RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

Harald Kral · 2.023 Beiträge · letzte Antwort von Symbol

2.023 Beiträge
  • Nach Robert Redford hat die Filmwelt eine weitere Hollywood-Ikone verloren:


    DIANE KEATON (1946 - 2025)


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    Seit den 1970er Jahren galt Diane Keaton als eine der bedeutendsten Schauspielerinnen. In jenem Jahrzehnt traf sie auf Woody Allen, mit dem sie nicht nur eine jahrelange private Beziehung verband, sondern der sie auch zur Hauptdarstellerin in einigen seiner Filme gemacht hat. Für den gemeinsamen Streifen Annie Hall (1977) - Deutscher Titel: "Der Stadtneurotiker" - gewann sie den Oscar als Beste Schauspielerin. Weltberühmt wurde sie jedoch mit Der Pate (1972) von Francis Ford Coppola. 1974 und 1990 war sie auch in den anderen beiden Filmen der Trilogie zu sehen.

    Für Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit (1982), Marvins Töchter (1996) und Was das Herz begehrt (2003) erhielt sie weitere Oscar-Nominierungen.

    Zu ihrer umfangreichen Filmografie zählen auch Baby Boom (1987), Vater der Braut (1991), Manhattan Murder Mystery (1993), Der Club der Teufelinnen (1994) oder Book Club - Das Beste kommt noch (2018) und Book Club - Ein neues Kapitel (2023). Immer wieder Filme, die sie zur Königin der romantischen Komödie Hollywoods machten.

    Bis zuletzt stand Keaton vor der Kamera und war damit eine der wenigen Schauspielerinnen Hollywoods, die auch im fortgeschrittenen Alter noch gute Rollen bekam.

    Im letzten Jahr kam mit Summer Camp (2024) ihr letzter Film heraus.

    Nun ist Diane Keaton, die in den letzten Monaten mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und sich zurückgezogen hatte, mit 79 Jahren verstorben.

  • Hallo,

    im Alter von 100 Jahren ist June Lockhart verstorben. Wer kennt diese Schauspielerin noch? Sie spielte in den 50er und 60er Jahren die Ruth Martin, also die Mutter, in der Fernsehserie Lassie.

    Schöne Grüße

    wega


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    KS Kaja Borris ist am 23. Oktober im Alter von 86 Jahren verstorben.


    Berliner werden sich an sie erinnern, war sie doch über Jahrzehnte an der Deutschen Oper engagiert. Ab 1971 im Operstudio der DOB, seit 1973 war sie dort Ensemblemitglied.

    Ich als Nichtberliner habe sie dort nur in der Rolle der Lola in Cavalleria Rusticana erlebt; das war im September 1979, aber trotzdem kann ich mich gut an sie erinnern.


    Eine Kuriosität: Bei Operbase wird sie als Tenor geführt.


  • Der schwedische Schauspieler Björn Andrésen, der als Tadzio in Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" 1971 bereits 16-jährig Weltruhm erlangte, ist nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstorben. Das Etikett des "schönsten Jungen der Welt" wurde für ihn bald zur Belastung. Die Musik Gustav Mahlers spielt in der Verfilmung eine bedeutende Rolle.


    Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/…92-4ae7-9884-842ea75b6469

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Der Darsteller des "Tadzio" in Luchino Viscontis Verfilmung der Thomas Mann-Novelle "Tod in Venedig", der schwedische Schauspieler Björn Andrésen, ist im Alter von 70 Jahren verstorben.


    Der weltweite frühe Ruhm, der mit dieser Rolle einherging, brachte ihm nicht nur Glück, wie auch sein späteres Leben eher tragisch verlief.


    Möge er nun in Frieden ruhen.


    MDM

    >>So it is written, and so it shall be done.<<

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  • Der schwedische Schauspieler Björn Andrésen, der als Tadzio in Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" 1971 bereits 16-jährig Weltruhm erlangte, ist nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren verstorben. Das Etikett des "schönsten Jungen der Welt" wurde für ihn bald zur Belastung.

    Das lese ich jetzt erst - und ich gebe zu - mit einiger Betroffenheit. Vor wenigen Jahren wurde der in dem von Joseph verlinkten Spiegel-Beitrag erwähnte Dokumentarfilm über Andrésen auf ARTE gezeigt. Noch kann er bei YouTube angeschaut werden:


    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Hallo,

    gerade habe ich es gelesen: Donald McIntyre, der Wotan des Jahrhundertrings ist 91jährig in München verstorben. Ich habe ihn leider nie live erlebt. Ein großer Verlust.

    wega

  • Hallo,

    gerade habe ich es gelesen: Donald McIntyre, der Wotan des Jahrhundertrings ist 91jährig in München verstorben. Ich habe ihn leider nie live erlebt. Ein großer Verlust.

    wega

    Im nächsten Sommer jährt sich der Bayreuther "Jahrhundertring", den er ab 1976 ganz entscheidend mitgeprägt hat, zum 50. Mal. Er war nicht der stimmgewaltigste Göttervater, aber sehr wenige haben mich ähnlich berührt und geprägt.


    R.I.P. Sir Donald — "Leb' wohl, du kühnes, herrliches Kind!"


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    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Im Herbst 2014 konnte ich beim Künstlertreffen der Gottlob Frick-Gesellschaft dem Göttervater höchstpersönlich erzählen, dass ich einen Mitschnitt des Chéreau-Rings als ständigen Begleiter bei meinen zahlrechen Auslandsreisen mit mir führte. Bei unserem kurzen Gespräch habe ich ihn als einen sehr angenehmen Menschen kennenlernen dürfen.

    Ruhe in Frieden, Sir !

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Hallo,

    gerade habe ich gelesen, dass die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen heute in München gestorben sind. Es war wohl ein begleiteter Suizid.

    Ich habe die beiden Anfang der 90er in Berlin im Theater des Westens in dem Musical Follies gesehen.

    Man muß ihre Entscheidung wohl akzeptieren. Mögen sie in Frieden ruhen.

    wega

  • Gary Lakes ist am 11. November 2025 in Pittsburgh, PA gestorben.


    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Das ist eine gtraurige Nachricht, lieber Orfeo. Im persönlichen Austausch fand ich ihn stets angenehm -auch wenn andere andere Erfahrzungen machten. Aufr alle Fälle ein hochkompetenter, breit aufgestellter Kenner der Gegenstände, über die er hier verhandelten. Ergänzen sollte man noch, daß Jörg aus seiner wissenschjaftlichen Disziplin heraus als Friedensforscher tätig war. Ich habe ihn sehr geschätzt. Möge er in Frieden ruhen!


    Liebe Grüße vom Thomas :(

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ein großer und auch streitbarer Geist im Allgemeinen, der oft zum Nachdenken anregte, selbst wenn man nicht einer Meinung war. Ein beseelter Opern-Afi­ci­o­na­do im Besonderen, der bereits seit seinem Rückzug aus diesem Forum vor viereinhalb Jahren eine schmerzliche Lücke hinterlassen hatte. Möge ihm der ewige Friede zuteil werden.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

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  • Der Historiker Prof. Dr. Jörg Calließ ist am 25. November 2025 verstorben. Der 84-jährige war hier im Forum als Caruso41 bekannt.

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    Auch, wenn wir uns in den Musikthemen selten begegnet sind, Oper ist mir im wesentlichen fremdes Terrain, und ich war, als er ging gerade mal ein Jahr im Forum tätig, so hat mich der Kollege auf den Komponisten Cristóbal Halffter aufmerksam gemacht. Dafür sei ihm Dank


    RIP

  • Als ich 2018 hier im Forum anfing, war ‚Caruso41‘ für mich die absolute Kompetenz im Opernsektor. Sein nicht ganz freiwilliges Ausscheiden habe ich sehr bedauert und ich vermisse ihn bis heute. Möge er in Frieden ruhen.


    Carlo

  • Die Nachricht erschüttert auch mich. Seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner Neugier galten meine Bewunderung. Die vielen klugen und präzisen Beiträge im Forum als Caruso41 setzten Maßstäbe. Gelegentlich tauschten wir uns auch persönlich aus. Jörg war immer hilfsbereit. Er wird mir sehr fehlen.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Das ist sehr traurig. Prof. Callies hatte mir infolge einer Diskussion hier in Tamino über Schuberts Winterreise ein Buch für mich besorgt, wofür ich ihm dann den Betrag auch überwiesen habe auf sein Konto. Er war wirklich ungemein kompetent, was Liedinterpretation angeht und ich empfand seinen Weggang auch als großen Verlust. Es ist leider so, dass es viele sehr sachkompetente Menschen gibt, die Schwierigkeiten haben, Foren kompatibel zu bleiben. Das ist die Schwäche des Internets - der nur virtuelle Kontakt. Wenn man den Menschen, mit denen man in Foren virtuell diskutiert, parallel auch privat begegnen würde zum Plaudern im Kaffeehaus, wäre das anders. Dann baut sich eine persönliche Beziehung auf und der Umgang ist ganz anders. Möge er in Frieden ruhen!

  • Der Historiker Prof. Dr. Jörg Calließ ist am 25. November 2025 verstorben.

    Eine traurige Nachricht. Seine sorgfältig formulierten und abgewogenen Wortmeldungen habe ich immer mit Gewinn gelesen.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Er war eine große Bereicherung für unser Forum und ich habe ihn außerordentlich geschätzt. Möge er in Frieden ruhen!

    Freundliche Grüße Siegfried

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