Mikhail Pletnev: Der Pianist

  • X( ich dachte das wäre eine Gesamteinspielung die ich da habe - das ist jedenfalls ein Dreier-CD Set und hat ein anderes Cover als das obige ...


    Vielleicht irre ich mich ja - habe das damals allerdings so verkauft bekommen.


    "Bemerkenswert finde ich bei Pletnev, dass er den Spagat zwischen Pianist und Dirigent hinbekommen hat, ohne das seine Qualität als Pianist darunter gelitten hätte- das schafft ja nicht jeder, wenn ich da an Vladimir Ashkenazy oder Daniel Barenboim denke."


    Kann ich nur unterschreiben Petnev ist sowohl als Pianist als auch als Dirigent besser als der Barenboim und Ashkenazy hat mich ja noch nie überzeugt - habe ein paar Strauss Tondichtungen von Ihm und glaube dem Cleveland Orchstra... nene das haben die nicht drauf...


    Na die zwei sind meines Erachtens nach kein geeignter Maßstab, da spielt Pletnev auf beiden Hochzeiten in einer anderen Liga.


    :hello:

  • Zitat

    Original von Opus28


    "Bemerkenswert finde ich bei Pletnev, dass er den Spagat zwischen Pianist und Dirigent hinbekommen hat, ohne das seine Qualität als Pianist darunter gelitten hätte- das schafft ja nicht jeder, wenn ich da an Vladimir Ashkenazy oder Daniel Barenboim denke."


    Kann ich nur unterschreiben Petnev ist sowohl als Pianist als auch als Dirigent besser als der Barenboim und Ashkenazy hat mich ja noch nie überzeugt - habe ein paar Strauss Tondichtungen von Ihm und glaube dem Cleveland Orchstra... nene das haben die nicht drauf...


    Ashkenazy überzeugt mich als Dirigent auch nicht, aber als Pianist nach wie vor. Seine späten Soloklavier-Aufnahmen (Schostakowitsch, Rachmaninov, Scriabin, ...) sind meiner Meinung nach 1 A (ich war selber überrascht).

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

  • Zitat

    Original von Opus28
    X( ich dachte das wäre eine Gesamteinspielung die ich da habe - das ist jedenfalls ein Dreier-CD Set und hat ein anderes Cover als das obige ...


    Vielleicht irre ich mich ja - habe das damals allerdings so verkauft bekommen.


    Ich nehme einmal an, Du hast die ältere Ausgabe der Aufnahme. Die Plattenfirma hat die Einspielung mit anderem Cover inzwischen nochmal auf den Markt gebracht.


    Eine Gesamtaufnahme von Scarlattis Sonaten auf zwei (oder auch drei) CD´s hinzubekommen wäre ein echtes Wunder: So um die 500 Sonaten (555 um genau zu sein) hat Domenico Scarlatti (in der Mehrheit) zwischen 1738 - 1757 komponiert :D


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Nach den angekündigten Sinfonien hat Pletnev nun auch die Beethoven-Klavierkonzerte live aufgenommen, ich denke, dass das für einige spannende Diskussionen sorgen wird - seine letzten Einspielungen fand ich arg maniriert (Schumann, Mozart), aber ein Beethoven-Recital von vor ca 2-3- Jahren mit op. 13 und 10,3 ist mir in bester Erinnerung. Hier die Daten der Konzerte:


    Pletnev — Beethoven: The Piano Concertos
    Artists:
    Mikhail Pletnev, piano
    Russian National Orchestra
    Christian Gansch, conductor


    Repertoire:
    Ludwig van Beethoven (1770-1827): The Piano Concertos


    Recording Information:
    Recording: Bonn (Beethovenhalle), 09/2006 (Live recordings)
    Producer & Project Coordinator: Matthias Spindler
    Recording Producer: Rainer Maillard
    Tonmeister (Balance Engineer): Bastian Schick
    Recording Engineer: Jürgen Bulgrin
    Piano Technician: Louk Nelissen


    bg,
    Christian

  • Hallo Taminos,


    also ich werd mit Pletnev nicht warm. Ich habe u.a. seine Scarlatti CD und da fehlt mir einfach etwas, es ist so gefühllos und teilnahmslos gespielt, mir fehlt da die Wärme.
    Und das geht mir auch bei anderen Interpretation von ihm so, einzig seine Tribut an Rachmaninov CD finde ich bemerkenswert, da lässt er Emotionen zu die er sich sonst versagt.


    Gruß
    Wolfgang

  • Zitat

    Original von Freischütz
    Hallo Taminos,


    also ich werd mit Pletnev nicht warm. Ich habe u.a. seine Scarlatti CD und da fehlt mir einfach etwas, es ist so gefühllos und teilnahmslos gespielt, mir fehlt da die Wärme.
    Und das geht mir auch bei anderen Interpretation von ihm so, einzig seine Tribut an Rachmaninov CD finde ich bemerkenswert, da lässt er Emotionen zu die er sich sonst versagt.


    Gruß
    Wolfgang


    Servus Wolfgang,


    Du hast schon recht: Emotionalität ist Pletnevs Sache nicht, ein Eindruck der sich auch im Konzert nicht wesentlich ändert. Pletnev wirkt am Flügel kühl, unbeteiligt, egal wie schwierig das jeweilige Stück gerade ist, immer scheint er noch Reserven zu haben. Pletnev pflegt eher eine "intellektuelle" Herangehensweise an die Musik- und man muss diese Art der Interpretation mögen, oder eben nicht.


    Als gefühllos würde ich seinen Scarlatti freilich nicht bezeichnen. Im Gegenteil gerade für Scarlatti scheint mir Pletnevs Spiel sehr geeignet, sein federnder, variantenreicher Anschlag, sein Sinn für Details gibt jeder von Scarlattis Miniaturen seinen unverwechselbaren Charakter. Auf einer Liste mit den IMO überzeugendsten Aufnahmen Pletnevs wäre die Scarlatti sicher mit dabei.


    Weniger gefallen haben mir seine "Symphonischen Etüden", die fand ich im Konzert gelungener, weil etwas spielerischer und spontaner. Seine Mozart-Einspielung war teilweise (ein treffenderes Wort kommt mir nicht in den Sinn) etwas maniriert, aber davon einmal abgesehen gehört Pletnev zu meinen Lieblingspianisten.


    Herzliche Grüße,:hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Hallo Christian,


    also was Scarlatti angeht favorisiere ich da eindeutig ABM, dessen Spiel bei mindestens ebenbürtiger Qualität noch eine, wie soll ich sagen, 'lateinische Helle' mitbringt.
    Pletnev klingt für mich einfach nur fehlerfrei bei vollkommener Beherrschung der Technik.
    Ich denke, Pletnev ist ein gutes Beispiel für die feine Unterscheidung zwischen einem sehr guten Pianisten und einer überragenden Begabung (Rubinstein, Arrau, Richter, Gilels usw.).


    Grüsse
    Wolfgang

  • Mikhail Pletnev scheint - zumindest für den Augenblick- das Klavierspielen an den Nagel gehängt zu haben, wenn eine entsprechender Hinweis auf der Homepage von Angela Hewitt zutrifft; sie schreibt:


    Zitat


    and one [concerto] in the beautiful Teatro Morlacchi in Perugia on May 17th in which I will replace Mikhail Pletnyev (who has given up performing as pianist altogether in favour of conducting)



    Wäre wirklch schade, denn ich habe Pletnev immer sehr geschätzt, auch wenn seine Interpretationen stets Zündstoff boten.


    Herzliche Grüße,:hello::hello:



    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Rubinstein??????????????????
    Außer, daß er zur alten Garde gehört und schon tot ist weiß ich nichts wo er Pletnev auch nur annäherend das Wasser reichen könnte!
    Wer Pletnevs Anschlagskultur letztes Jahr im KH miterleben durfte wird mir hoffentlich recht geben.

  • Zitat

    Original von flotan
    Rubinstein??????????????????
    Außer, daß er zur alten Garde gehört und schon tot ist weiß ich nichts wo er Pletnev auch nur annäherend das Wasser reichen könnte!


    Also ich schon .... :D:DAus dem Stand würde ich sagen: Chopin. Aber führen wir doch die Diskussion im Rubinstein-Thread fort, der schlummert schon sooooo lange selig und süß vor sich hin- der würde sich ganz bestimmt über eine Wiedererweckung freuen :D


    Für´s Protokoll:


    1. Ich habe Pletnev auch schon zweimal live gehört- auch mit Chopin.:D


    2. Ich schätze beide Pianisten sehr.


    Mit welchem Programm hast Du ihn denn gehört? Würde mich interessieren.


    Es wäre jedenfalls definitv ein Verlust, sollte Pletnev den Flügel wirklich in die Ecke stellen.
    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Das muß letzten Sommer gewesen sein, übrigens hat zur gleichen Zeit Pollini im MV die Liszt Sonate gespielt. War also nicht leicht sich für die Chopin Miniaturen von Pletnev zu entscheiden....


    Aufmerksam geworden auf P bin ich erst durch sein Carnegie Hall Debut. Ich halte die (beiden) CD für eine der besten Live-Klavier-CDs überhaupt. Ich habe insbesondere die Chopin Scherzi noch nie so brilliant spielen gehört.:jubel:
    Seine Liszt CD ist übrigens auch spektakulär, da habe ich Schwierigkeiten mich zwischen Zimerman und Pletnev (innerhalb einer Generation) zu entscheiden.
    Und dann erst die Bilder einer Ausstellung.......

  • Zitat

    Original von flotan


    Aufmerksam geworden auf P bin ich erst durch sein Carnegie Hall Debut. Ich halte die (beiden) CD für eine der besten Live-Klavier-CDs überhaupt. Ich habe insbesondere die Chopin Scherzi noch nie so brilliant spielen gehört.:jubel:
    Seine Liszt CD ist übrigens auch spektakulär, da habe ich Schwierigkeiten mich zwischen Zimerman und Pletnev (innerhalb einer Generation) zu entscheiden.
    Und dann erst die Bilder einer Ausstellung.......


    Lieber Flotan,


    bei der Carnegie-Platte stimme ich Dir zu- die Platte ist schlichtweg grandios. Wirklich imposant was für ein monumentales Programm Pletnev hier stemmt. So um den Dreh herum als die Platte in den Handel kam, habe ich Pletnev mit den Scherzi live gehört, das war wirklich ein Erlebnis. Ansonsten standen an dem Abend noch Sonaten von Scarlatti und die Hände-Variationen von Brahms auf dem Programm.


    Sein Liszt gefällt mir gut- ist aber schon fast ein wenig zu kühl. Bei der h-moll Sonate gebe ich im Augenblick Francois-Rene Duchable den Vorzug (ein Schüler Rubinsteins übrigens) Technisch ebenso souverän aber eine Spur natürlicher.


    Pletnevs Aufnahme der Bilder kenne ich leider nicht, sollte ich dann vielleicht einmal nachholen.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Die Carnegie-Scherzi sind gut.
    Aber eine ältere Chopin-Platte (virigin) mit u.a. der 2. Sonate und dem 2. Scherzo ist verdammt manieriert.
    Von seinen Fähigkeiten ist Pletnev zweifellos herausragend. Aber zumindest manchmal verfällt er bizarren Manierismen.
    Dagegen ist z.B. Rubinstein, nicht nur, aber besonders bei Chopin oder Brahms auf selbstverständliche Weise "natürlich" oder "richtig" in Phrasierung, Duktus und Ausdruck. Das läßt sich nciht durch technische Überlegenheit ersetzen.


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Die Carnegie-Scherzi sind gut.
    Aber eine ältere Chopin-Platte (virigin) mit u.a. der 2. Sonate und dem 2. Scherzo ist verdammt manieriert.
    Von seinen Fähigkeiten ist Pletnev zweifellos herausragend. Aber zumindest manchmal verfällt er bizarren Manierismen.


    Lieber JR,


    die von Dir angesprochene CD mit der 2. Sonate gehört für mich definitiv zu den Platten Pletnevs die mich nicht überzeugen. Manieriert trifft es recht gut. Von der b-moll Sonate gibt es eindeutig überzeugendere Interpretationen.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

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  • Lieber Flotan,


    schön, dass Du Pletnev magst! Die Meinungen gehen doch über ihn bisweilen ziemlich auseinander, jüngstes Beispiel: Seine Mozart-CD.


    Besonders gespannt bin ich auf die Beethoven-KK, die ja gerade erschienen sind- oder zumindest in Kürze erscheinen werden. Schade, dass er die Symphonischen Etüden noch nicht auf CD eingespielt hat, im Konzert waren sie einfach grandios.


    By the way- und wenn es nicht zu indiskret ist: Was hat Dich eigentlich nach Houston verschlagen?


    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian


    P.s.: Wie spät (oder früh :D) ist es bei euch da drüben denn?

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  • Zitat

    Original von Caesar73
    Schade, dass er die Symphonischen Etüden noch nicht auf CD eingespielt hat, im Konzert waren sie einfach grandios.


    Lieber Christian,


    ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber sollte es möglich sein, dass du diese CD nicht kennst:



    Ich hatte mir sehr viel von dieser Aufnahme erwartet, war dann aber eher enttäuscht. Die Fantasie droht hier und da auseinander zu fallen, die Symphonischen Etüden sind ganz ok, aber es fehlt der kostbare Anhang und es überwiegen die Manierismen - mit Ragna Schirmers spannungsgeladenem Spiel nicht zu vergleichen.


    Viele Grüße,
    Christian

  • Zitat

    Original von Christian B.


    Ich hatte mir sehr viel von dieser Aufnahme erwartet, war dann aber eher enttäuscht. Die Fantasie droht hier und da auseinander zu fallen, die Symphonischen Etüden sind ganz ok, aber es fehlt der kostbare Anhang und es überwiegen die Manierismen - mit Ragna Schirmers spannungsgeladenem Spiel nicht zu vergleichen.


    Viele Grüße,
    Christian


    Lieber Christian,


    tja, manchmal sind die Finger schneller als das Hirn. Die CD hatte ich tatsächlich vergessen. Im Konzert hat mich Pletnev überzeugt, auf der CD eher nicht, wahrscheinlich ist sie mir deswegen auch nicht so stark im Gedächtnis haften geblieben. Ragna Schirmer ist hier definitiv überzeugender als Pletnev. Es scheint Stücke zu geben, denen Pletnevs herangehensweise nicht so sehr bekommt- und Schumann gehört wohl dazu- zumindest auf der CD.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

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  • Zitat

    Original von Caesar73
    Besonders gespannt bin ich auf die Beethoven-KK, die ja gerade erschienen sind- oder zumindest in Kürze erscheinen werden.


    Heute habe ich KK 1 & 3 bekommen, bin aber noch nicht zum Anhören gekommen. Die beiden restlichen CDs (2+4/5) werden wohl im Herbst kommen. Die FF war wohl recht angetan von der CD, aber ich bin nicht immer deren Meinung.


    :hello:Jürgen

    Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück...


  • Ein Forschungsstipendium, sicher nicht die Musik- obwohl die Amis unter anderem auch - glauben, daß sie auch hier die größten sind...


    Bin schon sehr gespannt auf die neuen Mozart und Beethoven Aufnahmen.
    Wißt ihr eigentlich, dasß Pletnev auf einem Blüthner Flügel spielt? Weiß allerdings nicht, ob er das immer tut.....

  • Zitat

    Original von flotan
    Bin schon sehr gespannt auf die neuen Mozart und Beethoven Aufnahmen.
    Wißt ihr eigentlich, dasß Pletnev auf einem Blüthner Flügel spielt? Weiß allerdings nicht, ob er das immer tut.....


    Im Beiheft (kein Anglizismus :D ) ist vermerkt, dass Pletnev für die Mozart-Aufnahme ausdrücklich auf dem Blüthner-Flügel bestanden hat. Für das Rachmaninov-Recital durfte Pletnev auf R´s eigenem Flügel spielen- wohl kein Blüthner. Bei den beiden Konzerten bei denen ich Pletnev hörte, spielte er auf einem Steinway. Ich denke er wählt den Flügel je nach Repertoire aus- und da ist er ja nicht der einzige Künstler der so verfährt.


    Über Pletnevs Mozart-Album gingen die Meinungen ja auseinander- aber mir hat die CD gefallen, aber dazu muss man Pletnevs manchmal sehr analytische (das Adjektiv passt noch am besten) Herangehensweise mag. Manchmal führt das dazu, dass seine Einspielungen maniriert wirken (einen Eindruck den ich im Konzert aber nie hatte) aber manchmal führt das dazu dass seine Aufnahmen schlicht faszinierend sind- langweilig sind sie nie.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

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  • Zitat

    Für das Rachmaninov-Recital durfte Pletnev auf R´s eigenem Flügel spielen- wohl kein Blüthner.

    Lieber Caesar!
    In Wien bei seinem letzten Recital hat er auf einem Blüthner gespielt, und da ich nicht glaube, daß das Konzerthaus einen besitzt (?) muß es dann wohl sein eigener gewesen sein. Ich kann nur hoffen, daß die "Nicht-Steinway- Klaviere" den Perfektions-Rückstand wieder (oder überhaupt?) einmal aufholen und man in diversen Konzerten die besonderen Qualitäten der einzelnen Fabirkate wiedereintdeckt. Wäre mal interessant einen thread zu den Instrumenten der großen Pianisten zu eröffnen. Bei den Streichern ist das Instrument ja oft von Legenden umrankt (z.B. Heifetz Guarneri: Uraufführung Mendelssohn Violinkonzert), bei den Pianisten gibt es nur wenige legenden Arbeitsgeräte (Rubinstein-Flügel, GG Steinway-Unfall, Bösendorfervorlieben von Schiff für die Wiener Klassik, Wurschtigkeit von Richter für Klaviere). Werde mal die Suchfunktion bemühen...

  • Lieber Flotan,


    es gibt zwar keinen Thread zu den Instrumenten der großen Pianisten, aber einen hier im Klavierforum mit dem folgenden Titel: Alternativen zu Steinway. Die Tendenz scheint dahinzugehen, dass zunehmend auch Instrumente anderer Hersteller verwendet werden, prominentestes Beispiel: Fazioli.


    Pletnev spielt übrigens auch "seine" Beethoven-Konzerte auf einem Blüthner-Flügel. Es scheint das Instrument zu sein, dass Pletnev im Augenblick bevorzugt. Eine erste Rezension der Beethoven-CD (KK 1 und 3) von Julia Spinola habe ich heute morgen in der FAZ gelesen. Positiv wäre noch eine leichte Untertreibung, euphorisch oder emphatisch tirfft es eher :D


    Übrigens dirigiert Pletnev dieses Mal nicht selbst, obwohl es "sein" Orchester ist. Besonders angetan war Frau Spinola von Pletnevs stupender Virtuosität, auch das Orchester kam sehr gut weg.
    Egal ob übertrieben oder nicht: Gespannt bin ich auf die CD in jedem Fall, zumal Pletnevs letzte Auseinandersetzung mit Beethoven schon eine Weile zurückliegt.


    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • So, ich habe mir die Beiträge zu diesem Pianisten durchgelesen, weil jetzt die erste CD mit den Beethoven-Klavierkonzerten 1 und 3 herausgekommen ist.


    Ich war letztes Jahr am 2. und 3.9. in den Konzerten anläßlich des Beethoven-Festes in Bonn.


    Zunächst hatte ich nicht geglaubt, daß jemand an 2 Abenden hintereinander alle 5 Konzerte spielen kann, u.z.am ersten Abend Nr.1, dann Nr.2, Pause, Nr. 3
    Am nächsten Abend Nr.4, Pause, dann Nr.5.


    Die Konzertbesucher wußten, daß mitgeschnitten wird. Meiner Erinnerung nach waren sie diszipliniert.


    Eine Beschreibung der Interpretationen kann ich nicht abgeben, aber meinen Eindruck wiedergeben.
    Ich war völlig platt, daß sich da einer völlig unpretentiös, schon vom Outfif her völlig zurückgenoimmen hinsetzt und in einer souveränen Art, in absoluter Konzentration, in extrem guter Kondition diese Leistung vollbringt


    Als Beethoven-Fan kenne ich die Klavierkonzerte zum Mitsingen, habe jede Menge CD-Aufnahmen, die ich viele Male gehört habe.
    Pletnev spielt wirklich seine eigene Auffassung, vor allem am ersten Abend gabs da manchen, was aufhorchen ließ. Ich kann es jetzt im Einzelnen nicht mehr wiedergeben, aber es war interessant und "ging mir keineswegs gegen den Strich".
    Am zweiten Abend, in der Vorfreude auf die "großen" Konzerte, war der Eindruck etwas abgeschwächt.


    Die Konzertkritiken der Bonner Tageszeitungen (ja, wir haben noch immer 3 Zeitungen), war dann auch entsprechend.


    Der Tenor Nr. 1: Nuancierungskünstler, Traum,- und Selbstverlorenheit, die Interpretation hatte keinen Zug ins Große, blieb stecken in schwärmerisch ausgehörten Episoden. Das Russische Nationalorchester unter Christian Gansch, ( das war auch mein Eindruck) war völlig auf Begleitung eingestellt. Das war eine Meinungsseite.
    Eine andere, die ich immer als die Kompetenteste ansehe, war hochzufrieden, auch mit den ganz klaren Manirismen, aber auch mit dem völlig ineinanderverzahnten "concerto" zwischen Pianisten und Orchester.


    So, und nun kann ich das alles nochmal in Ruhe hören. Ich werde mir die Aufnahmen, so wie sie in den Handel kommen, besorgen.


    Jetzt bin ich natürlich neugierig auf das, was ich hier im Forum zu lesen bekomme und werde meinen Teil dazu beitragen.


    Gruß aus Bonn :hello: :hello: :hello:

    Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu

  • ...sorry, falscher Ort...

    Gruß ab


    ---
    Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
    J. Locke

  • Lieber " swjatoslaw " :


    Unabhängig von den Tatvorwürfen gegen Mikhail Pletnev in Thailand ( nach thailändischen Recht also ) , haben die von Dir genannten Beiträge so viel Fragen aufgeworfen, dass wir entweder diese angeschnmittenen Themata ausdirkutieren sollten und eigentlich müssen oder alle Beiträge mit Begründung im Haiuptteil von Tamino gelöscht werden sollten .


    Wenn einer der erstenberichte in der weltweit renommierten Londonder Tageszeitung " Telegraph " veröffentlicht worden sind, dann wird dies in diesem Blatt von Weltruf nicht ohne einen gesicherten Hintergrund erfolgt sein .


    An anderer Stelle finden wir sonst wieder Beiträge über die massive Meinungseinschränkung im Tamino-Klassikforum .


    Im übrigen habe ich heute und die Tage zuvor von keinem der mir persönlich bekannten Profi - Musiker auch nur ein Wort über Pletnexv und die gegen ihn erhoben Strafvorwürfe gelesen .


    Im Ggenteil hat mich heute Abend eine begeisterte Kurzbesprechung über Pletnevs Interpretation der von mir so geschätzten Partita Nr. 6 e-Moll von J S Bach bekommen ( rec.: 1978 ) .


    Abendgrüsse ,



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber " swjatoslaw " :



    Wer auch nur einige Jahre Jura studiert hat und Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte kennt oder gar selbst als juristich vorbelasteter Bürger in Deutschland an Strafverfahren teilnehmen konnte, der wird sich auch angesichts der Entwicklungen im Medienrecht gerade anhand des aktuellen " Falles Jörg Kachelmann " als mündiger Rechtsbürger gerade in der bundesrepbulik Deutschland ab 1945 nicht den Tatsachen entziehen können , dass
    im Verhandlungsfall A oder O n i c h t und n i e gleich vor der " blinden " iustitia behandelt werden .
    Die Staatsanwaltschaft ist immer weisungsgebunden ;


    Einzelrichter sind keineswegs a priori unbefangen und könne somit wegen der Besorgnis der Befangenheit im Rahmen eines Beweisantrages nach StPo abgelehnt werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob ein Richter wirklich befangen ist ;


    Die besondere sach- und rechtskunde eines besonders qualifizierten Rechtsanwaltes oder sogar dreier Anwälte - nach deutschem Recht- beweist , wie mitentscheidend die richtige Wahl des bestmöglichen Anwaltes immer ist .


    Im Falle des deutschen S t e u e r - strafrechts ist es beeindruckend, wie schnell und duarehaft kusch die Bundesgeierung samt Opposition geworden und geblieben ist , nachdem ein Schweizer Bundesrat ( vergleichbar einem Bundeminister ) nur darauf hingewiesen hatte, auch alle Bankkonten deutscher Politiker öffentlich zu machen !


    Jörg Kachelmann , der bekannteste aller Wetterkenner , ist einem Millionen - Publikum sehr genau bekannt ( geboren im südbadischen Lörrach nahe Basel ; dann Umzug nach CH - Schaffhausen und Schweizer Staatsbürgerschaft ) .


    Wer die aktuellen " Verhandlungen " in den USA gegen sogar geständige russiche Spione ( enttarnt unter anderem über facebook.com ! ) verfolgt hat auch aus Sicht des Internationalen Strafrechts , der weiss doch , dass auch oberster Ebene nicht recht , sondern " praktische Rechtsanwendung " entscheidend waren .


    Mikhail Pletney, Pianist und Dirigent , ist für die Kultur Thailands unbeduetend .
    Entscheidend ist hier , ob Pletnev für Russland politisch wichtig ist .


    Leonard bernstein , verfolgt unter dem us - amerikanischen Unrechts - System von McCarthy , musste New York verlassen .


    W a r u m sollen wir nicht auch über Mikhail Pletnev als möglichen
    Nicht - Täter diskutieren . Dies hier ist auch ein kulturforum .


    Dazu gehören meiner Meinung nach auch Diskussionen über Praktische Rechtsfälle .


    Das alles hat mit Plentnevs Leistungen als Pianist und Dirigent insofern zu tun , weil er auch eine weltweite Vorbildfunktion als Künstler hat , zumindest haben sollte .


    Die deutsche Justizvollzugspraxis hat zwei herausragende negativ besetzte Aspekte :


    1. Straftaten gegen Kinder u n d


    2. ( versuchte ) Vergewaltigungen gegenüber Mädchen und Frauen .


    J e d er deutsche Staatsanwalt hat übrigen die Pflicht (!) , auch das in seine Ermittlungen einfliessen zu lassen, was f ü r einen ( möglichen ) Täter spricht !!! Nachzulesen in dem kommentaren zu StGB und StPO .



    Viele Grüsse


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Wenn ich das richtig übersehe, gibt es zu dem Thema eine dürftige dpa-Mitteilung, die von einzelnen Medien begierig aufgegriffen wurde. Keine Gerichtsverhandlung, keine dokumentierte Beweisaufnahme, nichts, was uns hier zu einer Diskussion anregen könnte, denn Diskussionen sind ja eigentlich immer das Zusammentragen von Fakten. Über die dpa-Dürftigkeit zu befinden hätte ich bei FQ und ihrer Entourage von Rittern einer seltsamen Tafelrunde völlig normal gefunden, bei Swjatoslaw erstaunt es mich allerdings (ebenso wie seine Attitude, diese Beiträge in einem Thread zusammenzuführen, der genau diesen Titel trägt, als Moderatorenwillkür zu geisseln).


    In der Tat, Tamino ist ein Kulturforum. Ich war bislang allerdings der Annahme, dass wir uns hier über Sachverhalte unterhalten, und nicht über dubiose Anklagen.


    Zum jetzigen Zeitpunkt gehören die Spekulationen über die Causa Pletnev wirklich ins Tristch-Tratsch.


    Aber, sorry, ich weiß ja: bad news are good news....oder, wie war das?


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:
    (ganz persönlich und privat geschrieben!!!)

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ich werde selbstverständlich meine Pletnev Aufnahmen der Mozart-,Tschaikovsky- und Beethoven-Klavierkonzerte behalten sowie auch sämtliche sonstigen Aufnahmen mit diesem Dirigenten und Pianisten.


    Künftig eine Bitte: Schneller handeln, damit so etwas nicht wieder passiert. Warum erst Verschieben und dann Löschen, die Arbeit hätte man sich dann auch sparen können, oder waren sich die zuständigen Moderatoren selbst nicht ganz schlüssig.
    Der Beitrag von FGB hat mich aber überzeugt, der von Swjatoslaw auch und deshalb zurück zur kurz unterbrochenen Tagesordnung im geliebten forum.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • An den Oberzensor dieses Forums:


    Ich bin empört über die willkürliche Herausnahme meines Beitrages aus diesem Thread. Es ging mir darum, sachlich über eine Nachricht zu informieren, die mich sehr schockiert hat. So was muss man doch wissen. Das ist hier keine Tritsch-Tratsch-Polka! Ich habe auch zitiert, dass Pletnev die Vorwürfe bestreitet. Dennoch wissen wir doch alle, dass immer irgendwas hängenbleibt. Also beschränken wir uns eben auf die "reine" Musik.


    Die Art und Weise, wie mit meinem und anderen dazu eingebrachten Beiträgen umgegangen wird, erweckt in mir einen sehr schlechten Geschmack.


    Nun bin ich gespannt, ob dieser Beitrag auch gleich wieder auf wundersame Weise verschwindet, dann gute Nacht, liebes Forum!


    Manfred


    Persönliche Stellungnahme von mir - im Forum "Feedback - Anregungen - Interne Themen"
    MOD 001

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP