supergeschichte (bis auf ein paar beistriche...) ![]()
frag mal blackadder, ob er dir damit in seinem feuilleton asyl gewährt.
:beatnik:
supergeschichte (bis auf ein paar beistriche...) ![]()
frag mal blackadder, ob er dir damit in seinem feuilleton asyl gewährt.
:beatnik:
ZitatOriginal von observator
supergeschichte (bis auf ein paar beistriche...)
frag mal blackadder, ob er dir damit in seinem feuilleton asyl gewährt.
:beatnik:
Da muss Padre nicht fragen, er darf immer ![]()
Ich setz noch einen drauf! Wenn er aus Zeitgründen die Geschichte nicht selbst schreiben kann, würde ich mich dran versuchen :lips:
Hallo ihr Lieben,
ich wollte nicht gleich alle Grausamkeiten hier darstellen. Es fehlt auch noch ein guter Schluss, und ich muss die Geschichte, was die fachliche Seite anbelangt, noch von einem Fachmann überprüfen lassen.
Es wäre schlimm, wenn die Geschichte fachliche Mängel aufwiese.
Ich danke aber recht herzlich für das Angebot.
:lips: :lips: :lips:
Padre
Hallo ,
habe etwas gefunden, was ich so noch nie gehört und gesehen habe.
Diese Sängerin Vivica Genaux, singt Farinelli Arien, kaum zu glauben.
Ich hoffe, man kann das Hörbeispiel sehen und hören.
ZitatOriginal von Padre
ich muss die Geschichte, was die fachliche Seite anbelangt, noch von einem Fachmann überprüfen lassen.
Es wäre schlimm, wenn die Geschichte fachliche Mängel aufwiese.
du meinst einen experten wie eben blacky.
Ich glaube, mein link geht nicht. Wer es als video sehen möchte, hier ein link aus meinem Forum:
http://www.iphpbb.com/board/vi…x20211&p=16172&sid=#16172
ich hoffe hiermit gegen keine Regel verstoßen zu haben.
Natürlich,
wollte das Wort Experte vermeiden, weil es ja hier schon für einige Irritationen gesorgt hat. Vielleicht sollte man zu den Sternen, zusätztlich ein " E" für Experte, natürlich mit Zustimmung des Hohen Rates setzen dürfen?
Gruß
Padre
ZitatOriginal von Felipe II.
[...] ich hörte über Händel schön des öfteren derartiges. Er soll sogar einer Sängerin gedroht haben, sie aus dem Fenster zu werfen (kann mich jetzt täuschen, bitte die Händel-Experten zu Wort!).
Das hab ich auch schon gehört - aber in dem Fall soll sie dauernd rumgezickt haben, bis es ihm zu bunt wurde; so jedenfalls die gehörte Darstellung (es war das Händel-kennenlern-Hörspiel der DGG)
ZitatOriginal von Padre
Was soll soll aus einem Kastraten werden die nicht mehr singen kann und der auch nicht zum Mann taugt und keine Familie gründen kann, geht es ihn durch den Kopf.
Vielleicht wäre Selbstmord das Beste.......
Padre mio,
was soll denn das? ![]()
Dann müsste sich ja einer nach einer Hodenkrebs-OP oder mit Zeugungsschwacherei auch die Kugel geben, wenn es nicht zum Pop-Star reicht... :wacky:
:beatnik:
Stefan
Zitat
Danke Joschi!
Leider steht da auch nicht genaueres, dafür hab ich folgendes gefunden:
ZitatOriginal von DonBasilio
Händel, der um den guten Ruf Senesinos wusste, musste einen neuen Super-Kastraten engagieren und dieser war. FARINELLI!
Dieser war eine Sensation in London und Senesino, der dauernd Allüren an den Tag legte, gegen die die meisten Operndiven von heute pflegeleicht wären, konnte sich nie richtig gegen Farinelli durchsetzen.
War Farinelli doch bei Händel engagiert? ![]()
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Stefan
PS:
Zitat
Die CD kann man getrost kaufen. ![]()
Lieber Stefan,
danke, dann werde ich mir diese CD kaufen, auf deinen kompetenten Rat hin. Ich finde diese Sängerin einfach Klasse.
Liebe Grüsse ![]()
Hallo Barezzi!
Farinelli sang im Theater, wo Händel die Leitung inne hatte, aber er sang nichts von Händel.
Hm... dann hab ich das im Caffarelli oder im Berenstadt-Thread aus der "Stimmen, die wir niemals hören werden"-Serie erwähnt. Ich weiß, dass ich mich da näher geäußert habe!
Sorry, für den falschen Link!
LG joschi
Farinelli sang nichts von Händel, Senesino, mittlerweile abgeworben vom Adel, aber sang mit Farinelli im Artaserse von Hasse und Broschi. Angeblich sang Farinelli so schön, dass Senesino, seinen Bühnencharakter vergessend, Farinelli umarmte und aus dem Publikum der Ruf erschall: "Ein Gott, ein Farinelli!".
Hasse selbst weigerte sich für die Adelsoper nach England zu kommen, als er hörte, dass Händel noch am Leben war :wacky:
ZitatOriginal von Violoncellchen
Die eine (künstliche) Stimme!
Also ich höre da keine Brüche. Zumindest nicht mehr als bei einer natürlichen Stimme, wo solche unterschiedlichen Klangfarben je nach Tonhöhe ebenfalls auftreten.
Violoncellchen
Da ich ebenfalls glücklicher Besitzer des Soundtracks bin, hier kurz eine dem Booklet entnommene (leider nur in Englisch vorliegende) Beschreibung der Technik, die beim Erzeugen der Stimme verwendet wurde:
"Reinventing" a castrato's voice is a technical difficulty which has just been surmonted by TRAVELLLING- AUVIDIS with the help of RICAM (the Institut de Recherches et Coordination Acoustique in Paris). As no one today possesses the vocal range of castrati - as much as three and a half octaves - , it was decided to call upon two singers, one a countertenor (Derek Lee Ragin), the other a soprano (Ewa Mallas Godlewska), working from the assumption that the former would sing the lowest passages, the latter the highest.
During the high-precision editing, the voices of the two singers were relayed, from the low notes to the highest, in order to cover the tessitura and also to demonstrate the castrato's virtuosity. The resulting tape thus includes nearly 3.000 editing points. It was then necessary to "homogenise" the two singrs' timbres in order to give FARINELLI his own voice, both new and, at the same time, respectful of the original voices. The vocal "print" of each performer has thus, in a sense, been "photographed", the constituent frequencies of each one being identified and analysed vowel. This "fusion of timbres" by digital sount treatment has created a totally new voice surpassing the possibilities of currant human performance while avoiding the trap ot the synthesised voice.
Gruß
Rosenkavalier
Liebe musika,
aber bitte dann Deine Eindrücke schildern!
(da bist Du definitiv kompetenter
)
@ Joschi:
In Deinem Link stand die Anekdote von der Diva, die fast aus dem Fenster flog; da ich die bereits kannte (sie soll ja auch recht anstrengend gewesen sein) hoffte ich, weitere Informationen über rüpelhafte Verhaltensweisen zu finden... ![]()
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Stefan
ZitatOriginal von Barezzi
... stand die Anekdote von der Diva, die fast aus dem Fenster flog; da ich die bereits kannte (sie soll ja auch recht anstrengend gewesen sein) hoffte ich, weitere Informationen über rüpelhafte Verhaltensweisen zu finden...
Nicht unbedingt rüpelhaft aber doch trockenen Humor bewies Händel bei den Proben zum Flavio. Händel begleitete eine Arie des Ugone, gesungen von einem Schotten, so "aktiv", dass dieser drohte, Händel ins Cembalo zu springen, wenn er so weitermache. Händel daraufhin trocken, jener möge Bescheid geben, wenn er dies beabsichtige, damit er es ankündigen kann, denn es würden sicher mehr kommen, ihn springen denn singen zu sehen ![]()
Ich muß da jetzt irgendwie bei dem Schotten im Cembalo an Eierschneider denken... :wacky:
womit wir wieder beim thema wären...
Ihr Lieben, und besonders lieber Spender Ulli,
da es heir gestern mal wieder in Strömen regnete und ich Berge von Bügelwäsche hatte,habe ich mir neben dem" Land des Lächelns" auch den Farinelli-Film endlich angesehen;
Mein Eindruck ist eher ambivalent.
Ich finde den Film weder grausam(es wird ja ncihts gezeigt, nur imaginär angedeutet) noch zu sexlastig. Zumal die Liebesszenen, die man sieht, schön und nie vulgär oder pornographisch sind.
Die sehr starke Reduzierung auf den Konflikt zwischen den beiden Brüdern Broschi und dem Konflikt zwischen Farinelli und Händel fand ich hsehr plakativ. Dramaturgisch hat das natürlcih dieselbe Wirkung wie im Amadeus-Film die Fokussierung auf Mozart-Salieri. ![]()
Mir war die Person Farinelli für eine solche Interpretation aber zu unscharf gezeichnet-der psychologische Hauptfokus lag noch mehr auf dem Bruder Riccardo, schien mir.
Was mir serh gut gefallen hat, war natürlich der Blick auf die Musik und das Theaterleben. Die Stimme, obschon ich weiss, dass sie aus der Mix-Retorte kam, übte Faszination aus. Die Händel-Arien fand ich sehr hörenswert interpretiert und seine umwerfende :faint: Wirkung auf der Bühne konnte ich gut nachvollziehen.
Das gleichzeitg angebetet und gedemütigt werden, muss doch automatisch aus diesen Menschen launische Diven gemacht haben.
Einerseits fallen die Damen reihenweise in Ohnmacht und stehen Schlange, liebkost zu werden, andererseits wird man als Kastrat verhöhnt und bei Heiratsanträgen grausam verlacht und "fürs Grobe" muss dann der Bruder geholt werden. Ein ständiges Wechselbad des Selbstwertgefühls muss das gewesen sein. ![]()
Den Konflikt zwischen rein virtuosem Singen und musikalsicher Emotion kann ich serh gut nachempfinden. Das ist auch heute noch Thema in den entsprechenden Stimmfächern. Aber diese doch arg plakative und offenbar unhistorische Verkürzung Händel/Farinelli ...... ![]()
Wie ich den Schluss finde, überlege ich noch. es hat schon etwas serh Rührseliges an sich, wenn der Bruder am Ende geläutert in die Schlacht zieht"wie ein Mann" und seinem "entmännlichten"(so sahen es ja die Menschen damals wirklich) Bruder zum Abschied ein Kind , zu dritt in Liebe gezeugt als "Symbol des wahren Menschseins" dalässt. Dass ein Kind zu zeugen als Symbol wahren Menschseins interpretiert wird-nun, das haben wir hier schon ausdiskutiert.
Dass damit ein Akt der Schöpfung vollbracht wird, den die Musik nciht geben kann, ist eine Interpretation, die mir noch weiter viel Nachdenken verursacht
Ich fand den Film nciht genial, aber habe ihn trotzdem mit grossem Interesse und auch Freude angesehen/gehört. Danke Ulli! =)
Zu der Dokumentation kam ich noch nciht, das wird nachgeholt.
Fairy Queen
Hallo @Fairy
Schon wieder zurück aus der Toskana und wenn wie war es??????
LG Micha![]()
Nein, ich war am Rhein. Toskana ist erst Ende August. Vorher nochmal Rhein und Berlin.
Das aber dann besser im Urlaubsthread
![]()
F.Q.
Ok Fairy
Ich möchte in diesem Zusammenhang auf ein interessantes Detail hinweisen.
Carlo Broschi, erhielt seine Gesangausbildung durch den renommierten Lehrer, Nicolo Porpora. Damals war es durchaus üblich ,sich nach seinem Förderer oder Gesanglehrer zu benennen.
Man wählte dazu eine Verkleinerungsform- etwa,uccio,-ello, oder ino die man den Namen anhängte.
Es wäre somit logisch gewesen, wenn Broschi den Namen Porporino gewählt hätte. Dieser Name war aber schon durch Antonio Uberti besetzt . Broschi nannte sich deshalb, wohl aus Dank gegenüber seinen Förderen, den Brüder Farina " Farinelli"
Es grüßt
Padre
ZitatAlles anzeigenOriginal von Padre
Ich möchte in diesem Zusammenhang auf ein interessantes Detail hinweisen.
Carlo Broschi, erhielt seine Gesangausbildung durch den renommierten Lehrer, Nicolo Porpora. Damals war es durchaus üblich ,sich nach seinem Förderer oder Gesanglehrer zu benennen.
Man wählte dazu eine Verkleinerungsform- etwa,uccio,-ello, oder ino die man den Namen anhängte.
Es wäre somit logisch gewesen, wenn Broschi den Namen Porporino gewählt hätte. Dieser Name war aber schon durch Antonio Uberti besetzt . Broschi nannte sich deshalb, wohl aus Dank gegenüber seinen Förderen, den Brüder Farina " Farinelli"
Es grüßt
Padre
Hallo!
Porpora war nicht nur ein ausgezeichneter Lehrer, sondern auch ein genialer Komponist. Hab den Gedeone eh schon vorgestellt!
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Leider bezeichnen ihn viele noch "Nur" als guten Lehrer, obwohl er ein überaus erfolgreicher, aber auch sehr eigenwilliger, aber trotzdem genialer Komponist war!
Porpora wünschte sich den Künstlernamen Porporino eigentlich von Gaetano Majorano, der sich aber dann Caffarelli nannte, nach Signore Caffaro, dem ersten Lehrer Majoranos.
Uberti war niemals so berühmt wie Farinelli und Caffarelli, sondern war eine "regionale" Berühmtheit.
Ab 1741 war er in Dresden engagiert, wo er bis zu seinem Bühnenabschied in den 1760ern blieb.
Wie gesagt er war nur eine regionale Berühmtheit und nicht gerade Porporas "Stolz".
Aber mehr dazu im evtl. entstehenden Porpora-Thread!
LG joschi
ZitatOriginal von Padre
[...] Es wäre somit logisch gewesen, wenn Broschi den Namen Porporino gewählt hätte. Dieser Name war aber schon durch Antonio Uberti besetzt . Broschi nannte sich deshalb, wohl aus Dank gegenüber seinen Förderen, den Brüder Farina " Farinelli"
Das war mir alles bekannt, nur wundert mich seit zwei Wochen folgender Satz aus dem Wikipedia-Artikel:
[zitat]Broschi war ein Neffe des Komponisten und Violinisten Cristiano Farinelli[/zitat]
Demnach gab´s den Namen schon in natürlicher Form in der Familie - oder war der Onkel ebenfalls ein Kastrat, der die gleichen Sponsoren hatte? ![]()
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Stefan
Der Name Farinelli ist nicht ganz unbekannt in der Musikszene (auch ohne den Kastraten)
Giuseppe Farinelli (1769-1836) hta zum Beispiel einige Opern komponiert [Teresa e Claudio [Venedig 1801]]. Es könnte daher sein, dass er sich nach der Familie Farinelli benannt hat.
Aber genaueres weiß ich nicht!
LG joschi
Salünelli,
der Giuseppe studierte zuerst bei Lionelli, dann bei Martinelli und dann bei Fago und Sala [also nicht Fagonelli und Salinelli]. Weiters steht da auch nix im MGG, nur dass er offenbar mit eigentlichem Namen Finco hieß.
Übrigens hat mich die abgebildete erste autographe Seite von G. Farinellis "Fuga a 5 v. Christe eleison c. instr." total fasziniert. Gibts davon eine Aufnahme?
Da steht noch was über einen Onkel - der hieß allerdings real Jean Baptiste Farinelli - allerdings soll die Namensgebung nicht daher rühren, da kein Kontakt bestand.
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Ullinelli
Jetzt is Barezzelli (oder Bavarinelli) aber noch mehr verwirrt... ![]()
geht noch mehr, es gibt noch einen Geiger und Komponisten:
Jean Baptist Farinel (1655-1726)
tätig als Hofkomponist in Hannover - aber ob der etwas mit den Broschis zu tun hat .... ![]()
und ein Farinel taucht am Hof der Stuarts auf, ebenfalls als Komponist...
Alles völlig wichtig , euer Gnaden! Ich hatte nur darauf hingewiesen, wie diese Namen zustandekamen und habe überhaupt keine Bewertung abgegegen. ![]()
Padre
