Netrebko als Lucia in Wien

  • Lieber Peter ,




    Deine sorgenvollen Gedanken ("pensées" ) kann ich nachempfinden .


    Aber ich denke doch , zumindest hoffe ich es s e h r , dass 'Severina' es mit den grösstenTeilen der britischen Fachpresse ud einigen französischen Musikpuiblikationen hält und sich sagt :"Mit dem Tod von Maria Callas ist die Oper auf ihrem Höhepunkt zu Ende gegangen" .


    In England wie Teilen Frankreichs gab es 2006 und 2007 keine einzige lebende altive SängeriN unter den Top Twenty aller Zeiten !!!


    Selbst Natalie Dessay , sicherlich d i e herausragende Lucie / Lucia und Sonnambula und , und , und unserer Tage ( demnächst noch Violetta ) fand keine Gnade vor den Ohren der Juroren .


    Sensationell war , wenn auch absolut zu Recht , dass die gottlob lebende Gundula Janowitz sogar in den Top 10 zu finden war .


    Wenn sich 'Severina' also für Gundula Janowitz , Agnes Gioebel , Wilma Lipp , Anna Moffo , Anita Cerquetti ( also ältere frühere Kollegionnen von Dir ) entscheiden sollte , so beweist das doch ihren exquisiten Geschmack !


    Peter , mein Freund , ich bin sicher , dass 'Severina' sich hier noch eingehender äussern wird .


    Dir einen erholsamen Abend !



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • den ganzen AN-"hassern" zum trotz,
    mir hat anna netrebko gestern überaus gut gefallen.
    sie weiss zu berühren.


    ich habe als vergleich " nur" elena mosuc,die die koleraturen perlen lässt,allerdings berührt sie mich nicht so sehr,wie AN.
    olga mykytenko habe ich in der gleichen inszenierung gesehen,wie elena mosuc( essen) und sie hat zwar (noch)nicht die stimme wie die mosuc,aber mit ihrem spiel hat sie mich mehr angesprochen.


    der thread heisst zwar"anna als lucia",dennoch möchte ich kurz die inszenierung ansprechen,denn da ist es höchste eisenbahn,dass die verschwindet.
    so kann man doch heut zu tage kein musiktheater mehr machen.


    das bühnenbild,insbesondere die ersten beiden bilder,sind ´ne beleidigung für das auge.
    ich glaube,nein ganz sicher,habe ich so eine verstaubte inszenierung noch nie gesehen.

  • Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna


    Aber ich denke doch , zumindest hoffe ich es s e h r , dass 'Severina' es mit den grösstenTeilen der britischen Fachpresse ud einigen französischen Musikpuiblikationen hält und sich sagt :"Mit dem Tod von Maria Callas ist die Oper auf ihrem Höhepunkt zu Ende gegangen"
    Frank


    Das hoffe ich aber gar nicht. Man lasse sich mal den Satz auf der Zunge zergehen.


    Sind wir folglich alle nekrophil oder gar Thanato-viele?


    Ich sehe ja ein, dass ein Opernfreund gern mal das Kind mit dem Bade ausschüttet, aber man muss es doch nicht gleich ersäufen!!!


    Maria Callas war eine großartige Sängerin und noch bessere Darstellerin. Keine Frage, auch wenn ich ihr Timbre nicht besonders schätze. Was aber hat sie bitte mit der Lucia Anna Netrebkos in Wien zu tun?


    Ich bitte also, beim Thema (oder am Ofen) zu bleiben. Apropos: da Frau Netrebko bestimmt demnächst eine Professur angetragem bekommen wird, sehe ich den Schlenker zur ausblebenden Emazipation immer noch näher am Thema dran als die Meinung exterritorialer Medien zu Frau Callas, aber auch dafür ließe sich andernorts sicher ein besserer Platz finden.


    JR II

  • Liebe Melanie ,



    also Hut ab vor den Damen in den Fachgebieten der Reinen Lehren und Naturwissenschaften im weiteren Sinne


    wie Ingenieuwissenschaften zum Beispiel .


    Als ich noch nicht einmal auf dem Gymnasium war , gab es in Aachen eine promovierte , bildhübsche Dipl.-Ing. , deren damaliges Studium sie als erste Frau umgeben von fassungslosen Herren höchst erfolgreich muirt Leistungen der Extraklasse beendet hat . Ich muss es wissen , weil .....


    In Mathe und Physik hat eine Mentorin von mir in diesen beiden Gräuelfächern zu Schulzeiten ebenfalls in Rekordzeit das Studium absolviert . Natürlich erfolgreichst .


    In der Juristerei kenne ich derzeit ebenfalls eine gut aussehende junge Dame mit rekordverdächtigem Examensziel .


    Übrigens keine Ausnahmen !


    In der Medizin , da ........


    Was meinst Du , liebe melanie , wenn ich zu meinen Schulzeiten solche Lehrerinnen gehabt hätte !


    Um zum Thema zurückzukehren : In Musik / Singen hätte ich Anna Moffo absolut am liebsten gehabt .


    Dir natürlich eine grosse Karriere in Deinen beiden Fächern - von Herzen übrigens !


    Beste Grüsse ,




    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber JR II ,



    man muss da Timbre vonb Maria Callas nicht mögen ( ich kenne mehrere Opernliebhaber , denen es so geht im übrigen ) , aber ihre Lucia bleibt schon dies Messlatte , obwohl die farnzösische Version mit Natlie Dessay sängerisch wie darstellerisch in meinen Ohren und in meinen Augen insgesamt gleichbedeutend ansehe .


    Viele Grüsse,



    Frank


    PS.: Unser "Ofen" ist natürlich ein Faden der besonderen Güte , in dem jeder herzlich willkommen ist .


    Aber jetzt zurück zu 'Lucia' .

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin


  • Lieber Yago,
    von welcher "Inszenierung" sprichst du? Meinst du das marode Bühnenbild, in dem die Sänger rumstehen und tun, was ihnen halt gerade so einfällt oder auch nicht)?? Warum, glaubst du, habe ich über den szenischen Teil dezent den Mantel des Schweigens gebreitet? ;) Leider haben wir in Wien noch sehr viele Nicht-Inszenierungen dieses Kalibers, und ich fürchte, das wird sich auch unter dem neuen Direktor nicht ändern....... :wacky:
    Elena Mosuc habe ich in Zürich als Lucia gehört (In einer ausgezeichneten Inszenierung von Robert Carsen übrigens) und sie hat mir sehr gut gefallen. Allerdings finde ich auch, dass AN ein wesentlich einfühlsameres Rollenporträt gelungen ist.
    lg Severina :hello:


    PS: Warum hast du nicht Laut gegeben, dass du in die "Lucia" gehst? Diesmal wäre ich in Wien gewesen!


  • Liebe Frank!


    Darauf kannst Du lange warten, aber um eine Lanze für das Bühnenbild zu brechen, mir gefällt es bedeutend besser als das in Zürich,


    und ich hoffe, dass die neue Direktion sich nicht damit abgibt, die guten alten Inszenierungen mit modernen und unpassenden auszutauschen.


    Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello: :hello:

  • Zitat

    Original von Frank Georg Bechyna
    Liebe Melanie ,
    In Mathe und Physik hat eine Mentorin von mir in diesen beiden Gräuelfächern zu Schulzeiten ebenfalls in Rekordzeit das Studium absolviert . Natürlich erfolgreichst .
    Frank


    Bitte, was ist daran Gräuel? Mathematik ist Ästhetik pur! :yes:


    :hello:

  • Zitat

    der thread heisst zwar"anna als lucia",dennoch möchte ich kurz die inszenierung ansprechen,denn da ist es höchste eisenbahn,dass die verschwindet. so kann man doch heut zu tage kein musiktheater mehr machen. das bühnenbild,insbesondere die ersten beiden bilder,sind ´ne beleidigung für das auge. ich glaube,nein ganz sicher,habe ich so eine verstaubte inszenierung noch nie gesehen


    Ich habe heute im Kunsthistorischen Museum in Wien mit einem dänischen Ehepaar gepalaudert, die mir erzählt haben, sie wären extra nach Wien geflogen, weil es hier noch so schöne Inszenierungen gäbe wie diese - in Kopenhagen wäre sowas leider nicht mehr am Spielplan.
    Die allgemeinen Bemerkungen über moderne Inszenierungen von Opern , welche dann folgten - erspare ich euch - wenn auch nur ungern :stumm:


    mfg aus Wien


    Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Richtig, lieber Alfred, bei dieser Oper ist es wurscht, was auf der Bühne passiert, da kommt's ja doch nur auf das Gegluckse des Soprans an. Mit Musikdramatik hat so ein Stück nichts zu tun.
    :hello:


    P.S.: Ich enthalte mich auch, Dir den Spott wiederzugeben, den ein befreundeter deutscher Kollege heute telefonisch (von mir unwidersprochen) über uns Wiener ergoß, weil diese Inszenierung noch immer gespielt wird. Und das Kerlchen ist keiner von der Regietheater-Fraktion. Beileibe nicht!

    ...


  • zum glück fällt da anna netrebko was ein,den anderen weniger.
    "nicht-inszenierung" trifft´s besser,wie du richtig sagst.
    und marodes bühnenbild noch besser.


    ich liebe ja elena mosuc sehr und ich freue mich jedes mal,wenn sie nach essen kommt.leider viel zu selten.
    viell. kennst du ja die olga mykytenko,ich glaube im theater an der wien konnte man sie schon hören.sie hat eine tolle stimme und ist auch schauspielerisch immer überzeugend.
    (die essener lucia-inszenierung gab´s letztes jahr übrigens auch in graz.)


    P.S.:wg. laut geben...ich war in begleitung ;)
    bin wieder im juni 2 wochen in wien.
    lg yago

  • Liebe Severina ,



    aus Deinen Säötzen entnehme ich , dass die Tendenz in die Richtung einer "Freien Inszenierung" läuft . Jeder kann machen , was er will .


    Wäre doch nur konsequent , kostengünstig .


    Aber welch ein Schrecken ....


    Danke für Deine Hinweise auf Zürich !



    Grüsse Dir und nach Wien ,



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Wulf ,



    es geht in meinem Hinweis ausschliesslich um die damalige Darbeietung der Schul - Mathematik , wie ich sie erleben musste .


    Grüsse an Dich ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin