"Reizvolle Raritäten" - welche sind zu empfehlen ?

  • Ein liebes SERVUS aus Franken !!
    Ich beziehe mich hier auf die auf S.47 im neuen jpc-courier (Januar !) gelisteten Doppel-CDs...
    Einige der OperettenkönigInnen hier im Forum ;) kennen wohl schon die eine oder andere Aufnahme...
    ...würde mich interessieren, wie ihr sie jeweils beurteilt und ob ihr sie empfehlen könntet !


    bin echt gespannt :yes:


    :hello:
    Micha

  • Hallo Pieter,


    aus meiner Sicht ist die Antwort einfach: es gibt zwar von einzelnen Werken noch bessere Aufnahmen, aber die ganze Serie ist von hervorragender Qualität, denn sie enthält Rundfunkaufnahmen aus der Zeit, als man Operette noch aus der häufigen Praxis kannte und konnte.


    Es kommt also mehr auf Deine Neugier auf einzelne Werke an. Für mich die besten Werke der Serie sind:


    Leo Fall: Die Kaiserin
    Franz von Suppe: Die schöne Galathee
    Eduard Künneke: Die große Sünderin
    Franz Lehar: Der Graf von Luxemburg
    Carl Millöcker: Die Dubarry
    Nico Dostal: Clivia


    Natürlich gehören auch Suppes BOCCACCIO sowie die Strauß bzw. Straus- Operetten dazu. Da würde ich aber zu den prominent besetzten Alternativen (etwa EINE NACHT IN VENEDIG mit Schwarzkopf, Gedda) greifen, die auch günstig zu bekommen sind. Die findest Du besonders schnell in diesem Thread, aber auch in anderen Seiten des Operettenforums: Eine Operettengesamtaufnahme für die "Arche Noah"


    :hello: Rideamus
    der wohl nie mehr nie eine Operettenkönigin werden wird. :D

  • Lieber Micha,


    ja ich kenne die eine und auch andere Aufnahme. Durch meine Neuanschaffungen bin ich aber noch nicht ganz durch.


    Hier meine Empfehlungen.


    uneingeschränkt - Boccaccio - gibt es im Operettenforum bereits mehrere Posting zu


    sehr gut - Paganini, Clivia


    auch gut, aber nicht ganz so mein Fall - Zigeunerliebe und Die schöne Galathée


    Frau Luna habe ich gerade zum ersten Mal im Player, kann also noch nicht viel zu sagen. (Das was ich bisher gehört habe, gefällt mir gut.)


    Gekauft habe ich mir auch die Zirkusprinzessin. Leider bin ich noch nicht zum hören gekommen.



    Das in Kürze zu den "Raritäten". Ausführlichere Informationen können, wenn Du es wünschst, gern folgen.


    LG


    Maggie

  • Lieber Micha,


    ich habe die Aufnahme zwar (noch) nicht, halte aber die Zirkusprinzessin schon deshalb für anschaffenswert, weil diese


    Emmerich Kalman (1882-1953)
    Die Zirkusprinzessin

    +Die Csardasfürstin (Ausz. mit Lorand, Rothenberger,
    Schock, Glawitsch, Meinrad, Glawitsch, Hamburg RO, Wilhelm
    Stephan / 1953)
    Müthel, Bürks, Beddig, Holve, Fehringer, RSO Köln, Franz
    Marszalek Label: Documents , ADD/m, 1955




    meines Wissens die einzige Aufnahme dieses Werkes ist, die es auf dem Markt gibt. Und Kalmans Melodien sind wunderschön! Ich habe das Stück schon mehrfach auf der Bühne gesehen und ziehe es ganz persönlich der Mariza und der Csardasfürstin vor.


    :hello:


    Elisabeth

  • Eigentlich bietet die ganze Serie nichts Neues - alles olle Kamellen, die entweder schon preiswert von anderen Labels vorliegen (Walhall, Cantus Classics) oder schon früher bei Acanta oder RCA erschienen waren. Das meiste hat man als Operetten-Sammler ohnehin schon mindestens 1 mal im Schrank stehen. Besser "remastered" sind die Aufnahmen auch nicht. Das dürfte auch der Grund sein, dass bei jpc die 2. Serie von 12,99 Teuro im November jetzt auf 9,99 reduziert wurde. Die erste Serie hat nur 5,99 pro Doppel-CD im Pappkarton gekostet.


    Es empfiehlt sich, erst mal abzuwarten. Die Reste aus der Serie 1 werden z.Zt. bei "Zweitausendeins" für 2,99 - 3,99 verramscht. Nach Weihnachten wird die 2. Serie mit Sicherheit von diesem Anbieter ebenfalls billiger verkauft!

  • Da gab (gibt) es den Querschnitt von Eurodisc, eigentlich immer mit den selben Sängern.


    Margit Schramm als Fürstin Fedora Palinska,
    Rudolf Schock als Mister X,
    Julius Katona als Prinz Sergius Wladimir,
    Guggi Löwinger als Miss Mabel Gibson,
    Ferry Gruber als Toni,
    Bruno Fritz als Zirkusdirektor


    Chor der Deutschen Oper Velin, die Berliner Symphoniker,


    Dirigent: Robert Stolz


    Eurodisc hatte als Diva fast immer Margit Schramm, deren Stimmme mir eigentlich immer besser gefiel als die der Rothenberger.


    Dann hat es seinerzeit eine Verfilmung gegeben, auch mit Rudolf Schock, ich glaube die Fürstin war da Ingeborg Hallstein.


    Ist in der Versenkung der öffentlichen Fernsehanstalten verschwunden, vielleicht taucht sie einmal wieder auf.


    Leider habe ich sie nur auf VIDEO 2000 gehabt, und vor dem Überspielen auf VHS, irtrümlich gelöscht,


    aber wahrscheinlich ist diese Aufnahme so tief im Keller einer TV Anstalt versteckt, dass sie niemand mehr findet, man könnte nur mehr einem Archäologischen Institut, das zumuten sie aufzufinden.

  • Ich habe diesen alten Thread ausgegraben, um auf ein aktuelles Sonderangebot aufmerksam zu machen.
    Bekanntlich feiert der Versender "2001" z.Zt. 40jähriges Jubiläum.


    Aus diesem Anlass gibt es auch die hier genannten Operetten-Gesamtaufnahmen aus der "Membran"-Serie zum Sonderpreis von je 2,99 pro Doppel-CD. Das ist der link hierzu.


    LG


    :pfeif:

  • Lieber Micha,


    eine kleine Korrektur: 2,99 pro Doppel-CD, also nur 1,50 pro CD!
    Dafür bekommst Du eine Gesamtaufnahme der Operette (ca. 90 - 100 min.) plus einen großen Querschnitt einer zweiten Operette (evtl. vom gleichen Komponisten).


    Das Ganze sind Rundfunkaufnahmen in guter bis sehr guter Radio-Qualität aus den 50er Jahren mit den damals gängigen Operetten-Sängern wie Fehringer, Schock, Rothenberger...


    Nun bin ich selbst nicht so der Operetten-Experte, um klare Empfehlungen auszusprechen, will aber mal ein Beispiel geben:



    Musikbeispiel: Lore Lorenz - unverwechselbar als Gräfin singt: "Es schmeckt der Branntwein...."


    Adrienne ist eine recht selten gespielte Operette von W. Goetze - aber eine Super-Aufnahme vom Operetten- "König" Franz Marszalek vom WDR. Als Bonus ist noch eine echte Rarität dabei: ein Querschnitt durch "Liebe im Dreiklang" vom gleichen Komponisten.


    Mit den Franz-Marszalek-Aufnahmen kann man nichts verkehrt machen, die sind alle empfehlenswert.


    Ansonsten empfehle ich einen Blick in die TMOOM-Threads oder ins allgemeine Operetten-Forum. Waldi hat da etliche Operetten aus der Serie probegehört und besprochen!


    LG


    :hello: :hello:

  • Liebe Operettenfreunde und -innen!


    Habe mir heute Sidney Jones


    "The Geisha"


    besorgt - und ich kann verstehen, dass diese Operette zu einer der meist gespielten englischen Operetten gehört.


    Schade nur, dass diese Gesamtaufnahme keine Dialoge besitzt.


    Sie wird natürlich in Englisch gebracht, und nicht schlecht.


    :jubel: :jubel:


    Sehr zu empfehlen.


    Liebe Grüße sendet Euch Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Lieber Peter,


    es ist ja nett, dass Du den Thead wiederbeleben wolltest, aber die Geisha ist allenfalls eine Dienstleistungsgattung. Als Operette ist sie keine, sondern gehört zu den englischen Operetten oder comic operas in der Tradition von Gilbert & Sullivan, von denen z. B. THE MIKADO stammt, von dem demnächst mal wieder eingehender die Rede sein wird.


    Davon abgesehen, gebe ich Dir Recht. Sie ist wirklich recht hübsch.


    :hello: Jacques Rideamus


    Da dem noch die nachfolgende Meldung hinterdrein kam, habe ich das ganze Operettengattungen-OT zu Lieblingsraritäten im Operettenrepertoire hierher verschoben. JR II

  • Eine meiner Lieblingsoperetten ist von Leo Fall:


    Der letzte Walzer.


    Nur gibt es diese Operette auf keinem Querschnitt, gerade auf Samplern ist sie vertreten, z.B.:



    Es ist so schade, dass es gerade in Wien kein Operettentheater mehr gibt, denn die Volksoper will mehr Opernhaus sein,


    und bringt ein ähnliches Programm wie die Staatsoper,


    gerade nur Mörbisch oder Bad Ischl oder Baden bei Wien pflegt noch die Operette und bei den zwei letzten Orten werden weigstens keine Bravourstückerln gemacht, sondern so Operette gespielt wie ich es mir vorstelle.


    Ein wenig Staub gehört zum Glimmer und Flitter der Operette dazu,


    das hatte, Seinerzeit, das Wiener Raimundtheater so blendend gekonnt.


    Liebe Grüße sendet allen Operettenfreunden Peter aus Wien. :hello: :hello:

  • Hallo,


    die HAfG machts möglich: Jetzt gibt es Sidney Jones' Geisha in einer respektablen Gesamtaufnahme in deutscher Sprache, zusammen mit deutschsprachigen Ausschnitten aus Werken von Richard Genée. Da füllt sich wirklich eine große Lücke, vor allem Rosl Schwaiger in der Titelrolle ist eine reine Freude ;) ;) ;)