TMOO - Freischütz, Der (von Weber)

  • Weber, Der Freischütz, DG 1973



    Carlos Kleiber, Dresdner Staatskapelle - 5


    Agathe - Gundula Janowitz - 5
    Ännchen - Edith Mathis - 5
    Max - Peter Schreier - 5 (jawohl: fünf)
    Kaspar - Theo Adam - 4


    Restensemble - 5


    Ges. 29 / 6 = 4,83


    TQ: 5


    [Kommentar: Mir ist egal, was andre sagen: Das ist schon die Höhe!]


    [Der Link führt zu einer vergriffenen Aufnahme, die ich aber wegen des größeren Covers doch gern wählen wollte. Zur Zeit ist der Kleiber in der Reihe "The Originals" erhältlich]



    Graf Wetter

  • CARL MARIA VON WEBER: DER FREISCHÜTZ


    Aufnahme 1: CD, EMI ( 1958 )



    Joseph Keilberth, Berliner Philharmoniker: 4


    Elisabeth Grümmer (Agathe): 5
    Lisa Otto (Ännchen): 4
    Rudolf Schock (Max): 4
    Karl Christian Kohn (Kaspar): 5


    Rest: 4


    GESAMT: 26 / 6 = 4,33


    TQ: 4


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Ich sag´s trotzdem... :D


    C. Kleiber, Freischütz, DG 1973



    Carlos Kleiber, Dresdner Staatskapelle - 4,5


    Agathe - Gundula Janowitz - 4,5
    Ännchen - Edith Mathis - 4
    Max - Peter Schreier - 3,5
    Kaspar - Theo Adam - 2


    Restensemble - 4,5


    Ges. 23 / 6 = 3,83


    TQ: 5


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • E. Kleiber, Freischütz, Koch/Schwann 1955



    Erich Kleiber, RSO Köln - 5


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5
    Ännchen - Rita Streich - 5
    Max - Hans Hopf - 4
    Kaspar - Max Proebstl - 4


    Restensemble - 4


    Ges. 27 / 6 = 4,5


    TQ: 4


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Weber: Der Freischütz, cd EMI 1958



    Joseph Keilberth, Berliner Philharmoniker - 3


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5
    Ännchen - Lisa Otto - 4
    Max - Rudolf Schock - 5
    Kaspar - Karl Christian Kohn - 5


    Restensemble - 5 (der junge Hermann Prey etwa!)


    Ges. 27 / 6 =4,5


    TQ: 5 (bezogen wieder auf die Originalpressung)


    [Kommentar: Blendend aufgelegte Sänger, heraus ragt Elisabeth Grümmer, Keilberth hätte ruhig mehr Pepp bieten dürfen]



    Graf Wetter

  • Aufnahme 1 (Keilberth)


    J. Keilberth/Berliner - 3 (ein allzu biederes Gemälde)
    E. Grümmer - 5
    L. Otto - 4
    R. Schock - 4
    K.C. Kohn - 4
    Rest - 4


    Gesamt 24/6: 4,0


    TQ: 4


    Aufnahme 2 (C. Kleiber)


    C. Kleiber/SK Dresden - 5
    G. Janowitz - 4
    E. Mathis - 5
    P. Schreier - 3
    T. Adam - 2
    Rest - 4


    Gesamt 23/6: 3,83


    TQ: 5

  • Ich wage es auch eine DVD zu nennen und hoffe, nicht gegen die Regeln zu verstoßen. Erschienen bei DVD Arthaus, 1968




    Leopold Ludwig, Hamburger Staatsorchester 5


    Agathe - Arlene Saunders 5
    Ännchen - Edith Mathis 5
    Max - Ernst Kozub 4
    Kaspar - Gottlob Frick 5


    Restensemble 5


    Wertung: 29 / 6 = 4.83


    TQ 4
    Regie - Joachim Hess 5
    Projektleitung: Rudolf Liebermann


    (Ein Meilenstein der Opern-Fernsehaufzeichnungen. Herrlich nostalgisch, konventionelle Inszenierung im besten Sinn. Schaurig-schöne Erinnerung an die gute alte Zeit.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • CD Teldec 1995



    Berlin PO/ Harnoncourt – 3 (spannendes Musizieren und Harnoncourt´sches Sezieren liegen oft eng beieinander)
    Agathe – Luba Orgonasova – 4
    Ännchen – Christine Schäfer- - 4
    Max – Endrik Wottrich – 3 (1995 zu früh für die Partie)
    Kaspar – Matti Salminen - 3 (subtil, aber zu wenig dämonisch)


    Rest - 4


    Ges. 21 / 6 = 3, 5
    TQ: 5


    Ein Freischütz, der gegen den Strich gebürstet wird. Lobenswert die sorgfältig und „selbstverständlich“ gesprochenen Dialoge.



    LG, Elisabeth

  • RCA 1967/1995



    Lovro von Matacic, Orchester der Deutschen Oper Berlin - 4,5 (auch 5 wären möglich, aber es scheint sinnvoll, mit dieser Note nicht allzu freigebig umzugehen; eine "romantisierende" Deutung vom feinsten, auf Ensemble bedacht)


    Agathe: Claire Watson - 5 (versteht sich auch ungemein berührend auf zarte Nuancen)


    Ännchen: Lotte Schädle - 5 (im Timbre kommt ihr kein anderes Ännchen gleich)


    Max: Rudolf Schock - 4,5 (Natürlich hat Schocks Stimme nicht mehr den einstigen Glanz und die alte Strahlkraft, aber dafür gestaltet er viel subtiler und eindringlicher als früher und macht das Manko damit durchaus wett)


    Kaspar: Gottlob Frick - 5 (beherrscht alle Facetten)


    Gesamturteil: 24 : 5 = 4,8


    TQ: 4


    ____________




    Trotz verschiedener Cover jedesmal dieselbe Aufnahme:


    Karl Böhm, Live, Wiener Staatsoper 1972 - 4,5 (Höchstnote nur wegen einer Anlaufzeit von ca. 15/20 Minuten verfehlt)


    Agathe: Gundula Janowitz - 5 (lyrisch-dramatisch von singulärer Klarheit)


    Ännchen: Renate Holm - 4


    Max: James King - 3 (weil er sich mit Anstand in eine Partie stürzt, die im Grund nicht die seine ist)


    Kaspar: Karl Ridderbusch - 4


    Gesamturteil: 20,5 : 5 = 4,1


    TQ: 4



    LG


    Waldi

  • DGG, Studioaufnahme 1973




    Carlos Kleiber, Dresdner Staatskapelle - 5


    Agathe: Gundula Janowitz - 5
    Ännchen: Edith Mathis - 4
    Max: Peter Schreier - 3
    Kaspar: Theo Adam - 4
    Rest: - 4



    Wertung: 26/6 = 4,33


    TQ - 5


    LG


    Emotione

  • Weber: Der Freischütz, cd EMI 1958



    Joseph Keilberth, Berliner Philharmoniker - 4


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5 (für mich die beste Agathe, die ich bislang hörte)
    Ännchen - Lisa Otto - 4
    Max - Rudolf Schock - 3
    Kaspar - Karl Christian Kohn - 4


    Restensemble - 5 (der junge Hermann Prey als Ottokar und Gottlob Frick als Eremit!!)


    Ges. 25 / 6 =4,17


    TQ: 4



    LG, Elisabeth


  • Kölner Rundfunk Sinf. Orch. und Chor, Erich Kleiber - 5+ (hervorragend, die Stimmung treffend und durchsichtig)


    Agathe: Elisabeth Grümmer - 5+ (nie erreichter, ergreifender, beseelter Gesang)
    Ännchen: Rita Streich - 5 (ist leider nur mit der ersten Arie vertreten, da sie wärend der Aufnahmen erkrankte)
    Max: Hans Hopf - 4 (sehr heldisch, man glaubt ihm nicht so recht die Verzagtheit)
    Kaspar: Max Proebstl - 4 (den Bösewicht etwas zu sehr überzeichnend)
    Rest: 4+


    Wertung: 27/6 = 4,5


    TQ: 4 (Mono 1955)


    :hello:Herbert.

  • Weber: Der Freischütz, cd EMI 1958



    Joseph Keilberth, Berliner Philharmoniker - 5


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5
    Ännchen - Lisa Otto - 4
    Max - Rudolf Schock - 4
    Kaspar - Karl Christian Kohn - 4


    Restensemble - 5


    Wertung: 27 / 6 =4,5


    TQ: 4




    DGG, Studioaufnahme 1973




    Carlos Kleiber, Dresdner Staatskapelle - 5


    Agathe: Gundula Janowitz - 5
    Ännchen: Edith Mathis - 4
    Max: Peter Schreier - 4
    Kaspar: Theo Adam - 4
    Rest: - 4



    Wertung: 26/6 = 4,33


    TQ - 5



    LG


    Maggie

  • RCA 1967/1995



    Lovro von Matacic, Orchester der Deutschen Oper Berlin - 3 (Da kann ich dem lieben Waldi leider nicht zustimmen. Meiner Meinung nach der einzige Schwachpunkt dieser Aufnahme. Insgesamt schon ordentlich musiziert, aber Matacic ist mir zu brav und an vielen Stellen zu langsam. Wenn romantisch, dann lieber den grandiosen Keilberth!)


    Agathe: Claire Watson - 4,5 (Exzellente Leistung, reicht nicht ganz an die Grümmer ran)


    Ännchen: Lotte Schädle - 5 (Hervorragend. Geht wohl kaum besser!)


    Max: Rudolf Schock - 4 (Nicht ganz so gut wie unter Keilberth, aber immer noch rollendeckend und vielen Kollegen voraus!)


    Kaspar: Gottlob Frick - 4 (Frick ist schon klasse, aber irgendwie fehlt mir etwas die Dämonie)


    Rest: 4


    Gesamturteil: 24,5 : 6 = 4,08


    Mit einem lebendigeren Dirigat hätte das in allen Belangen eine wirkliche Top-Aufnahme werden können, so ist sie es leider nur sängerisch. Die Ton-Effekte in der Wolfsschlucht (grunzender Eber, Pferdegetrampel etc.) sind Geschmackssache.


    TQ: 4

  • 3CD (mit Oberon), Ponto, 1973/2006, Livemitschnitt



    Wolfgang Sawallisch, Orchestra Sinfonica e Coro di Roma della RAI: 4 (Gutes Dirigat von Sawallisch, leider kein optimaler Klangkörper)


    Agathe - Margaret Price: 4,5 (Und noch eine wunderbare Agathe, die nur deswegen einen Abzug bekommt, weil die Grümmer unerreicht ist!)


    Ännchen - Helen Donath: 4,5 (Super!)


    Max - James King: 4,5 (Ja, stimmlich vielleicht nicht die ideale Rolle für ihn, aber ich mag sein dunkles Heldentenor-Material und sein engagiertes, lebendiges Rollenporträt. Ich höre ihn sehr gerne.)


    Kaspar - Karl Ridderbusch: 4,5 (Obwohl Ridderbusch genauso wie Frick für mich eher ein väterlicher Typ ist, stört es mich bei Ridderbusch weniger. Ich war sehr positiv überrascht!)


    Rest: 2 (Hier wird es happig: Wohl kaum einer der Nebenrollen versteht, was er da singt, z.T. sehr schlechtes Deutsch)


    WERTUNG: 24/6 = 4,00


    Auf jeden Fall hörenswert, spitzenmäßige Gesangsleistungen in den Hauptrollen, gutes Dirigat. Schwache Nebenrollen und schwache Tonqualität.


    TQ: 2,5 (Ok, es ist live, aber anno 1973 kann man da schon mehr erwarten. Teilweise ärgerliche Bandstörgeräusche)

  • Weber, Der Freischütz, DG 1973



    Carlos Kleiber, Dresdner Staatskapelle - 4,5 (ohne Zweifel eines der bedeutensten Freischütz-Dirigate, wunderbar transparent. Kleibers teils extreme Dynamikwechsel - kann man den Viktoria-Chor noch schneller spielen/singen? - und seine doch sehr individuelle Deutung sind aber Geschmackssache. Insgesamt trotzdem sehr gut!)


    Agathe - Gundula Janowitz - 4,5 (Auch Janowitz ist eine ganz außergewöhnlich bezaubernde Agathe!)
    Ännchen - Edith Mathis - 4 (Schön gesungen, Rollengestaltung ordentlich)
    Max - Peter Schreier - 3,5 (Die Rolle gestaltet Schreier wie fast immer sehr gut, leider passt sein Timbre meiner Meinung nach nicht besonders gut. Von einer Fehlbesetzung zu sprechen wäre wohl aber übertrieben)
    Kaspar - Theo Adam - 3,5 (Adams rauhes, auch etwas fahles Timbre passt gar nicht schlecht zu Kaspar, auch Adam gestaltet gut, aber stimmlich schon etwas auf dem absteigenden Ast. Insgesamt reicht es nicht für eine Spitzenwertung)


    Restensemble - 4


    Ges. 24 / 6 = 4,00


    TQ: 4,5 (an sich sehr gut, nur etwas zu viel Hall)

  • CD Philips 1991




    Staatskapelle Dresden, Davis – 5 (ein sehr spannendes, farbenprächtiges Dirigat)


    Agathe – Karita Mattila – 4 (etwas dunkel timbrierte, schön geführte Stimme)
    Ännchen – Eva Lind – 4
    Max – Franzisco Araiza – 4 (eher lyrisch, aber absolut rollendeckend)
    Kaspar –Ekkehard Wlaschiha – 4,5 (schön böse, sehr gute Diktion)


    Rest - 4


    Ges. 25,5/ 6 = 4,25


    TQ: 5


    (Eine sehr lebendige Aufnahme mit beeindruckend gespenstischer Wolfsschlucht)



    LG, Elisabeth

  • CD Andromeda, Turin 1955 (Live)




    Vittorio Gui, Orchestra Sinfonica di Torino della RAI: 4 (bemerkenswert gut, das romantische Pathos natürlich mit einer Prise Italianità versetzt, aber das paßt sogar)


    Sena Jurinac: 3,5 (läßt das Dramatische vermissen, abgedunkeltes Timbre - man spürt den Mezzocharakter, nur in den lyrischen Stellen zum Schluß in ihrem Element; ihre prinzipielle Singkultur steht natürlich außer Frage; mag auch sein, daß sie, obwohl ihr das Italienische verhältnismäßig gut liegt, doch wegen der Sprache auch ein wenig gehemmt war)


    Orietta Moscucci (Ännchen): 4 (eigentlich 4-, wirklich bewundernswert, wie sie es schafft)


    Francesco Albanese: 4,5 (und eigentlich ganz nahe den 5 Punkten - er ist das Erlebnis dieser Aufnahme)


    Boris Christoff (Kaspar): 4,5 (teuflisches Intrigantentum, italienisch nobilitiert mit bulgarischer Charakterstimme - die Mischung paßt)


    Rest: 4 (besonders Ivo Vinco als Eremit)


    Gesamturteil: 24,5 : 6 = 4,08



    Tonqualität: Sehr wechselnd von 0,5 (Ouvertüre) bis 4, im Durchschnitt 3.


    LG


    Waldi

  • Line Music CACD 5.00480 F


    Wiener Philharmoniker, Wiener Staatsopernchor, Dir.: Otto Ackermann - 5


    Agathe - Maud Cunitz - 5
    Ännchen - Emmy Loose - 5
    Max - Hans Hopf - 5
    Kaspar - Franz Bierbach - 5
    Rest - 5


    Wertung: 30/6 = 5


    TQ - für eine Aufnahme von 1951 - 5


  • Line Music CACD 5.00125 F


    Sächsische Staatskapelle, Chor der Staatsoper Dresden, Dir.: Karl Elmendorff - 5


    Agathe - Margarete Teschenmacher - 4
    Ännchen - Elfriede Trötschel - 4,5
    Max - Lorenz Fehenberger - 3,5
    Kaspar - Kurt Böhme - 3,5
    Rest - 4


    Wertung: 24,5/6 = 4,1


    TQ - für eine Aufnahme von 1944 - 4


    [am]3345791[/am]


    Das Dirigat, das Orchester und der Chor sind vorbildlich. Auch das Ännchen gefällt mir gut, bei allen anderen bin ich weniger zufrieden. Böhme schwankt zwischen vorzüglicher Artikulation und Nödeln, mit den Verformungen des Deutschen in der Kehle von Fehenberger wird auch nicht jeder froh. Auch Margarete Teschenmacher schwankt zwischen himmlischen Momenten und stimmlichen Fehlgriffen - störend, dass die ganzen Dialoge weggelassen wurden.


    Liebe Grüße Peter

  • Line Music CACD 5.00179 F


    Staatskapelle Dresden, Chor der Staatsoper Dresden, Dir.: Rudolf Kempe - 5


    Agathe - Elfriede Trötschel - 4
    Ännchen - Irma Beilke - 4
    Max - Bernd Aldenhoff - 3,5
    Kaspar - Kurt Böhme - 3,5
    Rest - 4


    Wertung: 24/6 = 4


    TQ - für eine Aufnahme von 1949 - 4


    [am]3750647[/am]


    Das Dirigat, das Orchester und der Chor sind vorbildlich. Vor allem die Partiturgestaltung durch Rudolf Kempe ist mitreißend und hin und wieder reißt er die Sänger auch mit. Aber die bieten leider nur Hausmannskost, wieder enttäuschend Kurt Böhme, der bis in die Karikatur hinein poltert. Man kann den ganzen Reigen von Sänger"bearbeitungen" der jeweiligen Partien hören, insoweit eine sehr instruktive Aufführung, bei der man sich auf die späteren freut, in denen all die Willkürlichkeiten verschwunden sind. Wenn es sich lohnt, die Aufnahme zu hören, dann wegen der faszinierenden Gestaltung der Partitur durch Kempe, dem wunderbar transparent spielenden Orchester und dem immer präsenten Chor. Die musizieren immerhin Weber ...


    Liebe Grüße Peter

  • Line Music CACD 5.00812 F


    Chor und Orchester des Stuttgarter Rundfunks, Dir.: Hans Müller-Kray - 3


    Agathe - Maud Cunitz - 4
    Ännchen - Käthe Nentwig - 4
    Max - Heinrich Bensing - 3
    Kaspar - Georg Hann - 4
    Rest - 4


    Wertung: 22/6 = 3,7


    TQ - für eine Aufnahme von 1950 - 4,5



    Das Dirigat hier hier leider der Schwachpunkt: behäbig, gemütlich, lässt es auch nicht die Sänger sich aufschwingen. Endlich mal ein guter Kaspar, die Damen sind gut, aber der Max ist schlimm. Vermisste ich bislang den Dialog, so kann ich hier damit zufrieden sein, weil er in der bühnenüblichen Form dieser Zeit dargeboten wird - aber ... Sprechen ist ein Problem für die Sänger, leider - und es ist wegen solcher Aufnahmen mehr als verständlich, dass bei Studio- oder Rundfunkaufnahmen die Mode aufkam, die Sänger in den Dialogpartien durch Schauspieler zu ersetzen.


    Liebe Grüße Peter

  • Preiser MONO 20018



    Wiener Philharmoniker, Chor der Wiener Staatsoper, Dir.: Otto Ackermann - 4


    Agathe - Maud Cunitz - 4
    Ännchen - Emmy Loose - 4,5
    Max - Hans Hopf - 4
    Kaspar - Marjan Rus - 2,5
    Rest - 4


    Wertung: 23/6 = 3,8


    TQ - Top! bestes Mono - 5


    Hier sind die Tempi zu einförmig und oft zu langsam, deshalb trotz eines vorzüglichen Orchesters leider nicht mehr als die 4 (nach der Ouvertüre hatte ich schon eine 5 da stehen).


    Hopf und Cunitz werden durch die Trägheit des Dirigats sicherlich in ihren Möglichkeiten behindert, können aber nicht (wenn man etwa die Protagonisten späterer Aufnahmen im Ohr hat) über die 4 hinaus. Ein Tiefpunkt ist der lendenlahme Rus als Kaspar, den ich noch tiefer bewertet hätte, wenn er nicht in der Wolfsschlucht mal ein wenig Blut gezeigt hätte. Auch der Chor ist nicht so präsent, wie ich es mir gewünscht hätte. Franz Bierbach singt übrigens einen passablen Kuno (4), aber der war doch hier nicht gefragt, oder?


    Insgesamt also (und da wurden bei mir hohe Erwartungen geweckt) eine Aufnahme, die mich enttäuscht hat.


    Liebe Grüße Peter

  • Arkadia CDWFE 352.2
    EMI 567419 2



    Wiener Philharmoniker, Chor der Wiener Staatsoper, Dir.: Wilhelm Furtwängler - 5


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5
    Ännchen - Rita Streich- 5
    Max - Hans Hopf - 5
    Kaspar - Kurt Böhme - 5
    Rest - 5


    Wertung: 30/6 = 5


    TQ - Festspielqualität - 3,5


    Nun endlich kommen die Sternstunden, die erste ein Mitschnitt von den Salzburger Festspielen 1954. Ein inspirierendes Dirigat unter Furtwängler, das alle, Akteure und Zuhörer (nur nicht die in Salzbrurg, da muss ein Betriebausflug aus Davos im Publikum gesessen haben), in einer permanenten Spannung hälrt. Orchester und Sänger laufen zu einer einzgartigen Form auf. Endlich ein Böhme, wie man ihn schon immer haben wollte, nicht polternd, sondern bedrohlich, ein Max, der nicht daran denkt, dass er Tenor ist, sondern um sein Leben singt, eine unbeschreibliche Leistung von Ännchen, ähnlich gut wie Emmy Loose bei Ackermann, beiden gelingt es mit wunderbar leichten Ton über die Zögerlichkeit der Begleitung hinwegzusetzen. Da ist aber Furtwängler tänzerisch beschwingter als Ackemann. Und dann das Wunder des Abends: Elisabeth Grümmer als Agathe, nicht frömmelnd, kein Seelchen, mit einer Intensität singend, dass man ihr jeden Ton glaubt - und wenn sie jubelt, dann schlägt das eigene Herz mit.


    Das alles hört man allerdings nicht auf der kastrierten Tonspur der EMI-Digitalisierung. Da fehlt plötzlich Böhme die Tiefe, er kommt baritonal über die Rampe, Hopf fehlt die Brillanz. Aber auf der alten Arkadia-Box, die alle Geräusche dokumentiert, da hört man alles Vermisste. Und die Überzeugungskraft dieses Abends lässt einen schnell durch die Hustenkaskaden durch hören.


    Liebe Grüße Peter

  • E. Kleiber, Freischütz, Koch/Schwann 1955



    Erich Kleiber, RSO Köln - 5


    Agathe - Elisabeth Grümmer - 5
    Ännchen - Rita Streich - 5
    Max - Hans Hopf - 5
    Kaspar - Max Proebstl - 4


    Restensemble - 4


    Ges. 28 / 6 = 4,7


    TQ: 4


    Das Antidot zu Furtwängler, eine intensive, der Partitur vertrauende Einspielung mit einer ähnlichen Besetzung. Auch hier erlebt man mit den beiden Damen eine Sternstunde, Kleiber bringt Hopf zu dem mE besten Leistung als Max, Proebstl fügt sich gut in das Ensemble.


    Liebe Grüße Peter