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Valery Afanassiev: Extremist, Exzentriker, Magier und genialer Pianist? |
Gerrit_Stolte
Stammgast
 
Dabei seit: 07.12.2004
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Herkunft: Deutschland
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Afanassievs Denon-Aufnahmen gibt es noch |
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na ja, nicht alle: Die Schubert-Sonaten scheinen auch in Japan vergriffen. Allerdings haben die Japaner einige seiner Aufnahmen wieder zugänglich gemacht:
http://tinyurl.com/6xe7e
Einziger Nachteil: Die Frachtkosten machen bei 5 CDs wahrscheinlich 40 Euro aus - mehr als man für die CDs selbst bezahlt. Einige dieser Aufnahmen sind aber auch noch bei amazon.de als Japan-Importe erhältlich. Ich habe mir gleich mal eine Brahms und die Bilder einer Ausstellung bestellt. Lieferzeit 4-6 Wochen
__________________ Gruß,
Gerrit
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10.01.2005 21:06 |
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Richard
Dabei seit: 02.11.2004
Beiträge: 2.581
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@Thorsten,
Glückwunsch, denn es waren auch da DIE LETZTEN !!!!
Gruß
__________________ S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’
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10.01.2005 21:10 |
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Richard
Dabei seit: 02.11.2004
Beiträge: 2.581
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| Valery Afanassiev: Extremist, Exzentriker, Magier und genialer Pianist? |
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Hallo!
zunächst einmal eine kurze Biographie (nicht aus meiner Feder):

Valery Afanassiev wurde 1946 in Moskau geboren und studierte Klavier am dortigen Konservatorium bei Emil Gilels und Yakov Zak. Seine internationale Karriere begann, als er 1970 den Königin Elisabeth Klavierwettbewerb in Brüssel gewann. Nach einer Belgien-Tournee entschloß er sich, seinen Heimat zu verlassen und um politisches Asyl im Westen anzusuchen. Valery Afanassiev wurde Belgischer Staatsbürger.
Sein Ansehen als Künstler basiert nicht nur auf seinen außergewöhnlichen Verdiensten als Pianist: Als profilierter Schriftsteller hat er viele Novellen geschrieben, veröffentlichte Dramen basierend auf Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ und Schumanns „Kreisleriana“ und schrieb viele der Booklets seiner CDs mit Musik von Bach, Beethoven, Brahms, Schumann, Mussorgsky, Chopin.
Valery Afanassiev ist auch ein begeisterter Kammermusiker, der mit Größen wie Gidon Kremer und Misha Maisky konzertiert. Der außergewöhnlich kultivierte Mensch Valery Afanassiev ist zudem ein großer Wein-Experte und leidenschaftlicher Sammler und Kenner von Antiquitäten.
Vor kurzem hat Afanassiev seine Ambitionen als Dirigent entdeckt und versucht, die unnachahmliche Charakteristik der einmaliger Aufführungen von Wilhelm Furtwängler, Willem Mengelberg, Otto Klemperer, Bruno Walter und Hans Knappertsbusch zu rekonstruieren.
Heute lebt Valery Afanassiev in Versailles, ein adäquates Umfeld für einen außergewöhnlichen und sympathischen Künstler wie ihn.
In der Süddeutschen Zeitung wurde er ein Zauberer und Magier unter den Pianisten genannt.
Mein Titel ist extra so formuliert um möglichst kontroverse Meinungen der Taminoaner über ihn zu hören.
Unumstritten ist sein Schaffen jedenfalls nicht. Man denke nur an die Presse über seine Aufnahme der Beethovenkonzerte.
Andererseits muß man ihm zugestehen, daß er wie kaum ein anderer der heutigen Pianisten Werke mit seiner ganz eigentümlichen Art und Weise angeht und aufnimmt.
Zum glück hat er mit Denon ein Label das sein Schaffen auf klanglich perfekt aufgenommene Tonträger rausbringt.
Freue mich auf eure Meinung
__________________ S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’
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06.03.2005 11:56 |
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Gerrit_Stolte
Stammgast
 
Dabei seit: 07.12.2004
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Themenstarter
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| RE: Valery Afanassiev: Extremist, Exentriker, Magier und genialer Pianist? |
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| Zitat: |
Original von Richard Ross
Andererseits muß man ihm zugestehen, daß er wie kaum ein anderer der heutigen Pianisten Werke mit seiner ganz eigentümlichen Art und Weise angeht und aufnimmt. |
Da fällt mir spontan noch Pogorelich ein und auch Stadtfeld ist ja nicht gerade ein Mainstream-Pianist. Und genau da liegt auch das Problem, das alle drei teilen: Was bleibt ohne die Exzentrik? Bei Stadtfeld gibt es da noch nichts zu sagen, Pogorelich hat eigentlich keine "normalen" Aufnahmen gemacht und Afanassiev wird dann schnell langweilig - höre Bachs WTK. Da bringen Gulda oder Richter einfach mehr zustande. Immerhin haben Pogorelich und Stadtfeld ja noch keine "Poesie" geschrieben.
__________________ Gruß,
Gerrit
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06.03.2005 16:49 |
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Alfred_Schmidt
Administrator
    

Dabei seit: 09.08.2004
Beiträge: 7.744
Herkunft: Wien
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Lassen wir mal das Wort "Exzentrik" weg und ersetzen wir es durch "subjektive Deutungen", dann ergibt sich die Frage, was ohne die Exzentrik bleibt, erst gar nicht. Sie ist ein Teil des Künstlers. Punktum.
Ich mag Afanasieiev folgen oder nicht, ihn schätzen oder nicht, tatsächlich ist er unverwechselbar (Derzeit habe ich lediglich die Sonate D 960 von Schubert auf ECM, aber das genügt schon, um sich ein erstes Bild zu machen.(DENON habe ich in Österreich noch nicht gefunden)
Immerhin interessiert mich jetzt seine Lesart der Beethoven-Klavierkonzerte (auf Oehms-Classics), auch nicht ganz leicht zu kriegen
hier. Über die wurde ja schon einiges geschrieben...
Ich finde es ist in der heutigen Zeit, wo soviel Wettbewerb herrscht, schon ein ganz großes Plus, wenn man nach Anhören der Aufnahme eines "Extrempianisten" urteilt: "Da möcht ich mehr davon hören"..
Freundliche Grüße aus Wien
Alfred
__________________
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Gewissen und Feigheit sind dieselben Dinge. Gewissen ist der Handelsname der Firma. Das ist alles.
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06.03.2005 18:11 |
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Gerrit_Stolte
Stammgast
 
Dabei seit: 07.12.2004
Beiträge: 821
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Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Alfred_Schmidt
Lassen wir mal das Wort "Exzentrik" weg und ersetzen wir es durch "subjektive Deutungen", dann ergibt sich die Frage, was ohne die Exzentrik bleibt, erst gar nicht. Sie ist ein Teil des Künstlers. Punktum. |
Das ist in meinen Augen eine extreme Vereinfachung. Auch Brendels Einspielungen sind subjektive Deutungen, allerdings nicht in extremer, exzentrischer Form. Afanassiev (oder Pogorelich) gehen einen Schritt weiter, sie sind näher an er Improvisation (sponataner Komposition) über der Komposition denn an einer Interpretation des Notentextes.
| Zitat: |
| Ich finde es ist in der heutigen Zeit, wo soviel Wettbewerb herrscht, schon ein ganz großes Plus, wenn man nach Anhören der Aufnahme eines "Extrempianisten" urteilt: "Da möcht ich mehr davon hören".. |
Der Eindruck, heute herrsche soviel Wettbewerb ist sehr subjektiv und entspricht nicht den Tatsachen. Tatsächlich waren noch in den 60er-Jahren wesentlich mehr Pianisten aktiv, mit Vertrag versehen und auf Platte präsent als heute.
__________________ Gruß,
Gerrit
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06.03.2005 18:23 |
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Richard
Dabei seit: 02.11.2004
Beiträge: 2.581
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@Hallo.
Schön. Mein "Konzept" ist aufgegangen!
Ein bissel "provolation" hier, ein wenig Öl ins Feuer dort und schon haben wir wieder einen interessanten Thread der zu Diskussionen führt.
Zu Stadtfield so viel: Ist das kein Mainstream wenn seine Plattenfirma Sony mit ihm die GBV als erste Aufnahme mit dem großen GG vermarktet?
"Komischerweise" ja nicht unbegingt zeitlich sehr weit weg von der Veröffentlichung der beiden Aufnahmen GG in der "a state of wonder" Box!
@Thorsten:
Sein WTK finde ich durchaus interessant! Was "stört" Dich ?
@Alfred:
Keine Denon Aufnahmen in Österreich? Du armer
Gruß
__________________ S. Rachmaninov:
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06.03.2005 19:57 |
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Gerrit_Stolte
Stammgast
 
Dabei seit: 07.12.2004
Beiträge: 821
Herkunft: Deutschland
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Richard Ross
@Thorsten:
Sein WTK finde ich durchaus interessant! Was "stört" Dich ? |
Uninteressant, weil reine Reproduktion, ohne viel Interpretation. Exzellente Technik, wunderbare Aufnahmequalität, keine Frage, aber schon nach einer Stunde frage ich mich, warum diese Aufnahme?
| Zitat: |
@Alfred:
Keine Denon Aufnahmen in Österreich? Du armer
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In Deutschland findest Du auch keine Denon-Aufnahmen. Im Laden sind die nur in Japan zu kaufen. Und auch da nur begrenzt, da es ein paar Wiederveröffentlichungen gibt. Gut dass ich bis auf zwei Scheiben die komplette Sofronitsky-Edition habe
Und eine der fehlenden kommt ja in ein oder zwei Wochen
__________________ Gruß,
Gerrit
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06.03.2005 20:09 |
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Richard
Dabei seit: 02.11.2004
Beiträge: 2.581
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| Zitat: |
Original von Thorsten_Mueller
Uninteressant, weil reine Reproduktion, ohne viel Interpretation. Exzellente Technik, wunderbare Aufnahmequalität, keine Frage, aber schon nach einer Stunde frage ich mich, warum diese Aufnahme?
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Eine Stunde konzentriertes Zuhören bei diesem Werk ist ja immerhin schon eine Lesitung
Muß zugeben, daß ich das WTK I bzw. II meist in "Etappen" höre!
| Zitat: |
Original von Thorsten_Mueller
In Deutschland findest Du auch keine Denon-Aufnahmen. Im Laden sind die nur in Japan zu kaufen. Und auch da nur begrenzt, da es ein paar Wiederveröffentlichungen gibt. Gut dass ich bis auf zwei Scheiben die komplette Sofronitsky-Edition habe
Und eine der fehlenden kommt ja in ein oder zwei Wochen
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@Thorsten,
unser Admin verweigert sich ja dem Segen der modernen Technik und bestellt nicht via Internet!
In diesem Fall ist es echt ein Segen. Innerhalb von 10 Tagen ist so eine CD aus Japan hier und dann auch noch 5-6 € günstiger. Falls man sie hier überhaupt bekommen würde.
__________________ S. Rachmaninov:
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06.03.2005 20:22 |
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Gerrit_Stolte
Stammgast
 
Dabei seit: 07.12.2004
Beiträge: 821
Herkunft: Deutschland
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Richard Ross
In diesem Fall ist es echt ein Segen. Innerhalb von 10 Tagen ist so eine CD aus Japan hier und dann auch noch 5-6 € günstiger. Falls man sie hier überhaupt bekommen würde.
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Genau. Und deswegen immer schön Ausschau halten:
Alexander Goldenweiser
Heinrich Neuhaus
Maria Yudina
__________________ Gruß,
Gerrit
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06.03.2005 23:54 |
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MStauch
Stammgast
 

Dabei seit: 06.11.2004
Beiträge: 766
Herkunft: Bremen
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Obwohl ich Afanassiev sehr zugeneigt bin und insbesondere seine Aufnahmen von D 959, D 960 und der Kreisleriana äußerst schätze, ist das WTK für mich eine ziemliche Enttäuschung. Ich kann mich der Beurteilung hier im thread voll anschließen. Die Interpretation bleibt für mich ziemlich ausdruckschwach, fast gleichförmig - beim Hören ist bei mir mitunter Langeweile eingetreten.
Bei den Beethoven Klavierkonzerten ist ebenfalls Vorsicht geboten - vor allem bei der zweiten Folge. Vor einem Kauf würde ich unbedingt zu einem Probehören raten. Der eigene schlüssige Ausdruck gelingt gerade sehr individuellen Künstlern nicht verläßlich. Aber wie gesagt, die drei erstgenannten Aufnahmen sind für mich unverzichtbar und auch unverwechselbar.
Mit herzlichen Grüßen
Matthias
__________________ Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.
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07.03.2005 22:28 |
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Khampan
Dabei seit: 28.07.2006
Beiträge: 526
Herkunft: Süddeutschland
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Paßt eigentlich nicht recht in dieses Unterforum, ich wußte aber nicht wohin damit...
Seit einigen Jahren dirigiert Afanassiev auch gelegentlich. Wenn ich es richtig verstanden habe, versucht er unserer Standard-Hochglanz-Orchesterkultur gegenzusteuern und den Klang und die Inbrunst verganger Zeiten (Mengelberg, Furtwängler etc.) in Erinnerung zu rufen.
Ich weiß daß er vor allem in Rußland und in Japan als Dirigent aufgetreten ist. (es soll sogar Konzertmitschnitte auf CD geben). Hat jemand von euch ihn schon erlebt?
Eben, ich auch nicht...
Eventuell aber bald: am 25. Oktober dirigiert er in Salzburg die beiden "Unvollendeten" - Schubert und Bruckner (ja ich weiß, auf Bruckners 9. trifft das eigentlich nicht zu, daher die Anführungszeichen).
Ich überlege hinzufahren.
Gruß, Khampan
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17.10.2006 17:51 |
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Khampan
Dabei seit: 28.07.2006
Beiträge: 526
Herkunft: Süddeutschland
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huch, gerade fällt mir noch ein:
Für alle die den SWR (Deutschland) empfangen können: heute 19:05 Uhr gibt es den Mitschnitt eines Klavierabends aus Mainz.
Afanassiev spielt Schubert und eine Reihe sehr verhaltener, meditativer Stücke von Valentin Silvestrov. Im Konzert kam das gut an, das Publikum war mucksmäuschenstill. Ich werde mit mir selber das Experiment machen, ob solche beinahe ereignislose Musik auch zu Hause anhörbar ist.
Gruß, Khampan
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17.10.2006 18:03 |
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AH.
hat sich schon eingelebt..

Dabei seit: 10.07.2006
Beiträge: 118
Herkunft: Hannover
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Hallo,
ich hatte das Glück, Afanassiev auch in einem Konzert zu hören, Mussorgskij und Debussy (sehr seltsam, im kleinen, halb leeren Saal der Sparkasse Hannover).
Seine Darbietung von Mussorgksij´s "Bilder einer Ausstellung" (etwas angereichert mit Dialogen) wirkte auf mich sehr natürlich und unmanieriert und eigentlich gar nicht exzentrisch. Das gehörte für mich zu den besten Konzerten, die ich bisher erlebt habe.
Auch vieles, was ich von Tonträgern her kenne ist von einer gewissen natürlichen Musikalität gekennzeichnet, die andere Pianisten an der Hochschule oft verloren zu haben scheinen. Afanassiev kann jedenfalls phrasieren und oft phrasiert er m.E. richtig und musikalisch treffend.
Gruß
Andreas
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17.10.2006 18:22 |
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Theophilus
Moderator
  

Dabei seit: 01.12.2004
Beiträge: 7.245
Herkunft: Graz
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| Zitat: |
| ich hatte das Glück, Afanassiev auch in einem Konzert zu hören, Mussorgskij und Debussy (sehr seltsam, im kleinen, halb leeren Saal der Sparkasse Hannover). |
Wie kann das sein, dass Afanassiev in so einer großen Stadt in einem kleinen, halbleeren Saal spielen muss?
__________________ Ciao
Von Herzen, möge es zu Herzen gehen...
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17.10.2006 18:42 |
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Caesar73

Dabei seit: 22.03.2005
Beiträge: 4.263
Herkunft: Landau
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| Zitat: |
Original von Theophilus
Wie kann das sein, dass Afanassiev in so einer großen Stadt in einem kleinen, halbleeren Saal spielen muss? |
Ich denke, Affanasiev ist heute wohl eher etwas für Kenner und Spezialisten, denn für den "Mainstream". und seine letzten Aufnahmen liegen auch schon eine Weile zurück. Dazu kommt noch der Umstand, dass Affanassiev wohl kaum das Bedürfnis nach Glanz und Glamour befriedigt.
Herzliche Grüße,
Christian
__________________ Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)
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17.10.2006 18:52 |
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AH.
hat sich schon eingelebt..

Dabei seit: 10.07.2006
Beiträge: 118
Herkunft: Hannover
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der Veranstaltungsort "Sparkasse" war recht ungewöhnlich, kein Ort, wo regelmäßig Konzerte stattfinden. Das Konzert war auch nicht in irgendeine Reihe eingebunden. Ich habe davon nur zufällig durch Werbung auf einer Litfaßsäule erfahren.
Übrigens hat Afanassiev vor dem Konzert noch ziemlich verbissen geübt, wie man durch die geschlossene Tür hören konnte, einige schwierige Stellen von Mussorgskij - immer und immer wieder.
Schien sich aber gelohnt zu haben, er hat´s dann im Konzert fehlerfrei hinbekommen, obwohl er wahrlich nicht auf Sicherheit spielte (war für mich eine spannende Frage, als er zu den jeweils fraglichen Stellen kam).
Gruß
Andreas
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17.10.2006 18:55 |
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Khampan
Dabei seit: 28.07.2006
Beiträge: 526
Herkunft: Süddeutschland
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| RE: Afanassiev als Dirigent |
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| Zitat: |
Original von Khampan
am 25. Oktober dirigiert er in Salzburg die beiden "Unvollendeten" - Schubert und Bruckner |
tagesaktuelle Meldung: Afanassiev hat wegen Krankheit abgesagt.
Stattdessen dirigiert Hans Graf.
Gruß, Khampan
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25.10.2006 11:40 |
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a.b.
Stammgast
 

Dabei seit: 19.08.2006
Beiträge: 772
Herkunft: Österreich
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Kennt ihr eigentlich eine Seite, wo seine gesamte Discographie aufgelistet ist?
Wieviel und welche Aufnahmen hat er denn bei DENON gemacht? Was gibts denn noch jüngeres außer seine Schubert-Violin-Sonatinen aus Frankreich oder die Beethoven-Konzerte bei Oehms?
Warum gibts keine Denon-Lizenz-Box bei Brilliant Classics?
Wie lautet denn sein Pseudonym, unter dem er seine Romane und Erzählungen veröffentlicht hat?
Fragen über Fragen...
__________________ Gruß ab
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Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke
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03.07.2007 21:00 |
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Khampan
Dabei seit: 28.07.2006
Beiträge: 526
Herkunft: Süddeutschland
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| Zitat: |
Original von a.b.
Kennt ihr eigentlich eine Seite, wo seine gesamte Discographie aufgelistet ist? |
(wewewe.)hmv.co.jp/search/index.asp?page=1&formattype=1&keyword=afanassiev
scheint wirklich komplett zu sein. Inclusive der Aufnahmen als Dirigent.
| Zitat: |
| Wieviel und welche Aufnahmen hat er denn bei DENON gemacht? |
wenn ich richtig gezählt habe, 17. Plus 2 zugekaufte UdSSR-Aufnahmen.
| Zitat: |
| Was gibts denn noch jüngeres außer seine Schubert-Violin-Sonatinen aus Frankreich oder die Beethoven-Konzerte bei Oehms? |
vor allem Beethoven Sonaten Nr. 30-32! (Konzertmitschnitte aus Tokyo, ohne den Applaus hätten sie auf 1 CD gepaßt
)
| Zitat: |
Warum gibts keine Denon-Lizenz-Box bei Brilliant Classics?
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ganz einfach: weil dann Denon in Japan nix mehr an den CDs verdienen würde
| Zitat: |
| Wie lautet denn sein Pseudonym, unter dem er seine Romane und Erzählungen veröffentlicht hat? |
überfragt, kriege ich aber bei Gelegenheit raus. Vermute kein Pseudonym.
Gruß,
Khampan
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04.07.2007 11:46 |
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observator
Dabei seit: 15.02.2005
Beiträge: 1.382
Herkunft: hip 14576
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| Zitat: |
Original von Khampan
| Zitat: |
| Wie lautet denn sein Pseudonym, unter dem er seine Romane und Erzählungen veröffentlicht hat? |
überfragt, kriege ich aber bei Gelegenheit raus. Vermute kein Pseudonym.
Gruß,
Khampan |
http://www.amazon.fr/s/ref=nb_ss_b/171-6...Go.x=10&Go.y=10
gruß auf
__________________ erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät
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04.07.2007 12:01 |
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a.b.
Stammgast
 

Dabei seit: 19.08.2006
Beiträge: 772
Herkunft: Österreich
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Danke für diese Auskünfte!
Kennst Du die Live-Aufnahmen?
Das Nichts-mehr-Verdienen überzeugt mich gar nicht: Eine Lizenz kann ja erstens auch an bloß bestimmte Länder vergeben werden. Zweitens: Die paar CDs, die sie in Japan - noch dazu bei den Billigpreisen, wie ich gerade umgerechnet habe - absetzen, dürften wohl ein Klacks sein gegenüber einem internationalen Imput.
Hat du einmal bei HMV etwas bestellt? Fallen da Zollgebühren an? Sind die prompt? Gibts Probleme?
Afanassiev hat in Frankreich zunächst unter Pseudonym geschrieben und dann erst später unter seinem richtigen Namen veröffentlich. Die Übersetzungen ins Deutsche müssten aber wohl noch unter seinem Pseudonym erschienen sein, das ich nirgends rausfinden konnte. (Mich interessiert nur, ob er auch dort so schrecklich nichts- bzw. allessagend blubbert wie in seinen Booklets.)
__________________ Gruß ab
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Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke
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04.07.2007 12:04 |
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a.b.
Stammgast
 

Dabei seit: 19.08.2006
Beiträge: 772
Herkunft: Österreich
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Gerade das klärt nicht meine Frage, leider...
__________________ Gruß ab
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Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke
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04.07.2007 12:11 |
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observator
Dabei seit: 15.02.2005
Beiträge: 1.382
Herkunft: hip 14576
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na guat:
luria, valery
__________________ erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät
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05.07.2007 09:33 |
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Christian B.
hat sich schon eingelebt..


Dabei seit: 01.06.2006
Beiträge: 297
Herkunft: München
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| Zitat: |
Original von Khampan
| Zitat: |
| Was gibts denn noch jüngeres außer seine Schubert-Violin-Sonatinen aus Frankreich oder die Beethoven-Konzerte bei Oehms? |
vor allem Beethoven Sonaten Nr. 30-32! (Konzertmitschnitte aus Tokyo, ohne den Applaus hätten sie auf 1 CD gepaßt
)
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Hallo Khampan,
was für eine Aufnahme soll das bei Oehms sein, meines Wissens gibt doch nur eine Denon-Aufnahme mit Nr. 30 & 31 unter dem Titel "Back To The USSR". Habe die drei Sonaten mal live mit ihm gehört und bin gespannt!
Viele Grüße,
Christian
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05.07.2007 19:27 |
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Khampan
Dabei seit: 28.07.2006
Beiträge: 526
Herkunft: Süddeutschland
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| Zitat: |
Original von Christian B.
was für eine Aufnahme soll das bei Oehms sein, meines Wissens gibt doch nur eine Denon-Aufnahme mit Nr. 30 & 31 unter dem Titel "Back To The USSR". Habe die drei Sonaten mal live mit ihm gehört und bin gespannt!
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Richtig, Beethoven Nr. 30-32 ist weder Denon noch Oehms, als Label ist Wakabayashi Koubou angegeben. Wakabayashi ist mir als japanischer Konzertmanager bekannt, bei Toningenieur und Schnitt stehen zwei alte Denon-Namen, klingt auch entsprechend gut.
Ob die Aura, die Afanassiev im Konzert verströmt, bei dieser CD rüberkommt, kann ich nicht beurteilen, weil ich das Programm noch nicht im Konzert gehört habe (wie ich dich beneide!).
Um diese Frage von a.b. noch zu beantworten -
von den japanischen Konzertmitschnitten kenne ich nur diesen Beethoven. Und ich habe nicht von hmv bestellt sondern mich über Kontakte versorgt.
Gruß, Khampan
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05.07.2007 21:56 |
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