TMOO - Trovatore, Il

  • cd EMI



    Giuseppe di Stefano - Manrico - 5
    Maria Callas - Leonore - 5
    Rolando Panerai - Luna - 5
    Fedora Barbieri - Azucena - 5,


    Chor und Orchester der Scala unter Herbert v. Karajan - 5


    Wertung: 25/5 = 5


    TQ - 5

  • DVD Arthaus 1983



    The Elizabethan Sydney Orchestra; Richard Bonynge - 2,5 (pauschaler geht's kaum)


    Manrico: Kenneth Collins - 4 (in dem Ensemble einer der Besseren, aber eine Goodwill-Note)
    Leonora: Joan Sutherland - 2,5 (ein Trauerspiel trotz oder wegen Erinnerungsbonus, aber die Leonora war sowieso nie ihre beste Rolle)
    Luna: Donald Shanks - 3 (bestenfalls unauffällig)
    Azucena: Lauris Elms - 4 (das einzige halbwegs klare Plus dieser Aufnahme)


    Wertung: 16/5 = 3,2


    Tonqualität: 3,5
    Regie: Elijah Moshinsky - 1 (als Verkehrspolizist mag Moshinsky seine Meriten haben, aber mehr als Auf- und Abtritte organisieren ist seine Sache nicht, und Kostüme und Dekorationen scheinen ihm auch egal zu sein, so beliebig sind die hier)


    Kommentar: die einzig noch schlechtere DVD mit professionellem Anspruch, die ich kenne, ist die LUCIA DI LAMMERMOOR mit Anna Moffo. Man sollte sich keinesfalls durch die Namen Sutherland und Bonynge täuschen lassen. Noch schlimmer als die Musik ist jedoch die völlig überflüssige Inszenierung, die als langweilig zu bezeichnen fast noch geschmeichelt ist. Nur für Vollständigkeitssammler.

  • EMI Studio 1964



    Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma: Thomas Schippers - 5


    Manrico: Franco Corelli - 5+
    Graf Luna: Robert Merrill - 5
    Leonora: Gabriella Tucci - 4
    Azucena: Giulietta Simionato - 5


    Gesamtwertung: 24/5 = 4,8


    TQ: 4,5


    Kristin

  • CD RCA Karajan live 1978


    Wiener Staatsopernorchester, Karajan - 4 (er hat selbst bessere Einspielungen vorgelegt)


    Manrico: Placido Domingo – 4 (Domingo lebt den Manrico, bei Mehta ist er noch besser)
    Leonora: Raina Kabaiwanska – 3 (zu schrill)
    Luna: Piero Cappuccilli – 4,5
    Azucena: Fiorenza Cossotto – 3,5 (es gibt deutlich bessere Aufnahmen mit ihr, schrille Höhe)


    Wertung: 19/5 = 3,8


    Tonqualität: 2 (technisch viel zu schlecht für eine Rundfunkaufnahme von 1978 – blecherner, scheppernder, aber dünner Klang)


    Es handelt sich hier um einen Livemitschnitt des ORF vom 1. Mai 1978, die Vorstellung wurde im Rundfunk übertragen. Angesichts des frenetischen Beifalls drängt sich der Verdacht auf, dass die Vorstellung in der Staatsoper wesentlich besser geklungen haben muss, als es auf der Aufnahme rüberkommt. Insbesondere die Damen leiden mE unter der grausigen Tonqualität.


    LG, Elisabeth


  • Dem kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen, auch mit der Benotung! Die Kostüme de beiden Damen sind so raumverdrängend, dass es einem den Atem nimmt, beim Zuschauen.

  • Da habe ich noch eine bessere Gesamtaufnahme der RCA - 1970



    Das New Philharmonia Orchestra and the Ambrosian Opera Chorus, Dir.: Zubin Metha -5


    Leonora - Leonyne Price - 5
    Manrico - Placido Domingo - 5
    Azucena - Fiorenza Cosotto - 5
    Graf Luna - Sherill Milnes - 5
    Rest: 4


    Wertung: 29/6 = 4,83


    TQ - 5

  • Myto Devotion
    Live-Aufnahme Metropolitan Opera New York 4.2.1961



    Orchestra of the Metropolitan Opera: Fausto Cleva: 5


    Leonora: Leontyne Price - 5+ (Met-Debut)
    Manrico: Franco Corelli - 5+ (Met-Debut)
    Azucena: Irene Dalis - 5
    Graf Luna: Mario Sereni - 5
    Rest: 5


    Gesamt-Wertung: 30/6 = 5


    TQ 5 (Maßstab Live-Aufnahme Anfang 60er Jahre)


    Kristin

  • Meine Wahl:
    Eine Sternstunde im Düsseldorfer Opernhaus!



    Aufnahme: 22.1.1978, live, Düsseldorf
    Dirigent: Alberto Erede - 5
    Düsseldorfer Symphoniker


    Azucena: Gwendolyn Killebrew - 5
    Ferrando: Malcolm Smith - 5
    Il Conte di Luna: Eugene Holmes - 5
    Leonora: Horiana Branisteanu - 5
    Manrico: Juan Lloveras - 5


    Gesamt-Wertung: 30/6 = 5,00


    Tonqualität: 3 (Maßstab: Live-Mitschnitte 70er Jahre


    LG


    :hello:

  • Cd Line 1953


    (Aufnahme in deutscher Sprache)




    Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks Köln, Fricsay – 3 (die Interpretation geht in der miserablen Tonqualität unter)


    Manrico: Hans Hopf – 3 (stilistisch sehr „deutsch“)
    Leonora: Christel Goltz – 3
    Graf Luna: Josef Metternich – 4
    Azucena: Ira Malaniuk – 3


    Gesamtwertung: 16/5 =3,2


    TQ: 2 (auch für die Zeit im Klang insgesamt zu dumpf, die Höhen häufig verzerrt, Klangschwankungen)

    LG, Elisabeth




    PS: Mit Dank an Herbert für den Hinweis:


    Die schlechte Tonqualität ist hörbar kein Problem der Originalaufnahme, es klingt eher, als sei es eine Überspielung von alten und teilweise defekten Bändern....



  • STIMMT!!!


    Wertung bitte verdoppeln


    LG


    Maggie

  • Zur Ehrenrettung der Rundfunkanstalten muß man sagen, daß die Original-Aufnahmen technisch sehr gut sind und, daß sie leider durch die Überspielungen bei diesen Billigpreisfirmen sehr oft verdorben wurden.


    :hello:Herbert.

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Zur Ehrenrettung der Rundfunkanstalten muß man sagen, daß die Original-Aufnahmen technisch sehr gut sind und, daß sie leider durch die Überspielungen bei diesen Billigpreisfirmen sehr oft verdorben wurden.


    :hello:Herbert.



    Dann erst Recht - :motz: :motz: :motz:



    LG


    Maggie

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Zur Ehrenrettung der Rundfunkanstalten muß man sagen, daß die Original-Aufnahmen technisch sehr gut sind und, daß sie leider durch die Überspielungen bei diesen Billigpreisfirmen sehr oft verdorben wurden.


    :hello:Herbert.


    Lieber Herbert,


    danke für den ausdrücklichen Hinweis - mir fiel auf, dass die drei Jahre jüngere Turandot unter Solti um Welten besser klingt....


    Aber zurück zum Trovatore!


    LG, Elisabeth

  • Zitat

    Original von Herbert Henn
    Zur Ehrenrettung der Rundfunkanstalten muß man sagen, daß die Original-Aufnahmen technisch sehr gut sind und, daß sie leider durch die Überspielungen bei diesen Billigpreisfirmen sehr oft verdorben wurden.


    :hello:Herbert.


    Ich habe seinerzeit selbst vom Radio (WDR) die Troubadour-Sendung unter Ferenc Fricsay mitgeschnitten, meine Bandaufnahme ist von bester Tonqualität - klar, hell und ohne Verzerrungen! Sollte sich eine Plattenfirma dazu entschließen, die Original-Bänder vom WDR zu veröffentlichen, gäbe es sicher nichts an der Tonqualität auszusetzen!


    LG


    :hello: Harald

  • cd EMI 2001



    LSO unter Antonio Pappano - 4
    Roberto Alagna (Manrico) - 3 - hörbar am stimmlichen Abstieg, farblos, forcierend
    Angela Gheorghiu (Leonora) - 4
    Larissa Diadkova (Azucena) - 5
    Thomas Hampson (Conte di Luna) - 4

    Wertung: 20/5 = 4


    TQ: 5


    lg Severina :hello:


  • Bitte Wertung verdoppeln, Franco Corelli ist einzigartig! Und die jüngere Leontyne Price besser, als in der Aufnahme mit Domingo.


    Liebe Grüße Peter, aus Wien. :hello: :hello: :hello:

  • CD Decca 1990




    Orch. del Maggio Musicale Fiorentino, Mehta - 4 (gut, aber seine Einspielung von 1970 ist besser)


    Manrico: Luciano Pavarotti – 3,5 (mE über Fach besetzt, das leichte, helle Timbre gefällt mir persönlich nicht in der Rolle, perfektes Singen allen reicht mir nicht)
    Leonora: Antonella Banaudi – 3 (passend zu Pavarotti zu leicht besetzt, Probleme in der (dramatischen) Höhe)
    Luna: Leo Nucci - 4 (stimmstark, könnte aber mehr nuancieren und gestalten)
    Azucena: Shirley Verett - 3 (schrille Höhe, etwas flatternde, manchmal fast enge Stimme)


    Wertung: 17,5/5 = 3,5


    Tonqualität: 4


    Große Namen, aber keine große Aufnahme…


    LG, Elisabeth


  • BITTE VERDOPPELN, Franco Corelli ist einmalig!!!


  • Deutsche Grammophon, aufgenommen 1962


    Tullio Serafin, Scala di Milano: 5 (Was sonst! Verdi pur und vorbildliche Harmonie zu den Sängern!)


    Carlo Bergonzi (Manrico): 5 (sicher, was das Dramatische betrifft, so gibt es überzeugendere Tenöre - aber Bergonzi versucht gar nicht erst, in einen solchen Wettstreit einzutreten <er singt auch nur eine Strophe der Stretta>, er verkörpert den eleganten Liebhaber voll kultivierter Wärme mit traumhafter Phrasierung, nicht den Krieger, sondern wirklich den Trovatore, paßt ideal zu seiner Partnerin)


    Antonietta Stella (Leonora): 5 (die beste Leistung, die ich von ihr kenne; hier entwickelt sie tatsächlich eine voce d'angelo mit unglaublichem Gefühl, aber auch der nötigen Würde)


    Ettore Bastianini (Luna): 4,5 (einige Male hat er leichte Schwierigkeiten, vielleicht schon durch sein Leiden bedingt, überwindet das aber rasch und ist im Grunde ein perfekter und geradezu maßstäblicher Luna, der sowohl drohende Leidenschaft wie Noblesse ausstrahlt)


    Fiorenza Cossotto (Azucena): 5 (in Bestform, man könnte höchstens einwenden, daß sie noch etwas zu jung klingt)



    Gesamtwertung: 24,5 : 5 = 4,9


    TQ: 4


    Unbedingt muß man aber auch noch Ivo Vinco als Ferrando und Armanda Bonato als Ines hervorheben, die absolute Spitzenleistungen erbringen.


    LG


    Waldi


  • Rom 1951 (Warner Fonit 2004)



    Fernando Previtali, Orchestra Sinfonica di Roma della RAI: 3,5 (schleppt etwas zu sehr, steigert sich aber systematisch)


    Giacomo Lauri Volpi (Manrico): 3,5 (ist über seine Bestform längst hinaus, bringt aber teilweise noch immer eine erstaunliche Leistung, freilich mit etwas viel Kraft, die Stimme federt nicht mehr und wirkt oft nicht elastisch genug, andererseits spürt doch noch immer, daß er einmal ein brillanter Manrico gewesen sein muß)


    Caterina Mancini (Leonora): 3,5 (sehr berührend und ausdrucksstark in der Mittellage, in der Höhe aber ziemlich scharf)


    Carlo Tagliabue (Luna): 3,5 (ihm fehlt zu sehr die böse Geschmeidigkeit, die er nur manchmal spüren läßt)


    Miriam Pirazzini (Azucena): 4- (kniet sich nach schwachem Beginn enorm hinein)



    Gesamturteil: 18 : 5 = 3,6


    TQ: 3,5-4



    Die Aufnahme ist schwer zu klassifizieren. Am Beginn sind alle schlecht, auch die Tonqualität befriedigt zunächst nicht. Von Akt zu Akt erfolgt jedoch eine Steigerung. Sämtliche Mitwirkende haben dann auch immer wieder große Momente, sodaß ich die Aufnahme trotz etlicher Einwände für Verdi-Liebhaber empfehle.


    LG


    Waldi


  • Live-Mitschnitt Mailänder Scala 1953
    URANIA 2003



    Antonino VOTTO, Orchestra di Scala di Milano: 4 (recht plakativ, aber zündend)


    Gino PENNO (Manrico): 3,5 (ein braver, teilweise sogar sympathisch wirkender Mittelklassetenor, der in der Höhe gerade noch genügend Kraft besitzt, um die Partie zu schaffen, aber nur in den tieferen Lagen auch gestaltet - vielleicht hätte ein guter Gesangslehrer mehr aus ihm machen können)


    Maria CALLAS (Leonora): 4 (wirkt im Vergleich zu dem, was man von ihr gewöhnt ist, vielfach etwas steif und distanziert, läßt die jugendlich-lyrische Note zu sehr vermissen; trotzdem noch immer eindrucksvoll, aber eben nicht außerordentlich)


    Carlo TAGLIABUE (Luna): 4,5 (legt sich hier mächtig ins Zeug und versucht teilweise erfolgreich, seine dramatischen Defizite zu kaschieren; an sich ist er stimmlich an diesem Abend offenbar sehr gut disponiert gewesen)


    Ebe STIGNANI (Azucena): 4 (sehr gut,. aber nicht ganz gleichmäßig, manchmal paßt sie sich ein wenig der Veräußerlichung an)



    Gesamturteil: 20: 5 = 4


    Rest: 4,5 (vor allem Giuseppe Modesti als Ferrando verdient 5 Punkte!)


    Tonqualität: 2,5 (die Verzerrungen und das teilweise die Stimmen fast zudeckende Orchester mindern das Hörvergnügen)


    Eine historisch nicht uninteressante solide Repertoirevorstellung, die sich teilweise zu sehr auf erprobte Effekte verläßt und einen zwiespältigen Eindruck hinterläßt.


  • Live-Aufnahme Salzburger Festspiele 1962
    Deutsche Grammophon, Mono
    Neuedition 1995



    Herbert von KARAJAN, Wiener Philharmoniker: 4 (ein bißchen veräußerlicht und dramatisch nicht so zwingend gestaltet)


    Franco CORELLI (Manrico): 4- (verläßt sich zu sehr auf sein Material und vergröbert, den letzten Akt ausgenommen, die Rolle ein wenig)


    Leontyne PRICE (Leonora): 5 (das Erlebnis dieser Aufnahme, wunderschöner Klang und nuancenreiche Empfindung)


    Ettore BASTIANINI (Luna): 4+ (kann seine damalige Stimmkrise nicht ganz verbergen, dennoch größtenteils eine bewundernswerte Leistung)


    Giulietta SIMIONATO: 4,5+ (schöner Stimmeffekt geht über dramatische Intensität, obwohl die Simionato das großartig zu kaschieren versteht)



    Gesamturteil: 21,5 : 5 = 4,3


    Rest: 4,5 (N.Zaccaria, L.Dutoit... - alle ausgezeichnet)


    Tonqualität: 4 (dem schon geäußerten Urteil "edles Mono" kann ich mich nur anschließen)



    Sicher eine sehr gute, empfehlenswerte Aufnahme, aber die hymnischen Lobpreisungen verdienen eigentlich nur die Price und etwas eingeschränkt die Simionato. Corelli hatte vielleicht nicht seinen besten Tag oder einen schlampigen (denn im Schlußakt beweist er, wie herrlich er als Manrico sein kann). Er, Bastianini und Karajan sind hier nur erweitertes Spitzenfeld.


  • LSO unter Antonio Pappano – 4


    Roberto Alagna (Manrico) - 3 (eine schöne Stimme ist das nicht…; Manrico als polternder Rüpel – naja, wer´s mag…)
    Angela Gheorghiu (Leonora) - 4
    Larissa Diadkova (Azucena) - 4
    Thomas Hampson (Conte di Luna) – 3+ (schön gesungen, aber wegen des hohen Timbres für den Luna etwas farblos und als Figur zu „neutral“ gehalten)



    TQ: 5