie: Jossi Wieler und Sergio Morabito, Bühnenbild: Barbara Ehnes


    Cleveland Orchestra; Dirigent: Franz Welser-Möst


    In tschechischer Sprache.


    Termine: 17., 20., 23., 26., 28. August 2008



    Das verspricht, interessant zu werden (auch wegen des Regieteams!). Vielleicht gibt's ja eine Fernseh- oder zumindest eine Radioübertragung.


    Ich mag die Oper sehr - in jeder Hinsicht ein Hauptwerk Dvoráks und der tschechischen Operngeschichte. Großartig die Orchesterbehandlung, ganz auf der Höhe der späten Symphonischen Dichtungen.


    Ich besitze und kenne nur folgende Aufnahme, mit der ich immer ganz zufrieden gewesen bin:





    Es gibt aber offenbar auch preiswertere Einspielungen, wie ich beim Werbepartner sehe.



    Viele Grüße


    Bernd

  • Ich konnte Knuspis Frage nicht beantworten, weil ich nur unsere "Rusalka" kenne, nämlich, die, die heute auf Radio Stephansdorm gebracht wird (Danke Harald, hätte ich glatt übersehen!), und die war auf Tschechisch. Aber Knuspi hätte die Inszenierung geliebt: Otto Schenk, also Romantik pur. Ich erinnere mich noch gut an Nesterenko als Wassermann - wie aus einem Buch der Donausagen (oder Moldausagen ;) ) entstiegen. Edwin ist eh untergetaucht, also kann ich das gefahrlos erwähnen. ;) :D Es war eine wunderschöne Produktion mit einem hervorragenden Ensemble.
    Trotzdem bin ich schon auf die Jossi-Wieler-Inszenierung neugierig, das wird sicher spannend. Und Pjotr Beczala als Prinz ist natürlich ein Luxusbesetzung!
    lg Severina :hello:

  • Ich habe und kenne nur zwei Aufnahmen und eine DVD dieses wunderschönen Werkes, nämlich einen alten ORF-Mitschnitt unter Felix Prohaska mit Hilde Rössl-Majdan und Walter Berry, den ich so wenig erinnere, dass ich auch zu Knuspis Übersetzungsfrage nichts zu sagen hatte, und diese wunderschöne Referenzaufnahme unter Charles Mackerras mit Renée Fleming und Ben Heppner:



    Diese Aufnahme für mich der absolute Maßstab. Das "Lied an den Mond" möchte ich eigentlich von keiner anderen Sängerin (mit der möglichen Ausnahme von Gabriela Benackova) mehr hören, obwohl - oder weil - es in dieser Form eines meiner Lieblingsstücke ist.


    Leider ist sie extrem teuer, so dass ich gerne auch die DVD mit derselben Sängerin empfehle, zumal sie eine sehr sinn- und stimmungsvolle Inszenierung der Opera de Paris von Robert Carsen zeigt und mit Franz Hawlata einen anständigen bis guten und, wie mir scheint, idiomatischen Wassermann bietet:



    Leider sind der Prinz Sergei Larins und das Dirigat von James Conlon nicht mehr als ordentlich und ihren Pendants auf der cd deutlich unterlegen, so dass die Aufnahme musikalisch nicht an diese heran reicht.


    Trotzdem ein hervorragender Weg, sich das Werk nicht nur mit den Ohren zu erschließen, und merklich billiger zudem - zumal die DVD immer wieder auf ebay auftaucht, wo ich allerdings auch meine cd-Box relativ günstig erworben habe.


    :hello: Rideamus

  • Ihr Lieben, das beantwortet Knuspis Frage tatsächlich nicht. Und die hat ihre Berechtigung. An anderer Stelle dieses Forums kam das Thema bereits zur Sprache. Knuspi und ich waren uns sehr einig in unserem Groll darüber, daß dieser Querschnitt



    nie zur GA gediehen ist. Besonders der Mitzewa als Ruskalka wegen. Nun gibt es ja die Wiederveröffentlichung einer alten Aufnahme der Rusalka mit ElfriedeTrötschel in der Titelrolle. Das "Lied an den Mond" hat die Trötschel seinerzeit auch separat eingespielt (auf Schellack). Und Knuspi hat recht: die Damen Mitzewa und Trötschel singen unterschiedliche Texte. Daher die Repetition der Eingangsfrage (die ich auch nicht beantworten kann): Was hat es mit diesen unterschiedlichen Übersetzungen auf sich?


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Lieber Knuspi und lieber Thomas, könnt ihr die Texte evtl hier einstellen? Zum Lied an den Mond erinnere ich mich an eine kontroverse Diskussion in einem Gesangsforum, wo auch verschiedene deutsche Texte kursierten. Gioachino hatte damals eine recht ordentlcihe Nachdichtung gefunden, ich habe leider den Dcihter vergessen, vielleciht liest G. hier ja mit?
    Ich plädiere in diesem Fall(wie fast immer) unbedingt für das Original. Wer das einmal selbst gesungen hat und körperlich spürt , wie wunderbar die tschechische Sprache sich dem Klang der Musik anschmiegt, ist für alle leider immer holprigen anderen Texte verloren.


    F.Q.

  • Hier ist der mir bekannte Text des "Lied an den Mond":


    RUSALKA
    Silberner Mond du am Himmelszelt,
    strahlst auf uns nieder voll Liebe.
    Still schwebst du über Wald und Feld,
    blickst auf der Menschheit Getriebe.
    Oh Mond, verweile, bleibe,
    sage mir doch, wo mein Schatz weile.
    Sage ihm, Wandrer im Himmelsraum,
    ich würde seiner gedenken: mög' er,
    verzaubert vom Morgentraum,
    seine Gedanken mir schenken.
    O leucht ihm, wo er auch sei,
    leucht ihm hell, sag ihm, dass ich ihn liebe.
    Sieht der Mensch mich im Traumgesicht,
    wach' er auf, meiner gedenkend.
    O Mond, entfliehe nicht, entfliehe nicht!



    LG



    PS: Den tschechischen Originaltext habe ich auch. Ich habe mehrfach versucht, ihn hier einzustellen, aber das tschechische Schriftbild mit den vielen Sonderzeichen und Häkchen wird hier vom System nicht unterstützt.

  • Für Leute, die im Gegensatz zu mir tschechisch können, hier die wesentlichen Zeilen des Originals, leider auch ohne die Sonderzeichen, aber immerhin geeignet, zu illustrieren, dass eine sangbare Übersetzung, die sich auch noch dem Klang des Originals anschmiegt, so gut wie unmöglich ist. Das erklärt wohl auch die verschiedenen Übersetzungsversuche, aus denen sich Sängerinnen ggf. auch noch eigene Zusammenstellungen fertigen.


    Mesiku na nebi hlubokem
    Svetlo tv daleko vidi,
    Po svete bloudis sirokm,
    Divas se v pribytky lidi.
    Mesicku, postuj chvili
    Reckni mi, kde je muj mily
    Rekni mu, stribmy mesicku,
    Me ze jej objima rame,
    Aby si alespon chvilicku
    Vzpomenul ve sneni na mne
    Zasvet mu do daleka
    Rekni mu, rekni m kdo tu nan ceka!
    mneli duse lidska sni
    At'se tou vzpominkou vzbudi!
    Mesicku, nezhasni, nezhasni!


    Eine anscheinend recht gute deutsche Übersetzung der Oper hat Götz Friedrich erarbeitet und mehrfach mit Erfolg inszeniert. Sie dürfte eine der hier angesprochenen Übersetzungen sein, ist aber natürlich geschützt.


    Das Booklet der von mir empfohlenen GA mit Renée Fleming enthält eine sehr gute wörtliche Übersetzung, die abzuschreiben mir augenblicklich aber die Zeit und Lust abgeht. Sorry


    :hello: Rideamus

  • Thomas Pape


    Lieber Thomas,
    irgendwie kommt mir das alles bekannt vor, wir hatten das alles schon mal, obwohl ich den Thread im Moment nicht finde....


    Die einzige deutsche Gesamtaufnahme stammt ja aus dem Jahr 1948, und im spärlichen Booklets steht nicht allzu viel informatives.


    Bei "Gala" gibt es allerdings eine weitere deutsche Aufnahme, Privatmitschnitt aus der D.O.R. - als Düsseldorfer habe ich die natürlich längst - und ich erinnere mich, dass Knuspi seinerzeit auch danach gefragt hatte:



    Aufnahme: 22.2.1975, live, Düsseldorf
    Spieldauer: 147'42
    Dirigent: Peter Schneider
    Düsseldorfer Symphoniker
    Chor der Deutschen Oper am Rhein
    ( leicht gekürzt, deutsche Fassung )
    Label: Gala GL (2 CD


    Fremde Fürstin: Hana Janku
    Heger: Robert Hoyem
    Jäger: Peter Christoph Runge
    Jezibaba: Gwynn Cornell
    Küchenjunge: Brigitte Dürrler
    Prinz: Werner Götz
    Rusalka: Hildegard Behrens
    Wassermann: Malcolm Smith
    Wassernymphe: Reingard Didusch
    Wassernymphe: Patricia Parker
    Wassernymphe: Keiko Yano


    Hildegard Behrens war damals noch am Beginn ihrer Karriere - die lyrische Rolle der Wassernixe liegt ihr besser als später all die Brüllhilden... ;)


    Ansonsten habe ich von den insgesamt knapp über 20 "Rusalka"-Aufnahmen 15 im Schrank, bin also nicht allzu gut sortiert....


    LG


    Harald

  • Mir gefällt Lucia Popp auch besonders gut mit der Arie. :jubel:
    Allerdings finde ich Gabriela Benackova ebenfalls toll und Renée Fleming ist auch sehr in ihrem Element. Auch Anna Netrebko hat das m.E. gut gesungen, wobei ich ihre Aussprache nciht beurteilen kann.... :D
    Rein vom Stimmfach und der Farbe ist sie aber da ziemlich richtig, finde ich. Eine deutsche Version kenne ich von Aufnahmen gar nciht, habe sie aber schon in Konzerten gehört. Wie gesagt, geht ein Grossteil der Klangschönheit der weichen tschechsichen Laute verloren. Der Opern-Rezeption als Ganzes ist die Sprache leider eher abträglich. Ich finde sie sehr schön und lese dann eben eine deutsche Zusammenfassung des Libretto mit.
    Ich kenne aber auch nur die Gesamteinspielung mit Benackova als Rusalka.


    F.Q.

  • HAllo Ihr Lieben, es gibt noch eine dritte deutsche Einspielung. Erschienen bei Wallhall. Ein Mitschnitt aus Wien, den ich aber leider nicht empfehlen kann. Sehr schlecht in der Qualität. Auch die Aufnahme mit Trötschel ist sehr rauschend. Die Einspielung aus Düsseldorf habe ich ebenfalls. Dasselbe: Rauschen, knistern, Knacken.

  • Tja, lieber Knuspi, so ist das nun mal, wenn eine Oper am oder im Wasser spielt: Rauschen, rauschen, rauschen.....


    LG Harald



    Das ist die Wiener Aufnahme:



    Rusalka (in deutscher Spr.)


    Eleanor Schneider, Waldemar Kmentt, Gerda Scheyrer,
    Walter Berry, Hilde Rössel-Majdan, Franz Fuchs,
    Grosses Wiener RO, Felix Prohaska


    Label: Walhall , ADD/m, 1954

  • @Monteverdi 13


    Eigentlich war die Mondarie auch lange Zeit eines von meinen Lieblingsstücken. Aber irgendweie hat man sich daran überhört: Aus allen Ritzen, im Fahrstuhl, im Kaufhaus hört man es von Andre Rieu und seinem Orchester, und Anna Netrebko singt es und paddelt dazu auf der Luftmatratze im Swimmingpool, perfekt inszeniert von Vincent Paterson....


    Auch meine Lieblingsaufnahme ist die mit Lucia Popp, obwohl es natürlich noch unzählige andere Aufnahmen gibt, dutzende Sängerinnen mit -ova am Schluß; wir hatten in einem anderen Forum mal eine Umfrage, da hat die Lucia Popp ebenfalls gewonnen.
    Beachtlichen Erfolg hatte aber auch Elka Mitzewa mit der deutschsprachigen Version.
    Seit ich Michaela Kaune vor 3 Jahren beim Schleswig-Holstein-Festival in einer konzertanten Fassung als Rusalka gesehen habe, bin ich der Dame verfallen.... (ansonsten singt sie hauptsächlich Richard Strauss, und den kann ich nicht ausstehen!)


    LG


    Harald

  • Das mit dem Überhören kann ich gut verstehen. So einige Beispiele kenne ich auch dafür (z. B. La donna ... aus dem Rigoletto). Besonders in der Werbung werden Arien regelrecht "verwurstet". Für Opernfreunde manchmal eine Qual. Obwohl mir das bei der Rusalka-Arie noch gar nicht so sehr aufgefallen ist. Die Netrebko-Version im Schlauchboot bzw. eher Luftmatratze kenne ich auch. Diese Szene hat man wohl genau auf sie zugeschnitten.


    Hingegen muss ich auch sagen, dass ich schon oftmals festgestellt habe, dass durch Oper in der Werbung Menschen auf diese aufmerksam gemacht werden, die sonst gar nichts damit am Hut haben, ja sogar regelrechte Berührungsängste dazu aufweisen.
    Da ich bei meinen Kollegen sozusagen als Opern-Fan bekannt bin, wurde ich schon oft gefragt: "....kennst du das Stück aus der Werbung von ....., das finde ich so schön und würde es mir gerne kaufen!", oder so ähnlich.

  • Eine Aufführung, die mir sehr imponiert hat, war eine Aufzeichnung aus dem Don-Giovanni-Theater zu Prag von wenigen Jahren - es müßte diese gewesen sein (?):



    Die faszinierende und zauberhafte Ausstattung ist auf dem Cover leider nicht zu erkennen - und auch hier nur im Ansatz:



    :hello:


    Ulli

  • Lieber Ulli,


    ich kenne Dein Geburtsdatum nicht, aber die Aufnahme der Musik zu dieser DVD stammt aus dem Jahre 1961, ich weiß nicht, ob Du damals schon in Prag dabei warst.


    Es handelte sich bei der Produktion um einen Soundtrack zu einem tschechischen Fernsehfilm, der allerdings erst 12 Jahre später realisiert wurde - allerdings fast nicht im Studio, sondern in der freien Natur - im oder am Wasser!


    Die Rollen werden von Schauspielern und Tänzern gespielt, nur Eduard Haken, der bei der Tonaufnahme den Wassermann sang, ist auch im Film in dieser Rolle dabei.


    *****************************************************


    Die von Dir erwähnte Aufzeichnung aus Prag scheint im Moment nicht im Katalog zu sein, es gibt sie aber, und ich habe sie auch, die Besetzung ist folgende:


    Aufnahme: 3.10.1998, live, Prag
    Spieldauer: 145'10
    Dirigent: Jiri Bélohlávek
    Orchestra of the Prague National Theatre
    Chorus of the Prague National Theatre
    Chorleitung: Milan Maly
    Inszenierung: Alena Vanakova


    Fremde Fürstin: Anda-Louise Bogza
    Heger: Roman Janál
    Jäger: Ivan Kusnjer
    Jezibaba: Marta Benacková
    Küchenjunge: Martina Bauerova
    Prinz: Vladimir Hrisko
    Rusalka: Eva Jenisová
    Wassermann: Peter Mikulás
    Wassernymphe: Eva Drizgová
    Wassernymphe: Miroslava Volkova
    Wassernymphe: Libuse Vondrackova


    Eine wirklich schöne Inszenierung, da muß ich Dir echt geben, aber kein Vergleich mit dem Film!


    **************************************************


    Hier die Besetzung der Aufnahme von 1961:


    Aufnahme: 15.11.–2.12. 1961, Studio
    Spieldauer: 147'17
    Dirigent: Zdenek Chalabala
    Orchestra of the Prague National Theatre
    Chorus of the Prague National Theatre


    Fremde Fürstin: Alena Mikova
    Heger: Jiri Joran
    Jäger: Václav Bednár
    Jezibaba: Marie Ovcacikova
    Küchenjunge: Ivana Mixová
    Prinz: Ivo Zidek
    Rusalka: Milada Subrtová
    Wassermann: Eduard Haken
    Wassernymphe: Eva Hlobilova
    Wassernymphe: Vera Krilova
    Wassernymphe: Jadwiga Wysazariska


    Den Ton alleine gibt es auf 2 CDs, die DVD hat Ulli oben abgebildet.


    LG


    Harald

  • Zitat

    Original von Harald Kral
    Lieber Ulli,


    ich kenne Dein Geburtsdatum nicht, aber die Aufnahme der Musik zu dieser DVD stammt aus dem Jahre 1961, ich weiß nicht, ob Du damals schon in Prag dabei warst.


    Hallo,


    ich war weder 1961 noch 1998 dabei, obwohl ich es in letzterem Falle sehr gerne gewesen wäre - mir ging es um die TV-Ausstrahlung der Aufzeichnung. Irregeführt hat mich der bei jpc angegebene Erscheinungstermin der [1961er] DVD.


    Danke für die Angaben.


    :hello:


    Ulli


    P.S. Mein Geburtsdatum findest Du in meinem Profil - die Postadresse für etwaige Geburtstagsgeschenke via PN :]


  • Lieber Harald,


    ich schwöre Stein und Bein, dass der Film in den 70ern im Vorabendprogramm des WDR lief und zwar in mehreren Teilen und mit Kommentaren vor jedem Akt und in DEUTSCH. Ich erinnere mich deswegen so gut, weil ich mich als Kind etwas amüsiert habe, dass die Schauspielerin, die in "Prinz Bajaja" die Prinzessin spielt als "Rusalka" auf einmal so schön singen konnte und ich erinnere mich noch genau, wie sie immer "Wassermännchen, Väterchen" intonierte. Sämtliche Nachfragen beim WDRnach dem deutschen Ton blieben aber unbveantwortet. Leider!


    Die Rusalka war übrigens die 2. tschechische WDR-Produktion. Kurz zuvor lief im Vorabendprogramm auch die Verfilmung der verkauften Braut - und da wurde auch deutsch gesungen.


    LG,


    Christoph

  • Lieber Christoph,
    ich glaube nicht, dass es sich dabei um diese Verfilmung handelt!


    Seit längerem bin ich jedoch einer anderen Verfilmung auf der Spur, und nach Deinem Beitrag von soeben glaube ich, wir meinen das Gleiche:


    Der berühmte tschechische Regisseur Petr Weigl (der schreibt sich wirklich so - kein Grund also für die "Stilblüten-Sammlung!") hat 1976 als Gemeinschaftsproduktion zwischen Bayerischem Rundfunk, dem Prager Fernsehen und der ARD einen Rusalka-Film gedreht. Neulich als ich eine Einladung der tschechischen Botschaft in Wien zu einem Filmeabend, an dem dieser Film gezeigt werden sollte.


    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist dieser Film zweisprachig gedreht worden! In meiner Sammlung befindet sich der deutschsprachige Soundtrack in folgender Besetzung:


    Dirigent: Marek Janowski
    Münchener Rundfunkorchester
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Inszenierung: Petr Weigl
    Darsteller Film: Magdalena Vasaryová: Rusalka, Milan Knazko: Prinz, Bozidara Turzonovava: Fürstin, Premsyl Koci: Wassermann, Jaroslava Adomova: Hexe


    Sänger:


    Prinz: Peter Hofmann
    Rusalka: Lilian Sukis
    Wassermann: Theo Adam
    Hexe: Rose Wagemann
    Fremde Füstin: Judith Beckmann
    Jäger: Werrer Hollweg
    Heger: Manfred Schmidt u.v.a.


    In der tschechischen Fassung dirigiert Libor Pesek das Münchner Rundfunkorchester, es singt der Prager Rundfunkchor,
    die Solisten sind Peter Dvorsky und Gabriela Benackova.


    LG

  • Diese Aufnahme ist ein Mitschnitt aus dem Radio (incl. Ansagen),
    auf 3 CDs.
    Irgendwann hat der Bayerische Rundfunk die Oper mal gesendet, da habe ich sie aufgenommen - ganz einfach. Steht auch in meiner Dir vorliegenden Opernliste!


    LG Harald

  • Am Sonntag abend gibt es im Radio WDR 3 eine Aufzeichnung einer konstanten Aufführung der anderen "Russalka" aus der Kölner Philharmonie:


    Sonntag, 18. Juni 2008, 20:05 - 23:00

    WDR 3 Bühne: Radio


    Russalka
    Oper in 4 Akten von Alexander Dargomyschski
    Müller: Arutjun Kotchinian
    Natascha (Russalka): Evelina Dobratcheva
    Fürst: Vsevolod Grivnov
    Fürstin: Marina Prudenskaja
    Olga: Ekaterina Sadownikowa
    Nataschas Tochter: Martha Jurowski
    WDR Rundfunkchor Köln;
    WDR Rundfunkorchester Köln,
    Leitung: Michail Jurowski
    Aufnahme aus der Kölner Philharmonie


    LG


  • Der Norddeutsche Rundfunk hat sich erbarmt und wiederholt diese "Rusalka" vom Schleswig-Holstein-Musikfestival aus Lübek in seinem 3. Fernsehprogramm!


    Rusalka - Oper von Antonín Dvorák - 1. Akt
    Lyrisches Märchen in 3 Akten op. 114


    Das NDR Fernsehen zeigt die im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2004 mit dem Länderschwerpunkt Tschechien in der Musik- und Kongresshalle Lübeck aufgeführte romantische Oper "Rusalka" von Antonín Dvorák.


    Mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival-Orchester unter der Leitung von Christoph Eschenbach und der Chorakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals.


    * NDR Fernsehen
    * Sonntag, 1. Juni 2008 um 08:00 Uhr (bis 09:00 Uhr)
    * Rusalka - Oper von Antonín Dvorák - 1. Akt


    Der 2. Akt folgt dann eine Woche später.


    Die Rusalka wird gesungen von - ich sagte es schon - Michaela Kaune. Für den ursprünglich vorgesehenen (und erkrankten bzw. inzwischen verstorbenen) Sergej Larin sprang in der Rolle des Prinzen Miroslav Dvorsky ein (der jüngere Bruder des in dieser Rolle berühmt gewordenen Peter Dvorsky).


    LG

  • Die im Forum vorgestellten Rusalka-Aufnahmen sind sorgfältig ausgewählt und teilweise kompetent kommentiert. Um so mehr wundert es mich, dass die berühmte Aufnahme in deutscher Sprache, aus Dresden 1948, aufgenommen im Großen Sendessaal des Landessenders Dresden, die in den Nachriegswirren ein künstlerische Großtat war, nicht ausreichend gewürdigt wird..
    Sie ist 2006 bei Hänssler in guter,remasterter Qualität mit einem fantastisch informativem booklet neu erschienen.
    Besetzung der Hauptpartien:
    Elfride Trötschel, Rusalka
    Helmut Schindler, Prinz
    Gottlob Frick, Wassermann
    Helena Rott, Hexe
    Erich Zimmermann, Heger
    Lisa Otto, Küchenjunge


    Staatskapelle Dresden, Dirigent Joseph Keilberth
    Bestellnummer: DCD PH06031


    Keilberth gelingt es, den ganzen romantischen Zauber des Werks mit böhmischem Schwung und musikantischem Feuer zu zelebrieren. Die renommierten Sänger der Semper-Oper bieten eine homogene Ensemble-Leistung auf hohem Niveau. Höhpunkte Elfriede Trötschels unnachahmlich gefühvoll gesungenes Lied an den Mond und die Wassermann-Szenen mit Gottlob Frick. Wie warm und herzlich sein Wagner-Bass doch klingen konnte. Vorbildlich auch die Wortverständlichkeit aller Mitwirkenden.
    Diese Aufnahme kann ich allen Freunden dieser wunderschönen Oper ans Herz legen.Ich stelle sie in einen Rang mit den besten tschechischen Aufnahmen und ziehe sie wegen der deutschen Sprache sogar diesen vor.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • operus


    Auf diese "Rusalka"-Aufnahme, die hinreichend bekannt ist, wurde hier im Forum schon mehrfach hingewiesen, sodaß eine Extra-Erwähnung in diesem Thread nicht mehr notwendig erschien.


    Zuletzt übrigens nochmals im neuen "Elfriede Trötschel"-Thread!


    LG


    Harald :hello:

  • Überflüssig ist das Posting dennoch nicht: operus erwähnt nämlich das Hänssler-Remaster. Das würde mich nämlich schon interessieren, ob das besser aufbereitet ist als die bei Cantus Classicus erschienene Aufnahme.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.