TMOO - Tristan und Isolde

  • R. Wagner: Tristan und Isolde - CD Documents 1952



    Wilhelm Furtwängler, Philharmonia Orchestra: 5 + (überragend)


    Tristan (Ludwig Suthaus): 5 + (perfekt)
    Isolde (Kirsten Flagstad): 5 (trotz des Alters hervorragend)
    Kurwenal (Dietrich Fischer-Dieskau): 5 + (für mich fast das Highlight der Aufnahme)
    Brangäne (Blanche Thebom): 4 (gut)
    Marke (Josef Greindl): 4,5 (sehr gut)


    Restbesetzung: 4,5 (u. a. Rudolf Schock als Junger Seemann und Hirt)


    Gesamtwertung: 33 / 7 = 4,71


    Tonqualität: 3,5 (für das Alter gut)


    Die mittlerweile legendäre Furtwängler-Aufnahme ist insbesondere wegen des Dirigats, des Tristan von Ludwig Suthaus und m. M. nach auch wegen des jungen Fischer-Dieskau absolut empfehlenswert. Die Restbesetzung ist ebenfalls gut bis hervorragend.




  • Festspielorchester Bayreuth, Karl Böhm - 5


    Tristan - Wolfgang Windgassen - 5
    Isolde - Birgit Nilsson - 5
    Kurwenal - Eberhard Waechter - 5
    Brangäne - Christa Ludwig - 5
    Marke - Martti Talvela - 5


    Rest - 5


    Ges: 35/7 = 5,0

  • Label: Rodolphe Productions RPC 32.553.55


    Orchestre National da la RTF/Böhm - 5


    Tristan – Jon Vickers – 5++ (Leidenschaft pur bis an die Grenzen seiner stimmlichen Möglichkeiten)
    Isolde - Birgit Nilsson – 5+ (diiiiie Isolde dieser Zeit)
    Kurwenal – Walter Berry - 5
    Brangäne – Ruth Hesse - 5
    Marke – Bengt Rundgren - 5


    Rest - 5


    Ges: 35/7 = 5,0


    Live-Aufnahme vom 7. Juli 1973, Festival d’Orange
    Tonqualität: Die Aufführung wurde etwas vom „Mistral verweht“.

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Chor und Orchester der Covent Garden Opera/Antonio Pappano – 4,5


    Tristan – Placido Domingo – 4 (sängerisch hervorragend, leidenschaftlich, doch leider trübt sein Deutsch etwas die Darbietung) – bei dieser Aufnahme bin ich mit der Skepsis von Joseph II d‘accord. Bewertete man jedoch die Fähigkeit trotz mangelnder Sprachkenntnis den Tristan so zu singen - 7+
    Isolde – Nina Stemme – 5
    Kurwenal – Olaf Bär – 4
    Brangäne – Mihoko Fujimura - 5
    Marke – René Pape – 5
    Rest – 4, Bostridge und Villazón als Episodisten


    Aufnahme: 2004/2005
    Label: EMI


    Gesamt: 31,5/7 = 4,5

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • R. Wagner: Tristan und Isolde – CD Philips 1981



    Leonard Bernstein, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: 5 + (langsam, aber nie langweilig, gelingt es ihm, die Innenspannung während der gesamten Oper aufrechtzuerhalten; das BRSO folgt ihm vorzüglich)


    Tristan (Peter Hofmann): 3,5 (habe ich mir aufgrund einiger Kommentare hier als katastrophal vorgestellt, wurde dann aber angenehm überrascht: ihm gelingen zahlreiche Stellen ausnehmend schön; freilich ist er kein Lorenz, Suthaus oder auch Windgassen)
    Isolde (Hildegard Behrens): 3,5 (sicherlich gibt es beeindruckendere Rollenvertreterinnen, aber holt sie doch das ihr Mögliche aus der Rolle heraus und stellt die Isolde eher verinnerlicht dar; wer eine Stimmgewalt à la Nilsson erwartet, wird natürlich enttäuscht)
    Kurwenal (Bernd Weikl): 5 (m. E. das Highlight der Aufnahme)
    Brangäne (Yvonne Minton): 4,5 (sehr gut, wenn auch die Ludwig noch besser war)
    Marke (Hans Sotin): 4 (bleibt etwas blaß und fällt ggü. den ganz großen Rollenvertretern ab)


    Restbesetzung: 5 (u. a. Moser als junger Seemann und Zednik als Hirt)


    Gesamtwertung: 30,5 / 7 = 4,36


    Tonqualität: 4,5

  • R. Wagner: Tristan und Isolde – CD Orfeo 1950



    Hans Knappertsbusch, Bayerisches Staatsorchester: 5 +


    Günther Treptow (Tristan): 5
    Helena Braun (Isolde): 5
    Paul Schöffler (Kurwenal): 4,5
    Margarethe Klose (Brangäne): 4,5
    Ferdinand Frantz (Marke): 5


    Rest: 4,5


    Gesamtwertung: 33,5 / 7 = 4,79


    Tonqualität: 3,5 (gutes Mono)


    Vom Dirigat her der beste mir bekannte "Tristan". Das Orchester schäumt richtig auf, Kna at his best. Hervorragend auch die beiden Hauptprotagonisten, die unverständlicherweise bei den großen Tristan-Interpreten und Isolde-Interpretinnen eher unter "ferner" laufen. Besonders beeinruckend auch Frantz als Marke. Der Rest sehr gut, da gibt es nichts zu beanstanden. Die Tonqualität geht für das enorme Alter durchaus in Ordnung.


  • Festspielorchester Bayreuth, Karl Böhm : 4, 5 (teilweise ist es mir allzu zügig)


    Birgit Nilsson (Isolde) : 4 (die Romatikerin ist sie ja nicht)
    Wolfgang Windgassen (Tristan) : 3,5 (teilweise schon einige Probleme, aber noch im Rahmen)
    Christa Ludwig (Brangäne) : 5+
    Eberhard Wächter (Kurwenal) : 3,5 (wie Windgassen)
    Matti Talvela (Marke) : 3 (nicht ganz mein Geschmack)


    Rest : 4 (besonders Peter Schreier als Seemann gefällt mir)


    Wertung : 27,5 / 7 = 3,93


    TQ : 5




    Chor und Orchester der Covent Garden Opera, Antonio Pappano – 4,5


    Placido Domingo (Tristan) : 4 (hat sich zu seinen früheren deutschen Aufnahme sprachlich wirklich verbessert, auch wenn immer noch nicht alles so sitzt, aber in dem Alter, diese Tristan-Stimme)
    Nina Stemme (Isolde) : 4 (teilweise scheint sie mir vom Geschehen abzudriften und "nur" noch zu singen)
    Olaf Bär (Kurwenal) : 4 (singt schön, wenn auch etwas konturlos)
    Mihoko Fujimura (Brangäne) : 5 (trotz der Ludwig im Ohr...schön hell und klar)
    René Pape (Marke) : 5


    Rest – 3 (Villazon als Seemann, naja ganz okay und Bostridge als Hirt...ist einfach nicht mein Sänger)


    TQ : 5


    Gibt noch eine Bonus-Edition mit Musik-DVD, wo das Libretto auf schönem Hintergrund zur Musik mitläuft


  • Diese Aufnahme beruht ja auf einem öffentlichen Konzert in drei Teilen - je ein Aufzug an einem Abend. Diese Konzerte wurden sogar gefilmt und im Fernsehn gezeigt, wenn ich nicht irre live. Die Sänger steckten in Kostümen, es war eine so gegannte halbszenische Aufführung. Auf DVD hat es der Film nie gebracht. Dieser Tage ist er aber in akzeptabler technischer Qualität im Netz bei Operashare aufgetaucht. Vielleicht interessiert's.


    Gruß Rheingold

  • Bayreuth 1952



    Herbert von Karajan, Orchester der Bayreuther Festspiele: 4,5 (geht einiges in der TQ unter, aber trotzdem ganz groß)


    Ramon Vinay (Tristan): 3,5 (klar leichte Schwierigkeiten mit der Aussprache, nicht immer richtig drin, aber im 3.Akt schon eine -auch athletische - Leistung)


    Martha Mödl (Isolde): 5 (was für ein Weib, herrlich!)


    Hans Hotter (Kurwenal): 3 (wattiger Ton, oft recht undeutlich)


    Ira Malaniuk (Brangäne): 5 (ähnlich herrlich wie die Mödl, grandiose Wacht-Rufe )


    Ludwig Weber (König Marke): 2 (Stimme passt eigentlich, aber wie legt er das an? Hart und eckig, ohne jedes Gefühl, wenn's nicht so schade wäre, könnte ich beinah darüber lachen)


    Rest : 5


    TQ : 3 (für Livemitschnitt der Zeit)


  • Das ist eine Bewertung, die ich nicht nachvollziehen kann. Denn dieser "Tristan", von dem ich selbst eine Vorstellung erleben durfte, bedeutet für mich die beeindruckendste, aufregendste und spannendste "Tristan"-Produktion meines Lebens.


    Um meine Erinnerung aufzufrischen bzw. um dieser recht mäßigen Bewertung gerecht zu werden, habe ich mir jetzt den 3. Aufzug wieder angehört. Mein Fazit:


    Es ist wahrlich beklemmend, wie intensiv Windgassen den Tristan gestaltet, wobei er in jeder Phrase eine Ausdrucksintensität präsentiert, die in der Nach-Melchior- und -Suthaus-Ära vergeblich ihresgleichen sucht! Der Kurwenal von Waechter ist sowohl erfrischend feurig in seiner stimmlichen Interpretation als auch beeindruckend in seinen teilnahmsvollen, zutiefst menschlichen Momenten, in denen er dem Leiden seines Herrn fassungs-, ja hilflos gegenüber steht. Was diese beiden Künstler bieten, ist ganz großes spannendes und faszinierendes Musikdrama, dem auch die Nilsson voll überzeugend gerecht wird. Und das alles mit einem großartigen Orchester, das aller Ausdrucksfacetten mächtig ist, und das in atemberaubender Schönheit unter den sachkundigen und vor allem ausdrucksgestalterischen Händen von Karl Böhm, dessen Tempi ich als kompetent und "richtig" empfinde.


    Bedauerlicherweise wurde unterschlagen, dass der Hirt von Erwin Wohlfahrt (in Verbindung mit dem hinreißend großartig gestaltenden Englischhorn) stimmlich und vor allem ausdrucksmäßig konkurrenzlos sein dürfte.

  • Nun habe ich auch die Auftritte I und II des 2. Aufzugs (einschließlich der Szene "Nun stürben wir, um ungetrennt") nachgehört und verstehe um so weniger das Statement von SchallundWahn, denn auch die Nilsson (neben der Ludwig) gestaltet eine Isolde, die wohl ihresgleichen sucht. Diese stolze Königstochter mutiert hier zu einer verzehrend-liebenden Frau neben einem wahrlich hinreißenden Windgassen!


    Ich bin immer wieder überwältigt, wie die junge Posterin eine derartige Fülle von Aufnahmen bewertet, die durchzuhören einen einzigen Menschen Jahre beschäftigen müßte ...

  • Und da dachte ich immer dieser Thread sie frei von Kommentaren zu den Bewertungen Anderer, aber du, lieber milletre, hast das ja sogar bei meinem "Unverzichtbare Aufnahmen"-Thread für nötig gehalten, obwohl es da ausdrücklich um MEINEN Geschmack geht...und die sarkastische Bemerkung am Ende deines letzten Beitrags lässt mich schmunzeln, da ich erst vor Kurzem hier im Forum für Sarkasmus angefeindet worden bin, komisch ist das, aber ich habe schon verstanden, es gibt wohl einige, die dürfen alles, was ich nicht darf, auch weil ich ja noch soooo jung bin, mich kannst du sowieso nicht ernst nehmen, schon klar. Ich habe den unbestimmten Verdacht das artet von dir in eine Kampagne aus und das finde ich sehr bedauerlich. Es bringt mich zum nachdenken, auch über den Umgang im Forum, das mir immer weniger gefällt.

  • Keine Sorge, der "Übergriff" in deinem Favoritenthread wird bereinigt werden. Ich muss noch schauen, ob sich die Beiträge irgendwo anders sinnvoll unterbringen lassen.


    Und das mit den unterschiedlichen Rechten gilt natürlich prinzipiell nicht, aber du siehst ja, du musst mit Gegenwind rechnen, wenn du die Lieblinge anderer abkanzelst. ;)

  • Und da dachte ich immer dieser Thread sie frei von Kommentaren zu den Bewertungen Anderer, aber du, lieber milletre, hast das ja sogar bei meinem "Unverzichtbare Aufnahmen"-Thread für nötig gehalten, obwohl es da ausdrücklich um MEINEN Geschmack geht...und die sarkastische Bemerkung am Ende deines letzten Beitrags lässt mich schmunzeln, da ich erst vor Kurzem hier im Forum für Sarkasmus angefeindet worden bin, komisch ist das, aber ich habe schon verstanden, es gibt wohl einige, die dürfen alles, was ich nicht darf, auch weil ich ja noch soooo jung bin, mich kannst du sowieso nicht ernst nehmen, schon klar. Ich habe den unbestimmten Verdacht das artet von dir in eine Kampagne aus und das finde ich sehr bedauerlich. Es bringt mich zum nachdenken, auch über den Umgang im Forum, das mir immer weniger gefällt.


    Liebe SchallundWahn,


    Du irrst, wenn Du glaubst, dass ich Dich nicht ernst nehme - im Gegenteil, denn Du hast mehrere Beiträge beigesteuert, die mich schlicht begeistert haben. Ein Beispiel von vielen: Dein Thread über die von den Nazis verbotenen Komponisten und deren Werke, und auch vieles andere aus Deiner Feder (bzw. Tastatur) zähle ich zum wertvollen Bestand unseres Forums, das uns sehr bereichert hat. Und ich hoffe, ja bin überzeugt, von Dir noch so manch interessanten Beitrag lesen zu können.


    Was Du allerdings über besagten "Tristan" und auch über die "Tosca" a.a.O. geschrieben hast, ist - was ich kritisiere - nicht Dein "Geschmack", der sei Dir selbstverständlich unbenommen, sondern eine mir unverständliche Abwertung bedeutender Maßstab setzender künstlerischer Leistungen, die mich zum Schluß gelangen ließen, dass Du nicht unvoreingenommen und ernsthaft diese Aufnahmen bewertet hast. Oder in der unglaublichen Fülle Deiner Bewertungen einfach nicht ausreichend gewissenhaft recherchiert hast.


    Es täte mir unendlich leid, wenn sich zwischen uns trotz aller konträren Ansichten ein emotionaler Riß aufgetan hätte, zumal ich, wie schon erwähnt, Deine Beiträge grosso modo für sehr bedeutend halte!



    Herzliche Grüße aus Wien
    von Fritz

  • Lieber Milletre,
    ich bin sehr dankbar, dass du dich noch einmal dazu geäußerst hast und so einige Missverständnisse aus dem Weg geräumt wurden. Die Kommunikation im Forum ist eben doch etwas Eigenes.
    Meine Bewertungen mögen abwertend erscheinen, aber es muss auch gesagt werden, dass eine 3 hier mit Durchschnitt beschrieben wird und keinesfalls mit schlecht. Es ist nicht leicht eine Meinung in solch einen Zahlencode zu übertragen. Wenn man die Zahlen so betrachtet, sieht es schlechter aus, als ich es wirklich finde (letztlich sind es lediglich Zahlen). Der besagte Tristan war der erste, den ich je hörte und er hat mir immerhin die Tür zu diesem Werk eröffnet, ich kann den gar nicht schlecht finden und tue es auch nicht, aber irgendwo muss ich in dieser Zahlenschablone Abstriche machen (eine auführlichere Wortmeldung sähe dann sicher anders aus). Hiermit lade ich gerne dazu ein, darüber ja mal ausführlich im Tristan-Thread zu sprechen.
    In einem Punkt hast du aber auf jeden Fall Recht, Aufnahmen sind nie "ausgehört", sie bedürfen lebenslanger Beschäftigung. Dem geschuldet kann ich auch sagen, dass ich zB in 10 Jahren wahrscheinlich ganz andere Bewertungen zu bestimmten Aufnahmen abgeben würde als heute, und 20 Jahre später nochmal anders usw....und das ist eigentlich am Schönsten.


    Gruß aus dem Norden!

  • Chor und Orchester der Covent Garden Opera/Antonio Pappano – 4-

    Tristan – Placido Domingo – 3 (Ich gehe nicht so weit zu sagen, dass man es hier "mit einer Tristan-Aufnahme ohne Tristan" zu tun hat, wie es irgendwo hieß, aber wenn man sich fragt, ob Domingo den Tristan unbedingt hätte aufnehmen müssen, so lautet die Antwort doch eher "Nein". Er kämpft mit der deutschen Sprache und ist trotz allen Könnens kein jugendlicher Held mehr. Spas Wenkoff oder René Kollo erfüllen z. B. diese Vorgabe stimmlich wesentlich mehr.)
    Isolde – Nina Stemme – 5
    Kurwenal – Olaf Bär – 4
    Brangäne – Mihoko Fujimura - 4
    Marke – René Pape – 5
    Rest – 4


    TQ: 4 (da wäre meiner Meinung nach etwas mehr an Tiefe rauszuholen gewesen)


  • An dieser Stelle wurde sie mehrfach hoch bewertet, deshalb wähle ich auch diesem Platz für die Mitteilung: Deutsche Grammophon (Universal) kündigt für demnächst eine Neuauflage der Bayreuther Produktion von "Tristan und Isolde" von 1966 unter Karl Böhm an - remastered. Dieser Ankündigung nach soll es zusätzlich eine Blu-ray-Disc geben. Was wird wohl darauf zu sehen sein? Ich bin sehr gespannt. Die erste LP-Ausgabe enthielt noch eine halbe Plattenseite mit einem Probeausschnitt des dritten Aufzugs. Die wurde offenbar aus Platzgründen in die CD-Box nicht übernommen. Dieser "Tristan" ist nicht eigentlich ein klassischer Mitschnitt. Jeder Aufzug wurde separat aufgenommen, wodurch die Solisten geschont wurden. Im Publikum saßen vornehmlich Studenten, die zu absolutem Stillschweigen verdonnert worden waren. Junge Menschen husten bekanntlich auch nicht so viel. Der besetzte Zuschauerraum wurde für eine authentische Akustik für nötig erachtet. Nach meinem Eindruck gehört diese Produktion zu den herausragenden Tondokumente aus dem Festspielhaus. Das hohe musikalische Niveau ist später nicht mehr übertroffen, ja nicht einmal erreicht worden. Daran gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel. In dieser Inszenierung von Wieland Wagner verabschiedeten sich vier Jahre später Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen vom Grünen Hügel. Damit ging - das kann man wohl so sagen - eine Ära zu Ende. Auf Video erhalten hat sich die Produktion von einem Gastspiel der Bayreuther Festspiele in Japan. Dort sangen auch die Nilsson und Windgassen. Die Bild- und auch die Tonqualität sind aber so schlecht, dass es keine Freude ist, zuzuschauen und zuzuhören. Schade.


    Gruß Rheingold

  • Kurwenal – Olaf Bär – 4

    Darauf, Herrn Bär als Kurwenal vier von fünf möglichen Punkten zu geben, muss man erst einmal kommen! Für mich ist er der Schwachpunkt dieser Aufnahme, dagegen klingt Wächter wie Wotan (oder eben wie ein Gott)!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Lieber Rüdiger,


    schönen Dank für diesen Tipp. Ich habe diese Aufnahme schon bestellt, und sie wird am 5. Mai geliefert, wenn ich aus der hiesigen Klinik höchst wahrscheinlich schon wieder entlassen sein werde. Ich habe diese Aufnahme, die meine erste Wagneraufnahme war, schon vor vielen Jahren von meiner Frau zu Weihnachten geschenkt bekommen und habe sie gleich am zweiten Weihnachtstag in einem Rutsch über Kopfhörer gehört. Ich war total begeistert. Es war allerdings nicht meine erste Aufnahme mit Birgit Nilsson als Isolde:



    Schon gut 20 Jahre vorher hatte ich sie auf LP mit der ebenfalls grandiosen Einspielung des Fidelio unter Lorin Maazel in meine Sammlung aufgenommen.
    Auf deine Frage zur Blu Ray: "Was wird wohl darauf zu sehen sein?" kann ich nur antworten: "Nichts!", denn es handelt sich um eine "Pure Audio"-Blu Ray. Aber gerade aus diesem Grunde habe ich sie bestellt, weil ich sie sicherlich mit großem Klanggewinn auf meinem Blu Ray-Player (Panasonic DMP-BDT700) , über AV-Receiver (Pinoeer SC-LX 58) und meinem Kopfhörer AKG K 712 anhören kann. Es wird sowieso hohe Zeit, dass ich den Tristan mal wieder zur Gänze höre. Welche Aufnahme wäre wohl besser dazu geeignet als diese?


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Willi, das mit der Blu-ray-Disc hatte sich ja inzwischen dank m.joho geklärt. Ich werde wohl auch zur Anschaffung schreiten, weil ich die Aufnahme schätze. Lange habe ich sie aber nicht gehört und bin also gespannt, wie sich der aufgefrischte Klang wird darstellen. Zunächst hatte auch die die Platten, deshalb der Hinweis auf den Probeausschnitt.


    Dir weiterhin einen geruhsamen und ergebnisreichen Aufenhalt im Krankenhaus.


    Gesegnete Ostern wünscht Dir Rüdiger

  • Lieber Rüdiger,


    ich wünsche dir auch ein gesegentes Osterfest. Da ja gerade Karfreitag war, wo ich eigentlich in der Staatsoper sitzen wollte und mir den Parsifal zu Gemüte führen wollte, weißt du vielleicht, wann der Vorverkauf für die kommende Saison für Freunde und Förderer beginnt? Da ich nicht zu Hause bin, weiß ich ja nicht, ob ich diesbezüglich schon Post bekommen habe.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Bitte verdoppeln!!!

    Mir die liebste Aufnahme von Martha Mödl.

    Leider wird die Tonqualität der künstlerischen tatsächlich nicht gerecht. Je länger sich man aber in die Aufnahme "einhört", umso weniger stört einen die Tonqualität.

  • Lieber Parafino,

    leider habe ich auch den Eindruck, dass die Karajan-Bühnenaufnahme vom 23.6.52 nicht dem gerecht wird, was tatsächlich in Bayreuth zu hören war. Aber wenn ich Mödl mit Isoldes "Ich bin's, ich in's" vernehme oder eben das "Mild und leise" - selbst auf einer Aufnahme mit mangelhafter Tonqualität - wird deutlich, welch fantastische Sängerin sie war. Vor allem ihre Artikulation verliert wohl unter diesen Aufnahmebedingungen - aber ihre Ausdrucksstärke und hervorragende Intonation sind für mich gleichwohl klar zu erkennen.