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Lieber Flotan, ich kenne diese Cd nciht, werde aber heute abend ein Lied-Recital mit Anne-Sophie von Otter besuchen. Da ich das Programm nciht kenne, kann ich noch auf Mahler hoffen.......
Gestern habe ich mir iene Cd gekauft mit Liedern gesungen von Kathleen Ferrier, am Pult UND/ODER am Klavier Bruno Walter.
Sei singt darauf u.A. die Kindertotenlieder. Hierzu noch eine Anekdote, die die enge Verbundenheit von Walter und Frreier, der er ein echter Wegbereiter gewesen ist, zeigt. K.F. hatte in iener Aufführung des "Lied von der Erde" auf offener Bühne geweint. Eigentlcih gilt das als faux pas udn Mangel an notwendiger Distanz. Sei hat sich nach dem Konzert dafür bei B.W. entschuldigt. Er habe antwortete, dass er sie eben deswegen so schätze, weil ihre unmittelbare Berürungsfähigkeit und Authentizität so selten und echt seien. Es sei keine Entschuldigung notwendig, im Gegenteil.
Die Mahler-Lieder mag ich um ihrer musikalischen Vielschichtigkeit sehr gerne. Was für eine Bandbreite etwa von "Des heiligen Antonius von Padua Fischpredigt" bis "Ich bin der Welt abhanden gekommen" Ich kann mit den Liedern weit mehr anfangen als mit den teilweise endlosen Symphonien und damit bin ich hier ja wohl nciht alleine..... ![]()
Fairy Queen
Liebe Fairy Queen,
erst einmal herzlichen Dank für Deine herzerfrischenden Beiträge, die hier ordentlich Leben reinbringen und auch Gelegenheit geben, selbst wenn man sich ansonsten fast überhaupt nicht traut hier in der erlauchten Runde zu schreiben, einen Aufhänger für selbst erlebtes zu finden. Bin leider oft nicht schnell genug und dann sind meinen Gedanken schon wieder Schnee von gestern oder ich finde die passenden Beiträge nicht mehr ![]()
Mein Aufhänger hier sind die Tränen von Frau Ferrier, denn auch auf der Bühne der BSO flossen sie beim Lied von der Erde, aber bei der Tänzerin (Lucia Lacarra), die die Rolle der Frau wohl so verinnerlicht hatte, dass sie am Schluss völlig in Tränen aufgelöst war und sehr viele mitschluchzten. Ich dachte auch bei der Diskussion über Kitsch an diese Szene, da sie einfach Emotionen auslöst, aber trotzdem wohl nicht mit dieser Bezeichnung abqualifiziert werden darf. Dieser Ballettabend hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass ich jetzt mehr von Mahler hören möchte... vor alllem das Lied von der Erde und das dann mit voller Konzentration auf dieses Kunstwerk.
Liebe Grüße
Ingrid
Zwei meiner Lieblingsaufnahmen von Das Lied von der Erde sind mit Giulini (Araiza, Fassbaender, Berliner Philharmoniker, die Studioaufnahme, und es gibt auch eine Live-Aufnahme von den Salzburger Festspielen) und Bernstein, und zwar die DVD mit dem auch sehenswerten Live-Konzert in Tel-Aviv: Kollo, Ludwig, Israel Philharmonic). Auch die Aufnahme mit Klemperer-Wunderlich-Ludwig liebe ich.
Bei "Mahler-Liedern" denke ich meist an alle anderen Lieder, zuvorderst die vielen Wunderhorn-Lieder, und weniger an Das Lied von der Erde. Mir ist es auch zeitweise so gegangen, dass ich bevorzugt die Lieder gehört habe und nicht die Symphonien. Wie auch immer, ich kenne weder von den Liedern noch von den Symphonien schon alle gut, was ja wunderbar ist zu wissen, dass man noch einiges für sich entdecken wird.
Ich habe mir einmal diese Doppel-CD zugelegt. Ich habe sie nie für eine Referenz gehalten, möchte sie aber auf keinen Fall missen, vor allem wegen der Kindertotenlieder und Lieder eines fahrenden Gesellen mit Hermann Prey (1970) und der Wunderhorn-Lieder mit Jessye Norman (1976) und John Shirley-Quirk, der mir weniger gefällt. Das Lied von der Erde ist mit James King und Janet Baker (1975).
Trotz oder wegen der Affektiertheit mag ich die Wunderhorn-Aufnahme mit Szell, Schwarzkopf und Fischer-Dieskau sehr gerne. Sie habe ich bisher sicher am öftesten gehört.
In letzter Zeit interessieren mich die Lieder jedoch viel mehr mit Kammer-Ensemble (es gibt Bearbeitungen von Schönberg und Berio) oder mit Klavier, da habe ich schon einiges im Konzert und im Radio gehört, bin aber noch nicht allzu fündig geworden, was Aufnahmen betrifft. Jessye Norman ist für mich ein Muss bei den Mahler-Liedern mit Klavierbegleitung, aber es gibt leider nicht vieles auf CD. Von Hampson (mit Parsons am Klavier) habe ich eine ältere CD mit 15 Wunderhorn-Liedern, auf der er mir allerdings zu "schön" singt - für mich klingt es künstlich, studiomäßig, aber es ist schön, solche Lieder wie "Es sungen drei Engel", "Urlicht", oder "Das himmlische Leben" einmal als einzelne Lieder zu hören und nicht im Zusammenhang mit einer Symphonie. Ich weiß, dass er in den letzten Jahren fabelhafte Mahler-Recitals gegeben hat. Ich hätte gerne einmal alle von Mahler vertonten Wunderhorn-Lieder beisammen, alle mit Klavierbegleitung und alle mit Orchesterbegleitung. Aber von wem gesungen, von wem gespielt?
ZitatOriginal von Melot1967
Ich hätte gerne einmal alle von Mahler vertonten Wunderhorn-Lieder beisammen, alle mit Klavierbegleitung und alle mit Orchesterbegleitung. Aber von wem gesungen, von wem gespielt?
Hallo Melot,
folgende sehr preiswert erhältliche Doppel-CD beinhaltet mit Klavierbegleitung alle Wunderhorn-Lieder Mahlers, die es von ihm auch in Orchesterfassung gibt, sowie einen Großteil der frühen Wunderhorn-Lieder, die von Mahler nur für Singstimme und Klavier gesetzt worden sind (darunter ein grandioses Stück wie "Zu Straßburg auf der Schanz", das hinter den späteren Meisterwerken wie "Revelge" oder "Der Tambourgsell" kaum zurücksteht). Es fehlen nur einige weniger bedeutsame der frühen Wunderhorn-Lieder.
Die Aufnahme wurde von Sagitt weiter oben schon mal kurz erwähnt: blendende Leistungen von Berry und Ludwig. Und als Liedbegleiter (und Kammermusiker) finde ich Bernstein oft noch überzeugender als in seiner Rolle als Dirigent.
Elf der frühen Wunderhorn-Lieder (darunter auch das erwähnte "Zu Straßburg auf der Schanz") sind übrigens von Luciano Berio sehr suggestiv instrumentiert worden (ebenfalls oben schon von JR erwähnt):
Sämtliche "Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit" (darunter wirklich alle frühen Wunderhorn-Vertonungen Mahlers) hat Janet Baker eingesungen:
Viele Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
danke für die Info!
Wie sind eigentlich die Ernst Haefliger- Aufnahme vom Lied der Erde?
1) Jene mit Mildred Miller unter Bruno Walter mit den New Yorkern (Sony)? 1960
2) Wie diese mit Nan Merriman und Eugen Jochum und dem Concertgebouw (DGG)? 1963
3) Wie diese mit Grace HOFFMAN und Hans Rosbaud mit den Kölnern (PHOENIX)? 1955
4) Wie diese mit Merriman unter Eduard Van Beinum mit dem Concertgebouw (Epic)? 1956
Eine Liste der gemachten Aufnahmen des Lied der Erde findet sich übrigens hier.
Aus der Liste würden mich noch einige "neuere" interessieren, z. B. Levine-Norman-Jerusalem, Haitink-Hampson-Heppner, Rattle-Hampson-Seiffert.
ZitatAlles anzeigenOriginal von a.b.
Wie sind eigentlich die Ernst Haefliger- Aufnahme vom Lied der Erde?
1) Jene mit Mildred Miller unter Bruno Walter mit den New Yorkern (Sony)? 1960
2) Wie diese mit Nan Merriman und Eugen Jochum und dem Concertgebouw (DGG)? 1963
3) Wie diese mit Grace HOFFMAN und Hans Rosbaud mit den Kölnern (PHOENIX)? 1955
4) Wie diese mit Merriman unter Eduard Van Beinum mit dem Concertgebouw (Epic)? 1956
Eine Liste der gemachten Aufnahmen des Lied der Erde findet sich übrigens hier.
ZitatOriginal von Melot1967
Aus der Liste würden mich noch einige "neuere" interessieren, z. B. Levine-Norman-Jerusalem, Haitink-Hampson-Heppner, Rattle-Hampson-Seiffert.
Zum "Lied von der Erde" gibt es doch einen eigenen Thread, in dem einige dieser Aufnahmen schon erwähnt oder besprochen worden sind:
Gustav Mahler: Das Lied von der Erde
Viele Grüße
Bernd
Hallo,
Um nochmal auf die Kindertotenlieder zurück zu kommen. Ich glaube es wurde noch nicht erwähnt, aber es gibt eine sehr schöne Aufnahme mit dem jungen Fischer-Dieskau und dne BErliner Philharmonikern unter Kempe (1956)

Ich bin eigentlich kein ausgesprochener Freund der Stimmer Fischer-Dieskaus, aber auf dieser Aufnahme, in der er 31 Jahre alt ist, gefällt er mir wirklich sehr gut. Seine Stimme hat da noch eine NAtürlichkeit, die ich später etwas vermisse. DAs Gleiche gilt auch für die LIeder eines fahrenden GEsellen unter Furtwängler, die glaube ich schon mal erwähnt wurde
Gruss ![]()
Syrinx
Hallo,
was mich mit Mahler verbindet, sind an erster Stelle die Kindertotenlieder, dann aus den 24 Liedern:
Hans und Grethe
Wer hat das Liedlein erdacht
Um schlimme Kinder
Wo die schönen Trompeten blasen
um nur mal einige zu nennen.
Liebe Grüsse
ZitatOriginal von Siegfried
Immerhin hat das erste von 2 aufeinander folgenden Mahler-Gedenkjahren begonnen.
Ja, stimmt. Wobei ich davon ausgehe, daß der 100. Todestag 2011 interessanter werden wird als der diesjährige 150. Geburtstag...
Sehr zu empfehlen ist übrigens die Einspielung des Ensemlbe Mutare. Hier werden die 'Kindertotenlieder', 'Rückert-Lieder' sowie 'Lieder eines fahrenden Gesellen' in kammermusikalischer Besetzung dargeboten.
Klaus Mertens
Geht mir sehr an Herz und Seele (obwohl nicht vorhanden...)
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Ich bin noch ganz erschlagen von der Lektüre der Beiträge zu den Mahler-Liedern, ein weiterer Beweis für die Tatsache, was das für ein tolles Forum hier ist. Für mich ist der Liedkomponist Mahler immer der eigentliche Mahler gewesen, und fast alle Lieder und Liedzyklen sowie auch die Lieder aus den Sinfonien kenne ich sehr gut, viele davon auswendig. Wenn ich (bald hätte ich gesagt: durch die Mahlersche Natur) wandere, singe ich sie so manchmal vor mich hin, natürlich nur, wenn sonst niemand zuhört; Singen ist einfach die beste Methode, Texte zu lernen. Ich habe aber von allen Lieder oder Zyklen immer nur eine Aufnahme und erfahre hier, was es da noch so alles gibt. Allerdings muss ich sagen, dass diese eine Aufnahme, die ich habe, fast immer auch die Referenzaufnahme des Stückes ist. Aber so richtig vollkommen ist keine, ich sage nur (was ja hier auch festgestellt wurde), dass etwa die wunderschöne Aufnahme der Wunderhornlieder mit Szell und Fish-Dish (das hat mir gefallen) doch von der allzu neckischen Elisabeth Schwarzkopf sehr getrübt wird ("Bald gras ich am Neckar, bald gras ich am Röi-höin...). Ich möchte hier nur noch mal den Hinweis aufgreifen, den Johannes Roehl gemacht hat: eine meiner liebsten Mahler-Aufnahmen ist die von Daniele Gatti und dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra mitder 4. Sinfonie. Außer dem 4. Satz (Das himmlische leben) singt Ruth Ziesak 4 frühe Lieder in einer Orchestrierung von D. und C. Matthews. traumhaft schön, vor allem "Nicht wiedersehen". Für dieses Stück brauche ich immer ein Taschentuch.
In zwei Etappen habe ich diese Lieder DVD- gehört und gesehen mit dem sicherlich führenden Mahlersänger unserer Zeit, Thomas Hampson, in beispielhaften Interpretationen unter Leonard Bernstein mit den Wiener Philharmonikern einerseits und mit den Wunderhornliedern in einem Konzert aus dem Mann-Auditorium in Tel Aviv, ebenfalls unter Leonard Bernetein und dem Israel Philharmonic, als Gesangssolisten Lucia Popp, Sopran und Walton Groenroos, Bariton.
Wenn ich dem Booklet Glauben schenken darf, dann sind die Wunderhornlieder in Tel Aviv im Mai 1984 aufgenommen worden, die Kindertotenlieder in Wien im Oktober 1988 und die Lieder eines fahrenden Gesellen und die fünf Rückert-Lieder im Februar 1990, nur wenige Monate vor Bernsteins Tod. Sollten sie auch in der Reihenfolge im Februar 1990 aufgeführt worden sein, dann mutet es fast makaber an, dass dann das letzte Lied gewesen wäre: „Ich bin der Welt abhanden gekommen“. Da kommen Erinnerungen auf, dass nämlich Sir John Barbirolli nur kurz vor seinem Tod dieses Lied mit Janet Baker geprobt hatte, ausgerechnet als Vorbereitung für eine Tournee nach Israel.
Ich kann sagen, dass auch Thomas Hampson dieses Lied sehr ergreifend vorgetragen hat, ebenso wie die dreizehn übrigen. Überhaupt sind seine Diktion und sein Pianissimo, seine Kopfstimme und seine Legatofähigkeit überragend, was gerade auch hier den Mahler-Liedern zu Gute kommt.. Es fällt schwer, noch andere Lieder hervorzuheben, vielleicht aus den Kindertotenliedern „Wenn dein Mütterlein“ und „In diesem Wetter, in diesem Braus“, die mich in der Interpretation Hampsons sehr stark ergriffen haben, aber auch in seinem ersten Lied „Wenn mein Schatz Hochzeit macht“ aus den „Liedern eines fahrenden Gesellen“, fällt schon ein dunkler Schatten auf das Leben, fühlen wir uns unversehens in Schuberts Liederkosmos versetzt und sehen den großen Bogen, der hier geschlagen wird.
Aus dem Konzert der Wunderhornlieder hat mich vor allem Lucia Popp überzeugt, während Walton Groenroos zwar über eine kräftige Stimme verfügt, aber nicht die Ausdruckstiefe von Lucia Popp oder Thomas Hampson erreicht. Auch gefiel mir der Klang der Aufnahme aus Israel bei weitem nicht so gut wie derjenige aus Wien. Der Klang vor allem der Holzbläser schien mir zuweilen recht rustikal.
Liebe Grüße
Willi ![]()
Sagitt meint:
Alois Mühlbacher singt Mahler, mit maximaler Reinheit und einer Melancholie, die man einem 15jährigen nicht zutraut.
Mühlbacher,um Mitternacht.....
Ich habe gestern Abend diese Neuerwerbung gehört und gesehen. Thomas Hampson und Wolfram Rieger gaben dieses Konzert am 25. Oktober 2001 im Théatre Musical de Paris - Châtelet. Ich habe einen Teil dieses Konzertes schon einmal auf Classica gesehen.
Diese DVD ist nicht eine pure Wiedergabe des Konzertes, sondern es ist von einer Reihe von Interview-Statements der beiden Künstlern angereichert und in drei Themenbereiche gegliedert. Die Lieder entstammen im Wesentlichen den Wunderhorn-Liedern und frühen Liedern. Nach der Einteilung in die Themenbereiche ist die Reihenfolge auf der DVD folgendermaßen:
Teil I: Fabeln und Parabeln von Natur und Menschen
1. Interview Hampson/Rieger
2. Frühlingsmorgen (1882),
3. Ablösung im Sommer (1887-1890),
4. Rheinlegendchen (1893),
5. Interview Hampson,
6. Lob des hohen Verstandes (1896),
7. Interview Rieger,
8. Des Antonius von Padua Fischpredigt (1893);
Teil II: Humoresken und Balladen, Szenen von Trennung und Krieg
9. Interview Rieger/Hampson,
10. Aus! Aus! (1887-1890),
11. Starke 'Einbildungskraft (1887-1890),
12. Interview Hampson,
13. Zu Straßburg auf der Schanz (1887-1890),
14. Revelge (1899),
15. Interview Hampson,
Teil III: Balladen und Allegorien, Transzendenz des Lebens
16. Der Tambourg'sell (1901),
17. Interview Hampson,
18. Lied des Verfolgten im Turm (1898),
19. Interview Hampson ,
20. Wo die schönen Trompeten blasen (1898),
21. Interview Hampson,
22. Das irdische Leben (1893),
23. Interview Hampson,
24. Das himmlische Leben (1892),
25. Interview Hampson/Rieger,
26. Urlicht (1893);
Eigentlich ist jedes Lied, das Hampson mit seinem Begleiter Wolfram Rieger darbietet, etwas ganz Besonderes. Hampson präsentiert sich in diesem Konzert einmal mehr als einer der führenden Mahler-Interpreten unserer Zeit, und auch Rieger, der ein glänzender Pianist ist, zeigt hier, dass ihm die Musik Gustav Mahlers sehr nahe steht. Er betont dies auch in den Interview-Ausschnitten. Wenn ich mich nicht irre, ist er Geoffrey Parsons Nachfolger als Begleiter Hampsons. Ich habe allerdings auch eine Winterreise des Duos Hampson/Sawallisch.
Wenn man nun nach absoluten Höhepunkten sucht, dann sind das m. E.
- aus dem ersten Teil "Rheinlegendchen" (Wunderhorn-Lieder), das "Lob des hohen Verstandes" (Wunderhorn-Lieder) und "des Antonius zu Padua Fischpredigt" (Wunderhorn-Lieder),
- aus dem zweiten Teil "zu Straßburg auf der Schanz" (Wunderhorn-Lieder) und revelge (Wunderhorn-Lieder),
- aus dem dritten Teil alle Lieder;
In diesem Teil liefert Hampson auch zu jedem Lied einführende Erklärungen und stellt sie, wie auch in anderen Interview-Teilen, in einen Kontext mit Menschen und ihren Problemen und ihrem Zusammenleben, ihren Ängsten und Sehnsüchten.
Hampson und Rieger begründen auch, warum sie in ihren Mahler-Programmen stets das "Urlicht" an den Schluss setzen. Der Text des Liedes liefert die Begründung.
Eine wirklich sehr empfehlenswerte DVD, die den Einblick in Mahlers Liedschaffen wirklich vertieft.
Liebe Grüße
Willi ![]()
Hallo,
es geht hier um den Vergleich zweier Lieder von Mahler, „Die zwei blauen Augen“ (aus Lieder eines fahrenden Gesellen, Text Mahler) und „Ich bin der Welt abhandengekommen“ (aus Fünf Rückert-Liedern).
Es handelt es sich um die ursprünglichen Fassungen für Bariton und Klavier. Eine für mich gute Interpretation, die den Kompositionen von Mahler durch ihre Ausgeglichenheit nicht noch zusätzlichen Schmerz, süße Klage und… (Schmalz) hinzufügt; dem kommt die wohllautende Stimme des Baritons entgegen und auch die unaufgeregte Klavierbegleitung
a..... teilt mit Keine Ergebnisse für B003BZC2RU in Musik
Die CD 16 dieser Box enthält „Lieder eines fahrenden Gesellen, Kindertotenlieder und 5 Rückert-Lieder“ – Interpreten: Thomas Hampson, Wiener Phil. L. Bernstein.
Es muss an der Orchestrierung liegen (denn die Harmonik dürfte unverändert sein – einen Notenvergleich habe ich jedoch nicht vorgenommen), dass die weitaus verbreitetere Orchesterfassung bei mir so larmoyant ankommt. Mahler konnte über die Orchesterfarben viel besser seine Intuition ausdrücken, als ihm das mit der Klavierfassung möglich war.
Viele Grüße
zweiterbass
Ein weitaus unterschätzter Liedsänger ist der österreichische Bariton Wolfgang Holzmair nicht nur bei Schubert, Schumann, Wolf usw. nein, auch Mahler war eine Domäne von ihm, nach einem Mahler Liederabend habe ich ihn dann schätzen und lieben gelernt.
Aus diesem Grunde empfehle ich diese CD.....
AD Mai 2011

AD Januar 2011

Was ich an ihm besonders liebe ist die überragende Wortdeutlichkeit!!
Er singt diese Lieder mit einer vorbildlichen Diktion und leuchtet alle Facetten der Interpretation voll aus, wie man es selten zuhören bekommt und ohne je manieriert zu wirken denn seine Art der künstlerischen Übermittlung der Lieder ist geprägt von reiner Natürlichkeit!
LG Fiesco
Ein weitaus unterschätzter Liedsänger ist der österreichische Bariton Wolfgang Holzmair nicht nur bei Schubert, Schumann, Wolf usw. nein, auch Mahler war eine Domäne von ihm, nach einem Mahler Liederabend habe ich ihn dann schätzen und lieben gelernt.
Also da habe ich vor vielen Jahren einmal Schubert-Lieder erworben und ganz andere Eindrücke gewonnen, aufgrund dieser Aussage werde ich mir diese CD nun demnächst noch einmal anhören ...
Unbestritten ist natürlich, dass ein selbst erlebter Liederabend im Konzertsaal immer noch das Beste ist, um einen Interpreten - zumindest subjektiv - beurteilen zu können.
Ich weiß nicht ganz genau, was hart konkret meint, wenn er zu dem Beitrag von Fiesco, den Liedinterpreten "Holzmair" betreffend, anmerkt:
"Also da habe ich vor vielen Jahren einmal Schubert-Lieder erworben und ganz andere Eindrücke gewonnen, ..."
Aber er scheint, so habe ich ihn verstanden, in der Beurteilung der spezifischen Eigenart von Holzmairs Liedgsang anderer Meinung zu sein als Fiesco, der diesen in seinem Wesen mit den Worten auf den Punkt bringt:
"Er singt diese Lieder mit einer vorbildlichen Diktion und leuchtet alle Facetten der Interpretation voll aus, wie man es selten zuhören bekommt und ohne je manieriert zu wirken denn seine Art der künstlerischen Übermittlung der Lieder ist geprägt von reiner Natürlichkeit!"
Ich kenne den Liedinterpreten Holzmair leider nicht aus der Live-Erfahrung im Konzertsaal, wohl aber aus der Beschäftigung mit seiner Schubert-, Schumann- und Wolf-Lied-Interpretation, wie sie mir in einer ganzen Reihe von CDs vorliegt. Daraus stellte sich ein Bild von ihm ein, das sich sehr wohl mit dem deckt, das Fiesco hier kurz skizziert hat. Holzmair vermag einen nicht vom Sessel zu heben mit seiner gesanglichen Liedinterpretation, - eben weil er auf das verzichtet, was Fiesco mit dem Begriff "Manierismus" anspricht. Dieser wird zwar gerne benutzt, ist aber unscharf. Gemeint ist die Einbeziehung der Semantik des lyrischen Textes in die stimmliche Gestaltung der Liedinterpretation, wie sie Dietrich Fischer-Dieskau erstmals in markanter Weise vorgelegt hat, wie sie sachlich - von der Textbezogenheit der Liedmusik her - absolut berechtigt ist und ihm - völlig zu Unrecht - immer wieder einmal kritisch vorgehalten wurde. Derlei liedmusikalischer Interpretation enthält sich Holzmair konsequent. Dafür liefert er aber eine höchst solide, weil in der Stimmführung perfekte und die Melodik in ihrer Struktur und ihren spezifischen Eigenarten absolut korrekt wiedergebende und darin sehr wohl beeindruckende gesangliche Leistung ab.
Ich habe seine Interpretation des Liedes "Im Dorfe" aus Schuberts "Winterreise" im Thread Schuberts „Winterreise“ post Fischer-Dieskau einmal mit den Worten beurteilt:
"Man meint zu hören, dass Holzmair und Haefliger sich dem Ethos der absoluten Notentreue verpflichtet fühlen. Holzmair verzichtet auf jegliche, die Semantik des lyrischen Textes über Gebühr bemühende sängerische Interpretation der melodischen Linie und beachtet sorgfältig alle Vorgaben des Notentextes – etwa bei den Bögen, die Schubert der in Terzen ansteigende melodische Linie bei den Worten „mit allen Träumen“ beigegeben hat, so dass diese hier jenen leicht elegisch angehauchten Ton entfaltet, der ihr in der Gestalt, die Schubert ihr verliehen hat, innewohnt. Und Haefliger schlägt die Achtelfiguren in so rascher Abfolge und am Ende hart abreißend an, das man das feindlich Abweisende dieser nächtlich-dörflichen Welt vom ersten Takt an unmittelbar zu verspüren meint.
Gerade weil sie so schlicht, so unprätentiös daherkommt, ist dies nicht nur eine ganz und gar gelungene, sondern auch beeindruckende Interpretation dieses Liedes."
Und ich denke, das ist ein Beleg für das, was oben zur Eigenart seiner Liedinterpretation meinte.
Erwartungsvoll blicke ich dem entgegen, was bei hart aus dem "Noch-einmal-Anhören" seiner CD herauskommt.
Die Sache hatte mich so interessiert, dass ich einen Brief spontan unterbrochen habe, um diese eine CD, die ich von Holzmair habe, herauszusuchen. Es ist eine Philips-Aufnahme von 1994, da war der Sänger 42 Jahre alt, also im besten Sängeralter. Diese CD bietet 22 Schubert-Lieder, darunter auch »Schwanengesang«.
Zunächst gilt mein Dank Fiesco, der diesen alten Thread wieder aufgestoßen und mich auf den Sänger aufmerksam gemacht hat. Mein Hörerlebnis liegt nun 24 Jahre zurück, da war ich wohl noch sehr von Dietrich Fischer-Dieskau geprägt, der für mich das Maß der Dinge war und immer noch ist, aber inzwischen habe ich doch eine erweiterte Sichtweise. Nachdem ich diese Aufnahmen im jahrzehnte langen Abstand nochmal anhörte, gibt für mich keinen Grund, der Einschätzung von Helmut Hofmann auch nur mit einer Silbe zu widersprechen.
"Er singt diese Lieder mit einer vorbildlichen Diktion und leuchtet alle Facetten der Interpretation voll aus, wie man es selten zuhören bekommt und ohne je manieriert zu wirken denn seine Art der künstlerischen Übermittlung der Lieder ist geprägt von reiner Natürlichkeit!"
Keine Frage, dass ich mir diese Mahler-Lieder umgehend besorge.
Hallo hart, diese Aussage ist von mir, wobei ich dem lieben H.H. es genauso gegönnt hätte!
"Er singt diese Lieder mit einer vorbildlichen Diktion und leuchtet alle Facetten der Interpretation voll aus, wie man es selten zuhören bekommt und ohne je manieriert zu wirken denn seine Art der künstlerischen Übermittlung der Lieder ist geprägt von reiner Natürlichkeit!"
LG Fiesco
Hallo lieber Helmut Hofmann, danke für deine lieben Worte!!
Ich muss ein bisschen ausholen um verständlich zu machen, wie bei mir das mit den Liedern generell war. Ich habe damals vor langer Zeit nichts mit Liederabenden nichts am Hut gehabt, bin nur mal mitgegangen wenn meine beste Freundin mit mitgeschleppt hat. Dann lernte ich beruflich Hartmut Höll kennen und bekam viele der Liederabend mit bei denen er begleitete! ..... (Unter anderem auch FiDi war nichts für mich, und er begleitete auch E.Schwarzkopf bei ihren Meisterkursen, diese bösartige Frau, zu der ich nie mehr eine richtige Liebe aufbauen konnte beim anhören ihrer CDs , bis heute, ich muss dabei immer an das erlebte denken!) ... Da war dann hie und da auch mal etwas besonderes dabei, der meinigen Durchbruch kam bei einen Liederabend mit Barbara Bonney, das war so unglaublich schön
und ich mich nicht meiner Tränen schämte. Soweit so gut dann hörte ich Christa Ludwig (viele Opernaufnahmen von ihr kannte ich ja) mit den Wesendonck-Liedern und Strauss, lieber Gott damit konnte ich ja rein garnichts anfangen.
Jaaaa und dann, dann kam er und ich war verzaubert, danach habe ich viele Liederabende mit ihm gehört, auch Lieder die mir nicht so lagen z.B. Hugo Wolf.
In einem Merker Interview sagte er
ZitatFür mich ist der „Müller“ ein junger Bursch, ich singe das nicht als Erzähler, sondern bin eben der Typ, der mitten in der Geschichte steht.
Das gleiche habe ich auch bei seiner Winterreise so gehört, aber noch einmal, es war nie übertrieben, er konnte es so natürlich wie möglich einem darbieten, so als wäre er gerade mitten im Geschehen, ob das Stilistisch OK ist kann ich nicht beurteilen, aber er erreichte damit sein Publikum! Ich weiß nicht wie oft ich in den Konzerten saß und den Mann mit offenem Mund anstarrte, für diese wunderbaren Erlebnisse bin ich ihm auf ewig dankbar!
Noch ein kurzer Satz zu Jonas Kaufmann zum Liederabend *der schönen Müllerin*, das war beim Konzert zum weinen schön, aber leider Gottes überhaupt nicht nachhaltig, irgendwann ist das vergessen!
LG Fiesco
Du hast uns, lieber Fiesco, hier ein beeindruckendes, weil sich als persönliches Bekenntnis ereignendes Beispiel dafür geliefert, wie sehr die Rezeption von Musik, hier der Liedmusik, an das unmittelbare sinnliche Erleben in Gestalt einer Begegnung mit ihrer konzertanten Realisierung gebunden ist.
Vielen Dank dafür!
Dem Hinweis von Fiesco habe ich diese Aufnahme zu verdanken. Längst vergriffen beim Werbepartner.
Gustav Mahler (1860-1911): Des Knaben Wunderhorn
Der Bariton Maarten Koningsberger und Ed Spanjaard am Klavier treffen in meiner Einschätzung den Tonfall, den diese Lieder benötigen. Grosse Textverständlichkeit des Sängers und die einfühlsame Begleitung des Pianisten sind mir eine Freude.
Insgesamt liegen 24 Wunderhorn-Texte in Vertonungen von Gustav Mahler vor. 17 wurden für diese Einspielung ausgewählt.
Wikipedia klärt auf:
Bereits vor der Entstehung der zwölf Lieder, die heute üblicherweise als Mahlers „Wunderhorn-Lieder“ bezeichnet werden, hatte Mahler zwischen 1887 und 1891 neun Klavierlieder geschrieben, die Texte aus Des Knaben Wunderhorn zur Grundlage haben. Diese erschienen 1892 als Heft 2 und 3 von Gustav Mahlers Sammlung „Lieder und Gesänge“ (gelegentlich auch fälschlich als „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“ zitiert).
In einem Brief erwähnte Mahler, dass die Wunderhorn-Lieder von einer Person gesungen werden sollen. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es Brauch, die dialogisch angelegten Liedtexte auf eine männliche und weibliche Singstimme zu verteilen. Lied des Verfolgten im Turm, Wo die schönen Trompeten blasen, Aus! Aus! sowie Der Schildwache Nachtlied sind so konzipiert. Diese Anforderung der verteilten Rollen meistert Maarten Koningsberger gekonnt.
Lieber moderato, mMn liegt es auch an der wunderschönen dunklen Stimme des Baritons! ![]()
LG Fiesco
Lieber Fiesco
Der Niederländer Maarten Koningsberger hat eine eindrückliche Bariton-Stimme. Gesangstechnisch meistert er die Aufgabe vorbildlich. Wo Höhe gefordert ist beeindruckt er mich besonders. Es sind beim Werbepartner wenige Aufnahmen mit seinen Interpretationen. Blendet man die nicht mehr erhältlichen ein, hat es eine grosse Anzahl von Liedaufnahmen.
Der Liedbegleiter Ed Spanjaard spielt seinen äusserst anspruchsvollen Klavier-Part ausgezeichnet.
Antiquarisch wird man vielleicht noch fündig.
