Ute Vinzing



  • Liebe Taminoeaner
    Gestern* hatte ich unter dem Thread > Was höre ich gerade jetzt <
    bereits etwas über sie geschrieben, wovon ich einen Teil übernehme.


    Ich möchte ihr eine eigene Rubrik einrichten.
    Erstens weil ich denke, dass sie es verdient hat.
    Zweitens, weil ich sie zu wenig kenne .....und hoffe, dass einige von Euch sie vielleicht LIVE erlebt haben und sich an sie erinnern.


    Vor ca 10 Jahren hat Ute Vinzing ihre Karriere beendet


    Ich hab vergessen WER es war, aber ein Taminoeaner hat die Gesamtaufnahme von der FROSCH unter Sawallisch (EMI) als seine Referenzaufnahme der Strauss'schen Oper bezeichnet. Die Studioaufnahme ist von 1987, Kollo singt den Kaiser, Alfred Muff den Barak und Ute Vinzing die Färberin.


    Ich besitze diese Aufnahme nicht, sondern habe über sie erstmalig vor wenigen Minuten auf diesem Forum Notiz erhalten.


    Gibt es diese Aufnahme noch ???? Wie ist die Vinzing?


    Existieren sonstige "offizielle" Schallplattenaufnahmen von ihr?


    Ich kenne hauptsächlich oben genannte 4 CD Box, die aus Privataufnahmen der Sängerin zusammengestellt ist und bei Gala erschienen, z.Zt für/n Appel und nen Ei bei JPC zu erhalten ist.


    gestern schrieb ich:


    Ich habe sie einmal LIVE erlebt, Ende der Achtziger, als Walküren-Brünnhilde.........
    sie war grandios !!!!


    Ich hatte ihren Namen vorher nie gehört (welche Schande !).


    Erst Jahre später, am Ende ihrer Karriere, hörte ich sie in einer
    Radioübertragung LIVE aus der Wiener Staatsoper als ELEKTRA.
    Diese Strauss-Oper ist für mich die Schwierigste, weil ich diese Dauer-Anspannung schwer ertragen kann............
    Ute Vinzings Darstellung hat mich dermassen erschüttert, dass ich diese Oper dann endlich auch LIVE des öfteren sehen und zunehmend schätzen konnte.
    Ich besitze eine TRISTAN Aufnahme (Privat-Aufnahme) mit ihr und Wolfgang Fassler. An ihre fantastische Isolde kommen für mich eigentlich nur die Mödl, Varnay und Leider für mich ran.


    Wie das Schicksal so spielt, diese grosse Deutsche dramatische Sopran hatte nie einen Schallplattenvertrag.
    Ich finde es sehr traurig.....eigentlich ein sehr grosses Versäumniss der Plattenindustrie.
    Da gibt es neben Hildegard Behrens und Waltraud Meier, die als einzige (?) "Deutsche"( dram. Sopranistinnen) in den vergangenen 30 Jahren einigermassen schallplattenmässig vertreten sind....kaum jemand.


    Die Schnaut in ihren guten Jahren, gibt es weder als Isolde noch als Brünnhilde auf Platte, tragisch, denn ihr Bayreuith-Debut kam zu spät.......
    Ursula Schröder-Feinen gibt es auch nur hauptsächlich in Radio-Mitschnitten.....
    und Ute Vinzing, deren Stimme ich als eine Art Synthese aus Varnay und Behrens empfinde, ist nicht nur kaum auf Tonträgern vertreten.....sondern auch nicht sehr bekannt.


    Für alle, die die grossen dramat. Partien des Deutschen Fachs lieben, ist diese Aufnahme (4 CDs) ein SEGEN !!!


    Gruss............................."Titan"




    *DIESER Thread hier ist eine 100%ig Rekonstruktion eines zerstöteen Originalthreads vom 18.8.2010
    Der Thread auf den sich diese Bemerkung bezog existiert indes nicht mehr

  • Ute Vinzing ist zusammen mit ihrem Gatten, dem bekannten Musikwissenschafler Professor Claus Rösler, ein beliebter Stammgast bei den Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft. Eine kluge, charmante Dame mit Format und Stil. In der Unterhaltung ist eine kompetente, erfahrene Persönlichkeit mit Tiefgang zu erleben.
    Ich hatte auch nie das Glück, diese Sängerin auf der Bühne zu genießen . Ich kenne ebenfalls nur die vorgestellten Aufnahmen und war zum großen Teil von den sängerischen Leistungen positiv überrascht und beeindruckt. Es ist anerkennenswert und spricht für die Qualität von Ute Vinzing, dass die Opernwelt diese Aufnahmen vorstellte und überaus gut beurteilte.
    Es ist häufig zu erleben, dass plötzlich ein Sänger auftaucht, über dessen Können man erstaunt ist und der eine lange, erfolgreiche Karriere hatte. Irgendwie hat ihn die Tonträgerindustrie negiert oder andere Künstler haben die populären Spitzenplätze belegt. In der Zeit der Ute Vinzing wurde das hochdramatische Fach von Birgit Nilsson, Astrid Varnay und Martha Mödl dominiert.
    Vergessen wir aber bitte nicht, dass es verdiente Sängerinnen und Sänger, wie eben Ute Vinzing sind, die das Niveau in der Breite hochhalten und so den hohen Standard an deutschen Bühnen auch im Repertoire garantieren.
    Viele ähnliche Beispiele können und sollten bei Tamino aufgezeigt werden.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Zunächst möchte ich hier Titans Frage nach der Frau ohne Schatten beantworten: Es gibt sie, zumindest im Marketplace von amazon:




    Diese legendäre Einspielung ist die einzige Gesamtaufnahme der Oper, die ohne Kürzungen auskommt.


    Hier die kompletten Daten:


    Aufnahme: Feb., März, Sept., Dez. 1987, Studio
    Spieldauer: 190'51 (62'30, 63'04, 65'17) [vollständig]
    Dirigent: Wolfgang Sawallisch
    Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Chorleitung: Hans-Peter Rauscher


    Barak: Alfred Muff
    Der Bucklige: Kenneth Garrison
    Der Einarmige: Jan-Hendrik Rootering
    Der Einarmige: Kurt Rydl
    Der Geisterbote: Andreas Schmidt
    Der Kaiser: René Kollo
    Die Amme: Hanna Schwarz
    Die Erscheinung eines Jüngling: Paul Frey
    Die Kaiserin: Cheryl Studer
    Dienerin: Birgit Calm
    Dienerin: Julie Kaufmann
    Dienerin: Cynthia Sieden
    Färberin: Ute Vinzing
    Hüter der Schwelle: Cyndia Sieden
    Stimme des Falken: Julie Kaufmann
    Stimme von Oben: Marjana Lipovsek
    Wächter: Jan-Hendrik Rootering
    Wächter: Kurt Rydl
    Wächter: Andreas Schmidt


    Ansonsten ist die Ausbeute an Platten/CD-Aufnahmen äußerst dürftig; die Gala-Box besteht aus Schnipseln von Privat-Live-Mitschnitten aus diversen Opernhäusern.


    LG

  • Titan schrieb weiter oben, dass er Ute Vinzing einmal live als Brünnhilde erlebt hat. Mir ging es genauso, ich habe sie in Düsseldorf erleben können. Hier war sie 10 Jahre lang in den regelmäßigen Ring-Aufführungen von 1975 - 1984 zu sehen. Gleichzeitig gastierte sie in dieser Zeit in diesen Rollen auch in den großen Opernhäusern weltweit, in Buenos Aires, New York, Seattle, Paris, Barcelona, Wien, Berlin usw.....


    Es gibt einen Privatmitschnitt der "Walküre" aus Buenos Aires unter Hans Wallat, dem damaligen GMD der Rheinoper, in dem sie als Brünnhilde zu hören ist, mit James King und Thomas Stewart.



    Geboren wurde sie am 9.9.1936 in Wuppertal; erlernte den Beruf der Schneiderin; sie war Schülerin von E. Boeker in Lüdenscheid, dann heimlich von Carrino in Düsseldorf und nicht zuletzt von der großen Sängerin Martha Mödl. Nachdem sie in Berlin bei einem Wettbewerb gewonnen hatte, begann ihre Karriere 1967 am Stadttheater von Lübeck, dem sie bis 1970 angehörte. Dann kam sie an das Opernhaus in ihrer Heimatstadt Wuppertal, von wo aus erste Gastspiele in Düsseldorf erfolgten. Weitere Gastspiele folgten, nach Hamburg, Wien und München... und dann die ganze Welt - seit 1976 als freie Künstlerin!
    Zum Abschluß ihrer langen Karriere gab sie in Lübeck, wo alles begonnen hatte, ihr Abschiedskonzert.


    LG


    THREADRESTAURIERUNG - BITTE NUR NACH AUFRUF HIER ANTWORTEN
    Bitte VITELOZZO-TAMARE einen LEERBEITRAG (ein Wort ist nötig, da sonst keine Speicherung möglich) hier anhängen

  • Möchte hier doch noch einmal an Ute VINZING erinnern, die ich mehrmals Life in Wien als Färberin und Elektra hören durfte.
    Einige Beiträge über sie fand ich jetzt bei James King deshalb schreibe ich hier noch einmal über diese Künstlerin!
    Sie war eine ausgezeichnete Sängerin im hochdramatischen Fach, stand aber wie hier schon geschrieben immer im Schatten ihrer Kolleginnen.Das fand ich immer sehr Schade, denn sie hätte viel mehr Aufmerksamkeit gebraucht und natürlich einen Agenten und Intendanten die sie mehr hätten fördern müssen.
    Dazu kommt noch, dass sie ein wunderbarer Mensch ist und völlig unkompliziert und mit sehr viel Humor ausgestattet ist.


    :jubel:

  • Hallo, mucaxel!


    Erst gestern gehört und im Thread über James King darüber geschrieben: Ute Vinzing als Brünnhilde in einem Ausschnitt aus der "Götterdämmerung" unter Carlos Paita. Ute Vinzing gefällt mir als Brünnhilde ausgezeichnet.





    Gruß Wolfgang

  • Leider gibt es die interessante, heute wieder gehörte CD mit Ute Vinzing und James King unter Carlos Paita nur noch gebraucht bei Amazon. Für mich einer der besten Auszüge aus der "Götterdämmerung". Leider kann ich davon kein Cuver einstellen. ;(

  • Hallo Wolfgang,


    hier - zwar ein wenig klein - das Cover. Ich besitze auch diese wunderschöne Aufnahme.



    Gruß
    Manfred

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Heute ist Ute Vinzings Geburtstag, zu dem ich auch die weiter oben von Harald vorgestellte "Frau ohne Schatten" ausgesucht habe:



    Dazu noch ein Foto aus der Deutschen Oper Berlin, an der sie die Färberin an der Seite Dietrich Fischer-Dieskaus sang:


    Heute feiert sie ihren 79. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:


    http://isoldes-liebestod.net/Saengerinnen/Vinzing_Ute.htm

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Willi,


    danke für diese Meldung. Der ausgezeichneten Sängerin und überaus liebenwerten Persönlichkeit herzlichen Glückwunsch mit allen guten Wünschen. Ich werde im Laufe des Tages noch persönlich gratulieren.


    Herzlichst
    Operus

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  • Gerade läuft die "Götterdämmerung" wieder mit Ute Vinzing und James King bei mir. Leider klappt es einfach nicht mit dem Einstellen des Cuvers.


    Ich wusste gar nicht, dass James King den Siegfried gesungen hat. Vielleicht kannst du ja einen Link einstellen?

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

  • Ich wusste gar nicht, dass James King den Siegfried gesungen hat. Vielleicht kannst du ja einen Link einstellen?


    James King hat nie eine der beiden Siegfriedpartien gesungen. Ofter aber hat er Siegfrieds Tod in Konzerten gesungen. Der ist auch auf der Wagner-CD von Carlos Paita, über den ich ja gerade in einem anderen Thread geschrieben habe, - gleichsam als Auftakt zum Trauermarsch!



    Und hier kannst Du ihn hören (leider - wie so oft auf Youtube - klanglich ganz traurig reduziert):



    Beste Grüße
    Caruso41

  • Es ist nicht ganz korrekt, dass James King niemals den Siegfried gesungen habe. Tatsächlich gibt es zumindest einen Konzertauftritt in Wien, wo er den kompletten 3. Aufzug des "Siegfried" an der Seite von Ute Vinzing unter der Leitung von niemandem geringeren als Leonard Bernstein sang.


    Brünnhilde: Ute Vinzing
    Siegfried: James King
    Wanderer: Thomas Stewart
    Erda: Christa Ludwig


    Orchester der Wiener Staatsoper
    Dirigent: Leonard Bernstein


    Die Aufnahme entstand 1985 im Wiener Konzerthaus und wurde auch gefilmt. Zudem wurde auch ein Teil der "Walküre", mindestens Wotans Abschied, mit Thomas Stewart gespielt. Offiziell auf CD oder DVD ist dieses Konzert m. W. leider bislang nicht erschienen.


    Hier zumindest ein Ausschnitt:


  • Es ist nicht ganz korrekt, dass James King niemals den Siegfried gesungen habe.

    Doch, ist es, denn "XY hat den Siegfried gesungen oder nicht gesungen" bedeutet, er hat die Partie komplett gesungen, und nicht nur einzelne ausgewählt Ausschnitte im Konzert. Wenn jemand nur das Adagietto aus der V. Sinfonie von Mahler dirigiert hat, hat er ja auch nicht Mahlers V. dirigiert. Und Matti Salminen hat eben nie DEN Wotan gesungen, selbst wenn er in meinem Konzert mal Wotans Abschied gesungen hat.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Zitat

    Caruso41: Der ist auch auf der Wagner-CD von Carlos Paita, über den ich ja gerade in einem anderen Thread geschrieben habe, - gleichsam als Auftakt zum Trauermarsch!


    Hallo, Caruso!


    Wie ist es Dir gelungen, das Cuver einzustellen? Mir gelingt das bei Amazon einfach nicht. Seltsam. Übrigens ist dies eine von mir gerne gehörte Aufnahme, die auch klanglich überzeugt.



    Gruß Wolfgang

  • Wie ist es Dir gelungen, das Cuver einzustellen?


    Ich habe das Cover von der Homepage von Paita! Mit der rechten Maustaste drauf geklickt, dann auf 'Grafikadresse kopieren' gegangen. Zurück in meinen Antwort-Beitrag auf Tamino gegangen. Das Zeichen angeklickt.
    Dann macht ein Fenster auf, in das kann man die Grafikadresse eingeben!


    So, hoffentlich ist da so richtig beschrieben! Sonst muss einer der Experten helfen.
    Das geht eigentlich so auch mit Grafiken von JPC und Amazon!


    Einen schönen Tag und beste Grüße


    Caruso41


  • Auf die gleiche Weise habe ich es eben von Amazon kopiert:


    1. Cover mit der rechten Maustaste anklicken,


    2. "Grafik-Info anzeigen" mit der linken Maustaste anklicken,


    3. Grafik-Info mit der rechten Maustaste anklicken,


    4. "Kopieren mit der linken Maustaste anklicken,


    5. In Tamino rechte Maustaste anklicken,


    6. "Einfügen" mit der linken Maustaste anklicken,


    7. Grafik-Info markieren,


    8." Bild einfügen" (s.o.) mit der linken Maustaste anklicken;


    Dieser zugegeben etwas nervige Weg ist immer erforderlich, wenn von einer Aufnahme nur noch wenige oder gar keine Exemplare mehr lieferbar oder zur Zeit vergriffen sind.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • [timg]http://seattleopera50.com/wp-c…6.jpg;l;300;450;*;Seattle Opera[/timg]


    Jeanne Cook (Gerhilde), Helmwige (Linda Kelm), Karen Middleton (Sieglinde), and Ute Vinzing (Brünnhilde/rechts) © Chris Bennion


    Mit diesen schönen Fotos aus einer traditionell gehaltenen "Walküre", wie sie 1977 und 1978 in Seattle aufgeführt wurde, möchte ich auch an dieser Stelle den 80. Geburtstag von Ute Vinzing erwähnen. Es ist bereits erwähnt worden, dass es nur wenige offizielle Dokumente gibt, die diese hochdramatische Sängerin an Aktion hören lassen oder gar zeigen. Dabei gibt es in privaten Sammlungen sehr viele Dokumente, darunter auch eine "Walküre" als stimmungsvoller von der antiken Freilichtbühne in Organge, "Ringe" (darunter Paris konzertant 1986 unter Marek Janowski), "Elektra", "Fidelio", "Frau ohne Schatten" auch live, "Fidelio" oder den schon an anderer Stelle auch akustisch erwähnten "Lohengrin" aus Leipzig. Wer weiß, vielleicht kommt ja noch etwas davon ans Licht. Verdient hätte es diese bedeutende und sehr liebenswürdige Künstlerin schon.


    Gruß Rhgeingold

  • Zunächst ganz herzlichen Gllückwunsch mit allen guten Wünschen zum runden Geburtstag an Ute Vinzing. Wir haben dieser großen Künstlerin, die eine ganz liebe Freundin der Gottlob-Frick-Gesellschaft geworden ist, im Namen der Gesellschaft und auch privat ganz herzlich mit einem Blumengruß gratuliert. Wie von Tamino-Kollegen bereits ausgeführt ist es ein Jammer, dass es von dieser ausgezeichneten Sängerin nur so wenige Tondokumente gibt. Nochmals Bedauern, dass die Labels in dieser Zeit als Hochdramtische nur Varnay, Nilsson, Mödl und auch schon zu wenig Ligendza besetzten. Sängerinnen wie Ute Vinzing, die eine interessante und echte Alternative gewesen wären, wurden vernachlässigt. Bei allen die die große Künstlerin auf der Bühne erleben durften, oder heute noch mit ihr Kontakt haben, genießt diese sympathische, gewinnende, kluge Persönlichkeit hohe Sympathie und Wertschätzung. Wir freuen uns schon auf den Besuch des Ehepaares Vinzig/Rößner im Oktober bei unserem Künstlertreffen.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • eine "Walküre" als stimmungsvoller von der antiken Freilichtbühne in Organge

    Sogar als Video, dabei sind Robert Hale als Wotan und Hanna Schwarz als Fricka, eine fantastische Besetzung für den 2. Akt.



    Wer weiß, vielleicht kommt ja noch etwas davon ans Licht.

    Wenn man den Namen der Sängerin bei Youtube eingibt, stößt man wirklich auf einiges, auf mehr als bei vielen anderen Sängern. Habe gerade das Ende des 3. Aktes "Tosca" mit ihr und dem von mir hochverehrten Heikki Siukola als Cavaradossi gehört, Wuppertal in den 1980er Jahren - da gibt es für Vinzing-Freunde noch so einiges bei Youtube zu entdecken.


    Eigentlich spricht das nicht für uns, dass wir erst durch Willis nachgereichte "Merker"-Jubiläen auf ihren 80. Geburtstag aufmerksam wurden, da nehme ich mich gar nicht aus. Es zeigt aber, dass dieser runde Geburtstag der verdienstvollen Künstlerin in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde - insofern ist es doch gut, dass einige von uns jetzt nachträglich etwas dazu schreiben.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Ich muss mich aber auch selbst schelten, dass ich ihr schon in diesem Thread in Beitrag Nr. 10 zum 79. Geburtstag gratuliert habe und es da leider verabsämt habe, sie in meine Sängerinnendatei für September aufzunehmen, denn dann hätte ich ihr dieses Jahr pünktlich zum Achzgisten gratulieren können. Na ja, nun steht sie an der richtigen Stelle, und mir bleibt nur die Hoffnung, an ihrem 85. rechtzeitig zur Stelle zu sein. :hail:


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Den Namen Ute Vinzing kenne ich schon lange. Von der Tonträgerindustrie wurde sie ja nicht unbedingt besonders gefördert, was über ihren künstlerischen Rang natürlich nichts aussagt.


    Ich kam dieser Tage auf den "Ring" aus Seattle, wo sie über einige Jahre hinweg die Brünnhilde in den drei betreffenden Opern sang. Es ist schade, dass es keine dieser Aufnahmen bis heute auf eine offizielle CD geschafft hat, weil Vinzings Darstellung wirklich auf sehr hohem Niveau ist.


    Seattle ist in Sachen Wagner ohnehin ein hochinteressantes Opernhaus, das bereits seit den 70er Jahren drei "Ring"-Produktionen aufführte: 1975-1984, 1985-1995 und seit 2000. Es wurden unter dem langjährigen Chefdirigenten Henry Holt (gebürtiger Wiener) in den 70ern und frühen 80ern auch englischsprachige Aufführungen des "Rings" aufgeführt (Übersetzung: Andrew Porter). Man ist in Seattle bis heute sehr bedacht auf naturalistische Inszenierungen, so dass es ein Jammer ist, dass der 2013er "Ring" zwar auf CD, nicht aber auf DVD oder Blu-ray erschienen ist.

  • Ich kam dieser Tage auf den "Ring" aus Seattle, wo sie über einige Jahre hinweg die Brünnhilde in den drei betreffenden Opern sang.

    Wer sind denn da so ihre Sangespartner?

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Es singen neben Vinzing u. a. Edward Sotter (Siegmund), Johanna Meier (Sieglinde), Rudolf Holtenau (Wotan/Wanderer), Noel Mangin (Hunding, Fafner, Hagen), Herbert Becker (Siegfried), Malcolm Rivers (Alberich) und Paul Crook (Mime). Kaum ein "Superstar" darunter, aber eigentlich überwiegend auf hohem bis sehr hohem Niveau.

  • Vielen Dank für deine hilfreiche Antwort! :)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


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  • Hallo, Taminos!


    Merkwürdig, dass hier noch niemand die Aufnahme der konzertanten "Elektra" vom 14. 1. 1984 aus Paris genannt hat, die im selben Jahr bei der französischen Firma 'Rodolphe' auf Schallplatten und später auch auf CD erschien. (Witzigerweise wird Ute Vinzing auf dem Cover "Ute Wizing" genannt! Leider kann ich aus technischen Gründen das Cover nicht einstellen.)


    Hier die komplette Besetzung: Klytämnestra - Maureen Forrester / Elektra - Ute Vinzing / Chrysothemis - Leonie Rysanek / Orest - Bent Norup / Aegisth - Horst Hiestermann / Der Pfleger des Orest und Ein alter Diener - Fernand Dumont / Die Vertraute - Hanna Schaer / Die Schleppenträgerin - Jocelyne Chamonin / Ein junger Diener - Thierry Dran / Die Aufseherin - Bernadette Antoine / Fünf Mägde - Huguette Brachet, Hanna Schaer, Sonia Nigoghossian, Nicole Monestier und Jocelyne Chamonin / Choeurs de Radio-France - Ltg.: Michel Tranchant / Orchestre National de France - Dirigent: Christof Prick (der sich international "Perick" nannte.) Es handelt sich um einen Mitschnitt von Radio-France aus dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris.


    Meiner Meinung nach eine der besten "Elektra"-Aufnahmen, vor allem Vinzing und Forrester sind großartig, während die sonst von mir heißgeliebte 'Leonie' etwas matt wirkt. Die Kombination Vinzing-Rysanek gibt es auch in einem Mitschnitt der "Elektra" vom Ravinia Festival 1986 unter James Levine mit dem Chicago Symphony Orchestra und mit Mignon Dunn, Simon Estes und Robert Nagy. (Übrigens war 1983 bei EMI eine Aufnahme unter Klaus Tennstedt
    geplant mit Ute Vinzing, Eva Marton, Christa Ludwig und José van Dam!)


    Viele Grüße!


    Carlo