Lieber Bernward,
bin mit Deinen Ausführungen durchaus einer Meinung. Allerdings stimmt Dein Zeitplan nicht so ganz. Als ich Peter Seiffert kennenlernte, war er noch keine 16 Jahre alt und vom Opernstar weit entfernt. Das war 1970/71; ich hatte mit seinem Vater zu tun, der kein Unbekannter im Düsseldorfer Brauchtum war.
Später habe ich dann aufmeksam seine ersten Schritte zur Sängerkarriere verfolgt, Düsseldorfer Opernstudio, erste Schritte auf der DOR-Bühne in kleinsten Rollen, dann der Durchbruch als Baron Kronthal im Wildschütz, wo ihn die Lokalpresse als neuen "Wunderlich" feierte - dann 1980 der Abflug in die großen Häuser nach Berlin, München, Zürich, Wien...
Seiner ersten Fernseh-Auftritt hatte er bei Annliese Rothenberger; das muß so 1979 gewesen sein, die Platte gibt es bei amazon immer noch (auf dem Cover der 4. v.l.); er sang damals (auf italienisch) aus "Tosca" und "La Boheme":

Die von Dir beschriebenen Fernseh-Auftritte bei Carolin Reiber entstanden wohl Anfang der 80er, als Seiffert seine erste Spielzeit an der Münchner Oper absolvierte.
Irgendann habe ich ihn dann aus den Augen verloren, erst 1992 traf ich ihn auf der Beerdigung seines Vaters wieder, er war da mit seiner - schon durch Krankheit schwer gezeichneten - Frau Lucia Popp, die im Jahr darauf dann ebenfalls verstarb.
Seine Schwester hatte bis vor ein paar Jahren übrigens eine nette Kneipe hier in Düsseldorf....
Viele Grüße
Harald

