TMOO - Faust (Gounod)

  • RCA Erato 4er LP Gesamtaufnahme - 1977


    Orchestre Philharmonique de Strasbourgh, Dir.: Alain Lombard - 5


    Marguerite - Montserrat Caballé - 5
    Faust - Giacomo Aragall - 5
    Méphistophèles - Paul Plishka - 5
    Valentin - Philippe Huttenlocher - 4
    Rest - 5 mit kompletter Walpurgisnacht!


    Wertung: 29/6 = 4,83


    TQ - 5

  • DG 2er DVD / ORF 1985



    Orchester und Chor der Wiener Staatsoper, Dir.: Erich Binder - 4


    Faust - Francisco Araiza - 5
    Méphistophèles - Ruggero Raimondi - 5 +
    Maguerite - Gabriela Benackova - 5
    Valentin - Walton Grünroos - 4
    Rest - 4 ohne Walpurgisnacht und in falschen Bühnenbildern - und bei Marguerite - falsches Kostüm.


    Wertung: 27/6 = 4,5


    TQ - 5


  • Bitte die Wertung verdoppeln, ich sehe das wie oper337. Raimondi ragt wirklich heraus, finde ich und Marguerite als Nonne finde ich daneben.


    Viele Grüße


    Kristin

  • Preiser Records Mono 90040


    Chor und Orchester des Stuttgarter Rundfunks, Dir.: Joseph Keilberth - 5


    Margarethe - Margarete Teschemacher - 5
    Faust - Helge Rosvaenge - 5
    Mephistopheles - Georg Hann - 5
    Valentin - Hans Hermann Nissen - 4
    Rest - 4 Carla Spletter als Siebel, ohne Walpurgisnacht


    Wertung: 28/6 = 4,67


    TQ - für 1937 - 4


  • London Symphonie Orchestra, Dir. Richard Bonynge - 5




    Margarethe - Dame Joan Sutherland - 5
    Faust - Franco Corelli - 5 +
    Méphistophèles - Nicolai Ghiaurov - 5 +
    Valentin - Robert Massard - 4
    Rest - 5 - fast komplette Walpurgisnacht!


    Bewertung: 29/6 = 4,83


    TQ - 5


  • Trotz Corelli's nicht so gutem Französisch, die Stimme macht es für mich wett.


    Bitte Wertung verdoppeln!


    Danke


    Kristin

  • New York 1949 - 2er CD


    Chor und Orchester der MET, Dir.: Louis-Philippe Pelletier- 5


    Faust - Giuseppe die Stefano - 5 + herrlich, der junge di Stefano!
    Marguerite - Dorothy Kirsten - 5 + eine stimmschöne Margarethe!
    Méphistophèles - Italo Tajo - 5 Samtsschwarzer Bass.
    Valentin - Leonard Warren - 5 + Ein Traum-Valentin.
    Rest - 5 keine Walpurgisnacht.


    Wertung: 30/6 = 5


    TQ - 4 für eine LIVE Aufnahme vom 31.12.1949


  • Hallo miteinander,


    bitte verdoppeln


    Danke


    Kristin


  • WALHALL 2005


    Live-Aufnahme New Orleans 1953



    Walter HERBERT, New Orleans Symphony Orchestra: 3,5 (der Dirigent ist gut, aber er wird seiner Schäfchen auf der Bühne und im Graben nicht immer Herr, eher schwache Bläser)


    Victoria de los ANGELES (Marguérite): 4- (wirkt zunächst eher dunkel und fast zu reif für die Rolle, bei allen Vorzügen: sonst ist sie besser)


    Richard TUCKER (Faust): 4- (wegen der schönen Stimme und des Engagements, nur singt er eher Verdi als Gounod)


    Nicola MOSCONA (Méphistophélès): 4- (sehr schöne Stimme, aber das Teuflische wirkt aufgesetzt, hier bemüht sich sozusagen ein klassischer Grieche [N-M. war einer], einen Barbaren zu geben)


    Henri NOEL (Valentin): 3 (Provinzqualität)


    Rest: 3- (eine gute Marthe, ein schwacher Siebel und ein ziemlich miserabler Chor)


    Gesamturteil: 21,5 : 6 = 3,58



    Tonqualität: 3-



    Die Einspielung ist nicht ohne Meriten, aber für Fairys Ohren wäre das nichts; es klingt eher antifranzösisch.


  • Dirigat: Sir Thomas Beecham - 4,5 Herrlich, fern jeder political correctness darf hier der Soladtenchor noch lustig schmettern, unterstützt von schmissigen Rhythmen. In neueren Einspielungen klingt das Ganze stes anklagend oder ironisch. Auch ansonsten: Eitel Wohlklang. Da Beecham aber auf die Walpurgisnacht verzichtet hat und auf Valentins Gebet, gibt es Punktabzug.


    Faust: Georges Noré - 4,5 Eine Erinnerung an den französischen Ensemblegeist. Wer kann heute noch so singen? Herzliche Grüße von der Opera comique. Alles ganz leicht und locker. Die Tragik kommt demzufolge ein wenig zu kurz.


    Mephisto: Roger Rico - 4,5 Man kann ihm nicht böse sein. Mit französischem Esprit gesungen, mehr Bariton als dunkler Bass, mehr Cabaret-Conferencier als Höllendamön - und dennoch welche Anmut!


    Marguerite: Gèori Bouè - 4,5 Eine zuckersüße Margarethe, die beachtliche Höhen erreicht. Allein das Schlussterzett ist das Geld wert. Irgendwie erinnert sie an eine Disneyprinzessin - und deswegen fehlt manchmal auch das traurige, das Sentimentale in der Stimme.


    Andere: 4,5 Ein erstklassig aufeinander eingespieltes Ensemble. Nur ein paar Jahre später war das Ensembletheater von der Bildfläche verschwunden. Und damit auch die Sangeskultur einer ganzen Epoche.



    Gesamt: 4,5 Eine fast rundum gelungene Aufnahme- voller Esprit und französischen Charmes. Keine andere Aufnahme erreicht diese Leichtigkeit und vermittelt eine derartige Noblesse, doch versagt sie sich auch der Dramatik und des Realismus. Es ist nicht oberflächlich, doch man wünscht sich ein wenig mehr deutsche Morbidität à la Murnau anstelle ständigen französischen Wohlklang.





    Dirigat: Andrè Cluytens - 4,5 Irgendwas fehlt, aber ich komme nicht dahinter was es ist. Mir klingt es manchmal einfach zu sehr nach Einheitsbrei.


    Faust: Nicolai Gedda - 3,5 Langweilig. Gut gesungen, aber langweilig. Beim "Salut demeure, chaste et pure" braucht es keinen Stimmakrobaten sondern Gefühl - und das fehlt hier.


    Mephisto: Boris Christoff - 5,0 Ein Rüpel, ein Prolet mit dem besten Lachen schlechthin. Ihm liegt das Böse in der Stimme! Absolut rollendeckend!


    Marguerite: Victoria des los Angeles - 3,0Affektiert, hysterisch, ennervierend. Sie schafft es, dass mir diese sympathische Rolle gewaltig auf die E... geht. Man sieht direkt die Castafiore aus "Tim und Struppi" vor sich: "Ha - welch ein Glück, mich zu sehen." Nee, danke.


    Andere: 4,0 Nichts auffallend Schlechtes, aber auch nichts auffallend Gutes.



    Gesamt: 4,0 Irgendwie langweilt mich diese Aufnahme. Gäbe es nicht den Mephisto von Christoff, ich hätte sie verschenkt.






    Dirigat: Arthur Rother - 5,0 Da wallt der Nebel, es kracht im Fachwerkegebälk und es wirbelt der Walzer. Ein sehr buntes, kraft- und gutvolles Dirigat. Voller Engagement!


    Faust: Helge Rosvaenge - 4,5 Dem Dirigat Rothers ebenbürtig, ein saft- und kraftvoller Faust. Man fragt sich halt nur, warum er eine Verjüngungskur braucht.


    Mephisto: Georg Hann - 5,0+ Was soll ich sagen? Danke!Allein dieses: "Aber dort gehörst Du...MIR!" sollte jeden Intendanten davon überzeugen, Opern auch mal wieder in deutscher Sprache aufzuführen.


    Margarethe: Trude Eipperle - 3,0 Genau wie die los Angeles. eine Matrone, die das Naivchen spielt. GRAUSAM!


    Andere: 4,5 Wie bei der Einspielung unter beecham eines der letzten Zeugnisses des Ensemblegedankens.


    Gesamt: 4,4, dennoch muss ich warnen: Es sind empfindliche Schnitte zu beklagen, wie fast immer bei Wallhall :motz: :motz: :motz:



    Kein Bild vorhanden


    Dirigat: Joseph Keilberth - 4,5


    Faust: Helge Rosvaenge - 4,5 s.o.


    Mephisto: Georg Hann - 5,0+ Ich muss es wiederholen: "Aber dort gehörst Du... MIRRRR!" Perfekt!


    Margarthe: Margarete Taschenmacher - 4,5 Na also, endlich mal ein glaubwürdiges Gretchen!


    Andere: 4,o, vor allem der Valentin Hans Hermann Nissens und die kesse Marthe von Elisabeth Waldenau machen Freude.


    Gesamt: 4,5, doch auch hier: Vorsischt! Neben den obligatorischen Schnitten, ist die Tonqualität unterirdisch. Das gleiche gilt übrigens auch für die deutsche Einspielung mit Rosvaenge, Hilde Singestreu und Mathieu Ahlersmeyer, die ich hier nicht weiter bespreche, da sie ungefähr deckungsgleich ist mit dieser Einspielung - bis auf natürlich den unvergleichlich guten Georg Hann.





    Also, ich muss meinem Unmut jetzt echt mal Luft machen: Damit diese Oper auf zwei CDs passt hat der Verlag mutwillig die Schere angesetzt. Schnippschnapp. Am Anfang geht es noch recht unauffällig, doch gegen Ende wird es immer wüster: Hier mal ein Rezitativ weg, da eine Chorszene gekürzt und von der Walpurgisnacht wird gleich die ganze Irrlichtszene sowie das Erscheinen Gretchens geschnitten, dafür geht es dann schwupp ins Finale. Die Zwischenaktmusik gibt's nicht mehr. Und vom Finale fehlt das leise Glitzerende Ausklingen.


    Dirigat: Wilhelm Schüchter - 4,5 Ein wenig mehr Schmiss und die Sache wäre absolut rund.


    Faust: Petre Munteanu - 4,5 Die Überraschung schlechthin. Im 1. Akt war ich irritiert, wie unpasssend jung die Stimme klingt. Doch wenn ihm Mephisto dann endlich die Frischzellenkur bewilligt, dann ist Petre Muntenau glaubwürdig und nahezu perfekt als Faust. Hätte er noch mehr an seiner Aussprache gefeilt, dann wäre er der ideale deutsche Faust. Aber, was soll's: Wer so romantisch jugendlich singt und das "Gegrüßt sei mir du heil'ge Stätte" mit einem derart schönen Falsett im hohen C gestaltet, lässt verstehen, warum Margarethe ihm in die Arme sinkt bzw. sinken muss. Das ist Gefühl, so etwas nennt man Rollengestaltung. Da können die Herren und Damen "Regiethater" noch so lange vom "Rampensingen" zischeln und "Animationsspektakel" fordern: Hoffmann und Muntenau sind im Zusammenspiel ein herrlich tragisches Liebespaar, das einem Tränen der Rührung in die Augen treibt. Wie unglaublich müssen die beiden erst auf der auf der Bühne zusammen gewirkt haben. Ich habe noch Fotos von der Hoffmann als Gänsemagd in Humperdincks "Königskinder" an der Berliner Oper. Also, das wäre wirklich eine Traumbesetzung, die beiden als Königssohn und Gänsemagd. Entschuldigung für den Schlenker, zurück zum Faust, äh zu Mephisto:


    Mephisto: Alexander Welitsch - 3,5 Welitsch wirft die Klangfarbe seiner Stimme mit voller Wucht in die Wagschale. Mit Erfolg. Doch - und das ist das Manko im Vergleich zu dem unvergesslichen Georg Hann in dieser Rolle - er traut sich nicht, den Mephisto zu spielen. Er singt's vom Blatt, setzt mal hier und da Akzente, lacht ein "Möchtegern"-diabolisches HaHa und HiHi und nimmt dadurch dem Mephisto mehr als ihm zu geben.



    Margarethe: Lore Hoffmann - 5,0 Die Hoffmann beeindruckt mich. Eine sehr disziplinierte Leistung, von hohem Gefühlsadel. Unterstützt von dem betont langsam dirigierenden Wilhelm Schüchter bietet die Hoffmann eine anmutige, absolut glaubwürdige Margarethe.


    Andere: 4,5 Horst Günthers Valentin, Margot Guilleaumes Siebel und Margarete Dietrich-Wülfings Marthe vereinen sich zu einer großartigen Ensembleleistung. Und das gleiche gilt für den sehr gut eingespielten Chor von Max Thurn.


    Gesamt: 4,4, doch auf Grund der Hoffmann derzeit meine Lieblingseinspielung



    Ansonsten habe ich noch Einspielungen mit Domingo, Freni, Studer, Sutherland, Caballè, Edda Moser - Ich weiß nicht, davon hat mich keine überzeugt, allein der Aufschrei Margarethens in der Kirche oder als Faust in ihre Stube stürzt, das gelingt keiner Dame so glaubhaft wie der Hoffmann.


    So und zum Schluss gibt es noch einen Link zu einer Margarethe, die jeden Regietheaterjünger Herpes kriegen lässt und mir deshalb um so besser gefällt:-)


    "http://www.youtube.com/watch?v=FWT_r9JRNXE&feature=channel_page


  • Marguerite: Angela Gherghiu - 5
    Faust: Roberto Alagna - 5
    Mephisto: Bryn Terfel - 5
    Valentin: Simon Keenlyside - 5
    Rest: 4
    Orchester, Antonio Pappano - 5


    29/6 = 4,9


    Entgegen meiner sonstigen Art kann ich die vier Hauptpersonen nur mit einer 5 euphorisch bewerten. Sicher kann man bestimmt ein paar Kleinigkeiten bemängeln, für mich fügen sich alle in ein Bild, das von David McVikars Weltentheater-Inszenierung geprägt wird, ein und begeistern mit faszinierender Rollendurchdringung.