ZitatAlles anzeigenOriginal von Alfred_Schmidt
So sehr manch Komponisten HIP benötigen um lebendig zu klingen, beispielsweise Vivaldi, so wenig gibt mir in dieser Hinsicht Mozart, von den frühen Sinfonien mal abgesehen.
Harnoncourt, Norrington, Hogwood - und wie sie alle heissen,
sie bieten eher eine Mozart-Parodie an.
Mozart verliert das Tändelnde, leichte und wird schneidend aggressiv.
Wieder einmal stehen wird vor dem Problem:
Der EIGENTLICHE Mozartianer fühlt sich abgestoßen, der Anhänger der Moderne hat trotz "Attacke" kein Interesse an dieser Musik..
Mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred
Äh - kannst Du bitte den Begriff "eigentlicher Mozartianer" näher definieren? Was verstehst Du darunter?? Ich selbst höre, je älter ich werde, mehr und mehr Mozart - und eine entscheidende Einspielung, die meine Liebe zu diesem Komponisten geprägt hat war, wie ich schon öfters bemerkt habe, die Harnoncourt/Concertgebouw-Aufnahme von Mozart 40/41. Mit Ecken und Kanten, die mir gezeigt hat, wie viel da in der Musik drinnensteckt, was oft von "faserschmeichlerischen" Interpretationen (z.B. Karl Böhm/Berliner
) zugedeckt wird.
Ich habe einige Mozart-Aufnahmen mit Böhm, Haskil, Gulda zu Hause, dazu viele Opernaufnahmen - darf ich mich jetzt nicht als Mozartianer fühlen, wenn mir HIP-Einspielungen dazu auch gefallen ?!?? :wacky:
