Was haltet ihr von Downloads?

  • Zitat

    Ich liebe meine CDs heiß und innig, da bin ich echter Haptiker...und sie sehen im Schrank auch so hübsch aus.


    Ich habe einen Eigenen Raum - eine art Tonträger-Archiv. Die Regale habe ich nach meinen Vorgaben fertigen lassen. Es ist "meine Welt" Hier befinden sich meine Computer und gewissermaßen die "Tamino-Zentrale", wo ich mit KH Musik abhöre, wärend ich die dazupassenden Beiträge schreibe. Hier fühle ich mich wohl. Und ich möchte all die hübschen CDs und CD-Boxen nicht missen. Die Stereoanlage steht indes im Wohnzimmer. Ich besitze fast keine selbstgebrannten CDs - es dürfte sich um eine einstellige Zahl handeln - dafür aber geschätzte drei- bis viertausend CDs, vielleicht auch mehr - ich habe vor einigen Jahren zu zählen aufgehört....
    Nein - meine Musik wird nicht auf einer unsicheren Festplatte gespeichert....


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • [jpc]Ich liebe meine CDs heiß und innig, da bin ich echter Haptiker...und sie sehen im Schrank auch so hübsch aus. [/jpc]


    Ich habe einen Eigenen Raum - eine art Tonträger-Archiv. Die Regale habe ich nach meinen Vorgaben fertigen lassen. Es ist "meine Welt" Hier befinden sich meine Computer und gewissermaßen die "Tamino-Zentrale", wo ich mit KH Musik abhöre, wärend ich die dazupassenden Beiträge schreibe. Hier fühle ich mich wohl. Und ich möchte all die hübschen CDs und CD-Boxen nicht missen. Die Stereoanlage steht indes im Wohnzimmer. Ich besitze fast keine selbstgebrannten CDs - es dürfte sich um eine einstellige Zahl handeln - dafür aber geschätze drei- bis viertausend CDs, vielleicht auich mehr - ich hgabe vor einigen Jahren zu zählen aufgehört....
    Nein - meine Musik wird nicht auf einer unsicheren Festplatte gespeichert....
    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred


    Ich finde es auch Wunderschön, wenn man eine Solch große Sammlung richtiger Physischer Medien zum Anfassen hat! Ist ja genau wie mit den Ebooks, da geht die ganze Haptik verloren! Aber ich bin da voll und ganz aufgeschlossen gegenüber der Digitalen Medien! Ich kaufe meine Bücher nur bei iTunes und lese sie auf dem iPad, meine Musik auch nur bei iTunes oder Amazon MP3 Downloads, auch meine Konsolen Spiele erwerbe ich wenn möglich nur noch Digital! Ich war früher in meiner Kindheit so mit 12 Jahren auch eher Versessen darauf, alles in die Hand nehmen zu können, was ich mir gekauft habe, allerdings ist mir dies gleichgültig und ich genieße den Komfort den mir die Moderne Technik bietet!


    Vorsichtig wage ich mal eine Prognose : Ich denke das in spätestens 20 Jahren die Kinder die dort geboren werden sowieso direkt die Vorteile der Medien und Konsumgesellschaft bereits in ihrer Erziehung mehr als Deutlich näher gebracht bekommen! Ich wage sogar mal zu behaupten das sich im Jahre 2040 kein Mensch mehr einen Physischen Tonträger oder ein Papierbehaftetes Buch kaufen wird, diese "Reliquien" werden dann eher in Museen als "Kulturelles" gut unserer Vergangenheit zur Schau gestellt!



    Lg Eric

  • Was Musik und Filme angeht kann ich schon nachvollziehen, dass sich die Dinge da so entwickeln, in gewissem Sinne ist es fast sowas wie Folgerichtigkeit, aber in einem Punkt mag ich über Erics Prognose gar nicht gern nachdenken, und das sind die Bücher...Texte auf dem Tablet sind mir ein Graus, ich lese nicht mal gern am PC, es ist nur ein notwendiges Übel, wenn es nicht anders geht (ich bekomme davon Kopfschmerzen, außerdem haben Bücher für mich ein Eigenleben...ich tue mich auch ganz schwer damit Bücher zu entsorgen).

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Zit. Alfred Schmidt:
    "Nein - meine Musik wird nicht auf einer unsicheren Festplatte gespeichert...."


    Und wie ich das verstehe und nachfühlen kann!


    Dabei ist es für mich noch nicht einmal die "Unsicherheit" der Festplatte. Es ist ihre Wesenlosigkeit. Musik ist die sinnlichste aller Künste. Man muss, wenn man mit ihr leben möchte, sie hören, fühlen, sehen und anfassen können. Am besten kann man das, wenn man sie selbst macht.


    Und wenn das schon nicht geht, dann möchte man sie wenigstens um sich herumstehen haben: In Form von CDs oder Schallplatten. Man kann dann nach ihr greifen, sie in oder auf ein Gerät legen und zum Erwachen und Klingen bringen.


    So ist das, - das Leben mit Musik!

  • Was Musik und Filme angeht kann ich schon nachvollziehen, dass sich die Dinge da so entwickeln, in gewissem Sinne ist es fast sowas wie Folgerichtigkeit, aber in einem Punkt mag ich über Erics Prognose gar nicht gern nachdenken, und das sind die Bücher...Texte auf dem Tablet sind mir ein Graus, ich lese nicht mal gern am PC, es ist nur ein notwendiges Übel, wenn es nicht anders geht (ich bekomme davon Kopfschmerzen, außerdem haben Bücher für mich ein Eigenleben...ich tue mich auch ganz schwer damit Bücher zu entsorgen).


    Naja, ich kann zum teil nachvollziehen, weshalb Menschen ihre Bücher lieber als Haptisches Medium sehen! Aber ich rede ja auch von den Folgegenerationen, welche evt. richtige Bücher gar nicht mehr in diesem Sinne kennen lernen werden, wie wir es getan haben! Und das wird Definitiv so kommen, das ist für mich lediglich eine frage der Zeit! Man bedenke allein die vielen Vorteile der Digitalen Vertriebswege! So wird auch kleinen "No name" Autoren die Möglichkeit eröffnet ihre Bücher bei iTunes zu vertreiben ohne an einen Verlag gebunden zu sein! Die Kosten die dabei entstehen würden, können sich nur die wenigstens auch Leisten! So gibt es auch eine "App" Namens iBooks Autor" die von Apple genau in diesem Sinne veröffentlich wurde! Jedermann soll die Möglichkeit haben, seine Bücher jedem zugänglich zu machen! Mit zunehmender Globalisierung muss man sich auch den neuen Vertriebs- und Konsumwegen öffnen!


    Und was die Kopfschmerzen beim Lesen am PC und Tablet angeht, kann ich nur sagen: Die Technik entwickelt sich stets weiter, das Flimmern der Bildschirme wird durch immer höhere Wiedergabe Frequenzen pro Sekunde immer mehr verringert, und dadurch die Kopfschmerzen vermieden! Wenn Du einmal auf einem MacBook Pro 2012 mit Retina Display oder einem iPad 3 mit Retina Display etwas gelesen hast, möchtest Du nie wieder einen normalen Bildschirm ansehen, da dir direkt alles verpixelt vorkommt!


    Ich habe z.b: auch meine Gesamte Berufsausbildung und mein Fachabitur nur auf meinem MacBook Pro und nach Release dann auch mit einem iPad Organisiert! Ich bin für das Vollkommen Papierlose Büro!


    Lg

  • Ich bin für das Vollkommen Papierlose Büro!

    Da stimme ich dir zu, weil solches Papier (also im Büro) meist eine Verschwendung ist, aber für Bücher, also Bücher zum Lesen nicht zum Lernen, da gilt das für mich nicht und auch wenn es folgende Generationen betrifft, die tun mir jetzt schon leid in was für einer armen Welt die leben in dem der Computer oder irgendwelche anderen technischen Geräte die einzigen Dinge ihrer Umgebung sind. Gegenstände wie CDs, DVDs und eben Bücher (und vieles anderes) sind nicht einfach nur Dinge, wenn sie bei mir zu Hause stehen, haben sie auch etwas mit mir zu tun (für mich ist das auch eine Form von Einrichtung oder auch eine Art von Persönlichkeitsausdruck...das wird mir ein Gerät nicht leisten).


    Was das mit den Vermarktungsstrategien für Bücher als Digitaltext angeht...nenn mich elitär, aber ich will gar nicht, das jeder jedem seine Ergüße in Form von Büchern zugänglich machen kann...für mich verliert Literatur dann an Substanz und Bedeutung, wenn jeder meint, er könne einfach mal eben ein Buch ins Netz stellen oder das, was er dafür hält.

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Ok, ich stimme dir in dem Punkt zu, dass man nicht unbedingt von Jedem "Trottel" ein Buch lesen möchten, aber man ist ja dann auch nicht Verpflichtet diese Bücher auch zu Lesen!
    Es ist einfach nur der Positive Effekt das so evt. der ein oder andere sein Literarisches Werk das nur so von Qualität strotzt veröffentlichen kann, da es sonst niemals von mehr als 5 Leuten Gelesen wird!


    Jaja, die gute Technik, eine Ständige Dialektische Erörterung müsste man führen und würde dennoch zu keinem Objektiven Ergebnis kommen! Meine Großmutter z.b: würde alleine schon deshalb keine E-Books lesen, da für sie der Weg in die Bücherei einen Großteil ihrer Sozialen Kontakte ausmacht, weil man dann mal noch hier ins Kaffe geht, dann dort noch an der Bushaltestelle ein Schwätzchen hält, dann das Buch zuhause liest und beim zurückbringen in die Bücherei beginnt das wieder alles von vorne, genau so ist es mit allem anderen auch, was heute eher Digital Vermarktet und auch vom Endverbraucher in dieser Art erworben wird!


    Vll. sollte man sich einfach darauf einigen, dass man diese Art des Vertriebes stets nur Optional anbietet, aber ihr niemals das Monopol zusichert! Aber das entscheiden ja nicht die Leute die es betrifft, dass entscheiden unsere Politiker wenn es einmal soweit ist / sein sollte . :D

  • Hi


    Ehrlich, ich finde es oft geradezu erschreckend, wie - und leider gar nicht selten - engstirnig, reaktionär, aus Unwissen und visionslos argumentiert wird.


    Texte auf dem Tablet sind mir ein Graus, ich lese nicht mal gern am PC, es ist nur ein notwendiges Übel, wenn es nicht anders geht (ich bekomme davon Kopfschmerzen, außerdem haben Bücher für mich ein Eigenleben...ich tue mich auch ganz schwer damit Bücher zu entsorgen).

    Wenn Texte am Tablett ein Graus sind, dann gibt es nur zwei mögliche Gründe: ein qualitativ unzureichendes Tablett oder eine suboptimale Einstellung des jeweiligen Anzeigeprogramms. Die Mehrheit heutiger Tabletts kann Texte sehr befriedigend darstellen. Es ist lediglich eine Einstellungssache! Dass man am PC keine Bücher lesen will, ist nachvollziehbar. Man tut sich schwer mit einer bequemen Langzeitposition und hat in der Regel auch nicht den gewohnten "Leseabstand".


    Aber das ist gar nicht der Punkt! Die E-Book-Reader sind in erster Linie für das Lesen von Büchern gedacht! Und die letzte Generation der besseren Produkte macht genau das in schon recht überzeugender Qualität! Viele Leute, die heute die moderne Technik wegen mangelnder "Haptik" ablehnen, zeigen lediglich ein kurzes Gedächtnis. Sie haben nämlich darauf vergessen, dass vor einigen Jahrzehnten schon einmal der Untergang des literarischen Abendlandes prophezeit wurde. Bei der Einführung des Taschenbuches wurden nämlich alle möglichen Schreckgespenste über den Niedergang der Buchkultur an die Wand gemalt.


    Dabei zeigte es sich bald, dass das Taschenbuch sogar befruchtend auf den Buchmarkt wirkte, der heute ohne das TB gar nicht mehr existieren könnte. Und jeder, der Taschenbücher liest und über die mangelnde Haptik bei E-Book-Readern jammert, ist einfach nicht ernst zu nehmen. Denn das Gegenteil ist der Fall. Der E-Book-Reader schlägt das TB in jeder Hinsicht. Er hält sich leichter, die Lesefläche ist immer plan, er merkt sich immer, wo ich unterbrochen habe (und das bei allen gespeicherten Büchern!), zeigt den Text in der von mir gewünschten Größe an, zerfleddert nicht und speichert eine ganze Bibliothek auf kleinstem Raum. Er ist ein erstklassiger Ersatz für den Gebrauchsgegenstand Taschenbuch.


    Und für die Angsthasen unter uns: der E-Book-Reader will und wird das Buch nicht abschaffen! Der schöne Bildband, die technische Dokumentation, das hochwertig gebundene Buch mit erstklassigem Papier und wertigem Layout wird deswegen weiter bestehen. Aber er könnte in absehbarer Zeit das "Einwegbuch" ersetzen - und zwar sinnvoll ersetzen, da zusätzlich zu den schon genannten Vorteilen nicht zuletzt die Ersparnis in der Produktion an schlecht genutztem Papier ein Argument dafür ist...



    Zitat

    Und was die Kopfschmerzen beim Lesen am PC und Tablet angeht, kann ich nur sagen: Die Technik entwickelt sich stets weiter, das Flimmern der Bildschirme wird durch immer höhere Wiedergabe Frequenzen pro Sekunde immer mehr verringert, und dadurch die Kopfschmerzen vermieden!

    Das Thema ist mit der Einführung der LCD-Displays abgehakt. Flimmern gibt es hier nicht. Lediglich die Qualität der Wiedergabe bewegter Bilder (Filme) ist noch nicht generell von höchster Qualität.



    Und wenn das schon nicht geht, dann möchte man sie wenigstens um sich herumstehen haben: In Form von CDs oder Schallplatten. Man kann dann nach ihr greifen, sie in oder auf ein Gerät legen und zum Erwachen und Klingen bringen.

    Es ist im Prinzip immer wieder die gleiche Leier. Als die LP die Schellackplatte ablöste, jammerten die Leute, als die CD die LP ablöste, weinte man der verlorenen Haptik(!) nach und jetzt wehren sich wieder viele mit Händen und Füßen dagegen, die CD zu Hause durch etwas in jeder Hinsicht Besseres zu ersetzen.
    Aus Helmuts Zitat gelten nur die letzten Worte: die Musik zum Erwachen und Klingen bringen! Das Wie sollte sekundär sein. Es kommt auf den Inhalt an, in diesem Fall die Musik, und wie sie verpackt ist sollte ein rein technisches Problem darstellen.


    Wenn Alfred vor vierzig Jahren von jemandem prophezeit worden wäre, dass seine schönen Schallplattenkassetten mit den oft üppig bebilderten und illustrierten Textbüchern in gut lesbarem Druck und teilweise kunst- und liebevollem Layout in naher Zukunft durch kleine Boxen aus billigstem Plastikschrott mit Textbüchern im erweiterten Briefmarkenformat an der Grenze der Lesbarkeit ersetzt würden, hätte er diese Vorstellung entrüstet von sich gewiesen. Heute berichtet er stolz über seine Sammlung von Plastikmüll und lästert über die angeblich unsicheren Festplatten. Dabei erfüllt die Festplatte bei entsprechender Archivierung jegliche Sicherheitsnormen, während er bei seinen CDs nicht weiß, wann ein nennenswerter Teil seiner Sammlung wegen Auflösung der Reflexionsschicht unbrauchbar wird. Einfach nur lächerlich! ;)
    Wie man bei mickrigen Plastikboxen, die schon bei scharfem Anschauen zu Bruch gehen, von Haptik schwärmen kann, ist mir ohnehin schleierhaft. Wenn ich meine CDs auf den Rechner überspiele (z.B. Notebook), habe ich nur Vorteile. Ich spiele jedes Album auf Knopfdruck ab, ohne vorher im Regal herumsuchen zu müssen. Bei einigermaßen brauchbarer Organisation finde ich alles in kurzer Zeit, keine CD ist unauffindbar (und die Besitzer mehrerer Tausend CDs sollen einmal daran denken, wie oft sie schon vergeblich gesucht haben)! Die Cover und Texte kann ich am Display in der mir angenehmsten Größe darstellen lassen und muss mich nicht mit den optisch und mechanisch indiskutablen Beilagen der CDs herum ärgern. Und ich kann meine gesammelten musikalischen Werke leicht mit mir herumtragen. Und da kommen die Leute mit dem Witzargument "Haptik".



    Was das mit den Vermarktungsstrategien für Bücher als Digitaltext angeht...nenn mich elitär, aber ich will gar nicht, das jeder jedem seine Ergüße in Form von Büchern zugänglich machen kann...für mich verliert Literatur dann an Substanz und Bedeutung, wenn jeder meint, er könne einfach mal eben ein Buch ins Netz stellen oder das, was er dafür hält.

    Ein geradezu unglaubliches Argument. Für dich ist Literatur also nur dann "von Substanz und Bedeutung", wenn sie das Glück hat, von Verlagshäusern angenommen zu werden. Damit überträgst du ihnen die Macht, zu definieren, was Literatur ist und was nicht.
    Ich finde es höchst traurig, dass die die prinzipiell einfache Möglichkeit, eigene Werke ohne großen finanziellen Aufwand präsentieren und vermarkten zu können, von in meinen Augen kleinkarierten Argumenten torpediert wird. Erschütternd...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


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  • Und was die Kopfschmerzen beim Lesen am PC und Tablet angeht, kann ich nur sagen: Die Technik entwickelt sich stets weiter, das Flimmern der Bildschirme wird durch immer höhere Wiedergabe Frequenzen pro Sekunde immer mehr verringert, und dadurch die Kopfschmerzen vermieden!


    Also was geht denn hier ab? LCDs/LEDs leuchten durchgehend. Zeilenweiser Bildaufbau war doch in Röhrenbildschirmen, ich bin jetzt nicht sicher, ob es mobile Endgeräte mit Röhrenmonitor gibt.
    Wir können uns wohl über die Auflösung unterhalten, aber das Thema ist eigentlich auch bald durch, und Krücken wie Anti-Alialising oft jetzt nicht mehr nötig. Es ist eine Frage von Kosten und auch Entwicklungsstufen - Auflösungen müssen langsam hochgeschraubt werden, damit die Softwareseite nachkommen kann. Mit einem Notebook und einer imaginären Auflösung von 19200x12000 kann niemand etwas anfangen, weil einfach die Softwareseite nicht an allen Fronten skaliert.
    Ich kann den Übergang von "OK" bis "Sehr gut" bei mir beobachten. Auf dem 15,1"-Notebook mit 1920x1200 ist es eine Freude, gestochen klare Schriften zu sehen. Die gleiche Auflösungen habe ich an meinem PC-Bildschirm, aber bei 22" - da ist AA nötig, ist längst nicht so klar wie am Notebook.


    Bei Büchern werde ich wohl bleiben, da bin ich konservativ. Das ist eine reine Geschmackssache, mehr will ich da nicht in Bücher oder elektronische Medien hineininterpretieren. Das sind nur Trägermedien.


    Dabei erfüllt die Festplatte bei entsprechender Archivierung jegliche Sicherheitsnormen, während er bei seinen CDs nicht weiß, wann ein nennenswerter Teil seiner Sammlung wegen Auflösung der Reflexionsschicht unbrauchbar wird. Einfach nur lächerlich! ;)
    Wie man bei mickrigen Plastikboxen, die schon bei scharfem Anschauen zu Bruch gehen, von Haptik schwärmen kann, ist mir ohnehin schleierhaft. Wenn ich meine CDs auf den Rechner überspiele (z.B. Notebook), habe ich nur Vorteile. Ich spiele jedes Album auf Knopfdruck ab, ohne vorher im Regal herumsuchen zu müssen. Bei einigermaßen brauchbarer Organisation finde ich alles in kurzer Zeit, keine CD ist unauffindbar (und die Besitzer mehrerer Tausend CDs sollen einmal daran denken, wie oft sie schon vergeblich gesucht haben)! Die Cover und Texte kann ich am Display in der mir angenehmsten Größe darstellen lassen und muss mich nicht mit den optisch und mechanisch indiskutablen Beilagen der CDs herum ärgern. Und ich kann meine gesammelten musikalischen Werke leicht mit mir herumtragen. Und da kommen die Leute mit dem Witzargument "Haptik".


    Das Heraussuchen aus der Sammlung und die Suche - das gehört sicher auch zum sinnlichen Erlebnis. Kennen wir doch spätestens noch aus dem Plattenladen.
    Organisation ist alles, das kann ich nur unterschreiben :) ->

    Und Booklets sind mir auch wichtig, aber müssen nicht auf Papier sein.


    Zitat von SchallundWahn

    nenn mich elitär, aber ich will gar nicht, das jeder jedem seine Ergüße in Form von Büchern zugänglich machen kann...für mich verliert Literatur dann an Substanz und Bedeutung, wenn jeder meint, er könne einfach mal eben ein Buch ins Netz stellen oder das, was er dafür hält.


    "Einfach mal eben"... "dafür hält"... Bist Du die heilige Qualitäts-Inquisition?

  • Auf dem 15,1"-Notebook mit 1920x1200 ist es eine Freude, gestochen klare Schriften zu sehen. Die gleiche Auflösungen habe ich an meinem PC-Bildschirm, aber bei 22" - da ist AA nötig, ist längst nicht so klar wie am Notebook.


    Theoretisch ja, in der Praxis sind die Unterschiede gering. Zumindest bei mir stehen Monitore locker im 1,5-fachen Abstand zu einem Notebookdisplay, so dass rein geometrisch kaum ein Unterschied besteht. Tatsächlich wirkt das hochauflösende Notebookdisplay trotzdem noch etwas gestochener, aber das ist schon fast ein unterschwelliges Gefühl...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Ein geradezu unglaubliches Argument. Für dich ist Literatur also nur dann "von Substanz und Bedeutung", wenn sie das Glück hat, von Verlagshäusern angenommen zu werden. Damit überträgst du ihnen die Macht, zu definieren, was Literatur ist und was nicht.
    Ich finde es höchst traurig, dass die die prinzipiell einfache Möglichkeit, eigene Werke ohne großen finanziellen Aufwand präsentieren und vermarkten zu können, von in meinen Augen kleinkarierten Argumenten torpediert wird. Erschütternd...

    Das habe ich nie behauptet...Literatur behält für mich nur dann Substanz und Bedeutung, wenn sie kein Allerwelts-Produkt wird, das jeder nach Lust und Laune von sich geben kann. Das hat nichts mit der Macht der Verlage zu tun. Das Problem ist nämlich nicht eigentlich, dass Literatur schwer zugänglich wäre und deswegen so mehr offen präsentiert werden müsst, sondern, dass ein Großteil der Leute heute keine Literatur mehr erkennen und schätzen, ganz egal ob als Buch oder als Text im Internet...daran ändert für mich deine wohlfeile Empörung auch nichts.



    Bist Du die heilige Qualitäts-Inquisition?


    Oh nein...du hast mich enttarnt!

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Das habe ich nie behauptet...

    Nein? - Äh, hm, na ja, aber irgendwie hat es danach geklungen... ;)



    Zitat

    Literatur behält für mich nur dann Substanz und Bedeutung, wenn sie kein Allerwelts-Produkt wird, das jeder nach Lust und Laune von sich geben kann.

    Nun, das führt aber doch in die Richtung, dass du unterstellst, dass leichterer Zugang zum Markt zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass vermehrt "Allerwelts-Produkte" angeboten werden. Und wenn schon, aber dafür erhalten Künstler u.U. eine Chance, die ihnen von Verlagen nicht eingeräumt worden wäre. Und so wie sich Qualität zeigt und Erfolg einstellt, melden sich dann die Verlage schon von selbst.


    Die Situation kennen wir doch am Musikmarkt. Viele Pop-Künstler haben in Eigenregie am Musikmarkt reussiert, da ihnen das Internet ein Podium bietet, das ihnen die Plattenfirmen nicht bieten können, da deren Ressourcen für die Menge an Musikern viel zu begrenzt sind.



    Zitat

    Das hat nichts mit der Macht der Verlage zu tun. Das Problem ist nämlich nicht eigentlich, dass Literatur schwer zugänglich wäre und deswegen so mehr offen präsentiert werden müsste, sondern, dass ein Großteil der Leute heute keine Literatur mehr erkennen und schätzen, ganz egal ob als Buch oder als Text im Internet...daran ändert für mich deine wohlfeile Empörung auch nichts.

    Das ist aber jetzt doch ein netter Schwenk, nicht wahr? ;) Aber es hilft nichts, kein Filter durch die Verlage wird die Urteilskraft der Leser heben, so funktioniert das nicht. Das geht nur über mehr Lesen und da sind deine "elitären" Überlegungen nur hinderlich...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Lieber Rheingold,


    gerne Versuche ich Dir hier Weiterzuhelfen:


    Lieber Eric, Du hast mir weitergeholfen, und dafür danke ich Dir sehr. :)


    LG Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Nein - meine Musik wird nicht auf einer unsicheren Festplatte gespeichert....


    Lieber Alfred, liebe Freunde,


    so sicher sind CDs nun auch wieder nicht. Erst dieser Tage habe ich eine DG-Aufnahme des Bachschen Magnificat unter Richter aus dem Regal gezogen - also eine zutiefst solide Pressung - und finde eine ins tiefstes Goldgeld verfärbte Scheibe, die sich nicht mehr abspielen lässt - auf allen verfügbaren Player nicht. Genau diese Erfahrung habe ich zuvor mit dem kompletten Ring des Nibelungen von Memories als Mitschnitt von den Salzburger Festspielen unter Karajan gemacht. Eine Aufnahme, die ich persönlich noch über die Studioeinspielung stelle. Alle CDs haken so vor sich hin. Ich konnte sie wegwerfen. Ein anderes Label, das hier im Forum oft zitiert wird, vertreibt neuerdings Opernaufnahmen, die genau so wenig versiegelt sind wie die am heimischen PC gebrannten. Die Schrift lässt sich mit dem Fingelnagel ganz leicht abkratzen wenn sie sich nicht selbst auflöst und am Ende noch in die Player-Lade bröselt. Das mögen Einzelbeispiele sein. Vom Mythos des Unzerstörbaren kann bei einer CD aber nicht mehr die Rede sein.


    Noch hat sich die gute alte Schallplatte als das beständiogste Medium erwiesen. :)


    Damit ich nicht missverstanden werde: Jeder soll sich seine Sammlung nach eigenen Bedürfnissen und ästhetischen Gesetzen zusammenstellen und sie entsprechend handhaben. Ich bin auch sehr gern bei Freunden, deren Zimmer bis unter die Decke mit Tonträgern angefüllt sind. Erst heute saß ich zwischen Bergen von Schellacks und riesigen Grammophonen. Es wurde Jadlowker aufgelegt. Das hat schon was. Persönlich, und das gilt wirklich nur für mich, könnte ich nicht so leben. Musik ist für mich Musik, die brauche ich nicht zu "sehen". Mein Auge hört nicht mit. Ich höre nur mit den Ohren, und da ist es mir völlig egal, wo diese Musik herkommt. Ob von Festplatten oder aus dem Grammophon. Nur sehr gut muss es klingen. Und ich will Musik auch in meiner Hängematte im garten hören können.


    Physisch reichen mir schon die vielen Bücher, die eben noch längst nicht digital ersetzbar sind. Die Angebote nehmen zu, aber meine Interessen finde ich nicht genügend oder nur als Hauch berücksichtigt. Der ganze Dickens in modernen Übersetzungen ist nicht dabei. Für alle Feinheiten der sehr schwierigen und umständlichen Originalsprache reichen meine Kenntnisse leider nicht aus. Dostojewski, Hesse, Thomas Mann, Anna Seghers, Christa Wolf, Adalbert Stifter, Eichendorff - Autoren, die ich eigentlich ständig immer wieder lese, sind fast nicht verfügbar. Aber es gibt auch betörend gute Angebote, auch aus der klassischen deutschen Literatur, den ganzen Goethe für keine drei Euro bei Amazon im Kindle-Shop (inzwischen auch auf dem iPad lesbar), den Schiller, Fontane, Storm, das meiste von Kafka, die mir wichtigen Märchen von Andersen und Grimm (von den Grimms auch die sehr problematischen, die in gängigen Ausgaben weggelassen werden). Es gibt die Luther-Bibel und den Koran. Jetzt habe ich sogar kostlos die sehr umfängliche und reich bebilderte Habilitationsschrift von Hugo Meyer über den Antinoos im Netz gefunden, die ich jetzt mit meinem iPad herumtragen und studieren kann. Will sagen: Die traditionelle Wissenschaft macht keinen Bogen mehr ums Digitale. Mir wäre beides lieb, das Buch und der Datensatz.


    Wichtig ist, dass wir uns nicht auseinanderdividieren in unseren Handhabungen und uns gegenseitug Respekt zollen und am besten noch voneinander lernen. Zu viel verlangt?


    Herzlich grüßt in die Runde Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Heute in der Presse zu lesen:


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Für die Musikindustrie sind Downloads zum wichtigen Umsatzfaktor geworden, obwohl ständig über illegale Downloads geklagt wird.


    Für die Literaturindustrie steht das gedruckte Buch noch an erster Stelle, jedoch wird auch hier der Download als künftig wachsende Geldquelle erwartet.


    Aber auch bei Literatur wie bei Musik gilt, Download bedeutet neben legalen Download auch illegalen Download.


    Die beliebten ebook-reader können auch mit illegalen Downloads vollgestopft werden (was ich natürlich nicht befürworte), was von der Industrie vielleicht gar nicht ungern gesehen wird, weil es den Absatz der noch recht teuren ebook-reader ankurbelt. Fast jeder neue Roman steht im Netz als illegaler Download gratis zur Verfügung. Die Industrie nimmt m.E. den illegalen Download von Literatur in Kauf, auch weil er insgesamt im Vergleich zum illegalen Musikdownload verschwindend gering ist. Das könnte sich mit der Verbreitung von ebook-readern ändern, aber auch der legale Download von Literatur wird zunehmen und letztlich wird die Industrie mit legalen Literaturdownloads beachtliche Gewinne einfahren.

    mfG
    Michael

  • Ich denke die Problematik, welche du hier ansprichst wird sich spätestens mit zunehmender Größe des Marktes verringern! Man nehme einmal das Beispiel der nächsten Konsolen Generationen:


    Hier wird auf "Cloud-Computing" gesetzte, spiele sollen dann nichtmehr Plattform abhängig von einem Datenträger oder Store Download gespielt werden sondern über das Internet gestreamt werden!
    Auf diese art , wird es der Produktpiraterie zumindest in diesem Sektor, der seit Jahren unter den Illegalen Machenschaften leidet, ermöglich die Kontrolle zu behalten das auch nur derjenige der eine Lizenz erwirbt, auch wirklich in den Genuss des Produktes kommt! Wobei sich auch hier sicher wieder findige Hacker ein par Schlupflöcher suchen und finden werden.


    Das ist denke ich bei Büchern und Musik jetzt nicht so leicht zu realisieren! Es kommt wohl eben auch viel auf die Bereitschaft des Endverbrauchers an, für das Produkt seiner Begierde einen Betrag X zu zahlen! Allerdings ist es genau dieser Betrag X der gerade für Digitale Medien meines Erachtens nach einfach zu hoch ist! Und es wird ja noch schlimmer! Die Preise bei iTunes und Amazon MP3 Downloads, werden kontinuierlich mit zunehmenden verschwinden der CD an die CD Preise angepasst, bis sie letztendlich den selben Preis kosten wie die CDs in Physischer Form! Zumindest das, ist eine Entwicklung die ich nicht für gut befinde und auch nur selten toleriere! Wenn ein MP3 Album 10€ günstiger ist, als die CD dann kaufe ich IMMER den Download! Sofern sich allerdings das Preisniveau gleich hält bei beiden Produkten, so sehe ich es nicht ein lediglich den Download zu erwerben! Gerade die E-Books im Amazon Kindle Store sind oftmals wesentlich teurer als das Taschenbuch! Da braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn letzten Endes noch sehr viel illegal gehandelt wird!


    Aber zumindest im Klassik Sektor, ist meiner Erfahrung nach der Anteil illegaler CDs im Internet verschwindet gering, er ist so gering, dass man ihn fast gar nicht erwähnen muss! Und ich glaube auch das sich das zumindest bei der Klassik nicht ändern wird! Nicht zuletzt deswegen, da man für einen illegalen Download auch ein geringfügiges Technisches Know-How benötigt, dass gerade der Großteil der Klassikhörer aufgrund des fortgeschrittenen alters selten vorweist!


    Dennoch für mich unverständlich, ich gehe doch auch nicht in die Bäckerei und erwarte , dass man mir meine Brote umsonst gibt! Ich schließe einen Kaufvertrag mit dem Händler ab, damit er auch für seine Arbeit entlohnt wird, diese moralische "Selbstverständlichkeit" welche einem doch eigentlich bereits Koedukativ im Elternhaus und der Schule vermittelt werden sollte ist leider noch nicht bei allem menschen angekommen und wird es wohl auch nie!

  • Banner Strizzi
  • so sicher sind CDs nun auch wieder nicht. Erst dieser Tage habe ich eine DG-Aufnahme des Bachschen Magnificat unter Richter aus dem Regal gezogen - also eine zutiefst solide Pressung - und finde eine ins tiefstes Goldgeld verfärbte Scheibe, die sich nicht mehr abspielen lässt - auf allen verfügbaren Player nicht.

    Das ist mir auch schon passiert - und es war mir fast egal - denn die Plattenfirma bot auch verlustfreie Downloads an, so dass ich die CD nochmal als Download kaufte. CDs sind eben aufgrund der dünnen Beschichtung mehr oder minder vergänglich; Platten vermutlich schleichend aufgrund der Reibung; Downloads entweder nie oder auch ganz plötzlich, so wie mancher es von Backups kennt, zum Beispiel, weil das Werk/die Datei einfach vergessen wurde und man nach Jahrzehnten niemanden mehr findet, der es hat.



    auch ein geringfügiges Technisches Know-How benötigt, dass gerade der Großteil der Klassikhörer aufgrund des fortgeschrittenen alters selten vorweist!

    Da verkneife ich mir solche Aussagen gerade hier im Tamino-Forum immer gern, nun kommst Du daher :D. Du bist jung, Du darfst das ;)


    Was illegale Downloads in der Klassik angeht kannst Du davon ausgehen, dass alles schon hochgeladen wurde, was Rang und Namen hat - Deine Annahme ist also falsch. Weiß ich natürlich nur vom Hörensagen - findet man aber leicht heraus. Auf Basis von Sharehostern. Das ist ohnehin klar, dass das passierte, wenn Downloads im Gigabyte-Bereich kaum noch Zeit kosten.
    "Illegale Downloads" ist natürlich eine moralische Frage aufgrund dessen, dass eine exakte Kopie angelegt wird, aber nichts weggenommen.
    Meine Meinung ist, dass jeder sein begrenztes Budget für bestimmte Freizeitthemen ausgibt. Dort darf er dann auch Forderungen stellen - in anderen Bereichen, wo er keine Bezahlung vornimmt für eine unbemerkte Kopie, hat er nichts zu verlangen und nicht zu klagen, falls bspw. diese Branche untergeht. Ich meine, die Branchen klagen gerne. Irgendwem muss aber das Geld, welches die Leute ausgeben, zugute kommen. Man klagt im Prinzip gegen die Umverteilung.


    Technisch sage ich, sind Computer Kopiermaschinen. Die Digitalisierung ist ein technischer Freibrief, die sämtliche digitalisierte Werke flüchtig macht, da hilft am Ende kein DRM (welches Teil des Wettrüstens ist). Daher ist man ja auch an geschlossenen Systemen Marke Apple interessiert.

  • Mehr aus Versehen habe ich z.B. die jüngste Aufnahme der Bach-Motetten unter Gardiner zweifach in iTunes, 1x in voller Auflösung (1:1-Kopie) und einmal mit verlustfreier Komprimierung mit 320 kbit/s. Fr. und Sa. habe ich dann mit dem B&W P3 am iPod Classic gehört, ohne zu wissen, welcher der Tracks die volle Auflösung hat. Das Ergebnis: ich werde auf die vollaufgelöste Version ab sofort verzichten, denn ich höre den Unterschied schlicht und ergreifen nicht. Gar nicht. Wie das mit Wadia-Dock an einer High-End-Anlage ist, weiß ich nicht. Da solch Equipment bei mir leider nicht vorhanden ist, entfällt der Bedarf daran.
    Für's Auto (iPod Nano am Media-Kabel mit Autoradio verbunden) ist die Auflösung sicherlich nicht egal, aber dort reichen die 320 kbit definitiv mehr als aus...
    Beste Grüße
    Accuphan

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • Eine Anmerkung, eine Frage:


    1.) Mit 320 kBit/s dürfte es sich eher um verlustbehaftete Komprimierung handeln.


    2.) Wo kann ich in iTunes eine 1:1 Kopie ordern?


    Gruß enkidu2

    Nach Schlaganfall zurück im Leben.

  • 1.) Mit 320 kBit/s dürfte es sich eher um verlustbehaftete Komprimierung handeln.
    2.) Wo kann ich in iTunes eine 1:1 Kopie ordern?


    Zu 1: Verlustfreie Komprimierung verlustfrei - es fällt auch mir schwer zu akzeptieren, es ist aber wohl so... ;)
    -> http://www.mpex.net/info/verlustfrei.html
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_Lossless
    Zu 2: Nirgendwo, wenn ich richtig informiert bin.
    Gruß, Accuphan

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • 1.) Mit 320 kBit/s dürfte es sich eher um verlustbehaftete Komprimierung handeln.

    Bspw. mp3 hat ja feste Blockgrößen und ja, sicher verlustbehaftet. (Wobei theoretisch auch verlustfreies Material denkbar ist, das im Schnitt von 1440er Quelle auf 320kbps im Schnitt verlustfrei komprimiert - Klaviermusik lässt sich sehr gut komprimieren).


    Zitat

    2.) Wo kann ich in iTunes eine 1:1 Kopie ordern?

    Die Welt ist ja nicht iTunes. Es gibt genug Onlineshops, die vernünftige Downloads bieten. Linn, eclassical.com, Chandos usw... Wo man halt bis zu 192 kHz-Audio bekommen kann.


    Der Begriff "verlustfrei" ist ohnehin relativ.


    Accuphan: mp3 bei 320 kbps konstanter Bitrate (und vernünftigem Encoder) hält ja auch Blindhörtests stand. Trotzdem halte ich es für sinnvoll, immer die beste verfügbare Qualität zu bekommen. Schlicht und einfach weil man in der digitalen Welt für beliebige Endgeräte umkonvertiert, und das will man nicht mit einer bereits umkonvertierten Quelle machen. Es kommt dazu, dass Klassik von einer 1440er Quelle sowieso gut komprimiert werden kann. Ich müsste nachsehen, aber meine Klassik dürfte im Schnitt bei maximal 600 kbps liegen. Und Platz ist nicht das Problem heutzutage.

  • mp3/320 ist natürlich verlustbehaftet (das mit der Hörbarkeit ist eine andere Geschichte). Es wurde aber vor einigen Jahren ein spezieller mp3-Modus eingeführt, der verlustfrei komprimiert. Er wird gelegentlich auch als mp3/640 bezeichnet.


    (Verlustfreie Kompression heißt, dass aus den komprimierten Daten das Original fehlerfrei wiederhergestellt werden kann.)


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Ich habe mir Audiodateien auf der Seite operalia mit dem Ilvid Download Manager runtergeladen. Wenn ich diese abspielen will, bekomme ich die Meldung das Windows Media Player die Dateien nicht erkennen kann oder das der Dateiname, der ja meistens mit 01 bzw mit 02 endet, fehlerhaft ist. Wie kann ich die Audiodateien so umwandeln, das mein Mediaplayer sie abspielt ?

  • Lieber Rodolfo, lade Dir das kostenlose Programm Format Factory herunter. Es wandelt alle möglichen Dateiformate in die gewünschte Form, auch Videos und Fotos. Das Programm ist eigentlich selbsterklärend. Du musst nur darauf achten, dass Du - willst Du MP3 haben - unter Zieldatei bei jedem Start des Programms die gewünschte Auflösung einstellst. Voreingestellt ist immer 128 kb/s. Ich würde mindestens auf 256 gehen. Wenn es noch Fragen gibt, melde Dich wieder.


    Alternativ könntest Du es auch mit einem anderen Player versuchen. ich empfehle das sehr schlanke Programm Foobar. Dieser kostenlose Player nimmt sehr viele Dateinformate und springt sofort an. Den Media Player benutze ich nie mehr.


    Viel Erfolg wünscht Dir Rheingold

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Lieber Rodolfo,


    vielleicht mußt Du die runtergeladenen Dateien entpacken, bevor Du sie abspielen kannst. Schau mal, ob die runtergeladenen Dateien mp3-Dateien sind, wahrscheinlich nicht. Damit sie zu mp3-Dateien werden, mußt Du sie entpacken, z.B. mit 7-zip.

    mfG
    Michael

  • Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Ich habe mir Audiodateien auf der Seite operalia mit dem Ilvid Download Manager runtergeladen. Wenn ich diese abspielen will, bekomme ich die Meldung das Windows Media Player die Dateien nicht erkennen kann oder das der Dateiname, der ja meistens mit 01 bzw mit 02 endet, fehlerhaft ist. Wie kann ich die Audiodateien so umwandeln, das mein Mediaplayer sie abspielt ?


    Vermutlich sind sie gepackt und gesplittet. Hole Dir einen Entpacker wie 7-zip.org - wenn es Windows ist. Dann Rechtsklick auf die erste Datei, "Extract to..." usw...

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