Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2010)

Ulli · 3.013 Beiträge · letzte Antwort von Norbert

3.013 Beiträge
  • Die Erste von Bruckner kenne ich noch gar nicht, habe ich nun zum ersten mal bewusst gehört. Wirklich sehr schön und beeindruckend.





    Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 1
    RSO Saarbrücken, Skrowaczewski


    Muss ich gleich nochmal hören - vermutlich in der Aufnahme mit Wand. Freundliche Grüße von der Nordseeküste, Andrew :hello:

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • guten Abend allerseits. Heute habe ich ähnliches Programm wie gestern :



    Friedrich Gernsheim, Symphonien Nr 3 & 4
    Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Siegfried Köhler

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa

  • weiter geht es mit



    Nikolai Miaskowski, Symphonie Nr 1
    Russian Federation Academic Symphony Orchestra, Evgeny Svetlanov

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa

  • Hallo, liebe Klassik-Freunde,


    ich höre gerade die CD's meiner neu erworbenen 9-CD-Box "Sviatoslav Richter, Pianist of the Century".
    Heute war bis jetzt dran:
    - Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 5 G-dur op. 55,
    - Rachmaninov: Klavierkonzert Nr. 2 c-moll op. 18,
    - Beethoven: Rondo für Klavier und Orchester B-dur WoO 6,
    - Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-moll op. 37,
    - Schumann: Klavierkonzert a-moll op. 54,
    - Schumann: Introduction und Allegro appassionato G-dur op. 92.


    Der Beethoven war mit den Wiener Symphonikern unter Kurt Sanderling, die anderen mit den Warschauer Philharmonikern unter Stanislaw Wislocki bzw. Witold Rowicki.
    Der einzige Fehler bestand darin, dass ich mir diese Kasette nicht schon eher gekauft habe. Jetzt weiß ich endlich, was die Leute meinen mit Schumann und Richter.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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  • Es vertönen die letzten Takte von Beethovens 9.:



    Eine in meinen Augen schwache Aufnahme.


    Karajan verbleibt viel zu sehr an der schönen Oberfläche; die Tempogestaltung ist igs. in Ordnung, aber die Gestaltung gerät viel zu "glattpoliert".


    Ebenfalls ganz schwach sind beide männlichen Solisten. Von van Dam bin ich erheblich bessere Intonation gewohnt, und in den tiefen Passagen geht er vollkommen unter. Coles dünnes Stimmchen ist ebenfalls keine große Freude; beide Solistinnen sind in Ordnung.


    Auch der Chor singt viel zu undifferenziert und ist wahrlich kein Spitzenensemble (zumindest zum Zeitpunkt der Aufnahme 1984 gewesen).


    Unter den geschätzten drei Dutzend Aufnahmen dieses Werkes, die ich besitze, eine der verzichtbarsten (man höre zum Vergleich Karajans Live-Aufnahme zur Eröffnung der Berliner Philarmonie!).


    Nun der "Erstkontakt" mit Dudamel:


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zitat

    Auch der Chor singt viel zu undifferenziert und ist wahrlich kein Spitzenensemble (zumindest zum Zeitpunkt der Aufnahme 1984 gewesen).


    Kein Wunder, der Wiener Singverein ist einer der schlechtesten Chöre überhaupt. Mich hat immer gewundert, daß Karajan ihn regelmäßig eingesetzt hat.

  • Zitat

    Original von Norbert
    man höre zum Vergleich Karajans Live-Aufnahme zur Eröffnung der Berliner Philarmonie!


    Und man höre vor allem eine der beiden Furtwängler-Aufnahmen der Neunten aus dem Jahr 1942 mit den Berliner Philharmonikern und dem Bruno-Kittel-Chor. Da weiß man, wo der Hammer hängt! Erhältlich ist ein Mitschnitt der Aufführungsreihe vom 22.-24.3.1942 (mit Brien/Höngen/Anders/Watzke) und einer vom 19.4.1942 (mit fast vollständig anderer Sängerriege: Berger/Pitzinger/Rosvaenge/Watzke). Den erstgenannten bevorzuge ich, der Vergleich mit dem zweitgenannten ist aber ebenfalls spannend.


    Heute abend werde ich mir mit großer Vorfreude meinen frisch gelieferten neuesten Händel anhören:

  • Gerade verklungen:



    Karl Georg Göhler (1874 - 1954):


    Lieder und Duette



    Antje Perscholka, Sopran


    Henryk Böhm, Bariton


    Hendrik Bräunlich, Klavier


    Rec.: Leipzig, MDR Chorsaal, 10/2005-7/2006
    Genuin

  • Zitat

    Kein Wunder, der Wiener Singverein ist einer der schlechtesten Chöre überhaupt. Mich hat immer gewundert, daß Karajan ihn regelmäßig eingesetzt hat.


    Wenngleich dieser Thread nicht für Diskussionen gemacht ist, dennoch eine Antwort auf dieses Statement:


    Der Wiener Singverein ist an sich ein Amateurchor, der ohne Entgelt singt, zumindest die Akteure bekommen keines. Eine Liebhaberei also.
    Dennoch wurde er immer wieder von namhaften Dirigenten und Orchestern eingesetzt - oder vielleicht gerade deswegen - Nicht gewerkschaftlich organisiert, nicht auf Geldverdienen ausgerichtet, ist dieser Chor sehr probenfreudig und begeistert. - Ein Idealfall für Dirigenten. Daß der Chor "schlecht" sein soll, habe ich bisher nur bei Tamino vernommen, Dirigenten aus aller Welt rissen sich geradezu um den Chor...


    mfg aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



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  • Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Ein Idealfall für Dirigenten. Daß der Chor "schlecht" sein soll, habe ich bisher nur bei Tamino vernommen, Dirigenten aus aller Welt rissen sich geradezuz um den Chor...


    Karl Böhm in beiden Aufnahmen von Beethovens 9. nicht, auch nicht Abbado und Hans Schmidt-Isserstedt (ebenfalls Beethovens 9.). Alle drei Dirigenten engagierten den Wiener Staatsopernchor.


    In anderen Aufnahmen ist mir der Wiener Singverein nicht negativ aufgefallen; in der von mir weiter oben erwähnten Karajan-Aufnahme frage ich mich, wie der "Perfektionist" Karajan derart unflexibles, pauschales Chorsingen durchgehen ließ...


    Bei mir im CD-Spieler:



    Thielemanns Konzept des "breiten Pinsels" paßt bei der effektvollen Musik Strauss' recht gut, an Rafinesse sind aber imo Solti, Ashkenazy und Masur überlegen.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • bei mir auch Entspannung, auch Cello, aber Haydn:


    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Zitat

    Original von Norbert


    Plattencover sind aber auch nicht mehr das, was sie mal waren. Vom Fotografen des Bildes mal ganz zu schweigen...

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)


  • Nach kürzlichem Wiederhören pflichte ich Dir vollends bei. Das ist gewiß die schwächste Neunte, die Karajan überhaupt aufgenommen hat. Die besagte Eröffnungs-Aufnahme kenne ich gar nicht. Man höre auch das Silvesterkonzert 1977 mit der Neunten, welches von nicht wenigen als eine der besten Aufführungen Karajans in seinem ganzen Leben erachtet wird (übrigens mit dem Chor der Deutschen Oper Berlin). Karajan live war eben doch oftmals besser ...


    Bzgl. Wiener Singverein kann ich nur beipflichten. Man höre zum Unterschied die letzte Böhm-Aufnahme der Neunten mit dem Staatsopernchor. Dazwischen liegen auch Welten.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

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  • Bei mir läuft gerade auch – aus der großen Box – Beethoven, u.z. das erste Streichquartett, gespielt vom Kodaly-Quartett. Über die Qualität der Musik gibt es wohl keine Diskussion, richtig wohltuend nach einem sehr stressigen Tag. Auch hinsichtlich der Interpretation kann man nicht groß meckern; lediglich den 2. Satz könnte ich mir etwas intensiver – eben mehr „affetuoso“ – gespielt vorstellen, und ganz am Schluss des letzten Satzes sind die in aberwitzigem Tempo zu spielenden Triolen dann doch nicht ganz zusammen – sehr verzeihlich! Ansonsten eine gelungene Interpretation in sehr sauberer Intonation; auch die Aufnahmetechnik und die Klangqualität der CD sind in Ordnung.


    Gute Nacht wünscht harry

  • Zitat

    Original von Joseph II.



    Nach kürzlichem Wiederhören pflichte ich Dir vollends bei. Das ist gewiß die schwächste Neunte, die Karajan überhaupt aufgenommen hat.



    Das will ja was heißen! Sind doch auch die anderen Neunten unter Karajan schon schwach genug, sieht man vom - zugegebenermaßen hervorragenden - Scherzo ab, aber die Sätze 1 und 3 liefern meines Erachtens Karajan-Gegnern hervorragende Argumente für ihre unangebrachten Pauschalisierungen.






    Da höre ich doch lieber:


    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • Heute wieder Haydn. Mittlerweile bei der "Hornsignal-Symphonie" Nr. 31:



    Joseph Haydn (1732–1809)
    Symphonien Nr. 1–104
    Philharmonia Hungarica
    Antal Dorati
    1969–72

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • William Walton (1902 - 1983):


    Belshazzar's Feast


    Thomas Hampson, Bariton
    CBSO Chorus,
    The Cleveland Orchestra Chorus,
    CBSO,
    Sir Simon Rattle


    Rec.: Birmingham, Symphony Hall, 1997
    EMI



    Eine Wahnsinnsaufnahme, die mich immer wieder überwältigt.



    Agon

  • Weiter gehts mit dieser Neuerwerbung:



    Antonin Dvorak (1841 - 1904):


    Sinfonie Nr. 7 d-moll op. 70
    Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88


    Philharmonia Orchestra,
    Sir Charles Mackerras


    Rec.: London, Royal Festival Hall, 10/2008, live
    Signum Classics



    Agon

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  • guten Abend allerseits. So langsam scheint doch der Frühling zu nahen ... 8)



    Philip Glass, Symphonie Nr 5
    Radio-Symphonie-Orchester Wien, Dennis Russell Davies

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa

  • Zitat

    Original von Joseph II.
    Nach kürzlichem Wiederhören pflichte ich Dir vollends bei. Das ist gewiß die schwächste Neunte, die Karajan überhaupt aufgenommen hat. Die besagte Eröffnungs-Aufnahme kenne ich gar nicht. Man höre auch das Silvesterkonzert 1977 mit der Neunten, welches von nicht wenigen als eine der besten Aufführungen Karajans in seinem ganzen Leben erachtet wird (übrigens mit dem Chor der Deutschen Oper Berlin). Karajan live war eben doch oftmals besser ...



    Da ich den "späten Karajan", also den des Digitalzeitalters, sehr schätze, war ich umso enttäuschter, zumal Karajans Sinn für Klangästhetik bei Beethovens 9. nicht nur an der Oberfläche stattfinden sollte.


    Sei's drum, der Fehlkauf war wenigstens nicht zu teuer ;) .


    Der Live-Mitschnitt vom Eröffnungskonzert der Berliner Philharmonie lohnt sich nicht nur für Karajan-Anhänger.


    Es ist schlichtweg eine gleichsam spannende und klangschöne Aufnahme.



    Bei mir läuft gerade



    Die Einspielung, mit der ich diese wunderschöne Oper kennenlernte.


    Zum Kennenlernen ist sie tatsächlich gut geeignet, interpretarorisch recht ordentlich, aber Vaclav Neumann und Gabriela Benackova spielen doch in einer ganz anderen Liga...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Pletnev spielt CPE Bach...





    nach seiner Scarlatti Aufnahme, die zwei hochgelobte Pletnev-CD mit der ich wenig anfangen kann, zu sentimental, zu virtuos, zu eitel... :no:

    marta


  • Pietro Mascagni (1863 - 1945):


    Cavalleria Rusticana


    Scotto - Domingo - Kraft - Elvira - Jones - Simon


    Ambrosian Opera Chorus


    National Philharmonic Orchestra,
    James Levine


    Rec.: London, 1978
    RCA



    Agon

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  • ich bleibe minimalistisch :



    Philip Glass, Symphonie Nr 8
    Bruckner Orchester Linz, Dennis Russell Davies

    Jazz is not dead, it just smells a little funny.

    Frank Zappa

  • Neben vielen kleineren Stücken (einer Opern-Suite von Janacek, dem 1. Streichquartett von ebendem und diversen Mozart-Klavierkonzerten) war heute Operntag:



    Friedenstag gefällt mir in meiner neuen Sinopoli-Aufnahme richtig gut - nicht meine Lieblingsoper, aber auch nicht schlecht.
    Und Intermezzo ist ein reizendes Konversationsstück. Liebenswert. Der Mann konnte über sich selbst lachen (auch wenn Pauline diesen Humor nicht immer zu teilen vermochte)...

  • Zitat

    Hier ging es mir vor allem um Franz Paul Lachner (1803-1890) - und - mehr noch um den Beethoven ZeitgenossenNikolaus von Krufft. (1779-1818 )


    schrieb ich in meinem Beitrag: "heute erst gekauft"


    Beide sind veritable Entdeckungen, speziell KRUFFT der Österreicher war, aber sowohl vom Brockhasu als auch vom Großen Lexikon der Musik (Metztler 4 Bände) verschwiegen wird. Wiki hat eine Seit in englischer Sprache über ihn.
    Auf jeden Fall ist er hörenswert, irgendwo sogar als Schubert-Vorgänger gepriesen...


    Läuft bei mir im Player...



    Jetzt bin ich froh dieses Reststück aus der Teldec Produktion noch ergattert zu haben


    mfg aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Ich höre jetzt gar nichts. Das ist auch mal ganz schön. :yes:


    Einen guten Tag wünscht Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

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