Nein, keine Zitate, mein Senf.
Regietheater - letzte verbliebene Schrumpfform linker Ideologie ?
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Philipp Jordan, der sein Metier in allen Belangen beherrscht, ging der Wiener Staatsoper verloren, weil sein Vertrag nicht verlängert wurde
Ich kann mich da irren, aber war es nicht Jordan, der seinen Vertrag nicht verlängerte?
Vor allem ist es Betrug am Publikum, dem optisch etwas präsentiert wird, was es nicht sehen möchte, aber dafür zahlen muss. Hier stellen sich Regisseure mit völlig unsinnigen Interpretationen, die Meisterwerke ins Lächerliche ziehen, in den Mittelpunkt und agieren gegen alle anderen Beteiligten und auch gegen die Authentizität des Werks.
Das ist angesichts all der Diskussionen, die auch hier bereits zu dem Thema geführt wurden, schon erstaunlich unterkomplex.
wir leben offensichtlich in einer Zeit, in der man Wahrheiten nicht mehr ungestraft aussprechen darf,
Achso.
mein Senf
Ich hatte es, so wie du es geschrieben hattest, auch Jordan zugeordnet. Insofern danke für die Nachfrage Rheingold1876, Rüdiger.
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Das ist angesichts all der Diskussionen, die auch hier bereits zu dem Thema geführt wurden, schon erstaunlich unterkomplex.
Allerdings! Man muss ja bestimmte ästhetische Entwicklungen des zeitgenössischen Theaters nicht unbedingt lieben, um zumindest mit dem Diskussionsstand vertraut zu sein. Allein hier im Forum gab es dazu sehr umfassende Kontroversen auf erheblichem Niveau, z. B. zwischen Werner Hintze und Holger Kaletha. Das kann man natürlich alles ignorieren, um dann ein paar Klischees aus der Mottenkiste des Regietheater-Gemeckers wieder aufzuwärmen. Ist sich der "Musikprofessor" seiner Profession ganz sicher?

LG

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Ich kann mich da irren, aber war es nicht Jordan, der seinen Vertrag nicht verlängerte?
Die Aussagen der beiden Parteien gehen da grundsätzlich auseinander:
Jordan behauptete, den Vertrag nicht verlängern zu wollen - unter andem wegen Differenzen mit Roščić
Roščić hingegen behauptet es habe keine Differenzen gegeben. Jordan hätte den Vertrag gerne verlängert gehabt, aber aus nich nöcher genannten Gründen sei es ihm, Roščić nicht möglich gewesen, diesem Wunsch zu entsprechen. Und er wolle das Thema auch nicht weiter erörtern.
Jeder soll sich seine Meinung bilden.
mfg aus Wien
Alfred
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Ist sich der "Musikprofessor" seiner Profession ganz sicher?
Man kann ja zum sogenannten "Regietheater" stehen wie man will, doch jemand seine "Profession" in Zweifel zu ziehen, nur weil er eine gegensätzliche Meinung vertritt, das halte ich für unangemessen.
Ich habe mich in der Vergangenheit nicht an den endlosen Diskussion Pro und Contra Regietheater beteiligt und möchte das auch fernerhin nicht tun. Mit Argumenten kommt man da nicht weiter, und um Polemiken auszutauschen ist mir meine Zeit zu kostbar. Nachdem ich einmal auf eine solche Inszenierung buchstäblich hereingefallen war, habe ich meine Opernbesuche konsequent eingestellt und mich auf meine CDs zurückgezogen. Doch mit diesem Satz des Musikprofessors bin ich völlig einverstanden:
Letztlich sollte der Regisseur dem Werk dienen und sich nicht wichtiger machen, als er ist.
LG Nemorino
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Man kann ja zum sogenannten "Regietheater" stehen wie man will, doch jemand seine "Profession" in Zweifel zu ziehen, nur weil er eine gegensätzliche Meinung vertritt, das halte ich für unangemessen.
Da hast Du etwas falsch verstanden. Meine Zweifel an der tatsächlichen Substanz des Nutzernamens resultieren nicht daraus, dass der "Musikprofessor" eine andere Meinung vertritt als ich, sondern weil seine argumentative Grundlage für diese Meinung (zumindest bisher) reichlich dünn ist.
LG

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Verstehe ich, nicht Symbol: Wenn man bestimmte Musikrichtungen nicht goutiert, ist man musikalisch unterentwickelt?
Würde generell bitten, etwas sachlicher und weniger persönlich, mit gelegentlichen Untergriffen, zu argumentieren.
Auf dieses Niveau sollten sich alle begeben, ohne überfordert zu sein.
Übrigens habe ich das Thema aufgegriffen, weil ich es für interessant und zeitgemäß halte, bin aber noch nicht so lange dabei, um alle Argumentationslinien zu kennen.
Und ich lehne diese Entwicklung auf den Bühnen dezidiert ab, zuletzt wieder in der WSO durch die "Luisa Miller" bestätigt.
Musikalisch ein Hochgenuss, szenisch zum spei...
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Es ist ein offenes Geheimnis. "Regietheater" wird mehrheitlich abgelehnt und durch eine vernetzte Lobby künstlich am Leben erhalten, wobei man die Gegner meist als uniformiert, geistig beschränkt und zeitgeistfeindlich darstellt. Etc etc. MEINE Intention ist nich die Leute davon zu überzeugen, daß das RT übler Schund ist (wer das nicht erkennt, dem wird auch ein Hinweis von mir nichts nützen) SONDERN der überzeugten Gegner klar zu machen, daß sie durchaus keine "Aussenseiter" oder "Dummköpfe" sind sondern am Boden der Realität.
Die Tricks, unliebsame Gegener als "dumm" hinzustellen finden wir schon in "Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen (1837)
Eine ähnliche Geschichte finden wir schon im 14. Jahrhundert
wir leben offensichtlich in einer Zeit, in der man Wahrheiten nicht mehr ungestraft aussprechen darf,
Das ist kein Makel unserer Zeit, das war schon immer so.
Wir finden das in der Antike, wo man Boten mit Hiobsbotschaften hinrichten liess,
im Mittelalter/Renaissance wo "Ketzer" auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden
Wir finden es in der Literatur bei Ibsens "ein Volksfeind!
Wir finden es bei Diktaturen des 20. (UND 21. !!!) Jahrhunderts.
etc. etc...
Um die Welt in Balance zu halten, darf man im Gegenzug Unwahrheiten ungestraft aussprechen.....
mfg aus Wien
Alfred
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"....wobei man die Gegner meist als uniformiert, geistig beschränkt und zeitgeistfeindlich:...."
Genau, das ist das Problem. Und wer Pech hat, wird dann nicht nur als konservativ und rückständig, sondern gleich als politisch ewig gestrig bezeichnet.
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"Regietheater" wird mehrheitlich abgelehnt und durch eine vernetzte Lobby künstlich am Leben erhalten, [...]
Ich glaube, du bist da einer großen Sache auf der Spur.
[...] gleich als politisch ewig gestrig bezeichnet
Naja. Beim Politischen will ich mich raushalten, das hat in diesem Forum ja auch nichts zu suchen, aber beim "ewig gestrig" müsste man vielleicht schon nachfragen, ob das nicht genau so richtig ist. Schließlich ist doch das sogenannte Regietheater in euren Augen (wenn ich das mal so verallgemeinern darf) neumodischer Unsinn - ihr möchtet doch alles so, wie es im Libretto steht, ohne weitergehende Interpretationen eines Regisseurs. Und ich finde, dass das schon, sagen wir mal, eine "gestrige" Haltung ist. Aus eurer Sicht sollte das doch auch nichts Ehrenrühriges sein.
Am Ende kommt mir da einiges sehr "Herbei-Begründet" vor. Als Freund von Bayreuth gehöre ich meinem Empfinden nach einem eher nicht bilderstürmenden Verein an. Vielleicht habe ich mich gerade deshalb gefreut und in meiner Mitgliedschaft bestärkt gefühlt, als es die Initiative gab, die Festspiele noch einmal gesondert zu unterstützen, um im Jubiläumsjahr auch den Kratzer-"Tannhäuser" zu ermöglichen. Und das ist nun das, was ihr Regietheater nennen würdet. Aber es ist gut gemacht. Und dann setzt es sich eben durch. Dafür braucht es keine "vernetzte Lobby".
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Aus meiner Sicht hält sich das REgietheater - wie schon geagt - durch eine Vernetzung von Ideologen, Nutzniessern und Presseleuten. Aber die HAUPTSACHE, das sind die STIMMEN bzw beliebten Sänger. Letztere getrauen sich nicht gegen das RT zu opponieren, weil sie Angst haben ihre gut dotierten Posten zu verlieren. So gesehen gibts aus deren Sicht auch keine Gründe, Widerstand zu zeigen. Bemerkenswert nur, daß viele Sänger, wenn sie in Pension sind, dann DOCH Widerstand zeigen. Es gibt aber unter Sängern auch die Auffassung (hat mir selbst einer so gesagt !!) "Ich singe was man mir sagt und kassiere meine Gage - Alles weitere interessiert mich nicht. Ich will keine Konflikte in meinem Leben" - Ein durchaus nachzuvollziehender Standpunkt IMO.
"ewig gestrig" müsste man vielleicht schon nachfragen, ob das nicht genau so richtig ist.
MMMHhhh. "Ewig gestrig" ist - im Gegensatz zu "rückwärtsgewandt" doch eher diffamierend politisch gemeint - durchaus gezielt ins "rechte Eck"
Aber - auch wenn es viele nicht bemerken (wollen) - Ewig gestrig - könnte bald im Trend liegen und zur Zukunft werden - also Vorsicht !!
So wie es sich derzeit darstellt ist es vielleicht in Zukunft gar kein Makel mehr im "rechten Eck " zu stehen.
Zumindest ist die Tendenz in diese Richtung.
Frei nach dem Motto:"wir sind jene, vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben"
Ideologien als Waffe in Spiel bringen ist gefährlich.
Man lasse es besser sein. "die ich rief die Geister - werd ich nun nicht mehr los"
mfg aus Wien
Alfred
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Es ist ein offenes Geheimnis. "Regietheater" wird mehrheitlich abgelehnt und durch eine vernetzte Lobby künstlich am Leben erhalten, wobei man die Gegner meist als uniformiert, geistig beschränkt und zeitgeistfeindlich darstellt. Etc etc. MEINE Intention ist nich die Leute davon zu überzeugen, daß das RT übler Schund ist (wer das nicht erkennt, dem wird auch ein Hinweis von mir nichts nützen) SONDERN der überzeugten Gegner klar zu machen, daß sie durchaus keine "Aussenseiter" oder "Dummköpfe" sind sondern am Boden der Realität.
Die Tricks, unliebsame Gegener als "dumm" hinzustellen finden wir schon in "Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen (1837)
Selten hast Du mir so aus der Seele gesprochen, lieber Alfred!
beim "ewig gestrig" müsste man vielleicht schon nachfragen, ob das nicht genau so richtig ist.
Wenn sich "ewig gestrig" darin manifestiert, daß man musikalische Werke der Vergangenheit so sehen und hören möchte, wie Komponist und Librettist es sich gedacht und gewünscht haben, dann zähle ich mich sehr gerne zu dieser Klientel und überlasse das sogenannte "Regietheater" den Leuten, die das toll und modern und, vor allem, dem Zeitgeist entsprechend finden. Dieser "Zeitgeist" ist aber über weite Strecken ein Zeit-Ungeist. Doch jedem das Seine.
LG Nemorino
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Wenn sich "ewig gestrig" darin manifestiert, daß man musikalische Werke der Vergangenheit so sehen und hören möchte, wie Komponist und Librettist es sich gedacht und gewünscht haben, dann zähle ich mich sehr gerne zu dieser Klientel und überlasse das sogenannte "Regietheater" den Leuten, die das toll und modern und, vor allem, dem Zeitgeist entsprechend finden. Dieser "Zeitgeist" ist aber über weite Strecken ein Zeit-Ungeist. Doch jedem das Seine.
Stimme Dir vollkommen zu, jedem Satz und jedem Wort. Das "Verunstaltungstheater" hat mich dazu gezwungen, mein Theateranrecht in meinem Heimattheater (schon 2014) zu kündigen und mich auch vor Besuchen jedweder Operninszenierung in meinem Einzugsbereich im Internet darüber zu informieren, ob die Inszenierung mich erfreuen oder abstoßen würde. Im letzteren Falle verzichte ich freiwillig darauf, mich im Theater ärgern zu müssen und dafür auch noch Geld auszugeben.
Im Internet ist das einfacher. Ich brauche nicht zu recherchieren. Wenn ich mir eine Oper ansehe, dann kann ich mich schon nach kurzer Zeit entscheiden, weiterzusehen oder einfach angewidert wegzuklicken.
Übrigens bin ich dadurch auch zu einem Anhänger konzertanter Aufführungen geworden und hatte gestern viel Vergnügen dabei, mir auf YT über 5 Stunden die Götterdämmerung anzusehen.
Wem mein Beitrag nicht gefällt, braucht ihn nicht zu lesen.

Herzlichst La Roche
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Das "Verunstaltungstheater" hat mich dazu gezwungen, mein Theateranrecht in meinem Heimattheater (schon 2014) zu kündigen
Lieber La Roche,
ich habe nie ein Theater-Abonnement besessen, doch nachdem das "Regietheater" sich auch in der Provinz mehr und mehr breitgemacht hatte, habe ich ganz einfach meine Opernbesuche eingestellt. Für sinnentstellende, teilweise völlig neben der Spur angesiedelte Aufführungen ist mir meine Zeit, und nicht zuletzt mein Geld, zu schade.
Wem mein Beitrag nicht gefällt, braucht ihn nicht zu lesen.
Auch da gehe ich mit Dir konform. Das gilt für alle meine Beiträge
!LG Nemorino
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Bemerkenswert nur, daß viele Sänger, wenn sie in Pension sind, dann DOCH Widerstand zeigen
Nicht alle haben diese Courage, aber doch einige, und manche sogar vor der Pension.
Z. B. sagte Gruberova schon 1983, vor ihrem absoluten Aufstieg, die Mitwirkung an einer Lucia in Florenz ab, weil sie mit dem Regiekonzept nichts anfangen konnte. Chapeau!
Oder der legendäre Bariton Piero Cappuccilli, der sich mit dem modernen RT überhaupt nicht anfreunden konnte und offen dagegen angetreten ist, trotzdem in so manchem Unsinn aufgetreten ist, aber die Konzepte mit seiner Präsenz etwas entschärfen konnte.
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Die von manchen erhoffte große Opernwende infolge der herbeigesehnten Übernahme durchs "rechte Eck" dürfte ausbleiben. An der Ungarischen Staatsoper in Budapest blüht das Regietheater, während im KP-regierten Peking naturalistisch inszeniert wird. Verkehrte Welt.

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Ich würde das Problem gar nicht zu sehr verpolitisieren und ins rechte oder linke Eck stellen.
Eher die Art der Finanzierung. Wenn der Staat zahlt, blüht im Regelfall das RT. Bei privaten Sponsoren gibt es das weniger. Habe etwa an der Met noch nie eine Idioteninszenierung erlebt, immer authentisch und werkstreu.
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Habe etwa an der Met noch nie eine Idioteninszenierung erlebt, immer authentisch und werkstreu.
Hier würde ich einfach mal bitten, Dich mit der bisherigen Diskussion zum Thema auseinanderzusetzen. Sonst ist unterkomplex tatsächlich eine sehr freundliche Bezeichnung.
Wie sehen denn nun die Finanzierungen aus:
Zitat von GeminiMetropolitan Opera (New York) < 1 % ca. 25–30 % ca. 65–70 % Bayerische Staatsoper (München) ca. 60 % ca. 35 % ca. 5 % Wiener Staatsoper (Wien) ca. 45–50 % ca. 45 % < 5 % Teatro Real (Madrid) ca. 30 % ca. 45–50 % ca. 20–25 % Royal Opera House (London) ca. 24–33 % ca. 40 % ca. 27–36 % Ich sehe gerade, dass die Spaltenüberschriften nicht übertragen werden: Der Reihe nach Staatliche Förderung / Eigenanteil (Tickets,...) /Private Spenden-Mäzenatentum
Man sieht sofort, dass das Publikum in der Met im Vergleich den geringsten Anteil leistet zur Finanzierung des Opernhauses. Man erkennt auch sofort, dass in Europa (speziell im deutschsprachigem Raum) das Mäzenatentum nicht so ausgebildet ist (ein wie ich finde interessantes Faktum) . Die Met kann es sich besser als andere Häuser leisten, den Geschmack des Publikums zu ignorieren. Ich glaube allerdings, dass kein Intendant daran interesse haben wird.
Interessant ist auch, dass zum Beispiel bei der Wiener Staatsoper der Anteil der Tickets an der Finanzierung hoch ist.
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Hier würde ich einfach mal bitten, Dich mit der bisherigen Diskussion zum Thema auseinanderzusetzen. Sonst ist unterkomplex tatsächlich eine sehr freundliche Bezeichnung.
😂😂😂
Es ist vermutlich nicht ganz einfach, dem Thema noch einmal eine konstruktive Wendung zu geben.Die Zahlen fand ich jetzt aber interessant! Und ich staune über die große Förderquote meiner Heimatstadt. Das war mir nicht bekannt.
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Interessant ist auch, dass zum Beispiel bei der Wiener Staatsoper der Anteil der Tickets an der Finanzierung hoch ist.
was ist dran so besonders ?
Als Hv.K die künstlereische Leitung der WSTO angetragen wurde, sagte er damals zum verantwortlichen Minister. "ich kann ihnen sagen - Wenn ich das übernehme, dann wird es teuer." der antwortete daraufhin: "Das ist kein Problem Herr von Karajan - Geld spielt keine Rolle."
Jetzt ist er wieder hoch, denn die Regierenden wollen "zeitgemäß" agieren und das RT forcieren, um "international anerkannt" zu bleiben oder zu werden. Das sieht man schon anhand der Besetzung der "Führungsriege"
Mit andern Worten den elitären Status der W.StO opfern und sich dem "internationalen Zeitgeist" anzupassen....
mfg aus Wien
Alfred
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was ist dran so besonders ?
Interessant fand ich an der Tatsache, dass die Wiener Staatsoper in ganz anderem Maße vom Goodwill des Publikums abhängt als zum Beispiel die New Yorker Met. Sie wird sich kaum erlauben können am Publikumsgeschmack vorbei zu inszenieren.
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[...] Z.B. sagte Gruberova schon 1983, vor ihrem absoluten Aufstieg, die Mitwirkung an einer Lucia in Florenz ab, weil sie mit dem Regiekonzept nichts anfangen konnte.
Und wie ist diese Aufnahme entstanden?
Live, Florenz, Teatro Comunale, 13. Februar 1983
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Hier würde ich einfach mal bitten, Dich mit der bisherigen Diskussion zum Thema auseinanderzusetzen
Ein Paradigmenwechsel sollte erlaubt sein, oder ist der eine oder andere damit überfordert?
Die Met kann es sich besser als andere Häuser leisten, den Geschmack des Publikums zu ignorieren.
Unsinn, es ist genau umgekehrt
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Ein Paradigmenwechsel sollte erlaubt sein, oder ist der eine oder andere damit überfordert?
Von welchen Paradigmen sprichst Du?
Unsinn, es ist genau umgekehrt
Kannst außer nassforschen Thesen auch irgendetwas begründen oder bist Du argumentativ damit schon erschöpft?
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Die Met ist - mehr noch als die Wiener Staatsoper - vom Wohlwollen des Publikums abhängig - Dort haben konservative Millionärswitwen das Sagen immer wieder zementiert und untermauert durch Spenden in Irrsinnshöhe. In Wien ist das nichr so ausgeprägt. Hier bildet sich der Schutz durch einflußreiche Persönlichkeiten der besseren Gesellschaft und deren Netzwerke. Es gibt aber auch Gegenbewegungen., beispielsweise den Staat....
mfg aus Wien
Alfred
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Die Met ist - mehr noch als die Wiener Staatsoper - vom Wohlwollen des Publikums abhängig - Dort haben konservative Millionärswitwen das Sagen immer wieder zementiert und untermauert durch Spenden in Irrsinnshöhe.
Lieber Alfred, aber genau das ist doch der Unterschied. Die Met ist offensichtlich in ganz anderer Höhe durch Spenden finanziert als zum Beispiel die Wiener Staatsoper. Insofern kann sie mit dem Publikumswillen viel entspannter umgehen. Wenn nur 25% meiner Einnahmen durch Tickets gedeckt werden müssen, ist das doch einfacher, als wenn es 50% sind.
Weil sich die Zuwendungen der Met natürlich nicht gleich verteilen über die Spender, sondern wohl zu 80% auf eine kleine Gruppe von Milliardären und Millionären zurückführen lassen, ist hier nicht der Einfluss des Publikums sichtbar, sondern der von wenigen reichen Leuten.
Ehrlich gesagt interessiert mich deren Geschmack recht wenig. Reichtum ist für mich kein Garant für guten Geschmack! Und was so in letzter Zeit über die "bessere" reiche Gesellschaft lesbar war, motiviert mich auch nicht wirklich, den Geschmack besser verstehen zu wollen.

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Kannst außer nassforschen Thesen auch irgendetwas begründen oder bist Du argumentativ damit schon erschöpft?
Sind keine Thesen, sondern Fakten.
Ich war in meiner Aktivzeit oft und regelmäßig in den USA und oft in Met. Kann versichern, dass die Inszenierungen dort immer authentisch und werkstreu sind. War zwar jetzt schon ein paar Jahre nicht drüben, kenne aber viele aktuelle Inszenierungen über TV-Übertragungen. Wien hat die Szene schon seit Jahrzehnten versaut, Ausnahmen bestätigen die Regel.
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Die Met ist - mehr noch als die Wiener Staatsoper - vom Wohlwollen des Publikums abhängig
Genau, die können sich Verhunzungen nicht leisten.
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Ich war in meiner Aktivzeit oft und regelmäßig in den USA und oft in Met. Kann versichern, dass die Inszenierungen dort immer authentisch und werkstreu sind.
Wenn Du nochmal die letzten Beiträge lesen würdest (ich hoffe es liegt nicht schon wieder ein Paradigmenwechsel vor) , kannst Du sehen, dass es um die die Abhängigkeit vom Publikumsgeschmack geht, wo Du vehement, beginnend mit "Unsinn ..." widersprochen hast. Dass es Dir in der Met gefallen hat ist davon (fast) völlig unabhängig.
Zu den Begriffen Werkstreue und Authentizität ist hier im Forum schon intensiv diskutiert worden. Diese Begriffe sind ohne immensen (philosophischen) Aufwand kaum zu definieren. Meines Erachtans hat sich in der Diskussion auch herausgestellt, dass die meisten Verfechter dieser Begriffe kein Interesse am wirklichen Verständnis hatten, sondern am Ende nichts anderes meinten als die "guten alten Zeiten". Das ist natürlich auch völlig in Ordnung, nur sollte man seinen Geschmack dann nicht mit so schwierigen Worten belasten, wenn man sie nicht versteht.
Wien hat die Szene schon seit Jahrzehnten versaut, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich persönlich finde es drollig, dass Du mit dem Geschmack ein paar "konservativer Millionärswitwen" völlig zufrieden bist. Nur verkaufe mir das nicht als was besonders Gutes. Da bin ich, selbst wenn ich mich nicht anstrenge, deutlich anspruchsvoller.
Übrigens weist Dein Vokabular darauf hin, dass Dir poltern wichtiger als argumentieren ist. Tatsächlich habe ich trotz des ambitionierten Nicknamens so gut wie überhaupt kein Argument von Dir für irgendeine Deiner steilen Thesen in irgendeinem Thread bisher gehört.
Ist das der angestrebte Paradigmenwechsel: Poltern statt Argumentieren?
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Ich persönlich finde es drollig, dass Du mit dem Geschmack ein paar "konservativer Millionärswitwen" völlig zufrieden bist
Warum immer so persönlich? Sachlich bleiben.
Mein Argument ist der Wunsch nach Werkstreue und Authentizität, nämlich die Vorstellung des Schöpfers von Kunstwerken einzubringen. Wenn auf der Opernbühne ständig etwas anderes passiert als noch dem Libretto gesungen wird, ist es schizophren.
Oder gefällt es dir, wenn Kunst mutwillig verbogen wird?
