FALL, Leo - Die Dollarprinzessin

  • Fall, Leo
    Die Dollarprinzessin


    UA Wien 1907 T: Alfred Maria Willner und Fritz Grünbaum


    Personen:
    John Couder, Präsident eines Kohle-Trusts – Komiker
    Alice, seine Tochter, Sopran
    Dick, sein Neffe, Tenor
    Daisy Gray, seine Nichte, Soubrette
    Tom Couder, Johns Bruder – Sprechrolle
    Fredy Wehrburg, Tenor,
    Hans Freiherr von Schlick, Buffo
    u.a.


    New York und Aliceville um 1910


    1.Akt:
    Der amerikanische Kohlenkönig John Couder hat eine Vorliebe für europäische, besonders aber deutsche Aristrokaten. So hat er den verarmten Freiherrn Hans von Schlick als Stallmeister eingestellt und beschäftigt auch Fredy Wehrburg, den er für einen heruntergekommenen Adligen hält. Couders Tochter Alice und seine Nichte Daisy sind von der Neigung ihres Vater und Onkels entzückt. Zusätzlich hat der Kohlenkönig seinen Bruder Tom und seinen Neffen Dick nach Europa geschickt, um eine Aristrokatin für deinen Haushalt zu gewinnen. Die Abgesandten bringen ihm Olga, eine ehemalige Artistin und Löwenbändigerin mit, die sich als die russische Fürstin Przbiczewska ausgibt und dem begeisterten Couder spanische Geschichten aus ihrer Heimat erzählt. Couder glaubt ihr alles, zumal Fredy, der einmal in Olga verliebt war, jedes Wort bestätigt.


    2.Akt
    Fredy und Alice haben sich ineinander verliebt, doch die junge Dame zeigt sich nach außen sehr stolz. Inzwischen sind sich auch Dasy und Hans nähergekommen und sprechen von Heirat. Doch darf ihr Ehemann, so verlangt es die eingebildete Millionärstochter, nicht mehr als ein Bruder zu ihr sein und keinesfalls ein Schlafcoupe mit ihr teilen. Couder wirbt um die angebliche Gräfin und versucht zugleich Alice zu einer Entscheidung bezüglich ihrer Heirat zu veranlassen. Diese wählt jetzt Fredy, doch der junge Mann weist sie, obwohl Couder immer noch mehr Mitgift verspricht, ab und verlässt das Haus.


    3.Akt
    Couder hat Olga, die angebliche Gräfin tatsächlich geheiratet und besucht mit ihr die Firma Smith in Canada. Begleitet werden die beiden von dem Ehepaar Daisy und Hans. Die junge Frau ist inzwischen von ihren früheren eingebildeten Grundsätzen abgerückt und möchte sich gerne von ihrem Mann verwöhnen lassen. Couder hingegen ist mit seiner Frau nicht sehr glücklich und läßt sich scheiden. Sie erhält eine halbe Million Dollar Schmerzensgeld. Als Couder mit den Repräsentanten der Firma Schmitz verhandeln möchte, kommt Fredy ins Zimmer. Er ist durch Spekulationen reich geworden und für Alice, die ihn um Verzeihung bittet, jetzt ein ebenbürtiger Mann.


    Die bekanntesten Melodien:
    Wir tanzen Ringelreih’n
    Das sind die Dollarprinzessen

  • Hallo, musica!


    Es wird wohl ein Geheimnis bleiben, warum so wenige Forums-Mitglieder hier zu den Operetten etwas schreiben. Die Musik hört fast jeder gerne, aber gegenüber der Oper werden sie wohl nur als zweitklassig abgetan. Das versteht wer will.


    Ich habe mir vorhin Ausschnitte aus den "Dollarprinzessen" angehört. Die Musik ist doch wohl wunderschön. In den Hauptrollen sangen Else Liebesberg, Karl Terkal, Karl Weber und Erich Majkut. Begleitet vom Chor von Radio Wien und dem Wiener Volksopern-Orchester unter der Ltg. von Kurt Richter. Tolle Musik um mal abzuschalten.



    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    Operette wird immer ein Stiefkind bleiben, auch wenn sie wunderschöne Lieder beinhalten, die manchen Opernarien gleich kommen. Vielleicht ist die leichte Unterhaltung in der heutigen Zeit der Probleme in der Welt nicht mehr so angebracht, es gibt kaum was zu lachen heutzutage, wie man täglich in den Nachrichten hören kann. Wenn manche Opern dann noch in die heutige Zeit versetzt werden im Regietheater, ist es zeitnaher, realer, als vielleicht eine Ausstattungsoperette, ich weiß es nicht. :no:

  • Ich besitze nur diese Aufnahme sowie einen Querschnitt von EMI (+ fideler Bauer und Rose von Stambul) mit Knittel, Faßbaender, Hoppe, Lins, Wunderlich, Görner, Muszely, Friedauer, Barabas, Kusche.



    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)