Bayreuth sollte weder Heiligtum noch Schicki-Micki-Show sein. Es ist der Nimbus, die wahrscheinlich einmalige Atmosphäre, die den Zauber von Bayreuth ausmacht. Zunächst ist es etwas Besonderes, Wagner in seinem Festspielhaus, wo nur seine Werke gespielt werden mit dem einmaligen Orchesterklang zu genießen. Schönes Erleben pur bei der Auffahrt zum Festspielhaus und der Stimmung in den Pausen. Der Beifall nach den Premieren ist mit Pop-Festivals zu vergleichen. Mich begeistert es auch immer wieder, wenn ich die festliche Kleidung, die Roben schöner, eleganter Damen und Mädchen sehen kann. Die meisten Geschäfte haben Dekorationen, die dem Meister gewidmet sind. Es werden sehr viele Vorträge und Einführungen geboten, fast alle sind gut besucht. Noch am Premierenabend zu später Stunde gibt es die ersten Kritiken. Mit den Bayreuthern kann man qualifiziert über Wagner und die Aufführungen diskutieren, z. B. ist die Zeitungsverkäuferin am Bahnhofskiosk eine kenntnisreiche Wagnerianerin, die regelmäßig die Hauptproben besucht. In Salzburg sind die Festspiele ein Ereignis im Laufe eines Jahres. Bayreuth lebt für und durch seine Festspiele.
Nun habe ich überhaupt noch nicht über Aufführungen berichtet. Es war mir wichitiger, das einmalige Flair, das den Reiz eines Bayreuth-Besuchs ausmacht herauszuarbeiten. Natürlich werden in Bayreuth interessante Inszenierungen geboten, die weltweit Diskussionen auslösen. Ein Problem ist, dass es heute schwer zu sein scheint, die Sängerelite in Bayreuth zu konzentrieren. Die Auffassung von der Werkstatt Bayreuth bringt Probleme. Zu oft wird Experimentelles noch nicht Ausgereiftes geboten. Ich gehe deshalb nicht mehr in die Premieren, sondern versuche, die Neuinzenierungen im zweiten Aufführungsjahr zu erleben. Es gibt aktuell an vielen führenden Opernhäusern gelungenere, vollendertere Wagneraufführunge als in Bayreuth. Das darf nicht sein. Es wird eine der großen Aufgaben der neuen Festspielleitung sein, das Niveau so zu steigern, dass Bayreuth wieder das unumstrittene Mekka aller Wagner-Anhänger wird.
Herzlichst
Operuns
Die Bayreuther Festspiele - Musikalisches Heiligtum oder SchickiMicki-Schau ?
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Inzwischen ist man auch in Bayreuth dabei, die Zeichen der neuen Zeit zu erkennen: Erstmals wird eine Opernaufführung als "Public Viewing" auf eine Großleinwand live auf dem Bayreunther Markplatz übertragen - kostenlos und ohne Frackzwang! 8 Kameras werden im Festspielhaus das Geschehen nach draußen kundtun!
Und dann sind da ja noch die 10.000 Internet-User, die für bescheidene 49 EURO das Spektakel zuhause auf ihrem Monitor verfolgen können!
Da brauchen wir dann nicht mehr im Frack mit dem Auto auf den Parkplatz hinter dem grünen Hügel oder auf die umliegenden Wiesen zu fahren, um uns dann im Autoradio die Live-Übertragung auf Radio Bayern 4 Klassik anzuhören!
Und das ist erst der Anfang! Wie zu hören ist, planen die Halbschwestern für die kommenden Spelzeiten - nach dem Abgang des großen Zampano - noch viele weitere Neuerungen: Der Weg in die Zukunft kann beginnen!
LG
Harald

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ich habe heute angefangen mir den Gatti-Parsfal reinzuziehen und war angenehm überrascht, weil ich das Orchester da viel spannender find als die letzten Jahre in Bayreuth unter Boulez und Fischer. Gleich wird sch sicherlich Widerspruch erheben.
Sonst war mein Bayreuth-Eindruck in den letzten Jahren so: orchestrale Langeweile (bis auf den Lohengrin und den Holländer). In Kassel und Stuttgart wurde der Ring wesentlich spannender (Paternostro und Zagrosek) wiedergegeben und die Meistersinger und der Tristan waren in NYC unter Levine auch viel spannender. Levines Tristan ist zügiger als Peter Schneider. Ich war allerdings noch nie in Bayreuth. Ich wünsche mir von Bayreuth einfach ein intensiveres und interessanteres Orchester... das wäre schon die 3-viertel Miete. Und warum gelingt es Fischer in Budapest die Götterdämerung orchestral nteressanter zu gestalten
als in seinen Bayreuth-Jahre ? Ist mit ein Rätsel ....


Amfortas 08
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Ich habe mir gestern den Parsifal in Bayreuth angehört.
Ein so uninspiriertes und langweiliges Dirigat wie das von Daniele Gatti habe ich mein ganzes Leben bei einer Parsifal-Aufführung nicht gehört.
Meine Favoriten als Parsifal-Dirigenten, die ich live erlebt habe, bleiben Christian Thielemann und Wolfgang Sawallisch.
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Lieber Amfortas,
Wahrscheinlich muss man Bayreuth live erleben. Es ist auch ein besonderes Klangerlebnis, wenn die Musik aus dem mystischen Graben mit der einmaligen Akustik aufbrandet und zum Gesamtkunstwerk verschmilzt. Ich finde es auch immer problematisch, wenn Studio-Aufnahmen mit Live-Aufführungen vergleichen werden. Genau darüber spricht Georg Solti in einer hoch interessanten "Video-Aufzeichnung" mit dem Titel "Hinter den Kulissen der Götterdämmerung". Es könnte auch sein, dass außer Thielemann das Problem besteht, dass die größten Dirigenten z. Zt. Bayreuth abstinent sind. Ich habe mit Knappertsbusch, Kempe!, Boulez schon wahre orchestrale Sternstunden in Bayreuth erlebt. Hoffen wir auch hier auf Besserung, wenn unter der neuen Leitung der Gedanke der Werkstatt aufgegeben wird und der Anspruch neu auflebt, die besten Wagner-Inszenierungen bieten zu müssen.
Herzlichst
Operus, der morgen zu den "Meistersingern" nach Bayreuth fährt. -
Zitat
Original von operus
Herzlichst
Operus, der morgen zu den "Meistersingern" nach Bayreuth fährt.
mein Beileid... -
Zitat
Original von Armin Diedrich
mein Beileid...mein Beineid...
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Lieber Audiamus,
ihr routinierten Forianer wißt natürlich was in welches Thread gehört. Ich als relativer Neuling versuche mich, mühsam frei zu schwimmen. Ich bin PC-mäßig so unterbelichtet, dass ich nicht einmal Bilder einstellen oder Zitate herausholen kann. Sorry.
Morgen geht es zu den Bayreuther Festspielen. Am 7. 8. werde ich die "Meisteringer" genießen. Ich hoffe, dass es ein persönliche Begegnung mit Wolfgang Wagner gibt (wahrscheinlich). Vielleicht ist es sogar ein Kennenlernen von Katharina Wagner möglich . Nach Rückkehr werde ich berichten. Gehört das in den Thread "Gestern im Theater"?
Herzlichst
Operus
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Lieber operus,
das wäre vielleicht fast einen eigenen Thread wert. Bayreuth 2008 - Wie es wirklich war. Oder ählich.
Hatte es irgendwie so verstanden, dass Du bereits dort warst.
Nachdem ich pausenlos am mich selbst verfluchen bin, da ich für vorgestern eine Parsifal-Karte ausschlagen musste, aber wahrscheinlich wenigstens am 17. den Siegfried zu Gesicht bekomme, werde ich mich natürlich auch beteiligen.
Mit WW hatte ich bereits das Vergnügen, und es war keins. Hoffe, Dir ergeht es besser.Grüße von einem alten Kartenbürocamper,
audiamus
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Lieber operus,
na denn mal los...
Wie singt doch Meister Pogner:
Das schöne Fest, Johannistag,
ihr wißt, begehn wir morgen...und singen die Lehrbuben im 2. Akt:
Johannistag! Johannistag!
Blumen und Bänder so viel man mag!
In diesem Simme: Viel Spaß mit den Meistersingern!LG
Harald

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Nun ja, Hawlata, Weigle und (mit Abstrichen) Vogt sind halt schon ziemliche Vorgaben für eine überzeugende Aufführung ; ein ausgezeichneter Beckmesser allein rettet die Sache leider auch nicht...
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Für die derzeitigen Bayreuther "Meistersinger" gilt, zumindest dem akustischen Eindruck nach: "Beckmesser, keiner besser!". :wacky:
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Naja, vorgestern gabs ja die Walküre im Radio. Ich war gerade beim Zähneputzen vor dem Schlafengehen angelangt, da klopfte meine Frau an die Badezimmertür und sagte " Es läuft gerade "Wotans Abschied"...aber ich glaube, dass hörst Du besser nicht..."
Ich habs mir dann auch nicht angehört...aber mir wurde von der besseren Häfte glaubhaft versichert, dass sich der betreffende Wotan (vermutlich Dohmen...?) als vollkommen unfähig erwies, den Abschied von der Tochter im auch nur halbwegs sicher gestützen Piano zu singen...

Witzige Begegnung am Rande: Kurz vorher hörten wir den dritten Akt, Parsifal, die Bayreuther Aufnahme mit "Schlepping Jimmy Levine" und Peter Hofmann (85, glaube ich). Letzterer schliddert bei (und nicht nur dort) "Und ich bins, der all dies Elend schuf" in ein dermaßen böses Tremolo, dass man unweigerlich denkt: Genau! :wacky:

lg
Anti -
KWs Meistersinger sind sicher Geschmackssache (ich halte die Inszenierung nicht für schlüssig), sicher ist jedoch m.E. dass Hawlata und Vogt schlimme Fehlbesetzungen sind.
In die Walküre habe ich auch 'reingehört: Wottrich schafft es, noch schlechter als im Vorjahr zu sein. -
Zitat
Original von Misha
KWs Meistersinger sind sicher Geschmackssache (ich halte die Inszenierung nicht für schlüssig)...Erfahre gerade, dass ich morgen Gelegenheit haben werde, meine persönlichen Schlüsse zu ziehen. Werde dann kriegsberichterstatten.
audiamus
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Zitat
Original von Amfortas08
ich habe heute angefangen mir den Gatti-Parsfal reinzuziehen und war angenehm überrascht, weil ich das Orchester da viel spannender find als die letzten Jahre in Bayreuth unter Boulez und Fischer.Ich war am Mittwoch auch sehr angenehm überrascht von Gatti. Von wegen schleppend, es ist doch völlig stimmig, vor allem mit der überaus bewegenden Szenerie. Ich war selten bei einer "Parsifal"-Aufführung so überwältigt und gerührt.
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Freut mich, dass es doch noch Hörer gibt, die das Gatti-Parifal-Dirigat mögen. Es ist vermutlich musikalisch das beste, was Bayreuth momentan zu bieten hat. Ich meine das als Radioempfänger. Den diesjährigen Thielemann-Ring habe ich mir bisher nicht reingezogen, da ich letztes Jahr – bis auf Rheingold - das Orchester sterbenslangweilig fand. Nebenbei ist mir unverständlich warum Thielemann so hochgelobt wird. Ich fand bisher seine Wiedergaben alles andere als spannend. Selbst sein Palestrina in London und NYC klingt zäh. Noch zäher sind seine Meistersinger. Und Thielemanns Bayreuth-Tannhäuser (der letzten Jahre) klang noch uninteressanter, als der Ring. In vielen anderen – großen + kleinen - Städten (Kassel, Amsterdam und Stuttgart wird der Ring orchestral spannender wiedergegeben, als in Bayreuth. Ich nenne: Haenchen, Zagrosek, Paternostro. Von denen gibt es auch kommerzielle Live-Mitschnitte gibt Nebenbei: nur wenige Zeitungsschreiber haben ein gutes Haar an Gatti gelassen. Das hat mich aber in meinen Eindruck nicht beirren lassen. Dann: Ich mag es, wenn der Parsifal langsam dirigiert wird z.B. Levine (z.B. 85 oder 92 in Bayreuth), aber auch schnell + beschwingt z.B. Gui (= Riccardo Wagner) , Urbanek, Kegel , Neuhold (Straßburg 03), Levine 79 in NYC. Er darf aber nicht langweilig und stromlinienförmig-schnell klingen. Es ist außerdem leicht + gleichzeitig kleinlich, Einwände gegen die Sänger des diesjährigen Parsifal zu erheben. Ich wars jedenfalls zufrieden, Eine perfekte Sängerbesetzung ist bei den meisten Bühnen sowieso die Ausnahme. Mir genügt da gesunde Hausmannskost völlig. Außerdem ist der Orchestersatz bei Wagner das wichtigste und nicht die Stimmen. Und zum Schluss: was nützen die besten Stimmen, wenn aus dem Graben nur Begleitung und Langeweile ertönt....
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Lieber Amfortas,
ZitatEs ist außerdem leicht + gleichzeitig kleinlich, Einwände gegen die Sänger des diesjährigen Parsifal zu erheben. Ich wars jedenfalls zufrieden, Eine perfekte Sängerbesetzung ist bei den meisten Bühnen sowieso die Ausnahme. Mir genügt da gesunde Hausmannskost völlig.
Dieser Auffassung kann ich absolut nicht folgen. Bayreuth ist zumindest vom Anspruch her eben nicht irgendein Opernhaus und schon gar keins, bei dem ich auf der Bühne (szenisch und sängerisch) oder im Orchestergraben "gesunde (?) Hausmannskost" erwarte. Ob bei Wagner "der Orchestersatz das wichtigste" sei, würde ich bei einem Künstler, der das Gesamtkunstwerk verwirklichen wollte, in dieser Form "Bühne gegen Orchester" nicht diskutieren.
Gegen die Sängerinnen und Sänger des diesjährigen "Parsifal" Einwände zu erheben, ist in der Tat leicht - sie waren teilweise für eine Bayreuther Festspielaufführung schwach. Allen voran die Kundry Mihoko Fujimura, die stimmlich ein Tiefpunkt war. Vor allem der zweite Akt führte die Sängerin deutlich über ihre Grenzen hinaus mit ihrer angestrengten und kurzatmigen Darbietung, die auch gestalterisch viele Wünsche offen liess. Auch Ventris als Parsifal offenbarte mehr als eine Schwäche und Kwangchul Youn beschränkte sich aufs produzieren klangvoller Töne - völlig gleichförmig im Ausdruck.
Eine wie ich finde katastrophale Leistung: das Dirigat von Gatti - derartig langweilig und spannungslos muss ein "Parsifal" nicht klingen. Besonders im zweiten Akt passiert überhaupt nichts mehr, die zentrale Auseinandersetzung zwischen Kundry und Parsifal verkommt zum bedeutungslosen Kaffeeplausch, das passiert von Seiten des Dirigenten nichts. Möglicherweise hat diese absurde Tempo-Verschleppung auch der Sängerin der Kundry das Problem mit dem nicht ausreichenden Atem eingebracht, ich fand Gatti absolut daneben.
ZitatUnd zum Schluss: was nützen die besten Stimmen, wenn aus dem Graben nur Begleitung und Langeweile ertönt....
Ja, aber noch schlimmer ist es, wenn schlecht gesungen wird und aus dem Graben nichts bewegendes zu vernehmen ist...
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Lieber Alviano + liebe andere Forianer ,
in diesen Fragen werden wir wohl kaum zusammenkommen. Bitte seid mir nicht böse. Wahrscheinlich konnte Bayreuth zu keiner Zeit seinen Anspruch erfüllen. Schon Alban Berg mokierte sich in einem Brief über das mittelmäßige Parsifal-Dirigat von Siegfried Wagner. Und die Knappertsbuschparsifalwiedergaben überzeugen nur teilweise. Die aus den frühen 50ern ist sterbenslangweilig. Allerdings finde ich bei seiner 62er Wiedergabe das Vorspiel zum 1. Akt und die Verwandlungsmusik im 3. Akt unübertroffen. Am besten gefällt mir in Bayreuth Levine in den 80zigern und 90ern. Jetzt werden gleich Einwände von vielen anderen Forianern kommen. Ich weiß... ich weiß... Nebenbei: Ich bleibe dabei, dass das Gatti-Dirigat das beste Parsifal-Dirigat seit Jahren war. Ich fand es spannend, detailreich, ähnlich wie es zuletzt unter Levine gehört hatte. Gerade Gattis Tempoverschleppungen machte für mich das Hören so spannend. Vor allem im 1. und 3. Akt. Auf die Sänger habe ich – zugegebenermaßen - dabei nicht so geachtet. Bei Boulez (auch in seinen frühen Bayreuth-Jahren) klingt mir der Parsifal viel zu stromlinienförmig. Und was Wagner wollte ist doch eher unwichtig. Wagner Intentionen verlieren sich in seinem Werk Entscheidend bleibt das Werk und nicht was der Wagner wollte: Das Gesamtkunstwerk ist von Wagner nicht geschaffen worden;. sondern das Fragmentarische und Brüchige vom Gesamtkunstwerk. Z.B. in Wagners Operntexte ist Gelungenes oft mit peinlichen Klischees vermischt. Vieles ist dramaturgisch sehr holprig, teilweise schlecht geraten (Schluss vom Ring, Schluss vom Tristan, Schluss von den Meistersingern oder der sehr sentimentale Schluss der Walküre oder der frauenfeindliche Schlusskitsch beim Parsifal). Das beste von Wagners Werk bleibt sein Orchestersatz (Ring, Meistersinger , Tristan + Parsifal, da ist das meiste orchestral gelungen, auch wenn ich z.B. die Schlüsse vom Tristan, den MS, dem Parsifal oder der Götterhämmerung musikalisch nicht so dolle finde. Und aus diesem Grund ist das Orchester auch wichtiger als Sänger oder Bühnenbild. Denn im Orchestersatz realisierte sich Wagners Meisterschaft und eben nicht in den anderen Teilen seines Werkes, wo manches sehr stümperhaft geriet. Ich will es mal so provokant formulieren. Und ebenfalls aus dem Grunde reicht es völlig, wenn es in Bayreuth z.B. ein so spannendes, intensives und detailreiches Gatti-Parisifal-Dirigat gibt und die Sänger einigermaßen ordentlich die Rolle gestalten. (Ich habe aber nichts gegen eine gute Sängerbesetzung, aber sie ist nicht so wichtig bei Wagner) Also, noch 1-mal: wenn es Bayreuth gelingt, auch in den Meistersingern, Tristan und dem Ring mehr aus dem Orchester rauszuholen, dann könnte aus Bayreuth mal etwas werden. Zumal in dieser Saison Wagners beste Opern aufgeführt wurden. .. vielleicht wäre in Bayreuth eine konzertante Wiedergabe seiner Opern eine interessante Alternative, zumal nicht alle Opern für den verdeckten Orchestergraben konzipiert sind...
Ich hoffe, ich bin jetzt keinen zu nahe getreten...LG
Amfortas 08 -
Lieber Amfortas,
da gerät doch vieles durcheinander, deshalb nur soviel: Du wirst schon aushalten müssen, dass für mich Gattis "Parsifal"-Dirigat ein grosser Schwachpunkt ist und vor allem im zweiten Akt der Stücksituation nicht gerecht wird.
"Konzertant" ist vielleicht gerade für ein Festspielhaus wie Bayreuth, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Wagners Werk immer wieder neu zu befragen, wirklich kein sinnhafter Vorschlag...
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Lieber Alviano,
dass nur wenige mit dem Gatti-Dirigat etwas anfangen können, das kann ich sehr wohl ertragen. Zugegegeben ich gefalle mir momentan in dieser Minderheitspose.
Konzertant ? Aber sehr wohl. um Wagner Werk neu zu befragen ! Nämlich vor allem den musikalischen Gehalt von Wagners Werk.
Das ist viel wichtiger, als die szenischen Realisierungen. Musikalisch gibt es unendlich viel mehr bei Wagner zu entdecken, als szenisch. Dann: Sinnvolle Meistersinger- oder Tristandirigate bilden leider immer noch die Ausnahme. (Gilt aber auch leider für einige Nicht-Wagner Opern wie z.B. Lulu, Von heute auf morgen, Don Giovanni. ). 
Vielleicht stört bei einigen Bayreuth-Wagner-Wiedergaben musiklisch vor allem der Orchestergraben.

Ich vermute, dass in Bayreuth (nicht nur in Bayreuth) viel zu großes Brimborium um die Regie gemacht wird, anstatt sich zunächst auf eine orchestrale Realisierung zu konzentrieren (mit Hilfe des Bühnenaufbaus), die vor allem musikalisch sinnvoll, aber auch sängerfreundlich zugleich ist .
Amfortas 08
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Zitat
Original von Amfortas08
dass nur wenige mit dem Gatti-Dirigat etwas anfangen können, das kann ich sehr wohl ertragen. Zugegegeben ich gefalle mir momentan in dieser Minderheitspose.Das habe ich schon befürchtet - da wünsche ich auch fürderhin viel Freude beim "Posieren"...
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Lieber Amfortas,
daß Gattis Leistungen Deinen Enthusiasmus befügeln, Thielemanns Dirigat hingegen, ohne die Aufführungen gehört zu haben, eine quantité négligeable darstellt - das sei Dir unbenommen. Jeder reitet eben seinen eigenen Pegasus.
Was Du freilich ansonsten noch für Weisheiten unters Tamino-Volk verstreut hat, hat mich reichlich amüsiert. Vor allem der Rundumschlag gegen die Schlüsse der diversen W-Opern. Da lernt unsereiner doch endlich eine Perspektive kennen, auf die man selbst mangels der eigenen Erkenntnisfähigkeit nie gekommen wäre. Nicht weniger putzig finde ich den Vorschlag, ausgerechnet in Bayreuth die Opern konzertant aufzuführen. Vielleicht hättest Du Dir Deinen Text vor seiner Abreise ins Internet noch mal durchlesen sollen...Es genügt nicht, seine eigenen Vorstellungen mit dem Satz zu begründen: "Was Wagner wollte, ist doch eher unwichtig." Diesen Satz haben diverse Regisseure schon seit langem reserviert. Oder bist Du gar Regisseur? Dann nichts für ungut.
Florian
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Lieber Florian, lieber Alviano,
ich bin kein Regisseur. Und welcher Regisseur würde ausgerechnet für denn konzertante Wiedergaben plädieren? Ich habe letztes Jahr den Thielemannring gehört und davor diverse Wagner-Bayreuth-Livemitschnitte unter Thielemann und alle waren gähnend langweilig, bis auf Rheingold. Am allerlangweiligsten fand ich - vor Jahren - Thielemanns Tannhäuser und Meistersinger. Zu gleichen Zeit wurde der Tannhäuser von George Alexander Albrecht in Weimar spannender + sinnvoller dirigiert und auch die Meistersinger von J. Tate in Turin. Der Parsifal unter Thielemann (Bayreuth 03.08.01 und Wien: 30.06.05) war gar nicht so schlecht, aber hat nicht die Intensität von Gatti oder früher von Levine. Also, wozu brauchen wir dann überhaupt Bayreuth, wenn orchestral nur der Parsifal gelingt ?. Allerdings: Vor Jahrzehnten hat Thielmannn in Hannover Tosca dirigiert und das war sehr beeindruckend.
Wahrscheinlich wird mir jeder halbwegs kompetente Regiseur bestätigen, dass bei einigen Wagner-Opern dramaturgische Schwächen sind. Und einige Schlüsse von Wagneropern fallen in der Tat dramaturgisch und leider auch musikalisch sehr ab: Götterhämerung, Tristan, Meistersinger und der Parsifal. Und keine Geringere als Nice Wagner würde diesen Eindruck bestätigen. Trotzdem mag ich die eben genannten Opern, mit ihren Schwächen.
Damit will ich keinesfalls Wagner Werk schmälern. Ich finde vor allem den Ring, den Tristan, die Meistersinger und den Parsifal musikalisch sehr beeindruckend und höre diese Werke immer wieder sehr gern. Es gibt aber Komponisten wie z.B. die Neue Wiener Schule, Nono, Bach, Mahler deren Musik mir näher steht als Wagner und die ich für gelungener als die Wagners halte. Sorry.
Doch zurück zum Thema:
Ich plädiere weiterhin für konzertante Wagner-Wiedergaben gerade in Bayreuth, um vor allem die Aufmerksamkeit auf die musikalische Message zu lenken. Es klingt etwas provokant. Vielleicht würde es auch helfen, dass der Orchestersatz spannender und intensiver realisiert wird. Zu Beginn dieses Jahres haben in NYC Maazel (Walküre) und Levine (Tristan) Wagneraufführungen (Walküre + Tristan) gestaltet (ich stelle die Radio-Mitschnitte gerne zur Verfügung) , die orchestral Bayreuth in völligen Schatten stellten. Maazels Walküre wurde leider nicht in die BRD übertragen.Liebe Grüße

Amfortas 08
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Zitat
Original von Amfortas08
.....
Wahrscheinlich wird mir jeder halbwegs kompetente Regiseur bestätigen, dass bei einigen Wagner-Opern dramaturgische Schwächen sind. Und einige Schlüsse von Wagneropern fallen in der Tat dramaturgisch und leider auch musiklaisch sehr ab: Götterhämerung, Tristan, Meistersinger und der Parsifal. Und keine Geringere als Nice Wagner würde diesen Eindruck bestätigen. ......Durch Wiederholungen wird Deine Behauptung nicht richtiger. Du bleibst jegliche Begründung für Deine Ansicht schuldig. Und die Berufung auf tatsächliche oder vermeintliche "Autoritäten", die gleicher Ansicht sein sollen, wofür Du gleichfalls jeden Beleg vermissen lässt, ersetzt erst recht nicht das Argument.
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na z.B. der Schlussgesang Brünnhildes un der Untergang der Götter fällt sehr musikalisch ab. Willl sagen, die Musik ist in dieser Passage ihren Gegenstand in keinster Weise gewachsen. Und die die Schlussszene vom Parsfal gerät dramaturgisch und auch musikalisch zum Kitsch (der außerdem noch frauenfeindlich ist, ich will jetzt nicht auf den latenten Antisemitismus im Parsifal ansprechen). Auch der Schlussmonolog des Hans Sachs fällt nicht nur sprachlich, sondern auch musikalisch sehr vom vorrangegangenen ab. Und wenn ich die faszenierenden ersten beiden Tristanakte mir vergegenwärtige und deren genialen Schlüsse, dann wirkt der sog. Liebestod Isoldes - leider auch musiklalisch - fad. Dazu die sprachlichen Manierismen. Aber keine Sorge . ich mag trotzdem Wagner Musik. Auch mit iheren Schwächen.
ich fürchte, wir kommen jetzt vom Thema Bayreuth ab.
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ich habe noch Urlaub + deshalb einen Erfahrungsbericht mit Kommentar zum besten:
Am 11.08.08 wurde vom Deutschlandradio Kultur und Arte-TV eine sehr beeindruckende Wiedergabe des 1. Aktes der Walküre übertragen: West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim. Was überzeugt an dieser Wiedergabe ? Durchgehende Intensität ergänzt durch eine wunderbare Transparenz des Klanges. Wie z.B. Streicher und Holzbläser die Siegmund-Sieglinde-Musik – zu Beginn - zur Geltung brachten, das war wieder mal Spitze Die Blechbläser wirkten zwar auf mich zuweilen unsicher, aber das trübte den Gesamteindruck kaum: z.B. prägnant der Rhythmus bei den Siegmund-Erzählungen und überwältigend der zarte orchestrale Klangteppich bei den „Winterstürmen..“
In diesem Jahr gab es auch andere Walküren-Wiedergaben (Radiomitschnitte) , die den 1. Akt auch orchestral sehr schön zur Geltung brachten: Maazel am 14.01.08 und 02.02.08 in NYC (es gab leider keine Übertragung in die BRD) und Welser-Möst 12.01.08 (Wien). Alle diesen Wiedergaben hatten ferner gemeinsam, dass musikalische Zusammenhänge dem Hörer neu und frisch erfahrbar wurden. In Bayreuth leistete das – vermutlich – einzig der Gatti-Parsifal.
Ich habe mir nach der Barenboimwiedergabe den 1. Akt der diesjährigen Bayreuthwalkürenwiedergabe reingezogen, in der Hoffnung auf Besserung im Vergleich zum Vorjahr. Der Höreindruck konnte und kann gegensätzlicher zu Barenboim kaum sein. Statt Transparenz des Klanges herrschte oft akustische Dumpfheit vor. Die Blechbläser wirkten zweifellos sicherer. Aber von Intensität keine Spur. Auch dass es möglich ist, die Sieglinde-Siegmund-Musik quasi kammermusikalisch aufzufächern: Nichts davon. Ich hatte auch des öfteren den Eindruck, dass der musikalische Verlauf bzw. Zusammenhang zerbröselte, wie 4 Wochen alter Mamorkuchen. Fazit: Das Orchester erschöpfte sich im routiniertem Mittelmaß und Langeweile und beschränkte sich oft auf Begleitung der Sänger. Wenig eigene orchestrale Impulse. (Würde eine Verringerung des Orchesterapparates das Werk durchhörbarer machen, auch wenn es den Notenangaben widerspricht ?)
Daraus folgt – nicht nur aus diesjähriger Erfahrung - dass Bayreuth seit den letzten ca. 10 Jahren (mit Ausnahme des Fliegenden Holländers (Albrecht) und des Lohengrins (Davis), letzterer – wie üblich - gekürzt und das ausgerechnet in Bayreuth, das ist ein Witz und natürlich dem Gatti-Parsifal) musikalisch und damit künstlerisch stagniert. Den letzten orchestral spannende Ring in Bayreuth schenkte uns Levine. Das ist leider bereits länger her. Und Regie überkleistert nun einmal kein orchestrales Mittelmaß. Das Sängerische ist dabei nicht so wichtig, zumal ich nichts vom Stimmerfetischismus halte. Für arglose Festspielbesucher und Touristen mögen die Bayreuther Festspiele einen gewissen Unterhaltungswert besitzen, gepaart mit der Illusion, hier wäre Wagners Musik authentisch erlebbar, deren Aura erfahrbar. Nein, davon kann gar keine Rede sein. Für die orchestrale Wagnerpflege ist Bayreuth momentan ohne Bedeutung. Kleinere Bühnen wie z.B. Kassel (Paternostro-Ring) können heutzutage viel mehr. Von Amsterdam (Haenchen) oder z.B. Stuttgart (Zagrosek) ganz zu schweigen. Zumal ich annehme, dass – der von der veröffentlichten Journaille überwiegend völlig zu Unrecht geschmähte - Gatti (Deutschlandfunk (Kultur heute) und der Spiegel erkannten sehr wohl seinen Rang) auch woanders den Parsifal mindestens ebenso gut zur Aufführung gebracht hätte. Sein Dirigat wurde des öfteren mit dem Levines verglichen. Mich erinnert Gattis Parsifalintensität eher an exemplarische Wagnerwiedergaben unter Reginald Goodall, der in der BRD leider viel zu unbekannt war. Und andere Dirigenten, die in Bayreuth nicht überzeugten, schenkten uns woanders sehr bewegende Wagnerwiedergaben z.B. Fischer mit der Götterhämmerung in Budapest 2005 oder Weigle mit einem vorzüglichen Lohengrin (dazu intelligente Konwitschny-Regie) in Barcelona und Oue eine tolle konzertante Wiedergabe des 1. Aktes der Walküre in Hannover am 20.01.05. Also interessante Frage: Warum gelingt bedeutenden Musikern auf anderen Bühnen mehr als in Bayreuth ?
Und noch etwas zum Festspielpublikum: Am Ende des 3. Aktes Parsifal wurde zum letzten Takt Beifall hineingeblökt. Diese Reaktion finde ich völlig amusisch und spricht nicht nur gegen Bayreuth als vermeintlich authentische Wagnerpflege, sondern auch gegen einen erheblichen Teil der Besucher.

Amfortas08 -
Zitat
Und noch etwas zum Festspielpublikum: Am Ende des 3. Aktes Parsifal wurde zum letzten Takt Beifall hineingeblökt. Diese Reaktion finde ich völlig amusisch und spricht nicht nur gegen Bayreuth als vermeintlich authentische Wagnerpflege, sondern auch gegen einen erheblichen Teil der Besucher.

Amfortas08Letzten Mittwoch applaudierte bei Parsifal das halbe Publikum nach dem 1. Akt, allerdings stand die andere Hälfte schon auf, um rauszugehen, also war der Applaus nach einer Minute verebbt. Nach dem zweiten Akt wurde nach kaum einer Anstandssekunde in den vordersten Reihen militant "buh" geschrien, ich nehme an, es galt den Hakenkreuzfahnen (oder dem Zerbrechen des steinernen Hakenkreuzes zuletzt???), der Regie-Einfall war meiner Meinung nach sehr aufregend und in dieser Inszenierung passend, ich hatte Herzklopfen. Am Ende des 3. Aktes waren die letzten feierlichen Klänge noch nicht verklungen, da ertönte ganz hinten zaghaft eine Tröte. Der Dirigent wurde am meisten bejubelt. Also ich finde, es waren weder Buhrufe noch übertriebene Bravorufe gerechtfertigt (letztere höchstens für Chor, Chorleiter und Dirigent). Ich hatte das Gefühl, es waren ein paar kleine Grüppchen angereist, die sich als Störer aufspielen wollten. Der Großteil des Publikums war sehr beeindruckt von der Aufführung, auch wenn die Sänger keine "Sänger-Elite"-Leistung hinlegten, insgesamt war's doch völlig stimmig und sehr spannend. Die musikalische Leistung war gut und die szenische Leistung aller Beteiligten in dieser komplizierten Inszenierung, in der sich auch die Bühne ständig änderte, was ich normalerweise nicht so mag, war grandios, die Optik überwältigend. Ich hatte "Parsifal" zuvor noch nie als spannend oder berührend erlebt. Dieses Gerede von "früher war alles besser" finde ich müßig, und ich habe vor Ort auch nichts dergleichen gehört, immer nur in Foren und Kritiken von den "guten alten Zeiten" gelesen. Das Publikum, das nach Bayreuth pilgert, ist offenbar ein sehr angenehmes, das wegen der Werke Wagners zusammenkommt und in den Pausen entspannt im Park herumspaziert und sich schattige Plätze sucht, um in Ruhe zu plaudern und sich mit Sekt oder Perrier erfrischt; ich würde ungerne so einen normalen Aufführungstermin gegen einen Premieren- und Promitermin eintauschen, welcher sicher eine Schickimicki-Schau wäre. Alle Besucher, die ich gesehen habe, waren "schön" gekleidet, aber es kam mir ganz natürlich vor. Zwei Drittel der Männer im schwarzen Anzug, ein Drittel im Smoking, ganz wenige Einzelne ausgefallen, z. B. einer im selbstgeschneiderten silberglänzenden Elvis-Outfit, zwei alte Engländer im weißen Smoking mit großkarierten Hosen, die meisten Damen eher im dezenten Kleid, manche etwas üppiger und bunter. Im Zuschauerraum zogen sich viele Männer die Jacken aus. Sicher ist es sommerlich, aber es ist zu ertragen. Gelegentlich gibt es im Zuschauerraum einen leichten Luftzug, und dann ist man wieder beruhigt. Die Unbequemlichkeit beim Sitzen hat meiner Meinung nach nichts mit der fehlenden Polsterung zu tun. Mir schläft auch in der gut gepolsterten Wiener Staatsoper nach anderthalb Stunden der Hintern ein - da rutscht man halt ein paarmal hin und her.
Ich war von den Bayreuther Festspielen angenehm überrascht. Weder "Heiligtum" noch "Schicki-Micki-Schau". Einfach eine entspannte Pilgerreise auf den Grünen Hügel mit vielen Gleichgesinnten aus aller Welt.
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Lieber Melot
Ja, dann nehme ich die Vorbehalte gegen das Bayreuth-Publikum zurück. Zumal das Publikum in Hannover auch nicht besser ist :boese2:: Beifall in Mitten des 4. Othelloaktes ist noch schlimmer als am Ende des 3. Parsifalaktes.
Und in NYC wird nahezu regelmäßig in den Schluss reingeklatscht. Für den Bayreuther Festspiele 2009 dürfte vermutlich einzig der Parsifal lohnend sein zu hören. Ich freue mich schon auf die nächstjährige Radioübertragung, in der Hoffnung, dass Gatti
bei der Stange bleibt :] :] :].
Amforats 08
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Ich glaube schon, dass alle Festspiele, ob in Salzburg oder Bayreuth, eine reine Schicki-Micki - "Party" sind.
Denn ich weiß nicht, wie weit Gottschalk etwas von Musik hält, auch will ich ihm nicht da nahetreten, aber für mich macht es sich so, dass das Publikum, vielleicht zu 25 - 30%, alles versteht in Sachen Wagner oder Salzburg.
Wenn ich mich irre, dann denke ich, meine Einstellung zu revidieren, aber was man in den "Seitenblicken" so sieht, ist ein "Abklatsch" vom Opernball, ob in Wien oder Dresden.
Ich selbst habe es gesehen und - zum Glück - auch verspürt, dass sich eine Familie eine ganze Reihe Sitzplätze der 1. Reihe, bis zur Mitte der Galerie gekauft hatte, um nur das Innere der Staatsoper zu fotographieren. Ich konnte mir nur den rechten Seitenplatz der 1. Reihe leisten, ein Berliner auch, dem ich flüsternd die "Ariadne" erklärte, aber wir hatten bis zur Mitte dann wunderbare Plätze, den Rest, etwa 6 Plätze, habe ich an Stehplatzgaleristen verschenkt.
Liebe Grüße Peter aus Wien.
