Köln, Oper, "Tristan und Isolde", Richard Wagner, 22.03.2009

  • Einen Tag nach der Wiesbadener Premiere von Wagners Oper „Tristan und Isolde“ kam auch in Köln eine neue Produktion dieser „Handlung in 3 Akten“ auf die Bühne. Die Verantwortung für diese Neuinszenierung lag in den Händen von Markus Stenz (Dirigent) und David Pountney (Regie). Auch Pountney gelang, ähnlich wie Hilsdorf in Wiesbaden, keine wirklich gelungene Umsetzung des schwierigen Werkes, er scheiterte aber auf merklich niedrigerem Niveau, als das in der hessischen Landeshauptstadt zu erleben war.


    Auch in Köln schliesst die Szene, wie in Wiesbaden, mit einem bemalten Prospekt ab – hier sind es Meereswellen, die auf der Leinwand zu sehen sind. Am Ende des Vorspiels erkennt man im oberen Bereich der Bühne den Seemann, der sein Lied singt. Wenn dann der Blick auf die Szene freigegeben wird, ist ein angedeutetes Schiff zu sehen mit einer quadratischen Spielplattform, gut einen Meter über dem Bühnenboden montiert, mit Tüchern, die Segel symbolisieren und auf ebener Erde eine graugekleidete Rudermannschaft, die dieses Schiff vorwärts treibt. Umrahmt wird die Bühne von jenen Meereswellen, die schon auf dem Prospekt zu sehen waren.


    Die Kostüme entsprechen klassischen Vorlagen, klar ist Magd Brangäne von der Herrin Isolde zu unterscheiden. An Personenführung bietet David Pountney während dieses ersten Aktes nichts, was mitteilenswert wäre – er unterbindet noch nicht mal Überzeichnungen mit weit weggestreckten oder zum Himmel empor gerissenen Armen. Tristan hält ein grosses Ruder umklammert, der Todestrank befindet sich in einem schwarzen Fläschchen, der Liebestrank in einem roten. Am Ende steht König Marke im vollen Ornat auf halber Bühnenhöhe im Hintergrund.


    Der zweite Akt spielt dann in einer Traumlandschaft – Malerstaffeleien fallen ineinander, Würfel drehen sich, Balken liegen herum. Halbkreise sind auf einem grossen Kubus zu sehen, eine goldene Kugel fährt auf der sich fast ständig ganz langsam drehenden Bühne herein. Isolde trägt die Farben des Tages, von rot ins gelb übergehend, Tristan das silbrige blau der Nacht und auch die Bühne changiert in diesen Farben. Brangäne wird von Isolde an einen der Würfel angebunden, aber später sieht man sie auf diesen Balkentrümmern liegen, im tiefroten Kleid mit offenem Haar, wenn sie ihren Wachruf singt. Später, wenn der König die Szene betreten hat, sieht man Brangäne wieder in ihrer Dienerinnenkleidung, festgebunden an dem Würfel. Fast ständig klettern Isolde und Tristan über diese Landschaft, ohne sich wirklich Nahe zu kommen. Das passiert erst mit dem Auftritt Melots und des Königs: Tristan und Isolde fliehen in einen weiss ausgeleuchteten Kasten, ein Refugium, in das Melot später mit Gewalt eindringen wird. Tristan stürzt sich waffenlos in das Schwert von Melot.


    Dieser zweite Akt lebt vom Bühnenbild und den Lichtwirkungen – diese können aber über die Dürftigkeit der Personenführung, über den Mangel an Inszenierung nicht hinwegtäuschen.


    Der dritte Akt zeigt ein Strandlandschaft, vereinzelt sind Steine zu sehen, im Vordergrund in einem Kahn, der sterbenskranke Tristan. Inszenatorisch passiert auch hier nichts, was erwähnt werden müsste. Gegen Ende kommen aus dem Bühnenboden die Personen der Handlung herauf. Sie alle sehen aus wie Isolde und bewegen sich sonnambul – keine realistische Szene, vielleicht die finale Fieberphantasie Tristans. Isolde wird beim Liebestod ihren Mantel ausziehen und in jenem sonnenfarbenen Kleid auf der Szene stehen, das sie im zweiten Akt trug. Im Hintergrund sieht man die Halbkreise des zweiten Aktes, einer davon hat sich zum ganzen Kreis vervollständigt.


    Die Musik ist noch nicht richtig verklungen, da sind schon massive „Buh“-Rufe aus dem Zuschauerraum zu hören.
    Die Inszenierung von David Pountney ist nicht nur langweilig, sie offenbart auch das Unvermögen des Regisseurs, diesen Stoff adäquat auf die Bühne zu bringen. Pountney gehörte einstmals zu den interessanteren Regisseuren seiner Generation – wer diesen „Tristan“ sieht, wird das nur schwer nachvollziehen können. Leider beantworten Pountney und seine Kostümbildnerin Marie-Jeanne Lecca den Publikumsprotest mit geradezu erfreuten Gesten – möglicherweise glauben beide, ihnen sei ein provokante Produktion gelungen – das Gegenteil ist Fall.


    Musikalisch setzt Markus Stenz auf ein – wie schon Marc Piollet in Wiesbaden – getragenes Grundtempo. Und er macht das mit ebenfalls bewunderungswürdigem Durchhaltevermögen. Allerdings beschleunigt Stenz dann doch phasenweise recht stark, kommt also zu einem etwas anderen Gesamtaufbau seiner Interpretation, als Piollet. Vom Klangbild her wirkt das Kölner Gürzenich-Orchester seidig und warm, kompakt, wenig angeschärft und in der Eruption gebremst. Auch hier gilt: wer sich auf so eine Interpretation einlassen kann, wird musikalisch an diesem Abend Freude finden. Das Kölner Publikum überschüttete Stenz und seine Musiker/innen mit deutlichen „Buh“-Rufen.


    Bei den Sängern machte der klangschöne Bariton Samuel Youn als Kurwenal nachdrücklich auf sich aufmerksam, der Sänger verfügt über ein breites Ausdrucksspektrum und über eine unangestrengte, natürlich eingesetzte und gut kontrollierte Stimme.


    Schwächer der König Marke von Alfred Reiter. Reiter überzeugt mit klarer Diktion und einer wirklich ergreifenden singdarstellerischen Ausgestaltung der grossen Klage des Königs aus dem zweiten Akt, kann aber Problem in der Höhe und bei der Phrasierung nicht verbergen.


    Dalia Schaechter, die Brangäne, ist über ihren Zenit hinaus, die Stimme wirkt angegriffen, leicht abgesungen und wird den Anforderungen der Partie nicht mehr voll gerecht.


    Mit schmaler Stimme, die im ersten Akt heftig vor sich hin schlug, mit einer nicht hinreichenden Expansion in der Höhe und merklichen Intonationsproblemen überzeugte Annalena Persson als Isolde nicht.


    Der amerikanische Tenor Richard Decker als Tristan hatte schon im ersten Akt wenig klangvolle Töne anzubieten, da wurde einmal mehr versucht, irgendwie durch die Partie zu kommen. Auch der zweite und dritte Akt wurde vom diesem Sänger nicht bewältigt – wenn nichts mehr ging, wurde forciert. Erstaunlich, dass Decker im dritten Akt noch zu einigen lyrischen Tönen in der Lage war.


    Alle drei, Persson, Decker und Schaechter wurden mit teilweise enormen „Buh“-Rufen vom Publikum empfangen.


    Für mich war es ein interessanter Vergleich, den „Tristan“ an zwei aufeinanderfolgenden Abenden an zwei verschiedenen Häusern erleben zu können – überzeugt hat mich keine der beiden Produktionen, aber Hilsdorf in Wiesbaden hat dann doch die Nase leicht vorn.

  • Hallo Alviano,
    ich hatte schon bei unserer Forza den Eindruck, dass Pountney wohl nichts mehr zu sagen hat. Schade, denn früher gelangen ihm durchaus beeindruckende Inszenierungen, seine "Jenufa" z.B., die gerade wieder auf dem Spielplan steht.
    Dass Pountney den Buhorkan als "Erfolgsmeldung" betrachtet, darfst du ihm aber nicht übel nehmen, das halten doch alle Regisseure so. Zumindest habe ich noch kaum andere Reaktionen bemerkt.
    Doppelt traurig natürlich, wenn neben der szenischen auch die musikalische Seite überhaupt nicht zu überzeugen vermag. Dabei hatte die Kölner Oper doch bis in die 90er ein sehr gutes Ensemble und hochkarätige Gäste, ich habe mich selbst des öfteren davon überzeugt.
    lg Severina

  • Liebe severina,


    ich hatte gestern auch nochmal nachgelesen, was Du seinerzeit über die "Forza" in Wien geschrieben hattest - und das klang zumindest bewegter, als das, was ich gestern in Köln gesehen habe. Das über weite Strecken völlige Wegbrechen von Personenführung war schon ein bemerkenswerter Schwachpunkt der Aufführung.


    Das Problem bei "Tristan" ist ein Mangel an geeigneten Stimmen. Und wenn der gefundene Kompromiss bestimmte Grenzen unterschreitet, das war in Köln teilweise der Fall, drängt sich die Frage auf, ob man nicht lieber ein anderes, besser zu besetzbares Stück in den Spielplan hätte nehmen sollen.

  • Zitat

    Original von Alviano
    ich hatte gestern auch nochmal nachgelesen, was Du seinerzeit über die "Forza" in Wien geschrieben hattest - und das klang zumindest bewegter, als das, was ich gestern in Köln gesehen habe. Das über weite Strecken völlige Wegbrechen von Personenführung war schon ein bemerkenswerter Schwachpunkt der Aufführung.


    Was ja auch am Stück liegt: ich habe noch nie eine Tristan-Inszenierung gesehen, die mich vollständig überzeugt hat, schon gar nicht in puncto Personenführung. Viele Tristan-Produktionen können ja mit dem ersten Akt punkten, brechen dann aber inszenatorisch spätestens mit dem Nachtgesang im zweiten Akt ein und kommen dann auch im dritten Akt nicht mehr auf die Beine. Eine Differenz liegt allenfalls darin, wie "konzeptionell" die Kapitulation der Regie rübergebracht wird: das gelingt Heiner Müller (Bayreuth, mir nur von DVD bekannt) oder Konwitschny (München) besser als Kosky (Essen), Perceval (Stuttgart), Chéreau (Mailand, DVD) oder gar Krämer (Wien). Aber gescheitert sind die letztlich alle...



    Viele Grüße


    Bernd

  • Hallo Bernd, Claus Guth muss aber in Zürich eine ausgezeichnete Inszenierung gelungen sein, zumindest sind meine Freunde allesamt begeistert. Er verlegt die Handlung in die Villa Wesendonck und lässt - mit deutlichen biografischen Bezügen - den Tristan als Art Kammerspiel ablaufen. Muss sehr gut funktionieren!
    lg Severina :hello:

  • Hallo Severina,


    ja, habe ich auch gelesen (wobei die Rezensionen geteilter Meinung waren, aber das sind sie ja fast immer). Alles in mir sträubt sich zwar gegen den Gedanken, dass ausgerechnet Claus Guth die ultimative Tristan-Inszenierung gelungen sein soll :D, aber ich muss zugeben, dass sich die Beschreibungen der Inszenierung sehr interessant anhören.


    Tristan im Salon gab es schonmal in den frühen 90ern in Kassel, ich erinnere mich aber nur noch vage an den Flügel auf der Bühne und an - was sonst? - notorisch überforderte Sänger.



    Viele Grüße


    Bernd



    PS: Im Coverbildrätsel harrt man Deiner... ;)

  • Zitat

    Original von Zwielicht
    Aber gescheitert sind die letztlich alle...


    Lieber Bernd, liebe severina,


    dem würde ich nicht wiedersprechen wollen... Wenn ich mich nicht gänzlich irre, hatte John Dew bereits Ende der 70er Jahre in Krefeld die Handlung des "Tristan" als Dreiecksgeschichte mit Wagner und Otto und Mathilde Wesendonck inszeniert - Claus Guth wäre also nicht der erste, der in diese Richtung gedacht hätte.


    Es ist natürlich schon eine irre Musik, die der Wagner da komponiert hat, so schwer das Stück zu realisieren ist, rein von der Musik her: sofort wieder...

  • Lieber Alviano,


    erst einmal vielen Dank für deine ausführlichen Kritiken.


    Bezüglich John Dew's Tristan in Krefeld Ende der 70ger kann ich nur bestätigen, dass es eine sehr gute Inszenierung war. Soweit ich mich erinnere war Stan Unruh der Tristan und Dagmar Trabert die Isolde.



    Es grüßt herzlich Uwe :hello: :hello:

  • Zitat

    Original von MosesKR1
    Bezüglich John Dew's Tristan in Krefeld Ende der 70ger kann ich nur bestätigen, dass es eine sehr gute Inszenierung war. Soweit ich mich erinnere war Stan Unruh der Tristan und Dagmar Trabert die Isolde.


    ... und Gail Varina Gilmore die Brangäne ...


    :hello:

  • Zitat

    Original von Alviano
    [...]Die Inszenierung von David Pountney ist nicht nur langweilig, sie offenbart auch das Unvermögen des Regisseurs, diesen Stoff adäquat auf die Bühne zu bringen.


    apropro Stoff: Bei aller Kritik an der musikalischen Leistung ist sicher die Rezension im DLF beachtenswert, die die Auskleidung der Bühne mit Stoff aufgrund der schwierigen Akustik in der Oper Köln abstraft.
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/938632/

  • Liebe Sophia,


    das ist völlig richtig. Besonders im ersten Akt ist der Bühnenaufbau für die Sängerinnen und Sänger ein dickes Problem. Die Bühne ist offen, die Spielplattform steht frei im Raum, der Raum selbst wird von einem Stoff-Vorhang, auf dem Wellen zu sehen sind, begrenzt. D. h. dass der Schall überall hinstrahlt und selbst ein stimmkräftiger Sänger wie Richard Decker mitunter kaum zu hören ist. Das Bühnenbild ist, nicht nur, aber auch, für die Sänger/innen eine Zumutung. In Wiesbaden ist der Raum nach vier Seiten hin durch die Wände und die geschlossene Decke begrenzt, der Schall strahlt direkt nach vorne ab, das ist natürlich für schmale Stimmen (wie für die Wiesbadener Isolde Turid Karlsen) sehr günstig. Den munter vor sich hinbrüllenden Alfons Eberz (der Wiesbadener Tristan) könnte man natürlich auch auf eine offene Bühne stellen, den würde man dann immer noch hören können, aber gut gesungen wäre das dann immer noch nicht.


    Vor diesem Hintergrund finde ich die Kritik an Markus Stenz nicht berechtigt. Er bemüht sich, Persson und Decker zu helfen, und er macht das mit einigem Geschick. Auch die kleinen Ungenauigkeiten im Orchester fallen längst nicht so ins Gewicht, wie man das glauben könnte, wenn man die Kritiken liest - da habe ich schon ganz andere Sachen gehört. Die Interpretation als solche muss man mögen, mein Fall ist sie auch nicht unbedingt, aber ich finde, dass Markus Stenz seine Vorstellung dieser Musik sehr gut umsetzt, das verdient Respekt.


    Persson und Decker sind allerdings am Sonntag tatsächlich gesanglich schwach gewesen, da wird es wohl niemanden geben, der dem ernstlich widersprechen mag.


    Ein kleines Detail zeigt, mit wie wenig Verstand das Regieteam da agiert hat: der Herrenchor im ersten Akt sitzt mit dem Rücken zum Publikum, der Einsatz wackelt, der Klang ist so dünn, wie man das unter diesen Umständen erwarten muss.

  • Zitat

    Original von Alviano
    Persson und Decker sind allerdings am Sonntag tatsächlich gesanglich schwach gewesen, da wird es wohl niemanden geben, der dem ernstlich widersprechen mag.


    Lieber Alviano,
    leider gilt das auch für den gestrigen Freitag. Da konnte auch das gut aufspielende Gürzenich Orchester unter der Leitung von Markus Stenz den Gesamteindruck nicht merklich verbessern. Uneingeschränkt überzeugen konnte mich nur Samuel Youn als Kurwenal.


    Mit freundlichen Grüßen aus dem Rheinland


    Gerd

  • Lieber Gerd,


    das war schon in der Premiere so, dass einzig Samuel Youn eine gute Leistung ablieferte - bei Persson und Decker wäre es vielleicht schön, wenn der eine oder andere Gast diese ablösen würde.


    Wie hat Dir denn die Inszenierung gefallen?

  • Zitat

    Original von Alviano
    Wie hat Dir denn die Inszenierung gefallen?


    Lieber Alviano, der 3. Akt war nicht schlecht, im 1. Akt haben einige
    plakativen Gesten (z.B.: die Titanic-Pose) sehr gestört. Ärgerlich war die bobonfarbene Patybeleuchtung im 2. Akt und die Tatsache, dass sich Tristan und Isolde fast ständig an verschiedenen Stellen der Bühne aufhielten (moderne Fernbeziehung). Die Musik spricht da aber eindeutig eine andere Sprache. Und daher fällt mein Gesamturteil auch negativ aus.


    In der Hoffnung, dass "Samson und Dalila" besser wird:


    Gerd

  • Zitat

    Original von Zwischenrufer2


    In der Hoffnung, dass "Samson und Dalila" besser wird:


    :no: :no: :no: Da hab ich leider kaum Hoffnung; nicht nach diesem "Tristan" und nicht bei dieser Besetzung - da wird höchstens wieder Samuel Youn als Oberpriester begeistern können... Na ja, wenigstens wird Tilman Knabe es höchstwahrscheinlich wieder kräftig bumsen lassen... :stumm:

  • Zitat

    Original von Zwischenrufer2
    Ärgerlich war die bobonfarbene Patybeleuchtung im 2. Akt und die Tatsache, dass sich Tristan und Isolde fast ständig an verschiedenen Stellen der Bühne aufhielten.


    Das ist ein ganz grosser Schwachpunkt dieser Inszenierung, dass Tristan und Isolde dauernd über dieses Bühnenbild klettern und überhaupt keinen Kontakt miteinander haben. Besonders langweilig dann, wenn Tristan auf einem dieser Würfel liegt, und Isolde sich auf dem Bühnenboden davor zur Ruhe bettet. Tatsächlich passt die Musik zu dieser szenischen Lösung überhaupt nicht. Das Bühnenbild fand ich für sich genommen auch nicht überzeugend, gut, das Auge hat erstmal was zu tun, es gibt was zu sehen und Brangäne, wie sie da im blutroten Kleid, mit offenem Haar lasziv auf diesen Trümmern lagert, das hat schon was, bleibt aber interpretatorisch jede Begründung schuldig. Ein Regisseur, der soetwas abliefert, sollte lieber gar nicht mehr inszenieren und Platz für jüngere Leute machen.


    Bei "Samson" bin ich zögerlich - allerdings bin ich am Premierentermin verhindert, sodass ich getrost abwarten kann, ob ichs mir anschauen möchte. Den Tenor kenne ich nicht, aber Schaechter dürfte gesanglich mit der Partie besser zurechtkommen, als mit der Brangäne - vom Typ her stelle ich mir eine Dalila allerdings anders vor. Tilman Knabe ist gerade hier in Frankfurt aus einer Mozart-Produktion ausgestiegen - die Differenzen bezüglich seines Konzeptes seien "unüberbrückbar" gewesen.

  • Zitat

    Original von Der-wonnige-Laller


    Das glaube ich kaum... :no:


    Ich hatte ganz vergessen, dass Frau Schaechter, die der Kölner Oper leider wohl erhalten bleibt, die Dalila singt. Da wird sie sich wohl mit ihren schauspielerischen Mitteln über eine Menge hoher Töne hinweg mogeln müssen. Dem Publikum hat das aber häufig ganz gut gefallen. :boese2:


    Viele Grüße :hello:


    Gerd

  • Die Kölner Oper hat tatsächlich die Initiative ergriffen und die Hauptpartien für "Tristan und Isolde" umbesetzt.


    So werden jetzt Robert Gambill als Tristan und Barbara Schneider-Hofstetter als Isolde angekündigt und Michail Schelomianski übernimmt den König Marke - alle drei, sogar Gambill, dürften stärker sein, als die Premierenbesetzung.


    Elena Zhidkova als Brangäne und Thomas J. Mayer als Kurwenal verkomplettieren die Umbesetzungen, Zhidkova würde ich mir nicht anhören wollen, Thomas J. Mayer hingegen schon.