BEETHOVEN und seine ungeliebten Brüder - unbekannte Sinfoniker

  • Liebe Taminoianer


    Ein wenig verwandt mit folgerndem Thread


    Franz SCHUBERT - Zeitgenossen -Epigonen - Artverwandte


    und dennoch grundverschieden ist das hier gestartete Thema.
    Allerdings wird es wahrscheinlich gewisse Überschneidungen geben, da einige Komponisten schon im Schubert-Epigonen-Anvervandte Thread genannt wurden, die zeitlich eher zu Beethoven passen würden.
    Die Ursache mag hierin begründet sein, daß das Angebot nicht gerade umwerfend ist (war) und daß selbst das veröffentlichte nur wenige kennen.


    Inzwischen sind , wenn nicht zahlreiche - so doch einige Aufnahmen von Sinfonien eher weniger bekannter Komponisten erschienen, welche Beethoven-Nähe für sich beansprcuhen dürfen - über Ferdinand Ries wurde an anderer Stelle schon einiges geschrieben.


    Dieser stellt insofern einen Sonderfall dar, als er Beethovens Stil BEWUSST imitierte. Herausgekommen sind in letzter Konsequenz Sinonien und Orchesterwerke, die an Beethoven erinnern - bei durchaus eigenständiger Melodik (was meiner Meinung nach den Reiz ausmacht) mit Passagen die sich dann noch weiter von Beethoven entfernen - aber dennoch gut ins Gesamtkonzept passen - Ich würde es so formulieren: Der eigenständische Komponist Ries bricht immer wieder - wider Willen - durch.
    Das Geschrieben gilt vorzugsweise für SINFONIEN, die Klavierkonzerte sind - zumindest meiner Meinung nach - weniger ausgeprägt, ditto die Klaviersonaten.


    Aber das Thema sind ja hier ohnedies die Sinfonien von Zeitgenossen - sie müssen nicht unbedingt Beethoven zum Vorbild haben - ja nicht einmal Mozart.


    Es bedarf keiner "stilistischen Analysen" um hier mitschreiben zu können, der emotionelle Eindruck an sich reicht meines Erachtens durchaus aus.


    Wir sind ja gewöhnt und geneigt jedes Werk der Zeit mit einem der großen klassischen, bzw führomantischen Werke in Verbindung zu bringen, bzw es an ihnen zu messen.
    Da man seiner eigenen Urteilskraft zuwenig traut - bzw sich nicht zuweit aus dem Fenster lehnen will, benutzt man bei der Rezension einen alten Kritiker-Trick: Man lobt vorsichtig dass Werk (so es denn lobenswert ist) - nicht ohne hinzuzufügen, daß es natürlich mit den "großen Meisterwerken" der Zeit nicht vergleichbar sei.
    Warum eigentlich nicht ?
    Ein paar Gönner weniger - ein paar falsche Werke im Vordergrund - ein Mozart der 80 Jahre alt geworden wäre - wie würde Beethoven heute beurteilt ??
    Das mag ein wenig plakativ klingen - und ist es ja auch.
    Aber solches ist dennoch - etlichen einst hochgeschätzten Komponisten passiert. Speziell solchen im zeitlichen Unfeld Beethovens.


    Nicht alles was damals geschrieben wurde wird heute nachdem es ausgegraben wurde - unseren Beifall finden.


    Teilweise aus Mangel an Individualität - teilweise aus falscher Erwartungshaltung des heutigen Hörers. Vieles scheint uns aus heutiger Sicht "rückwärtsgewandt" - und ist es wahrscheinlich auch. Gerade das hat es jedoch bei Zeitgenossen beliebt und begehrt gemacht.


    Tauchen wir ein in die auf CD spärlich dokumentierte Welt der "Beethoven-Ära" und befassen wir uns lustvoll mit unbekanntem aber (teilweise) sehr interessanten Repertoire, welches zahlreiche Ohrwürmer (und nicht nur das) für den interessierten Hörer bereithält....


    Einer Tradition aus dern Pioniertagen des Forums entsprechend kommen meiner Vorschläge, Anregungen etc erst im Laufe des weiteren Threadverlaufs....


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Von den in Frage kommenden kenne ich nur Ferdinand Ries und Friedrich Ernst Fesca.


    Bei Ries finde ich die Symphonien sehr gefällig und stilistisch irgendwo zwischen Beethoven (5!) und Schumann (6-8 ) . Seine Klavierkonzerte haben bei mir eher wenig Eindruch hinterlassen, aber ich werde mich demnächst genauer mit ihnen auseinander setzen.


    Bei Fesca kenne ich nur diese Scheibe:



    Die Symphonien sehr fröhlich und schön gearbeitet. Besser als der frühe Ries und für mich immer wieder eine willkommene Abwechslung. Die Ouvertüre ist sehr dramatisch und nach dem Vorbild von Beethovens Fidelio gearbeitet (die Handlung deckt sich auch stark).



    Ohrwurmqualitäten entdecke ich bei beiden, am stärksten wohl beim Finale der 6. Symphonie von Ries.



    Das fällt mir noch eine Anekdote ein: Ich habe mal die Fesca-CD im Zug von Wien nach Linz über MP3-Player gehört und dabei wohl etwas zu laut aufgedreht, jedenfalls hat mich eine ältere Dame (offensichtlich auch eine Klassikennerin) gefragt was ich denn da höre weil ihr das so gut gefalle und sie die ganze Zeit überlegt, was das sei, aber bei den übrigen Verdächten ist das Stück sicher nicht zu suchen. Ich habe ihr dann die CD aufgeschrieben und sie hat gemeint sie müsse gleich morgen in diese Richtung tätig werden. Wir haben uns dann noch ein bisschen unterhalten, aber sie ist dann in Amstetten ausgestiegen. Soviel zum Thema Ohrwurm.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Daß ich hier gleich bei Fesca widerspreche ist mehr oder weniger ein Zufall
    Schon die Sinfonien zwei und drei enttäuschten mich ein wenig.
    (Sie sind inzwischen um 1.99 Euro zu haben - und der Kauf szellt somit kein Risiko dar...- ich zahlte noch den vollen Preis von 22 Euro in Österreich)


    Dennoch kauft ich mir die erste vor 2 oder 3 Tagen...



    In der Tat sind die Sinfonien "fröhlich" und "schön gearbeitet" - mehr aber - meiner Meinung nach- auch nicht.
    Es fehlt ihnen der zündende Funke, bzw das Unverwechselbare.
    Man kann sie hören - und sie klingen angenehm - aber das wars auch schon. Mir jedenfalls bleibt kein Thema im Ohr - vielleicht muß ich die Werke öfter hören, damit ich mich an die Tonsprache gewöhne.
    Ich habe schon Schwierigkeiten meine Höreindrücke zu beschreiben - denn sobald ich die CD aus dem Player nehme verblasst die Erinnerung... Sollte ich in Monaten- Jahren meine Meinung revidieren werde ich das hier sicher kundtun.


    Ries ist meiner Meinung nach der individuellere Komponist, was irgendwie im Gegensatz zu seienm Bestreben zu stehen schein Beethoven nachzueifern, bzw ihn zu "kopieren"
    Bei aller Ähnlichkeit und Vertrautheit der Tonsprache bahnt sich doch immer wieder Riess´eigener Stil seinen Weg.
    Dessen Themen sin (meist) viel prägnanter als jene von Fesca.


    Fesca, 19 Jahre nach Beethoven geboren hat eine wesentlich konservativere Tonsprache als dieser, ihm fehlt aber die Größe eines Mozart oder Haydn.
    Mir kommt unwillkürlich Spohr in den sinn - aber da müsste ich nochmal probehören - auch Spohr hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck, abgesehen den von Belanglosogkeit....


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    befassen wir uns lustvoll mit unbekanntem


    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Schon die Sinfonien zwei und drei enttäuschten mich ein wenig. [...] auch Spohr hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck, abgesehen den von Belanglosigkeit


    Na, das klingt ja nicht sehr lustvoll. Wobei Spohr ja einer der prominenten Komponisten dieser Zeit ist, dessen Symphonien noch dazu sehr gut im Ohr bleiben (seine 9. zählt zu den von mir am öftesten gesummten Symphonien überhaupt). Aber das bezieht sich natürlich nur auf die Spohr-Sinfonien, die ich kenne, und die sind alle nach Beethovens und Schuberts Tod komponiert worden, gehören also in die Zeit Mendelssohns, Schumanns, Burgmüllers, Berwalds etc.


    Bei Spohr kommen hier ja eigentlich nur die Symphonien 1-3 in Betracht, die aber nicht so prominent sind, wie ihre Nachfolger, oder?
    :hello:

  • Hallo!


    Auch ich hab mir die Fesca-Sinfonien 2 +3 angehört und war begeistert.
    Ein wunderbar in sich geschlossenes Werk mit absoluten Ohrwurmqualitäten (Sinfonie Nr. 3/ 4. Satz). Mit gefällt vor allem der Kontrast zwischen den wuchtigen Blechpassagen und den eher sanfteren Streichereinschüben. Die Sinfonien erinnern mich ein wenig an Beethoven 7 und Schubert 9 (aber im Falle Schubert nur sehr entfernt, da aber vor allem die Bläser)
    Für mich eine Entdeckung, die ich auf keinen Fall bereue.


    @Alfred:
    Johann Wilhelm Wilms würde doch auch in diesen Thread passen... :D


    LG joschi

  • Auf Fescia bin ich vor einem Jahr durch die Ouvertüre "Omar und Leila" gestossen. Was im Radio recht interessant klang, hat mich als CD nicht sonderlich vom Hocker gehauen (um es einmal so salopp zu formulieren). Und so habe ich diese CD dann auch weiterverkauft.


    Ähnlich ist es mir mit den Sinfonien von Ries gegangen. Aaaaber: von Ries kenne ich ein Klavierkonzert, das mir außerordentlich gut gefällt: Nr. 3 op. 55 in cis-moll. Und eine Sonate in Es für Flöte und Klavier op. 169. Das sind beides in meinen Ohren wundervolle Werke. Man möchte sich fast fragen, ob die Stärke von Ries nicht vieleicht eher im Kammermusikalischen oder im Soloinstrument-Orchesterdialog gelegen hat, als im rein Sinfonischen.


    Und im Klavierbereich ist ein Vergleich Beethoven-Czerny nicht uninteressant.


    Wenn wir denn im Sinfonischen bleiben wollen, wie sieht's mit einer zeitlchen Erweiterung aus? Johann Wenzel Kalliwoda hätte ich da im Angebot, der auch sinfonisch wirksam war. Der Mann ist übrigens 1866 in Karlsruhe dahingeschieden. Diese CD steht bei mir schon länger auf dem Merkzettel:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Zitat

    Original von Joschi Krakhofer
    Ja echt, ich find sie wirklich kurzweilig und unterhaltsam (sind halt Dur-Sinfonien :D :untertauch: )


    Da liegt der Hase im Pfeffer - da höre ich dann doch lieber J. W. Wilms (beide in moll :D ).


    Komisch nur, daß mir bei Beethoven die duren Sinfonien besser gefallen als die mollen.


    :hello:


    Ulli


  • Verstehe ich gut - die 5. ist auch nicht mein Fall und die neunte hat in den ersten drei Sätzen doch Mängel gegen z.B. die 7. und die 3.


    LG joschi

  • Da 21 Jahre nach Beethoven geboren, passt er hier schon vielleicht nicht mehr ganz hinein, aber als Beethoven-Schüler wäre er unbedingt zu nennen. Am 21. Februar 1791 in Wien geboren und eben dort am 15. Juli 1851 verstorben, ist Czerny vielen vor allem wegen seiner Klavierkompositionen in Erinnerung. Kaum bekannt sein dürfte, dass er auch sechs Sinfonien komponiert hat.


    1996/7 hat Nikos Athinäos mit dem Staatsorchester Frankfurt (Oder) die Sinfonien Nr. 1, 2 und 5 eingespielt. Doch leider wurden die Einspielungen bei signum nicht fortgesetzt.



    Die rechte CD ist auch noch einmal bei Christopherus erschienen -- das Orchester heißt hier jetzt Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt.



    Die 6. Sinfonie wurde vom SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern unter der Leitung von Grzegorz Nowak zusammen mit der 2. Sinfonie eingespielt.



    Leser des BBC Music Magazine könnten auch noch eine Einspielung der 1. Sinfonie mit dem Ulster Orchestra, dirigiert von Jurjen Hempel, in Händen halten.


    Zur Musik kann ich persönlich leider momentan nichts weiter sagen, da ich die CDs (die hänssler CD fehlt mir noch) schon ewig nicht mehr gehört habe. Der Booklet-Autor Christoph Henzel urteilt über die 5. Sinfonie: »Scherzo und Schlußsatz zeigen noch einmal deutlich die Grenzen von Czernys Konzept einer brillanten Symphonik: Wo die Themen den anvisierten langen symphonischen Atem nicht zu stützen vermögen, greift der Komponist entweder auf Wiederholungen oder Tuttilärm zurück. Czerny setzte hier einseitig auf Monumentalität, die aber äußerlich blieb.«

  • Zitat

    Original von Joschi Krakhofer


    Verstehe ich gut - die 5. ist auch nicht mein Fall und die neunte hat in den ersten drei Sätzen doch Mängel gegen z.B. die 7. und die 3.


    LG joschi


    Die 5te ist wohl einfach schon zu oft durch die Gehörgänge gesaust, deswegen mag ich da garnicht mehr drüber urteilen. Sie ist mir über (leider). Bei der 9ten ziehe ich die Sätze 1 bis 3 dem Finale bei weitem vor (solange es keine zufriedenstellende Interpretation gibt :P ). Das Scherzo mag ich genauso gerne wie das der 7ten, wobei letztgenanntes natürlich ohrwurmiger ist. Das Scherzo der 3tten zappe ich meistens weg (hier interessiert mich überwiegend der Spannungsverlauf I- II- IV).


    :hello:


    Ulli

  • Also mir haben die Fesca Symphonien auch unheimlich gut gefallen, da würde ich sogar manches von Beethoven oder Schubert stehen lassen.


    Ich habe auch bisher nur diese CD:





    aber die andere wird ganz sicher auch noch folgen.


    Schon die Symphonie No. 2 hat gleich mehrer Themen die sofort begeistern.
    Der erste Satz ist schon so schön und dann der drängende 3. Satz.
    Und mir blieben die Themen auch sehr präsent - mehr als bei so manchen Symphonien von Schubert oder Beethoven.


    also bei mir verusachten die Symphonienen ein paar angenehme Gänsehäute :D



    vielleicht hat Spohr ja zumindest bei seinen Symphonien etwas mehr drauf - ich werd es wohl nochmal riskieren :rolleyes:

  • Heute eine neue CD erhalten:




    Wilms: Symphonien 6 & 7
    Concerto Köln



    ich habe die CD noch nicht durch, ich bin gerade beim 2. Satz der 6.




    Aber allein schon das genügte um zu fesseln.
    Mag auch sein, dass das Concerto Köln hier viel dazu beiträgt.
    Mal sehen, wie der Rest ist.



    Wirklich faszinierende Musik.


    Mal sehen ob sie diese hier schlagen kann:



    Eberl: Symphonies
    Concerto Köln



    immerhin hat er damals mit seiner Es Dur Symphonie Beethovens Eroica ausgestochen.



    der einzige Ungeliebte ist und bleibt bei mir Spohr :D:untertauch:

  • Concerto Köln ist natürlich die eine Sache. Sie gehen sehr forsch auf die Stücke zu.
    Zum Inhalt muss ich bei Eberl und Wilms sagen: wenn in der Schule nicht nur Beethoven, Mozart, Haydn, Schubert, etc. behandelt und die diversen Publikumsrenner in den Konzerten gespielt werden würden, wären Wilms Sinfonien ebenso wie in diesem Thread schon genannten Eberl-Sinfonien sicherlich genau solche "Ohrwürmer".
    Warum pfeifen oder kennen wir die "Bekannten" besser, nur weil sie so oft "genudelt" werden.
    Ich finde sowohl die Eberl- als auch die Wilms-Sinfonien haben sicherlich nicht in allen Sinfonien aber doch in einigen Stellen Beethoven-Charakter. Nun ließe sich trefflich darüber streiten, wer von wem eventuelle Ideen mitgenommen hat. Aber das war in der damaligen Zeit meines Wissens ein Kompliment, einen andern "zitiert" zu haben - es diente schließlich der Verbreitung.
    Ich selbst habe übrigens beide Aufnahmen - sowohl wegen des Ensembles Concerto Köln als auch wegen des "Seltenheitswertes".

  • Eigentlich sind die meisten hier angeführten Sinfonien eher Beispieledafür, daß es NEBEN Beethoven eine andere Schiene gegeben hat, als daß man in die Fußstapfen des Meisters trat.
    Ferdinand Ries, ich sagte es schon des öfteren - ist hier eine Ausnahme.


    Josef Elsner hingegen - er ist ein Jahr vor Beethoven geboren und hat ihn um 28 Jahre überlebt - hat nur wenig gemeinsames mit Beethoven. Ich finde auch keinen Mozart, keinen Haydn und keinen Schubert bei ihm - und doch ist mir alles soo vertraut.
    Gelegentlich fühle ich mich an Clementi erinnert, oder auch an Vranicky. Melodiös und tänzerische einerseits, dann wieder zart und einschmeichelnd mit viel Ohrwurmcharakter.Sehr eindrucksvoll instrumentiert, die Bläser nehmen eine wichtig Rolle in Elsners Werken ein.


    Wenn man diese CD hört, fragt man sich unwillkürlich wie dieser doch so fruchtbare Komponist so in Vergessenheit geraten konnte.



    Von den 8 Sinfonien, die er schrieb ist lediglich eine einzige, nämlich op 11 auf CD verewigt, die 32 Opern indes sind von der Bildfläche verschwunden. Nein nicht ganz: 4 Ouvertüren zu seinen Opern wurden der Sinfonie als Füller beigegeben und sind somit gerettet - Mögen sie das Interesse an seinen Opern wecken....


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Eigentlich sind die meisten hier angeführten Sinfonien eher Beispiele dafür, daß es NEBEN Beethoven eine andere Schiene gegeben hat, als daß man in die Fußstapfen des Meisters trat.


    In die Fußstapfen wären ja auch eher seine "Söhne" als seine "Brüder" getreten.
    Dass mit der "Schiene" kann ich aber nicht nachvollziehen.
    Kommen Dir denn etwa seine sinfonischen Zeitgenossen alle derart ähnlich vor, dass Du sie auf einer "Schiene" vermutest?
    Ich muss zugeben, die Sinfoniker der Zeit von 1800-1828 weniger zu kennen als die der 50 Jahre davor, wo es ja doch recht "bunt" zugeht.

  • Zitat

    Kommen Dir denn etwa seine sinfonischen Zeitgenossen alle derart ähnlich vor, dass Du sie auf einer "Schiene" vermutest?


    Vermutlich sind sie sich gar nicht ähnlich, aber in einem Punkt dann doch, daß sie in der Regel nämlich belangloser als Beethoven sind, es fehlt ihnen das Markante, man wusste offenfbar nicht inwieweit man sich noch an die "Klassik" gebunden fühlen sollte und was das Neue sein sollte wo man mittendrin war. Ehrlich gesagt leiden die Werke um Beethoven - und kurz danach an einer gewissen Indifferenz. Selbst Schubert ist als Sinfoniker nur mit wenigen seiner Werke "durchgedrungen", ich meine hier die "Unvollendete", die "Große C- Dur Sinfonie", wer schätzt beispielsweise die "Tragische" ? - die von vilen Musikkritikern ironisch als die "Pathetische" bezeichnet wird.


    Aber Schubert war natürlich ganz vorn , und ist heute anerkannt, im Gegensatz zu seinen Lebzeiten.....


    Wer aber kann sich ad hoc ein Thema einer Sinfonie von Kalliwoda, von Witt, von Wilms oder von Farrenc, Spohr, Fesca, Onslow ins Gedächtnis rufen? Vermutlich nur wenige. Ich würde es mal überspitzt formulieren:
    Die Zeit an der Wende von Klassik zur Romantik ist von einer Profllosigkeit gezeichnet, Beethoven und Schubert ausgenommen, vielleicht auch Ferdinand Ries - aber den kennen zu wenige.


    mfg aus Wien


    Alfred

  • Zitat von Alfred_Schmidt

    Ich würde es mal überspitzt formulieren:
    Die Zeit an der Wende von Klassik zur Romantik ist von einer Profllosigkeit gezeichnet, Beethoven und Schubert ausgenommen, vielleicht auch Ferdinand Ries - aber den kennen zu wenige.


    Das glaube ich nicht - ich kann auch nicht nachvollziehen, wie Du dazu kommst.
    Vorher sind ja auch nur Haydn und Mozart dem durchschnittlichen Musikliebhaber bekannt.
    Und dass Spohr und Méhul weniger "Profil" hätten als JC Bach und Boccherini ist wohl schwierig zu beurteilen - vor allem wenn man die "Weihe der Töne" nicht kennt.
    Kalliwoda z.B. scheint mir hier fehl am Platz weil zu jung (resp. die Sinfonien zu spät) - dann müßte man auch noch Berlioz, Schumann und Mendelssohn mit hinein nehmen ...
    Berwald ist zwar so alt wie Schubert, seine Sinfonien stammen aber aus den 1840er Jahren und somit gehört er auch zu Schumann, Mendelssohn, Berlioz, Gade etc.

  • Bleiben wir bei unseren "Kandidaten" - Einer von ihnen ist zweifellos Christoph Friedrich Ernst Weyse (1774 -1842)
    Er ist also vier Jahre jünger als Beethoven und hat diesen um fünfzehn Jahre überlebt.
    Sollte man erwarten dürfen, daß es sich somit um einen "moderneren" Komponisten handelt ? Was die 7 Sinfonien Weyses betrifft - mit Sicherheit nicht. Es handelt sich durchwegs um "Jugendwerke" - alle wurden zwischen 1795 und 1799 geschrieben (teilweise später revidiert) Danach hat sich Weyse nie wieder mit dem Gebiet "Sinfonie" befasst.


    Es gibt zwar schon einen eigenen Thread über diesen Komponisten - aber der stieß auf wenig Gegenliebe.


    Christoph Friedrich Ernst Weyse (1774-1842) Die Sinfonien


    Ein Grund mehr ihn hier zu erwähnen, zum einen, weil er damit vielleicht wieder ein wenig in Erinnnerung gerufen wird, zum anderen weil genau dieses Desinteresse den Titel dieses Threads unterstreicht, und er somit hierher gehört. Die Sinfonien Weyses sind (beinahe) Jugendwerke des Komponisten, sie entstanden etwa zwischen 1799 und 1805., Beethoven hatte 1805 immerhin schon sein 3. Klavierkonzert, seine 3. Sinfonie und das Tripelkonzert geschrieben...


    Ich beziehe mich in diesem Beitrag auf die bisher von mir gehörten Sinfonien 1 und 2 von Weyse, welche der Wiener Klassik verpflichtet sind, eher an Mozart erinnern als an Beethoven - und auch das nur ausserst vage.
    Manches klingt ein wenig belanglos und nicht sehr einprägsam - aber wenn Bläser einsetzen - dann ist Weyse in seinem Element (obwohl sein Instrument eigentlich das Klavier war) Liebreizend ,markant und gelegnentlich tänzerisch klingt es da, und hier entwickelt die Musik Ohrwurmqualitäten. Ab diesem Moment fällt mir keine Alternative ein - Oh doch - ich meine , eine der Sinfonien Muzio Clementis habe eine ähnliche Stimmung bei mir hinterlassen. Besonders reizvoll empfinde ich den 4. Satz der ersten Sinfonie ein Vivace....
    Fazit - Trotz ähnlicher Lebensdaten konnte ich keine wie immer gearteten Ähnlichkeiten mit Beethovens Tonsprache orten. Mozart - aber eher noch Clementi - lässt grüssen.....


    mit freundlichen Grüßen aus Wien


    Alfred

  • Ein Komponist, den ich hier in dieser Reihe unbedingt genannt wissen möchte, ist Franz Vinzent Krommer. 1759 in Südmähren geboren und 1831 in Wien verstorben, wurde Franz Krommer als Zeitgenosse Wolfgang Amadeus Mozarts in der Chandos Reihe Contemporaries of Mozart gewürdigt. Aber was sind schon elf Jahre Altersunterschied: von den Lebensdaten sollte er auch als Zeitgenosse Ludwig van Beethovens gelten dürfen.


    Bedauernswerter Weise kenne ich von seinen mindestens neun Sinfonien nur die beiden bei Chandos erschienen: die 1803 veröffentlichte Sinfonie Nr. 2 op. 40 und die wohl um 1819/20 komponierte Sinfonie Nr. 4 op. 102. Besonders die Nr. 2 hat es mir angetan. Sie erinnert mich gelegentlich eher an den späten Mozart, hat aber dennoch einen ganz eigenen Charakter. Sehr schön der dritte Satz. Auch die Vierte hat für mich wenig mit Beethoven gemein, finde auch aber auch keinen anderen Komponisten, den ich als Vergleich heranziehen könnte. Für eine adäquate Beschreibung der Musik fehlen mir als musikalischem Laien die rechten Worte, aber vielleicht kann das Alfred nachholen. Mich dünkt, erkennt diese Sinfonien auch.



    Gruß enkidu2

  • Nein, noch nicht einmal in meinem sonst so hilfreichen Nachschlagewerk, dem Neuen Ullstein-Lexikon der Musik ist er aufgeführt. Ich bin schon enttäuscht, denn ist er doch Komponist der lange Zeit fälschlicherweise Beethoven zugeschriebenen "Jenaer Sinfonie". Erst Ende der 50er Jahre (bei Wikipedia steht 1968 -?) konnte nachgewiesen werden, dass in Wirklichkeit dieses Werk von Friedrich Witt komponiert wurde (Ich habe lange Zeit eine Studienpartitur besessen, in der Beethoven als Komponist verzeichnet war). Gemeinsam mit Beethoven hat er jedenfalls das Geburtsjahr 1770.


    Er hat insgesamt 23 Sinfonien komponiert, erst die letzten neun Sinfonien wurden jedoch nummeriert. Stilistisch war er eher ein konservativer Musiker, dem klassischen Erbe zugewandt. Geprägt wurde er besonders von Joseph Haydn, aber auch von Antonio Rosetti, dessen Schüler er war.


    Mir liegt folgende Einspielung mit den Sinfonien Nr. 6 a-Moll "Sinfonie turque" und Nr. 9 d-Moll vor.



    Interessant sind die türkischen Anklänge im ersten Satz und wiederkehrend im Finale der 6. Sinfonie, wo sich Pikkoloflöte, große und kleine Trommel, Triangel und Becken zusammenfinden, ähnlich wie bei Beethovens Schauspielmusik zu "Die Ruinen von Athen" oder dem türkisch anmutenden Alla-Marcia-Teil in der Neunten. Wie bei Beethoven, so steht auch die "Neunte" von Friedrich Witt in der Tonart d-Moll und wie bei Beethoven war es seine letzte Sinfonie.


    Das sind aber nur äußerliche Gemeinsamkeiten mit seinem berühmten Zeitgenossen. Witt hat krankheitsbedingt in seinen letzten Lebensjahren nichts mehr komponiert, so dass er schon bei seinem Tode im Jahre 1836 ziemlich vergessen war.


    Um so mehr ist es zu begrüßen, dass mit der o.g. Aufnahme, die auch noch ein hübsches Flötenkonzert umfasst, der Schleier der Vergessenheit gelüftet wurde.


    Ich bin gespannt auf weitere Entdeckungen.


    Mit besten Grüßen


    :hello:


    timmiju

  • Der nächste Komponist, der in diesem Thread Erwähnung finden sollte - nein sollte - ist der in Salzburg geborene Joseph Wölfl (1773-1812), der zu Lebzeiten als Pianist Seite an Seite mit Beethoven gestellt wurde, ja gelegentlich gab man ihm sogar den Vorzug, was aus einem Bericht der Leipziger Allgemeinen Zeitung von 1799 hervorgeht.
    Wir wissen, daß solche Berichte mit Vorsicht zu geniessen sind, aber es gibt weitere Zeitzeugen.
    Ähnlich wie seinerzeit das "Klavierduell" Mozart versus Clementi fand auch eines zwischen Wölfl und Beethoven statt.


    Zitat

    Dort [in Wetzlars Haus] verschaffte der höchst interessante Wettstreit beider Athleten nicht selten der zahlreichen, durchaus gewählten Versammlung einen unbeschreiblichen Kunstgenuss; Jeder trug seine jüngsten Geistesproducte vor; bald liess der Eine oder der Andere den momentanen Eingebungen seiner glühenden Phantasie freien, ungezügelten Lauf; bald setzten sich Beide an zwei Pianoforte, improvisirten wechselweise über gegenseitig sich angegebene Themas und schufen also gar manches vierhändige Capriccio, welches, hätte es im Augenblick der Geburt zu Papier gebracht werden können, sicherlich der Vergänglichkeit getrotzt haben würde.“


    Aber hier geht es um den Komponisten Wölfl - Er hat - wie ich soeben feststelle - noch keinen eigenen Thread bei Tamino, ein Mangel, den ich noch heute korrigieren möchte.
    Hier stelle ich fürs erste eine CD mit Klavierkonzerten ein, die stilistisch Mozart näher stehen als Beethoven (kein Wunder - zu Wölfls Lehrern gehörten Leopold Mozart und Michael Haydn.Näher befasse ich mich damit im Wölfl-Thread, der für heute geplant ist. Hier nur soviel: Bei aller Verbundeneit zu Mozart (Beethoven sollte eher als Gegenpol gesehen werden) sind Wölfls Klavierkonzerte hörenswerte eigenständige Werke.


    In Sachen Diskographie wäre noch eine Menge zu tun - Wölfl war ein höchst produktiver Komponist - bis hin zu Oper.


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

  • Der Name Méhul ist hier ja schon öfter gefallen. Étienne-Nicolas Méhul wurde 1763 in Givet (Frankreich) geboren und wir könnten daher dieses Jahr am 22. Juni seinen 250. Geburtstag feiern. 1817 gestorben, darf man ihn zurecht einen Zeitgenossen Beethovens nennen.


    Méhul ist eigentlich mehr für seine rund 40 Opern bekannt, denn durch seine Sinfonien. Bekannt sind lediglich sechs Sinfonien. Ein früher sinfonischer Versuch in C-Dur von 1797 ist nur in Teilen überliefert. Eine 5. Sinfonie in A-Dur aus dem Jahr 1810 blieb mit ihrem ersten Satz unvoillendet. Die Sinfonien Nr. 3 und 4 in C- bzw. E-Dur wurden erst 1979 wiederentdeckt. Und die ersten beiden Sinfonien wurden wohl auch nur 1808 bzw. 1809 ein einziges Mal im 19. Jh. aufgeführt. In Deutschland sind Aufführungen 1838 und 1846 im Leipziger Gewandhaus unter der Leitung von Felix Mendelssohn belegt.


    Auch wenn man also anzweifeln darf, ob Méhul hier überhaupt als Sinfoniker erwähnt werden darf, gehört für mich seine Sinfonie Nr. 1 g-Moll zu den schönsten Sinfonien, die ich auch nie wieder missen möchte.


    Einen eigenen Thread zu Méhul gibt es im Tamino-Forum hier.


    Gruß enkidu2

  • Gäbe es die angezeigte CD nicht, würden wir über Castellieri hier kein Wort verlieren. Über Cartellieri weiß ich nicht viel, auch die Einträge bei Wikipedia sind recht dünn. Er hatte Unterricht bei Albrechtsberger und Salieri. Seit 1796 war er dann Kapellmeister bei Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz. Cartellieri soll mit Beethoven freundschaftlich verkehrt und u.a. an der Uraufführung von Beethoven Eroica mitgewirkt haben.


    Ein von zatopek gestarteter Thread hat leider keine Resonnanz gefunden, zu fremd ist hier vielen wohl der Komponist. Naja, dass Angebot bei jpc ist auch sehr überschaubar.


    Ob nun Sinfoniker oder nicht, Cartellieris Sinfonien können sich jedenfalls hören lassen — den Kauf der CD bereue ich keinesfalls.


    Gruß enkidu2

  • Ignaz (Isaak) Moscheles (1794-1870) ist so ein Komponist, den man an dieser Stelle nennen sollte. Gerade sein drittes Klavierkonzert ist so ein Werk, das mich an Beethoven, manchmal auch an Schubert erinnert. Ist das aber nun Epigonentum? Eklektizismus? Robert Schumann fand für dieses Werk lobende Worte dahingehend, daß es "für sich allein dem Komponisten seinen Platz in der ersten Reihe der zeitgenössischen Klavierkomponisten" sichern sollte. Das hier noch eingespielte zweite KK geht mir persönlich nicht so ins Ohr.


    Die Interpreten stehen nicht in der ersten Reihe, aber sie nehmen sich der Kompositionen mir viel Spielfreude an: Howard Shelley spielt den Solopart und dirigiert das Tasmanian Symphony Orchestra.


    :hello:

  • Ein weiterer Komponist, dier hier unbedingt erwähnt werden sollte. Vermutlich ist das an anderer Stelle im Forum schon geschehen, aber er passt auf alle Fälle auch hierher - und es kann nicht schaden wenn er gelegentlich mit Aufmerksamkeit bedacht wird - denn er ist -IMO zu unrecht - heute so gut wie vergessen. Es handelt sich um den portugiesischen Komponisten mit italienischen Wurzeln, Joao Domingos Bomtempo (1771-1842), der nur ein Jahr nach Beethoven geboren wurde. Leider sind von ihm derzeit nur zwei Sinfonien auf CD verfügbar, angeblich soll er sechs komponiert haben, indes scheint der Rest verschollen zu sein. Aus seiner Feder stammen auch 5 Klavierkonzerte.
    Die auf der hier gezeigten CD enthaltenen Sinfonioen Nr 1 und zwei sind äusserst klangschön und von optimistischer Ausstrahlung. Die beiden Sinfonien sind jeweils 4sätzig, wobei die Nr 1 Anklänge an Mozart und den späten Haydn aufweist.
    Die zweite Sinfonie ist großformatiger angelegt und hat im dritten und vierten Satz Stellen, die an Beethoven erinnern.
    Wie dem auch sei: Die Sinfonien sind zu hörenswert, um sie in den Archiven verschimmeln zu lassen. Jeder Freund der Wiener Klassik sollte diese Aufnahme in der Sammlung haben: Naxos machts möglich.....


    mfg aus Wien
    Alfred

  • Nach einer Pause von 3 Jahren setze ich diesen Thread fort, nachdem ich 2 Stunden danach gesucht habe.
    Die hier gezeigte CD enthält Kompositionen von zwie Komponisten, Kunzen und Gerson. Nachdem ich Kunzen als eher spröde und langweilig empfand, kann ich naturgemäß dazu keinen Beitrag verfassen - da sind andere gefragt.
    Völlig anders war mein Eindruck nach Abhören der Sinfonie in Es-dur von Georg Gerson (1790-1825), einem dänischen Komponisten (Kuhlau -Schüler) und Bankier aus Kopenhagen, der leider bereits mit 34 Jahren seinem 2. Schlaganfall erlag. Seine musikalische Karierre endete bereits einige Jahre zuvor, nach seinem ersten Schlaganfall.
    Kommen wir zur Sinfonie: sie stammt aus dem Jahre 1813 und zählt als sein Hauptwerk. Sie ist 4 sätzig usw. dauert über 30 Minuten, wobei der Kopfsatz mit 13 Minuten den
    Hauptteil der Zeit beansprucht.
    Es ist immer interessant Vergleiche mit Beethoven anzustellen, der bis 1813 bereits 6 Sinfonien komponiert hatte, bzw im Dezember des genannten Jahres seine 7. fertigstellte. Ich fand an sich keine Anklänge an Beethoven, eher an Franz Schubert. Wiener Klassik aus dänischer Hand - meisterhaft komponiert.
    Durchaus mit kräftigem Zugriff, aber nicht so "titanenhaft" wie Beethoven, in den "gemässigteren" Stellen sehr eingängig und gefällig, sowie durchaus "persönlich" und IMO niemals beliebig. Ein durchaus persönlicher Stempel des Komponisten auf den der Zeit entsprechjenden Stil ist unverkennbar.
    Die Aufnahme hat mir viel Freude bereitet und gleichzeitig meinen Verdacht, der spröde Eindruck im Falle Kunzen sei möglicherweise dem "CoCo" anzulasten, vom Tisch gewischt.


    mfg aus Wien
    Alfred