Helge Rosvaenge

  • Lieber La Roche und andere evtl. Interessenten


    Ich war heute nachmittag im Zentrum unserer Stadt und habe da auch mal in einer großen Buchhandlung nachgefragt. Das Buch ist neu nicht mehr zu bekommen. Also, versuch´s bei den Gebrauchten, vielleicht kriegst Du nach Jahren dann doch noch "Dein Buch" zurück.


    Viel Glück und herzliche Grüße
    CHRISSY

  • Ich stolpere beim "Surfen" über den Roswaenge-Thread. Es gibt sehr viele Aufnahmen mit ihm, wie schon in früheren Beiträgen erwähnt, handelt es sich überwiegend um Rundfunk-Opernaufnahmen in deutscher Sprache. Sogar noch im November 1944 entstanden Aufnahmen, so die unvergleichliche Gesamtaufnahme des "Rigoletto" mit Heinrich Schlusnus, Erna Berger, Josef Greindl, Margarete Klose, Georg Hann - und eben Roswaenge. Aber davon wollte ich nicht weiter schwärmen, sondern von der Arie des Sängers "Di rigori armato" aus dem "Rosenkavalier". Roswaenge singt diese Arie mit umwerfender Verve.
    Wurde eigentlich schon erwähnt, dass Helge Roswaenge nach Ende seiner Sängerlaufbahn über Jahre eine unter Opernfreunden sehr beliebte Opern-Ratesendung unter dem Titel "Vor, auf und hinter der Bühne" im DDR-Rundfunk moderierte?
    Lohengrin

  • Aber davon wollte ich nicht weiter schwärmen, sondern von der Arie des Sängers "Di rigori armato" aus dem "Rosenkavalier". Roswaenge singt diese Arie mit umwerfender Verve.



    Als bekennender Rosvaenge-Fan (siehe meine Beiträge in diesem Thread) stimme ich völlig mit Dir überein. "Di rigori armato" singt keiner besser als er. Glänzende Stimme, strahlende Höhe, mühelos und trotzdem voller Kraft, mit einem machtvollen crescendo zum Schluß. Einzigartig, nicht zu übertreffen!!


    La Roche

    Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


  • Liebe(r?) La Roche,
    jetzt mal eine Spöttelei: Bei Roswaenge u.a. Zeitgenossen fällt nicht selten ein etwas herablassendes Argument: Naja, er singt schon gut, aber... in deutscher Sprache. Die o.g. Arie singt Roswaenge auf italienisch, und wie!!! Na bitte, geht doch.
    Gruß Lohengrin

  • Heute ist wieder Helge Rosvaenges Geburtstag, zu dem ich diese schöne Aufnahme des Verdi-Requiems von den Salzburger Festspielen ausgesucht habe:




    Heute jährt sich der Geburtstag von Helge Rosvaenge zum 128. Mal.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Naja, er singt schon gut, aber... in deutscher Sprache. Die o.g. Arie singt Roswaenge auf italienisch, und wie!!! Na bitte, geht doch.

    Und dann erst sein glänzendes "Nessun dorma" aus Puccinis "Turandot" (1939, mit dem RSO Stuttgart, Dirigent: Gustav Görlich) - zu hören auf der u. a. Schallplatte:


    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Lieber LaRoche,


    auch ich kenne Helge Rosvaenge seit meiner Jugend, allerdings nur von der Schallplatte. Ich kann mir gut vorstellen, daß es ein besonderes Erlebnis war, den Sänger nach dem Krieg in Gera live erleben zu dürfen.
    Rosvaenge hat seine Stimme bis ins hohe Alter frisch gehalten. Ich habe eine LP mit einem öffentlichen Konzert aus Wien 1959, da war er immerhin 62 Jahre alt und sang wie in seinen besten Tagen. Leider ist sie m.W. nie auf CD überspielt worden, und ich mußte schon vor 10 Jahren meine LP-Sammlung auslagern, weil der Platz für die CDs knapp wurde. Ich weiß aber, daß sie noch in meinem Besitz ist, jedoch in einem Karton verpackt. Demnächst wird es wohl eine Suchaktion geben ...
    An meine allererste Rosvaenge-LP kann ich mich gut erinnern, es ist eine 25 cm-Platte:

    mit vier Duetten: aus Verdis "Die sizilianische Vesper" (mit Heinrich Schlusnus), aus "Aida" (mit Felicie Hüni-Mihacsek), Puccinis "Madame Butterfly" (Liebesduett mit Hedwig von Debitzka) und Schlußduett aus Bizets "Carmen" (mit Emmi Leisner), alles natürlich in deutsch gesungen.
    Auch die befindet sich noch in meinem Besitz. Die Partnerinnen aus "Aida" und "Butterfly" kennt heute wohl kaum noch jemand, höchstens ein paar Spezialisten. Es sind ausnahmslos Vorkriegsaufnahmen aus den 1930er Jahren, genaue Aufnahmedaten werden, wie damals üblich, nicht genannt.
    Es gab aber noch mehr von Rosvaenge in meiner LP-Diskothek, sein metallischer Tenor hat mich immer beeindruckt.
    Auf CD ist Rosvaenge bei mir auch vertreten, u.a. in einer RIGOLETTO-GA von 1944 (mit Erna Berger und H.Schlusnus) sowie der berühmten ZAUBERFLÖTE aus Berlin von 1937, unter Sir Thomas Beecham. Und dann noch außer der weiter oben gezeigten Verdi-CD folgende:
    und
    Besonders haben mich die Florestan-Arie aus "Fidelio" und das Postillonlied aus dem "Postillon von Lonjemeau" beeindruckt.
    Als besonderes Schmankerl gilt das Lied des jungen Zigeuners aus Rachmaninows "Aleko", mit dem 6-fachern hohen D, das Rosvaenge mit unwiderstehlicher Brillanz gesungen hat. Es ist leider auf meinen CDs nicht enthalten.


    Schönen Abend,
    Nemorino

  • Hallo, Erich Ruthner,


    Du hast mich gestern abend gebeten, mich in Sachen Rosvaenge bei Dir zu melden.
    Sollte das hier im Rosvaenge-Thread sein, oder wie hast Du das gemeint?


    LG, Nemorino


  • In dieser Dokumentation ist ein eigener Teil Helge Rosvaenge gewidmet: sehr sehens- und hörenswert. Wenn ich mich recht erinnere, singt er darin auch den "Feuerreiter" von Hugo Wolf, den ich auch bei YouTube finde:



    https://www.youtube.com/watch?v=X8b8rpdgZ0s


    Für mich ist das seine beste Aufnahme. Eine dramatische und gespenstische Situation wird mit verschwenderischen stimmlichen Mitteln ausgemalt. Seine Stimme ist vor allem Ausdruck. Sie will nicht gefallen. Das ist nicht immer so bei diesem Tenor. Manchmal hat er auch Töne regelrecht verselbständigt in der Erwartung des Beifalls. Das soll aber keine Kritik sein sondern lediglich eine Feststellung.