André Previn - Das verkannte Genie



  • Es wird Zeit für - André Previn. Der in diesem Forum leider vollkommen unterrepräsentierte Komponist, Pianist, Arrangeur und natürlich Dirigent verdient einfach größere Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist es ziemlich still um Ihn geworden; er ist halt auch nicht mehr der Jüngste. Seine große Zeit der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts liegt hinter Ihm.


    Hier einige Lebensdaten:


    Geboren wurde er am 6. April 1929 in Berlin als Andreas Ludwig Priwin - er ist also Deutscher.
    1937 zog die jüdische Familie nach Paris, von wo aus sie 1941 vor den Nazis in die USA flüchtete.


    In den USA angekommen, beschäftigte sich Previn mit Jazz und begann seine Karriere mit Radioaufnahmen. Mit fünfzehn Jahren gab er sein erstes Jazzkonzert und machte seine ersten Aufnahmen für ein Jazzlabel 1945/46. Er zählte zu den erstklassigen Jazzmusikern der Vereinigten Staaten und spielte mit Ray Brown, Dizzy Gillespie und Billie Holiday. In den 50er Jahren war er mit der Sängerin Betty Bennett verheiratet. Von 1970-1979 war er mit Mia Farrow und von 2002-2006 mit Anne-Sophie Mutter verheiratet. Von Königin Elisabeth II. wurde er mit dem Knight Commander of the British Empire ausgezeichnet.


    Im weiteren Verlauf seiner Karriere beschäftigte er sich mit dem Komponieren von Filmmusik (z.B. Three Little Words und Gigi, für die er einen Oscar erhielt) sowie dem Dirigieren von Kinofilmmusiken (Der Elefantenmensch, Rollerball, Jesus Christ Superstar, My Fair Lady, Porgy and Bess, Seidenstrümpfe u.a.).


    Und nun begann seine internationale Dirigentenkarriere, die sich in folgenden Chefdirigentenpositionen manifestierte:


    1967 - 1970: Houston Symphony Orchestra
    1969 - 1979: London Symphony Orchestra (Conductor Laureate seit 1993)
    1976 - 1984: Pittsburgh Symphony Orchestra
    1985 - 1989: Los Angeles Philharmonic Orchestra
    1985 - 1991: Royal Philharmonic Orchestra
    seit 2002: Oslo Philharmonic Orchestra



    Tja, und nun die eigentliche Frage: warum "verkanntes Genie"?


    Irgendjemand bezeichnete Ihn mal als "erstklassigen Dirigenten für zweitklassige Musik", was sich wahrscheinlich auf seine Vorliebe für eher randständiges Repertoire bezog. Und da liegt wahrscheinlich genau der Hase begraben: Previn hat sich nie ein "Titanenimage" wie Karajan zugelegt oder ein sonstiges Maestrogehabe veranstaltet und sich eben auch nicht mit dem Standardrepertoire beim Publikum beliebt gemacht.


    Als seine Glanzzeit muß die Zeit als Chefdirigent des London Symphony Orchestra bezeichnet werden. Aus dieser Zeit stammen seine besten Aufnahmen, viele von ihnen haben bis heute ihre Gültigkeit behalten. Previns künstlerische Potenz war zu dieser Zeit am höchsten und irgendwie wirkte er auch am inspiriertesten und lustvollsten.
    Er scheute sich nicht, seine Mode der damaligen Flower-Power-Zeit anzupassen und auch Auftritte im Fernsehen zu absolvieren, die wohl beim britischen Publikum hervorragend angekommen sein müssen. Nachzulesen ist dies alles in dem exzellenten Buch "Der Mythos vom Maestro" von Norman Lebrecht.
    André Previn ist ein uneitler, seriöser und introvertierter Vertreter seiner Zunft, der in Deutschland leider nur als Ehemann von ASM für einiges Aufsehen gesorgt hat, was ein bezeichnendes Licht auf die deutsche Medienlandschaft wirft.


    Aber ich will jetzt endlich zu seinen genialen, einmaligen Aufnahmen kommen:


    Ganz exzellent und Referenz bis heute ist die Gesamteinspielung der Vaughan Williams-Sinfonien aus den 70er Jahren mit dem LSO auf RCA:


    Weiter geht es mit seinen idiomatisch-dunklen Rachmaninov-Sinfonien auf EMI:


    sowie einer Spitzenaufnahme der Fünften von Shostakovich auf RCA:


    Außerdem gibt es zum Glück noch seine sich als wahres Klangfest entpuppende Einspielung der Ersten Sinfonie von William Walton auf RCA:



    Ich wills mit den Plattentips erstmal dabei belassen und Euch jetzt den Vortritt lassen. Was haltet ihr von André Previn? Welche Einspielungen habt ihr? Habt ihr ihn womöglich mal live gehört? Ich bin gespannt.



    ;)Agon

  • Danke für diesen Thread!
    Tamino ist nun im sechsten Jahr, da wird es wirklich Zeit, daß Previn gewürdigt wird.



    Seine ganz tolle Einspielung der "Carmina Burana" (seine erste mit dem LSO von 1974, nicht die zweite mit den Wiener Philharmonikern von 1993) ziehe ich mittlerweile sogar der Jochum-Aufnahme vor. Kein mir bekannter Dirigent versteht es besser, das Mysteriöse in diesem Werk zu betonen, nirgends klingt der Chor geheimnisvoller. Man fühlt sich wirklich ins Hochmittelalter versetzt. Dagegen ist mir Jochum fast schon zu laut und schön poliert. Previns Tempi sind langsamer als gewöhnlich, wovon das Werk aber m. E. profitiert.


    Ganz große Empfehlung für diese Aufnahme!

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ich habe Previn nur einmal live erlebt. Mit den Wiener in Hamburg, lang, lang ist es her, gab es eine Haydn-Sinfonie und "Aus der Neuen Welt". Mir ist leider nicht mehr viel in Erinnerung (soll jetzt kein Qualitätskriterium sein), nur noch, dass er einen glänzenden Strauss-Walzer als Zugabe gab.


    Dass er in Deutschland nicht den Status hat, vielleicht liegt es an der Kombination: Jazz - Hollywood - Klassik. Da kommen die Kritiker mit ihren Schubladen durcheinander. :D


    Ich besitz nur eine Aufnahme mit ihm und die liebe ich heiß und innig:



    Wunderbar, welches Gefühl er für Jazz und hier speziell Gershwin hat. Na, und Ella ist sowieso zum Niederknien.


    :hello: Gustav

  • Mal abgesehen davon, dass das Eingangsbild mit dieser Freakbrille schon fast ne Beleidigung darstellt, möchte ich gerne zugeben, dass ich viel zu wenig von Previn habe, und immer noch auf Schnäppchen lauer.
    Hier erst mal ein richtiges Bild (n'bißchen Günni Wand like)

    Dann ein paar Aufnahmen, die ich besonders schätze.
    Klar, die Aufnahmen von Vaughan Williams, besonders die 5.
    Dann DS 4, die es fürn Appel undn Ei gibt:


    Dann die Aufnahmen mit Frau Mullova (ich muss schon sagen, guter Geschmack! Habe die schöne Viktoria mal in Kiel gesehen, meine Frau musste mich festhalten;- abgesehen davon kann sie auch Geige spielen.)


    Und dann in Sachen Kammermusik habe ich noch besonders gerne:
    Mullova, Schiff, Previn (ja, da muss man erst mal drauf kommen, gell?)
    Beethoven op 97 und Brahms Op 8.


    Ich fürchte, um im deutschsprachigen Raum so richtig ernst genommen zu werden, kann Previn zu viel:
    - Er beherrscht Klassik als Dirigent bis in die neue Musik
    - Er kann sehr gut Klavier spielen Klassik wie Jazz (Pfui Deibel!)
    - Er ist ganz weit vorne als Filmkomponist (4 Oscars, 11 Grammies)
    - Er hat Musiken für den Film adaptiert. (My Fair Lady und andere)
    - Er ist ein bekannter Jazz Pianist.
    - Er komponiert auch noch!
    Fast wie Lennie.


    Und er hat so ziemlich jede angesagte Frau gehabt. (u.a. Mia Farrow, Mutti, Mullova?)


    "So einer kann vieles aber nix richtig." Und ich fürchte, dass dieses das Urteil ist, das ihm viele um die Ohren hauen werden.


    Ich mag seine Aufnahmen und werde zugreifen, wann immer ich welche finde.


    Außerdem isr der Bursche seit 2009 80, da wäre doch ne schöne dicke, fette und preiswerte Box angemessen, oder? Das, was bisher gab, war nicht so richtig günstig.


    Gruß S.

    2 Mal editiert, zuletzt von s.bummer ()

  • Tja, auch wenn Dus nicht glauben kannst, ich habe absichtlich kein altersseniles Bild gewählt, sondern eines, wo er noch etwas frischer aussieht...trotz angeblicher Freakbrille!


    In der Tat sind Vorurteile nach dem Motto "So einer kann vieles aber nix richtig" typisch für die deutsche Wahrnehmung. Er ist eben kein Fachidiot und festgelegt auf "seriöses" Repertoire.


    In diesem Zusammenhang möchte ich auf seine absolut spritzige Aufnahme von Offenbachs "Gaité Parisienne" hinweisen, das er mit dem Pittsburg Symphony Orchestra eingespielt hat. Hier spürt man ganz deutlich, daß "Unterhaltungsmusik" für ihn eine ernste Sache ist:



    Auch die Stücke mit Almeida als Dirigenten sind toll!

  • Zum erstenmal bin ich mit s.bummer einer Meinung.


    Zitat

    Außerdem isr der Bursche seit 2009 80, da wäre doch ne schöne dicke, fette und preiswerte Box angemessen, oder? Das, was bisher gab, war nicht so richtig günstig.


    Das gibt es:


    [jpc]8587572 [/jpc]


    Diese Box mit 10 randvollen CDs (Spieldauer: 759 Minuten) ist so um die 30 Euronen billig. Gibt es schon seit ein paar Monaten.


    ++++++++++++++++


    Obwohl wir hier im "Dirigenten"-Thread sind, hier ein Beispiel zum Komponisten Previn:



    Hier hat Previn das Drama "Endstation Sehnsucht" von Tenessee Williams zu einer Oper verarbeitet, die durchaus Beachtung gefunden hat.


    Andre Previn (geb. 1930)
    A Streetcar named Desire

    (Deutscher Titel:"Endstation Sehnsucht")


    Künstler: Fleming, Futral, Gilfrey, Griffey,
    San Francisco Opera,
    Previn
    (167 Min.)
    Label: Arthaus, 1998


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Danke für den Hinweis Harald!
    Die 10 CD Box kostete früher so um die 50 Euronen!
    Ich dachte so an 60 CDS zu 90 Euro, sowas wie bei HvK.
    Denn, wenn ich sehe, zu welchen Preisen Vaughan Williams verramscht wird und wie teuer Andre Previn immer noch ist,......
    Egal, dafür ist er auch besser! Hahahaha.


    Hat er eigentlich auch Mahler gemacht?...


    Agon . Genau diese Brillenform trägt heute der Besucher des 3-D Films Avatar.
    Mein Sohn kam damit nach Haus, ich bin vor Lachen fast vom Sofa gefallen.
    Der Kleine (204cm) hat einen Tag nicht ein Wort mit mir geredet.


    Gruß S


  • Es ist meines Erachtens ein wenig anders. Previn hat als Jazz-Musiker begonnen, ist dann in Hollywood als Komponist und Dirigent für Filmmusik eingestiegen und danach zur Klassik gewechselt. Und einer, der von der "leichten Muse" kommt, wird halt von den eingefleischten "Klassikern" nicht so leicht für voll genommen. Da wuchern noch lange die Vorurteile...


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Ich möchte feststellen, dass ich nie der große Previn-Freund war. In diesem Punkt schließe ich mic´h s-bummer´s ausgewogenen Ausführungen an.
    Dennoch gibt es auch bei ihm wirklich gute Aufnahmen, die hier teils bereits genannt wurden.


    Auch seine Aufnahmen in denen er als Konzertbegleiter fungiert schätze ich ihn;
    bei Rachmaninoff (KK mit Ashkenazy), Prokofieff + Strawinsky (VC mit K.Wha Chung); bei Schostakowitsch (mit Bernstein zusammen mit den KK (CBS)).


    Als Komponist habe ich sein Concerto vor Violin and Orchestra "Anne Sophie" --- ganz nett (ich schätze ASM). Aber die Bernstein-Serenade auf gleicher DG-CD ist derart lau gespielt im unteren Mittelfeld. Im Prinzip genau so, wie der Eindruck den ich bei Previns Aufnahmen leider oft gewinne.



    ?( Total verleidet wurde mir Previn durch diese Aufnahme, die ich damals auf LP hatte und bald verschrottet wurde:
    X( Die Fünften von Beethoven (KK Nr.5 und Sinf.Nr.5) auf Philips mit dem LSO auf einer LP ! Das war mit dem LSO so schlecht und voller Fehler, eine Zumutung.
    Ich habe die Abb der Aufnahme auch nicht mehr gefunden, denn sie ist ohne Grund nicht mehr im Handel .....

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • In der Tat ein eigenartiges Gefühl: Als ich ganz Jung war, war er in den besten Jahren, wirkte aber immer jünger, ich erinnere mich immer an ein Outfit in einem Jeansanzug, vielleicht hat der den nur einmal getragen, vielleicht aber auch nur die (damalige) Wachspuppe bei "Madame Toussoud" in London. Und nun, blickt mir ein Greis entgegen. Ds Bild erschreckt mich umso mehr, als ich sein Alter VÖLLIG falsch eingeschätzt, bzw in Erinnerung hatte.


    Zum Musikalischen:


    Revin trat nicht nur als Dirigent, sondern auch als Pianist in Erscheinung. Für Philips spielte er 1984 Mozarts Klavierkonzerte Nr 453 und 491 durchaus klangschön ein. Die Aufnahme entstand in den Wiener Sophiensäälen (existieren nach einem Brand nicht mehr) mit den Wiener Philharmonikern. (Die Aufnahme ist leidernicht mehr in den Katalogen verfügbar)


    Ein Livekonzert, mit sehr gemsichem Programm, wenn ich mich erinnere war es im Wiener Musikverein mit den "Bildern einer Ausstellung" und Rossini-Ouvertüren - hinterließ bei mir jedoch einen eher negativen Eindruck.


    Previn ist zudem mit Sicherheit ein Oper der PR, oder besser gesagt, einer PR die ihn bereits in der Mitte seine Jahre im Stich ließ. Berühmt ist er trotzdem- und ich kann mir gut vorstellen, daß er in anderen Ländern noch präsenter ist, als derzeit hier im deutschen Sprachraum...


    Wenn wir übrigens einen Dirigenten beuerteilen, so tun wir es fälschlicherweise an Hand seiner Tonträgerpräsenz. Auch ich neige zu dieser Art der Beurteilung - aber sie ist falsch. Es gibt genügend Dirigenten und auch Sänger, Solisten etc, deren Terminkalender voll ist, die von Stadt zu Stadt touren - aber dennoch auf Tonträger unterrepäsentiert, bzw gar nicht vorhanden sind.
    Aber das wiederum ist ein ganz anderes Thema....


    mfg aus Wien


    Alfred

    Ich bitte alle Mitglieder, die über 25 Beiträge verfasst haben und noch keinen AVATAR besitzen

    sich im Thread Baustelle Avatarpool neu einen auszusuchen und am Threadende (gaaaanz weit untenI zu bestellen

  • Lieber Alfred ,



    bezüglich des Pianisten André Prvin halte ich es mit Deinem berühmten Vornamenvetter Alfred Brednel aus seinen Anmerkungen in seinen letzten Buch . Darin schrieb er sinngemäss , wer habe denn schon je gehört, dass Previn ein grosser Pianist sei ?


    Alfred Brendel nahm Bezug auf die fast unglaubliche Einreihung in die Edition "Great Pianists of the Century" ( Philips 1998 / 1999 ) .


    Und die beiden CDs der Editon beweisen , dass Previn nicht zu der Gruppe bedeutende Pianisten gehört !


    Und er ist , wenn man sich die Edition selbst sowie die Rezensionen dazu durchliest natürlich auch nicht "der" Gershwin-Interpret . Diesen "Titel" hat der Bookletverfasser dann schon Earl Wild zugesprochen , dessen Interpretationen der Rachmaninov - Klavierkonzerte tatsächlich sehr gut gewesen sein sollen , wie mir ein us - amerikanischer musikfreud noch letzte Woche schrieb.


    Da Previn seine beiden CDs selbst zusammengestellt hat , hat er selbst seinen Mozart wohl ganz anders gesehen / gehört als Du dies ihm sehr freundlicherweise bescheinigt hast .


    PREVIN als DIRIGENT
    hat ausser im Rahmen der Proben und Uraufführung seiner Komposition zu T. Wiiliams "Endstation Sehnsucht" viel aufgenommen .
    "Endstation Sehnsucht" mit einer der interessantesten Themen der Literatur des 20. Jahrhunderts war mit Renée Fleming in der Titelrolle in San Francisco einstudiert ud urausfgeführt worden .


    Soweit mir bekannt, gibt es zu dieser fast beklemmenden Inszenierung mit Angst machenden Bühnenbildern , Dekorationen leider keinen erhältlich Film


    Seine mehrfache Begleitung seiner damaligen Ehefrau Anne - Sophie Mutter , Geigerin , mit Beethovens Violinkonzert muss als eines der schlechtesten Hörerlebnisse bezeichnet werden . Dies betrifft Privin , aber auch die nachlassende Technik von Frau Mutter .


    Bekannt geworden ist André previn , nicht gerade US- Amarika untypisch durch seine Jazzmusiksessions in Hollywood . Ob dort aber Grössen der Musik zugegen waren , das wage ich sehr zu bezwiefeln .


    Previn gehört sicher n i c h t zu den bedeutenden Musikern des Klassikbereiches .


    Und "Genie" ?



    Viele Grüsse nach Wien ,


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Zitat

    Previn gehört sicher n i c h t zu den bedeutenden Musikern des Klassikbereiches .


    Wie kommst Du zu dieser so apodiktischen wie falschen Behauptung?


    Ich kann dies nur auf deine mangelnde Kenntnis des Previnschen Oeuvres zurückführen...


    Er gehört mit absoluter Sicherheit zu den bedeutenden Musikern des Klassikbereichs!


    Aber es ist eben das deutsche Problem, das auch hier wieder voll zum Tragen kommt und das s.bummer treffend auf den Punkt gebracht hat:


    Zitat

    Ich fürchte, um im deutschsprachigen Raum so richtig ernst genommen zu werden, kann Previn zu viel


    Gerade was seine dirigentischen Fähigkeiten betrifft, bin ich ich von seinen Fähigkeiten felsenfest überzeugt. Ich kenne fast alle Einspielungen von Ihm; von Standardrepertoire allerdings nicht (die von Teleton vernichtete Fünfte Beethoven mag schlecht sein). Standardrepertoire wie Beethoven und Bruckner ist eben nicht sein Bereich! Man höre allerdings seine Haydn-Sinfonien vorurteilsfrei!


    Nicht umsonst war er zehn Jahre lang Chefdirigent des London Symphony Orchestra und ist heute sein Ehrendirigent! Die Zeit von 69-79 wird allgemein als goldene Ära des LSO eingestuft. Er ist ein exzellenter Debussy-, Ravel-, Gershwin-, Elgar-, Saint-Saens und Richard Strauss-Dirigent. Sein Orchesterweke-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern auf Telarc ist für mein Empfinden spitze. Sein "Zarathustra" ist mir der Liebste.


    Aber er muß wohl, soll man Norman Lebrecht glauben, Mitte der Achtziger Jahre einen ziemlichen Einbruch erlebt haben, physisch wie psychisch. Dies ist nicht ohne Folgen geblieben: er wirkte fortan schwächer, lustloser und deprimierter. Es ist eigentlich ein Trauerspiel. Irgendwie hat Ihn dieses Jet-Set-Dasein erledigt und ausgebrannt. Dies sollte bitte immer berücksichtigt werden, wenn man über diesen exzellenten Musiker herfällt.



    Agon

  • @ Agon


    Wer weiss denn , ob ich das aus deutscher sicht sehr ?


    und was, wenn ich zwei staatsangehörigkeiten habe ?


    welche sicht gilt denn lat "Agon" und "s.brummer" dann ???


    W e r hat wo und wann festgelegt , bestimmt , wann das golden Zeitalter des London Symphony Orchestras war ?


    Für mich zu Lebzeiten von Pierre Monteux ; doch nicht zur Zeit von Previn :no::no: :no:


    Und wie hälst Du es denn mit dem P i a n i s t e n Previn ? und deine hauptqule s.brummer ?


    das würde ich so nicht stehen lassen - an Deiner Stelle .


    Man kann ja ein "Fan" von jemandem sein, sollte aber die O h r e n nicht vor den Realitäten veschliessen .


    Na ja , Norman Lebrecht . Habe alle seine Bücher . Da finden wir dann über Previn aus dem Munde von Mitgliedern des LSO die Charakterisierung von Previn:


    " ....und zwang dem Londoner Musikleben eine oberflächliche Leichtigkeit auf " ( 2007 , 109 ) .


    Lebrecht markt zu Previn noch an , dass er in Ene Nr. 1 mit einer unbekannten Schauspielrin verheiratet war und in Ehr Nr. 2. dann mit der glamour-bekanntgewordenen Mia Farrow .


    Grosser Künstler ?



    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Zitat

    und was, wenn ich zwei staatsangehörigkeiten habe ?


    Dann freut mich das für Dich!


    Zitat

    W e r hat wo und wann festgelegt , bestimmt , wann das golden Zeitalter des London Symphony Orchestras war ?


    Ich!


    Zitat

    Für mich zu Lebzeiten von Pierre Monteux


    Das war sicher auch eine Glanzzeit für das Orchester!


    Zitat

    Und wie hälst Du es denn mit dem P i a n i s t e n Previn ?


    Kenne ich nur von seinen Gershwin-Aufnahmen (Rhapsody in Blue, Klavierkonzert). Finde ich gut!


    Zitat

    und deine hauptqule s.brummer ?


    Keine Ahnung.


    Zitat

    Man kann ja ein "Fan" von jemandem sein, sollte aber die O h r e n nicht vor den Realitäten veschliessen .


    Fan sicher, aber kein bedingungsloser und undifferenzierter.
    Ich verschliesse meine Ohren nie vor der Realität und schon gar nicht vor der musikalischen!


    Zitat

    Na ja , Norman Lebrecht . Habe alle seine Bücher .


    Ich habe zwei.


    Zitat

    " ....und zwang dem Londoner Musikleben eine oberflächliche Leichtigkeit auf " ( 2007 , 109 ) .


    Zehn Jahre Chef sprechen für sich. Orchestermusiker haben nie eine Meinung über einen Dirigenten.


    Zitat

    Lebrecht markt zu Previn noch an , dass er in Ene Nr. 1 mit einer unbekannten Schauspielrin verheiratet war und in Ehr Nr. 2. dann mit der glamour-bekanntgewordenen Mia Farrow .


    Was hat das mit seinem künstlerischen Status und seiner Musikalität zu tun?
    Mitropoulos vergnügte sich mit seinen Lustknaben in der Garderobe; Furtwängler und Nikisch waren den Reizen des anderen Geschlechts nicht abgeneigt usw. usf.


    Zitat

    Grosser Künstler ?


    Aber immer doch!



    Agon

  • @ Agon


    Pierre Monteux hat Previn erst einmal in San Francisco beigebracht , wie man mit einem Takktstock umgeht .


    Und er hat Previn zu seinem Nachfolger machen lassen .


    Durch einen deutlich schwächeren Nachfolger wird der eigene Ruhm oft erst richtig wahrgenommen !


    Sexualität ist mir völlig gleichgültig bei einem Künstler- und sonst auch .


    Das weiss hier jede(r), die /der mich näher kennt .


    @ s.bummer


    von Dir hätte ich wirklich einen substantiierteren Beitrag als Antwort erwartet .


    Schöne Grüsse in den Abend !


    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Zitat

    Pierre Monteux hat Previn erst einmal in San Francisco beigebracht , wie man mit einem Takktstock umgeht .


    Tja, was denkst Du, warum Previn so ein exzellenter Ravel-, Debussy- und Saint-Saens-Dirigent geworden ist?


    Zitat

    Und er hat Previn zu seinem Nachfolger machen lassen .


    Da Monteux 1964 starb und Previn erst 1969 LSO-Chef wurde, halte ich das für unwahrscheinlich...


    Zitat

    Durch einen deutlich schwächeren Nachfolger wird der eigene Ruhm oft erst richtig wahrgenommen !


    Monteux und Previn zu vergleichen, ist absurd. Beide sind völlig unterschiedliche Persönlichkeiten und stammen aus einer völlig unterschiedlichen Zeit.



    Agon

  • (Und das von mir!?)


    Halten wir bitte fest:


    Andre Previn hat in Hollywood seine Karriere begonnen,- keine Sorge Theophilus, ich wollte keine Reihenfolge im Erwerb der Fähigkeiten darstellen, nur eine Auflistung-, kurz nach der erzwungenen Emigration mit den Eltern, er wurde schnell sehr erfolgreich und hat auch schon früh dirigiert.
    Und er hat auch NICHT, wie man anhand dieses Zitats vermuten könnte,

    Zitat

    Pierre Monteux hat Previn erst einmal in San Francisco beigebracht , wie man mit einem Takktstock umgeht .


    Pierre Monteux bestechen müssen, um bei ihm zu studieren, sondern er hat dort seine Dirigentenfähigkeiten verbessert.


    Monteux hat sich auch keinen Deppen als Nachfolger ausgesucht, bzw. empfohlen, nur damit er besser in Erinnerung bleiben mag. Solche Spekulationen sind einfach deplatziert.

    Zitat

    Und er hat Previn zu seinem Nachfolger machen lassen


    Zumal Monteux bereits 5 Jahre tot war, bevor Previn an den Start in London ging. :D Wahrscheinlich wars ne göttliche Eingebung, die er den Londoner gegeben hat.


    Er war auch später kein Jazzer zweiter Garnitur, sondern er hat mit Goodmann und Gillesspie gespielt also nun mal nicht irgendwelchen Deppen.


    Er ist und war schwer zu lokalisieren, eben universell.


    Doch wenn Frank dann schreibt

    Zitat

    Lebrecht markt zu Previn noch an , dass er in Ene Nr. 1 mit einer unbekannten Schauspielrin verheiratet war und in Ehr Nr. 2. dann mit der glamour-bekanntgewordenen Mia Farrow .


    um etwas später anzumerken

    Zitat

    Sexualität ist mir völlig gleichgültig bei einem Künstler- und sonst auch .


    dann stellt sich bei mir die gleiche Übelkeit wie beim Lesen des denunziatorischen Bild-Zeitungsstils ein.


    Diesen Stil hat Previn nun wirklich nicht verdient, egal ob man ihn mag oder nicht.


    Im Übrigen habe ich mit meinem Kurzbeitrag nur Agon beipflichten wollen, und wer meine sonst. Beiträge kennt, weiß, dass dieses durchaus nicht gewöhnlich ist (So wie Harald bei mir).
    Aber wenn man sich einig ist, dann ist man sich einig, oder?


    Gruß S.

  • Über Previn als Jazz Pianisten:

    Zitat

    What is a source of amazement to me, is that someone who has spent most of the last 40 years as one of the busiest composer /conductors in the world of classical music, can still make a jazz album that pins your ears back and leaves you wanting more! Genius is a word in too common use these days but Andre Previn must be close to it.


    und dann noch das:

    Zitat

    Andre Previn is in great form, he is probably the most comprehensive musician of the age, capable of exceptional classical piano concerts and world renown as a conductor of famous symphony orchestras. Unlike the majority of his classical contemporaries, the majority of whom could not bash out a decent 12 bar blues to save their lives, Previn is in the very top league of jazz pianists. The finest bass player the jazz world ever produced, the wonderfully talented Ray Brown, supports him. Mundell Lowe also plays his part beautifully in what I consider one of his finest performances.


    So isses!
    S.

    Einmal editiert, zuletzt von s.bummer ()

  • Ich möchte nochmal klarstellen, daß André Previn sicher absolute Stärken wie eben auch Schwächen hat.
    Aber genau das schätze ich an Ihm.
    Er ist kein "Dirigierroboter", der alles auf die gleiche Art und Weise spielen lässt, sondern der versucht, den "Stil" eines Werks zu ergründen und dem gerecht zu werden.
    Seine Fähigkeiten auf filmmusikalischem Gebiet sind bekannt und deshalb gibts hier von mir noch zwei dicke Empfehlungen des Komponisten


    Erich Wolfgang Korngold (1897-1957):



    The Sea Hawk / The Private Lives of Elizabeth and Essex / Captain Blood / The Prince and the Pauper; London Symphony Orchestra; DG

    sowie



    Sinfonie Fis-Dur / Much ado about nothing-Suite; London Symphony Orchestra; DG



    Hier ist Previn einfach in seinem Element.
    In der Sinfonie trifft er den verzweifelt-sehnsüchtigen Tonfall hervorragend und die Filmmusiken werden mit aller Farbigkeit und Delikatesse gespielt.


    Agon

  • Andrè Previn wurde am 6. April 1930 geboren. Zu seinem Geburtstag habe ich eine DVD mitgebracht, die sich schon seit Langem in meiner Sammlung befindet:



    André Previn feiert heute seinen 85. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo zusammen,


    es ist still geworden um André Previn. Seine Homepage wurde lange nicht aktualisiert: KLICK.
    Weiß jemand etwas über sein aktuelles Tun als Musiker? Ist er noch aktiv?


    Viele Grüße
    Frank

  • Mein jüngster Rundfunkmitschnitt von André Previn datiert auf den 9. März 2012. Damals dirigierte er das Pittsburgh Symphony Orchestra mit folgendem Programm: Haydns 102. Symphonie, sein eigenes Trippelkonzert für Trompete, Horn und Tuba sowie eine hinreissend gespielte 4. Symphonie von Mendelssohn, die es mit den besten Alternativen aufnehmen kann. Er scheint also zumindest noch sporadisch auf dem Podium zu stehen.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Vor ca 6-7 Jahren hatte ich auf dem Bonner Rheinauenflohmarkt eine Rarität erstanden, dessen Existens mich damals selber überrascht hatte.


    Eine Decca-CD mit dem Klavierkonzert (1984) und dem Gitarrenkonzert (1971).
    Während ich dem Klavierkonzert, das auf Ersuchen von Vladimir Ashkenazy entstand (der auch die UA mit Previn am 12.Juni 1985 gestaltete), noch eine ganze Menge abgewinnen kann, ist das Gitarrenkonzert zurückhaltend ausgedrückt "nicht der grosse Wurf" und wirkt insgesamt recht Leihenhaft. Anders gesagt - würde Unsereins so etwas komponieren, würde kein Hahn danach krähen.
    Aber ein Dirigent wie Previn hat natürlich die Kontakte und dann wird das Werk auch mit einem befreundeten Gitarristen Eduardo Fernandez aufgeführt und auch mit dem Royal PO auf CD eingespielt.
    Previn schieb das dreisätzige Stück für seinen Freund John Williams. Die UA fand im November 1971 in London statt.


    Positiv für beide Werke ist die moderne voll genissbare Tonsprache, die fern von jenem Anflug von Avantgardissmus rüber kommt.
    Ich besitze auch die DG-CD mit Previns Violinkonzert, das er für seine damalige Ehefrau ASM schrieb (als beide noich zusammen waren) - ds VC geht tonal und stilistisch in die gleiche "saubere" Richtung.


    91qdKOh8q7L._SL300_.jpg
    Decca, 1988, DDD



    Vor ein paar Jahren hatte ich bei Tamino bereits von dieser CD berichtet, heute aber erstmals bei amazon gefunden. Interessant, das die CD nicht nur in den USA vertrieben wurde (LONDON), sondern auch in Europa, denn bei mir steht DECCA auf dem Logo (Textheft auch mit deutschem Text).

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von teleton ()

  • Interessant, das die CD nicht nur in England vertrieben wurde (LONDON), sondern auch in Deutschland, den bei mir steht DECCA auf dem Logo (Textheft auch mit deutschem Text).


    Lieber Wolfgang, meines Wissens war London das Label, unter dem die Aufnahmen der britischen Decca in den USA vertrieben wurden, weil wegen der amerikanischen Decca dieser Name dort von der britischen Gesellschaft nicht verwendet werden durfte. Siehe hier: http://en.wikipedia.org/wiki/London_Records


    In Europa stand immer Decca drauf, egal ob in GB oder Deutschland.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Danke für die Info zu DECCA und LONDON, lieber Bertarido. ;) Ich habe meinen Text dahingehend berichtigt.


    Zur Vollständigkeit aber hier auch noch die Abb und kurze Vorstellung der DG-CD vom dreisätzigen Violinkonzert, das Previn im Auftrag des Boston Symphony Orchestra und für ASM im Jahre 2001 schrieb. Die UA folgte mit dem BSO am 14.März 2002.


    Das Violinkonzert trägt den Titel "Anne-Sophie". Es galt Previn als ein Bekenntnis zu vergangenen, genewärtigen und zukünftigen Beziehungen. Im 3.Satz verwendet er gar ein deutsches Kinderlied ("Wenn ich ein Vöglein wär und auch zwei Flügel hätt") als Thema, dass er aus seiner frühen Kindheit kannte. Der Satz hat den Titel "From a train in Germany" und ist eine Variationenreihe über das Lied.
    :) Also alles in allem "pieksaubere" Musik und nett anzuhören.


    Das gekoppelte zweite Stück, Bernstein Serenade für V und O, ist allerdings keine Konkurrenz für die andere Aufnahmen die unter Bernstein selbst existieren (auf DG und SONY). Da fehlt es an Saft und Kraft und Pepp an allen Ecken und Enden ...



    DG, 2002/3, DDD

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Der Threadtitel trifft es wohl ziemlich gut. Dieser Tage schrieb ich mit einem amerikanischen Bekannten. Wir kamen auch auf André Previn zu sprechen. Er meinte, selbst seine Mutter kenne und schätze den (und die ist sicher keine Klassikhörerin). Das zeigt vielleicht auch die Problematik bei Previn auf. Im mitteleuropäischen Raum sah man ihn von Anfang an skeptisch, kam er doch ursprünglich nicht aus dem Klassikbereich. Die Briten waren schon 1968 vorurteilsfreier, als sie ihn zum Chefdirigenten des London Symphony Orchestra machten. In den elf Jahren seiner Amtszeit entstanden tolle Einspielungen mit ihm und Gastdirigenten, die das Niveau des Orchesters belegen (das LSO galt um 1970 bereits als das führende der Londoner Orchester, wovon in den 50er Jahren keine Rede sein konnte). Im angelsächsischen Raum würde Previn ziemlich sicher in einem Ranking der größten Dirigenten der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts vorkommen.


    Ein anderer Punkt könnte das eher ausgefallene Repertoire sein, das Previn pflegt. Ein britischer Bekannter schickte mir mal eine Diskographie, die die Jahre zwischen 1970 und 2015 umfasst. Da zeigt sich doch deutlich, dass Previn relativ wenig aus dem klassisch-romantischen Standardrepertoire machte. Man findet dafür viel von Walton, Rachmaninow (dessen 2. Symphonie ist einer seiner absoluten Favoriten; die führte er noch 2015 in London auf), Ravel und Richard Strauss. Auch dabei sind Schostakowitsch (5. Symphonie), Strawinski (Feuervogel), Prokofjew, Debussy, Chopin, Britten, Ibert, Korngold, Copland und Rihm. Von Haydn und Mozart ein paar ausgewählte Symphonien (von ersterem besonders die 102., noch 2012 hinreißend gespielt in Pittsburgh), von Beethoven praktisch gar nichts, kein Schubert oder Schumann, von Mendelssohn und Brahms jeweils die Vierte.


    Eine Einspielung, die für die riesige Bandbreite von Previn steht, ist auch der Original-Soundtrack des Films "Jesus Christ Superstar" von 1973. Vergleichendes Hören ergab, dass ich sie allen anderen Versionen (auch der ersten von 1970) überlegen finde, was auch am Dirigat liegt. Dazu hat er die überzeugendsten Sänger zur Verfügung. Er fängt die Atmosphäre der frühen 70er Jahre hervorragend ein.



    P.S. Übrigens gibt Previn sein Geburtsjahr selbst mit 1930 an, wie man in einem Programmheft für ein Konzert mit dem Boston Symphony Orchestra 2008 lesen konnte.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • André Previn ist heute morgen im Alter von 89 Jahren verstorben. Sein umfangreiches diskographisches Vermächtnis lebt weiter.


    R.I.P.