KIENZL, Wilhelm: DER EVANGELIMANN

  • DER EVANGELIMANN
    Musikalisches Schauspiel in zwei Akten nach einer Erzählung
    aus Leopold Florian Meißners „Papieren eines Polizeikommisärs“


    Uraufführung am 4. Mai 1895 in Berlin


    DIE PERSONEN DER HANDLUNG


    Friedrich Engel, Pfleger im Kloster St. Othmar (Baß)
    Martha, sein Mündel und seine Nichte (Sopran)
    Magdalena, ihre Freundin (Alt)
    Johannes Freudhofer, Schullehrer zu St. Othmar (Bariton)
    Mathias Freudhofer, sein jüngerer Bruder, Amtsschreiber im Kloster (Tenor)
    Xaver Zitterbart, Schneider (Tenor)
    Anton Schnappauf, Büchsenmacher (Bariton)
    Friedrich Aibler, ein älterer Bürger (Bariton)
    Seine Frau (Mezzosopran)
    Frau Huber (Sopran)
    Hans, ein jüngerer Bauernbursche (Tenor)
    Die Stimme des Kegelbuben (Sopran)
    Die Stimme des Nachtwächters (Baß)
    Eine Lumpensammlerin (Mezzosopran)
    Ein Knabe (Sopran)
    Sechs Knechte (vier Tenöre, zwei Bässe)
    Der Abt, Ein alter Leierkastenmann (stumme Rollen)
    Benediktiner, Bürger, Bauern, Kinder


    Ort und Zeit der Handlung: Benediktinerkloster St. Othmar in Niederösterreich um 1820, und Wien um 1850.


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT
    Das Benediktinerkloster St. Othmar.


    Nach der kurzen Ouvertüre ist bei geschlossenem Vorhang aus der Klosterkirche das „Ad te suspiramus“ zu hören; es folgt ein ebenso kurzes Orchesterzwischenspiel, wonach dann bei geöffnetem Vorhang das „Salve regina“ folgt.


    Der Nachmittagsgottesdienst in St. Othmar ist beendet und die Gläubigen stehen in Gruppen vor der Kirche, darunter auch Martha und Mathias. Die beiden jungen Leute sind ineinander verliebt und hoffen auf die Zustimmung von Marthas Onkel, der auch ihr Vormund ist, zur erwünschten Heirat. Johannes, der Bruder von Mathias, ist ebenfalls in Martha verliebt, hat aber keine Chance bei ihr. Er steht etwas abseits und beobachtet neidisch das geheime Einverständnis von Martha und Mathias.


    Nachdem sein Bruder und Martha verschwunden sind, geht Johannes auf den Pfleger (Justiziär) von St. Othmar, Friedrich Engel, zu und klärt ihn über die seiner Meinung nach unzumutbare Beziehung seines Bruders zur Nichte des Pflegers auf. Die Information entfaltet sofort die beabsichtigte Wirkung: Engel wird wütend und er weist Johannes mit einer unwirschen Handbewegung hinweg.


    Als Mathias mit Martha zurückkommen, stellt Engel die beiden zur Rede; obwohl Mathias seine grundehrlichen Absichten beteuert und Martha ihrem Liebsten mutig zur Seite tritt, spricht Engel seinem Amtsschreiber die sofortige Kündigung aus und jagt ihn davon. Dann begibt er sich, zufrieden mit sich selbst, in sein Haus.


    Johannes hat aus sicherer Entfernung das Geschehen beobachtet und geht auf die völlig verzweifelt zurückgebliebene Martha zu. Seine Avancen weist Martha entrüstet zurück und geht dann eilig davon. Johannes, ihr nachsehend, schwört Rache.


    Es ist dunkel geworden und die bisher in Unterhaltung vertieft gewesenen Bürger begeben sich in die Klostergaststätte. Mathias, der unerkannt beiseite gestanden hat und jetzt auf die Szene zurückkommt, bittet Marthas Freundin Magdalena, sie möge Martha bestellen, daß sie eine Stunde vor Mitternacht in die Laube beim Wirtshaus kommen solle. Magdalena sagt ihre Hilfe zu.


    Verwandlung: Kegelbahn der Klostergaststätte.


    Hier wird in die Handlung eine komische Kontrastszene eingebaut: Der Büchsenmacher Schnappauf schlägt vor, eine Kegelpartie zu spielen. Friedrich Aibler lehnt das ab, weil es ihm zu heiß ist, der Bauernbursche Hans und Schneider Zitterbart sind jedoch dafür. Mathias, der hinzugeschlichen ist, bittet Marthas Freundin Magdalena, Martha einen Termin für ein Stelldichein „eine Stunde vor Mitternacht an der Laube“ zu übermitteln, damit er sich von ihr verabschieden könne. Magdalena sagt zu, ihrer Freundin den Wunsch von Mathias weiterzugeben.


    Es beginnt die Kegelpartie und Zitterbart wirft mehrere Pudel, worauf er von allen Zuschauern verspottet wird. Schließlich gelingt dem Schneider tatsächlich der Wurf „Alle Neune“ und in einem großen Walzerensemble wird der glückliche Kegler von allen als der „große Kegeltod“ gefeiert. Inzwischen ist es vollständig dunkel geworden und alle Bürger verlassen die Szene.


    Nach einem Orchesterzwischenspiel, das vom Komponisten mit „Notturno“ bezeichnet wurde, schleicht sich Johann heran und versteckt sich. Der Nachtwächter betritt die Szene, singt sein Lied und warnt dabei vor „Feuer und Licht“.


    Verwandlung: Eine Laube bei der Klostergaststätte.


    Martha und Mathias kommen kurz nacheinander von verschiedenen Seiten zur Laube. Sie wollen Abschied nehmen und sich noch einmal das Gelöbnis ewiger Treue geben. Mathias verspricht, daß er zurückkommen werde, wenn er es zu Geld und Ansehen gebracht habe. Dann gehen sie beide ab. Johannes, der die beiden beobachtet und belauscht hat, stürmt davon.


    Kurze Zeit später steigt vom Klosterhof her dicker Rauch auf; der Nachtwächter bläst daraufhin seinen Feueralarm. Zu den herbeilaufenden Menschen, die sich an den Löscharbeiten beteiligen wollen, kommt auch Mathias; er wird von den Bürgern als Brandstifter bezichtigt. Der hinzugekommene Friedrich Engels läßt, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen von Mathias, diesen sofort festnehmen. Für ihn steht einwandfrei fest, daß der gewesene Amtsschreiber aus Rache gahndelt hat.


    ZWEITER AKT
    30 Jahre später in Wien.


    Magdalena ist die Pflegerin des schwerkranken Johannes geworden. Sie sitzt in einem Hof auf einer Bank und denkt mit Wehmut an ihre schöne Jugendzeit. Spielende Kinder, Leierkastenklänge und der „Hadern“ruf der Lumpensammlerin zeichnen dabei ein Wiener Hofidyll. Für Magdalena steht fest, daß Mathias, von dem sie seit Jahren keinerlei Nachricht hat, an dem damaligen Unglück schuldlos ist.


    In diesem Moment tritt ein Evangelimann, ein Erzähler von Bibelgeschichten gegen Almosen, auf die Szene: Es ist Mathias, inzwischen sehr gealtert. Die Kinder sind ganz still geworden und lauschen dem „Selig sind, die Verfolgung leiden“; später versuchen sie, das Lied nachzusingen und machen dabei einige Fehler, die der Evangelimann korrigiert. Als der Mann Magdalena um ein Glas Wasser bittet, erkennt sie in ihm sofort Mathias wieder. Mathias erzählt seiner Jugendfreundin die Geschichte seiner Leiden, eine schuldlos erlittene zwanzigjährige Kerkerhaft und die völlig veränderte Welt, die er nach dieser langen Zeit vorgefunden hat. Er berichtet, daß er Bettler wurde, weil er als Brandstifter keine Arbeit gefunden habe. Er weiß auch von Marthas verzweifeltem Selbstmord in der Donau und leidet auch noch immer unter dem Schein der Schuld. Magdalena bittet ihn, in den kommenden Tagen noch einmal wiederzukommen, um dem Schwerkranken im Hause durch sein Lied Trost zu geben. Daß dieser Kranke sein Bruder Johannes ist, sagt sie ihm allerdings nicht.


    Verwandlung: Krankenzimmer im Hause von Johannes.


    Einen Tag nach den Ereignissen liegt Johannes schlafend in seinem Bett. Von Schmerzen gepeinigt wacht er plötzlich auf. „Noch immer will die Qual nicht enden“ - so beginnt sein Monolog, in dem er mit Gott hadert und in dem er fragt, was die körperlichen Schmerzen gegen die Qualen des Gewissens sind. Er ist entschlossen, sein finsteres Geheimnis mit ins Grab zu nehmen, wenngleich er einsieht, gegen seinen Bruder falsch gehandelt zu haben. Aber, so wird am Ende seines Monologs deutlich, sein Glaube an Gott, an eine höhere Gerechtigkeit, ist ihm abhanden gekommen.


    Vom Hof her ist die Stimme des Evangelimanns zu hören: „Herr, erbarme dich meiner!“ Johannes bittet die sich sträubende Magdalena den frommen Mann heraufzuholen. Nach einem kurzen Orchesterzwischenspiel betritt Mathias das Krankenzimmer und Johannes faßt Vertrauen zu dem Sänger. Er bittet ihn, sich seine Geschichte anzuhören: Da ist nicht nur die Untat der Brandstiftung, da ist auch seine Schuld am Selbstmord von Martha, weil er durch sein Handeln ihr Glück zerstört hat. Mathias gibt sich zu erkennen und will seinen Bruder verzeihend umarmen, aber Johannes weist ihn zurück, mit der Bemerkung, er sei nicht wert Bruder genannt zu werden. Diese ablehnende Haltung verursacht bei Mathias einen inneren Kampf: Soll ich verzeihen? Soll ich vergeben? Eingedenk der Worte Jesu in der Bergpredigt ist Mathias jedoch entschlossen, seinem sterbenden Bruder zu vergeben. Als Johannes um Vergebung fleht, sagt Mathias: „Johannes, ich vergebe Dir!“ Mit einem Wort des Dankes stirbt Johannes; Magdalena murmelt ein Gebet und vom Hof her hört man die Kinder singen: „Selig sind, die Verfolgung leiden, um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich.“


    INFORMATIONEN ZUM WERK


    Hinsichtlich des Lebensweges von Wilhelm Kienzl sei der interessierte Opernfreund nicht nur auf die Inhaltsangabe zu Kienzls Oper DER KUHREIGEN verwiesen, sondern auch auf den Thread von Harald Kral Die Lebenswanderung des Wilhelm Kienzl.


    War Kienzls „Evangelimann“ nach seiner Uraufführung bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts eine der erfolgreichsten volkstümlichen Opern, ist es nach 1945 um dieses Werk recht still geworden. Wo man aber eine Wiederbelebung versucht hat, gab es durchaus freundliche bis enthusiastische Zustimmung.


    Die Kritik richtet sich, damals wie heute, an Kienzls „Wagner-Epigonentum“, und es wäre falsch, diesen Teil von Kienzls musikalischem Stil leugnen zu wollen. Bezüglich des hier vorgestellten „Musikalischen Schauspiels“ sind aber ebenso italienische Verismus-Einflüsse, deutsch-biedermeierliche Töne im Stile Lortzings und sogar Szenen des Wiener Volksstücks, das ja manchmal zur Sentimentalität neigt, auszumachen. Arthur Scherle schrieb 1981:


    In musikalischer Hinsicht ist „Der Evangelimann“ die erste Oper, in dem Kienzl Abstand zu seinem Bildungserlebnis, dem gewaltigen Koloß von Wagners Musikdrama, gewonnen hat. Von gewissen Tristan-Anklängen abgesehen, geht er (…) kaum über „Tannhäuser“ hinaus. Wagner-Remioniszenzen findet man z. B. in Liebesduett (…) an Schluß des ersten Aktes (…) sowie im großen Monolog des ersten Bildes im zweiten Akt (…).


    Das Libretto zu „Der Evangelimann“ schrieb der Komponist selbst - nach den „Papieren eines Polizeikommissärs“ von Dr. Leopold Florian Meißner, einem ehemaligen Polizeibeamten, der die „wahre Begebenheit“ in einem Reclam Bändchen mitgeteilt hatte. Abgespielt hatte sich das Geschehen im Benediktinerstift Göttweig, für die Opernhandlung verlegte es Kienzl in das Kloster St. Othmar. Für das Sujet ließ Kienzl den Plan einer „Münchhausen“-Oper fallen; der musikalische Part entstand innerhalb kürzester Zeit, hauptsächlich im oberösterreichischen Vöcklabruck und in Graz.


    Nachdem Kienzl dem Berliner Generalintendanten Graf Hochberg und Hofkapellmeister Karl Muck Teile des Werkes vorgespielt hatte, sicherten die sich sofort die Uraufführungsrechte und die Premiere am 4. Mai 1895 war ein sensationeller Erfolg. Die Oper kam in den folgenden Jahren in allen Theatern des deutschsprachigen Raumes auf den Spielplan und wurde in dreizehn Sprachen übersetzt. Nicht nur die großen Dirigenten Felix Mottl, Gustav Mahler, Franz Schalk und Richard Strauß, um nur einige zu nennen, haben sich immer wieder für Kienzls Oper eingesetzt, auch für Tenöre ist die Rolle des „Evangelimann“ eine dankbare Partie.


    Der Komponist erklärte sich den Erfolg seines Werkes aus der ethischen Grundhaltung des Librettos: Die Handlung sei „(…) weder katholisch noch protestantisch, sondern ethisch.“
    Diese Meinung muß man nicht unbedingt teilen, eher ließe sich argumentieren, Kienzl habe einen effektvollen Text mit einer einfallsreichen und die Handlung genau erfassenden Musik versehen.


    © Manfred Rückert für TAMINO-Opernführer 2010
    unter Hinzuziehung von
    Reclam Opernführer 1951
    Libretto der EMI-Einspielung von 1981

  • Eine hörenswerte GA erschien beim Label EMI:



    Einen Querschnitt durch das musikalische Geschehen bietet die Einspielung der deutschen Grammophon Gesellschaft:



    Eine DVD von dieser Oper (Label Capriccio) bietet amazon (mit Walter Fink, Alexandra Reinprecht, Janina Baechle, Wolfgang Koch, Jürgen Müller, Wolfgang Gratschmaier, Josef Luftensteiner, Daniel Behle, Josef Forstner, Sulie Girardi, Lidia Peski und Markus Raab; Kinderchor, Komparserie und Kinderkomparserie der Volksoper Wien; Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, Chor und Orchester der Volksoper Wien; Leitung Walter Eschwé):


  • Habe verschiedene Aufnahmen schon gehört. Die für mich mit Abstand beste Interpretation als Evangelimann " Sandor KONYA ". Einmalig herrlich seine warme, gefühlvolle Stimme wenn er mit dem Kinderchor singt " Selig sind die Verfolgung leiden ".
    Mich würde dazu sehr die Meinung anderer Forumianer interessieren.
    CHRISSY


  • Wir haben über dieses Thema schon ausfühlich diskutiert - das ist garnicht so lange her - leider sind die gesamten Beiträge dank mangelnder Datensicherung verlorengegangen.
    Einen Beitrag habe ich zwar rekonstruiert, hatte keine Lust, alleine alles nochmal zu schreiben. Wenn aber noch mehr mitmachen würden....


    Die Lebenswanderung des Wilhelm Kienzl


    LG


    :(

  • Lieber Harald,


    als ich Deinen Beitrag über Kienzls Leben seinerzeit gelesen habe, war er für mich der Anlaß, dieses Buch, daß ich in unserer Stadtbücherei fand, an Ort und Stelle mir anzuschauen. Ich werde es mir in jedem Falle auch noch ausleihen, warte aber noch, bis ich meine selbstgesteckten Ziele beim Opernführer erledigt habe. Jedenfalls halte ich Kienzl für hörens- und erlebenswert - und daß nicht nur wegen der "Seligen Verfolgten"...


    Liebe Chrissy,


    ich würde ja gerne mitreden, kann es aber mangels Vergleichsmöglichkeit nicht: ich besitze nur die EMI-Einspielung mit Jerusalem/Donath unter Zagrosek. Ich könnte mir aber durchaus, unter Berücksichtigung einer Recital-Platte von Konya, vorstellen, daß er diese Partie großartig bringt. Ich bin mir aber ebenso sicher, daß eine Beurteilung nur von "jenem Schlager" her nicht ehrlich ist; man muß schon die ganze Partie hören. Allerdings ist mein Favorit, vor dem Crash schon beschrieben (aber nur auf "Selig sind..." bezogen) Fritz Wunderlich. Ihn hätte ich gerne als Mathias in der ganzen Oper gehört.


    Ein schönes Wochenende und herzliche Grüße

  • WDR 3 - Bühne Radio - Sonntag, 08.01.12 um 20:05 Uhr


    Wilhelm Kienzl
    Der Evangelimann, op. 45

    Musikalisches Schauspiel in zwei Aufzügen


    Friedrich Engel, Justiziär im Kloster St. Othmar: Kurt Moll
    Martha, dessen Nichte und Mündel: Helen Donath
    Magdalena, deren Freundin: Ortrun Wenkel
    Johannes Freudhofer, Schullehrer zu St. Othmar: Roland Hermann
    Mathias, dessen jüngerer Bruder, Aktuarius im Kloster: Siegfried Jerusalem
    Xaver Zitterbart, Schneider: Friedrich Lenz
    Anton Schnappauf, Büchsenmacher: Klaus Hirte
    Friedrich Aibler, ein älterer Bürger: Theodor Nicolai
    Dessen Frau: Gudrun Greindl-Rosner
    Frau Huber: Erika Rüggeberg
    Hans, ein junger Bauernbursch: Martin Finke
    Stimme des „Kegelbuben“: Tölzer Knabe
    Stimme des Nachtwächters: Peter Lika
    Lumpensammlerin: Renate Freyer
    Knabe: Tölzer Knabe


    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Tölzer Knabenchor
    Münchner Rundfunkorchester
    Leitung: Lothar Zagrosek


    Zitat

    Verlangen, Verbrechen, Vergebung – die Geschichte, die der österreichische Komponist Wilhelm Kienzl 1895 vertonte, soll sich Anfang des 19. Jahrhunderts wirklich zugetragen haben: Der Evangelimann Mathias, der in Wien gegen Geld aus der Bibel zitiert, war einst glücklich verliebt; doch sein neidischer Bruder zerstörte mit einer Intrige seine Liebe und sein Leben. Nun, im hohen Alter, soll der Evangelimann einem Kranken Trost spenden – doch in dem Siechen erkennt er seinen Bruder… Aus der seinerzeit populären Oper ist gelegentlich noch die Tenorarie „Selig sind, die Verfolgung leiden“ zu hören; dass dieser spätromantisch-veristische Zweiakter zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist, zeigt diese exzellent besetzte Einspielung aus dem Jahr 1980.



    Die entsprechende CD zur Sendung ist gerade von der EMI neu aufgelegt worden. (Erscheinungstermin 13. Januar) zum Schnäppchenpreis!


    LG


    :hello:

  • Eine wundervolle, rührselige Oper. Eine bleibende Jugenderinnerung von mir ist der "Evangelimann" mit dem in dieser Partie unvergesslichen Lorenz Fehenberger. Schön, dass in unserem Forum an dieses Werk erinnert wird.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Eine größere, "zu Herzen gehende" musikalische Schnulze, als die Arie "Selig sind...", kann ich mir nicht vorstellen.


    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Lieber zweiterbass,


    dur magst das ja für eine Schnulze halten, das sei dir überlassen, aber die Art, mit der du das, was andere für schön und erinnernswert halten, im selben Moment (hier nur zwei Minuten später) niedertrittst, ist recht unwürdig (siehe auch deine Bemerkungen zu den Geschichten im Adventskalender).


    Gerhard

    Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
    (Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

  • Hallo Gerhard Wischniewski,


    1. ist dies keine Entschuldigung
    2. während ich meinen Beitrag verfasste und dann einstellte, hat operus vorher seinen Beitrag eingestellt, was ich nicht bemerken konnte und erst nach meinem Einstellen mit Erstaunen feststellte
    3. auch operus spricht von rührselig, da ist Schnulze nicht weit weg
    4. gibt es eine Werteskala der Gefühle?
    5. für operus ist es trotz rührselig wundervoll
    6. für mich ist es wegen rührselig nicht wundervoll, sondern die Arie eben eine Schnulze
    7. jeder von uns Beiden, operus und ich, haben ihre Gefühle zum Ausdruck gebracht, damit ist für Beide keine persönliche Wertung verbunden
    8. meine Bemerkungen zu...magst Du empfinden wie Du willst - sie waren keineswegs unwürdig, sondern der Sache angemessen, siehe Bemerkung der Admin.
    9. "aber die Art...ist" ist, so wie Du es geschrieben hast, ein persönlicher Angriff, den Du, das unterstelle ich zu Deinen Gunsten, nicht so gemeint hast, wie Du es geschrieben hast - eben ein Versehen
    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • Hi


    Der Evangelimann hat die unerfreuliche Hypothek, für die meisten Menschen eben mit dieser "Schnulze" gleichgesetzt zu werden. Dabei hat sie mit der Oper direkt nur bedingt zu tun, sie ist eine Aufführung innerhalb der Aufführung. Als solche ist sie ganz bewusst eine "Schnulze", aber dass sie musikalisch mit der restlichen Oper wenig gemein hat, wissen nur die wenigen, die das Werk schon einmal gehört haben. Und hörenswert ist diese Oper allemal!


    :hello:

  • Hallo, Theophilus!


    Auch ich kann bestätigen, daß ich diese Oper öfter höre. Und nicht nur wegen des Auftritt des Evangelimannes, sondern wegen der ganzen Oper. Die große Alt-Partie: "O schöne Jugendjahre..." gehört zu den Höhepunkten. Auch der Schluß mit dem Versöhnungsduett der Brüder ist hörenswert.



    Gruß Wolfgang

  • Ich habe mir nun auch die einzige professionelle Studioaufnahme von Kienzls Evangelimann besorgt (Jerusalem/Donath/Moll).

    Von der Musik bin ich wirklich begeistert. Welch eine Fülle von Melodien, welch eine Vielfalt an musikalischen Einfällen.

    Dramatik und Komik stehen nebeneinander. Symphonische Momente wechseln sich mit schönen vokalen Elementen ab. Zum Teil fühle ich mich an Filmmusik erinnert (z.B. in der Kegelszene, wenn die Kugel rollt).


    Ich lese immer wieder, dass Kienzl vorgeworfen wurde, er habe Wagner kopiert. Oder auch andere Komponisten.


    Ich höre einfach gute Musik. Beeinflusst wird doch jeder. Und dass Kienzl geniale musikalische Einfälle hat, beweist er ja auch in der unsterblichen "Kuhreigen-Melodie".


    Jedenfalls bin nun auch ich belehrt, dass die Oper nicht nur aus der "Evangelimann-Szene" besteht, obgleich ich die insgesamt auch immer sehr rührend gefunden habe.


    Was ich mich hauptsächlich frage, ist, warum das Stück nur noch so selten gespielt wird. Angeblich war es in unseren Breiten eine der meistgespielten Opern überhaupt. Wer hat noch Live-Aufführungen erlebt? Gibt es dazu noch etwas zu berichten?

  • Ich habe mir diese verfilmung mit Julius Patzak mal angesehen und natürlich auch angehört:



    Leider bin ich nicht so überwältigt wie du, allerdings sehe ich den Grund für die höchst seltenen Aufführungen eher im Inhalt als in der Musik.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

    • Ich finde es generell bedauerlich, dass die Opern dieser Zeit (neben dem Evangelimann und dem Kuhreigen fallen mir spontan noch das Tiefland, bzw. der Barbier von Bagdad ein) weitgehendst vom Spielplan der deutschen Bühnen verschwunden sind,
  • Naja, "Tiefland" läuft schon immer wieder malö (ich schätze diese Oper auch) und "Der Barbier von Bagdad" wurde jüngst auch wieder irgendwo (Coburg?) gespielt.


    @ Greghauser: Lies dir doch mal die Handlung durch und erkläre mir dann, was daran heute noch wirklich interessant für uns sein sollte?

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Nein, so sehr wie hier nicht, aber du scheinst ja keine Antwort auf meine Frage zu haben, warum man dieses Stück aus inhalltichen Gründen heute noch spielen sollte und was daran interessant sein könnte. Offenbar fällt eine Antwort auf diese Frage auch nicht so leicht, denn sonst würde man es ja spielen...


    Umgekehrt behaupte ich, dass man bei (mindestens) 80% der heute tatsächlich gespielten Opern meine Frage nach der Relevanz für die Gegenwart schon positiv beantworten kann - andernfalls würde man die Stücke nämlich nicht spielen.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Das Problem ist wesentlich grundsätzlicher. Es betrifft die ganze deutsche Spieloper. Diese Werke sind romantische Schätze mit oft einfachen Handlungen, jedoch meist mit herrlichen Melodien. Die Frage wurde gestellt: Warum werden Werke wie "Zar und Zimmermann", "Wildschütz", "Undine", "Der Waffenschmied", "Die lustigen Weiber von Windsor" und die bereits genannnten so selten gespielt. Aus unserer technisierten Welt wird die Romantik immer mehr verbannt. Da mit der Internalisierung und Globalisierung der Oper auch die früher mehrheitllich deutschen Ensembles aufgelöst wurden, fehlen einfach Sänger für diese Partien. Sänger können z. B. "Tosca" oder "La Boheme" weltweit singen. Das deutsche Fach jedoch nur in einem begrenzten Sprachraum. Moderne Regisseure können mit dem oft heiter, gemütlichen, gefühlvollen Handlungen dieser Opern offensichtlich nichts anfangen. Die einzige Hoffnung ist, das in Lieder- und Arienprogrammen Stücke wie O, sancta justizia, Nun eilt herbei Witz, heitere Laune, 5000 Taler, die Singschule, Lebe wohl mein flandrisch Mädchen usw. immer noch ganz beliebte Höhepunkte sind, deshalb gebe ich die Hoffnung nicht auf das es eine Renaissance der deutschen Spieloper geben könnte. Schön wär's und die Jugend kann m. E. mit der deutschen Spieloper gut an das Musiktheater herangeführt werden.

    Herzlichst

    Operus

    Naja, "Tiefland" läuft schon immer wieder malö (ich schätze diese Oper auch) und "Der Barbier von Bagdad" wurde jüngst auch wieder irgendwo (Coburg?) gespielt.


    @ Greghauser: Lies dir doch mal die Handlung durch und erkläre mir dann, was daran heute noch wirklich interessant für uns sein sollte?

    Lieber Stimmenliebhaber,


    Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Handlung, Inhalt und Text vom "Evangelimann" vom deutsche Durchschnittsbürger leichter verstanden und kapiert werden als z. B die Handlung von Verdis "Troubadour"?


    Gruß

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Handlung, Inhalt und Text vom "Evangelimann" vom deutsche Durchschnittsbürger leichter verstanden und kapiert werden als z. B die Handlung von Verdis "Troubadour"?

    Lieber "Operus",


    nein, das kann ich mir nicht vorstellen! :no: Zumindest nicht von dem deutschen Durchschnittsbürger unter 70...


    Verdi, das sind klar entschlüsselbare allgemeinmenschliche Emotionen, die einen unabhängig von einer (möglicherweise) etwas wirren Handlung unmittelbar ansprechen und berühren. Beim "Evangelimann" ist das nicht der Fall - wäre es der Fall, würde er ja gespielt werden! ;):hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Ich gebe zu, dass ich die Oper nicht kenne, aber von der Beschreibung der Handlung ausgehend finde ich sehr wohl, dass allgemeinmenschliche Emotionen im "Evangelimann" eine große Rolle spielen: Eifersucht und Verrat, eine zerstörte Liebe, Verzweiflung und Freitod, Vergebung am Sterbebett. Wenn man das aus dem religiösen Mantel befreit, der mich allerdings auch nicht interessiert, hört sich das nach einem starken Stoff an. Entscheidend wäre hier für mich, wie dieser musikalisch umgesetzt wird.


    Die deutsche Spieloper ist dann wieder etwas ganz anderes. Deren oft biedermeierlich-betuliche Stoffe finde ich in der Tat völlig uninteressant, und ich verstehe sehr gut, dass diese Opern heute kaum noch einer der jüngeren Menschen hören und sehen möchte.

  • Verdi, das sind klar entschlüsselbare allgemeinmenschliche Emotionen, die einen unabhängig von einer (möglicherweise) etwas wirren Handlung unmittelbar ansprechen und berühren. Beim "Evangelimann" ist das nicht der Fall - wäre es der Fall, würde er ja gespielt werden!

    Lieber Stimmenliebhaber,


    wie unterschiedlich doch wir Menschen ticken. Ich werde vom Schicksal des unschuldig verfolgten Mathias Freudhofer und das Verbrechen des Bruders emotional sehr und direkt angesprochen. Der zweite Akt ist doch geradezu beispielhaft für schlichte Rühseligket. Die Schlussszene ist doch voller ergreifender Dramatik und stellt den Höhepunkt dieses Werkes dar. Lieber Stimmenliebhaber, aber über Empfindungen können wir m. E. nicht diskutieren, weil diese sehr persönlich sind.


    Lieber "Operus",


    nein, das kann ich mir nicht vorstellen! :no: Zumindest nicht von dem deutschen Durchschnittsbürger unter 70...

    Mein lieber Freund,

    auch Du wirst einmal 70 und dann erst einmal schlucken, wenn Dir zu verstehen gegeben wird, dass Du halt einer von Gestern bist.:no: Aber heute in Altersmilde: Ich kann Dich sogar verstehen, weil ich in Deinem Alter genau so dachte und erst heute weiß, dass ich die Weisheit damals noch nicht erkennen konnte. iIch wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du diesen Zustand einmal erreichen kannst, dann wirst Du vieles anders und gelassener sehen. :hello::hello:

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Schön wär's und die Jugend kann m. E. mit der deutschen Spieloper gut an das Musiktheater herangeführt werden.

    Das ist ein frommer Wunsch, lieber Operus. Ich kann mir keine jungen Menschen vorstellen, die sich mit der deutschen Spieloper für das Musiktheater erwärmen würden lassen. Ich habe mir den "Evangelimann" seinerzeit in Chemnitz angeschaut, um das Werk wenigstens einmal live gesehen zu haben. Es wurde genommen wie es ist und suppte so vor sich hin. Moir hats gefallen. Aber darum geht es nicht allein. Es ist völlig egal, was mir gefällt. Die Vorstellung war nicht sonderlich gut besucht. Mit Bertraido stimme ich darin überein, dass die Themen der Oper für sich genommen packend sind.


    Ich gebe zu, dass ich die Oper nicht kenne, aber von der Beschreibung der Handlung ausgehend finde ich sehr wohl, dass allgemeinmenschliche Emotionen im "Evangelimann" eine große Rolle spielen: Eifersucht und Verrat, eine zerstörte Liebe, Verzweiflung und Freitod, Vergebung am Sterbebett. Wenn man das aus dem religiösen Mantel befreit, der mich allerdings auch nicht interessiert, hört sich das nach einem starken Stoff an.

    Nur wie das umgesetzt wird. Man muss sich den Text mal auf der Zunge zergehen lassen. Der basiert auf der religiösen Botschaft, ist auf sie ausgerichtet, läuft darauf hinaus. Der einstige Lehrer Freudhofer zieht nach Verbüßung seiner Kerkerhaft, zu der er durch falsches Zeugnis des eignen Bruders gekommen war, als Evangelimann durch die Hinterhöfe. Wer weiß übehaupt noch, was das ist, ein Evangelimann?


    Die deutsche Spieloper ist dann wieder etwas ganz anderes. Deren oft biedermeierlich-betuliche Stoffe finde ich in der Tat völlig uninteressant, und ich verstehe sehr gut, dass diese Opern heute kaum noch einer der jüngeren Menschen hören und sehen möchte.

    Ich glaube, dass diese Oper, die ich persönlich gern höre, für das moderne Musiktheater nicht zu retten ist. Da gibt es spannendere Opern von Kienzl.

  • Ich gebe zu, dass ich die Oper nicht kenne, aber von der Beschreibung der Handlung ausgehend finde ich sehr wohl, dass allgemeinmenschliche Emotionen im "Evangelimann" eine große Rolle spielen: Eifersucht und Verrat, eine zerstörte Liebe, Verzweiflung und Freitod, Vergebung am Sterbebett. Wenn man das aus dem religiösen Mantel befreit, der mich allerdings auch nicht interessiert, hört sich das nach einem starken Stoff an. Entscheidend wäre hier für mich, wie dieser musikalisch umgesetzt wird.

    Dann höre und sehe dir die Oper doch einfach mal an. Eine Verfilmung habe ich ja in dieser Rubrik verlinkt.


    (Über ein Werk zu urteilen, dass man nicht kennt, ist ein bissl billig!)


    Die deutsche Spieloper ist dann wieder etwas ganz anderes. Deren oft biedermeierlich-betuliche Stoffe finde ich in der Tat völlig uninteressant, und ich verstehe sehr gut, dass diese Opern heute kaum noch einer der jüngeren Menschen hören und sehen möchte.

    Aber es ist doch bezeichnend, dass "Operus" diese deutsche Spieloper hier in Zusammenhang mit dem "Evangelimann" überhaupt ins Feld geführt hat. Ich finde es ehrenwert, wenn solche Opern vor Wagner komponiert wurden. Aber nach Wagner???

    auch Du wirst einmal 70

    Lieber "Operus",


    dein Wort in Gottes Gehörgang! Sicher ist das aber nicht!

    dass ich die Weisheit damals noch nicht erkennen konnte.

    Naja, ob es nun der Weisheit letzter Schluss ist, sich häufiger den "Evangelimann" auf die Bühne zu wünschen? Ich weiß nicht...

    dann wirst Du vieles anders und gelassener sehen.

    Anders garantiert. Aber gelassener? Ich bin bezüglich des "Evangelimanns" (Wer weiß eigentlich heute wirklich, was das genau ist?) doch viel gelassener als du! ;)


    Ich bleibe dabei: Es gibt gute Gründe, dass diese Oper heute kaum noch gespielt wird. Wenn es um "Schuld" und "Vergebung" geht, erreichen uns die gut 100 Jahre vor dem "Evangelimann" geschriebenen großen Mozart-Opern (von der "Entführung" bis zur "Zauberflöte") doch ungleich stärker, sie wirken viel zeitloser und somit gegenwärtiger als die Kienzl-Oper. Und die musikalische Qualität ist ungleich besser!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Lieber "Rheingold1876",


    als ich an meinem letzten Beitrag schrieb, hatte ich deinen noch nicht gelesen. Hätte ich ihn gelesen, hätte ich mir vieles von dem, was ich geschrieben habe, sparen können, denn du bringst es auf den Punkt! :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Kann BITTE einer der Moderatoren die Beiträge ab #7 hierher Die Lebenswanderung des Wilhelm Kienzl verschieben, das ist doch hier kein Diskussionsthread sondern der Opernführer!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)