RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Danke, Joseph II für Deinen Beitrag.
    Ergänzend hierzu noch der Link zu seinem Lebenswerk "Menschen für Menschen" - entstanden aus einer ZDF-Wette:

    [b]



    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Auch ich möchte an dieser Stelle des großen Karlheinz Böhm gedenken.


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Er war der Sohn des berühmten Dirigenten Karl Böhm (1894—1981).


    Mich wundert, dass in keinen der abendlichen Bericht zum Tod von Karlheinz Böhm, die ich zur Kenntnis nahm, auf seinen Vater verwiesen wurde, obwohl er diesem zunehmend ähnlicher wurde.


    Rheingold

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Es wurde wohl in einem kurzen Bericht erwähnt, das er kein so gutes Verhältnis zu seinem Vater gehabt haben soll., da er aufgrund seiner Dirigier Tätigkeiten sehr viel unterwegs war und kaum Zeit für ihn hatte.

  • Da vermutlich von den Unter-dreißig-Jährigen viele kaum etwas mit Karlheinz Böhm verbinden (man muss 40 sein, um besagte Wette halbwegs bewusst miterlebt zu haben), wäre eine Erwähnung des Vaters, den nur noch wenige Unter-50-Jährige "auf dem Schirm" haben, für einen Großteil der Hörer keine interessante Information gewesen. Und die anderen wissen es ohnehin. Eher dürften die schauspielenden Kinder/Enkel/Neffen? von Karlheinz erwähnt worden sein.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Karl Böhm und Karlheinz Böhm, konträrere Charaktere gibt es ja auch nicht so leicht. Interessanterweise wird der (Über-)Vater im englischen Telegraph durchaus erwähnt. Das schwierige Verhältnis zwischen Karlheinz Böhm und seinen Eltern wird angeschnitten. Einmal soll sich der Sohn nach einem Streit sogar die Pulsadern aufgeschnitten haben.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Da vermutlich von den Unter-dreißig-Jährigen viele kaum etwas mit Karlheinz Böhm verbinden (man muss 40 sein, um besagte Wette halbwegs bewusst miterlebt zu haben), wäre eine Erwähnung des Vaters, den nur noch wenige Unter-50-Jährige "auf dem Schirm" haben, für einen Großteil der Hörer keine interessante Information gewesen. Und die anderen wissen es ohnehin. Eher dürften die schauspielenden Kinder/Enkel/Neffen? von Karlheinz erwähnt worden sein.


    Also das kannst Du nicht im Ernst gemeint haben? ?( Demnach müssten ja auch andere Themen aus den Medien herausgehalten werden, mit denen die Unter-dreißig-Jährigen nichts verbinden. Da fiele mir eine ganze Menge ein. Erst dieser Tage las ich eine Untersuchung über die erschreckende Ahnungslosigkeit junger Menschen über Ersten Weltkrieg.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Ich habe das ja nicht gutgeheißen, nur eine mögliche Ursache vermutet. Allerdings habe ich Deinen vorherigen Beitrag wohl missverstanden; ich hatte an eine Kurzmeldung von wenigen Minuten bei Heute/Tagesschau o.ä. gedacht, nicht an einen längeren Sonderbeitrag.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Dann ist ja alles gut. :)

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Fast unbemerkt ist er von uns gegangen:



    David W. Nadien (* 12. März 1926 in New York City; † 28. Mai 2014 ebenda) war ein amerikanischer Violinist, Konzertmeister und Geigenvirtuose. Er spielte eine Guarneri del Gesù. Unter Leonard Bernstein war er von 1966 bis 1970 Konzertmeister der New Yorker Philharmoniker.
    Nadien wurde 88 Jahre alt.


    R. I. P.


    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)


  • Heute verließ uns Mal Sondock in Köln nach kurzer, schwerer Krankheit.
    Er wurde 74 Jahre alt.
    Mal Sondock war ein Diskjockey, Hörfunkmoderator, Musikproduzent und Sänger, der lange Jahre im WDR stilbildend für Musikmoderation wirkte.
    Die Diskothek im WDR wurde in den 60er und 70er Jahren zur populärsten Musiksendung des WDR für junge Leute.

    mfG
    Michael


  • Heute verließ uns Mal Sondock in Köln nach kurzer, schwerer Krankheit.
    Er wurde 74 Jahre alt.
    Mal Sondock war ein Diskjockey, Hörfunkmoderator, Musikproduzent und Sänger,
    der lange Jahre im WDR stilbildend für Musikmoderation wirkte.
    Die Diskothek im WDR wurde in den 60er und 70er Jahren zur populärsten Musiksendung des WDR für junge Leute.


    siehe auch hier: Leben und Sterben lassen - Die tägliche Gedenkminute

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Der spanische Dirigent, Rafael Frühbeck de Burgos, ist tot. Er starb im Alter von 80 Jahren in Pamplona in Nordspanien. Der Musiker hatte letzte Woche seinen Rücktritt als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie bekanntgegeben. Dieses Amt hatte er vor zehn Jahren übernommen. Rafael Frühbeck de Burgos begann seine Dirigentenkarriere 1958 in Bilbao. Von 1966 bis 1971 war Generalmusikdirektor der Stadt Düsseldorf und Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker. Es folgten Stationen in Montreal, Tokio, Wien und Berlin. Rafael Frühbeck de Burgos gilt als einer der bedeutendsten Dirigenten Spaniens.



    R.I. P.


    Erst vor wenigen Tagen haben wir über seine Erkrankung gesprochen: Rafael Frühbeck de Burgos - kein Selbstdarsteller

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ein großer Verlust. Zuletzt war er Chefdirigent des Dänischen Nationalorchesters (seit 2012). Bei der Dresdner Philharmonie hörte er schon 2011 auf.


    R. I. P.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid


  • Der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher, ist tot. Er starb im Alter von 54 Jahren. Das bestätigte die FAZ. Genauere Umstände zu seinem Tod wurden zunächst nicht bekannt. Schirrmacher trat in den 80er Jahren in die Feuilleton-Redaktion der FAZ ein und wurde später ihr Leiter - als Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki. Seit 1994 war er einer von fünf Herausgebern der Zeitung. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Schirrmacher als Buchautor bekannt - unter anderem mit den Titeln "Das Methusalem-Komplott" und "Ego".

    (Quelle: WDR)


    Ursache des Todes: Herzinfarkt


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Gestern verstarb im Alter von 89 Jahren der häufig nicht genügend geschätzte Operndirigent Berislav Klobucar.
    Birgit Nilsson zum Beispiel führte ihn immer als einen ihrer liebsten Dirigenten auf.


  • Am 18. Juni 2014 ist der Grammy Award Preisträger, Arrangeur, Komponist, Dirigent, Entertainer und Plattenstar Johnny Mann in seinem Heimatort Anderson, South Carolina, gestorben. Er wurde 85 Jahre alt.
    Mit seiner Gruppe, den "Johnny Mann Singers" nahm er über 36 LPs auf und wurde vielfach preisgekrönt.


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)


  • Hubert Deuringer (* 18. Januar 1924 in Empfingen; † 16. Juni 2014 ebenda) war ein deutscher Musiklehrer, Arrangeur und Orchesterleiter.


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Julius Rudel (* 6. März 1921 in Wien; † 26. Juni 2014 in New York City) war ein amerikanischer Dirigent österreichischer Herkunft, der von 1957 bis 1979 künstlerischer Leiter der New York City Opera war.



    Der Dirigent und langjährige künstlerische Leiter der New York City Opera, Julius Rudel, ist tot. Der gebürtige Österreicher starb am Donnerstag im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Manhattan.
    Rudel wurde 1921 in Wien geboren. Er studierte an der dortigen Musikakademie. 1938 emigrierte die Familie vor den Nazis nach New York. Bereits 1944 gab Rudel sein Debüt als Dirigent an der New York City Opera, die sich als „Volksoper“ im Gegensatz zur Metropolitan Opera profilierte. Doch auch an der Met dirigierte er zahlreiche Vorstellungen. Weltweit stand Rudel am Pult, unter anderem in Berlin, Mailand, London, Buenos Aires, Wien, Paris und München.


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • In meiner Jugend begleiteten mich seine Lortzing-Opernquerschnitte - immer wieder gerne gehört!



    Christoph Stepp, der in den 1990er-Jahren als Chefdirigent der Münchner Symphoniker amtete, ist im Alter von 86 Jahren gestern gestorben.


    Christoph Stepp wurde 1927 in Breslau geboren und wuchs in München auf, wo er Ende der 1940er Jahre die Staatliche Hochschule für Musik besuchte. Nach dem Staatsexamen gründete er 1950 das Münchner Kammerorchester, dem er bis 1956 als Chefdirigent vorstand. Sodann wechselte er als Kapellmeister zur Staatsoper München und danach zu den Städtischen Bühnen Augsburg. 1960 übernahm der erst 33-Jährige die Leitung des Philharmonischen Orchesters der Pfalz.


    Unter seiner Leitung erlebte das Philharmonische Orchester der Pfalz in den 60er Jahren einen künstlerischen Aufschwung. Ab 1980 führte Stepp die Remscheider Symphoniker als Generalmusikdirektor zu überregionalen Erfolgen. Von 1990 bis 1996 übernahm er die Position des Chefdirigenten des Symphonie-Orchesters Graunke und initiierte dort auch die Umbenennung des Orchesters in Münchner Symphoniker (1990).


    Als Gastdirigent gab er zahlreiche Konzerte mit bedeutenden Orchestern des In- und Auslandes, leitete internationale Dirigentenkurse und war Honorarprofessor der Kunitachi-Musikhochschule in Tokyo. (pd)



    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Johnny Winter (* 23. Februar 1944 als John Dawson Winter III in Beaumont, Texas; † 17. Juli 2014), war ein amerikanischer Blues-Gitarrist, Sänger und Produzent.



    Johnny Winter kam mit Albinismus zur Welt. Er ist der ältere Bruder des Musikers und Komponisten Edgar Winter. Seine Vorbilder waren Muddy Waters, und B. B. King.


    Heute ist er gestorben. Nähere Einzelhgeiten sind noch nicht bekannt.


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • heute 85jährig verstorben:


    Schwabinger Gisela (* 24. Januar 1929 in Moers; † 25. Juli 2014 München),
    mit bürgerlichem Namen Gisela Jonas-Dialer war eine deutsche Chansonsängerin. Mit ihrem 1952 in München-Schwabing eröffneten Lokal Bei Gisela wurde sie zu einer Institution. Bei ihr trafen sich Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten – jung und alt, arm und reich, unbekannt und prominent.


    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Bereits am vergangenen Sonntag starb in Südafrika die Regisseurin Ana Christine Haffter im Alter von 45 Jahren.



    Sie wurde als Tochter eines Schweizer Vaters und einer deutschen Mutter in Südafrika geboren und wuchs in Pretoria auf. Nach einer bühnenpraktischen und -theoretischen Ausbildung am Technikon Pretoria war sie Inspizientin an der Oper Kapstadt und Regieassistentin an der Staatsoper Pretoria, wo sie u.a. mit Pet Halmen und Günter Schneider-Siemsen zusammenarbeitete.
    Als Inspizientin hat sie bei den Bayreuther Festspielen 1993 Heiner Müllers "Tristan" und von 1994 bis 1998 Alfred Kirchners "Ring" betreut.
    1996 kam sie als Regieassistentin und Abendspielleiterin an das Staatstheater am Gärtnerplatz und arbeitete u.a. mit Kurt Horres und Vicco von Bülow zusammen. 1998 debütierte Ana Haffter am Gärtnerplatztheater am als Regisseurin mit Wilfried Hillers Kinderoper "Waldkinder". Es folgten Cole Porters „Kiss Me Kate” (2005 auch in Leipzig) und die lange gespielte "La Traviata" (2001). Im gleichen Jahr inszenierte sie am Kieler Opernhaus Harvey Schmidts "I Do! I Do! – Das Musikalische Himmelbett". Die "Traviata" blieb lange die einzige Operninszenierung der Musical-Spezialistin, 2009 folgte jedoch noch "Hänsel und Gretel" in St. Gallen.


    2003 inszenierte Ana Haffter erstmals am Anhaltischen Theater Dessau, und zwar das Musical "Der Zauberer von Oss". Bis 2009 folgten sechs weitere Inszenierungen am gleichen Haus: "Das Land des Lächelns" (2005), "Heidi" (2006), "The King and I" (2008), "Der Opernball" (2008), "Der Mann von La Mancha" (2009) und "La Perichole" (2009). In der zweiten Hälfte der Dessauer Intendanz von Johannes Felsenstein, war sie die einzige Gastregisseurin, die sich neben -(und vor) dem Hausherren behaupten konnte und kontinuierlich am Haus inszenierte. An der Musikalischen Komödie (MuKo) in Leipzig inszenierte sie in der Spielzeit 2003/04 die immer noch in Repertoire befindliche "Rocky Horror Show", 2005 im Leipziger Opernhaus das Musical "Hair".


    Bis zum Tode Vicco von Bülows blieb sie diesem eng verbunden und durfte sich offiziell "Mitarbeiterin Loriots" nennen. Er verfügte testamentarisch, dass sie seine noch laufenden Operninszenierungen betreuen solle.
    Im März 2012 übernahm Ana Haffter die halbszenische Einstudierung und Abendspielleitung für die "Candide"-Aufführungen in der Loriot-Fassung an der Deutschen Oper Berlin mit Simone Kermes und Grace Bumbry (Die Loriot-Texte sprach Ben Becker). Es war das letzte Mal, dass ich sie sah. Als im vergangenen Jahr zu gesundheitlichen auch private Problemen hinzukamen, entschloss sie sich, Deutschland zu verlassen und in ihr Heimatland zurückzukehren.


    Seit 2008 musste Ana Haffter gegen eine schwere heimtückische Krankheit kämpfen - leider hat sie diesen Kampf nun verloren.


    Als sie noch gesund war, sprühte Ana geradezu vor Energie, hatte ein einnehmendes Wesen, viele witzige Einfälle, war ein nie versiegender Quell von Fantasie und Inspiration. Sie konnte hinreißend vorspielen und wahnsinnig überzeugend sein. Es war ein großes Erlebnis und eine große Freude, mit ihr zusammenzuarbeiten. Wer sie nicht kannte, hat definitiv etwas verpasst!


    Ihr Tod betrübt mich sehr, ich werde ihr Andenken stets in Ehren halten!


    R.I.P.


    Hier noch zwei Szenenfotos aus der von ihr inszenierten Deutschen Erstaufführung des Musicals "Heidi" von Stephen Keeling und Shaun McKenna am Anhaltischen Theater Dessau:



    R.I.P.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


  • Der britische Dirigent Frank Shipway ist im Alter von 79 Jahren am Steuer seines Jaguars XJ8 tödlich verunglückt.


    Shipway war Schüler von Hans Werner Henze und Igor Markevitch und in den 1970er-Jahren Assistent von Lorin Maazel an der Deutschen Oper Berlin. Er dirigierte die London Philharmonia, das Cleveland Orchestra, das Royal Stockholm Philmharmonic ebenso wie das Orchester der Mailänder Scala.


    Zwischen 1996 und 1999 war Shipway Leiter des Orchestre du Philharmonique de la radiotélévision flamande BRT in Belgien und Dirigierlehrer am Conservatoire de Bruxelles. (Quelle:cf)



    R. I. P.

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)