Die musikalische Woche bei TAMINO

  • ~ Die musikalische Woche bei TAMINO ~


    Monntag


    Benannt nach dem Komponisten Matthias Georg Monn [1717-1750].


    Wientag


    Wiener Komponisten sind angesagt!


    Schmidtwoch


    An diesem Tag in mitten der TAMINO-Woche sollten die Eindrücke der vergangenen TAMINO-Woche im Forum für die Ewigkeit niedergeschrieben werden.


    Dönerstag


    …gehört ganz klar Werken wie Die Entführung aus dem Serail oder Zaïde.


    Neytag


    Benannt nach der Pianistin Elly Ney [1882-1968].


    Alphatach


    Man höre ausschließlich Aufnahmen des Untergrundlabels alpha.


    Sohntag


    Hier kann man Werke von Mendelssohn oder von den Bachsöhnen hören.


    ~ ~ ~


    Es gibt dann noch die französische Variante mit u.a.


    Vendredi


    Der (CD-) Kauftag


    …oder italienische wie Verdi, Vivaldi, Domenico, Giovanni



    Mit den besten Empfehlungen,


    :hello:

  • Am Schmidtwoch - bekanntlich der Tag, an dem Gott vorschmidttags Land, Meer und Pflanzen schuf, nachmidttags die Kultur mit Taminovorbereitung und um Schmidternacht eine Auszeit samt Korn nahm, um zu sagen: „Ähm, naja gut…“ – ist für den wahren, aufrechten, großgläubigen Taminen verbindlich wie pünktlich die liturgia horarum zu verrichten. Es greifen die Reformen des Zweiten Vataminischen Konzils.



    Der Stundengebetszyklus besteht aus:


    Invitatorium (lat.: „Einladung“):
    Kann, im Gegensatz zu klösterlich-laxen Handhabungen, nicht eigenmächtig initiiert werden, sondern besteht lediglich in der Beantwortung eines Telephonanrufs des Forenschöpfers, vornehmlich vor der ersten Lese- und Schreibhore des Tages (also etwa gegen zwei Uhr nachts), der


    Schmette (auch Schmidtutin oder Vredil):
    Wird zu nachtschlafender Zeit selbst noch vor dem ersten Aphorismus verrichtet, ausschließlich admin orem dei gloriam.
    Sie besteht aus zwei (an Hochfesten drei) Nokturnen, Mazurken und vor allem Walzern (keine Scherzi!), jeweils eingeschlossen ist eine längere Lesung, vorzugsweise Threaderöffnungen. Hier darf auch bereits geschrieben werden. Wer sich traut.


    Lideaudes:
    Im oder bei Morgengrauen abzuleisten.
    Kernpunkte: Eröffnung (Einloggen), Hymnus (laut schreiben, noch bevor man gelesen hat), Lob-Psalm (Verbeugesmiley), Schriftlesung (dann doch), Responsorium (von lat.: „Antwort“, sprich: Das letzte Wort haben), Ridedictus, Frühbitten (nicht wieder verschoben, gelöscht, ignoriert, widerlegt o.ä. werden), Alfrater Unser, Tagessuppe, Segen.


    Die kleinen Horen:
    Werden ausgeübt alle drei Stunden, besser noch alle drei Minuten, auf den Knien mit mehrfacher Verbeugung in Richtung des nächstgelegenen respektive für bestimmte Nothilfesituationen zuständigen Moderators (nur 24 h-aktive).


    - Pbrim
    - Therz
    - Pbrixt
    - Nöhn (norddteutsch auch Nöhl)


    Jause (ersetzt seit dem Konzil die Vesper):
    Kernpunkt das Magnifikat mit Kopfzeite: „Magnificat anima mea Taminum“.


    Couplet (Nach-und Nachtlied):
    [Für Reformierte] Lesung aus dem ersten Petrusbrief („Seid nüchtern und wacht“), um falschen Verdächtigungen vorzubeugen, in C-Dur (HIPs in H-Dur), Sündenbekenntnis (Heute auch noch gekauft), relativierender Hymnus auf sich selbst, Psalmen 4, 91, 134 und der mit der eigenen Postingzahl geteilt durch hundert (gerne auch tausend), das Nunc dimittis („Du schmeißt mich dann raus, wenn…“), Kyrie, Pflichtie, Freder Unser, Schlussgetret, Lobhudelei, Sägen.



    Bei orthodoxen Taminen kommt es zu erheblichen Abweichungen, aber der Editor kann keine griechische oder kyrillische Schrift.




    Pater Audi


    Amen



    .

  • :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    Ist ja köstlich!


    Ich erscheine ja meistens pünktlich morgends zur Pbrixt, wenn es hier noch fast ganz leer ist und stimme meine diversen Magnificats an. :angel:


    Danach muss ich dann mein klösterlcih von Tamino abgeschiedenes Tagwerk vollbringen udn kann leider kaum mehr an den Hör-chen teilhaben.


    Zum Nachtlied reicht es heute eben noch Bonne nuit à tutti quanti :hello:

  • Zugegeben, ich hatte schon immer eine gewisse Affinität zum Klösterlichen, wenn mich bisher auch die unerträgliche Vakanz des Weiblichen nachhaltig und vehementiter vor der Klausur abhielt.


    Dass ich jetzt aber dennoch nolens volens im Kloster St. Tamin gelandet bin, rührt mich zu Tränen.


    Pater Quattro sei Dank
    und meine Lobhudeligkeiten und Verbeugungen seien ihm gewiss bis in alle in Ewigkeit für seine exquisite regula tamini!


    Was zum grossen Glück allerdings noch fehlt ist der Jause-Choral: "Magnificat anima mea cerevisium nostrum cottidianum",
    auf dass sich dem ketzerischen Protestanten aus den fernen barbarischen Bankenlanden endlich der Hlg. Dvorak offenbaren möge...( :hello:Waldi)


    Walther von der Bärenwiesn

  • Lieber Walter, in diesen heiligen Kloster Hallen gibt es ja doch (noch) ein bisschen Weiblchkeit- auch wenn der hochwürdige Abt sicherlich manchesmal lieber die alten benediktinischen Separations-Regeln einführen würde.
    Aber der Googleeinschatquotenmarkt würde das evtl übel quittieren? ..........;)
    Einstweilen kannst du es Dir also im Taminokloster mit dem Zeitgeist abgerungener Frauenquote noch wohlgehen lassen- ich magnificiere weiterhin pünktlich zur Pbrixt mit allen Attributen, die bei 100% XX dazugehören.
    Buona notte :hello:

  • Richtig, liebe Queen, zum Glück! Es ist ja auch eine 100%XX gleichen Namens, welche das tolle Magnificat schmettert: und das möge sie bitte auch im monasterium alfredini weiterhin tun! Das ist Labsal für uns ausgetrocknete Zwinglianer....

    Dir auch eine gute Nacht.


    Walter

  • Zitat

    Original von Walter Heggendorn
    ...auf dass sich dem ketzerischen Protestanten aus den fernen barbarischen Bankenlanden endlich der Hlg. Dvorak offenbaren möge...( :hello:Waldi)


    Der Ketzer (ohne P) zündet eh gerade vor jeder Dvorak-Symphonie dutzende Kerzen an. Ich hab' schon probiert, jeden Tag eine zu hören, nur samstags drei, damit der Sonntag allein der 9. gehört (die nicht umsonst nach einem Prager Vergnügungsviertel benannt wurde - nur Naive denken bei der Neuen Welt an Amerika). Aber der blöde Beruf kommt mir immer dazwischen. Und ich kann meinen Kummer darüber auch nicht in der Moldau ersäufen, weil für Smetana bleibt auch keine Zeit, und zur Original-Vltava fährt an diesem Wochenende leider nur meine Weiblichkeit (beruflich!) und läßt mich hier sitzen. Hoffentlich bleiben wenigstens ein paar Stundengebete für die Taminne machbar.


    Liebe Grüße an den Bärenhautwälzer (übrigens haben die Heiligen bekanntlich alle Genüsse, vor allem die weiblichen, erst gründlich durchgekostet, bevor sie ihnen entsagten. Also nur Mut, o Heckendorner, schiele ruhig nach Dornröschen [Plural]; wenn alle Stricke reißen, gibt's für Euch Katholen ja auch noch den Ablaß, dagegen sind wir Häretiker arm dran...) :hello:


    Waldi