Meine zehn Bücher für die Insel sind...

  • Ich lese kaum Romane, von daher wird es sogar schwierig, hier zehn aufzuzählen, aber ich versuche es dennoch:



    Patrick Süskind: Das Parfum




    Jioseph Roth: Radetzkymarsch




    Joris-Karl Huysmans: Gegen den Strich




    Simon Taylor: Der Mönch




    Thomas Mann: Der Tod in Venedig




    Thomas Mann: Tonio Kröger




    Alfreds Empfehlungen "Barry Lyndon" und "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" kenne ich bisher nur als Film, sagte mir aber ausgesprochen zu! Und den "Dorian Gray" wollte ich auch schon längst mal lesen ...

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von Joseph II.
    Und den "Dorian Gray" wollte ich auch schon längst mal lesen ...


    Von Oscar Wilde gefallen mir sein Märchen viel mehr.
    Wenn ich mich nicht irre, sind es zwei Novellenbände. Aber gerade die schönste Märchen daraus findest du hier gesammelt



    Der junge König - Der Geburtstag der Infantin - Der Fischer und seine Seele - Das Sternenkind - Der Glückliche Prinz - Die Nachtigall und die Rose - Der eigensüchtige Riese...


    LG, Paul


    PS Vielleicht kaufe ich das Buch sogar selbst. Denn dann habe ich sie alle in einem Band.

  • - Umberto Eco, Name der Rose
    - Benoite Groult, Salz auf unserer Haut
    - Patrick Süskind, Parfum
    - Tom Sharp, Wilt
    - mindestens 2 Anthologien mit Kurzgeschichten der klassischen Science Fiction
    - Joanne Rowling, Harry Potter 1 bis 7 (nur uff Änglisch)
    - die restlichen Kubikmeter im Seesack werden mit den unterschiedlichsten Perry Rhodan-Romanen ("Groschenheften" - na ja, kosten inzwischen auch mehr als ein paar Groschen...) vollgestopft
    - und wenn dann noch ein Plätzchen frei ist: Stanislaw Lem, Sterntagebücher


    sollte noch eine andere Kategorie als "Romane" zugelassen sein:
    - Friedrich Schiller: Gedichte
    - Loriots Gesammelte Werke
    - Heinz Erhardt: Gesammelte Werke

  • Zitat

    Original von musicophil


    Von Oscar Wilde gefallen mir sein Märchen viel mehr.
    Wenn ich mich nicht irre, sind es zwei Novellenbände. Aber gerade die schönste Märschen daraus findest du hier gesammelt
    ...


    Oscar Wilde muss unbedingt im Original gelesen werden. Ist eigentlich nicht schwer und das wichtigste bei ihm, sein Stil, ist kaum in eine andere Sprache transferierbar.


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!




  • Endlich jemand, dessen Bücher auch gelesen werden können! :untertauch:


    Ich kann mich noch recht gut an die erste Lektüre von Wilt (zu deutsch: Puppenmord) erinnern. Dieses Buch grenzt in seiner Wirkung an schwere Körperverletzung. Wenn man eine Ader für diese Art Groteskkomik hat, sind Zwerchfellspatzen garantiert. Ein unvoreingenommener Beobachter hätte sich angesichts eines Menschen in permanentem Zustand schallenden Gelächters vermutlich so seine Gedanken über meinen Geisteszustand gemacht....


    Und wenn man Wilt überstanden hat ist man reif für Roald Dahls Onkel Oswald und der Sudankäfer!


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Theophilus
    Oscar Wilde muss unbedingt im Original gelesen werden. Ist eigentlich nicht schwer und das wichtigste bei ihm, sein Stil, ist kaum in eine andere Sprache transferierbar.


    Was dachst Du denn wie ich sie kennen lernte? ;)
    Als ich noch in der Schule war, hatte ich schon "A House of Pomegranates" gelesen. Und gerade hatte ich meine Abitur gemacht, als ich "The Happy Prince and Other Stories" kaufte.


    Wie er in "The young King" beschrieb was passierte, als der junge König bat... Das ist ja so unglaublich schön Englisch.
    Dennoch, besser eine schlechte Übersetzung als die Märchen nie gelesen zu haben. Und auch Dorian Gray sollte man eigentlich Englisch lesen. Das gilt übrigens auch für das Buch, worin ich jetzt lese: "Kim" von Rudyard Kipling. Ich lese es (selbstverständlich :O ) nicht in eine Übersetzung.


    Es gibt aber auch Menschen, die kaum Fremdsprachen gelernt haben. Ich schätze ein, daß eine ganze Generation in der ehemaligen DDR kaum oder kein Englisch Unterricht bekam.


    LG, Paul

  • Zitat

    Original von musicophil
    Ich schätze ein, daß eine ganze Generation in der ehemaligen DDR kaum oder kein Englisch Unterricht bekam.


    LG, Paul


    Mit der Einschätzung liegst Du aber ziemlich falsch. Jede sog. POS (Polytechnische Oberschule - KLassen 1-10) hat neben Russisch eine zweite Fremdsprache (fakultativ) angeboten, überwiegend Englisch, manchmal Französisch. An der EOS (Erweiterte OS - Klassen 9-12) war eine zweite Fremdsprache sowieso obligatorisch.
    Daneben gabs noch die Volkshochschulen, wo man für einen Spottbetrag (ich glaube, es waren 5 Mark pro Semester) auch exotische Fremdsprachen lernen konnte.


    :hello:
    Reinhard

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Zitat

    Original von musicophil


    Es gibt aber auch Menschen, die kaum Fremdsprachen gelernt haben. Ich schätze ein, daß eine ganze Generation in der ehemaligen DDR kaum oder kein Englisch Unterricht bekam.


    LG, Paul


    Lieber paul,


    dies ist leider nur zu wahr - ich gehöre zu denen, die in der Schule nur winzige und anwendungsferne Rudimente dieser Weltsprache lernten. Das ärgert mich bis heute, auch wenn nachträgliche Kurse, die ( zwangsläufige :D ) Beschäftigung mit dem Pidgin- Englisch der Teataster und einige Reisen mir mittlerweile ein hölzernes Agieren in in dieser Sprache ermöglichen. Für anspruchsvolle Romane und poetische Sprachbilder reichts leider nicht... :rolleyes:


    Gruß
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

  • Zitat

    Original von Reinhard


    An der EOS (Erweiterte OS - Klassen 9-12) war eine zweite Fremdsprache sowieso obligatorisch.


    Reinhard


    Wenn man dort hingehen durfte, lieber Reinhard...
    Ich durfte dies nicht, sondern hatte der DDR als Waldarbeiter zu dienen...


    Nichts für ungut!


    :hello:
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

  • Nach laengeren Ueberlegungen...


    Thomas Bernhard: Der Untergeher
    Thomas Bernhard: Ein Kind
    Thomas Bernhard: Ja
    Charles Bukowski: Women
    Max Frisch: Homo Faber
    Judith Hermann: Sommerhaus, spaeter
    Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel
    Franz Kafka: Das Schloss
    Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
    Patrick Süskind: Das Parfum


    :hello:

    "Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten" Gustav Mahler

  • Zitat

    Original von Theophilus
    Ein unvoreingenommener Beobachter hätte sich angesichts eines Menschen in permanentem Zustand schallenden Gelächters vermutlich so seine Gedanken über meinen Geisteszustand gemacht....


    :hello:


    dito!


    Roald Dahl ist bisher an mir vorübergegangen, wird nachgeholt.


    :hello:

  • Für die Insel? Nun denn, in wenigen Tagen ziehe ich mich in ein Kloster zurück. Ist wohl so ähnlich wie die Insel. Zur Mitnahme sind zur Zeit diese Bücher gesetzt:



    Dies wegen der sehr sprachschönen Übersetzung. Die alternative "Jerusalemer Bibel" ist auch mit dabei.



    Ein wunderbares Gesangbuch, das sich durch seine liebvolle Aufmachung, die vielen kontrastierenden Texte und Zeichnungen von allen anderen abhebt. Ab der Nr. 700 im Rheinland leider nicht mehr Gottesdiensttauglich. Dafür aber für die alltägliche Lektüre.



    Ein Meister der hinter den Zeilen und Worten versteckten Botschaft. Hier ein Auszug:


    "Winkt dir die Liebe, so folge ihr,
    sind auch ihre Wege hart und steil.
    Und umfahrn dich ihre Flügel,
    so ergib dich ihr,
    mag auch das unterm Gefieder verborgene Schwert dich verwunden.
    Und redet sie mit dir, so trau ihrem Wort,
    mag auch ihre Stimme deine Träume erschüttern,
    wie der Nordwind den Garten verwüstet.


    [...]


    Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
    Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen;
    Denn die Liebe genügt der Liebe.


    [...]"


    Was nun nehme ich noch mit?


    In der Annahme, daß eine Lektüre möglich sei, vertiefte ich mich gerne in diese beiden Bücher:



    Sartre, ein Idol, dessen Text "Ist der Existenzialismus ein Humanismus" für mich absolut Lebenshaltungsprägende Auswirkungen hatte.



    Und über meine Haltung zu Ciccolini muss ich wohl kein weiteres Wort verlieren.


    Diese Aufzählung trägt der Unzulänglichkeit der Threadstellung Rechnung. Denn die Grundgesamtheit der vom jeweiligen Poster gekannten und aus dieser heraus benannten Bücher dürfte wohl sehr stark differieren. Für meine geplante Reise reichen die genannten.


    Mitnehmen auf eine Insel würde ich wohl auch Epiktet:



    Und da man auf so einer Insel viel Zeit hat, nenne ich als Letztes einen Forscher, mit dessen Werk ich mich unbedingt näher beschäftigen möchte:



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Lieber Thomas ,



    mehr denn je sind solche inneren Einkehren , die Rückbesinnungen auf das Wesentliche dringend angezeigt .


    Ab und zu gehe ich in der düsseldorfer Altstadt ( seit Jahren übrigens ) in die "Max - Kirche " ( direkt am Carls-Platz ) und geniesse die Ruhe . Ich lese in einem Gesangsbuch Texte aus Afrika . Sie sind von ein er Natürlichkeit , einer Fähigkeit , Lebenssituationen zu beschreiben , dann die fliessende Sprache . Diese textstellen beeindrucken und bewegen mich immer weider . Wir können soviel daraus für unseren Alltag lernen !


    Was mache ich ( leider dagenen ) ? Problemlösungen in Gesprächen diskutieren und suchen ; anerkannte Fachliteratur durdcharbeiten ( wie heute früh schon vo 7 Uhr . ( und das alles nach der Kiefer - Op gestern )



    Ich wünsche Dir entspannung und Abstand von den den meist überflüssigen Ärgernissen des Alltages .


    Mögest Du Kraft sammeln ; ohne Telefon und Handy leben .


    In meinem Jahr im Studienkoleg des Bistums Essen , kollegstrasse , damals 4630 Bochum , habe ich dies öfters erlebt , wie gelassen man eine Tag beginnen kann .


    Ich wünsche Dir sehr viel von dem , was Du Dir erhoffst .


    Das Johannes - Evangelium und die "Offenbarung" würde ich mir mitnehmen .


    Da ist weissenschsftlich soviele unerforscht !


    Und die gerade erschienene neue Enzyklika des Papstes ( das ist keine Frage , welchem Glauben man angehört ) .


    Und , wenn es erlaubt ist , die Doppel - CD ( EMI ) mit Werken von Johannes Brahms und Robert Schumann ( EMI ) .


    Und , lieber Thomas , wenn sich die Möglichkeitb erggibt , dann alleine oder zu zweit im Gespräch spazierengehen .



    Dir völlige s Abschalten , Entsoannen und Kraft tanken . Geniesse diese Zeit der Ruhe und der inneren Einkher !



    Mit den besten Grüssen und allen guten Wünschen



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Vladimir Nabokov - Lolita


    Jan Kjaerstad - Wergeland Trilogie


    Steven Millhauser - Das kurze Leben des Edwin Mullhouse


    Max Frisch - Mein Name sei Gantenbein


    George Orwell - 1984


    F. Scott Fitzgerald - Der grosse Gatsby


    James Joyce - Ulysses


    James Tiptree Jr. - Die Erzählungen


    Philip K. Dick - Die Erzählungen


    Kurt Vonnegut Jr. - Blaubart


    allerdings - sollte man auf der Insel ewig bleiben müssen wäre es angebrachter aus dem Vollen zu schöpfen ;-)


    ZB.:


    Bibel
    Mann ohne Eigenschaften
    Krieg und Frieden
    Don Quixote
    Herodot
    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
    Ulysses
    Moby Dick


    Beste Grüsse
    Paul? :angel:

  • Um mal so wenig Gesamtausgaben wie möglich zu nennen:


    William Shakespeare - Hamlet
    William Shakespeare - Romeo und Julia
    William Shakespeare - Julius Cäsar
    Franz Kafka - Die Verwandlung
    Wolfgang von Goethe - Faust I und II
    Friedrich Schiller - Die Räuber
    Friedrich Schiller - Don Karlos
    Erich Kästner - Gedichte
    Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker
    Friedrich Dürrenmatt - Das Versprechen

    Zitat von André Glucksmann:
    Philosophieren bedeutet zuallererst, gegen die eigene Dummheit zu kämpfen.

    Einmal editiert, zuletzt von Manuel ()

  • Ich habe mich für unterschiedliche Kategorien entschieden:


    Exotisch - Klassisch - Unterhaltend
    Lyrik - Dramen - Novellen - Wälzer


    Meine Lesezeit ist eigentlich vorbei und muss mich auf meine Erinnerung verlassen und vorkramen, was mir vor vierzig Jahren gefallen hat.


    Staffel 1


    1. Die Bhagavadgita
    2. Das Gilgamesch-Epos
    3. Das Nibelungen-Lied
    4. Alexander Puschkin: Novellen
    5. Lyrik des Ostens (Anthologie asiatischer Dichtkunst)
    6. King Ping Meh (Klassischer chinesischer Gesellschaftsroman)
    7. Eduard Stucken: Die weißen Götter (Untergang des alten Mexiko)
    8. Waltari: Sinuhe der Ägypter (Fiktive Handlung um den Pharao Echnaton)
    9. Kivi: Die sieben Brüder (Klassischer Finnischer Roman)
    10. Tennesee Williams: Dramen (Es brillierte Elizabeth Taylor)


    Staffel 2, falls die erste Kiste verloren geht


    11. Nikolai Gogol: Novellen
    12. Tausend und eine Nacht: Novellen
    13. Das Laotse: Das Taoteking
    14. Das Kalevala-Epos
    15. Die Doré-Bibel
    16. John Steinbeck: Die Straße der Ölsardinen (witzige Unterhaltung)
    17. Heinrich Heine, Gedichte und Prosa (wegen seines Sarkasmus)
    18. Apulejus: Der goldene Esel (Klassischer Roman aus der Antike - witzig)
    19. Nizami: Leila und Madschnun (Klassische persische Liebesgeschichte)
    20. Das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon (ein Tagebuch aus Japan)


    Leseprobe aus Nr. 1


    Ich sehe der Verwandten Schar, o Krishna, kampfbereit genaht,
    Da werden meine Glieder schwach und es verdorret mir der Mund,
    Ein Zittern geht durch mein Gebei und meine Haare sträuben sich.
    Gândîva sinkt mir aus der Hand, die Haut an meinem Körper brennt,
    Nicht länger kann ich aufrecht stehn, wie unstät irrt mein Geist umher.
    Und Zeichen schau ich, aber ach, gar böse Zeichen, Ketschava!
    Kein Heil mehr seh' ich, wenn im Kampf ich die Verwandten ungebracht.
    Krischna, den Sieg begehr' ich nicht, noch Herrschaft, noch die Freuden all!
    Was soll die Königsherrschaft uns, was der Genuss, das Leben selbst?
    Um deretwillen wünschenswert Herrschaft, Besitz und Freuden sind,
    Die stehen in Reihen hier, im Kampf aufopfernd ihr Leben, Hab und Gut.
    Lehrer, Väter und Söhne sind's und ebenso Großväter auch;
    Oheime, Schwäher, Enkel sind's, wie auch Verwandte sonst.
    Diese zu töten wünsch' ich nicht, und sollten sie mich töten auch.


    (Gedanklich und sprachlich wird es später schwieriger, aber mich erfasst die Wucht von Sprache und Aussage)
    Leseprobe zu 13


    Der SINN, der sich aussprechen lässt,
    ist nicht der ewige SINN.
    Der Name, der sich nennen lässt,
    ist nicht der ewige Name.
    'Sein' nenne ich den Anfang von Himmel und Erde.
    'Nichtsein' nenne ich die Mutter der Einzelwesen.
    Darum führt die Richtung auf das Nichtsein
    zum Schauen des wunderbaren Wesens,
    die Richtung auf das Sein
    zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.
    Beides ist eins dem Ursprung nach
    und nur verschieden durch den Namen.
    In seiner Einheit heißt es das Geheimnis.
    Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis
    ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.


    (Um dahinter zu kommen, was sich hinter der schönen Sprache versteckt, ist es erforderlich mehrere Übersetzungen zu lesen, weil alle zu einem unterschiedlichen Resultat kommen.- Gelobt wird die Passivität, weil das Unglück erst eintritt, sobald der Mensch beginnt, zu handeln.)


    Es ist ganz interessant, wofür die Forianer sich entscheiden, was sie mitnehmen wollen.

  • Da es wohl für längere Zeit sein soll, scheiden die schmalbrüstigen Bändchen schon mal aus. Ich würde natürlich auch lieber zu Ausgaben greifen, in denen möglichst viel von einem Autor versammelt ist.


    - Die Bibel, als Prostestant natürlich in der Luther - Übersetzung


    - Homer: Illias, Odyssee, wenn's geht zusammen mit den Hymnen,
    Voß - Übersetzung


    - Shakespeare: sämtliche Werke in einem Band


    - Goethe: mindestens alle Dramen in eimen Band


    - Proust: na, was wohl - sind halt mehrere Bände, ist ja aber ein
    Roman


    - Mann: Zauberberg, wenn man's auf der Insel mal auf der Lunge
    hat


    - Mann: Die Joseph - Tretralogie, "Tief ist der Brunnen der
    Vergangenheit" und über die kann man auf der Insel ja nun wirklich
    hervorragend nachdenken


    - Fontane: Der Stechlin, ich liebe diesen alten Mann einfach


    - Dostojewski oder Melville, das entscheide ich spontan


    - Karl May: Ardistan und Dschinnistan, nicht nur Arno Schmidt hielt
    dies mit Recht für Hochliteratur


    Und den Rest schnorre ich bei meinen Mitinsulanern.


    :hello: Gustav

  • Herrschaften! Alles schön und gut, aber wollt Ihr denn gar nichts mitnehmen, das Ihr noch nie gelesen habt? Auf meiner Liste stünden aus diesem Grund


    1) Ulysses, und
    2) und 3) Arno Geiger - nur was? Es geht uns gut oder Alles über Sally? Im Zweifelsfall beide.


    Mit dem Wiederlesen ist es so eine Sache. In meinen Zwanzigern gehörte Camus' Pest zu meinen Lieblingsbüchern. Inzwischen scheint es mir... hélas: hölzern. Wenn auch nicht weniger wahr.


    Gerne wieder läse ich:


    4) Solschenizyns Krebsstation
    5) und 6) Alasdair Gray, sowohl Lanark als auch 1982, Janine
    7) Yeats' Gedichte
    8 ) und 9) Flauberts Madame Bovary und Julian Barnes' Flaubert's Parrot, unbedingt mit-/nacheinander


    Und dann? Moby-Dick? Eher nein. A la recherche du temps perdu? Noooooon. Einmal reicht. Fiel mir merkwürdigerweise auf englisch leichter als auf französisch UND deutsch. Liegt es an den langen Sätzen?


    10) hm, hm... vielleicht Burtons The Anatomy of Melancholy, aufs Risiko hin, wieder nicht über Seite dreissig zu kommen, auf der Insel hat man ja Zeit.


    In einem Jahr sähe die Liste bestimmt anders aus, mindestens teilweise.


    P.S. zehn Minuten später: 10) ersetzen durch Thornton Wilder, Theophilus North.

    writing about music is like dancing about architecture

    2 Mal editiert, zuletzt von Anna ()

  • Meine Inselbücher wären -


    1) Die Bibel
    2) Tich Nath Hanh - Wie Siddhartha zum Buddha wurde
    3) Hermann Hesse - Das Glasperlenspiel
    4) Hermann Hesse - Narziss und Goldmund
    5) Murasaki - Genji Monogatari
    6) Haruki Murakami - Kafka am Strand
    7) J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe
    8 ) Franz Werfel - Stern der Ungeborenen
    9) Umberto Eco - Das Foucaultsche Pendel
    10) Friedrich Torberg - Die Tante Jolesch

    Hear Me Roar!


  • Und nicht die frröhlich-deftigen Lieder deines Avatars? Oder die tolle Biografie desselben von Dieter Kühn? ?(


    tukan

  • Cervantes: Don Quixote (mit den Illustrationen von G. Dore!)



    Otfried Preußler: Krabat



    Heinrich Heine: Das Buch der Lieder



    E.T.A. Hoffmann: Der goldene Topf



    William Shakespeare: Viel Lärm um nichts



    Stephen King: Der Friedhof der Kuscheltiere



    Umberto Eco: Der Name der Rose



    Friedrich Glauser: Wachtmeister-Studer-Romane



    Hansjörg Schneider: Tod einer Ärztin



    Jurij Brezan: Die schwarze Mühle

  • Ich versuch es auch einmal:


    Eckhard Henscheid: Trilogie des laufenden Schwachsinns in einem Band


    Arno Schmidt: Kaff auch Mare Crisium


    Clavell: Shogun


    Raymond Chandler: Der lange Abschied


    Robert Gernhard: Gesammelte WErke


    Günther Grass: Blechtrommel


    Douglas Hofstadter: Gödel, Escher, BAch


    Karl Valentin: Gesammelte Werke


    Dostojewski: Die Dämonen


    Und ein dickes Lexikon.

    ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

  • Zehn auf einmal sind mir zuviel. Ich beschränke mich zunächst einmal auf weniger. Die ersten Werke habe ich mit größerem zeitlichen Abstand voneinander gelesen und sie haben großen und nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Es sind Werke, die in den Bereich der historischen Fachliteratur fallen, doch in ihrem literarischen Gehalt deutlich über vieles hinausgehen, was die Geschichtswissenschaft so hervorbringt. Beide Bücher haben den Stalinismus und das Leben und Überleben in der stalinistischen Gesellschaft zum Inhalt


    1. Der Amerikaner Orlando Figes hat sich umfassend mit der Geschichte der frühen Sowjetunion auseinandergesetzt. Eines der Werke, die als Resultat dieser Auseinandersetzung zu gelten haben, ist: "Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland". Die Rede ist hier von einer Flüstergesellschaft, in der die Angst alles erstickt, zum Flüstern zwingt, kein lautes, kein offenes Wort gestattet, in der aber auch der Denunziant, der Verräter flüstert zur Erlangung eines Vorteils, einer Vergünstigung - und wenn es das schiere eigene Überleben ist, das zum Verrat treibt. Ein Gesellschaftsbild einer Zeit gnadenlosen Terrors und eigentlich schon Wahnsinns - beklemmend.
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    2. Karl Schlögel: Terror und Traum. Moskau 1937 (erschienen 2008 ). Dieses Buch hat ebenfalls die stalinistische Gesellschaft im Blick, fokussiert sich aber auf ein Jahr, nämlich das im Titel bereits genannte Jahr 1937, einem der Kulminationspunkte der Schauprozesse, die der Diktator inszenieren ließ. Schlögel lässt hier tatsächlich Literatur entstehen, die einen gefangen nimmt. Gleichzeitig zeigt auch dieses Buch, wie schon das von Figes, Elementar-Menschliches auf, das über den bloßen Erkenntnisgewinn historischer Fakten (was ja auch gut ist) hinausgeht.
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    3. Alle Dramen von Friedrich Schiller in der Gesamtausgabe - würd' ich dann frech als ein Buch zählen. Dazu kann man nur sagen, dass ich Schiller wegen der historischen Stoffe, die er wählt, immer wieder spannend finde und den packenden Impetus, der seine Figuren vorantreibt, liebe. Das brauch' ich auf der Insel.


    4. Theodor Fontane, den nähm' ich auch mit. In seiner Art zu schreiben, fühle ich mich aufgehoben. Ich mag (ja wirklich 'mögen', nicht 'schätzen' oder so etwas Abstracktes) seine großen Romane wie 'Effi Briest' oder 'Irrungen, Wirrungen' (um nur zwei zu nennen) sehr, mit ihren literarischen Verarbeitungen der kaiserzeitlichen Gesellschaft.


    Das soll erstmal genügen.


    Grüße,


    Garaguly

  • Herrje nur 10?...Das schaffe ich höchstens, wenn ich mich bei meinen Lieblingsautoren auf ein Werk beschränke - was mir definitiv nicht sehr leicht fällt.


    William Faulkner : "Absalom! Absalom!"
    Carson McCullers : "Spiegelbild in Goldenem Auge"
    Emile Zola : "Germinal"
    Theodore Fontane : "Effi Briest"
    Hermann Melville : "Billy Budd"
    Arthur Schnitzler : "Fräulein Else"
    Emily Bronte : "Die Sturmhöhe"
    Anton Tschechow Theaterstücke
    Ein Novellen-Buch von Theodor Storm
    Shakespeare Theaterstücke

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Und wenn man Wilt überstanden hat ist man reif für Roald Dahls Onkel Oswald und der Sudankäfer!


    Nochmals danke für den guten Tip, Der Sudankäfer ist wirlich ein tolles Buch mit "irren" Ideen. Allerdings so ziemlich das Gegenteil von dem, wofür Dahl bekannter ist, nämlich das Verfassen von Kinderbüchern. Deshalb war ich zunächst aufgrund der Empfehlung etwas verwirrt, die Verwirrung hat sich aber schnell gelegt...

  • 6. Immanuel Kant "Die drei Kritiken"


    Kant ist und bleibt unerreicht in seinem Denken.


    In der Tat, ein Verständnis der "Kritik der reinen Vernunft" war für mich schon in der Schule unerreichbar.

  • 1. Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman


    2. Thomas Mann: Doktor Faustus.
    Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde


    3. Arno Schmidt: Abend mit Goldrand


    4. Friedrich Nietzsche: Ecce Homo


    5. Jean Paul: Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal. Eine Art Idylle


    6. James Joyce: A Portrait of the Artist as a Young Man)


    7. Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel


    8. Alois Brandstetter: Die Abtei


    9. Hans Wollschläger: Herzgewächse oder Der Fall Adams


    10. Michel Houellebecq: Elementarteilchen




    Zum unangefochtenen Spitzenreiter muss ich nichts sagen, da muss schon noch ein wirkliches Geschoss pfeifend niederprasseln, um dieses Buch der Bücher bis zu meinem Lebensende vom Podest zu fegen. Auch der Heilige Thomas wurde genugsam besprochen; desgleichen braucht Arno Schmidt keinen Laudator mehr. Friedrich Richter als beinahe Landsmann mit seinem herrlichen Berufskollegen darf natürlich nicht fehlen; er ist es, von dem ich die Idylle, also das „Glück in der Beschränkung“, gelernt habe. Vom großen Iren bekam ich seinerzeit und das recht früh einen Doppelband von Suhrkamp in die Hand, die den Ursprungstext „Stephen der Held“ und die überarbeitete Version „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ enthielt – und ich war begeistert von dieser Mischung aus Moderne und Tradition: Ein Jugendlicher und junger Erwachsener aus einem mir gänzlich unbekannten katholischen Milieu, der neben altersbedingt nur allzu verständlichen Problemen mit Weibern und Alkohol die schwersten Probleme in Kunst und Literatur wälzt. Das Buch hat mich mehr beeindruckt als der „Ulysses“, weil es trotz allen Kunstwollens immer noch durchschaubarer war als DER Roman der klassischen Moderne, der wie alle ganz großen Bücher einfach unerschöpflich ist, aber durch seine „Objektivität“ mich weniger fesselt als das Frühwerk von Joyce. Eco war der große Anreger meiner vor allem geschichts- und geisteswissenschaftlichen Studien; der mittlerweile emeritierte Klagenfurter Philologe dagegen begleitet mich seit Jahrzehnten, weil er nicht nur meinen künstlerischen Geist befriedigt, sondern auch mein weltanschauliches Gewissen verkörpert und als konservativer Kulturideologe quasi mein Herz erwärmt! Von all den vielen Büchern, die nach immer dem gleichen Strickmuster verfahren und einen gelehrten Menschen aus nichtakademischem Beruf oder wenn doch, dann im Pensionärsstande, ironisch über die Welt und den Verfall der Bildung und der Kultur klagen lassen, ist „Die Abtei“ nach wie vor das beste; weil der rote Faden der Story hier überzeugt und die allgegenwärtige Lamentatio noch nicht durch ewige Wiederholung ihren Biss verloren hat. Hier nimmt sich Brandstetter auch noch nicht so wichtig und nirgendwo gleitet der Sermon ab in Besserwisserei und verstaubte Gelehrsamkeit. Bei Wollschläger stehe ich erst am Anfang und er wird sich in der Nomenklatur ganz sicher nach oben arbeiten, mit dem wird man in einem Leben auch nicht fertig; der Franzose dagegen hat bereits alles gesagt, was er weiß – er hat inhaltlich genauso Recht, wie er artistisch nur mäßig begabt ist. Aber wie ich die Liste schreibe, lüge ich schon; denn alles ist im Wandel und dunkel die Erinnerung und unklar die Zukunft: Da wäre natürlich mit Blick auf meine Jugend in der DDR Dieter Noll mit „Die Abenteuer des Werner Holt“ ; da ist Bulgakow mit „Der Meister und Margarita“ und warum erinnere ich nicht die ungezählten Lektüren von Joris-Karl Huysmans „Gegen den Strich“?


    Unabhängig von der wirklich extrem subjektiven Liste oben existiert für mich allerdings noch eine besondere Ahnenreihe der ganz großen Autoren der westlichen Literaturtradition, die ich mit polyphon und sprachkünstlerisch umschreiben will: Rabelais - Fischart – Shakespeare –Cervantes - Grimmelshausen – Swift - Sterne – Jean Paul – James Joyce - Arno Schmidt!

  • Mal sehen, ob ich auf 10 komme:


    1. Ludwig Ganghofer - Die Martinsklause


    2. Goethe - Faust 1+2


    3. Karl May - Winnetou 1-2 und Der Schatz im Silbersee


    5. Guido Knoop - Die Deutschen


    6. Karl Marx - Das Kapital


    7. Bruno Cetto - Enzyklopädie der Pilze Band 1-6


    8. Der große Heinz Erhard


    9. Biographien von Mahler, Bruckner, Strauß und Wagner.


    Das reicht, von allem Etwas.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Diesen Thread habe ich heute erst gefunden. Meine 10 Romane, jeweils nur ein Autor und alphabetisch sortiert:

    Bernhard: Alte Meister

    Dostojewskij: Die Brüder Karamasow

    Fontane: Der Stechlin

    Giono: Der Husar auf dem Dach

    Goethe: Die Wahlverwandtschaften

    Gontscharow: Oblomow

    Hoffmann: Die Elixiere des Teufels

    Kafka: Die Verschollenen (Amerika)

    Tolstoi: Krieg und Frieden

    Turgenjew: Väter und Söhne


    Zu den 10 besten würden noch gehören (bei Mehrfachnennungen je Autor):

    Tolstoi: Anna Karenina

    Dostojewskij: Die Dämonen


    Die beiden schlimmsten Romane waren:

    Joyce: Ulysses

    Bernhard: Frost


    die beiden ärgerlichsten Romane waren:

    Hesse: Unterm Rad

    Tolstoi: Die Kreutzersonate

    Oper lebt von den Stimmen, Stimmenbeurteilung bleibt subjektiv