RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Heute ist im Alter von 74 Jahren Chris Rea verstorben. In den 1990er Jahren für einen geschmeidigen Rock-Pop-Sound mit unverkennbar rauchiger Stimme bekannt, hat er sich nach einer Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs auf Blues verlegt. Bei seinen Auftritten in der Zeit nach 2010 spielte er seine alten Hits kaum noch, aber sein ganzes neues Bluesrepertoire. Ein toller, kreativer Musiker, möge er in Frieden ruhen.


    Chris Rea vestorben


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    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben.


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    Brigitte Bardots einziger Bühnenauftritt war 1953 als Isabelle in "L’Invitation au château" von Jean Anouilh im Théâtre de l’Atelier.

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    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Bereists am 22.12. verstarb der Schauspieler Uwe Kokisch. Er erlag in Spanien einem Lungenkrebsleiden. Den meisten wohl durch seine Rolle als Comissario Brunetti bekannt, war Kokisch ein sehr markanter Schauspieler, der seine Rollen zumeist still interspretierte, ein ruhiger, überzeugender Schauspieler der auch in bewegenden Filmen wie "Wenn wir uns begenen" brillieren konnte. Zu diesem Film setze ich hier auch einen Link. Möge er in Frieden ruhen:


    Wenn wir uns begegnen


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    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Den meisten wohl durch seine Rolle als Comissario Brunetti bekannt, war Kokisch ein sehr markanter Schauspieler, der seine Rollen zumeist still interspretierte, ein ruhiger, überzeugender Schauspieler

    Ich mochte seinen Commissario Brunetti sehr!


    RIP

  • Ich war überrascht und entsetzt.Ich hatte keine Ahnung wie alt er war, die Flme waren ja schon alt. Ich hatte immer auf Fortsetzungen gehofft. Erst ald ich dereinst las , Michael Degen sei 92jährig gestorbn, war mir klar, daß das Illusion war. Nach der kongenialen Drtellung des CommissaeioBrunetti durch -uwe Kokisch - ist eine weiter Verfilmung, sei es Fortsetzung oder Remake in den nächsten Jahren undenkbar.

    RIP

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

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    Mit Filmen wie ... und immer lockt das Weib (1956), Mit den Waffen einer Frau (1958), Die Wahrheit (1960), Die Verachtung (1963) und Viva Maria! (1965) wurde sie weltberühmt. Sie avancierte zum Sexsymbol und wurde zu eine der meistfotografierten Frauen der Welt.

    Ihre Tätigkeit als Schauspielerin beendete sie jedoch früh im Jahr 1973, um sich fortan ausschließlich ihrer größten Liebe zu widmen - den Tieren und deren Schutz. Ihre Bekanntheit nutzte sie gekonnt, um medienwirksam öffentlich Fragen des Tierschutzes zu diskutieren oder Petitionen zu veranlassen. In den 80er Jahren gründete sie eine Stiftung, die es ihr ermöglichte, auch außerhalb Frankreichs, Farmen für geschundene Tiere zu errichten.

    Als sie einst bei einer Demonstration auf den Straßen von Paris Pelze verbrannte, um auf die grausamen Robbenjagden aufmerksam zu machen, führte das letztendlich dazu, dass Präsident Giscard D'Estaing 1977 ein Importverbot von Robbenfellen nach Frankreich erließ. Die Fotos von Bardot mit einem Robbenbaby in Neufundland im Rahmen der damaligen Kampagne gingen dereinst um die Welt und prägten sich nachhaltig in das Gedächtnis ein.


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    So war Bardot auch maßgeblich an der Änderung der Schlachtmethoden in Frankreich beteiligt. Zuletzt kritisierte sie auch Macron scharf, da viele Änderungen betreffend Käfighaltung bei Geflügeln, Tötung von männlichen Küken, der Schächtung oder der Schlachtung von Pferden unerfüllt geblieben sind.

    Dieser lebenslange und unermüdliche Einsatz für das Tierwohl beeindruckt mich zutiefst und war sicher ihre größte Leistung. Alleine dafür verdient Brigitte Bardot (meinen) tiefsten Respekt.


    Macron würdigte die einstige Schauspielerin und Tierschützerin am 28.12. auf X mit folgenden Worten:


    "Ihre Filme, ihre Stimme, ihr strahlender Ruhm, ihre Initialen, ihr Leid, ihre tiefe Tierliebe, ihr Gesicht, das zu Marianne wurde – Brigitte Bardot verkörperte ein Leben in Freiheit. Ein französisches Dasein, eine universelle Ausstrahlung. Sie hat uns berührt. Wir trauern um eine Legende des Jahrhunderts."

  • Auch bei mir ist der Komponist eher beiläufig vertreten, aber nichtsdestotrotz mit markanten Werken. Zu dem vom Kollegen lutgra erwähnten Streichquartett gibt es bei bastille musique noch von Nicolas Hodges , der dort sein damaliges Programm für Donaueschingen aufgenommen hat, was wegen Corona ins Wasser fiel, noch ein Stück für Klavier mit Tonband.


    Auf der der Scheibe erklingt Ciao, carissimo Claudio oder die Steel Drums von San Marco, eine Komposition aus dem Jahre 2017 für Klavier und Tonband. Ein Werk, das ein wenig traurig klingt, aber weit weg von serieller Komposition. Es erzählt vom Riehms Besuch am Grab von Monteverdi. Dessen Kompositionen vermute ich im Hintergrund von Tonband zu hören.



    RIP

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  • Das ist traurig wie immer, wenn ein Mensch, der seine Zeit mit geprägt hat, von uns geht. Rihm war einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten. Zu seinem Gedenken kann man sich u.a. diese Aufnahme von Anne-Sophie Mutter anhören, die sich in meiner Sammlung befindet:


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  • Das ist traurig wie immer, wenn ein Mensch, der seine Zeit mit geprägt hat, von uns geht. Rihm war einer der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten. Zu seinem Gedenken kann man sich u.a. diese Aufnahme von Anne-Sophie Mutter anhören, die sich in meiner Sammlung befindet:


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    Lieber Holger, wahrscheinlich beziehst Du Dich auf Wolfgang Rihm, der leider schon vor eineinhalb Jahren von uns ging.

    RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Lieber Dr Kaletha,


    mit Link zum Werbepartner.......


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Das ist aber die LP - die CD finde ich dort nicht. "Woanders" gebraucht schon.

    Danke!

    Ich habe jetzt nur den Link zum Werbepartner gesetzt!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Zwei spannende Opern von Rolf Riehm sind "Das Schweigen der Sirenen" nach Franz Kafka und "Sirenen – Bilder des Begehrens und des Vernichtens".


    Odysseus Absicht war es, die Sirenen mit einigen Tricks zu überlisten.

    Die aber hatten Odysseus durchschaut, hüllten sich in Schweigen und gaben gar keinen Ton von sich.


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    Ich melde mich ab vom 11. März bis Anfang April 2026. Ein Monat Kur im Thermalbad.

  • Gestern von uns gegangen: der Pianist Tamas Vasary (11.08.1933-05.02.2026). Vasyry hae ich als Star der späten 1960er wahrgenommen, war bim Gelblabel unter Vertrag, was seine Prominenz förderte und vor allem war er ein exzellenter Chopin-Interpret. Seit 1971 trat Vasary auch als Dirigent auf. Von seinen Platten ist heute kaum noch etwas greifbar. Beruhigend für mich, daß ich seine Chopin-(LP)Box besitze. Möge er in Frieden ruhen.



    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

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  • Das ist traurig! Immerhin ist Vasary 93 Jahre alt geworden. Seinen Chopin schätze ich sehr. Die Chopin-Etüden habe ich durch seine Aufnahme überhaupt kennengelernt in Schülerzeiten. Meine Eltern hatten die LP der DGG. Durch Pollinis spätere Einspielung ist Vasarys ältere Aufnahme dann in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, finde ich! Sie ist freilich pianistisch nicht so spektakulär, aber von bestechender Natürlichkeit und Klarheit. Er hat etliche hörenswerte, ja erstklassige Aufnahmen gemacht. Man sollte ihn nicht vergessen! Einen großen Dank für sein Lebenswerk hat er wahrlich verdient und sein Tod ist der würdige Anlass, ihn auch auszusprechen! :hail:

  • Hallo


    Auch habe ihn sehr gut in Erinnerung. Während der Schulzeit hatte ich eine DG MC mit Liszt-Einspielungen. Dank Holgers Empfehlung hatte ich mir auf CD einige seiner Chopineinspielungen besorgt und bin begeistert.


    RIP


    LG Siamak

  • Eine traurige Nachricht, sein Einsatz für die Musik von Johann Sebastian Bach wird unvergessen bleiben, und ich bin mir sicher, daß der Meister ihn auf der anderen Seite empfangen hat. Möge er in Frieden ruhen

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Ja, eine traurige Nachricht. Als heranwachsender Klassik-Aficionado standen Aufnahmen mit seinen Gächingern (bei mir) hoch im Kurs. Hat sich später relativiert, trotzdem bleibt da eine große Achtung vor seinem Lebenswerk. Gute Reise.

  • "Rilling is thrilling" stand einst auf den T-Shirts der Frankfurter Kantorei auf einer Tournee. Jetzt trifft er Bach, und Passin, und Auger, und viele andere...

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • Ein weiterer Großer ist von uns gegangen. Im Alter von 92 Jahren verstarb am 11.02. der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom. 1993, als Holland und Flandern gemeinsam Gäste der Frankfurter Buchmesse waren, feierte sein Roman "Rituale" glänzende Erfolge, überdies wurden seit 1993 verstärkt Werke niederländischer Autoren in Deutschland bekannt. Nooteboom war für mich neben Harry Mulisch der Stärkste unter ihnen, konnte wunderbar erzählen, schuf tolle Plots ohne das ganze intellektuell zu zerlegen. Bis dahin waren von Nooteboom sein Erstling "Philip und die anderen" oder "das Paradies ist nebenan", wie das Buch später hieß und "Die andere Geschichte" in Deutschland verfügbar. In den 1990ern waren vor allem die Deutschen seine treuen Leser, die neue Hauptstadt Berlin war glänzend erfasster und beschriebener Handlungsort im Roman "Allerseelen". Nooteboom sah sich selbst vor allem als Reiseschriftsteller veröffentlichte Berichte in Zeitschriften, die später zu Büchern zusammen getragen wurden, alles lesenswert, kein Flop dazwischen.


    Meine Lektüreempfehlunge:



    Möge er in Frieden ruhen.


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