Wie verschlanke ich eine CD-Sammlung? Die Qualen eines Sammlers

  • Liebe Taminos,


    aus Platzgründen muss ich meine CD-Sammlung aussortieren. Jetzt habe ich die Qual der Wahl, welche Interpretation ich behalten soll. Brauche ich wirklich so viele Zauberflöten und Meistersinger? Was aus der Kammermusik und Symphonik soll ich behalten. Wie soll ich die Aufnahmen wieder zu Geld machen? Via E..y lohnt sich das überhaupt nicht.


    Eine wahrhaft schwierige Frage.



    Liebe Grüße von einem verzweifelten Uwe

  • Hallo Uwe !


    Bei Platzmangel bau doch an ! :D


    Mein Rat : Alles behalten.
    Du ärgerst Dich sonst irgentwann zu Tode.


    Ich hab das auch schon einmal durch.
    Das ende vom Lied : Ich hab die Aufnahmen mit der Zeit wieder angeschafft ! :no:


    Hab dann also doppelt dafür bezahlt.


    Also, alles behalten !


    :hello:


    Gruss
    Holger

    "Es ist nicht schwer zu komponieren.
    Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen"
    Johannes Brahms

  • Hallo Uwe,


    wäre das jetzt nicht die beste Gelegenheit, auf Audiostreaming umzustellen und die CD´s ein-für-alle-male in einen Keller zu verdammen ? Auf eine Festplatte mit 1TB Speicherkapazität passen so rund 10.000 CD in verlustfreier Komprimierung. Das sollte vielleicht fürs erste reichen ?


    Ansonsten: aufrichtiges Mitleid ! Welche Seelenqualen, sich zwischen verschiedenen Aufnahmen entscheiden zu müssen...


    VG, Bernd

  • Hallo!


    Ich habe das selbe Problem und versuche, mich von CDs, die ich eigentlich nicht mehr brauche, zu trennen. Bislang habe ich noch keine Aussortierung bedauert. Da mein Regal nun auch praktisch voll ist, werde ich allerdings die Aussortierungs-Kriterien wohl weiter aufweichen müssen und auch CDs entfernen, die nicht gänzlich mißfallen oder überflüssig sind.
    Die CDs wird man durch Verschenken am leichtesten los. Wenn sie keiner haben will, gibts noch die Mülltonne.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Zitat

    Original von Pius
    Die CDs wird man durch Verschenken am leichtesten los.


    Genau! Und ebendies habe ich anläßlich meines letzten Umzugs gemacht, immerhin einen ganzen Umzugskarton voll. Die Auswahl war freilich nicht leicht, besitze jetzt beispielsweise ein paar Zauberflöten und Brahms-Symphonien weniger. Das geht.


    Das Schöne am Verschenken ist: Man kann anderen Musikliebhabern eine Freude bereiten. Ist doch auch was.


    Also mein Rat: Nur zu!

  • Überspielen auf Festplatten ist ein ziemlicher Aufwand und bedarf professioneller Backuproutinen (sonst sind gepreßte CDs immer noch das beste Backupmedium).


    Daher von mir (der die Situation kennt) einige weniger radikale Vorschläge:


    - CDs, die man behalten möchte, von Doppel- oder anderen dicken Mehrfachboxen in schmalere umpacken. Je nach Anteil dieser Kisten in der Sammlung kann das schon einiges einsparen.


    - Evtl. wäre zu erwägen, komplett auf ein System doppelter weicher Klarsichthüllen, die eine Tasche für die CD und eine fürs Booklet enthalten, umzusteigen. Dann muß allerdings die Aufbewahrung komplett geändert werden, statt Regalen benötigt man blätterbare Fächer oder Schubladen. Anderer Nachteil: Beim evtl. späteren Wiederverkauf kein hinteres Einlegeblatt mehr da...


    - Aufbewahrung optimieren: Ein Regal/Schrank mit einer auf CDs zugeschnittenen Fachhöhe ist offensichtlich platzsparender als ein umfunktioniertes Bücherregal, das zu tief (dann evtl. in zweite Reihe stellen) ist und keine ideale Fachhöhe hat.


    - Platz findet sich, z.B. in Flurnischen, Gästezimmer usw.


    - Aussortieren ist keine angenehme Arbeit, besonders wenn man "fair" sein will und vorher die Alternativen vergleichen... Aber was kann man machen? Welche Werke sind mir so wichtig, daß ich mehrere Aufnahmen haben möchte, bei welchen reichen mir eine oder zwei? Welche Künstler sind mir unabhängig davon wichtig, wie oft ich das Werk schon im Regal habe? Welche CDs haben vielleicht besonderen Nostalgie- oder Sammlerwert (damit allerdings auch höheren Wiederverkaufswert)?
    Dann Triage, einteilen in drei Kategorien: "auf jeden Fall behalten", unsicher, kann weg. Wieder auf "unsicher" anwenden usw.


    - Viel verdienen kann man hier nicht. "buyer's market" Wenn der Aufwand sich lohnt und ein kleines Taschengeld abfällt, kann man zufrieden sein.
    Es gibt allerdings einzelne Sachen, die sich ordentlich verkaufen lassen; ich habe z.B. vor ein paar Wochen beim Marketplace die alte Wenzinger-Aufnahme der Brockes-Passion (3 CDs) für ca. EUR 30 verkaufen können, etwa soviel, wie sie neu gekostet hat und etwas mehr als ich dafür bezahlt habe. Aber vermutlich weniger als ich hätte erzielen können, da es sich anscheinend um eine ziemliche Rarität handelte, die am Tag der Einstellung schon verkauft wurde (da keine andere im Angebot war, konnte ich mich nur am ungefähren Ausgangswert orientieren). Aber das war eine Ausnahme; ich habe auch schon CDs für 3-4 EUR verkauft, was kaum den Aufwand wert ist.
    Ebay lohnt heute eher weniger. Schneller und bequemer ist Amazon marketplace. Hier im Forum besteht ein gewisses, leider recht begrenztes Interesse an gebrauchten CDs
    "momox.de" kauft CDs (allerdings zu ziemlich miesen Preisen) einzeln und en gros. Alternative: Verschenken, Spenden, Flohmarkt usw.


    - last, not least (was ich mir selbst hinter die Ohren schreiben sollte): Gezielter Kaufen! Besonders bei Boxen, Billigangeboten und der zigsten Aufnahme eines Standardwerks...


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Hallo Uwe,


    jeder Sammler kennt dieses Problem. Vor vielen Jahren habe ich mich von einigen Aufnahmen getrennt, indem ich sie verschenkt habe. Nachträglich habe ich dann richtig darunter gelitten.
    Inzwischen sitzen viele CDs auf dem Boden im Kleiderschrank und beim Frühjahrsputz freue ich mich, dass ich sie noch habe und höre die ein oder andere doch wieder. Manches empfindet man dann nach einigen Jahren Abstand wieder ganz anders.
    Also wirklich nur das verschenken, was man wirklich nicht mehr möchte.


    Viele Grüße
    Jolanthe

  • Lieber Uwe,
    Für Dich großherzige für uns Forianer lohnende Vorschläge:
    Mache doch hier im Tamino-Forum eine Tauschbörse auf.
    Oder am besten verschenke Deine doppelten CDs. Dann bereitest Du Freude und fühlst Dich sauwohl.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zitat

    Wie soll ich die Aufnahmen wieder zu Geld machen? Via E..y lohnt sich das überhaupt nicht.


    Das kann ich so nicht bestätigen, lieber Uwe!
    Wenn ich bei einem Deiner Angebote im ebay mitgeboten habe, bin ich entweder überboten worden oder mußte vorher aussteigen, weil der Preis zu hoch stieg.....


    LG
    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo an alle,


    vielen Dank für die vielen Antworten. Wie ich entnehmen kann, geht es nicht nur mir so :D.


    Auf den PC übertragen möchte ich nicht. Ich habe so viele CDs, dass ich die bis zu meinem Lebensende nicht hören kann. Jaja, die Sammlerwut aus der Jugendzeit.


    Verschenken will die auch nicht.


    Aulagern in den Keller oder in die Garage geht erst recht nicht. Beide Räume kommen mir so vor, wie eine Popcornmaschine. Steckst du noch einTeil rein, so fliegt dir alles um die Ohren. In unsere Garage passt vieles rein, nur kein Auto. :boese2:

  • @Harald


    Wann war das denn?


    Im ersten Jahr bei E..y habe ich wirklich noch gut verkauft, aber in den letzten 3 Jahren hat es wirklich keinen Spaß gemacht.

  • Zitat

    Original von zatopek
    ...
    Auf eine Festplatte mit 1TB Speicherkapazität passen so rund 10.000 CD in verlustfreier Komprimierung.
    ...


    Nein, das ist zu optimistisch, da ginge sich nur mittelprächtige MP3-Kodierung aus. Verlustfrei gehen etwa 2500 - 3000 CDs auf ein TB.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von MosesKR1
    @Harald


    Wann war das denn?


    Im ersten Jahr bei E..y habe ich wirklich noch gut verkauft, aber in den letzten 3 Jahren hat es wirklich keinen Spaß gemacht.


    Ist noch gar nicht so lange her. Das letzte war Anfang d. J., glaube ich, eine "Königin von Saba", da bin ich bei 15 EUR ausgestiegen....


    (Bei meinen Verkäufen bin ich schon froh, wenn ich 1 EURO pro CD erziele!)

    LG
    Harald

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Verschlankt wird nicht! Aber ich beginne auch, auf Klarsichthüllen und Kästen in geschlossenen Regalen/Schränken umzusteigen - sieht sonst doof aus. Schicker wären natürlich auch Schubladen in passender Größe, ist mir aber zu teuer, bzw zu aufwendig, diese zu bauen. Ich brauch ja mein Geld, um neue CDs zu kaufen und meine Zeit, diese zu hören. :D Und Platz an meinen Wänden habe ich auch nicht mehr. Da stehen Regale für meine umfangreiche Bibliothek und meine LPs (auch einige Tausend).


    CD-Klarsichthüllen gibt es sehr günstig und auch in passenden Größen, so dass auch das Rückcover mit reinpasst. Die Platzersparniss ist enorm. Seltener gehörtes kommt so in große Kartons auf den Hängeboden in meinem Flur, der mitlerweile komplett überdeckt ist.


    Meine CD-Sammlung im 5-stelligen Bereich (allerdings mehr Jazz als Klassik) bekomme ich so in einer 1-Zimmer-Wohnung unter und auf dem Hängeboden ist so noch für einige Tausend Platz. Als nächstes werde ich über den Küchenschränken geschlossene Hängeschränke anbringen. Bei hohen Altbauwänden hat man so bis zur Decke auch noch viele Regalmeter Spielraum.


    :hello:Matthias

  • Zitat

    Original von Theophilus


    Nein, das ist zu optimistisch, da ginge sich nur mittelprächtige MP3-Kodierung aus. Verlustfrei gehen etwa 2500 - 3000 CDs auf ein TB.


    :hello:


    Stimmt, du hast Recht ! Ich war von 100MB ausgegangen, je CD in FLAC. tatsächlich sind es rund 300MB.


    VG, Bernd

  • Zitat

    Original von zatopek
    wäre das jetzt nicht die beste Gelegenheit, auf Audiostreaming umzustellen und die CD´s ein-für-alle-male in einen Keller zu verdammen?


    Mittlerweile gibt es übrigens mehrere seriöse Firmen, welche für Privatpersonen die CD-Sammlung rippen, in das Format der Wahl umwandeln, ordentlich taggen und auf einem Medium der Wahl ordentlich sortiert ablegen. Die Computerzeitschrift "c't" hat neulich so einen Dienstleister gestestet - mit sehr guten Ergebnissen. Natürlich kostet das ganze Geld, aber man spart sich selbst unendlich viel Zeit.


    Allgemein zum Thema Musik auf Fetsplatten:
    wenn man schon so viel Arbeit, Schweiß und Herzblatt in eine digitale Musiksammlung steckt, muss man sich unbedingt mit dem Thema Backup befassen! Festplatten gehen kaputt, und wenn 1TB in die ewigen Daten-Jagdgründe wandern, ist das Entsetzen groß. Ergo sollte man mindesten ein Backup der gesammten Sammlung haben, am besten auf einem Datenträger, welcher nicht gerade im gleichen PC eingebaut ist. Das ganze Thema Backup bläht sich, bei Lichte betrachtet, schnell auf und fordert viel Zeit für Einlesen, Umsetzung und Pflege - Zeit, die ich persönlich ehrlich gesagt lieber meinen wahren Interessen zuwenden möchte. Daher bin ich selbst von dem ganzen Thema Musiksammlung@Rechner wieder abgekommen..


    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Hallo Uwe,


    Ich jedenfalls gebe keine CD mehr her, nicht aus Platzmangel oder Mangel an Gefallen, ich würde höchstens vielleicht die eine oder andere verschenken aber dann auch nur, wenn ich weiß daß diese Person sie auch schätzen mag.


    Zweimal habe ich den Fehler gemacht, und es tut mir heute noch weh.


    Als die CD’s auf den Markt kamen, hatte ich etliche Schallplatten - hauptsächlich waren es damals Jazzplatten - zum Schleuderpreis von einem Euro “verschenkt”. Als meine CD-Sammlung später dermaßen anwuchs, wollte ich auch Platz schaffen und nur die Crème de la Crème behalten. Etliche CD’s habe ich verschenkt, den Rest machte ich in eine Kiste und ab in den Keller. Welche Freude war das Wiedersehen mit der Kiste ein Jahr später! Ich war so froh darüber die eine oder andere CD wiederzuhaben. In einer Klassiksammlung passen IMO auch CD’s die man nicht oft hört, oder nur das erstemal und dann nicht mehr. Irgendwann kommt die Zeit, wo man froh ist, daß man sie besitzt.


    Also, behalten, rein in die Kiste, und später freu! Oder gleich Regal vergrößern.
    gruß
    roman :hello:

  • Hallo Thomas,


    Zitat

    Original von Chorknabe


    ....


    Allgemein zum Thema Musik auf Fetsplatten:
    ... Das ganze Thema Backup bläht sich, bei Lichte betrachtet, schnell auf und fordert viel Zeit für Einlesen, Umsetzung und Pflege - Zeit, die ich persönlich ehrlich gesagt lieber meinen wahren Interessen zuwenden möchte. Daher bin ich selbst von dem ganzen Thema Musiksammlung@Rechner wieder abgekommen..


    Noch vor noch nicht allzulanger Zeit hätte ich dir vielleicht sogar zugestimmt. Mittlerweile ist es aber zum Glück so, dass es verschiedenen Programme gibt, mit denen sich Backups komfortabel und weitgehend automatisiert erstellen lassen, so dass der Aufwand nicht ganz so groß ist, wie du ihn darstellst.


    Eines ist aber klar, eine solche Lösung über Audiostreaming ist derzeit wahrscheinlich noch nichts für Leute, die sowieso mit ÄhhBahh an Computer und alles was damit zu tun hat denken. Wie bei sovielen Dingen des Lebens muss man sich, wenn man es richtig machen woll, schon etwas mit der Materie beschäftigen. Ist aber alles längst nicht mehr so schlimm, wie früher.


    Und der Komfort, über einen Netzwerkplayer Musik hören zu können, entschädigt mich für den Aufwand. Aber das ist sicherlich auch Geschmacksache.


    VG, Bernd

  • Zitat

    Original von MosesKR1
    Auf den PC übertragen möchte ich nicht.
    Verschenken will die auch nicht.
    Aulagern in den Keller oder in die Garage geht erst recht nicht.


    Dann bleibt ja nur noch entweder alles so lassen wie es ist, oder der Verkauf der ausrangierten CDs.


    Ich kann unbedingt Amazon Marketplace empfehlen. Nicht nur, daß bei Ebay immer nur die CDs der anderen Anbieter hohe Preise erzielen, auch der Verwaltungsaufwand ist viel höher. Bei Amazon ist die ganze Abwicklung von der Einstellung bis zum Zahlungseingang automatisiert. Du mußt Dich um viel weniger kümmern, mit wenigen Klicks ist die CD eingestellt. Und vor allem allem fallen Gebühren nur an, wenn der Artikel tatsächlich verkauft wird.


    Ich verkaufe seit nahezu drei Jahren auf Amazon und bin sehr zufrieden. Ins Geld gehen können noch die Kosten für gefütterte Briefumschläge. Es lohnt sich da, bei Amazon oder einschlägigen Händlern gleich 100 Stück auf einmal zu kaufen, dann handelt es sich pro Umschlag nur noch um Pfennigbeträge.


    Bem Aussortieren selbst kann Dir eh keiner helfen.
    Ich habe das Problem nicht, da ich die gesamte Sammlung auf Festplatte gespeichert habe. Zwar verschlanke ich auch hin und wieder durch Löschen von Dateien, aber der Platzbedarf spielt da keine Rolle. Es geht mehr um die Übersicht. So habe ich zB. bei meinen vielen Klavierrecitals früherer Tastenheroen fast alle der damals üblichen Salonstückchen gelöscht, die ich sowieso nie höre. Auch die damals so weit verbreiteten Bearbeitungen von Bachschen Werken für Orchester sind (fast) alle weg.


    Diese selektive Löschen setzt natürlich eine andere Sortierung der Sammlung voraus, wie ich sie auf der Festplatte leicht verwirklichen kann. Dir dürfte es eher schwer fallen, ein Sänger- oder Pianistenrecital so zu durchforsten, weil Du ja die CD als solche behalten willst, und sie nicht verkaufen kannst, nur weil ein Salonstückchen enthalten ist.

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr
    Ich kann unbedingt Amazon Marketplace empfehlen. Nicht nur, daß bei Ebay immer nur die CDs der anderen Anbieter hohe Preise erzielen, auch der Verwaltungsaufwand ist viel höher. Bei Amazon ist die ganze Abwicklung von der Einstellung bis zum Zahlungseingang automatisiert.


    Die Vorteile von Amazon erscheinen in der Tat offenkundig. Allerdings sind die Gebühren nicht zu verachten. Wenn ich das richtig sehe, sind es 17,25 % vom VK-Preis (15 % zzgl. 15 % luxemb. USt.), und dazu noch 1,14 Euro Gebühr. Von 20 Euro VK-Preis erhält man also 15,41 Euro zzgl. Versand.


    Jetzt bin ich um so erstaunter, wie günstig manche Angebote im Marketplace sind.

  • Zitat

    Original von honigschlecker


    Die Vorteile von Amazon erscheinen in der Tat offenkundig. Allerdings sind die Gebühren nicht zu verachten. Wenn ich das richtig sehe, sind es 17,25 % vom VK-Preis (15 % zzgl. 15 % luxemb. USt.), und dazu noch 1,14 Euro Gebühr. Von 20 Euro VK-Preis erhält man also 15,41 Euro zzgl. Versand.


    Jetzt bin ich um so erstaunter, wie günstig manche Angebote im Marketplace sind.


    Das ist noch wesentlich komplizierter; ich kenne die Formel nicht und die Berechnung, die man kriegt, ist ziemlich undurchschaubar. Jedenfalls sinken die faktischen Gebühren irgendwo bei knapp 4 Euro auf 0. Dann muß man also nur die Versandkosten zahlen. Daher bieten Leute Bücher für 0,01 EUR an: Käufer zahlt 3,01, Verkäufer kassiert etwas zwischen 2 und 3 Euro und zahlt noch 0,85 für die Büchersendung, macht also knapp 2 EUR gut. Lohnen tut sich das freilich nicht unbedingt...


    Aber Du hast sicher recht, daß Amazon hier ganz gut zulangt. Ein rezenter Verkauf von mir: Preis 22,99, Käufer zahlt 25,99, die 3 EUR werden mir erstmal auch als Vers.kostenpauschale gutgeschrieben; dann gehen von dieser Summe "Verkaufsgebühren" 6,27 ab, mein Guthaben beträgt 19,72, wobei ich freilich die Vers.kosten noch zahlen muß (es gingen also etwa 14% von den 22,99 ab). Reingewinn ohne Arbeitszeit (da muß man halt davon ausgehen, daß das Einstellen nur eine knappe Minute, das Eintüten ein paar Minuten dauert und man den Gang auf die Post ohnehin anderweitig vorhatte) knapp 18 Euro.
    Bei 7,99 Verkaufspreis (wieder für den Käufer +3) bleiben 7,31 Gutschrift, also diesmal nur -8,5%, aber dann noch die Vers-kosten ab, bleiben als Erlös nur weniger als Euro 6. (Wenn man eine CD, wie man sollte, immer als Brief (1,45) verschickt)


    Der Riesenvorteil gegenüber Ebay aus meiner Sicht: blitzschnelles Einstellen, keine Fotos machen usw., automatische Abwicklung, also kein Warten auf die Zahlung usw. und v.a. keine Gebühren, falls nicht verkauft! Man kann mit einem Klick nach Ablauf wiedereinstellen, Geduld muß man eben haben, manches geht eher wie sauer Bier...


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
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    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Sicher sind die Marketplace-Gebühren nicht zu verachten. Ob der Unterschied zu Ebay aber wirklich ins Gewicht fällt? Mir jedenfalls sind die Vorteile wichtiger.


    Ich habe schon Artikel nach 20 oder 30 Minuten verkauft, bei anderen gelang es erst nach 2 Jahren. Ich will nicht wissen, was da inzwischen an Ebay-Gebühren angefallen wäre.


    Letztlich lebe ich nicht davon, ich sehe das ganz entspannt und will nicht reich werden. Erst kürzlich habe ich etliche Naxos-CDs und vergleichbare Angebote herausgenommen und an einen Freund verschenkt. Freude bereiten ist wichtiger als verkniffen verkaufen.

  • Tach,


    im Zusammenhang mit der Diskussion über die ebay-Gebühren kam mir der Gedanke, ob es nicht vielleicht für die Verschlankung von CD-Sammlungen eine Abwrackprämie geben könnte ? So ein bis zwei EURO je aussortierter CD sollten doch im Konjunkturprogramm III drinsein. Die notleidende Musikindustrie würde es freuen und uns auch... :yes:


    VG, Bernd

  • Zitat

    Original von zatopek
    Tach,


    im Zusammenhang mit der Diskussion über die ebay-Gebühren kam mir der Gedanke, ob es nicht vielleicht für die Verschlankung von CD-Sammlungen eine Abwrackprämie geben könnte ? So ein bis zwei EURO je aussortierter CD sollten doch im Konjunkturprogramm III drinsein. Die notleidende Musikindustrie würde es freuen und uns auch... :yes:


    VG, Bernd


    :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

  • Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Ebay lohnt heute eher weniger. Schneller und bequemer ist Amazon marketplace.
    "momox.de" kauft CDs (allerdings zu ziemlich miesen Preisen) einzeln und en gros.


    Ich kenne das Problem auch, dass die CD-Sammlung immer wieder durchforstet werden muss, um Platz für Neues zu schaffen. Dass die Absatzmöglichkeit eBay inzwischen nicht mehr attraktiv ist, sehe ich genauso wie Du. Der Amazon Marketplace wird von mir zwar genutzt, aber über vieles ärgere ich mich dort schon. Zum einen über die hohen Gebühren. Zum anderen über Kunden, die z.B. behaupten, die von mir verschickte CD nie erhalten zu haben. Weil ich das Gegenteil nicht beweisen kann, muss ich den Kaufpreis vollen Umfangs erstatten. "Eigenartigerweise" passieren solche Verluste auf dem Postweg immer dann, wenn es sich um eine sehr teure CD handelt. Billig-CDs für 1,99 € kommen merkwürdigerweise immer an. Noch mehr ärgern mich aber Kundenrezensionen, in denen z.B. über zu hohe Versandkosten gemeckert wird (die ich ja gar nicht beeinflussen kann: das legt allein Amazon fest). Oder Kunden schreiben eine Bewertung "Toll! Besser könnte es nicht sein! Ich bin sehr zufrieden!" und bewerten einen dann mit vier von fünf Sternen. Was in meine Bewertungsstatistik mit "nur 80 % Kundenzufriedenheit" eingeht.


    Ich bin daher inzwischen konsequent dazu übergegangen, meine überzähligen CDs an http://www.momox.de zu verkaufen. Natürlich zahlen die nicht das, was man im Amazon Marketplace erzielen könnte. Denn dort verkauft momox ja die angekauften CDs selbst (unter dem Verkäufernamen medimops. Momox und medimops sind identische Firmen). Und natürlich müssen die eine Gewinnmarge haben. Aber der Vorteil ist: ich tippe in wenigen Minuten die EANs der von mir aussortierten CDs ein, bekomme einen Preis, packe ein Paket, das wird gratis (!) bei mir zu Hause von DHL an dem von mir gewünschten Tag abgeholt (ich muss noch nicht einmal das Paket adressieren) und wenige Tage später ist das Geld ohne Abzüge auf meinem Konto. Keine Gebühren (wie bei eBay und Amazon), keine Abzocke, keine Versandkosten. Alles einfach nur bequem.


    Warnen möchte ich vor dem Anbieter http://www.zeedee.de in Berlin, der nach dem gleichen Geschäftsmodell wie momox arbeitet. Nur eben nicht so korrekt wie momox. Zeedee wollte mir doch tatsächlich erzählen, dass eine CD, die ich bei jpc für teures Geld neu gekauft (also nicht etwa als Gratisbeigabe geschenkt bekommen habe) eine Promo sei. Auf meine Beanstandung hin, dass dies Quatsch sei, behauptete er nunmehr, es sei eine gebrannte CD. Die Ankaufsumme setzte er auf 0 Euro herunter. Von einer weiteren CD, die nagelneu (von mir völlig ungehört) war, behauptete er ebenfalls, sie sei in schlechtem Zustand und setzte den Kaufpreis auf 0 Euro herunter. Auf meine Beanstandung meinte er, es sei “ein Kratzer oder eventuell auch ein Essensrest auf der CD” (ohne sich zu entscheiden, was es denn nun ist: Kratzer oder Essensrest?). Das Gegenteil kann ich nicht beweisen, denn die CDs sind weggeschickt, man muss also auf die Ehrlichkeit des Anbieters vertrauen. Ich weiß allerdings, dass beide Behauptungen nicht stimmen. Und dass ich nur noch bei momox CDs verkaufen werde, die sind zum Glück korrekt.


    Da Tamino ein von Österreich aus betriebenes Forum ist: es gibt auch einen österreichischen Anbieter, der nach dem momox-Prinzip arbeitet: http://www.seller.at. Zu diesem Anbieter kann ich allerdings keine eigenen Erfahrungen mitteilen.

    Einmal editiert, zuletzt von Swjatoslaw ()

  • Den Fehler habe ich einmal gemacht, Schallplatten auszusortieren. Dabei sind alle 17 cm und 25 cm Scheiben weggengen. Zum Opfer vielen das Schumann- Violoncellokonzert mit Casals und das Klavierkonzert mit der Haskil. Ich mache so etwas oder Ähnlliches nie wieder!


    Allerdings überlege ich auch intensiv, bevor ich kaufe, und stütze mich dabei auf sorgfältige Vorplanung. Ich habe eine Excel-Datei angelgt mit CDS, die ich noch haben will. Wenn ich sie dann gekauft habe, wird das Bildchen gelöscht.


    Was wirklich Platz wegnimmt, sind Bildbände. Die mussten zum Teil in den (beheizten) Keller in ein Baumarkt-Regal abwandernl. Im Notfall würde ich versuchen, sperrige Möbel wegzuwerfen, aber keine CDs. Holzboxen mit Einteilung kann man bis unter die Decke stapeln und bei Bedarf ergänzen.


    LG.
    :angel:
    Engelbert

  • Zitat

    Original von Swjatoslaw
    Ich bin daher inzwischen konsequent dazu übergegangen, meine überzähligen CDs an http://www.momox.de zu verkaufen.


    Danke für Deinen Bericht. Ich habe inzwischen mal auf der momox-Website vorbeigeschaut und auch mit 1..2 CDs getestet. Das Angebot sieht sehr brauchbar und die Website sehr benutzbar aus. Insbesondere wenn man viele CDs verkaufen möchte, ist diese Plattform sicher eine gute Wahl, schon allein deswegen weil man wenig Ärger und wenig zeitlichen Aufwand hat.


    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe


    Danke für Deinen Bericht. Ich habe inzwischen mal auf der momox-Website vorbeigeschaut und auch mit 1..2 CDs getestet. Das Angebot sieht sehr brauchbar und die Website sehr benutzbar aus. Insbesondere wenn man viele CDs verkaufen möchte, ist diese Plattform sicher eine gute Wahl, schon allein deswegen weil man wenig Ärger und wenig zeitlichen Aufwand hat.


    Ich selbst kann bisher auch nur von positiven Erfahrungen mit momox.de berichten (auch habe ich ein paar CDs von medimops gekauft, da hat ebenfalls alles gut geklappt). Niemals wurde eine CD zurückgewiesen. Allerdings wurmen mich die mitunter sehr niedrigen Offerten dann doch etwas, daher verkaufe ich nur, wenn ich einen für mich akzeptablen Erlös erhalten kann.
    So schlechte Erfahrungen beim Amazon-Verkauf wie berichtet, habe ich selbst jedoch nicht gemacht. Das für mich Ärgerlichste war eine Rücksendung und entsprechende Rückerstattung, weil der Käufer einen Fleck im Beiheft beklagte. Ich habe die CD aber etwas später doch verkaufen können und bin seither noch penibler bei der Beschreibung. (Es war ein sehr blasser Fleck an der Falz, vermutlich durch Feuchtigkeit und an der Falz, den ich schlicht übersehen hatte. Verglichen mit den nikotinvergilbten Booklets, die man mitunter erhält, freilich eine Bagatelle...)


    Die Aufbewahrung ist so lange kein Problem, wie man im gemütlichen Eigenheim oder Wohnung verbleiben kann. Wenn es ums Umziehen geht, ist alles, was über ein paar hundert hinausgeht, die Hölle... (Zumal wenn man auch noch eine Wand voller Bücher einpacken muss...)
    Abgesehen von dem irrsinnigen Aufwand, einige tausend CDs auf Festplatte zu archivieren, müssen die Scheiben ja dennoch irgendwo hin. Und beim Umzug ist beinahe egal, ob sie vorher im Wohnzimmer oder in Kisten im Keller gelagert wurden (und es ist ja auch nicht so, dass jeder den Platz in Abstellräumen o.ä. einfach hat).


    :hello:


    JR

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