(Früh-)Geschichte der Tonaufzeichnung und -wiedergabe

  • Als Neuling hier im Forum möchte ich mich gerne mit meinem Spezialgebiet vorstellen: der Frühgeschichte der Tonaufzeichnung und -wiedergabe, d.h. der Zeit von 1877 bis 1906. Seit Jahren werte ich Quellen aller Art zu diesem Thema aus und habe eine ziemlich große Datei angelegt, die ich als Grundlage für meine Forschungen und Artikel verwende.


    Die Anhäufung von Wissen allein genügt mir nicht, deshalb sammle ich auch Tonträger und Unterlagen (Bücher, Briefe, Kataloge, etc) aus dieser Zeit. In der Tat sind die alten Aufnahmen für mich ein Fenster in der Vergangenheit. Als Abspielgeräte dienen ein Walzenspielgerät (sog. Graphophone) von 1895 und ein großes Trichtergrammophon von 1905.


    Vielleicht gibt es ja im Forum noch andere die sich für diesen Aspekt interessieren. Bin gerne bereit meine Informationen mitzuteilen und freue mich noch mehr über Wissenszuwachs aus (alten) Quellen zu dieser Zeit die ich noch nicht kenne.


    Übrigens sammle ich auch Informationen zu sogenannten Sprechmaschinen vor 1877 (u.a. von Wolfgang von Kempelen und Joseph Faber).


    Stephan

  • Lieber Stephan,


    Ich bin überfragt wenn's um das "WO" geht, aber weiß ganz sicher, daß "big boss" Alfred daran einen Thread gewidmet hat.
    Weil die Medikamenten mein Denken noch immer sehr hemmen, kann ich dir nicht weiter helfen. Vielleicht will ein anderer den Thread aufsuchen.


    LG, Paul

  • Hallo Stephan,


    herzlich willkommen hier im Forum. Was die technische Seite der frühen Tonaufzeichnung angeht, ist mein Wissen sehr begrenzt, mich interessieren jedoch die Aufnahmen von Sängern, die noch mit einem Bein in der Alten Gesangsschule des 19. Jh.s standen, und die in der von dir angegebenen Zeit Aufnahmen gemacht haben. Fündig werde ich in dieser Hinsicht oft bei der Serie "Great Voices of the Opera"; allerdings kann man bei mir absolut noch nicht von einer "Sammlung" sprechen.


    Zur technischen Seite gibt es hier im Schellack-Forum den thread "Die Geschichte der Schallaufzeichnung"; ich weiß nicht, inwieweit sich das mit deinem Gebiet überschneidet.


    :hello: Petra

  • Zitat

    Original von musicophil
    Lieber Stephan,


    Ich bin überfragt wenn's um das "WO" geht, aber weiß ganz sicher, daß "big boss" Alfred daran einen Thread gewidmet hat.
    Weil die Medikamenten mein Denken noch immer sehr hemmen, kann ich dir nicht weiter helfen. Vielleicht will ein anderer den Thread aufsuchen.


    LG, Paul


    Hallo,


    ich hab mal SUFU-forte (R) eingeworfen und das zutage gefördert:


    Die Geschichte der Schallaufzeichnung


    Zitat


    [...] der Frühgeschichte der Tonaufzeichnung und -wiedergabe, d.h. der Zeit von 1877 bis 1906 [...]


    Das würde ich aber - nach mehreren Besuchen meinerseits im Bruchsaler Musikautomatenmuseum - eher als "Frühgeschichte der Tonaufzeichnung in der Neuzeit" betiteln. Denn nach Angaben der Museumsführerinnen gab es bereits bei den [alten] Ägyptern erfolgreiche [!] Versuche, Musik aufzuzeichnen und wiederzugeben. Die Vorstellung, dass Cleopatra mit einem iPod durch die Pyramiden gerannt ist, ist also garnicht so aus der Luft gegriffen...


    :hello:


    Viele Grüße
    Ulli


  • Erstmal vielen Dank für die netten Antworten. Alfred hatte mich vorgewarnt dass es manchmal etwas dauern könnte bis Reaktionen eintreffen ... Ist ja gar nicht so schlimm ;)


    Der bereits bestehende Thread zur Geschichte der Schallaufzeichnung ist sehr interessant. Schade dass ich damals nicht schon dabei war, denn das eine oder andere hätte ich noch gerne angefügt. Ich werde das aber nachholen, so wird der Thread immer mal wieder nach oben gespült.


    Zu der Aussage der Museumsführerin ist zu sagen dass es 1000 Jahre vor den Phonographen schon programmierbare Automaten mit Stiftwalzen gab, unter anderem auch Musikautomaten. Der früheste mir bekannte derartige Apparat datiert ins 9. Jahrhundert n. Chr., gebaut von den Baghdader Brüdern Banu Musa.


    Schallaufzeichnung im alten Ägypten reihe ich in die Kategorie "Mythen und Legenden" ein. Die Aufzeichnung von Schwingungen ("Klangfiguren") nahm mit Ernst Florens Friedrich Chladni, dem "Vater der Akustik" 1787 ihren Anfang. Chladni setze ich infolgedessen an den Beginn der Entwicklung die letztendlich zum Phonographen führte. Die erfolgreiche Wiedergabe aufgezeichneter Schwingungen erfolgte dagegen, nach allem was wir heute wissen, mit Edison im Jahr 1877.


    Stephan