Die liebsten Klaviertrios der Taminos

  • Hallo!


    Und wieder sind Eure Lieblingswerke in einer bestimmten Kammermusiksparte gefragt - diesemal ist das Klaviertrio dran!
    Welches sind Eure acht liebsten Klaviertrios? (natürlich dürfen ggf. auch weniger nominiert werden oder auch mehr genannt werden, dann aber die acht zu wertenden bitte kennzeichnen).
    Begründungen, warum Euch das eine oder andere Klaviertrio besonders gefällt, sind gerne gesehen.
    Um Grenzfälle diesmal auszuschließen: Es dürfen ausschließlich Werke für Klavier, Violine und Violoncello nominiert werden - und auch keine barocken Werke, die man irgendwie als Klaviertrio im klassischen Sinne deuten könnte.
    Meine Stimmabgabe erfolgt wie immer im Laufe des threads!


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo!


    Reihenfolge wertend:


    1. Tschaikowsky a-Moll
    2. Mendelssohn d-Moll
    3. Brahms c-Moll


    So, das wären die wichtigsten. Danach kämen evtl. Schumann, Brahms H-Dur, Schostakowitsch 2., Haydn, aber die kenne ich alle nicht so gut, dass ich sie jetzt in die Liste packen würde, außerdem können sie mit den oben genannten nicht standhalten (aus meiner Perspektive).

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

  • Momentaufnahme, wenn auch wahrscheinlich für einen längeren solchen:


      1. Schubert: Es-Dur D 929 nebst D 897
      2. Beethoven: D-Dur op. 36a
      3. Mozart: E-Dur KV 542*
      4. Hummel: G-Dur op. 65
      5. Haydn: G-Dur Hob. XV:25 Trio all´Ongarese
      6. Pleyel: f-moll Ben 442
      7. Kozeluh: g-moll P.IX:15
      8. Kraus: D-Dur VB 172


    :hello:


    Ulli


    *dicht gefolgt von KV 502 in B-Dur

  • Ich mache es mal wie andere in anderen threads und nenne erstmal vier, bei denen ich nicht groß überlegen muß (beim Rest liegen die Komponisten weitgehend fest, aber ich muß noch nachdenken, welches Trio), der Rest wird nachgeliefert.


    Reihenfolge chronologisch:


    Schostakowitsch Trio Nr.2 e-moll


    ein ähnlich wie das Klavierquintett unmittelbar packendes und ergreifendes Werk. Im Finale taucht ein von diesem Komponisten mehrfach verwendetes "jüdisches Volksmotiv" auf, daß irgendwie zwischen Nostalgie und Verkörperung des Grauens oszilliert


    Ravel: Trio a-moll


    eines meiner Lieblingswerke dieses Komponisten, ein klassisch strenges, sehr ernstes Stück


    Schubert Trio Nr. 2 Es-Dur


    ganz klar mein Favorit gegenüber dem lyrischen B-Dur-Trio (auch wenn Schubert hier wie so oft im Finale genausowenig zum Punkt kommt wie in dem Schwesterwerk)


    Beethoven: Trio B-Dur op. 97


    res ipsa loquitur, was soll man hier noch begründen :jubel: :jubel: :jubel:
    Schade nur, daß ich das Es-Dur aus op.70 nicht noch einschmuggeln kann, die restlichen Slots benötige ich wohl doch für andere Komponisten


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Hallo!


    Mein liebstes Klaviertrio ist und war von je her das Es-dur-Trio von Schubert. IIRC war es das erste Klaviertrio, das ich überhaupt kennengelernt hatte, und somit damals trivialerweise mein liebstes. Es ist aber nie, nichtmal kurzzeitig, ein anderes Klaviertrio in meiner Gunst höher gestiegen.
    Schuberts B-dur-Trio ist dann schon ein guter Kandidat für Platz 2, zumindest in meiner Top 8 sicher dabei. In diese gehören auch alle drei Trios von Brahms. Da gibt es für mich keine Diskussion.
    Beethoven sollte auch mit zwei Werken vertreten sein - da wähle ich meine Favoriten op. 97 und op. 70 Nr. 2.
    Es bleibt ein Platz für die Ära vor Beethoven. Bei Mozart und Haydn fällt mir einfach kein Werk ein, das mich so begeistert, daß ich es hier nennen muß. Aber bei einem Zeitgenossen findet sich ein solches - Kozeluchs g-moll-Trio - ganu große Kunst!


    Nun als Liste:


    Beethoven: Es-dur op. 70 Nr. 2
    Beethoven: B-dur op. 97
    Brahms: H-dur op. 8
    Brahms: C-dur op. 87
    Brahms: c-moll op. 101
    Kozeluch: g-moll P.IX:15
    Schubert: B-dur D 898
    Schubert: Es-dur D 929


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo, miteinander!


    Tschaikowsky, a, op. 50: ein romantischer Kosmos schlechthin, der pathetische Inbegriff russischer Epik, blühender Melodik ...


    Beethoven, B, op. 97: Das Erzherzogstrio ist ein Dauerbrenner für mich, vielleicht nicht einmal das bedeutendste Trio von Beethoven, aber der Prototyp klassisch-aristokratischen Geistes ...


    Beethoven, D, op. 70/1: Das Geistertrio halte ich nun tatsächlich für Beethovens bedeutendstes Klaviertrio ...


    Schostakowitsch, e, op. 67: natürlich keine Stilisierung jüdischer Folklore, dennoch aus solchem Geist erfunden, das kammermusikalische Pendant zu der doppelbödigen Sinfonik des Meisters ...


    Arensky, D, op. 32: eine jüngere Entdeckung, die mich zur Zeit ganz besonders packt, nicht weit weg von Tschaikowsky, weniger pathetisch, aber von erlesener lyrisch-melodischer Qualität ...


    Mozart - welches nehme ich? Vielleicht KV 502 in B wegen seiner Austrianita (falls es dieses Wort gibt), da ahnt man bereits Johann Strauß II ...


    Haydn - welches nehme ich? Vielleicht doch nicht das Zigeunertrio, sondern das besonders zukunftsweisende in E, Hob XV/28 ...


    Schubert, B, op. 99, ziehe ich op. 100 vor ...


    ... dann kämen weitere von Beethoven, Haydn und Mozart, Schubert (das Notturno!) und Schumann, Brahms und Dvorak und einzelne aus dem 20. Jahrhundert - aber da hätte ich noch Kennenlernbedarf! :)


    Besten Gruß, Wolfgang

  • Aufgrund Ullis Nennung von Op. 36a von Beethoven habe ich mir noch einmal diese Transkription angehört und teile seine Meinung.


    Es ist wirklich ein Klang entstanden, der dem Höreinduck der Sinfonie entspricht, viel mehr, als die Klavierversion von Liszt das möglich macht. Violine und Cello sind so eingesetzt, daß die charakteriistische Wirkung des Orchesterklanges entsteht.


    Allerdings - wenn man das Vergleichen wegläßt und das Ganze als Trio anhört,, dann ist der orchestrale Sound eben etwas anderes, als es kammermusikalischer Charakter sonst ist. Die Transkription der Sonate 14/1 zu einem Quartett bewegt sich innerhalb der Kammermusik, das fällt der Unterscheid nicht so auf.


    Unter diesem Aspekt ist das "Geistertrio" für mich das beste überhaupt, eine unglaubliche Malerei von Farben, Bildern entsteht beim Anhören, wie ich es nirgends sonst gefunden habe.


    Lieben gruß aus Bonn :hello:

  • Ich liefere mal zwei von den mir noch verbleibenden vier nach:


    Brahms: op. 8 H-Dur
    Hier fällt die Auswahl sehr schwer, ich habe lange geschwankt, ob ich nicht doch das späte c-moll nennen sollte, und auch das C-Dur ist nicht zu verachten (vom Klarinettentrio ganz zu schweigen). Aber letzlich gewinnt doch der jugendlich-romantische Schwung dieses Stücks, der auch in der überarbeiteten Fassung, die die Längen der Urversion eliminiert, erhalten bleibt, die Überhand.


    Haydn: Hob.XV:18 A-Dur
    Ich nenne absichtlich keines der berühmten späten Trios (27-29) in C, E, Es, auch nicht das konzentriert-dramatische #12 e-moll oder das expansive, schwelgerische #14 As-Dur, obwohl diese und andere es ebenso verdienten, (und schon gar nicht das "Gypsy-Trio" #25), sondern dieses Werk hier. Das ist einfach der Sieg über die Schwerkraft, besonders im Finale, nach dem lakonischen Moll-Mittelsatz, hebt man einfach ab. :jubel: :jubel: :jubel: (Barockbassflo müßte das Stück lieben!)


    Jetzt werde ich in der nächsten Woche nochmal Trios von Dvorak, Mendelssohn, Schumann und evtl. auch das von Smetana anhören, um mit zwei würdige Kandidaten die Liste zu füllen. Mozart schafft es leider nicht auf die Liste, da KV 498 gegen die Regeln verstößt...


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Die zahlenmäßige Beschränkung fällt schon deshalb besonders zur Last, weil allein die Brahms-Trios die ersten Plätze belegen könnten. Dabei will ich doch auf keins der anderen verzichten. Eine Annäherung könnte also so aussehen:


    1. Brahms Nr. 1 H-Dur op. 8 Erstfassung
    2. Schubert Es-Dur op. 100 D929
    3. Shostakovich Nr. 2 e-moll op. 67
    4. Beethoven B-Dur Erzherzog op. 97
    5. R. Schumann Nr. 2 F-Dur op. 80
    6. Martinu Nr. 3 C-Dur H332
    7. Mendelssohn Nr. 1 d-moll op. 49
    8. Dvorák Nr. 4 Dumky op. 90
    9. Saint-Saens Nr. 2 e-moll op. 92


    Liebe Grüße, Ulrich

  • Ich habe in letzter Zeit versucht einige mehr oder weniger unbekannte Klaviertrios kennenzulernen, vor lauter Überschwang hab ich da sogar relativ bekannte Namen wie Schostakowitsch oder Tschaikowsky ausgelassen (was ich aber noch nachholen werde) Da es innerhalb der Kammermusik neben dem Klavierquartett meine liebste Besetzung ist habe ich ein wenig ein Faible dafür und eine Rangliste zu erstellen fällt mir garnicht so leicht. Erstmal will ich diejenigen nennen die mir sehr gut gefallen und in diesem Forum leider (noch) viel zu sehr unterrepräsentiert sind - es wäre schön wenn es vielleicht bei dem einen oder anderen Neugier weckt zum. in Hörbeispiele hineinzuhören.


    Da wäre zum einen Heinrich von Herzogenberg


    Die stilistische Nähe zu Brahms erklärt sich bei der Biographie Herzogenbergs von selbst, doch ich finde es nicht einfach nur einen schwachen Abklatsch. Für mich sind einige originelle, mitreissende Momente dabei. Wenn auch nicht alles, gefallen mir die Trios großteils - vor allem op.24.


    Robert Volkmann


    Ein echter Geheimtipp - mir sagte zuvor der Name Volkmann nichts und umso überraschender das diese Trios dann nicht nach einem "mittelmäßigen Nobody Volkmann" klangen sondern eher nach bislang verschollenen Werken eines "Großmeisters". Die überaus positiven Auszüge von Pressekritiken bei jpc haben meiner Meinung nach ihre Berechtigung.


    Richard Franck


    Wohl auch keiner der großteils im Bewußtsein der allgemeinen Klassikhörerschaft verankert ist. Diese CD ist aber erst auf dem Weg zu mir, die Hörbeispiele waren auf jeden Fall vielversprechend (und meist hielten sie dieses in der Vergangenheit auch)


    Ansonsten höre ich vor allem natürlich auch sehr gerne die "üblichen Verdächtigen":


    F.Mendelssohn - d-moll


    F.Schubert - Nr.1 B-Dur D 898 (bevorzuge ich ein wenig mehr gegenüber D 929) - hier ist besonders die Interpretation "La gaia scienza"´s hervorzuheben.


    J.Brahms - H-Dur op.8


    Kozeluch - g-moll P.IX:15


    Beethoven op.1 Nr.3 c-moll (vor allem unter Staier, Sepec, Queyras)


    Beethoven op.97 B-Dur "Erzherzog"


    lg
    Thomas

    „Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Hallo!


    Die Trios die ich immer wieder gerne höre


    Schubert: Es-dur D 929
    Beethoven: B-dur op. 97
    Beethoven. Es-dur op. 70 Nr.1
    Brahms: H-dur op. 8
    Mozart: B-dur KV 502
    Mendelssohn d-moll op. 49


    Schönen Abend
    Heinz

  • Haydn, die Trias Nr. 27 - 29. Hier können sich Pianisten bei Haydn austoben! Besser als in den Konzerten und Sonaten.


    Mozart, KV502 und KV542 - man höre die preiswerte Einspieliung mit Andras Schiff (Fortepiano!), Shiokawa und Perenyi, dazu gibt es das Kegelstatt-Trio - zählt das hier mit?


    Beethoven, Geistertrio, z. B. mit dem Abegg-Trio


    Schubert, beide Klaviertrios, z. B. mit Fontenay


    Unangefochten auf Platz 1 steht bei mir:
    Brahms, Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8, z. B. mit Fontenay (preiswerte GA)


    Schostakowitsch, Klaviertrio Nr. 2 e-moll op. 67, z. B. mit Elisabeth Leonskaja und Mitgliedern des Borodin Quartetts (zusammen mit dem Klavierquintett op. 57 eingspielt)

  • Die für mich größten Klaviertrios (nummeriert nach Wertung):


    1. Tschaikowsky a-moll - die unangefochtene Nummer 1, einfach nur gigantisch in seiner tiefen Leidenschaft


    2. Beethoven op. 97, vor allem wegen seines herrlichen ersten und langsamen Satzes


    3. Mendelssohn c-moll Trio, für mich noch viel hinreißender als das berühmtere d-moll Trio


    4. Schubert op. 100 Es, vor allem wegen seines ergreifenden langsamen Satzes


    5. Beethoven op. 70,2 Es-Dur, für mich erst vor kurzem richtig entdeckt


    6. Beethoven op. 70,1 D-Dur, nur wegen seines langsamen Satzes


    7. Mendelssohn d-moll Trio


    8. Dvorak Dumky Trio


    Gerd

  • Ach, es gibt gerade bei den Klaviertrios eine derartige Fülle, dass man wirklich in Not gerät, solle man seine Lieblingstrios benennen. Aber dennoch (ein Versuch):


    Die beiden Schubert-Trios (und natürlich auch das "Notturno") mit dem Trio di Trieste (atemberaubend!) und dem Wiener Jess-Trio (ausdrucksstark und zu Herzen gehend).


    Von Beethoven das Erzherzog- und das Geister-Trio mit dem Schneiderhan-Trio.


    Das schon genannte Tschaikowskij-Trio (mit Argerich / Kremer / Maisky).


    Das Schostakowitsch e-moll (mit Schostakowitsch, Oistrach, Sadló).


    Die drei Brahms-Trios (Trio di Trieste bzw. Borodin-Trio - das op. 8 ausserdem mit Rubinstein / Heifetz / Feuermann) --


    ja, und so könnte ich noch stundenlang meine Begeisterung für diese Triogattung kundtun (Haydn, Ravel, Debussy, Dvorák, Mendelssohn, Arenski ... et infinitum).

  • Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Schubert Trio Nr. 2 Es-Dur
    ganz klar mein Favorit gegenüber dem lyrischen B-Dur-Trio (auch wenn Schubert hier wie so oft im Finale genausowenig zum Punkt kommt wie in dem Schwesterwerk)
    JR


    Das verstehe ich nicht ganz, ist doch das Es-Dur-Trio das wesentlich lyrischere gegen das männlich-drängende B-Dur-Trio.


    Und dass Schubert der strengen Sonatenform adieu sagte, macht doch gerade diese seine Werke (wie auch in den letzten Sinfonien) so unglaublich einzigartig - die Krönung, finde ich, ist dann das überirdisch-himmlische C-Dur-Quintett (für die einsame Insel!).

  • Eine Auswahl von nur 8 Werken ist bei der Vielzahl meiner geschätzten Haydn Klaviertrios unmöglich. Dazu kann ich mich auch nie richtig entscheiden, welches ich denn da dem anderen vorziehen soll. Deshalb lasse ich Haydn hier außen vor. Hätte Schubert 8 vollständige Klaviertrios geschrieben, gäb's eigentlich für die anderen Komponisten in meiner Liste schwerlich einen Platz :love: . Unglücklicherweise gibt's ja "nur" die zwei Wunderschönsten von Herrn Schubert und ich nenne deshalb zusätzlich Lieblingswerke anderer Komponisten, die mir auch große Freude bereiten:


    1. Schubert Klaviertrio Nr. 2, Op. 100 D.929 (seit immer und ewig)
    2. Schubert Klaviertrio Nr. 1, Op. 99 D.898 (wie oben)
    …und dann folgt lange nichts mehr und dann …
    3. Brahms Klaviertrio in B, Op. 8
    4. Schostakowitsch Trio Nr. 2, Op. 67
    5. Beethoven Klaviertrio Nr. 7 in B flat major, Op. 97 „Archduke“
    6. Beethoven Klaviertrio Nr. 5 in D major, Op. 70 no. 1. „Ghost“
    7. Chopin Klaviertrio in G minor, Op 8
    8. Dvorak Klaviertrio Nr. 4, Op. 90 (B 166) “Dumky”

    "Die Welt ward ihm Klavier. In Terzen, Quinten, Oktaven sprang sein Denken, Dur und Moll spannte sein Herz."
    Carl Sternheim

  • Nicht ganz so schwierig wie beim Streichquartett, aber fast. Bei mir stehen oben:
    Brahms, H-dur-Trio
    Beethoven, Erzherzog-Trio
    Schubert, B-dur-Trio
    Mendelsohn, d-moll-Trio [aber das so ganz andere c-moll-Trio nicht weit davon]
    (Das Tschaikowsky-Trio wäre dabei, wenn ich mit der einen Variation (die so manches Ensemble schon weggelassen hat) mehr anfangen könnte.)

  • Kürzlich hörte ich mit dem jungen Boulanger Trio das Tripelkonzert von Paul Juon. Ich war vom musizierenden Ensemble und der Komposition hingerissen.


    Herzlichst


    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Meine drei Favoriten (in dieser Reihenfolge):


    Tschaikowsky a-Moll op. 50


    Schubert Es-Dur op. 100


    Mendelssohn d-Moll op. 49


    Neben dem Streichquartett ist Klaviertrio in meinen Augen die ausgewogenste oder auch vollkommenste Kammermusikform.

    “Music is enough for a lifetime, but a lifetime is not enough for music”
    Sergei Rachmaninov

  • 1. Schubert: Es-Dur-Trio op. 100 D 929
    2. Beethoven: Klaviertrio Op. 70 Nr. 1. „Geistertrio“
    3. Beethoven: B-Dur "Erzherzog" op. 97
    3. Ernst Hermann Meyer (1905- 1988 ): Klaviertrio (1948/1980)
    4. Artur Schnabel (1882 - 1951): Klaviertrio ((1945)
    5. Brahms: Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
    5. Brahms: Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87
    5. Brahms: Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101
    5. Brahms: Klaviertrio Es-Dur op. 40 für Klavier, Violine und Waldhorn (statt Waldhorn ein Cello, dann gildet das auch, obwohls mit Waldhorn fetziger klingt)


    :hello:

  • Werte Leser,


    eigentlich waren für mich die Favoriten immer klar. Einfach Op.1.3, Op.70 1+2 und Op.97 von Beethoven.


    Opus 1.1 war halt so ein Mitläufer, mehr oder weniger Hintergrundmusik. Bis ich auf diese CD gestoßen bin:


    Es ist erstaunlich, was die Musiker aus diesem Werk "herausholen", eine Form des Zusammenspiels finden, die das Werk einfach spannend macht.


    Übrigens ist Op.97 auch fantastisch!


    Viele Grüße Thomas

  • Meine Liste sieht bei den ersten drei genannten Trios genau so aus, mit dem Unterschied, dass ich das Ravel-Trio auf Platz eins setze. Und das mit dem Abegg Trio.


    Und statt des Beethoven-Trios wird mein vierter Platz belegt vom Klaviertrio H-Dur op. 8 von Brahms. Ich liebe es in der Besetzung Stern/Violine, Hess/Klavier, Casals/Cello.

  • Nur um Missverständnisse zu vermeiden, meine Reihenfolge war chronologisch rückwärts, nicht nach Qualität oder Gefallen geordnet (da würde ich Beethoven jedenfalls vor Ravel und Schostakowitsch setzen).

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Kein einziges Mal habe ich Schumann angeführt gesehen. Meiner Meinung nach gehört der aber unbedingt rein. Meine 8 Kandidaten:



    1: Felix Mendelssohn, Opus 66 in c-moll. Für mich wesentlich schöner und bedeutender als das berühmte in d-moll Opus 49.
    2: Joseph Haydn, Hoboken XV:30, Es-Dur. Allerdings nur in Vertretung für mindestens 10 ebenso geniale Trios.
    3: Franz Schubert, Es-Dur D929.
    4: Antonín Dvorak, f-moll Opus 65.
    5. Camille Saint Saens, F-Dur Opus 18.
    6. Robert Schumann, F-Dur Opus 80.
    7. Felix Mendelssohn, d-moll Opus 49.
    8. WA Mozart, E-Dur KV542.

  • Hallo,


    zu meinen Lieblingstrios gehört das Trio op. 8 von Johannes Brahms. Davon existieren zwei Versionen, die Originalversion und eine späte Bearbeitung. Meist wird die späte Bearbeitung gespielt. Vor einigen Wochen fand ich im Geschäft eine Aufnahme, in der beide Versionen eingespielt sind und auch die anderen beiden Trios von Johannes Brahms. Das Oliver Schnyder Trio spielt mit guter Phrasierung, sehr sprechend und gefällt mir besser, als meine alte Aufnahme mit dem Trio Fontenay. Mir gefallen beide Versionen des Trio op. 8 und es lohnt sich unbedingt, die Frühversion einmal kennenzulernen. Der junge Brahms war oft sehr inspiriert (z.B. in den Klaviersonaten), während beim späten Brahms diese Inspiration oft nicht mehr vorhanden scheint. Oft hat der späte Brahms keine schönen Themen mehr oder nutzt abstrakte Themen, wie im Kopfsatz der vierten Sinfonie eine umgestellte Terzreihe. Hier kann man in die Trios hineinhören:



    Liebe Grüße


    Andreas