Kopfhörer für Klassikfans

  • ....da hast Du ggf. etwas verwechselt? :

    Ich besitze den SRM-252S und hörte im Laden den SRM-400S. Beides sind Kopfhörerverstärker.

    Die Unterscheidung zwischen 800 und 800S lässt eher auf die Kopfhörer Sennheiser HD800 und HD800S schließen.

    Der HD 800S weist gegenüber dem HD800 einen milderen Hochton auf, teilt aber dessen sehr große Bühne.


    Gruß:hello:

    Glockenton

    Genau ich habe die Kopfhörer gemeint - nicht die Verstärker - pardon :untertauch:

  • Um das so eindeutig sagen zu können, müsste man doch eigentlich den SRM-252S – also das kleine Modell, das ich verwende – direkt mit einem SRM-400S oder gar mit dem SRM-T8000 verglichen haben. War das bei Dir der Fall?


    Ich selbst konnte den L300 im Hifi-Laden – wenn ich mich richtig erinnere – mit dem SRM-400S hören, und zwar an denselben Aufnahmen (z. B. Suzuki, Bach-Kantaten Vol. 50).

    Und ich hatte zu Hause anschließend nicht den Eindruck, dass der Hörer am kleineren Verstärker schlechter klang.

    Meine Erfahrung geht auf meine Zeit in Bielefeld zurück, wo mein Stamm-Hifigeschäft HSGA war. Die hatten damals eine riesen Auswahl von Kopfhörern zum Vergleichshören - ich schätze heute ca. 40 Stück! Ich war vor nicht langer Zeit mal wieder da - die Kopfhörer-Ecke gibt es heute nicht mehr. Damals wollte ich nach Jahren ohne Kopfhörer mir mal wieder ein Bild verschaffen. Von Stax hatten sie 4 oder 5 Sets, die man gegeneinander im Vergleich hören konnte, vom preiswertesten, einer Vorläufer-Kombi von Deiner aufsteigend bis zur teuersten mit einem Röhren-Verstärker. Damals war ich wie gesagt vom Kopfhörer-Hören entwöhnt. Mein Eindruck war eindeutig und "desillusionierend". Der Klang wurde aufsteigend besser. Wirklich anfreunden konnte ich mich aber nur mit der teuersten Stax-Kombi mit dem Röhrenverstärker - die hatte Lautsprecher-Qualitäten, Substanzreichtum, Wärme und ich konnte Details hören bei meinen Test-Aufnahmen, die mir bisher noch nicht aufgefallen waren. Zum Vergleich habe ich dann auch die dynamischen Kopfhörer gehört - sie hatten alle bekannten Marken mit Rang und Namen. Keiner von denen hat mir gefallen - das war genau der "Kopfhörer-Klang", den ich nicht ertragen konnte. Es gab eine Ausnahme: Das war ein Focal, ein kleineres Modell. Der gefiel mir klanglich, aber nicht vom Tragekomfort. Damals wusste ich nicht, dass ich Jahre später tatsächlich einen Focal-Kopfhörer kaufen würde. Damals dachte ich mir: Wenn Du mal einen Kopfhörer kaufst, nur einen Stax! ^^


    Da ich verschiedene Möglichkeiten aktuell zuhause habe, meinen Focal Clear zu hören, kann ich sagen, dass er sehr genau reagiert auf die unterschiedliche Qualität von Kopfhörerverstärkern oder -buchsen. Ich würde sagen, dass man die Vorteile eines teuren Kopfhörers gegenüber dem preiswerten nur hören kann mit dem entsprechenden Kopfhörerverstärker. Nicht umsonst bietet Stax diese Sets an. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern - aber wahrscheinlich habe ich damals denselben "kleinen" Stax-Hörer am dafür vorgesehenen und etwas teureren Verstärker gehört und der Klang war mit letzterem eindeutig besser. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Genau ich habe die Kopfhörer gemeint - nicht die Verstärker - pardon :untertauch:

    Ist doch kein Problem - 2019 gab es den HD 800S noch nicht! :)


    Komisch, im Netz finde ich keinen Hinweis auf das Stax SRD-X Versorgungsteil. Dazu gab es auch noch einen Diffusfeldentzerrer. Habe ich damals alles Probe gehört bei Brandenburger in Düsseldorf. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Meinst du das … dort liegt noch ne pdf mit den Daten vor


    https://www.inexxon.com/stax-übersicht-history/1960-1980-verstärker-amplifier/srd-x/


    https://sf12720732303e82e.jimc…65897/name/Stax_SRD-X.pdf

  • Das wäre natürlich genau das Richtige! Wo hast Du das denn gesehen? Mein Hifi-Freund hat auch so einen DACMagic und hat das Schaltnetzteil durch einen umgebauten Gartenakku ersetzt. Das hat sich klanglich sehr positiv ausgewirkt; der Akku ist dann aber auch ein bisschen groß im Vergleich mit dem kleinen Kästchen von Cambridge-DAC. ^^ :hello:


    Ich habe gesucht, aber die Tipps von damals nicht mehr gefunden. Es gibt einen Bastel-Buben, der KVVs modifiziert. Auch den CA dacMagic. Dabei wird auch das Netzteil modifiziert. Über die akustischen Verbesserungen kann ich nichts sagen.


    Dacm200_mod_t.jpeg


    Hier ein Netzteil speziell für den dasMagic


    s-l1600.jpg



    Leider kann ich auch hier nichts dazu sagen.


    Damals hatte ich einen Ringkerntrafo gefunden, der allerdings in der Nähe von 300 Euro kostete. Ich bin bis auf wenige Ausnahmen allerdings mit der Standardausführung des Gerätes ganz zufrieden. Natürlich weiß ich, wenn man erstmal gehört hat, wie das Gerät klingen könnte, dass es dann mit Ruhe vorbei ist ... :P So ist der Mensch halt. ;(

  • Hier ein Netzteil speziell für den dasMagic

    Zum Dac Magic gibt es auch eine Firma in Schleswig Holstein, die ein Tuning anbietet und ein Umrüst-Kit:


    CAMBRIDGE AUDIO DacMagic Plus - HiFiWERKSTATT hoer-wege


    Danke für den Tip! Das sieht sehr gut aus! :) Das Teil kommt allerdings aus den USA wenn ich das richtig gesehen habe, die haben ein anderes Netz und eine andere Stromspannung. Da weiß ich nicht, ob man da ohne Umbau auskommt. :hello:


    Umgerüstet wird auch der DAC 200M:


    CAMBRIDGE AUDIO DacMagic 200M DA-Wandler - HiFiWERKSTATT hoer-wege


    Schöne Grüße

    Holger

  • Recht angetan vom Apfel In-Ear "Ear Pod Pro 2" dachte ich mir, lege Dir doch den Pro 3 zu. Leider war das ein Missgriff. Die angepriesenen Vorzüge erkenne ich bislang noch nicht bzw. nutze sie nicht und den Klang finde ich im Pro 3 zu neutral - im Vergleich zum warmen Klang des Pro 2.

  • Ich habe mir jetzt den Luxus gegönnt und den RME adi-2 dac fs bestellt. Ich werde ihn vergleichen mit dem CA DACmagic. In beiden werkelt derselbe SABRE Chip. Dem adi dac Vorverstärker wird aber eine bessere Qualität zugesprochen. Er ist gerade günstig zu bekommen


    Ich bin gespannt


    2018-05-rme-adi-2-dac-front-b-660x330.jpg

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  • Der adi-2 dac ist da und ich habe ihn sofort angeschlossen über USB. Erster Eindruck: ... der klingt völlig anders :). Da brauche ich vielleicht eine Woche, bis ich Substantielleres sagen kann. Ich bitte um Geduld.


    Er ist kleiner als der CA DACmagic 200M. Das kann ich jetzt schon sagen und überfordert ein wenig mit seinen Einstellmöglichkeiten :)

  • Erste Eindrücke. Klang ist deutlich besser. Allerdings ist die Bühne leicht anders, etwas enger. Das stört aber nach der ersten Umgewöhnung weniger. (Vielleicht muss man hier noch mit Crossfeed Algorithmen experimentieren)


    RME möchte, dass die Clock bei Anschluss an einen Mac auf intern gestellt wird. Weiterhin muss beim Phone-Ausgang auf die Impedanz des Kopfhörers reagiert werden mit Low/High. Da das Bedienungsfeld erst einmal etwas Übung braucht, geht nicht alles sofort. Der RME ist nicht roon ready und unterstützt damit das roon-eigene Protokoll RAAT nicht. Tatsächlich hatte ich bei dem 192/24 Album von Alice Sara Ott mit Fields Nocturnes am Anfang Probleme, die Bits störungsfrei im Netz zu übertragen. Das Thema gab es beim roon-ready DACmagic nicht. Ein wenig Umgestöpsele und es scheint behoben zu sein ... Mal sehen.


    Klangeindrücke: Ja, die Emil-Berliner haben mit dem Remastering der ABM-Aufnahme der Beethoven-Konzerte großartige Arbeit geleistet. Die Differenz zur akustisch recht miesen CD-Aufnahme ist mit dem adi-dac frappant. Da ist richtige Dynamik im Orchester. Bei den Streicher konnten sie aber nicht mehr differenziert staffeln, der "Matsch"-Klang blieb auch nach dem Remastering erhalten. Insgesamt aber trotzdem eine stolze Leistung! Der CA DACmagic vermittelt das nicht. (Ich benutze ihn mit dem Standardnetzteil)


    Ich habe eine ganze Menge neuerer Aufnahmen einmal kurz anspielen und ggf. auch durchlaufen lassen. Das macht Spaß. Den Suchtcharakter hatte ich allerdings auch am Anfang mit dem DACmagic entwickelt. Insgesamt zeigt der adi-dac dauernd Stellen, die man vorher nicht so gehört hatte, die Intonation bei den Bläsern, der Klang der Pauken ist klarer und überhaupt die Dynamik ist deutlich stärker.


    Ich werde natürlich noch etwas abwarten, aber das erste Urteil fällt so aus, dass der DACmagic neben dem adi-dac doch etwas blasser wirkt und für meinen Geschmack nicht mithalten kann. Klavierimpulse kommen unheimlich klar durch, der rauchige Anstrich (hier meine ich den Beginn der Streichbewegung ;)) bei den Streichinstrumenten ist klar zu hören. Richtig beeindruckend!


    Das reicht für den Anfang. Mehr kommt später :cheers::hail:


    PS: Wireless Protokolle wie Airplay und Chromecast kann der adi-dac nicht. Wer so etwas benötigt, ist mit diesem KVV schlecht bedient.

  • Er ist kleiner als der CA DACmagic 200M. Das kann ich jetzt schon sagen und überfordert ein wenig mit seinen Einstellmöglichkeiten

    Das haben die irgendwo in einem Test auch geschrieben. RME kommt aus dem Profi-Bereich und da liebt man halt solche Einstell-Spielmöglichkeiten. Unsereins normaler Hifi-User ist damit eher überfordert. ^^ Aber wenn die Einstellung einmal stimmt, braucht man sich damit auch nicht mehr zu beschäftigen. Insofern hast Du nur am Anfang mehr "Arbeit".


    Noch ein Tip: Bei meinem Lehmann gibt es auch eine Lautstärkeanpassung. Man kennt es vom Vorverstärker, dass der Lautstärkeregler normal auf 9 Uhr Normaleinstellung steht. Beim Kopfhörerverstärker sollte er laut Empfehlung auf 15 Uhr stehen. Von da aus soll man sogar weiter aufdrehen. So hat man weniger Rauschen. Ich habe zwar auch mit der lauteren Einstellung keinerlei Rauschen gehört, aber festgestellt, dass man die Lautstärke bei der 15 Uhr-Einstellung feiner und sensibler in kleinen und kleinsten Dosen regeln kann, als wenn man lauter stellt.

    Ich habe eine ganze Menge neuerer Aufnahmen einmal kurz anspielen und ggf. auch durchlaufen lassen. Das macht Spaß. Den Suchtcharakter hatte ich allerdings auch am Anfang mit dem DACmagic entwickelt. Insgesamt zeigt der adi-dac dauernd Stellen, die man vorher nicht so gehört hatte, die Intonation bei den Bläsern, der Klang der Pauken ist klarer und überhaupt die Dynamik ist deutlich stärker.

    Ich habe einige (nur sehr positive) Tests gelesen: der RME klingt klar und neutral. Mein Lehmann geht in die ähnliche Richtung. Insofern gehe ich auch davon aus, dass der RME einfach der bessere Kopfhörerverstärker ist. Bei der Dynamik würde ich aus Erfahrung sagen, dass das auch ganz einfach an der Lautstärkeanpassung liegen kann. Ich hatte bei mir erst die Lautstärke höher gestellt und den Eindruck, dass es so dynamischer klingt. Mit dem neuen CD-Spieler bin ich wieder zur niedrigeren Lautstärke zurückgekehrt.


    Mir scheint auch, dass die Konzeption unterschiedlich ist: Der Cambridge ist ein USB-DAC mit dem Zubrot eines passablen Kopfhörerverstärkers, der RME ein sehr guter Kopfhörerverstärker mit dem Zubrot eines DAC. ^^ Da würde ich beide mal mit Deinen Dynaudio-Boxen vergleichen, wenn nur der DAC spielt ohne den Kopfhörerverstärker, dann hast Du im Vergleich nur die Qualität des DAC und weißt: Was geht klanglich auf das Konto des DAC und was auf das des Kopfhörerverstärkers?


    Viel Spaß noch mit dem Hören! (Ich warte gerade jeden Tag darauf, bis dass mein tatsächlich flott gemachtes Stax SRD-X-Versorgungsteil, das ich gebraucht günstig erstanden hatte, mit meinem alten Stax-Kopfhörer per Post kommt und bin gespannt, die Kombi hier unten an meiner Desktop-Anlage in Betrieb zu nehmen. Da werde ich hier auch berichten natürlich. ;) )


    Schöne Grüße

    Holger

  • Aber wenn die Einstellung einmal stimmt, braucht man sich damit auch nicht mehr zu beschäftigen. Insofern hast Du nur am Anfang mehr "Arbeit".


    Ich hab jetzt was eingestellt, was funktioniert. Das lasse ich jetzt mal so. Vielleicht kann man irgendwann alle diese Einstellmöglichkeiten mal für irgendwas gebrauchen :)



    Beim Kopfhörerverstärker sollte er laut Empfehlung auf 15 Uhr stehen. Von da aus soll man sogar weiter aufdrehen.

    Meine Augen können mir da mittlerweile einen Streich spielen, aber weder der DACmagic noch der ADI-2 DAC haben Einteilungen am Lautstärkeregler? Der ADI-2 DAC hat eine db-Anzeige. Sieht nett aus, hat aber die Tendenz auf Dauer zu nerven ^^


    ch habe zwar auch mit der lauteren Einstellung keinerlei Rauschen gehört, aber festgestellt, dass man die Lautstärke bei der 15 Uhr-Einstellung feiner und sensibler in kleinen und kleinsten Dosen regeln kann, als wenn man lauter stellt.

    Rauschen war bei keinem der beiden Verstärker selbst bei den leisesten Stellen ein Problem.


    Ich habe einige (nur sehr positive) Tests gelesen: der RME klingt klar und neutral.

    Er vermittelt bei den guten Aufnahmen, die ich momentan höre eine sehr klare, Instrumente positionierende Studio-Atmosphäre.

    Bei der Dynamik würde ich aus Erfahrung sagen, dass das auch ganz einfach an der Lautstärkeanpassung liegen kann

    Ich versuche ein bisschen besser zu formulieren. Bei ungefähr gleicher mittlerer Laustärke unterscheidet der ADI DAC deutlicher zwischen lauten und leisen Tönen. Das mag auch daran liegen, dass die Instrumente besser durchgezeichnet sind. Ich meine gerade bei Bartoks Sonate für zwei Klaviere, wirklich die Paukenfelle ausschwingen zu hören. Bei einem solchen Klangbild hat man natürlich manchmal auch Lust, etwas lauter zu hören. :)


    Irgendwann werde ich mir einen Tag noch für meine schlechteren Aufnahmen nehmen. Wie Thomas Pape irgendwo schon geschrieben hat, fallen die dann manchmal so stark ab, dass man immer weniger Lust bekommt sie zu hören ....


    Und danach noch einmal einen Tag auf den DACmagic zurückschalten.


    Insgesamt lässt sich aber jetzt schon sagen, dass der neue KVV ein anderes Musikerlebnis vermittelt.


    Ich warte gerade jeden Tag darauf, bis dass mein tatsächlich flott gemachtes Stax SRD-X-Versorgungsteil, das ich gebraucht günstig erstanden hatte, mit meinem alten Stax-Kopfhörer per Post kommt und bin gespannt, die Kombi hier unten an meiner Desktop-Anlage in Betrieb zu nehmen. Da werde ich hier auch berichten natürlich. ;) )

    Dann viel Spaß damit! Seit Corona und dem vielen Homeoffice, ist bei mir das Kopfhörer-Hören immer wichtiger geworden.

  • Meine Augen können mir da mittlerweile einen Streich spielen, aber weder der DACmagic noch der ADI-2 DAC haben Einteilungen am Lautstärkeregler? Der ADI-2 DAC hat eine db-Anzeige. Sieht nett aus, hat aber die Tendenz auf Dauer zu nerven

    Der Cambridge DAC hat tatsächlich keine. Er stellt beim Ausschalten immer zurück auf die leiseste Lautstärke - was aus Sicherheitsgründen auch sinnvoll ist - und man dreht dann hoch. Aber sehen, wo man steht mit der Lautstärke, kann man nicht. Anders ist das beim Lehmann, den ich meinte, der hat ein Alps-Poti:


    lehmann-audio-linear-schwarz.jpg

    Ich versuche ein bisschen besser zu formulieren. Bei ungefähr gleicher mittlerer Laustärke unterscheidet der ADI DAC deutlicher zwischen lauten und leisen Tönen. Das mag auch daran liegen, dass die Instrumente besser durchgezeichnet sind. Ich meine gerade bei Bartoks Sonate für zwei Klaviere, wirklich die Paukenfelle ausschwingen zu hören. Bei einem solchen Klangbild hat man natürlich manchmal auch Lust, etwas lauter zu hören.

    Dann ist das nicht die Grob-, sondern die Feindynamik. Die ist in der Tat entscheidend! Da trennt sich die Spreu vom Weizen. ;) :)


    Insgesamt lässt sich aber jetzt schon sagen, dass der neue KVV ein anderes Musikerlebnis vermittelt.


    Dann viel Spaß damit! Seit Corona und dem vielen Homeoffice, ist bei mir das Kopfhörer-Hören immer wichtiger geworden.

    Ja, so ist das auch bei mir. Für den Focal Clear ist der Kopfhörerverstärker des Cambridge eindeutig "untermotorisiert". :D Der braucht was Besseres!


    Bei mir liegt es an der neuen Wohnung und den anderen Räumlichkeiten und veränderten Nutzungsbedingungen, so dass ich zwangsläufig mich in mein Arbeitszimmer im Souterrain verkriechen und somit viel häufiger Kopfhörer hören - muss. Das sage ich mit einem lachenden und weinenden Auge ... ^^;( :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Gerne berichten, besten Dank :)

    In diesem Sinne, gerne! Vielleicht etwas verfrüht, aber die Begeisterung lässt nicht los. Der ziemlich früh einsetzende Eindruck, dass der RME deutlich anders und dann besser klingt, hat sich gehalten.


    Er liefert sehr viele Details, die vorher nicht hörbar waren. Das gilt für absolut jede Aufnahme, die ich bisher und durch ihn neu gehört habe. Dazu kommen ein bessere Impulsstabilität bei Klavier und Orchestermusik und eine klare Instrumentenpositionierung. Suchtfaktor! :hail:


    Also, für mich ist das eine neue Dimension des Kopfhörer-Hörens seit 5 Jahren ....:hello:

  • Also, für mich ist das eine neue Dimension des Kopfhörer-Hörens seit 5 Jahren ....:hello:

    Besten Dank, lieber astewes :) :thumbup:


    Das klingt sehr gut! Sollte mein Benchmark DAC den Geist aufgeben, wäre das sicherlich mein Nachfolger.


    Zugegeben machen mir die vielen Einstellmöglichkeiten ein wenig Unbehagen, habe da eher die Befürchtung nicht die richtige Einstellung zu finden.


    Auf der anderen Seite ist das sicherlich auch kein Hexenwerk ... :S

  • Das klingt sehr gut! Sollte mein Benchmark DAC den Geist aufgeben, wäre das sicherlich mein Nachfolger.

    Lieber Apollon,


    der Benchmark ist was besonderes (ein Freund von mir hat den DAC 1), das ist technische Perfektion, die ihren Preis natürlich hat. Den würde ich in so einem Fall reparieren lassen. Der DAC 3 kostet um die 2700 Euro.


    DAC3HGC-R_Silver_ISO_RM_Shopify_600x.png?v=1610384337


    Schöne Grüße

    Holger

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  • Zugegeben machen mir die vielen Einstellmöglichkeiten ein wenig Unbehagen, habe da eher die Befürchtung nicht die richtige Einstellung zu finden.

    Ich habe so gut wie alles deaktiviert. Das schien mir ohne spezifisches Wissen das beste zu sein :)


    Das hat eigentlich nur deswegen Zeit gekostet, weil RME in drei Regelknöpfen, die man drehen und drücken kann und 4 Drucktasten, sehr viele Bedienfunktionen untergebracht hat. Wenn man es einmal verstanden hat, geht es deutlich schneller. Wichtig bei mir war Loudness aus (hier muss der Ausgang auf phones stehen. Das lässt sich für jeden Ausgang separat einstellen), mein Kopfhörer wird "low" gespeist, der Focal ist niederohmig. Dann noch Stereo statt Mono und das Ding läuft :cheers:

  • Der adi-2 dac ist da

    Ich wünsche viele erfüllende Hör-Stunden damit! Nach einem Abstecher zu Auralic (mittlerweile pleite) bin ich ja auch wieder beim adi2-dac gelandet. Bei mir beliefert er allerdings keinen Kopfhörer, sondern meine Genelec, insofern bin ich hier natürlich irgendwie im falschen Thread, wollte aber nicht die Gelegenheit verstreichen lassen, mal wieder festzustellen, was für ein großartiges Gerät der kleine RME Dac ist. So klein, dass er sich bei uns den Namen Autoradio verdiente (allerdings sind die anderen Komponenten, CD-T von Pro-ject und Cambridge Audio MXN 10, genauso lütt - es sieht ein bisschen nach "Liebling, ich habe die Anlage geschrumpft" aus, aber das ist mir optisch allemal lieber als die 43-Zentimeter-Komponenten und klingt ohnehin richtig gut).

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Danke für Deine Wünsche. Ich höre immer noch sehr begeistert. Eben fand ich eine Einspielung von Bergs Sonate klanglich nicht gut, bis ich bemerkte, dass ich sie auf CD Auflösung laufen ließ... So ein adi-dac treibt die Ansprüche 8-)

    So klein, dass er sich bei uns den Namen Autoradio verdiente (allerdings sind die anderen Komponenten, CD-T von Pro-ject und Cambridge Audio MXN 10, genauso lütt - es sieht ein bisschen nach "Liebling, ich habe die Anlage geschrumpft" aus, aber das ist mir optisch allemal lieber als die 43-Zentimeter-Komponenten und klingt ohnehin richtig gut).

    Ich habe es mal mit zwei Mono-Blöcken, Röhrenvorverstärker, SACD-Player, Bandmaschine, Plattenspieler und CD-Player und dazu dann noch große Standboxen dermaßen übertrieben, dass es eheliche Auseinandersetzungen gab. ;) Der "Kompromiss" war, dass das ganze Geraffel verschwindet. In der Wohnung wird nur noch gestreamt :).


    Fazit: Die klanglichen Einbußen halten sich in Grenzen. Dafür ist der Komfort gewaltig gestiegen. Ich kann meine Musik überall da hören, wo ich mich aufhalte. Standboxen gibt es immer noch im Wohnzimmer und im Schlafzimmer (Haha!) aber die stehen im LAN und sonst ist eben nichts mehr zu sehen, eine ästhetische Freude für meine Frau.

  • der Benchmark ist was besonderes (ein Freund von mir hat den DAC 1), das ist technische Perfektion, die ihren Preis natürlich hat.

    Ja, absolut lieber Holger!


    Und weil ich so begeistert bin, hatte ich mir nach kurzer Zeit gleich einen zweiten zugelegt. Für den Fall, dass er nicht mehr funktionieren sollte. Verrückt, aber so ticke ich eben. Der Benchmark DAC1 hat kaum Einstellmöglichkeiten, doch eine Sache hatte ich dann doch nach ca. einem Jahr ausprobiert:


    Ich habe die Verbindung von Cinch auf XLR-Kabel (Balanced Outputs) und auch den "Output Level" auf Variabel umgestellt. Das Ergebnis war sensationell, bei mir hatte sich eine komplett neue Klangbühne aufgetan =O. Wahnsinn, wäre ich da mal früher drauf gekommen. Doch hier fehlt mir leider die technische Kenntnis.


    Nichtsdestotrotz hatte ich sehr viel Gutes über den RME gelesen gehabt, bestätigt jetzt auch durch Kollege astewes und lohengrins. Und ja, eine gewisse Neugier kitzelt mich dann schon.

    Mal sehen ...





    benchmark-dac1-usb-dac-review-and-measurement-jpg.13821





    Herzliche Grüße

    Apollon :cheers:

  • Da an mehreren Stellen schon über Kopfhörer-Kabel diskutiert wurde. So skeptisch ich auch einer digitalen Verkabelung im 1000 Euro Bereich gegenüberstehe, so kann man gerade bei Kopfhörern doch recht leicht Billigkabel von besseren unterscheiden.


    Da mein teures Kabel für den Focal clear mg den Geist via Wackelkontakt aufgegeben hat und der "High-End"-Laden, der das Kabel verkaufte, bereit war, sich den Schaden für 80 Euro einmal anzuschauen, habe ich eine kleine Odysee hinter mir. Das Ende von Lied ist, dass ich ein Kabel gefunden habe, was zumindest das Original-Kabel des Focal gut approximiert und das für nur 60 Euro.


    Wer Interesse hat und das mal ausprobieren will:

    Tripowin GranVia


    tripowin-granvia-dual25-2-5mm-purple_600x600.jpg


    Für den Focal clear braucht man den Dual35 Anschluss am Kopfhörer. Ich habe 2 Meter Kabel und 3,5 mm Klinke für den KVV.


    Wie sacht der Inscheniör? Versuch macht kluch ... :P

  • Und weil ich so begeistert bin, hatte ich mir nach kurzer Zeit gleich einen zweiten zugelegt. Für den Fall, dass er nicht mehr funktionieren sollte. Verrückt, aber so ticke ich eben. Der Benchmark DAC1 hat kaum Einstellmöglichkeiten, doch eine Sache hatte ich dann doch nach ca. einem Jahr ausprobiert:


    Ich habe die Verbindung von Cinch auf XLR-Kabel (Balanced Outputs) und auch den "Output Level" auf Variabel umgestellt. Das Ergebnis war sensationell, bei mir hatte sich eine komplett neue Klangbühne aufgetan =O . Wahnsinn, wäre ich da mal früher drauf gekommen. Doch hier fehlt mir leider die technische Kenntnis.

    Lieber Apollon, im Test von meinem Kopfhörer schreiben sie auch, dass er symmetrisch verkabelt noch besser klingt. Das ist der einzige Nachteil des Lehmann Audio Linear KH-Verstärkers, dass es keine symmetrischen Anschlüsse gibt. In Tests ist immer wieder zu lesen, dass der RME klanglich in dieselbe Richtung geht wie der Benchmark: puristisch klar, neural. Es gibt natürlich auch ganz andere DACs und Lösungen mit DAC, die klanglich etwas anders ausgerichtet sind. Letztlich ist das eine Geschmacksfrage und des individuellen Bedürfnisses. Der Benchmark ist technisch noch perfekter, hat die noch hochwertigeren Bauteile. Aber so ein DAC3 kostet dann mehr als das Dreifache vom RME. Da ist dann die Frage, ob der Unterschied klanglich so groß ist, dass sich diese nicht unerhebliche Mehrinvestition lohnt. Da ist dann der Gebrauchtmarkt wirklich eine preiswerte Alternative. Den RME habe ich leider noch nie gehört. Es wäre schon reizvoll, den mal mit meinem Lehmann zu vergleichen. Der spielt auch neutral, aber ein Händler meinte, dass er im Vergleich mit den Studiogeräten doch etwas ästhetisch milder wirkt. Ein komplexes Thema. Denn gerade im Kopfhörer kann zu viel in den Höhen auch sehr lästig werden, zu wenig ist für mich allerdings auch kaum zu ertragen. :hello:

    Da mein teures Kabel für den Focal clear mg den Geist via Wackelkontakt aufgegeben hat und der "High-End"-Laden, der das Kabel verkaufte, bereit war, sich den Schaden für 80 Euro einmal anzuschauen, habe ich eine kleine Odysee hinter mir. Das Ende von Lied ist, dass ich ein Kabel gefunden habe, was zumindest das Original-Kabel des Focal gut approximiert und das für nur 60 Euro.


    Wer Interesse hat und das mal ausprobieren will:

    Tripowin GranVia

    Bei mir hat das kurze Kabel des Focal Clear einen Wackelkontakt. Lötstelle! Offenbar ist das eine Schwachstelle. Ich finde dieses Kabel sowieso ein bisschen nervig. Solid Core - sehr steif, es verdreht sich ständig und ist wohl an der Lötstelle anfällig. Vielleicht hättest Du es mal bei Audio-Trade versucht, die sind sehr fair. Berechnen die Arbeitszeit in 10 Minuten Einheiten. 80 Euro für eine Stunde Arbeitszeit sind der normale Preis bei Handwerkern. Bei einem Kabel, das 400 Euro kostet, kann man das vertreten. Allerdings glaube ich kaum, dass man zum Löten eine Stunde braucht. Manche Handwerker rechnen immer die angefangene Stunde ab. So vielleicht auch Dein Geschäft. Weil ich meinen Stax am Samstag getestet habe und mit dem Focal Clear verglichen (Bericht folgt noch), habe ich nochmals verifiziert, dass das längere Kabel (2m) gegenüber dem ganz kurzen für die Verwendung draußen die Höhen bedämpft. Sehr gut nachvollziehen kann man das bei dieser CD - Track Nr. 8 Vocalise von Ravel:



    Mit dem kurzen Kabel klingt der Focal Clear im Hochtonbereich wirklich sehr Elektrostaten like, weswegen ich ihn gekauft habe. :) Die Violine ist dann aber auch etwas gläserner und schlanker (nicht ganz so freilich wie mit dem Stax), das Klavier dafür ungemein klar. Das lange Kabel bedämpft die Höhen. Die Mitten kommen mehr heraus. Besonders merkt man es an der Violine, die geschmeidiger klingt und auch die Differenzierungen in der Mitte sind deutlicher nachzuvollziehen. Insgesamt wirken die Instrumente etwas körperlicher, auch die Bässe des Klaviers, dafür die Höhen nicht mehr ganz so strahlend. Insgesamt gefällt mir das längere Kabel etwas besser. Ideal wären vielleicht die Kabel von Transparent (ich weiß allerdings nicht, ob es ein KH-Kabel von denen gibt), die verwenden Filter, so dass jede Kabellänge genau gleich klingt. Hast Du mal das 60 Euro-Kabel mit dem Focal-Original verglichen?


    Schöne Grüße

    Holger

  • Vielleicht hättest Du es mal bei Audio-Trade versucht, die sind sehr fair. Berechnen die Arbeitszeit in 10 Minuten Einheiten. 80 Euro für eine Stunde Arbeitszeit sind der normale Preis bei Handwerkern.

    Guter Tipp, wenn die auch Frendkabel reparieren sollten! Danke!


    Der "High-End" Laden, wo ich gekauft habe, ist für mich gestorben. Ich hatte in den ersten zwei Monaten nach dem Kauf zweimal das Problem. Sie scheinen aber nicht ausgetauscht, sondern einfach nur geflickt zu haben. Jetzt bieten sie mir die Untersuchung, nicht die Reparatur, für 80 Euro an. Ich empfinde das als Witz. Die kennen doch wohl die Stelle, wo sie mit Klebeband gewurstelt haben ...!



    Ich habe das GranVia Kabel mit dem kurzen Focal Kabel verglichen (Focal lieferte ja beim MG kein langes mehr mit! - so eine Art schleichende Verteuerung) und es hält mit! Zudem ist es geflochten und sehr flexibel und macht wegen der Stoffummantelung auch keine Geräusche. Momentan also nur ein Gewinn!


    Den Tipp mit der Reparatur für das alte Kabel nehme ich gerne mit. :hello:

  • im Test von meinem Kopfhörer schreiben sie auch, dass er symmetrisch verkabelt noch besser klingt.

    Ein symmetrisches Kabel habe ich von Focal. Die lassen sich ja am CA DACmagic wie auch am RME betreiben. Das könnte ich ausprobieren, wenn mich die Verkabelung an der Rückseite (das Ding stehtt auf meinem Schreibtisch!) nicht nerven würde.



    Der spielt auch neutral, aber ein Händler meinte, dass er im Vergleich mit den Studiogeräten doch etwas ästhetisch milder wirkt. Ein komplexes Thema. Denn gerade im Kopfhörer kann zu viel in den Höhen auch sehr lästig werden, zu wenig ist für mich allerdings auch kaum zu ertragen.

    Im Vergleich zum AKG K812 klingt der Focal in den Höhen sanfter. Der AKG ist manchmal gnadenlos! Zudem bietet der RME haufenweise Möglichkeiten, den Hörbereich anzupassen (bei mir steht momentan alles auf 0).

  • Dann geb ich mal meinen Senf dazu, denn das Thema Kopfhörer hat mich auch lange umgetrieben.


    Ganz grundsätzlich:

    symmetrische Kabel stammen aus der PA-Technik und dort spielen sie dann auch ihre Vorteile aus. Wenn es nämlich drum geht lange Strecken störungsfrei zu überbrücken, ergibt das Ganze plötzlich Sinn.

    Meiner Erfahrung nach halten sich die Vorteile bei dem 2m die man an Kopfhörern hat in Grenzen.

    Allerdings können Kabel an Kopfhörern unterschiedlich empfindlich auf den sogenannten "Mikrofonie-Effekt" sein, also das im Hörer hörbare Klopfen gegen das Kabel. Ob dasd aber stört ist eine sehr subjektive Geschichte.


    für den dem es vielleicht hilft:

    Mein Setup zu Hause ist:

    Kopfhörer: MEZE Liric II

    KH-Verstärker: Feliks Audio, Echo MK2

    Das Signal kommt schon perfekt aufbereitet aus meinem Amp (Lyngdorf TDAI-3400)

    Unterwegs nutze ich auf meinem iPhone gespeicherte Musik (in der Regel HiRes) und den DAC Shanling H5.


    Damit bekomme ich das ws ich möchte: hohe Auflösung, natürliche Instrumente ohne Zusatz von den Geräten, angenehme Streicher und ein wahrnehmbarer Raum. Ich muss allerdings sagen, was die Platzierung VOR dem Kopf angeht gibt es bessere Hörer. Der MEZE 109Pro platziert z.B. alles weiter vor dem Hörer, allerdings mangelt es ihm deutlich an Schnelligkeit und Auflösung.

    Da muss jeder seine eigenen Präferenzen finden.

  • Kopfhörer: MEZE Liric II

    KH-Verstärker: Feliks Audio, Echo MK2

    Das Signal kommt schon perfekt aufbereitet aus meinem Amp (Lyngdorf TDAI-3400)

    Na, das ist doch mal eine coole Kombi. :jubel:


    Vor allem der Röhren-Kopfhörerverstärker mutet richtig exotisch an :) Sind an Deinem Lyngdorf noch Boxen dran oder dient das Gerät nur zur Wandlung?

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