Joseph Martin KRAUS [1756-1792] |
Wulf

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Na ja, am besten die Aufnahme firmengerecht entsorgen:
über Naxos einfach abwerfen
__________________ Carreras, I'll never stop saying Carreraaaas!
(Leonard Bernstein)
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05.09.2006 18:43 |
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Radagast
Stammgast
 

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Hiermit fordere ich öffentlich auf, dass einer die folgende CD kaufen muss, und Bericht erstatten muss.
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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06.09.2006 13:57 |
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Ulli

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Themenstarter
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Salut,
ich muß Matthias dringend bitten, den bereits geröteten Augen auf dem nachfolgenden Cover etliche Thränen hinzuzufügen
Joseph Martin Kraus [1756-1792]
Streichquartette, die nämlichen:
in G-Dur VB 187 [op. I Nr. 6]
in c-moll VB 179
in E-Dur VB 180
in g-moll VB 183 [op. I Nr. 3]
in B-Dur VB 181 [op. I Nr. 2]
Salagon Quartett, bestehend aus:
Christine Busch, Violine
Kathrin Tröger, Violine
Claudia Hoert, Viola
Gesine Queyras, Violoncello
Angeschafft habe ich diese CD zwecks Schließung der Lücke betreffend des c-moll- und E-Dur-Quartetts [hier: World premiere recording].
Ich verstehe nicht, wie man so rührende, vollendete Musik so verschandeln kann.
Zu falschen Betonungen, Außertaktspielen und insgesamt unsauberem Spiel kommt noch der mir verhasste 'Kirchenklang' hinzu, der offenbar nachträglich drübergebügelt wurde.
Wenn man dann nachschaut, wo die Damen teilweise im einzelnen studiert haben, ist das auch kaum ein großes Wunder...
Wenn man schon in einem professionellen Tonstudio aufnimmt, dann kann es auch so klingen, oder?
Wirklich sehr schade... allerdings die derzeit einzige Möglichkeit, die beiden Quartette in c-moll und E-Dur kennen zu lernen. Normaler Weise müsste man dafür Geld bekommen, wenn man die CD freiwillig mitnimmt.
Ulli
__________________ Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)
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28.10.2006 18:03 |
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Ulli

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Salut,
zur obigen Aufnahme ist noch folgendes hinzuzufügen:
das c-moll-Quartett hat mich [natürlich] etwas enttäuscht, es ist kein typisches Sturm-und-Drang-Werk wie erwartet, sondern ein eher ruhiges, verhaltenes Quartett, bestehend in nur zwei Sätzen. Das reicht auch völlig.
Begeistert allerdings bin ich vom E-Dur-Quartett VB 180: Das ist so typisch Kraus! Richtig süß! Markant steht das Violoncello im Vordergrund und hat gar im Adagio-Mittelsatz ein Rezitativ, das sogleich an Beethovens Sturm-Sonate erinnert - nur ist natürlich dieses Quartett auch nicht gerade der Sturm in Person.
Insgesamt klingt mir aber diese Interpretation des Salagon-Quartett etwas zu zurückhaltend weibisch... was kein Wunder sein sollte bei einem musizierenden Damen-Quartett. Am besten gefällt mir noch die Cellistin Gesine Queyras, wirklich sehr rührend, wie sie spielt.
Noch eine mittlerweile notwenig gewordene Korrektur:
| Zitat: |
| allerdings die derzeit einzige Möglichkeit, die beiden Quartette in c-moll und E-Dur kennen zu lernen |
Stimmt nicht mehr: Mittlerweile raus ist am 27.10.2006 diese CD
Streichquartette op. I, Nr. 1,5 und 6
Streichquartette c-moll und E-Dur
Joseph-Martin-Kraus-Quartett [Mitglieder des Concerto Köln]
Schön für die CD, schade für mich. Die Weltpremiere des c-moll- und E-Dur-Quartetts steht leider den Salagons zu. Mir gefällt aber deren Interpretation des g-moll-Quartetts "Fugen-Quartett" VB 183 doch wesentlich besser als die in der Ausgabe des Concerto-Köln-Quartetts [Streichquartette I].
Ulli
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08.11.2006 20:45 |
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Radagast
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Moin,
ich habe neulich nochmal länger in die Streichquartette 1 CD vom Joseph-Martin-Kraus-Q. reingehört. Sie konnte mich nicht so richtig überzeugen. Mir gefällt die Aufnahme mit den Schuppanzighs da deutlich besser. Vielleicht habe ich sie aber einfach zu oft gehört.
Hier nochmal die von mir so geliebte Aufnahme:
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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09.11.2006 09:29 |
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Ulli

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Salut Radagast,
ich frage mich, ob ich das Flötenquintett unbedingt kennen muß...
Der Sandhoff gehört ja auch zum Concerto Köln [Flötist und künstlerischer Leiter]. Die Schuppanzighs kenne ich durch Einspielungen von Beethovens op. 59 Nr. 3 u.a. - dort aber spielen sie auf den von Beethoven nachgelassenen Quartettinstrumenten, wohl eine einmalige Aktion. Was für Instrumente benutzen sie in der von Dir gezeigten Einspielung? Originalinstrumente sind ja für mich mindestens beim StrQ ein Muss...
Viele Grüße
Ulli
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09.11.2006 10:04 |
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Radagast
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| Zitat: |
Original von Ulli
Was für Instrumente benutzen sie in der von Dir gezeigten Einspielung?
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Du stellst Fragen! Ich werde mal am WE das Beiheft lesen, vielleicht finde ich ja Infos.
Mein Ding ist die Flöte als Instrument auch nicht.
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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09.11.2006 10:13 |
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Radagast
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Also auf meiner Kraus CD steht nicht welche Instrumente die Schuppanzighs verwenden, aber auf meiner Brunetti CD steht:
Anton Steck, Violin (Copy after Guernieri del Gesu/ T. Muthesius Potsdam, 1996)
Christoph Mayer, Violin (J. Guarnieri filius Andreae, Cremona, 1714)
Jane Oldham, Viola (L. Widhalm, Nuremberg, c. 1750)
Antje Geusen, Violoncello (M. Goffriller, Venice, 1729)
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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16.11.2006 17:36 |
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Ulli

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Salut,
Danke! Das klingt doch schonmal irgendwie gut...
Viele Grüße
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)
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16.11.2006 19:01 |
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Ulli

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Salut,
ich dachte, es gäbe irgendwie einen Thread über Festmusiken oder so...
Ich hab mich tagelang totgesucht - nun kommt es also hierher, was auch nicht verkehrt ist, denn diese tolle Einspielung wurde hier noch gar nicht erwähnt:
Joseph Martin Kraus
Arie e Cantate
Barbara Bonney, Sopran
Claes-Håkan Ahnsjö, Tenor
Karin Johnsson-Hazell, Clavier
Åsa Åkerberg & Olof Larsson, Celli
The Drottningholm Court Theatre Orchestra
Thomas Schuback
Diese exclusive CD beinhaltet neben der leider etwas unschön verkürzten Ouvertüre zu meiner Privat-Oper Proserpin auch die Arie Ack hvad behag et hjerta njuter aus dieser Oper [gesungen von Barbara Bonney], sowie etliche Arien und Duette für Tenor oder Sopran zu Texten von Metastasio.
Eine kleine Besonderheit bilden die Ausschnitte aus der Kantate "Zum Geburtstag des Königs" mit Ouvertüre, Recitativ [jenem des "kühnen-Fremdling"-Rezitativs aus Mozarts Zauberflöte ähnelnden] und meiner Lieblingsarie Töne leise, goldne Saite. Die Kantate komponierte Kraus zum Geburtstag König Gustavs III. und wurde im November 1782 in Wismar, wo der König "urlaubte" uraufgeführt. Das Besondere an der Arie ist, dass sie im Prinzip Mozarts KV 505 entspricht, also von Soloklavier [hier: Hammerflügel] begleitet ist. Die Arie ist dreiteilig angelegt: im schnellen Mittelteil schweigt das Soloinstrument, dafür tönen die goldnen Saiten im langsamen "Rahmen" leise vor sich hin. Von Virtuosität [im Vergleich zu KV 505] keine Spur, nur Schönheit - und dann so umwerfend gesungen von La Grandessa Bonney!
Gleich danach steht bei mir in der "Rangfolge" das metastasische Duett Non temer, non so più Amante aus Antigono Akt II, Scena XII [Berenice/Demetrio]. Welch eine Verzückung!
Und es gibt jede Menge auf dieser CD zu entdecken, darunter vielversprechende Ähnlichkeiten zu Mozarts "Papagenoarie"... auch hier gibt es noch einige Informationen rund um diese wunderbare Einspielung, welche ich diese Woche über "häppchenweise" im Auto genießen durfte.
Viel Spaß wünscht
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)
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19.01.2007 21:27 |
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musicophil

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Lieber Ulli,
Ist dies eine was ältere Aufnahme (vor ± 15 Jahre), denn ich sehe "Claes-Håkan Ahnsjö". Seine Blütezeit ist schon 20-25 Jahre her m.E.
LG, Paul
__________________ Wirklich schöne Musik rührt
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19.01.2007 21:42 |
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Wulf

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So, hier einfach mal eine Werkliste fuer alle Krausics
stage
Azire, 1778 (Spl, 3, C. Stridsberg), unperf., only autograph frags. extant
Proserpin (Op, 1, J.H. Kellgren, after Gustavus III and P. Quinault), Ulriksdal Castle, 1 June 1781, S-St
Aeneas i Cartago, eller Dido och Aeneas, 1782–91 (lyric tragedy, prol., 5, Kellgren after Gustavus III and J.-J. le Franc de Pompignan: Didon), Royal Opera, 18 Nov 1799, A-Wn, S-Skma, St; 2 ovs., ed. W. Lebermann (Wiesbaden, 1956)
Le bon seigneur, 1784–6 (oc, 1)
Oedip, 1785 (lyric tragedy, 3), 1 act completed, lost
Zélia, ou L’origine de la félicité (melodrama, 1, J. d’Invilliers), Paris, 1786, lost
Fintbergs bröllop [Fintberg’s Marriage] (comedy with song, 2, C.G. von Holthusen), Munkbro, 7 Jan 1788
Fricorpsen, eller Dalkarlarne [The Free Corps, or Men from Dalacarlia] (comedy with song, 1, D. Björn), Bollhuset, 1 Nov 1788, lost
Fiskarena [The Fishers] (pantomine-ballet, choreog. A. Bournonville), Stockholm, Royal Opera, 9 March 1789, St
Soliman den andra, eller De tre sultaninnorna [Soliman II, or The Three Sultanas] (drama with music, 3, divertissement, J.G. Oxenstierna, after C.S. Favart), Royal Dramatic, 22 Sept 1789, St, Skma
Marknaden [The Market Place] (Spl, 1, Björn), Munkbro, 8 Oct 1792, lost
Entr’actes and ballet for Amphitryon (tragedy, Molière), Paris, 1784; 2 ballet movts for Gluck: Armide, Stockholm, 24 Jan 1787, St; 1 aria for Visittimman [The Visiting Hour] (comic play, after Poisinet: Le cercle), in Musikaliskt tidsfördrif (1789); 1 aria for Mexikanska systrarna [The Mexican Sisters] (play with songs, Sparrschöld), Stockholm, Bollhuset, 13 Oct 1789, in Musikaliskt tidsfördrif (1790); music in Födelsedagen [The Birthday] (comedy with song, 1, Gustavus III and Björn), Royal Opera, 20 Nov 1790, lost; music in Äfventyraren, eller Resan till månens ö [The Adventures, or The Journey to the Isle of the Moon] (Spl, 2, J. Lannerstierna), 1791, St; 9 choruses for Oedipe (tragedy, 3, G.G. Alderbeth), Stockholm, 10 March 1792; 2 arias, 2 trios, qt for Le bon seigneur (comic play with music); incid music for Olympie (tragedy, Kellgren); 2 pantomines, 1768–72
other vocal
Sacred: Der Tod Jesus (orat, J.M. Kraus), 1776, ed. B. van Boer (Madison, 1987); Die Geburt Jesu (orat, Kraus), lost; Kom din herdestaff att bära [Come Bear your Shepherd’s Crook] (cant., C.M. Bellman), D, 1790, St; Fracto demum sacramento, motet, D, 1776; Stella coeli, motet, C, 1783, A-Wn; 2 sacred arias, 1776; Mot en alsväldig magt [Towards an Almighty Power], aria, E, 1782, S-Skma; Förkunnom högt [Proclaim on High], contrafactum motet on lost Kraus original, C, Sk; Miserere, c/F, 1774, D-Bsb; Requiem, d, 1775; TeD, D, 1776; TeD finale, g/E, 1785–7, S-Skma; other miscellaneous and lost works
Secular, orch acc.: Cant. for the king’s birthday (C.C. Gröning), 4vv, 1782; Den frid et menlöst hjerta njuter [An Innocent Heart Enjoys Peace] (cant.), 1782, Skma; Begravningskantat for Gustavus III (C.G. Leopold), 4 solo vv, 4vv, 1792, vs (Stockholm, 1792), ed. in MMS, ix (1979); Chorus, 3 solo vv, 4 vv, from Prol for birthday of Duke Carl of Södermanland, Stockholm, 7 Oct 1791; 4 small cants. (P. Metastasio); 20 concert arias and duets, incl. Son Pietosa (Leipzig, 1797) and Ma tu tremi (Stockholm, 1883), pubd as Plus de crainte, vs (Paris, c1900)
Secular, pf acc.: 7 small cants., 1–4vv (Bellman), incl. Elegie, in Musikaliskt tidsfördrif (1793), Fiskarstugan [The Little Fishing Hut] (Stockholm, 1794), ed. (Stockholm, 1964); 56 Lieder in Dan., Dutch, Fr., Ger., It., Swed., incl. 20 airs et chansons (Leipzig, 1797/R), Atis och Camilla (G.P. Creutz), in Musikaliskt tidsfördrif (1793), Se källen, se bålen [See the Spring, See the Grove], zither acc., in Musikaliskt tidsfördrif (1794), Ynglingarne, pubd as Meerstrum, AMZ, iii/3 (1801), ed. in Engländer (1943); Die Mutter bei der Wiege (Die Nase), attrib. Mozart, Cäcilia, xxv (1846); other works, Skma
Canons: Meine Mutter hat Gänse (M. Claudius), 4vv; Sumus hic sedentes (Carmen biblicum), canon and choruses, 4vv; Amici r’in tavola (S. Maffei), canon and choruses, 4vv
instrumental
Syms.: 6, F, C, C, c, E, D (Riksdagssymfoni), 1775–89, ed. in The Symphony 1720–1840, ser. F, ii (New York, 1982); c, 1783, (Leipzig, 1797), ed. W. Lebermann (Wiesbaden, 1956), ed. in MMS, ii (1960); Symphonie funèbre (Stockholm, 1792), ed. Lebermann (Wiesbaden, 1957), ed. in MMS, ix (1979); D, 1782–3 (Paris, c1787–
, ed. Lebermann (Wiesbaden, 1956); e, attrib. G. Cambini (Paris, 1787); F, attrib. Cambini (Paris, 1787); Sinfonia con fugato per la chiesa, 1789, ed. Lebermann (Wiesbaden, 1957–
; Ov. per la chiesa, d, 1789–90, S-Skma, St; Sinfonia buffa, F, 1769–72; A, 1769–72; 6, 1776, lost; other syms., 1769–75, 1784–6, lost
Other orch: Vn Conc., C, 1777, rev. 1783, ed. Lebermann (Wiesbaden, 1959); Conc., 2 vn, 1769–72, lost; Fl Conc., 1777, lost; 2 symphonies concertantes, 1777, lost; Riksdagsmarsch, rev. march from Mozart, Idomeneo (1.ii), D, Skma, L, St; Contradances, lost
Chbr: Qnt, D, fl, str qt, op.7, 1783 (Paris, c1799), ed. Lebermann (Wiesbaden, 1959), ed. A. Hoffmann (Wolfenbüttel, 1961); 6 quatuours concertants (Berlin, 1784), ed. Hoffmann (Wolfenbüttel, 1961); 2 qts, HÄ, before 1778; Qt, C, 1782, Skma, ed. Hoffmann (Wolfenbüttel, 1961); Pf trio, D, 1788, Skma, ed. Lebermann (Wiesbaden, 1959); 5 sonatas, vn, pf; sonata, D, fl, va, 1778, ed. in NM, lxxvi (1931), ed. H.-J. Kraus (Frankfurt, 1981)
Pf solo: Due sonate per il Forte Piano (Stockholm, 178
; Sonata for Countess Ingelheim, lost; Rondo, F (n.p., n.d.); Svenska dans, C; 2 Scherzenminuetten, C, c; Allegro, D, pf, vn, acc., Skma
Larghetto, G; Tema con variazioni (Scherzo), C, in Musikaliskt tidsfördrif (1793), also pubd as Minuetto con XII variazioni, pf, vn acc. (London, 1791), attrib. I. Pleyel, also as Sonatina with 12 Variations (London, c1805), attrib. J. Haydn
Org: 6 preludes, Skma
Bertil H. van Boehr: 'Kraus, Joseph Martin' , Grove Music Online ed. L. Macy (Accessed 5 October 2001), <http://www.grovemusic.com>
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(Leonard Bernstein)
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19.01.2007 21:43 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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Themenstarter
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| goldene Zaiten - zilberne Scheiben |
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| Zitat: |
Original von musicophil
Lieber Ulli,
Ist dies eine was ältere Aufnahme (vor ± 15 Jahre), denn ich sehe "Claes-Håkan Ahnsjö". Seine Blütezeit ist schon 20-25 Jahre her m.E.
LG, Paul |
Salut,
zum Glück konnte seine Blütezeit zwischen dem 11. und 14. Juli 1990 auf silberne Scheiben verewigt werden!
Ulli
P.S. Ich dachte ehrlich, Du würdest jetzt auf das KV-505-Pendant reagieren...
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(Vincenzo Geilomato Hundini)
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19.01.2007 21:57 |
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musicophil

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| RE: goldene Zaiten - zilberne Scheiben |
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Ich bin erst gerade am Essen, habe noch nix gelesen, aber sehe jene Name und staune
LG, Paul
PS Nicht schlecht was, 15 Jahre?
__________________ Wirklich schöne Musik rührt
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19.01.2007 21:59 |
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Radagast
Stammgast
 

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Moin,
diese Acht sollen laut des Klarinettisten des Oktetts eine Harmoniemusik von Krauss Intermedien zu Amphitryon eingespielt haben.
Das ist leider alles, was ich weiss.
Die Acht spielen auf historischen Instrumenten.
Warten wir mal ab.
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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20.01.2007 10:37 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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Salut,
weitaus besser, als erwartet:
Joseph Martin Kraus [1756-1792]
Complete German Songs
Birgid Steinberger, Sopran
Martin Hummel, Bariton
Glen Wilson, Tasten
Ich habe die CD als Liederdesinteressierter lediglich zur Komplettierung meiner Kraussammlung am vergangenen Samstag in Ulm mitgenommen.
Der "schwedische Schubert" stimmt durchaus: Mit dabei sind u.a. zwei Liedtexte, die auch später von Schubert vertont wurden: Phidile [D 500 / VB 84] und Ich bin vergnügt [D 362 und 501 / VB 82], letztere bei Schubert bekannt unter dem Titel "Die Zufriedenheit". Beide Texte stammen von Matthias Claudius, wie viele andere dieser Liedersammlung auch. Ich bin an einem in der Zukunft liegenden Kompositionsvergleich interessiert. Einige Lieder klingen tatsächlich schubertisch in Ihrer Wesensart: Proklamativ, verhalten, rührend. Da hatte Kraus bereits wieder einiges im Ärmel, was erst viel später "aktuell" wurde. Schubert als "Erfinder des Kunstlieds" ist demnach passé...
Von bemerkenswertem Witz ist das Lied "die Henne" [Text ebenfalls von Matthias Claudius] sowie "Der Mann im Lehnstuhl" [gleicher Textverfasser].
Besonders rührend empfand ich "Daphne am Bach" nach einem Text von Friedrich Leopold Graf zu Staufenberg und "Der Abschied", wobei der Texter und Komponist eine Person sind. Mithin ist es auch mit 7:14 Minuten das längste enthaltene Lied.
In der Sammlung finden sich auch drei textlich mehr oder minder bekannte Wiegenlieder wieder: "Die Mutter bei der Wiege" [VB 92, Matthias Claudius], "Ein Wiegenlied: Seht doch das kalte Nachtgesicht" [VB 93, dto.] und "So schlafe nun, du kleine" [VB 96, dto.].
Weiters wurden Texte von Johann T. Hermes, Johann G. von Salis-Sewis, Friedrich G. Klopstock, Carl F. Hensler, Alois Blumauer, August G. Meißer, Gottlob W. Burmann, und Johann H. Voss [nach Martin Luther] vertont. Auch ist Kraus als Textautor ein weiteres Mal mit "An mein Mädchen" [VB 87] vertreten - die Autorschaft von Kraus als Textdichter ist allerdings nicht verbürgt.
Viele Lieder enthalten schubertsche Schwärze und Dramatik: Kraus, der bekanntermaßen bereits in seinen Opern jedes Wort auf die Goldwaage legte, zeigt sich hier wirklich brillant von einer ganz privaten Seite. Auch die Interpretation ist nicht übel [aber auch nicht hinreißend].
Für den Radagast ist der "Schweizer Rundgesang" enthalten und für Sprachinteressierte gibt es als Besonderheit ein lipogrammatisch ohne -r verfasstes Gedicht von Wilhelm Burmann.
Ich werde zu gegebener Zeit ggfs. auf einzelne Lieder detaillierter eingehen.
Ich würde die Liederfreunde auffordern, diese Lieder musikalisch näher einzuordnen und zu "kritisieren", was beim Preis für diese CD kein Problem darstellen sollte.
Viele Grüße
Ulli
__________________ Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)
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19.02.2007 20:23 |
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Amateur
hat sich schon eingelebt..


Dabei seit: 08.03.2007
Beiträge: 111
Herkunft: Berlin
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| Zitat: |
Original von Radagast
Hiermit fordere ich öffentlich auf, dass einer die folgende CD kaufen muss, und Bericht erstatten muss.
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Hallo Radagast,
Dein Wunsch war mir Befehl. Meine Meinung: eine der besten Kraus-Einspielungen, die es überhaupt gibt. Ich hielt die Kammermusik mit Klavier immer für den schwächeren Teil im Ouevre von Kraus, aber Lohmann, Schlepp und Wakelkamp haben mich eines besseren belehrt. Unmittelbares, sprechendes, flexibles und farbenreiches Musizieren, individualistisch aber nicht die Spur manieriert, hoch emotional auch im Piano oder pianissimo: kurz, endlich mal ein Sturm und Drang der sich nicht nur in fetzigem Imponiergehabe erschöpft.
Viele Grüße
Amateur
__________________ Dem Amateur ist nichts zu schwör.
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09.03.2007 14:37 |
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| Zitat: |
Original von Ulli
| Zitat: |
Original von salisburgensis
Mit den Sinfonien geht´s mir wie Maik, ich habe allerdings die beiden CDs mit Concerto Köln. Die c-Moll/cis-Moll sind nicht schlecht, ich hab da keine Prioritäten, aber die c-Moll funebre ist der Hammer! Ein großartiges Stück! Viel Schmerz in dieser Musik, teilweise auch gespenstisch, teilweise tröstlich.[...] |
[...]die funébre gehört für mich - wegen des Choralzitates - in einen Topf mit der Maurerischen Trauermusik von Mozart, auch die Tonart ist gleich. Schade, dass Mozart daraus keine Sinfonie funébre gemacht hat - dann hätten wir eine c-moll-Sinfonie von ihm...[...] |
So, die kenne ich zwar schon lang, aber nun bin ich endlich bekehrt.
Wobei mich der Schmerz weniger interessiert, ihn auch kaum wahrgenommen habe, eher die sehr merkwürdige Formgebung im Großen wie im Kleinen und wie die verwendeten Elemente womöglich zu Zitaten ihrer selbst werden in dieser eigentümlichen Gesamtdisposition. Wie das immer stockt und sich wiederholt. Letztlich hat mich ja die Herbheit seiner Musik im Vergleich zur gekonnten Delikatesse von Kozluh und Rosetti irritiert, jetzt fasziniert es mich. Vielleicht bekomme ich jetzt auch zu seinen anderen Symphonien einen glücklicheren Zugang.
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26.03.2007 14:25 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
Beiträge: 16.098
Herkunft: Sirius
Themenstarter
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Salut,
der Vollständigkeit halber aus Sverige importiert:

Joseph Martin Kraus
SINFONIER
Orchestra of the Age of Enlightenment
Anthony Halstead
Das Cover zeigt Gustav III. mit seinen beiden Brüdern Carl und Adolf 1771 in Paris, Gemälde von Alexander Roslin [1718-1793].
Zwar kannte ich bereits alle enthaltenen Werke wie meine Westentasche, es hat mich aber nun doch interessiert, was das königliche Label unter der Cloche zu bieten hat:
Die CD bietet einen guten Querschnitt durch Kraus' Orchestermusik: Begonnen wird mit der Uvertyr zur Schauspielmusik Olympie VB 29 [UA am 07. Januar 1792], die bereits ein typisch kraussches Werk ist: düster und geheimnisvoll im Beginn, gefolgt von einem bewegten und aufgewühlten Mittelteil, ungewöhnlich endend wiederum mit der langsamen Einleitung. Danach wird die Sinfonia per la chiesa VB 146, markant durch das ständige Fugato des Hauptsatzes, präsentiert - ein spritziges Werk, in dem Kraus seine kontrapuktischen Fähigkeiten herausstellt und zudem das gesamte damals ihm zur Verfügung stehende Orchester ausnutzt: Neben den üblichen Streichern werden hier Flöten-, Oboen und Fagottpaare sowie vier Hörner und Pauken verwendet. Am bekanntesten ist die Joseph Haydn gewidmete Sinfonia c-moll VB 142, auf welche als Kontrastprogramm die freundliche Sinfonia C-Dur VB 139 folgt. Beschlossen wird der Querschnitt mit dem Riksdagsmarschen VB 154. Die Sinfonia per la chiesa sowie der Riksdagsmarschen hatten ihre Premiere am 9. März 1789: Während Gustav III. in die St. Nicolai Kirche eintrat wurde der Marsch gespielt, die Sinfonia an entsprechender stelle im Gottesdienst eingefügt.
Roundabout eine sehr lobenswerte Einspielung von 1991. Gelegentlich fehlt mir die saubere, d.h. erhörbare, Akzentuierung der Bässe - das Blech verschwimmt ebenso zeitweise.
Viele Grüße
Ulli
__________________ Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)
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04.06.2007 22:21 |
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Ulli

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Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Radagast
Also auf meiner Kraus CD steht nicht welche Instrumente die Schuppanzighs verwenden, aber auf meiner Brunetti CD steht:
Anton Steck, Violin (Copy after Guernieri del Gesu/ T. Muthesius Potsdam, 1996)
Christoph Mayer, Violin (J. Guarnieri filius Andreae, Cremona, 1714)
Jane Oldham, Viola (L. Widhalm, Nuremberg, c. 1750)
Antje Geusen, Violoncello (M. Goffriller, Venice, 1729) |
Salü,
im Inlay dieser CD
[die sich seit heute in meinem Eigentum befindet
] steht zunächst sinngemäß, dass sich die Schuppanzighs auf das historische Spiel spezialisiert haben und dass sie sich auf Instrumenten präsentieren, die wieder ins Original zurückgebaut wurden.
Also: geklärt!
Wobei dies nach obigen Angaben auf Stecks Violine ja wohl kaum zutreffen kann.
| Zitat: |
Original von Amateur
| Zitat: |
Original von Radagast
Hiermit fordere ich öffentlich auf, dass einer die folgende CD kaufen muss, und Bericht erstatten muss.
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Hallo Radagast,
Dein Wunsch war mir Befehl. Meine Meinung: eine der besten Kraus-Einspielungen, die es überhaupt gibt. Ich hielt die Kammermusik mit Klavier immer für den schwächeren Teil im Ouevre von Kraus, aber Lohmann, Schlepp und Wakelkamp haben mich eines besseren belehrt. Unmittelbares, sprechendes, flexibles und farbenreiches Musizieren, individualistisch aber nicht die Spur manieriert, hoch emotional auch im Piano oder pianissimo: kurz, endlich mal ein Sturm und Drang der sich nicht nur in fetzigem Imponiergehabe erschöpft.
Viele Grüße
Amateur |
Befehl des Streichquartettoberstleutnants Radagast auch von mir endlich ausgeführt! Über das Ergebnis meiner Hörsitzung werde ich noch berichten, aber es scheint im ersten Moment so, als könnte Amateur Recht haben. Dies nur nach einer ersten Inohrenschallnahme während der Rückfahrt von der CD-Besorgungstour, was noch nicht viel zu sagen hat, da die Sound-Designer von Mercedes ja auch nicht übel sind...
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)
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22.07.2007 19:44 |
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Radagast
Stammgast
 

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Moin Ulli,
bin schon ganz gespannt auf Dein Hörerlebnis und vor allem den Vergleich zwischen dem Schuppanzigh-Quartett und dem Joseph-Martin-Kraus-Q bei Op.1 3&4. Ich finde da ja die Schuppanzighs deutlich besser.
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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23.07.2007 12:42 |
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Ulli

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| Zitat: |
Original von Radagast
Moin Ulli,
bin schon ganz gespannt auf Dein Hörerlebnis und vor allem den Vergleich zwischen dem Schuppanzigh-Quartett und dem Joseph-Martin-Kraus-Q bei Op.1 3&4. Ich finde da ja die Schuppanzighs deutlich besser. |
Salü,
tja, da haben wir beinahe den selben Geschmack. Die Schuppanzighs sind in der Tat außerordentlich hervorragend [was sich schon durch die in meinem Besitz befindliche Beethoven-CD vermuten ließ]. Allerdings gibt es eine klitzekleine Ausnahme: Der 4. Satz vom D-Dur-Quartett op. I Nr. 4 ist [leider] bei den JMKlern noch immer unübertroffen! Die Schuppanzighs spielen hier erstens nicht alle Wiederholungen uns sind mir insgesamt - ganz ähnlich dem Lysell-Quartett - in diesem Satz einfach viel zu brav.
Insgesamt deutlich besser ist in jedem Fall die Klangqualität - für mich: wenig [zusätzlicher] Hall.
Siehe auch hier:
Joseph Martin Kraus: Streichquartette
Meine dort hinterlegte Liste musst jetzt überarbeitet bzw. ergänzt werden.
Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)
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23.07.2007 13:18 |
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Radagast
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Gerade bei den Angeboten entdeckt:
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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26.07.2007 15:03 |
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Amateur
hat sich schon eingelebt..


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| Zitat: |
Original von Radagast
Gerade bei den Angeboten entdeckt:
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Und was ist mit den Klaviertrios? Hat Dich das neugierig gemacht? Und wo bleibt das Zweitgutachten von Ulli?
__________________ Dem Amateur ist nichts zu schwör.
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26.07.2007 21:50 |
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Ulli

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Salü,
| Zitat: |
Original von Amateur
Und was ist mit den Klaviertrios? |
schön, wenn's welche gäbe... leider ist nur eines, jenes in D-Dur, erhalten geblieben.
| Zitat: |
| Und wo bleibt das Zweitgutachten von Ulli? |
Welches?
Ulli
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26.07.2007 22:00 |
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Ulli

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| Zitat: |
Original von Amateur
Ich hielt die Kammermusik mit Klavier immer für den schwächeren Teil im Ouevre von Kraus, aber [...] |
Hallo geliebter Tör,
was bzw. welche Einspielungen haben Dich denn zu Dieser Meinung gebracht? Ich kenne - neben meiner jetzigen Neuerwerbung - lediglich die Oehler-Einspielung und jenes Doppelalbum mit Klavier/Violine von NAXOS. Beide sind nicht sooo schlecht, aber könnten durchaus langweilen. Das Trio gefällt mir übrigens bei NAXOS [Schwede/Despres/Friesen] sehr gut, obwohl nicht hip. Die erste CD aber mit Pseudo-Schepperlo-Hip ist in der Tat gruselig.
Die "German Songs" [ebenfalls NAXOS, Wilson] sind klavieristisch auch sehr gelungen - die beiden Stimmen finde ich weniger gut, aber es geht.
Ulli
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26.07.2007 22:28 |
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Amateur
hat sich schon eingelebt..


Dabei seit: 08.03.2007
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| Zitat: |
Original von Ulli
| Zitat: |
Original von Amateur
Ich hielt die Kammermusik mit Klavier immer für den schwächeren Teil im Ouevre von Kraus, aber [...] |
Hallo geliebter Tör,
was bzw. welche Einspielungen haben Dich denn zu Dieser Meinung gebracht?
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Hallo sehr verehrter Krausien,
es war eine als Pioniertat sehr verdienstvolle Aufnahme von 1985 mit Thaddeus Watson, Philipp Naegele und Günter Krieger (als LP herausgekommen beim Label Da Camera Magna). Ich war mir sicher, dass man das noch eindrucksvoller spielen könnte, aber dass es so phänomenal viel besser machen könnte, das hatte ich dann doch nicht gedacht. Es gab dann noch bei Musica Sveciae, wenn ich mich nicht sehr irre, eine Aufnahme des Klaviertrios, in die ich vor Jahren mal im Laden reinhörte und an die ich mich jedenfalls nicht mehr genau erinnere; wegen des Preises vor die Wahl gestellt, interessierten mich damals die Streichquartette mehr. Von der reinen Klaviermusik besaß ich (außer den Noten zur E-Dur-Sonate) lange Zeit nur die erste LP mit Linda Nicholson. Obwohl ich mich aufgrund ihrer Einspielung sofort in die E-Dur-Sonate verliebte, empfand ich ihre Interpretation immer als etwas zu brav, zu wenig sprechend.
Die Lieder habe ich immer als eigene Gattung betrachtet und deswegen nicht zu Kammermusik mit Klavier gezählt. Bisher habe ich zwar keine Einspielung kennengelernt, die mich vollauf befriedigt hätte, aber an ihrer herausragenden Qualität gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel.
Welche Schande, dass es davon nicht schon zehn
Paralleleinspielungen gibt ---- aber "verdießt mich nicht" hätte Kraus gesagt "wie viele exzellente Leute leben unbekannt in der Welt, und verstehn, mein Seel, was rechts."
Amateur
__________________ Dem Amateur ist nichts zu schwör.
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26.07.2007 23:46 |
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Ulli

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Gerade neu erschienen:
Joseph Martin Kraus [1756-1792]
Fiskarena
+Pantomime in D & G
+Ballett-Musik zu Glucks "Armide"
Swedish Chamber Orchestra
Petter Sundkvist
Wo krieg ich die jetzt sofort am schnellsten her????
Ulli
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05.09.2007 16:43 |
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Violoncellchen

Stammgast
 

Dabei seit: 14.01.2007
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Herkunft: von dort wo Carl ruht
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joo doch...ganz nett...
[du weisst ja, wo ich wohne
]
__________________ What proves the hero truly great is never to despair.
(Thomas Arne -" The Masque of Alfred")
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05.09.2007 17:50 |
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Radagast
Stammgast
 

Dabei seit: 01.03.2005
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Joo,
die Proben bei JPC klingen deutlich besser als die Bearbeitungen von Samstag Abend.
Und Ulli: schon auf der Autobahn ??
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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05.09.2007 18:07 |
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Radagast
Stammgast
 

Dabei seit: 01.03.2005
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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| Zitat: |
Original von Violoncellchen
joo doch...ganz nett...
[du weisst ja, wo ich wohne
] |
Bei mir jetzt endlich auch.
Ausserdem gibt es neu, wie ich gerade entdeckt habe:
__________________ Grüsse aus Rhosgobel
Radagast
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25.10.2007 15:18 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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Ich glaube, das wird die einzige Kraus-CD sein, die ich nicht kaufe... bei dem Ensemble...
Ulli
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25.10.2007 19:13 |
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Helge Faller
ist öfter hier..

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Herkunft: Nußdorf am Inn
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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Ich weiß nicht, aber die CD ist gut. Man sollte sich nicht von seinen Vorurteilen leiten lassen. Das Violinkonzert ist etwas langatmig. Offenbar hat Kraus einfach nicht aufhören können zu schreiben. Nun gut. Die Olympiemusik ist groß! Und die Azire Sätzchen einfach allerliebst.
__________________ HERNEN
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01.11.2007 13:48 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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Es zweifelt ja niemand von mir an, dass die Musik gut ist. Aber vom Violinkonzert gibt es bereits etliche gute und weniger originelle Einspielungen, leider aber keine in HIP. Und das hätte ich jetzt schon erwartet. Und das Känguruh-Orchester ist einfach grausam... [vgl. Ries-Klavierkonzerte, der reinste Pudding]. Wenn man schon Ersteinspielungen macht, wie beispielsweise Azire, dann bitte auch gleich richtig... wir leben schließlich im 21. Jahrhundert und nicht 1960...
Ulli
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03.11.2007 19:05 |
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Violoncellchen

Stammgast
 

Dabei seit: 14.01.2007
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Herkunft: von dort wo Carl ruht
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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| Zitat: |
Original von Ulli
Es zweifelt ja niemand von mir an...
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Wie viele bist du denn gerade?
__________________ What proves the hero truly great is never to despair.
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03.11.2007 19:50 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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Herkunft: Sirius
Themenstarter
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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Du weißt doch, daß ich ein gespaltenes Verhältnis zu mir habe...
__________________ Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)
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03.11.2007 20:04 |
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Helge Faller
ist öfter hier..

Dabei seit: 22.10.2007
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| RE: ich höre gerade jetzt: |
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| Zitat: |
Original von Ulli
Und das Känguruh-Orchester ist einfach grausam...
Ulli |
Aber es gibt doch keine Känguruhs in Neuseeland - Kiwis wäre hier treffender. Aber auch die Qualität der musikalischen Darbietung ist durchaus in Ordnung. Die CD kostet ja nur 5.99. Und lieber eine durschnittliche Aufnahme (hier allerdings: besser als der Durchschnitt) als gar keine. Von den geschätzt 30.000 bis 50.000 Sinfonien und vergleichbaren Werken des 18. Jhds. sind erst knapp 1.500 auf Tonträger veröffentlicht. Da ist noch gehöriger Nachholbedarf!
__________________ HERNEN
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05.11.2007 10:41 |
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Ulli

Dabei seit: 16.01.2005
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Hi,
es gibt tatsächlich doch ein kammermusikalisches Werk mit Flöte, das ich sehr zu schätzen gelernt habe:
Das Flötenquintett D-Dur VB 184. Höchstdasselbe liegt mir zwischenzeitlich in zwei Einspielungen mit unterschiedlichen Interpreten vor:
Erstens
Martin Sandhoff, Traversflöte
Schuppanzigh-Quartett
Anton Steck, Violine
Christoph Mayer, Violine
Jane Oldham, Viola
Antje Geusen, Violoncello
[01] 5:38 Allegro
[02] 8:51 Larghetto
[03] 5:44 Allegro molto
Die Einspielung enthält daneben noch die beiden Streichquartette g-moll op. 1 Nr. 3 und D-Dur op. 1 Nr. 4. Der Flötist Martin Sandhoff ist wohl bekannt als künstlerischer Leiter des Concerto Köln, welchem auch Anton Steck [Violine] als Konzertmeister angehört.
Zwotens

Lena Weman, Baroque Flute
Jaap Schroeder, Violine
Per Sandklef, Violine
Björn Sjögren, Viola
Kari Ottesen, Violoncello
[01] 9:46 Allegro moderato
[02] 7:24 Largo
[03] 4:28 Con brio
Sandklef und Sjögren sind Mitglieder des Lysell-Quartetts, das auch eine CD mit Streichquartetten von Kraus bei Musica Sveciae herausbrachte. Und Jaap Schroeder ist ohnehin ein Geheim[?]tip unter den Violinisten der sogenannten HIP-Bewegung!
Erstaunlich sind zunächst die völlig von einander abweichenden Satzbezeichnungen bei ein und demelben Werk - und das bei jedem Satz. Auffallend ist auch die beinahe doppelte Länge des ersten "Allegros", was aber an der Ausführung der Wiederholung[en] der schwedischen Interpretation liegt, der ich allein deswegen den Vorzug geben würde. Der Mittelsatz ist trotz der langsamereren Spielanweisung um einiges zügiger genommen, was aber recht gut für die versteckte Dramatik dieses Satzes ist. Auch der Finalsatz ist bei den Schweden etwas straffer.
Dennoch gefallen mir beide Interpretationen, die jeweils auf historischen [Musica Sveciæ] oder zurückgebauten [Capriccio] Instrumenten präsentiert werden prinzipiell gleich gut. Der Klang und das Spiel sind jeweils von hervorragender Güte - ein wenig stört mich bei den Schweden der Hall.
Die Violinsonate d-moll VB 158 ist nur zweisätzig. Der zweite Satz jedoch - bei Musica Sveciæ lediglich mit "Andante" betitelt ist mehrteilig in der Abfolge Langsam-schnell-langsam-schnell, wobei gerade im 2. und letzten schnellen Teil das ebenfalls von Mozart in seinem Violinkonzert G-Dur KV 216 [3. Satz, T. 264ff.] zitierte "Strasbourger Motiv" aufblitzt. Diese Sonate wird von Nilf-Erik Sparf [Violine], Maria Wieslander [Cembalo] und Kari Ottesen [Violoncello] interpretiert.
Das leider einzig erhalten gebliebene Klaviertrio D-Dur [VB 172] wird ebenfalls auf hervorragende Weise dargeboten, diesmal wieder mit Jaap Schroeder [Violine], Lucia Negro [Hammerklavier] und wieder Kari Ottesen am Violoncello. Ebenso die "große Sonate in C", wobei hier ein Cello nicht benötigt wird. Im Adagio der Violinsonate C-Dur BV 164 findet sich Material für den Thread Das Rezitativ in der Instrumentalmusik
Die Musica Sveciæ-Einspielung ist über den Svensk Music Shop für 148 SEK zzgl. 50 SEK Versandkosten zu beziehen [das entspricht ~ 22 €].
Viele Grüße
Ulli
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30.12.2007 11:23 |
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Ulli

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Themenstarter
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Das beste, was mir in Sachen Krausscher Klaviermusik wiederfahren ist, befindet sich auf dieser unscheinbaren CD:
Angeschafft eigentlich nur aus Interesse an der Musik Olof Åhlströms, der hier bedauerlicher Weise nur in Form eines Atoms vorhanden ist und im gleichen Jahr geboren wurde, wie Mozart und Kraus.
Die Einspielung stammt von 1968 und präsentiert neben sehr kuriosen und liebenswerten Werken von Åhlström, Agrell, Naumann und Wikmanson Jopseh Martin Kraus' Rondo F-Dur VB 191, Tema con variazioni C-Dur VB 193, Svensk Dansk C-Dur VB 192 und das Larghetto G-Dur VB 194.
Gespielt wird von Stig Ribbing auf einem Hammerflügel unbekannter Herkunft, welchem nachträglich ein sogenannter Mozart-Grand [was hat Mozart damit zu tun?] oder auch als bassoon stop bezeichnetes Zubehör eingebaut wurde, welches Johann Andreas Stein zugeschrieben wurde. Der Fagottzug wird im Variationensatz und im Schwedischen Tanz verwendet. Ein eigentümlicher, kurioser, bizarrer, überraschender aber fetziger und angenehmer Klang - etwa dem einer Drehleyer in tieferen Lagen gleichkommend.
Diese CD ist wirklich extrem empfehlenswert!
- nicht nur für Krausliebhaber.
Ulli
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10.03.2008 19:49 |
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Ulli

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Wieder Neues von meinem Schützling:
Joseph Martin Kraus [1756-1792]
Bühnenmusik zu Voltaires "Olympie" VB 33
Kantaten:
La Gelosia [Die Eifersucht] VB 46
La Primavera [Der Frühling] VB 47
La Scusa [Die Entschuldigung] VB 43
La Pesca [Der Fischfang] VB 44
Simone Kermes, Sopran
L'Arte dell mondo
Werner Ehrhardt
Wunderbar, wie sich Werner Ehrhardt um Kraus kümmert! Die Olympie-Ouvertüre war das Werk, durch das ich einst Kraus Musik kennenlernte. Umso interessanter, jetzt die weiteren Teile dieser Bühnenmusik kennenlernen zu dürfen. Diese Bühnenmusik ist die letzte große Musik, die von Kraus vor dem Tod Gustavs III. aufgeführt wurde - und es ist wahrlich große Musik!
Die vier Kantaten sind, wie für dieses Genre üblich, kleine eigene Welten. Und ganz großartig! Sie betehen im Wechsel aus Rezitativen und Arien und wurden auf Texte von Pietro Metastasio, den Kraus für den besten italienischen Opernlibrettisten hielt, komponiert. Geschaffen wurden diese Kantaten oder Szenen für die Ausnahmesopranistin Lovisa Augusti [1756-1790], die sich mit ihren Lebensdaten und ihrem offenkundigen sängerischen Können in dieselben von Kraus [1756-1792] und Mozart [1756-1791] sehr gut einreiht.
Es sind nicht allein die Koloraturen, die betören - auch völlig aus der Luft gegriffene Extremsprünge überraschen ebenso, wie Kraus' komisches und tragisches Kunsthandwerk.
Eine tolle Bereicherung für meine Kraus-Sammlung! Natürlich auch im Besonderen für meine Kermes-Sammlung: Es ist einfach unglaublich, mit welcher Leichtigkeit Simone Kermes diese Koloraturen und Sprünge meistert.
L'Arte del mondo ist das von Werner Ehrhard neu gegründete Ensemble, das sich zum Teil natürlich aus Mitgliedern des Concerto Köln zusammensetzt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird - eine steht ja noch aus:
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16.05.2008 19:54 |
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