Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2011)


  • Ja, das ist eine meiner Lieblingsaufnahmen. Da stimmt irgendwie alles (selbst die Tonqualität ist für das extreme Alter ganz gut).


    Jede Aufnahme mit Georg Hann ist ein Gewinn meiner Sammlung, so auch als Scarpia auf deutsch.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Der Haydn lässt mich nicht los: Sinfonie Nr. 92 "Oxford", nach wie vor Hugh Wolff und das hr-sinfonieorchester



    Grüße,


    Garaguly

  • Mahlzeit allerseits. Die kam heute neu :



    Ludwig van Beethoven, Symphonien Nr 1 & 2
    Anima Eterna, Jos van Immerseel

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Zum Feierabend schwüle Spätromantik aus dieser neuerworbenen Box:

    Franz Schmidt (1874-1939):
    Sinfonie Nr. 1 in E-Dur für großes Orchester


    Detroit Symphony Orchestra
    Ltg. Neeme Järvi



    Schöne Aufnahme! — Um einiges spritziger als die slowakische Einspielung von 1994 mit dem Radio-Sinfonieorchester Bratislava unter Ludovít Rajter.



    Schöne Grüße aus Berlin!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Ja, das ist eine meiner Lieblingsaufnahmen. Da stimmt irgendwie alles (selbst die Tonqualität ist für das extreme Alter ganz gut).


    Ja, die Männer sind ausgezeichnet. Hotter in Topform mit einem ungewohnten Ansatz: Völlig undämonisch, eher resigniert.


    Aber die Senta der Ursuleac ist eine Katastrophe - in der Ballade ist Florence Foster-Jenkins näher als Wagner. So schlecht, dass es fast schon wieder hörenswert ist. Unglaublich.


  • Und nun weiter mit schweizerisch-russischer Kammermusik:



    Paul Fjodorowitsch Juon (1872-1940):
    Klaviertrios Opp. 17, 39 & 60


    Altenberg Trio Wien



    Ein etwas - sagen wir mal - merkwürdiges Cover hat diese CD aber die Musik darinnen ist vom Allerfeinsten!



    Beste Grüße!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Ich wollte den "Holländer" dann jetzt doch noch einmal mit Hotter, aber einer sehr guten Senta hören:



    Wow! Die Ouvertüre, dirigiert von Fritz Reiner ist vom Allerfeinsten! Was für ein Gefühl für Temporelationen und Dramatik!!!! Reiner war mir als Wagner-Dirigent gar nicht so bewusst, trotz des 1936er Tristan.


    Hotter geht den Auftrittsmonolog weniger resigniert als 1944 an. Gefällt mir fast noch besser.


    Sven Nilsson, der Sänger des Daland, ist wohl nicht mit Birgit Nilsson verwandt?! Weiß jemand etwas über ihn? Ich konnte außer einem Bild nichts finden.

  • Hallo, Wolfram!


    Hier gibt es Auskunft:


    Nilsson, Sven, Baß, * 11.5.1898 Gävle, † 1.3.1970 Stockholm; er studierte zuerst Ingenieurwissenschaft und war 1923-28 in diesem Beruf tätig. Dann entschloß er sich zum Gesangstudium, das er in Stockholm bei Gillis Bratt und Hjaldis Ingebjarth und 1928-30 in Dresden bei Ivar Andresen absolvierte. 1930 wurde er an die Staatsoper von Dresden berufen, an der er als Heerrufer im »Lohengrin« debütierte und bis 1944 eine große Karriere hatte. Hatte er anfänglich Baritonpartien gesungen, so wurde er bald als erster Bassist dort eingesetzt. Man schätzte ihn vor allem als Wagnersänger, aber auch als Sarastro in der »Zauberflöte«, als Osmin in Mozarts »Entführung« und als Ochs im »Rosenkavalier«. Er wirkte in Dresden in den Uraufführungen der Opern »Daphne« (15.10.1938 als Peneios) von Richard Strauss, »Der verlorene Sohn« von Robert Heger (31.3.1936) und »Romeo und Julia« von Heinrich Sutermeister (13.4.1940) mit. 1934-42 sang er Jahr für Jahr bei den Wagnerfestspielen von Zoppot, wo man vor allem seinen Pogner in den »Meistersingern« zu schätzen wußte. 1946 wurde er Mitglied der Königlichen Oper Stockholm, an er bis zu seinem Tod aufgetreten ist, u.a. 1948 in der Uraufführung von Kurt Atterbergs »Der Sturm«, 1956 in der Uraufführung der Oper »Porträttet« von Hilding Rosenberg, 1959 in der Ur-
    [Lexikon: Nilsson, Sven, S. 1. Digitale Bibliothek Band 33: Sängerlexikon, S. 17794 (vgl. Sängerlex. Bd. 4, S. 2539) (c) Verlag K.G. Saur]

    W.S.

  • Jetzt (noch kurz vor dem Urlaub) Musik aus Russland:


    Taneyev, Sergey Ivanovich (1856-1915)
    Symphony No 2 B flat minor

    Russ. State Symphony Orchestra, Valeri Polyansky


    und davor


    Haydn, Franz Joseph (1732-1809)
    Rotterdam Philharmonic Orch., Ticciati

    Hakan Hardenberger


    (Mitschnitt)

    Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • und die ist auch neu :



    Gustav Mahler, Symphonie Nr 1
    Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester, Gary Bertini

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Ich stehe immer noch unter dem Schock der Senta-Ballade der Viorica Ursuleac (Krauss 1944), die eher in das Florence-Foster-Jenkins-Gebiet gehört.


    Habe zum Vergleich die Aufnahmen der Ballade mit


    - Marta Fuchs, 1940, Berlin, Bruno Seidler-Winkler
    - Elisabeth Rethberg, 30. Januar 1930, New York, R. Bourdon


    angehört, um zu hören, was 1944 möglich gewesen wäre (Ursuleac und Rethberg sind Jahrgang 1894, Marta Fuchs Jahrgang 1898 ).


    Da liegen Welten dazwischen ...


    ... diese Box enthält die beiden genannten Schätze und vieles anderes mehr:


  • Vorhin gehört: "La donna del lago" von Rossini, mit Caballé, Bonisolli, Hamari u. a.


    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Und nun: Giovanni Zenatello. Ein "Othello" der Extraklasse!


    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Ich werde mich heute Abend einer Kassette mit 4 Vinyl-Platten widmen, die ich aus meiner Sammlung herausgepickt habe: "Unvergessene Stimmen der Wiener Staatsoper". Seltene Aufnahmen mit einer Widmung von Clemens Höslinger. Eine Sonderproduktion der ÖMV. Hier gibt es ein Wiederhören mit den Stimmen von:


    Irmgard Seefried, Elisabeth Schwarzkopf, Maria Cebotari, Wilma Lipp, Hilde Konetzni, Sena Jurinac, Martha Mödl, Carla Martinis, Lisa DellaCasa, Elisabeth Höngen, Hide Güden, Ljuba Welitsch, Dagmar Hermann, Julius Patzak, Helge Roswaenge, Anton Dermota, Rudolf Schock, Walther Ludwig, Erich Kunz, Hans Braun, Alfred Poell, Hans Hotter, Otto Edelmann, Ludwig Weber und George London. Trotz der historischen Aufnahmen ein Ohrenschmaus!

    W.S.

  • Lieber Wolfgang,


    die Liste liest sich wie ein Festmenü, würdig der Hochzeit eines Königs. Viele meiner vokalen Lieblinge stehen drauf ... ich wünsche viel Vergnügen! ( ... gehabt zu haben?!)


    Viele Grüße
    Wolfram

  • Nachdem ich ich zwei der vier Flötenquartetette op. 19 von Johann Christian Bach gehört habe,



    zieht's mich doch wieder zu Haydn. Aus den Aufnahmen, die Hartmut Haenchen um 1990 herum mit dem Kammerorchester "Carl Philipp Emanuel Bach" gemacht hat nun die Sinfonie Nr. 48 C-Dur "Maria Theresia" (1773)



    Grüße,


    Garaguly

  • Lieber Garaguly,


    Haydn kann ich der Tat süchtig machen, ich erinnere mich gut an entsprechende Wochen und wünsche Dir weitere Wonnen!


    Zur Zeit im Player: Das "Rheingold" aus dem Keilberth-Ring von 1955. Vokal vergleichbar gut wie im Krauss-Ring von 1953, doch bei deutlich besserer Klangtechnik. (Starkes Rauschen auf der Bühne in der dritten Szene.)


    Keilberth nimmt die Musik etwas zügiger und schärft ihr Profil stärker, als der auffällig-unauffällige Krauss dies tat. Bisher (drei Szenen, jetzt eine kurze Hörpause) ausgezeichnet!


  • Hallo Wolfram,


    in der Tat - wenn man bei Haydn erstmal angefangen hat, zieht einen die Musik in Ihren Bann. Und dann gibt's da ja auch noch soviel....das kann also dauern!


    Jetzt mal wieder Hugh Wolff mit den Frankfurtern in der C-Dur-Sinfonie Nr. 90 (Aufnahme 2001)



    Beste Grüße,


    Garaguly

  • Da mach' ich immer noch auf den selben Pfaden weiter und höre mir folgende Haydn-Scheibe zur Gänze an:



    Sinfonie Nr. 39 g-moll / Sinfonie Nr. 45 fis-moll "Abschied" / Sinfonie Nr. 59 A-Dur "Feuer"


    L'Estro Armonico; Leitung: Derek Solomons


    Diese CD ist wirklich gut angelegtes kleines Geld.


    Grüße,


    Garaguly

  • Mahlzeit allerseits. Heute beginne ich mit diesem Neuerwerb :



    Gustav Mahler, Symphonie Nr 6
    Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester, Gary Bertini

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Nach einem hervorragenden Rheingold nun auch noch die Walküre aus demselben Zyklus unter Joseph Keilberth (25. Juli 1955):



    Es ist durchaus lebendiger als 1953 unter Krauss, und Gré Brouwenstijn hat als Sieglinde doch erheblich mehr Emotion zu bieten als Regina Resnik.

  • Dvorak 8. unter Szell:

    Vor ein paar Tagen hatte ich die Kubelik Aufnahme gehört:

    In der Kubelik Aufnahme hatte ich das Werk ursprünglich (damals noch auf LP) kennengelernt - war anfangs von der 8. enttäuscht (tja, das ist wohl erst so, wenn man ähnliches wie in der 9. erwartet). Mittlerweile mag ich sie sehr und muß sagen, daß mir Szell doch noch besser gefällt als meine altgeliebte Kubelik-Einspielung. Kubelik wirkt frischer, die Musik klingt sehr unbelastet optimistisch, aber bei Szell bekommt das Ganze doch mehr Spannung und Tiefgang.


    Gruß aus Freiburg
    Byron

    non confundar in aeternum


  • Liebe Freunde!


    Habe mal mit meinem ehemaligen Klaviertrio eines dieser 2 Trios (weiß nicht mehr welches) gespielt und in sehr guter Erinnerung.
    Unglaublich interessante Musik, die (wie so vieles anderes) leider viel zu wenig bekannt ist und gespielt wird.


    :yes:


    LG Florian


    :hello:

    Gustav Mahler: "Das Wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten."

  • Bei mir geht's erst einmal weiter mit meiner Lieblingsmesse von Haydn, nämlich der "Missa in tempore belli"/"Paukenmesse" unter der Leitung von Meister Kubelik. Diese Aufnahme Kubeliks kenne ich schon ewig. Die hatte ich schon in den 80ern als Musikkassette im guten alten Walkman auf dem Weg in die Schule über Jahre immer wieder gehört. Gern auch volle "Pulle" zur Freude der morgendlichen Mitfahrer in der Straßenbahn :D . (Die Aufnahme der "Paukenmesse" entstand im Juli 1963 im Münchener Herkulessaal.)


    Elsie Morrison, Sopran / Marjorie Thomas, Alt / Peter Witsch, Tenor / Karl Christian Kohn, Bass / Bedrich Janácek (bemerkenswerte Namenskopplung 8) !!!), Orgel / Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Rafael Kubelik



    Beste Grüße,


    Garaguly

  • Juraj Cizmarovic, Konzertmeister des WDR Rundfunkorchesters Köln..., spielt mit diesem, geleitet von dem Aachener Marcus Bosch die Violinkonzerte Pfitzners und Siegfried Wagners....

    Einfach um mal in Pfitzners Violinkonzert eine Alternative zu hören, jetzt diese:

    Gerhard Taschner. Völlig anders. Erdiger, fernab aller Gefühligkeit. Überzeugt mich auf Anhieb, eine Aufnahme, die mich unmittelbar anspricht und die ich derjenigen aus Köln vorziehe.

  • Heute war mir nach etwas Violine und da kam mir diese CD in den Sinn:



    Wer sie noch nicht kennt, diese Leila Josefowitz, hat etwas versäumt. Dieser Mendelssohn hat etwas von einer Referenzaufnahme, d.h. sie setzt einfach Maßstäbe. Die Solistin schwelgt sowohl in den lyrischen Passagen, gibt sich aber auch ungemein brilliant und zupackend in den sonstigen Abschnitten.
    Dazu das Valse scherzo von Tschaikowsky, auch sehr hörenswert wie auch das abschließende Glasunow-Konzert, in dem sie noch einmal ihr technisches Können eindrucksvoll unter Beweis stellt, stets gleichermaßen einfühlsam wie wirkungsvoll begleitet vom Montrealer Orchester unter Charles Dutoit.


    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Bei mir mal wieder Bruckners Neunte in einer heute von mir für 3,- Euro erstandenen Aufnahme aus einem Nachlass (praktisch neu und ungehört):



    Tschechische Philharmonie,
    Lovro von Matacic
    (Supraphon, 12/1980, live)


    Ich werde dann im entsprechenden Thread darüber berichten...



    Agon