Regietheater - Konzepttheater - altbackene versus moderne Inszenierung

  • Lieber Crissy,


    sicherlich liegst du auch hier richtig. Zumindest kommt es da an, wo es auch hinsoll. Ich selbst frage mich aber auch, warum der "Sammelplatz....", der eigentlich nur dem Aufzeigen der von uns als absurd und lächerlich empfundenen Inszenierungen und der Stellungnahme aller (selbstverständlich auch der Befürworter dieser Inszenierungen) zu eben dem konkret gezeigten Beispiel dienen sollte, immer noch verschlossen bleibt. Dieser ist leider von einigen , wie viele Themen, ohne konkrete Stellungnahmen zum eigentlichen Thema durch ausschweifende, weit hergezogene wissenschaftliche Analysen und unnötige Zankereien zerredet worden, was aber bei anderen Themen leider ebenso geschieht. Ich frage mich, was man damit bezwecken will, wenn man ihn nun ganz sperrt. Will man das Aufzeigen dieser Entstellungen unseres Kulturerbes verhindern? Will man die Kritik an der Mafia, die alle Werte über den Haufen werfen will, auch hier mit aller Gewalt verhindern?


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Lieber Gerhard,


    ich glaube nur eines kann dem Tamino-Klassik-Forum gewiss nicht vorgeworfen werden, dass die Kritiker des Regietheaters nicht ausführlich genug zu Wort kommen können. Es gibt doch eine ganze Reihe von Threads, die sich dieser Thematik widmen und ich habe noch keinerlei Beschränkungen erkennen können. Vielleicht wäre es ratsam, einige Threads die sich dieser Thematik widmen zusammenzulegen, um eine übersichtliche Ordnung und Struktur in diese nach wie vor für die Oper existenziell wichtige Diskussion zu bringen.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zitat

    operus: Ich glaube nur eines kann dem Tamino-Klassik-Forum gewiss nicht vorgeworfen werden, dass die Kritiker des Regietheaters nicht ausführlich genug zu Wort kommen können.


    Mein lieber Hans!


    Was ich leider mehrmals feststellen konnte, daß uns Regietheater-Gegnern öfter das Wort abgeschnitten (sprich: Antworten gelöscht) wurden, während die Befürworter alle Freiheiten (sprich: Attacken unter die Gürtellinie) genossen. Das kann ich nicht akzeptieren.






    Herzlichst
    Wolfgang

    W.S.

  • Zitat

    Zitat von Operus: Es gibt doch eine ganze Reihe von Threads, die sich dieser Thematik widmen und ich habe noch keinerlei Beschränkungen erkennen können.

    Lieber Hans,


    du hast ja recht. Aber es ging mir lediglich um den "Sammelplatz.....", wo die Möglichkeit bestand, solche entstellenden Beispiele in Wort und Bild (Szene) aufzuzeigen, und der sehr viel Wirkung gezeigt hat. Dass das manchem nicht passt, der keine konkreten Aussagen, warum er meint, dass genau das Beispiel so und nicht anders den Kern trifft, ist sicherlich klar. Deshalb hat man wohl gerade diesen für das weitere Aufzeigen solcher Verunstaltungen nicht mehr dafür zugänglich gemacht. Für mich ist das eine willkürliche Sperrung, denn
    1. sind dort - wie Wolfgang schon sagt - harmlosere Entgegnungen der Gegner solcher Verunstaltungen gestrichen worden, während echte Beleidigungsversuche (die jedoch bei mir abprallen) der Befürworter stehen geblieben sind.
    2. Zankerei entsteht leider auch in den anderen Themen, die sich mit Verunstaltungstheater befassen. Die praktischen Beispiele scheinen den Befürwortern jedoch ein besonderer Dorn im Auge zu sein.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Mein lieber Hans!


    Was ich leider mehrmals feststellen konnte, daß uns Regietheater-Gegnern öfter das Wort abgeschnitten (sprich: Antworten gelöscht) wurden, während die Befürworter alle Freiheiten (sprich: Attacken unter die Gürtellinie) genossen. Das kann ich nicht akzeptieren.


    Herzlichst
    Wolfgang

    Genau das Gegenteil war der Fall. Letztlich ist der Thread geschlossen worden, weil er immer wieder Unfrieden ins Forum gebracht hat (und für die Moderation unnötige Arbeit; der Thread ist mehrfach gereinigt worden). Und wie Hans schon völlig zu Recht feststellte: es gibt hier derart viele Möglichkeiten, sich gegen das sogen. "Regietheater" auszutoben, da dürfte der eine Thread wirklich verschmerzbar sein. Den Vorwurf der Zensur weise ich auch für meine Moderatorenkollegen mit Entschiedenheit zurück!!!
    TP

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Herr Pape!


    Ich habe hier lediglich meine Meinung geäußert. Ich sehe das so und wahrscheinlich einige andere Taminos auch. Es sind von mir Äußerungen, die keineswegs beleidigend waren gelöscht worden, während von der Gegenseite Gift und Galle gespuckt wurde. Aber lassen wir das, ich habe keine Lust mehr, mich weiter dazu zu äußern.






    WS

    W.S.

  • Es spricht für die Brisanz des Themas, für das Temperament und die Leidenschaft der Diskutierenden , dass sich Regietheaterdiskussionen regelmäßig hochschaukeln. Wenn wir jedoch eine Auseinandersetzung mit Ergebnissen haben wollen müssen wir zur Sachdiskussionzurück finden. Das heißt um Gottes Willen nicht, dass der eigene Standpunkt nicht mit Konsequenz, ja Vehemenz vertreten werden sollte. Nur die Gegenargumentaion muss die gegensätzliche Meinung und die Persönlichkeit des Andersdenkenden respektieren. Persönliche Angriffe und Beleidigungen sollten in einem Forum, das Niveau anstrebt nicht auftreten. Wenn wir diesen wertschätzenden Diskussionsstil endlich praktizieren könnten wäre dies der Fortschritt im Forum.
    Den Moderatoren, die eine umfangreiche, wahrlich nicht einfache Arbeit ehrenamtlich für uns leisten, sollten wir danken und ihnen keine vermuteten Motive unterstellen. Aus meiner Sicht handeln sie bei ihrer Moderatorentätigkeit im Sinne der Befriedung des Forums. Sie sind aber auch in der Regel engagierte, aktivierte Mitglieder des Forums. In persönlichen Beiträgen dürfen und sollen sie ihre subjektive Meinung vertreten.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Liebe Tamino-Freunde,


    Seit langem bin ich mit einem der profiliertesten Opernfachleute der letzten Jahrzehnte in ständigem Gedankenaustausch über die Situation der Oper. Gestern bekam ich von ihm wieder bedenkenswerte Aussagen zu unserem unerschöpflichen Thema. Es sind allerdings tiefergehende Gedanken, die Ursachen beleuchten sollen. Ich halte diese jedoch für so interessant, dass ich sie Euch nicht vorenthalten möchte. Da ich keinen Namen nenne, verletze ich keine Vertraulichkeit.


    "Theodor Adorno gibt 1962 mit seiner Aussage über die von ihm empfundene permanente Opernkrise den Anstoß: Sie sei mittlerweile manifest als Krise der Darstellbarkeit von Opern: Und - so Barbara Beyer im Vorwort zum Buch "Warum Oper" von 2005 - spätestens seit 1968 habe man sich auch von der überalteten Ästhetik einer als bürgerliches Kulturgut obsoleten Opernform verabschiedet und das so genannte Regietheater ins Leben gerufen. Dabei ginge es darum, fertige Opernwerke zu dekonstruieren, zu kürzen, neu und anders zu montieren und eine Rezeptionsgeschichte zu inszenieren, die nicht der Partitur und dem Libretto entsprechen muss.
    Das bürgerliche Kulturgut muss also - durch politische Brisanz gründlich erneuert werden. Neue Hörgewohnheiten werden gefordert und sollen geschaffen werden. Zitat: " Aufgabe ist es, die alten Stücke zu verdichten oder zuzuspitzen...man muss dabei bewusst scharf pointieren, um deutlich zu machen, dass immer neue Schocks und ungeahnte Experimente zur weitgehenden Entfremdung und damit gewollten Neuorientierung eines genussorientierten und aufbaubedürftigen Publikums führen werden...wenn man die Oper als exterritoriales Gebiet betrachtet, wo man sich wohlfühlt und das wiedererkennt, was man gewohnt ist, dann würde dies das Ende der Oper bedeuten". Der Regisseur und Opernintendant Puhlmann (Hannover, Stuttgart) will Oper in einer möglichen Vision überwiegend als visuelle Erlebnisform sehen , Sänger sollen nur agieren, der Gesang und die Musik spielen nur noch eine die Darstellung untermalende Rolle. Und die Herausgeberin des oben genannten Buches hat 14 preisgekrönte Regisseure darin zu Wort kommen lassen . Alle sind sich darüber einig, dass es notwendig sei, dem faschistischen Klassenfeind im Auditorium durch Provokation "links und rechts ins Gesicht zu schlagen".
    Wir scheinen machtlos zu sein. Auch die Politiker... wahrscheinlich sogar der Souverän - das Publikum - wenn es aus Angst, einen Trend zu verpassen, "des Kaisers neuen Kleidern" nachläuft. Alle sind machtlos. Quo vadis Oper? "


    Herzlichst
    Operus


    Die Praxis in den Künsten - also auch in der Oper - scheint ein Spiegel unserer Gesellschaft zu sein und weit tiefergehende Gründe zu haben als wir sie hier im Forum oft diskutieren.
    (Wie eingangs dargestellt ist dies lediglich ein Auszug aus einem lang andauernden Gedankenaustausch über das Phänomen Oper in unserer Zeit.)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Alle sind sich darüber einig, dass notwendig sei, dem faschistischen Klassenfeind im Auditorium "links uns rechts ins Gesicht zu schlagen.
    Wir scheinen machtlos zu sein. Auch die Politiker... wahrscheinlich sogar der Souverän das Publikum, wenn es aus Angst einen Trend zu verpassen "des Kaisers neuen Kleidern" nachläuft. Alle sind machtlos. Quo vadis Oper?

    Abwarten, Tee trinken.


    Selbst Mao ist es nicht gelungen, einen neuen Menschen zu erschaffen. Irgendwann läuft sich das tot.

  • Lieber Operus,
    Ich bin nicht ganz so pessimistisch.
    1. Stirbt die Alt-68er Generation, die sich mit dem Regietheater leider eine letzte Spielwiese für ihre absurden Ideen geschaffen hat, glücklichweise schon rein altersbedingt in absehbarer Zeit aus.
    2. Mehren sich positive Anzeichen: Marelli und Herheim sind schon viel gemässigter als verbohrte Ideologen wie Konwitschny oder gar Castorff. Des weiteren sehen wir gerade in Zürich, dass vermehrt eine Abstimmung mit den Füssen vorgenommen sind, indem sich immer mehr zahlendes Publikum solchen Inszenierungen verweigert.
    Und 3. und Letztens haben wir Tamino sei Dank ein Forum dessen Einfluss nicht unbedeutend scheint und es uns (auch wenn wir uns mit Begriff "Faschist" nicht angesprochen fühlen) ermöglicht (um die "Sprache zu wahren"), dem "sozialistisch-kommunistischen Feind" endlich Paroli zu bieten.
    Mit freundlichem Gruss,
    Marcel

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  • Lieber Marcel,


    ich hoffe, dass Deine Prognose zutrifft und ich sehe die Entwicklung auch im Sinne einer Pendel- und Gegenbewegung eher optimistisch. Allerdings darf man nicht unterschätzen, dass meine Tochter - immerhin 44 Jahre alt und fleissige Operngängerin - noch nie die Chance hatte, z. B. wirklich realistisch inszenierte Meistersinger, mit Alt-Nürnberg, Festwiese, Schusterstube usw. zu sehen. Hat man keine Chance zu vergleichen, findet man andere Deutungen eben als normal.
    Hier könnte doch ein anderer Operngeschmack geprägt werden, die Gefahr, die mein Brieffreund befürchtet.


    Herzlichst
    Operus.

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • "Theodor Adorno gibt 1962 mit seiner Aussage über die von ihm empfundene permanente Opernkrise den Anstoß: Sie sei mittlerweile manifest als Krise der Darstellbarkeit von Opern: Und - so Barbara Beyer im Vorwort zum Buch "Warum Oper" von 2005 - spätestens seit 1968 habe man sich auch von der überalteten Ästhetik einer als bürgerliches Kulturgut obsoleten Opernform verabschiedet und das so genannte Regietheater ins Leben gerufen. Dabei ginge es darum, fertige Opernwerke zu dekonstruieren, zu kürzen, neu und anders zu montieren und eine Rezeptionsgeschichte zu inszenieren, die nicht der Partitur und dem Libretto entsprechen muss.
    Das bürgerliche Kulturgut muss also - durch politische Brisanz gründlich erneuert werden. Neue Hörgewohnheiten werden gefordert und sollen geschaffen werden. Zitat: " Aufgabe ist es, die alten Stücke zu verdichten oder zuzuspitzen...man muss dabei bewusst scharf pointieren, um deutlich zu machen, dass immer neue Schocks und ungeahnte Experimente zur weitgehenden Entfremdung und damit gewollten Neuorientierung eines genussorientierten und aufbaubedürftigen Publikums führen werden...wenn man die Oper als exterritoriales Gebiet betrachtet, wo man sich wohlfühlt und das wiedererkennt, was man gewohnt ist, dann würde dies das Ende der Oper bedeuten". Der Regisseur und Opernintendant Puhlmann (Hannover, Stuttgart) will Oper in einer möglichen Vision überwiegend als visuelle Erlebnisform sehen , Sänger sollen nur agieren, der Gesang und die Musik spielen nur noch eine die Darstellung untermalende Rolle. Und die Herausgeberin des oben genannten Buches hat 14 preisgekrönte Regisseure darin zu Wort kommen lassen . Alle sind sich darüber einig, dass es notwendig sei, dem faschistischen Klassenfeind im Auditorium durch Provokation "links und rechts ins Gesicht zu schlagen".
    Wir scheinen machtlos zu sein. Auch die Politiker... wahrscheinlich sogar der Souverän - das Publikum - wenn es aus Angst, einen Trend zu verpassen, "des Kaisers neuen Kleidern" nachläuft. Alle sind machtlos. Quo vadis Oper? "


    Und da behaupte noch einer, es gäbe keine Regietheatermafia!!


    Viele Grüße


    Mme. Cortese

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • dem "sozialistisch-kommunistischen Feind" endlich Paroli zu bieten.

    Ich finde deine permanente Verquickung zwischen Kulturpolitik (Stichwort: Regietheater) und Politik generell hochproblematisch, aber dieses Mal übertriffst du dich wirklich noch selbst.


    Für mich ist Regietheater elitär und damit alles andere als "links". Es wird nur noch für wenige Berufsoperngänger und das Feuilleton inszeniert und dabei billigend in Kauf genommen, dass ein Großteil des Publikums die jeweilige Inszenierung nicht versteht und ratlos zurückbleibt. Das hat doch nicht mit "links" zu tun! "Links" bedeutet für mich Partizipation, Oper für alle, und damit auch Inszenierungen, die jeder versteht.


    Joachim Herz über Felsenstein: "Felsensteins Maßstab war Lieschen Müller. Was Lieschen Müller nicht auf Anhieb verstand, das kam nicht auf seine Bühne."


    DAS ist links!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Alle sind sich darüber einig, dass es notwendig sei, dem faschistischen Klassenfeind im Auditorium durch Provokation "links und rechts ins Gesicht zu schlagen".

    @ Stimmenliebhaber: Darf ich Dir nochmals das obige Zitat von operus ins Gedächtnis rufen.
    Natürlich hast Du damit recht, dass hier ein Widerspruch vorliegt und dass eigentlich "linkes" Theater allgemein verständlich sein sollte.
    Nur wird von dieser Gilde von Regisseuren, in Nachfolge von Brecht, hier die Oper immer noch als Mittel des Klassenkampfes missbraucht.

  • Nur wird von dieser Gilde von Regisseuren, in Nachfolge von Brecht, hier die Oper immer noch als Mittel des Klassenkampfes missbraucht.

    Nun habe ich nicht wirklich etwas gegen Klassenkampf. Aber das Denken von Brecht et altri. zielte wohl eher auf eine Verbreiterung der Volksbildung (dass das Volk das nicht immer verstanden hat steht auf einem anderen Blatt). Aber seien Sie unbesorgt, ich bin angesichts des TV-Angebotes ganz zuversichtlich, dass die Volksbildungserfolge, die gerade in der Nachkriegsgeneration erreicht wurden, systematisch wieder zurückgefahren werden. Mit Lanz, Jauch und Plasberg ist die Verdummungsmaschinerie auch im öffentlich-rechtlichen auf vollen Touren.


    Ich gebe Ihnen aber jenseits aller Ironie in einem Punkte völlig recht: dass nämlich ein überfälliger Generationswechse bei den Regisseuren aussteht, dass diese Generation überdies in Bezug auf ihre Ansichten ziemlich starrsinnig und selbstgerecht ist. Nicht, dass das auf der Gegenseite nicht auch gefunden werden kann, aber ich sehe sie auch bei den seinerzeit Aktiven der 68er. Vielleicht sollte noch ergänzt werden, dass die Regisseure ein Gegenüber in den Stadtverwaltungen haben. Hier scheinen sie ja auch auf einige Zustimmung zu stoßen (ohne dass ich jetzt hinterfragen möchte, warum das so ist). Lediglich kapitalstarkes Sponsoring scheint die Möglichkeit eines Zugriffs auf fertige Inszenierungen zu haben: Wenn ich mich richtig erinnere hat es Mercedes Benz geschafft, die Bieito-Inszenierung der "Entführung" in Berlin abzusetzen (muss 2006 gewesen sein). Die drastischen Bilder hatten ein Medienecho nach sich gezogen, das Mercedes als imageschädigend empfand und seine Förderzusage zurückzog. Ich finde das im Grundsatz überhaupt nicht gut; zuweilen scheint so was allerdings die einzige Möglichkeit zu sein, mit einem Künstler das Werk zu diskutieren.


    Ich frage mich allerdings, was soll nach dieser Generation von Regisseuren kommen? Operus vermutet, dass ein Pendel zurückschlagen könnte. Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Inszenierungen in dem Sinne entstehen, wie Gerd oder Sie sie wünschen. Ich bin schon davon überzeugt, dass ein Opernlibretto inhaltlich durchdrungen und verstanden werden muss, um eine gute Inszenierung entstehen zu lassen. Das ist mehr als einfaches Handwerk. In einem gesellschaftlichen Umfeld, das immer geistesfeindlicher wird, in dem fast schon als überheblich gilt, weil man sich weigert, Harry Potter zu lesen und stattdessen Goethe, Fontane oder Bergengruen bevorzugt halte ich es im Sinne eines offenbar vorhandenen Bedürfnisses nach Trash und Kitsch nicht für unwahrscheinlich, dass irgendwer mal auf die Idee verfällt, Jeff Koons eine Oper inzenieren zu lassen. Ob einem da Konwitschny nicht doch lieber sein wird?


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Wenn ich mich richtig erinnere hat es Mercedes Benz geschafft, die Bieito-Inszenierung der "Entführung" in Berlin abzusetzen (muss 2006 gewesen sein). Die drastischen Bilder hatten ein Medienecho nach sich gezogen, das Mercedes als imageschädigend empfand und seine Förderzusage zurückzog. Ich finde das im Grundsatz überhaupt nicht gut; zuweilen scheint so was allerdings die einzige Möglichkeit zu sein, mit einem Künstler das Werk zu diskutieren.


    Wo siehst Du da eine Möglichkeit für "Diskussion". lieber Thomas? Sowas nennt man in anderen Bereichen einfach Korruption. Ernste Kunst, die Kompromisse macht wegen kommerzieller Interessen, führt sich selber ad absurdum. Wenn ich Regissuer wäre, würde ich so etwas aus Prinzip ablehnen. Diskutiert werden kann und soll eine Inszenierung mit den Beteiligten der Aufführung und mit niemandem anderen sonst. Wenn die Oper nur noch eine Werbeveranstaltung für einen Autokonzern ist, dann Prost Mahlzeit! Viielleicht kommt dann später Vorschlag, doch besser gleich einen Mercedes auf die Bühne zu fahren oder wenigsten wie im Fußball für Trikotwerbung - also Parsifal mit Mercedes-Stern auf der Brust, das wäre doch mal was! ;)


    Schöne Grüße
    Holger

  • Nun, lieber Holger, Mercedes hat in die Inszenierung nicht eingegriffen. Wir müssen uns ja auch in unserer akademischen Landschaft darauf einstellen, dass Sponsoring den Betrieb in Teilen finanziell sichern wird. Inhaltlich ist das dann eine Frage der Integrität der Wissenschaftler. Aber zurück zum Theater: Als Ender der 1990er der Begriff des Sponsoring in Deutschland diskutiert wurde (Holland mit seinem "Tilburger-Modell" war da schon viel weiter") gab es ja auch den Witz, dass Whikas eine Aufführung des Tschaikowsky-Ballettes "Schwanensee" fördern wolle, allerding das Theater ersuchte, das Stück in "Katzensee" umzutaufen, eine klassische deutsche Abwehrhaltung.


    Was in Berlin passiert ist sehe ich übrigens nicht als Korruption an: der Sponsor war mit dem -zuvor offenbar unbekannten- Ergebnis der Arbeit von Bieito derart entgeistert, dass die ihre Förderzusage zurückgezogen haben. Im Nachhinein muss man sich allerdings fragen, ob das Ding damals niemand vorher gesehen, niemand einen Entwurf oder ein Konzept in der Hand gehabt hat.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Wir müssen uns ja auch in unserer akademischen Landschaft darauf einstellen, dass Sponsoring den Betrieb in Teilen finanziell sichern wird.


    Das ist ja schon längst Realität, lieber Thomas. Das führt aber leider auch dazu (ich habe einen solchen konkreten Fall erlebt), daß man ein naturwissenschaftliches Institut, das Grundlagenforschung betreibt, dicht macht und statt dessen in Gentechnik investiert, weil die aktuell Geld bringt. Über ein Jahrhundert wertvoller Forschungsarbeit ist dann einfach futsch.


    Schöne Grüße
    Holger

  • Das führt aber leider auch dazu (ich habe einen solchen konkreten Fall erlebt), daß man ein naturwissenschaftliches Institut, das Grundlagenforschung betreibt, dicht macht und statt dessen in Gentechnik investiert, weil die aktuell Geld bringt.

    Lieber Holger, ich kenne diesen Fall zwar nicht, möchte aber daraufhinweisen, dass die Gentechnik als eine grundlegende Technik heute in der biologischen und biomedizinischen Grundlagenforschung unabdingbar geworden ist, d.h. eine Grundlagenforschung ohne gentechnische Verfahren gibt es praktisch nicht mehr.


    Etwas anderes ist natürlich die Ausbringung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere in die Umwelt. Das sollte man vom oben genannten trennen und das darf man durchaus kritisch sehen.

  • Lieber Holger, ich kenne diesen Fall zwar nicht, möchte aber daraufhinweisen, dass die Gentechnik als eine grundlegende Technik heute in der biologischen und biomedizinischen Grundlagenforschung unabdingbar geworden ist, d.h. eine Grundlagenforschung ohne gentechnische Verfahren gibt es praktisch nicht mehr.


    Etwas anderes ist natürlich die Ausbringung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere in die Umwelt. Das sollte man vom oben genannten trennen und das darf man durchaus kritisch sehen.


    Der Fall, den ich im Blick habe, war folgender. lieber Lutgra: Es geht um humanbiologische Forschungen, die u.a. Dinosaurierknochen klassifiziert und analysiert. Das Institut wurde mal vom deutschen Kaiserreich gegründet mit Geldmitteln aus den Reparationszahlungen der Franzosen von 1870/71 - eine sehr langfristige Investition. Für Mediziner z.B. sind solche Forschungen sehr wohl interessant. Das interessierte die Hochschulleitung aber nicht. Solche Forschung bringt eben kein schnelles Geld. Bei der Gentechnik ist das Problem die fehlende Transparenz und fragwürdige Zielsetzung der Forschung. Es ist Fakt, dass die Chemiekonzerne hauptsächlich Gentechnik finanzieren. Warum? Um ihre Pestizide noch besser zu verkaufen. Man verändert Pflanzen gentechnisch so, daß sie eben auch bei Tonnen von Gift, was man auf sie spritzt, nicht krepieren. Gerade hier wünschte man sich mehr Unabhängigkeit der Universitäten.


    Schöne Grüße
    Holger

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  • Wir sind uns, lieber Holger, in der Sache durchaus einig. Ich war auf das Beispiel ausgewichen um deutlich zu machen, dass ich in dem Berliner Vorgang nicht notwendig Korruption sehe.


    Die tamino-Diskussion hat das Thema der Finanzierug oder auch Subventionierung von Bühnen schon wiederholt angesprochen. Dies in dem tenor, dass Bühnen, die sich fremd oder durch Einnahmen aus Kartenverkauf und Merchandising finanzieren müssten, tendenziell eher konventionell inszenieren, während das sogen. Regietheater eine Ergbnis der Subventionspolitik sei.


    Grundsätzlich kann ich an der Subvention von Kulturgütern nichts Schlechtes erkennen. Der Erhalt von Kunst und Kultur ist nach ihrer Säkularisierung im 19. Jh. eine öffentliche Aufgabe geworden, deren Verwaltung freilich Bildung erfordert. Es ist kein Verwaltungsakt. Genau hier muss angesetzt werden: der klassische Verwaltungsangestellte kann im kameralen deutschen System nach Beförderungserwägungen von behörde zu Behörde verschoben werden, ohne daß eine notwendige Sachqualifikation vorliegen muss. Da macht man im Kulturbereichen leidvolle Erfahrungen, sei es bei den Museen, sei es bei den Bühnen (oder, ganz erbärmlich, Stadtplanung). Es sind gar nicht so sehr die Regisseure, die gegen das Publikum arbeiten, es sind die Stadtbeamten, die sich damit schmücken, einen Regisseur x oder einen Intendanten y nach z geholt zu haben. Und da, wo Fachkenntnis fehlt wird Namedropping zur Pflicht. Genau hier also, wo eine Diskussion stattfinden müsste oder könnte, genau hier scheint das nicht der Fall zu sein. Ein Vorgang, den nicht nur ich als Bevormundung empfinde.


    Was nichts daran ändert, dass Werke und Inszenierungen diskutiert werden müssen.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ach - Ihr Lieben,
    Ihr seid selten begnadete Assoziiationskünstler. Ich stelle mit Herzblut einen tiefergehenden Beitrag von einer in der Opernszene ganz bedeutenden Größe als Anregung zum Nachdenken und zur tiefergehenden Diskussion über die Situation der Oper ein - ( Ihr würdet - wie ich - stramm stehen, wenn Ihr wüßtet, wer der Verfasser ist ) und Ihr landet bei Dinosaurauriorknochen. Für solche grandios weite Denkschleifen bin ich zu engstirnig . Wäre es möglich, dass wir zum Kernthema Operninszenierungen zurückkehren? Oder sagt mir einfach: Opa, um unsere geistigen Höheflüge zu verstehen bist zu alt. Ich trage dies dann mit dem Gleichmut des bereits zitierten Dinos und bewundere die Genialität der Jugend.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Für mich ist Regietheater elitär und damit alles andere als "links".


    Und die Inquisition war nicht gerade ein Aushängeschild für christliche Nächstenliebe.
    Wir müssen eben unterscheiden zwischen der Botschaft und dem, was deren Hüter daraus machen.


    Ob es einem passt oder nicht, Regietheater ist häufig als Erziehung zum Umdenken gedacht und zwar zum Umdenken weg von der bürgerlichen Behäbigkeit.
    Damit ist es per Definition eben links.


    Da spielt es auch keine Rolle, dass der Kreis der Enthusiasten klein bleibt. Elitär wird es damit noch lange nicht. Vielleich sollten wir auch "elitär" und "links" nicht in Verbindung bringen, denn gerade linke Regierungen waren auf vielen Gebieten ausnehmend elitär. Man denke nur an die Sportförderung in der DDR, wo der staatliche Ehrgeiz selbst die Gesundheit und das Leben der aktiven Sportler in Gefahr brachte.
    Und wenn "links" dazu noch soviel wie Allgemeinwohl bedeutet, dann fragt man sich, wieso man die Beglückten mittels Mauern und Stacheldraht daran hindern musste, die Gefilde der Seligen zu verlassen.


    Das ist der Punkt. Unsere Kriterien sind nicht die gleichen, wie die der Erleuchteten. Was denen links ist, ist uns geistig Bescheidenen möglicherweise rechts.
    Und was M. Joho Widerspruch nennt, ist nur die Folge unserer cerebralen Insuffizienz.


    Wir sind eben nicht in der Lage, zu begreifen, warum die Werke großer Meister so viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte so missverstanden werden konnten.

  • Zitat

    Zitat von Hami: Wir sind eben nicht in der Lage, zu begreifen, warum die Werke großer Meister so viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte so missverstanden werden konnten.

    Also müssen wir jetzt wohl froh sein, dass endlich die "Erleuchteten" kommen, die uns zeigen, wo's langgeht und uns weismachen, dass - wie ich es an anderer Stelle mit einem Gleichnis gesagt habe - ein Hund eben nicht ein Hund, sondern ein Pferd ist und - wie bei zuletzt bei Lohengrin in Düsseldorf geschehen (ich muss ihn immer wieder heranziehen, der - ähnlich wie auch Rigoletto und andere - schon vielfach verhunzt worden ist), ein Schwanenritter kein Schwanenritter, sondern ein Banksanierer ist. Aber was soll man denn jetzt glauben, wenn jeder ihn jeder nach seiner Willkür anders benennt: Banksanierer = Rattenfänger = Klassenlehrer = Baumeister = Epileptiker usw., wozu der Gesangstext ja so grotesk im Widerspruch steht.
    Ist das Erleuchtung?? :hahahaha: :hahahaha:


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Wenn ich mich richtig erinnere hat es Mercedes Benz geschafft, die Bieito-Inszenierung der "Entführung" in Berlin abzusetzen (muss 2006 gewesen sein). Die drastischen Bilder hatten ein Medienecho nach sich gezogen, das Mercedes als imageschädigend empfand und seine Förderzusage zurückzog.


    Lieber Thomas,


    bist Du Dir sicher, daß diese Geschichte stimmt? Meinen Recherchen zufolge ist die Inszenierung nie abgesetzt worden, noch heute im Repertoire, und auch der Zuschuss von Mercedes, der gar nicht für die Inszenierung bestimmt war, wurde tatsächlich wie vorgesehen gezahlt.


    Um nochmals auf den historischen Beitrag zurückzukommen:


    1968 ist inzwischen auch schon mehr als ein halbes Jahrundert (65 Jahre!) her - nach so langer Zeit ist die idealistische Vorstellung von damals, daß die Kunst die Gesellschaft von Grund auf verändern und aus den Angeln heben kann, glaube ich längst begraben. Das sind für mich jedenfalls alles bei den Haaren herbeigezogene Konstrukte. Adornos Diagnose war ja, daß das Publikum vor allem eine "schöne Oper" sehen will aus purer Nostalgie, sie also keinerlei gesellschaftliche Realität mehr spiegelt. Und weil der Opernbesucher im Grunde weiß, daß das alles weltfremde, pure Illusion ist, verteidigt er diesen Rest an tröstendem schönem Schein bis aufs Messer - wie das bei höchst lebensdienlichen Lebenslügen eben so ist. Es wäre nun ein gewaltiger Kurzschluß zu meinen, ein solches Bedürfnis nach schönen Operninszenierungen sei "historisch". Nein, Mozarts Zauberflöte oder Schillers Don Carlos hatten sehr wohl eine gesellschaftliche Realität und das Publikum durchaus gar kein nur nostalgisches Interesse am Theater, sondern ein aufgeklärtes und emanzipatorisches. Von daher kann man eben mit guten Gründen das sogenannte "Regietheater" historisch auch ganz anders bewerten, als es die RT-Gegner tun: Es geht darum, der Oper ihre gesellschaftliche, emanzipatorische Dimension wieder zurückzugeben, die sie in ihrer Entstehungszeit mal hatte. :hello:


    Schöne Grüße
    Holger

  • Zitat

    Operus: Wäre es möglich, dass wir zum Kernthema Operninszenierungen zurückkehren? rus: Wäre es möglich, dass wir zum Kernthema Operninszenierungen zurückkehren?


    Mein lieber Hans!


    Hier sprichst du für mich!

    W.S.

  • Es ist Fakt, dass die Chemiekonzerne hauptsächlich Gentechnik finanzieren. Warum? Um ihre Pestizide noch besser zu verkaufen. Man verändert Pflanzen gentechnisch so, daß sie eben auch bei Tonnen von Gift, was man auf sie spritzt, nicht krepieren.

    Das verurteile ich genauso wie Du. ;(

  • Auch ich erinnere daran, dass es hier um verunstaltete Inszenierungen und nicht um Chemiekonzerne und Gentechnik geht.Es ist doch immer dasselbe: Konkrte Themen werden mit weit hergeholten, in keinem Zusammenhang damit stehenden Erörterungen zerredet. Was hat das nun alles damit zu tun. Über diese Dinge kann man woanders hin- und herdiskutieren, aber hier geht es wirklich am Thema vorbei. Es gibt immer wieder Leute, die es nicht schaffen, beim Thema zu bleiben.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Regietheater ist die Menge der Inszenierungen von Leuten, die nicht Regie führen können. (Zitat Prof. Christian Lehmann)

  • Wenn ich mich richtig erinnere hat es Mercedes Benz geschafft, die Bieito-Inszenierung der "Entführung" in Berlin abzusetzen (muss 2006 gewesen sein). Die drastischen Bilder hatten ein Medienecho nach sich gezogen, das Mercedes als imageschädigend empfand und seine Förderzusage zurückzog.

    Die Inszenierung hatte bereits 2004 Premiere.

    bist Du Dir sicher, daß diese Geschichte stimmt? Meinen Recherchen zufolge ist die Inszenierung nie abgesetzt worden, noch heute im Repertoire

    Richtig, die Inszenierung wurde nie abgesetzt, sondern steht noch immer im Repertoire.


    Wäre es möglich, dass wir zum Kernthema Operninszenierungen zurückkehren?

    Dafür wäre ich SEHR dankbar! Ich habe viel Verständnis dafür, dass hier die Auswüchse des "Regietheaters" kritisiert werden, aber wenn es gar nicht um die Oper geht, sondern der Kampf gegen das Regietheater ein Kampf der Rechten gegen einen äußerst nebulösen Begriff von "links" ist (ein Sammelbegriff für alles, was man nicht mag), dann wird mir echt übel!!!


    Leider scheint der kalte Krieg auch noch 25 Jahre nach dem Mauerfall gerade in Regionen, die etwas abseits "vom Schuss" liegen (Bayern, Schweiz) immer noch tiefe Spuren hinterlassen zu haben...


    Diskutiert über Opern, aber lasst diesen Politik-Unfug! Alfred hat mir versichert, dass dies kein politisches Forum ist, sondern dass es hier ausschließlich um Kunst geht. Ich bitte sehr, doch darauf zu achten, dass dies auch so bleibt!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Zitat

    Es gibt immer wieder Leute, die es nicht schaffen, beim Thema zu bleiben.


    Mein lieber Gerhard!


    In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf die Ausführungen von Herrn Pape (125) hinweisen.





    Gruß Wolfgang

    W.S.

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