Mahler 2010 - Die Sinfonien - Emil Tabakov

  • Ich möchte heute gern mal eine kleine Lanze für den
    Gustav-Mahler-Zyklus von Emil Tabakov brechen. Diese Aufnahmen stehen ja weit
    im Schatten der großen Namen und finden kaum recht Beachtung. Da die Münchner
    Stadtbibliothek überaus gut sortiert ist, konnte ich mich in den vergangenen
    Tagen/ Wochen ohne finanzielle Abenteuer bisserl in diese Aufnahmen einhören.
    Und siehe da, da ist doch einiges, was höchst hörenswert ist…


    Eingespielt wurde dieser Zyklus mit dem Sofia Philharmonic
    Orchestra in den 90ern von Capriccio. Die 15 CD-Box aller Sinfonien für ca 38
    Euro erhältlich, die Downloads der einzelnen Sinfonien für je 10 Euro. Allen
    Aufnahmen ist gemein, dass das Klangbild nicht ganz die Brillanz der bekannten großen
    Aufnahmen hat und die Bläser meist erst bei höheren Lautstärken so richtig zu
    funkeln beginnen. Aber es gibt sehr wenige Aufnahmen, wo die Pauken so stimmig
    ins Klangbild eingebettet sind wie bei diesen Produktionen. Was sind nun die
    herausragenden Momente dieses Zyklus? Ich versuche eine kleine (persönliche)
    Zusammenfassung:


    S1: Verblüffend leiser Beginn; wirklich aus dem Nichts
    heraus, was der Dynamik des Werkes so gut tut. Die Bläser des Fernorchesters
    klingen auch hier leider wie Vuvuzelas – scheint eine Eigenart von Orchestern
    aus dem Osten zu sein (bei Roegners Aufnahme der 3. ist das auch extrem zu
    hören). Der zweite Satz punktet mit überaschenden Temporückungen und wunderbar
    wienerischer Klangpracht. Ein echte Bereicherung der dritte Satz: je nach persönlicher
    Gemütslage wähne mich 11 Minuten an einem Lagerfeuer mit Hirtengesang in der Steppe,
    oder, wenn der eigene
    Biorhythmus gerade etwas anderes vorgibt, auf einem Ball, das ganze vorgetragen
    von einem „Salonorchester“. Beides mag nun von Mahler so nicht gemeint sein –
    unglaublich spannend ists allemal und m. E. einer der besten 3. Sätze des
    gesamten Kataloges. Das „stürmisch bewegt“ kommt unglaublich kraftvoll und sehr
    rhythmisch daher – die sehr zart und lyrisch vorgetragenen leisen Passagen
    bilden einen zauberhaften Kontrast dazu. Tabakovs Rhythmusgefühl im
    Finalschluss ist phänomenal; so pointiert hab ich das noch nicht gehört.
    Erinnert bisserl an den Schluss von Beethovens Fünfter.


    S2: Im ersten Moment
    dachte ich, ich hätte Klemperers Philharmonia Aufnahme erwischt, aber dann
    merkte ich doch den Unterscheid durch sehr matte hohe Streicher, dafür aber
    tolle Kontrabässe. Der zweite Satz kommt herrlich „unbeteiligt“ daher (Mahler
    hat ja glaub ich als Anweisung gegeben, das Orchester „sehr zurückzunehmen“) –
    Tabakov setzt dies genial um. Auch der dritte Satz wird sehr zurückhaltende
    gespielt, was den Dynamikrelationen des Werkes gut tut und dem Finale seinen
    Raum und die entsprechende Wucht lässt. Das Urlicht ist zauberhaft gespielt,
    aber sängerisch gibt’s schon Defizite; mangelndes Sprachverständnis auch Klangfarbe
    der Stimme passen nicht so recht. Das Finale beginnt auch eher „leise“ und
    steigert sich dynamisch absolut stimmig. Auch der Gesang und vor allem der Chor
    finden sich hier hervorragend ins Geschehen ein.


    S3: Der Beginn der Dritten enttäuscht erst mal mit einem in
    den mittleren und unteren Lagen eher matten und geglätteten Klangbild. Die
    fabelhaften Holzbläser machen das aber schnell wieder wett. Die
    Posthorn-Passage wird leider „nur“ auf einem Flügelhorn gespielt und – nochmal
    leider – auch nicht als Fernorchester vorgetragen (das nimmt den Passagen schon
    ganz erheblich ihren Charme); dafür ist es aber vom Vortrag her eine der
    schönsten Passagen überhaupt. Absolut überraschend dann das „Oh Mensch, gib acht“ …
    hinreisender Gesang
    mit einem phänomenal „gespenstischem“ Timbre, das sich hervorragend in das
    Orchester einfügt und dadurch der textlichen „Stimmung“ des Satzes am nächsten
    kommt. Tabakov lässt in diesem Satz auch die Mahlersche Anweisung „Klarinetten
    hochziehen“ umsetzen; da passt alles – eine außergewöhnliche Stimmung Toll und
    für mich eine der schönsten Interpretationen dieses Satzes überhaupt.. Das
    Bimm-Bamm im folgenden Satz ist freundlich zurückhaltend und wird einem nicht –
    wie so oft – förmlich um die Ohren gehauen. Das Finale wird sehr sonor
    vorgetragen und besticht durch seine tollen Dynamikrückungen. Barbers „Adagio
    for strings“ lässt über weite Strecken grüßen. Auch in diesem Finale (mit 24
    Minuten auch eher langsam) zeigt sich wieder Tabakovs Meisterschaft für Timing
    und Rhythmus: der Finalschuss hat Brucknersche Dimensionen und haut einen echt
    vom Sessel. Auch hier wieder toll ins Klangbild eingebundene Pauken. M.E. auch
    einer der besseren Sätze des Kataloges.


    S4: Diese Aufnahme besticht erst mal durch ihr tolles
    Klangbild – das beste des Zyklus – unglaublich räumlich. Durch die Betonung
    einiger Nebenstimmen und die fabelhaften Holzbläser ergibt sich ein streckenweise
    vollkommen neuer Höreindruck. Toll. Der dritte Satz fällt wieder durch das
    enorme Timinggefühl und seine sangliche und zurückhaltende Art auf. Die hier
    sehr dunkel timprierten Pauken fügen sich gänzlich anders, aber auch hochinteressant
    ins Klangbild ein. Der Gesang im vierten Satz hat mich dann doch wieder etwas
    enttäuscht: mangelndes Textgefühl, eigenartiges Timbre und starkes Vibrato
    machen es mir nicht leicht. Eigenartigerweise hab ich den Satz trotzdem bis zum
    Ende durchgehört – was selten genug vorkommt. ;-)


    S7: Eine spannende Angelegenheit: Von Anfang an wird durch
    ein eigenartig „fieses“ Orchesterspiel klar gemacht, was diese Sinfonie sein
    soll. Quasi eine Fortsetzung des Hexensabbat aus Berlioz‘ Symphonie
    Fantastique. Faszinierend. Die beiden Nachtmusiken bilden hierzu einen
    herrlichen Kontrast, ohne die Eigenart
    des Orchesterspiels aufzugeben. (Für eine detailiertere Beschreibung hab ich
    diese Sinfonie zu wenig im Ohr).


    S8: Das Veni Creator
    Spiritus kommt ausgesprochen sakral daher, was der Stimmung gut tut. Die
    Aufnahme ist extrem durchhörbar, was einem die Strukturen leicht erschließt.
    Interessant wird’s auch zum Schluss: das (erste) „Alles Vergängliche“ erklingt
    ganz leise aus der Tiefe und Weite des
    Raumes, das verleiht der Passage eine ganz eigene Struktur und einen
    interessanten Kontrast zum präsenten Gesang. Das Finale kommt recht knackig daher
    und nach dem Schlussakkord vernimmt man noch lange den (natürlichen) Hall des
    Raumes. Da macht einem die Dimension des Vortrages gewahr. Insgesamt leider
    bisserl belegter, aber ungemein durchsichtiger Klang.


    S9: Hier wird wieder mit dem eigenartigen Klangbild der 7.
    gespielt … und das tut diesem Werk und seiner Eigenart auch sehr gut. Der
    zweite Satz ist ein wunderschöner
    Reigen, der sich langsam in einer Raserei
    bis zum Tumult steigert. Die Themen in der Rondo-Burleske werden auch
    herrlich kontrastreich gespielt. Das Adagio ist mit 29 Minuten das längste des
    Kataloges (wenn man mal von Levines außergewöhnlichem 32-minüter absieht) und
    Tabakov kann die Spannung trotzdem bis zum Schuss halten (Levine machts aber
    trotzdem noch einen Tick eindringlicher).
    M.E. auch eine der besseren Aufnahmen des Kataloges.


    Die 5., die 6. sowie die (für mich uninteressante) 10 hab
    ich leider noch nicht hören können.


    Jetzt kam doch einiges an Text zusammen; aber die
    Uninteressierten haben sicher schon weiter oben aufgegeben. ;-) Es lohnt sich
    allemal, sich diesen m. E. völlig unterschätzten Zyklus zu öffnen und sich
    darauf einzulassen. Vielleicht können ja
    meine (fachlich sicher unzureichenden) Ausführungen bisserl dazu beitragen.


    Grüße aus München
    Thomas

  • Von Thomas zu Thomas:


    Vielen Dank für Deine allles andere als "unzureichenden" Höreindrücke. Den Zyklus habe ich mir gestern bei Saturn in H für schlappe 18,99 EUR abgegriffen. Tat mr irgendwie leid, dass die Box in der wenig gut sortierten Klassikabteilung zwischen Bach und Beethoven ein wenig unmotiviert herumstand.

  • @ Tom: 19 Euro sind wirklich ein guter Preis. Bin mal gespannt, was Du zu diesen Interpretationen sagst; auch wenn es 'nur" ein Mitleidskauf war ;-)


    @ Theophilius: Danke, im "alten" Forum hatte ich das Cover noch drin; hier im Neupost hatte ich es vergessen.


    Kennt noch jemand diesen Zyklus? Wäre neugierig, was ihr davon haltet.

  • hallo miteinander,


    als ich das erste mal diesen Thread sah, da dachte ich 'Was soll das? Ein weiterer Mahler-Thread, dazu mit einem unbekannten Dirigenten? Überflüssig !(?)'. Nun, es hörte sich ja recht positiv an, was Thomas hier schrieb. Dann schaute ich mal neugierigerweise bei Amazon nach, was die Box da kostet. Und dann las ich dort zwei Rezensionen, und die klangen schon fast überschwänglich. Naja, was dann kam wisst Ihr, ich kaufte mir diese Box.


    Inzwischen habe ich mir daraus die Symphonien Nr 1, 4, 6, 9 und 10 angehört, und ich muss sagen - na hoppla! Insbesondere, was das Interpretatorische angeht, haben mich die Aufnahmen überzeugt. Tabakov weiß besonders in den langsamen Sätzen zu beeindrucken, er hat den langen Atem und lässt auch die Musik atmen. In den flotten Sätzen zeigt er Biss, ich hatte nichts auszusetzen.


    Was den Klang betrifft - naja, es ist eben nicht das Concertgebouw oder die Berliner Philharmoniker. Nicht falsch verstehen, das Orchester spielt gut, aber der Klang eben, es klingt etwas muffig und verfärbt; ich meine, die Mitten sind zu stark betont und geben dem ganzen einen 'quäkenden' Klang, was mir besonders in der Nr 1, 4 und 10 auffiel. Aber das kann ich verschmerzen, es ist nicht so dramatisch, wie es vielleicht klingt.


    Jedenfalls habe ich den Kauf dieser Box nicht bereut, und irgendwann kommen auch noch die anderen Symphonien dran.


    rolo :hello:

    Weiter, weiter ins Verderben,

    wir müssen leben bis wir sterben.

    Rammstein

  • Ich freu mich, daß man diese Serie (2010 Mahler Sinfonien) - nachdem ich sie aufgegeben habe - weiterführt. Ich hatte eher den Eindruck, das Interesse hielte sich in Grenzen.... Soeben habe ich durch einen Zufall - im Rahmen der Threadrestaurierung - diesen Thread entdeckt und hab mir ein paar Minuten Zeit genommen in die Tonbeispiele hineinzuhören. Es ist mir bewusst, daß man in jungen Jahren besonders auf brilliante Höhenwiedergabe wert legt - was man ja im Alter leider nicht mehr so gut hören kann. Aber aus meiner persönlichen Sicht (bin jetzt 61) muß ich sagen, daß die Tonqualität guter Durchnitt ist, vielleicht ein Live-Aufnahme . ungeschönt und ohne dramatische Effekte für "Audiophile", jedoch mit besonders natürlichem Eindruck -ohne aufgesetzte Effekte. Ich habe dies erst in späteren Jahren meines LEbens zu schätzen gelernt - und möchte an dieser Stelle explizit darauf hinweisen. Der Gesamteindruck - und um den geht es ja letztlich - ist - zumindest über Kopfhörer - hervorragend, mit freundlichen Grüßen aus Wien Alfred


    Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca (1304-1374)


  • Da ich diesen Zyklus nicht kenne, kann ich nur mit einer Anfrage kommen, eine Anfrage, die sich auf eine Sängerin bezieht. Für mich ist es ganz wichtige, wer die entsprechenden Passagen in den Vokalsinfonien wie vorträgt. Oft lauern hierbei die Schwachpunkte. In der Mehrzahl ist das zum Glück nicht so. Also, wer kann mir bitte bestätigen, dass die Dresdener Altistin Brigitte Pfretzschner tatsächlich das Solo in der 3. Sinfonie dieses Zyklus unter Tabakov singt. Wenn das so ist, schreite ich - zusätzlich animiert - zur Abschaffung dieses sehr wohlwollend besprochenen Zyklus, vom dem ich auch nicht genau weiß, wann genau er produziert wurde. Im Eingangstext ist von den 1990er Jahren die Rede.


    Ganz herzlichen Dank sagt im Voraus Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Wenn das so ist, schreite ich - zusätzlich animiert - zur Abschaffung dieses sehr wohlwollend besprochenen Zyklus


    Dass Du den Zyklus deswegen gleich abschaffen willst... 8o

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Tamino Beethoven_Moedling Banner
  • Ich danke euch ganz herzlich. Und ich habe es mir anders überlegt. Ich werde den Zyklus doch nicht ab- sondern anschaffen. Jetzt hätte ich ja noch Gelegenheit, die kleine Verwirrung in meinem Text zu beseitigen. Ich werde es aber nicht tun, weil ich ersten bereits erwischt wurde und zweitens auch mal in dem entsprechenden Thread stehen möchte, wo solche Sachen gern ausgestellt werden. :P


    Liebe Grüße schickt euch Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Tabakovs Mahler steht seit meines Eröffnungs-Beitrages vor gut fünf Jahren bei mir ganz hoch im Kurs.
    Meine persönlichen Eindrücke von damals kann ich heute noch voll unterstreichen.


    Zu den Sängern:
    Das "Urlicht" der zweiten Sinfonie singt Vessela Zorova mit sehr vielen Diphtongen, und das hört sich dann halt an, als wenn die deutschen Vokale nur aus ÖÖs und ÄAs bestehen ("der Mönsch", "größtör Pein", "Öch nein") . Eigentlich schön innig gesungen, aber halt schon an der Sache vorbeigehend. Die orchestralen Sätze (einschließlich Schlutzsatz) sind mE überdurchschnittlich gut gelungen.


    In der 3. Sinfonie singt tatsächlich Brigitte Pretschner, und zwar ein einer Art, die für mich(!) die beste Interpretation dieses so heiklen Satzes darstellt. Ihr Timbre passt sich wunderbar in die ('fiese' hab ichs damals genannt) Stimmung des Satzes. Nahezu alle anderen Sängerinnen sind mir hier zu aufdringlich, zu laut, zu "geschwätzig". Extraklasse (wie immer ... für mich). Lediglich meinen Hinweis auf die Mahler'sche Anweisung "Klarinetten hochziehen" würde ich heute nicht mehr so sehen.


    Das "Wir genießen die himmlischen Freunden" der 4. Sinfonie wird von Lyudmila Hadzhieva aus ??? gesungen. Hier merkt man halt dann doch irgendwie, dass deutscher Liedgesang in deutschen Kehlen am besten aufgehoben ist. Schwer zu verstehen und mit "falschem" Timbre sperrt sich das mit dem Orchesterklang. Schade, denn der Satz ist famos dirigiert.


    Auch das Sänger-Oktett der 8. ist durchwegs nicht deutcher Muttersprache (man muss mit solchen Phrasen ja heute aufpassen) und sie machen in Summe einen durchwegs sehr ordentlichen Job. Die Vorteile dieser Eiinspielung (gute Durchhörbarkeit, treffliche Dynamikabstufungen und tolles Rhythmusgefühl des Dirigenten machen die kleinen Nachteile (insgesamt leicht belegter Klang, Textunverständlichkeit) mehr als wett. Eine "runde" Sache.


    Dieser Zyklus ist sicher keiner, der es im Reigen der großen Einspielungen leicht hat ... und doch hat er seine Meriten, die ganz stark für sich sprechen. Ich liebe ihn ...


    Aufnahmedaten:
    1. 1989
    2. 1987
    3. 1990
    4. 1990
    5. 1688
    6. 1993
    7. 1989
    8. 1991
    9. 1991
    10. 1987


    Viel Spaß damit :-)

  • Lieber Thomas, Deine Antwort ist mehr als erschöpfend, und ich danke auch Dir sehr. Nun bin ich gewappnet. Es ist für mich nach all den Jahren einer eigenen Mitgliedschaft immer noch ganz erstaunlich, dass sofort kenntnisreiche Reaktion kommen, wenn bestimmte Themen angeschnitten oder - wie in diesem Fall - nach fünf Jahren wieder hervorgeholt werden. Es liegt so vieles brach an guten Gedanken in diesem Forum.


    Grüße von Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent