Vladimir Sofronitsky: Der beste Pianist der Welt ist tot.

  • Hallo liebe Taminoaner!


    Der beste Pianist der Welt ist tot soll E. Gilels gesagt haben als er den Tod Sofronitsky's kommentierte.


    Bei einem Trinkspruch nannte Sofronitsky Richter ein Genie. Der darauf erwiderte Sofronitsky seine Gott.


    Er war eine Freund von Prokofiev und Schostakovistch und hochgeschätzt von seinen Kollegen wie Richter und Gilels.


    Als Schwiegersohn von Skriabin hatte er natürlich einen besonderen Zugang zu seiner Musik und somit gehören alleine daher seine Einspielungen der Skriabin-Werke mit zu den "Pflicht-Aufnahmen" wenn man von Skriabin's Werken für Kalvier spricht.


    Vom Feinsten sind aber auch seine Tondokumente mit Werken von Chopin und Schumann.


    Seine Recitals müssen eine außergewöhnlicher Genuß gewesen sein!
    Man höre nur wie er die Sinfonischen Etüden spielt.
    Berauschend und spirituell. JEDER Ton, JEDE Betonung und JEDER Ausdruck erscheint genau so gewollt wie er klingen soll.
    Das alles live und ohne Netz bzw. Doppeltem Boden.
    Da ist die nötige Technik so ausgereift, daß alleine der musikalische Ausdruck im Vordergrund steht.


    Für mich einfach Spitzenklasse!!!!!!!!!



    Freue mich schon auf die derzeit schon bestellten Aufnahmen.


    Wie sit eure Meinung? Schätzt ihr seine Aufnahmen auch?


    Gruß

  • Sofronitsky hatte das Pech, zu der Generation russischer Solisten zu gehören, denen die Ausreise fast ausnahmslos verwehrt wurde. Bekannt sind nur zwei Reisen: zu einem ausgedehten Chopin-Festival in Warschau in den 1930ern sowie zur Potsdamer Konferenz, wo er auf Befehl Stalins für die versammelten Großkopferten der Siegermächte zu spielen hatte. Ansonsten hatte er "nur" eine Professur am Konservatorium in Moskau, wo auch die meisten seiner Aufnahmen/Mitschnitte entstanden sind.


    Für mich ist er in der Tat der größte Pianist, was aber nicht heißt, dass ich alle seine Aufnahmen kritiklos in den Himmel loben würde. Zumindest schafft er es immer wieder, mir eine neue Seite einer Komposition nahezubringen. Ob die Werke von Schumann, Chopin oder Skrjabin sind, oder Liszt h-Moll, Liszt/Schubert, Schubert D 960, Beethoven, Prokofiev etc., er hat immer etwas substantielles, oft substantiell anderes zu sagen, als die anderen Pianisten. Darin ist er übrigens einer Kommilitonin ähnlich, mit der er in Leningrad (der anderen großen Musikerschule Russlands) im gleichen Jahr den Abschluss machte: Maria Yudina (übrigens gehörte auch Schostakowitsch zu diesem Jahrgang). Selbst wenn sie die Stücke nicht gegen Strich bürsten (und das ist bei Yudina selten, bei Sofronitsky öfter der Fall, denn sein Fall waren Exzentriken nicht), bringen sie eine erfrischende Sicht der Dinge zustande.


    Sofronitskys Aufnahmen wurden Mitte der 90er-Jahre "wiederentdeckt". Zum einen durch die von BMG/Melodiya verlegte Edition "Russian Piano School", daneben durch die von Denon editierte Ausgabe der meisten noch existenten Mitschnitte und Aufnahmen - tatsächlich hat er wesentlich mehr aufgeführt, nur sind die Bänder oft nicht mehr aufzufinden. Die Denon-Scheiben sind zum Teil noch erhältlich, über amazon.de, amazon.co.uk oder über die teurere Alternative hmv.co.jp


    Diverse Piratenlabels - vorrangig italienische - haben die Cds kopiert, gefiltert und selbst auf den Markt geschmissen. Auch das russische Label Vista Vera beteiligt sich daran. Zu empfehlen sind allerdings immer die Denon-Cds, wenn erhältlich.

  • Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna
    Lieber Richard ,
    Sofronitzkys Kunst und Können war und bleibt einfach aussergewöhnlich im besten Sinne !


    Wo gibt es die von Ihnen erwähnte und gezeigte CD ??
    Grüsse,
    Frank ( Georg Bechyna ) :] :] :]


    Akrtuell bei Amazon.de aber leider zu einem unverschämt hohen Preis.
    (Hatte mal die Hälfte bezahlt)


    Ansonsten ist Amazon.co.jp eine Quelle.


    Eventuell lohnt es sich bis Ende Mai zu warten, denn dann sollen ein paar der Denon Aufnahme von Sofronitsky neu erscheinen.


    Falls gewünscht kann ich einen Link per PN schicken!


    Richard

  • Lieber Richard ,
    besten Dank für Ihre Hinweise zu Vladimir Sofronitzky .
    Bitte senden Sie mir , wenn möglich , den Link und die Erscheiningsdaten bei Denon sobald Sie diese kennen .
    Besten Dank ! Viele Grüsse
    Ihr Frank Bechyna =) =) =) =) =)

  • Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna
    Lieber Richard ,
    besten Dank für Ihre Hinweise zu Vladimir Sofronitzky .
    Bitte senden Sie mir , wenn möglich , den Link und die Erscheiningsdaten bei


    Nö,
    erst wenn ich hier ordentlich geduzt werden :D


    Schalte Deine PN mal frei, sonst kann ich nichts schicken!

  • Schön zu lesen, ein freundliches Gespräch zwischen FGB und Richard.
    Aber eigentlich zu Sofronitsky:
    Ich höre grad die Funerailles. Einfach unbeschreiblich. Ein tatsächlich vollkommener Pianist. Ich werde mich nun noch intensiver mit ihm beschäftigen.
    Viele Grüße

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.

  • Sagitt meint:


    Danke für den Tipp. ich habe mir den ersten Satz der Appassaionata angehört. Gemein, dass ich meine, er erinnert eher an Elly Ney, mehrere Töne ganz oder knapp daneben, als auch nur im entferntesten an die Leistung von Richter, ein Jahr später in Moskau, 1953, heranzureichen.
    Wenn man heute eine Appassionata mit viel Passion hören will, kann man Fazil Say anhören, der ein Feuerwerk entfacht. Er hat nicht die Härte von Richter, aber sein Feuer. Sofronitzky hat es nicht.

  • Lieber Sagitt,


    das gehört mit Sicherheit nicht in diesen Thread, aber um einen eigenen Thread zu Fazil Say aufzumachen (sofern es nicht schon einen gibt) interessiert er mich nicht genug.


    Ich habe Fazil Say vor kurzer Zeit live mit der Appassionata und der Waldstein-Sonate erlebt. Ich habe da nichts erlebt, was sich mit Richter in irgendeiner Weise vergleichen ließe...


    Ich mag die Appassionata gerne zügig interpretiert, aber Say spielte den ganzen dritten Satz prestissimo, am Schluss war gar keine Steigerung mehr möglich. Das Ganze wirkte weniger feurig als eher ziemlich unkontrolliert.


    Vielleicht lags an seiner Tagesform, aber diese Appassionata (die Waldstein war etwas besser) war eine Enttäuschung.
    Kennst Du die Liszt/Tschaikovsky Cd von Say?


    Liebe Grüsse, Moritz

  • Hallo Moritz,


    ich wollte keinen thread zu Say aufmachen, kenne auch wenig von ihm, aber eben die Appassionata, mein Höreindruck war der, den ich beschrieben hatte.
    Für mich ist Richter immer noch die Referenz. Wie er dies Werk in Moskau 1953 exekutierte, war nichts weniger als fulminant, im dritten Satz gehen auch ihm die Pferde ein wenig durch, er greift daneben. Das finde ich nicht so schlimm, wenn die emotionale Aussage stimmt.
    Schöne Grüsse


    Sagitt

  • Hallo Sagitt,


    wir sind da auf einer Linie. Ich empfinde die 53er Richter-Aufnahme genauso wie Du. Ich habe auch nicht das geringste Problem, wenn ein Pianist live daneben greift (mir sind bei Fazil Say auch nur ein oder zwei gröbere Patzer aufgefallen). Mein Eindruck war aber eher, dass er sich vor allem im dritten Satz mit dem Tempo so übernommen hat, dass er Mühe hatte, das Ganze zusammenzuhalten, und da blieb die Leidenschaft auf der Strecke. Ich hatte eher das Gefühl Hoffen zu müssen, dass das Ganze gut geht. Trotzdem ist er mit Sicherheit ein sehr sehr guter Pianist.
    Die Appassionata kann ja auch sehr undankbar sein...


    Liebe Grüsse, Moritz

  • Schon entdeckt!
    :D



    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke


  • Das ist in der Tat eine äußerst spannende Nachricht!
    VIELEN DANK!!
    Leider gibt es noch keine Tracklist
    :(




    Gruß Pt_concours

    Hören, hören und nochmals hören: sich vertraut machen, lieben, schätzen.
    Keine Gefahr der Langeweile, im Gegensatz zu dem, was viele glauben, sondern vielmehr Seelenfrieden.
    Das ist mein bescheidener Rat. (S. Richter, 1978)

  • ... sorry, dass ich noch ein klein wenig wasser in den wein des laut "bubba" "tatsächlich vollkommenen" (wahrlich ein großes wort) pianisten gießen muss.
    auch wenn die 2cd collection aus der philips-"great pianists"-reihe mit chopin und scriabin hervorragendes, aufregendes und souveränes klavierspiel zeigt, so war ich doch etwas erstaunt über die zweite aufnahme mit sofronitzky, die mir unterkam:



    Label Urania
    BEETHOVEN PIANO SONATAS Op.27/2, 28, 57, 32, Andante Wo O57. SCHUMANN, PIANO SONATA No.1, PAPILLONS Op.2, CARNAVAL Op.9. Aufnahmen 1946 - 1953
    gerade der beethoven ist schlichtweg enttäuschend - das andante favori harmlos (nun gut..), die wundervolle pastorale geheimnislos "absolviert", das eingeschlagene tempo des dritten satzes der 27/2 kann sofronitzky technisch nicht bewältigen und v.a. das op 111 leidet unter zahlreichen unsauberen stellen, viele phrasen-schlüsse sind einfach lieblos hingeschmiert im ersten satz und der zweite wird durch viele "effekte" derart ins profane gezogen, dass man sich doch sehr ärgert.
    alles in allem: ich erwarte sehnlichst die brilliant-box und hoffe, dass sich da einiges korrigiert.
    gruß, john

  • Ich gebe zu, in meiner Bewunderung geht mir manchmal das Vokabular durch :stumm:
    Diese Aufnahmen kenne ich nicht. Vielleicht belasse ich es auch dabei :D

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.


  • jetzt gibt es eine Tracklist - auf die Box kann man sich wirklich nur freuen:


    CD 1
    ALEXANDRE SCRIABIN (1872-1915)
    1. Prelude in C major Op. 11 No. 1 0:46
    Piano Sonata No. 3 in F sharp minor Op. 23
    2. Drammatico 6:05
    3. Allegretto 2:26
    4. Andante 4:38
    5. Presto con fuoco 5:48
    6. Piano Sonata No. 2 in G sharp minor Op. 19: andante 8:20
    7. Poeme in D major Op. 32 No. 2 1:37
    8. Poeme in C major Op. 44 No. 1 1:15
    9. Ironies Op. 56 No. 2 2:23
    10. Morceau Op. 57 No. 1 1:19
    11. Polonaise in B flat minor Op. 21 7:10
    12. Etude in F sharp major Op. 42 No. 4 2:44
    13. Etude in D flat major Op. 42 No. 6 2:02
    14. Waltz in A flat major Op. 38 6:07
    15. Prelude in G major Op. 11 No. 3 0:52
    16. Prelude in B minor Op. 11 No. 6 0:50
    17. Prelude in A major Op. 11 No. 7 0:50
    18. Prelude in F sharp minor Op. 11 No. 8 1:30
    19. Prelude in B major Op. 11 No. 11 1:53
    20. Prelude in G sharp minor Op. 11 No. 12 1:35
    21. Prelude in G flat major Op. 11 No. 13 1:44
    22. Prelude in A flat major Op. 11 No. 17 0:39
    23. Prelude in C minor Op. 11 No. 20 1:01

    Total: 63:46


    CD 2
    ALEXANDRE SCRIABIN (1872-1915)
    1. Prelude in C major Op. 13 No. 1 2:16
    2. Prelude in A minor Op. 11 No. 2 1:44
    3. Prelude in G major Op. 13 No. 3 0:57
    4. Prelude in E minor Op. 11 No. 4 1:28
    5. Prelude in D major Op. 11 No. 5 1:23
    6. Prelude in B minor Op. 13 No. 6 1:20
    7. Prelude in A major Op. 15 No. 1 1:28
    8. 8. Prelude for the left hand in C sharp minor Op. 9 No. 1 2:31
    9. Prelude in E major Op. 11 No. 9 1:11
    10. Prelude in C sharp minor Op. 11 No. 10 0:59
    11. Prelude in C sharp minor Op. 22 No. 2 0:52
    12. Prelude in G sharp minor Op. 16 No. 2 1:14
    13. Prelude in F sharp major Op. 16 No. 5 0:34
    14. Prelude in E flat minor Op. 16 No. 4 0:57
    15. Prelude in D flat major Op. 11 No. 15 1:42
    16. Prelude in B flat minor Op. 11 No. 16 1:33
    17. Prelude in E flat major Op. 11 No. 19 1:06
    18. Prelude in B flat major Op. 11 No. 21 1:21
    19. Prelude in G minor Op. 11 No. 22 0:54
    20. Prelude in D minor Op. 11 No. 24 1:26
    21. Poème in C major Op. 52 No. 1 1:55
    22. Poème Op. 59 No. 1 1:30
    23. Poème Ailé Op. 51 No. 3 0:48
    24. Poème languide Op. 52 No. 3 1:46
    25. Masque Op. 63 No. 1 0:59
    26. Poème satanique Op. 36 6:09
    27. Piano Sonata No. 9 Op. 68 “Black Mass” 7:57
    28. Poème Op. 69 No. 1 1:34
    29. Poème Op. 69 No. 2 1:09
    30. Flammes sombres Op. 73 No. 2 1:50
    31. Guirlandes Op. 73 No. 1 2:29
    32. Piano Sonata No. 10 Op. 70 11:10
    33. Fragilité Op. 51 No. 1 1:53
    34. Feuillet d’album in E flat major Op. 45 No. 11:21
    35. Etude in C sharp minor Op. 42 No. 5 3:10
    36. Mazurka in F sharp major Op. 40 No. 2 1:10
    37. Etude in D sharp minor Op. 8 No. 12 2:42

    Total: 75:48

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 3
    ALEXANDER BORODIN (1833-1887)
    Petite Suite
    1. Au Convent 4:18
    2. Intermezzo 3:09
    3. Mazurka 2:35
    4. Mazurka 2:45
    5. Rêverie 1:37
    6. Serenade 1:30
    7. Nocturne 2:28
    SERGEI PROKOFIEV (1891-1953)
    Tales of an Old Grandmother Op. 31
    8. Moderato 2:02
    9. Andantino 1:06
    10. Andante assai 2:41
    11. Sostenuto 2:49
    SERGEI RACHMANINOFF (1873-1943)
    12. Moment Musical Op. 16 No. 3, andante cantabile 4:42
    13. Moment Musical, Op. 16 No. 5, adagio sostenuto 3:58
    14. Etude-tableau in C major Op. 33 No. 2, allegro 2:24
    15. Etude-tableau in G minor Op. 33 No. 8, moderato 3:32
    16. Etude-tableau in B minor Op. 39 No. 4, allegro assai 2:29
    17. Etude-tableau in E flat minor Op. 39 No. 5, appassionato 4:38
    18. Etude-tableau in A minor Op. 39 No. 6, allegro 2:42

    Total: 51:34

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 4
    FRÉDÉRIC CHOPIN (1810-1849)
    1. Mazurka in A minor Op. 67 No. 4 2:47
    2. Mazurka in E major Op. 6 No. 3 1:37
    3. Mazurka in E minor Op. 41 No. 2 2:04
    4. Mazurka in B flat major Op. 17 No. 1 1:58
    5. Mazurka in G sharp minor Op. 33 No. 1 1:29
    6. Mazurka in E flat minor Op. 6 No. 4 0:45
    7. Mazurka in B major Op. 63 No. 1 1:53
    8. Mazurka in F minor Op. 63 No. 2 1:40
    9. Mazurka in F major Op. 68 No. 3 1:22
    10. Mazurka in C major Op. 68 No. 1 1:35
    11. Mazurka in A minor Op. 68 No. 2 2:30
    12. Mazurka in D flat major Op. 30 No. 3 2:32
    13. Mazurka in C sharp minor Op. 30 No. 4 3:30
    14. Mazurka in C sharp minor Op. 41 No. 1 3:05
    15. Mazurka in G minor Op. 24 No. 1 3:03
    16. Mazurka in C major Op. 33 No. 3 2:56
    17. Waltz in A flat major Op. 64 No. 3 2:04
    18. Waltz in D flat major Op. 70 No. 3 3:37
    19. Waltz in F minor Op. 70 No. 2 2:31
    20. Waltz in D flat major Op. 64 No. 1 2:04
    21. Ballade No. 3 in A flat major Op. 47 7:21
    22. Scherzo No. 1 in B minor Op. 20 11:03

    Total: 63:36

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 5
    FRÉDÉRIC CHOPIN (1810-1849)
    24 PRELUDES Op. 28
    1. No. 1 in C major 0:35
    2. No. 2 in A minor 2:21
    3. No. 3 in G major 0:52
    4. No. 4 in E minor 2:05
    5. No. 5 in D major 0:28
    6. No. 6 in B minor. 2:08
    7. No. 7 in A major 0:46
    8. No. 8 in F sharp minor 2:05
    9. No. 9 in E major 1:26
    10. No. 10 in C sharp minor 0:29
    11. No. 11 in B major. 0:39
    12. No. 12 in G sharp minor 1:14
    13. No. 13 in F sharp major. 3:19
    14. No. 14 in E flat minor 0:33
    15. No. 15 in D flat major. 6:00
    16. No. 16 in B flat minor 1:06
    17. No. 17 in A flat major 3:01
    18. No. 18 in F minor 1:05
    19. No. 19 in E flat major 1:13
    20. No. 20 in C minor 1:45
    21. No. 21 in B flat major 2:02
    22. No. 22 in G minor. 0:44
    23. No. 23 in F major 0:55
    24. No. 24 in D minor 2:31
    25. Polonaise No. 6 in A flat major Op. 53 “Heroic” 7:21
    26. Polonaise No. 1 in C sharp minor Op. 26 No. 1 6:51
    27. Etude in E flat minor Op. 10 No. 6. 3:30
    28. Etude in E major Op. 10 No. 3 4:08
    29. Etude in F major Op. 25 No. 3 1:50

    Total: 63:16

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 6
    FRÉDÉRIC CHOPIN (1810-1849)
    1. Nocturne in E flat major Op. 9 No. 2 4:41
    2. Nocturne in G major Op. 37 No. 2 5:46
    3. Nocturne in C minor Op. 48 No. 1 6:10
    LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827)
    Piano Sonata in D major Op. 28 “Pastoral”
    4. Allegro 10:32
    5. Andante 7:52
    6. Allegro vivace 2:40
    7. Rondo, allegro ma non troppo 4:54
    FELIX MENDELSSOHN (1809-1847)
    8. Variations sérieuses, Op. 54 11:16

    Total: 53:53

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 7
    FRANZ LISZT (1811-1886)
    1. Eglogue, from “Années de Pelerinage,Year 1: Switzerland” 2:45
    Années de Pelerinage , 2-nd Year: Italy
    2. Sposalizio 8:42
    3. Il Penseroso 4:31
    4. Canzonetta del Salvator Rosa 2:58
    5. Sonetto 123 del Petrarca 6:45
    SCHUBERT SONGS, transcribed by Franz Liszt
    6. Die Stadt 2:32
    7. Die junge Nonne 4:45
    8. Am Meer 4:04
    9. Frühlingsglaube 3:31
    10. Auf dem Wasser zu singen 4:14
    11. Der Doppelgänger 4:12
    12. Erlkönig 4:51

    Total: 53:55

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 8
    FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
    Piano Sonata in B flat major D 960
    1. Molto moderato 14:03
    2. Andante sostenuto 11:09
    3. Scherzo, allegro vivace 3:50
    4. Allegro ma non troppo 7:35
    Piano Sonata in A minor D784
    5. Allegro giusto 10:18
    6. Andante 4:05
    7. Allegro vivace 4:55
    8. Impromptu in G flat major Op. 90 No. 3 6:48

    Total: 62:47

    Vladimir Sofronitzky, piano

    CD 9
    FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
    Wanderer Fantasy in C major Op.15 D 760
    1. Allegro con fuoco ma non troppo 5:53
    2. Adagio 6:22
    3. Presto 4:41
    4. Allegro 3:41
    ROBERT SCHUMANN (1810-1856)
    3 Pieces from Bunte Blätter Op. 99
    5. Nicht schnell, mit Innigkeit 2:08
    6. Sehr rasch 0:48
    7. Frisch 0:54
    Carnaval Op. 9
    8. Preambule 2:22
    9. Pierrot 1:45
    10. Arlequin 1:15
    11. Valse noble 1:54
    12. Eusebius 1:40
    13. Florestan 0:54
    14. Coquette 1:32
    15. Replique 1:28
    16. Papillons 0:47
    17. A.S.C.H-S.C.H.A 0:53
    18. Chiarina 1:36
    19. Chopin 1:24
    20. Estrella 0:24
    21. Reconnaissance 1:47
    22. Pantalon et Colombine 1:01
    23. Valse allemande 0:59
    24. Paganini 1:29
    25. Aveu 0:57
    26. Promenade 4:13
    27. Pause 0:18
    28. Marche des Davidsbündler contre les Philistins 3:35

    Total: 56:53

    Vladimir Sofronitzky, piano

  • Um diesen überragenden Pianisten kennenzulernen kann man nun auch auf folgende Box zurückgreifen, die Melodyia herausgebracht hat (da bin ich eher durch Zufall bei einer bekannten, aber von mir eigentlich nicht so geschätzten Nachrichtenseite, darauf gestoßen). Wenn die warmen Temperaturen vorbei sind und ich wieder stundenlang Musik hören kann, ohne dass die Ohren qualmen, werde ich vielleicht schwach.



    Beste Grüße
    JLang

  • Um diesen überragenden Pianisten kennenzulernen kann man nun auch auf folgende Box zurückgreifen, die Melodyia
    herausgebracht hat (da bin ich eher durch Zufall bei einer bekannten, aber von mir eigentlich nicht so geschätzten Nachrichtenseite, darauf gestoßen). Wenn die warmen Temperaturen vorbei sind und ich wieder stundenlang Musik hören kann, ohne dass die Ohren qualmen, werde ich vielleicht schwach.


    Da könnte ich auch schwach werden, lieber Jörn, vor allem wegen des Schumann, den auch Svjatoslav Richter so beeindruckend fand. Der Eröffnungssatz der 1. Sonate z.B. ist wirklich unglaublich. Den Scriabin habe ich natürlich schon.


    Bei diesen Temperaturen ist an konzentriertes Hören in der Tat nicht zu denken, zumal unsere schöne Maisonnette-Wohnung unter dem Dach ist. So bleiben meine Class-A-"Heizkraftwerke" natürlich aus, damit sie nicht "schwitzen".


    Vielleicht machen wir unser schönes Liszt-Projekt im kühleren Herbst weiter. Gerade habe ich auf meiner Kolumnenseite übrigens eine kleine "Abhandlung" zur H-moll-Sonate eingestellt - das kann man hoffentlich ohne zu schwitzen lesen! :D :hello:


    Doctor Gradus ad Parnassum (IV) Musik als tönende Poesie: Franz Liszts Klaviersonate h-moll


    Einen schönen Sonntag wünscht
    Holger

  • Zitat von Christian B.

    Sind das nicht im Wesentlichen die bereits vor Jahren bei Brillaint erschienenen Aufnahmen?

    M. W. schon, nur zu einem erschwinglichen preis, der nicht über 100 EUR liegt :)



    Zitat von Holger Kaletha

    Vielleicht machen wir unser schönes Liszt-Projekt im kühleren Herbst weiter. Gerade habe ich auf meiner Kolumnenseite übrigens eine kleine "Abhandlung" zur H-moll-Sonate eingestellt - das kann man hoffentlich ohne zu schwitzen lesen! :D :hello:

    Lieber Holger, liebend gern, im Herbst nehmen wir den Liszt endlich wieder auf, ich freue mich.
    Zur h-Moll Sonate habe ich Deinen wunderbare Beitrag gelesen (sie waren heute mein genüsslicher Start in der Tag) und werde im Verlauf der Woche auch noch im Diskussion-Thread dazu ein paar Gedanken äußern. Erst will ich aber noch einmal Arrau und Brendel hören.


    Herzliche Grüße
    Jörn

  • Sind das nicht im Wesentlichen die bereits vor Jahren bei Brillaint erschienenen Aufnahmen?

    Die Brilliant-Box habe ich, lieber Christian! Das dachte ich auch erst, aber dort fehlt der komplette Schumann: Fantasie op. 17, Symphonische Etüden, Carnaval, die 1. Sonate. Die neue Box enthält zudem auch noch die 7. Sonate von Prokofieff, allerdings leider - den Hörschnipseln zufolge - in sehr schlechter Klangqualität.



    Lieber Holger, liebend gern, im Herbst nehmen wir den Liszt endlich wieder auf, ich freue mich.
    Zur h-Moll Sonate habe ich Deinen wunderbare Beitrag gelesen (sie waren heute mein genüsslicher Start in der Tag) und werde im Verlauf der Woche auch noch im Diskussion-Thread dazu ein paar Gedanken äußern. Erst will ich aber noch einmal Arrau und Brendel hören.

    Das freut mich sehr, lieber Jörn!


    :hello:


    Herzlich grüßend
    Holger

  • Ich hatte kürzlich über --> Amazon --> Ruslania, Helsinki die CD (gebraucht ?) "Vladimir Sofronitzky plays Schumann, Vista Vera VVCD-00024" gekauft, welche Arabeske op. 18, Carnaval op.9, Des Abends op. 12, Kreisleriana op. 16 enthält. Abgesehen von einem zu strengen Flügelklang, über den man noch streiten kann (Carnaval ADD, 1959 aufgenommen, -- 1952 die Kreisl. aufgenommen, welche ähnlich klingt), ist die Interpretation imho weit davon entfernt von dem, was man dem Pianisten sonst Gutes nachsagt oder ihn besonders lobt.


    Er ist 1961 gestorben, es ist von schwerem Alkoholismus und dessen körperlichen Symptomen die Rede, von Drogen- und Medikamentenmissbrauch. Ich möchte nicht noch spekulieren wg. legendären biografischen Daten (mehr- bzw. langjährigen (!!!) Professuren am Leningrader und Moskauer Konservatorium, versus keine Konzertreisen ausserhalb der S.U. wg. "unbeugsamer" Haltung gegen das Regime). Das will doch nicht recht passen.


    Ich möchte nur kurz fragen, ob ein Forianer eine Empfehlung für eine Sofronitzky- CD aus den 30er bis 50er Jahren hat, wo Carnaval oder/ und Kreisleriana drauf sind.

    (Trotz nochmaliger Suche habe ich meine oben genannte CD auf Amazon nicht wieder gefunden ! ?( )


    Danke.
    MlG
    D.

  • Kennt diese CD denn jemand ?

    Lieber Damiro,


    das Programm, was hier drauf ist



    ist komplett in dieser Box drin, die ich natürlich habe :) :



    Leider ist diese 8 CD-Box von Brilliant-Classics inzwischen vergriffen und kostet 90 Euro, bei amazon.com habe ich geschaut sind es 100 Dollar. Also musst Du zu der von Dir gefundenen wohl zurückgreifen, denn die ist bezahlbar! Der "Carnaval" und die russische Pianistenschule: Sofronitzkys "Carnaval" (Aufnahme November 1950) (ganz anders als Emil Gilels, dem das Werk finde ich einfach nicht liegt) habe ich als gut anzuhören in Erinnerung, aber allerdings schon sehr lange nicht mehr gehört, so dass ich erst einmal wieder nachhören müsste. :hello:


    Schöne Pfingsten
    Holger