Mein Argument ist der Wunsch nach Werkstreue und Authentizität, nämlich die Vorstellung des Schöpfers von Kunstwerken einzubringen.
Das ist kein Argument, sondern ein Wunsch. Jetzt sind wir sozusagen am Anfang der Diskussion angekommen, die hier in lang und breit entfaltet wurde und die du aus irgendeinem Grunde nicht zu lesen bereit bist.
Versuche einfach nur für Dich "authentisch" zu definieren und das dann zu erläutern. Ich behaupte, dass dir das nicht gelingen wird in einer Form, die nicht selbstrekursiv aber dafür nachvollziehbar ist. Jeder ernsthafte Künstler, der ein Werk aufführt, versucht das Wesen des Werks zu verstehen. Wenn man das authentisch nennen würde, wäre das aber höchstgradig multidimensional. Da gäbe es keine einfache Auslegung.
Was ist denn bei einer Aufführung der Schöpfer des Kunstwerkes? Am Ende sind es viele Beteiligte, inklusive des Rezipienten.
Mich interessiert zum Beispiel bei meiner Rezeption nicht, in die Vorstellung irgendeines "vermeintlichen" Schöpfers zu dringen, sondern in das Kunstwerk selbst.
