RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Vor 6 Tagen konnte ich noch zu seinem 100. Geburtstag gratulieren.


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Der Bariton Hans Günter Nöcker, jahrzehntelanges Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper München, ist am 20. März im Alter von 92 Jahren gestorben.


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    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_G%C3%BCnter_N%C3%B6cker


    https://www.br-klassik.de/aktu…ariton-gestorben-100.html




    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

  • Ich glaube, dass er in den 1980er Jahren auch an der Deutschen Oper Berlin so einiges dirigiert hat, wenn ich die Dirigenten-Unterschrifts-Kringel in den Vorstellungsbüchern richtig entziffert habe.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

  • Hans Günter Nöcker wird mir als großartiger Gunther in Erinnerung bleiben. Er hat die Partie nicht nur unter Sawallisch, wie oben verlinkt, sondern auch beim Dresdner Ring unter Janowski gesungen - dort ebenfalls mit René Kollo und Matti Salminen. Das ist meine Lieblingsaufnahme.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Dieser schöne Ring steht selbstverständlich auch in meiner Sammlung.


    R.I.P.


    P.S. Ich habe die Daten in meine Beiträge mit aufgenommen.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Ruth-Margret Pütz verstorben

    Gerade erhalte ich aus dem Krankenhaus die traurige Nachricht, dass heute gegen 13.15 Uhr die Sopranistin Ruth-Margret Pütz nach kurzer schwerer Krankeit verstorben ist. Frau Pütz war eine der berühmten Sopranistinnen der jüngeren Operngeschichte. Von ihrem Stammhaus der Stuttgarter Staatsoper aus machte sie eine internationale Karriere. Diese wurde nur deshalb gebremst, weil für Frau Pütz die Bertreuung ihrer Kinder immer Vorrang vor der künstlerischen Laufbahn hatte. Ruth-Margret Pütz war auch die bevorzugte Partnerin des Jahrhundert Tenors Fritz Wunderlich. Ihre fabelhafte Stimme ist auf zahrleichen Tondokumenten erhalten. Liebe Ruth ruhe in Frieden. In trauerndem Gedenken

    Operus ich werde über Beerdigungstermin berichten.

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber Hans!


    Ich lese gerade diese traurige Nachricht und bin tief erschüttert. Ich habe sie in Ölbronn persönlich kennengelernt und war von ihrer Natürlichkeit und Herzlichkeit sehr angetan. In vielen Aufnahmen werde ich mich oft an sie erinnern. Mein herzliches Beileid gilt ihrer Familie. Möge sie in Frieden ruhen.

  • Lieber Reinhard,

    vielen Dank für die Erledigung meiner Bitte. Ruth-Margret Pütz hat jedoch verdient, dass über ihren Tod in einer separaten Meldung berichtet wird.

    Herzlichst

    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich habe Ruth-Margret Pütz nur zweimal live in einer großen Partie ihres Fachs gehört: als Lucia di Lammermoor und Zerbinetta. Beide Aufführungen habe ich sehr genossen und werde ich nicht vergessen.


    Für Donizettis Frauengestalt hatte sie die gebotene Virtuosität und Allüre aber sie wusste beides mit dem Seelenton der deutschen Romantik zu verbinden. Das fand ich sehr berührend.

    Für die Zerbinetta brachte sie eine enorme Eloquenz ein, vor allem aber ein Lächeln das aus dem Herzen kam.


    Möge sie in Frieden ruhen.

    Uns bleibt manch schöne Aufnahme und die Erinnerung an dieses Lächeln!


    Caruso41

  • Für mich wird Ruth-Magret Pütz immer die Rosina meiner ersten "Barbier"-Aufnahme bleiben.



    Die künstlerische Freundschaft zwischen Pütz und Suitner war so groß, dass die Pütz auch einige Male bei Suitner an der Deutschen Staatsoper Berlin gastiert hat, so als Konstanze, Susanna (mehrfach), Sophie und Frau Fluth.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

  • Halllo,

    das ist sehr traurig. Ich habe Ruth-Margret Pütz immer sehr gern gehört. Heute abend werde ich mir zum Gedenken den Undine-Film mit ihr, Lucia Popp und Hermann Prey ansehen. Schade, dass es keine GA der Lucia mit ihr gibt, da war sie ganz wunderbar.

    Schöne Grüße

    wega

  • Ich habe es gerde erst gelesen und bin sehr betrübt. Am 26. Februar habe ich ihr im Forum noch zum Geburtstag gratuliert.


    Hier meine beiden Lieblingsaufnahmen mit ihr aus meiner Sammlung:


     


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Gerade lese ich, dass schon am Freitag Martin Böttcher gestorben ist, der die Musik zu den Winnetou-Filmen schrieb. Ich habe diese Filme als Kind geliebt, zu deren Reiz auch die Filmmusik beiträgt. Noch heute verfehlt sie ihre Wirkung auf mich nicht.


    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Bertarido ()

  • Nicht nur alle Karl May-Filme hat er mit Musik unterlegt, auch in div. TV-Serien wie Forsthaus Falkenau, der Alte, Derrick, Pfarrer Braun, sowie in mehr als 50 Filmen ( einige Edgar Wallace-Filme) war seine Musik zu hören. In seinem Metier gehört er zu den ganz Großen! Er möge in Frieden ruhen.


    La Roche

    Ihr wißt, auf unsern deutschen Bühnen probiert ein jeder, was er mag - Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater, Aussage des Theaterdirektors

  • Am 21.04. (laut tz bereits am 20.04.) ist eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, Hannelore Elsner, im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in München gestorben.


    Eine weitere Prominente ist am 21.04. gestorben. Sie gehört vielleicht nicht zum Kulturleben, war aber Kult: in Heidi Hetzer, die mit ihrer Weltreise mit ihrem Oldtimer "Hudo" viele Sympathien geerntet hat, ist ein Berliner Original gestorben.

  • Hallo!


    Hannelore Elsner ist im Alter von 76 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.


    R.I.P.

    WoKa


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    "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."


    Victor Hugo


  • Gestorben ist am 22. April 2019 auch die britische Sopranistin Heather Harper. Sie wurde am 8. Mai 1930 in Belfast geboren. Mit Gastspielen in den internationalen Musikzentren machte sie sich einen Namen weit über ihr Heimatland hinaus. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie 1967 und 1968 die Elsa im "Lohengrin". Berühmtheit erlangt sie auch durch ihre Mitwirkung bei der Uraufführung des "War Requiem" von Benjamin Britten 1962 in Coventry - obwohl oder gerade weil sie für die Russin Galina Wischnewskaja eingesprungen war, die keine Reisevisum bekommen hatte.


    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

    2 Mal editiert, zuletzt von Rheingold1876 ()

  • Kammersänger Gerd Wolf (Bass), langjähriges Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin, ist am vorgestrigen 28. April im Alter von 79 Jahren verstorben.


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    Kammersänger Gerd Wolf, Bass, wurde am 18. April 1940 in Flöha geboren. Nach privatem Gesangsunterricht absolvierte er 1963 seine staatliche Bühnenreifeprüfung als Chorsänger. 1973 legte er an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ sein Staatsexamen als Opernsänger ab. Bereits 1970 gab er sein Solistendebüt als Eremit im "Freischütz" an den Landesbühnen Sachsen, deren Ensemble er von 1970 bis 1984 angehörte. Von 1984 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2005 gehörte er zum Solistenensemble der Deutschen Staatsoper Berlin. Zu seinen wichtigsten Rollen gehörten Don Geronimo in „Die heimliche Ehe“, Osmin in "Die Entführung aus dem Serail", Dr. Bartolo in „Figaros Hochzeit“ und „Der Barbier von Sevilla“, Leporello in "Don Giovanni", van Bett in „Zar und Zimmermann“, Falstaff in „Die lustigen Weiber von Windsor“, Tommaso in „Tiefland“, Doktor in „Wozzeck“, Petrus in „Der Mond“ und Bauer in „Die Kluge“ und "Die Verurteilung des Lukullus".



    Hier kann man ihn beim Falstaff-Fluth-Duett nicht nur hören, sondern auch sehen:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

    Einmal editiert, zuletzt von Stimmenliebhaber ()

  • Bereits am 7. Mai ist der Komponist Georg Katzer im Alter von 84 Jahren in Berlin gestorben.


    https://www.tagesspiegel.de/ku…aechsbereit/24313328.html


    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Katzer


    http://www.georgkatzer.de/



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

  • Der bei uns kaum bekannte, aber dennoch zu den großen Geigern des 20./21. Jahrhundert zählende Aaron Rosand (15.3.1927-9.7.2019) ist gestern im Alter von 92 Jahren verstorben. Er hinterlässt eine Diskographie, die die bedeutenden Werke für sein Instrument umfasst. Viele davon stehen in meiner Sammlung.


    R.I.P.



    N. Hornig in FonoForum 8 / 99: "Rosands Bach-Interpretation bewegt sich auf dem Boden der Tradition. Es ist eine romantisierende Auffassung, aus der eine geistige Klarheit und musikalische Verbindlichkeit sprechen, die auch eine im Prinzip konventionelle Darstellung spannend erscheinen lassen. Rosands Phrasierungsintelligenz nimmt gefangen: hier klingt einfach alles logisch und natürlich: Akzente und Tempi, die Entwicklung der Linien, das Ansteuern und Erreichen der Höhepunkte."




    In summary, this is one of the few recordings in which absolutely everything works in triumphant harmony. The Brahms Concerto (strangely, of the two performances, the one that haunts the memory) ranks among the very best; the Beethoven, honesty compels me to affirm, is the very best: a marvelous conception realized by a virtuosic soloist at the top of his form and an orchestra and conductor inspired by the greatness of the work and its interpreter. I'm well aware that, having read the last sentence, some readers are reaching for pen and paper to write an indignant defense of one favorite (Heifetz, Huberman, Szigeti, Kreisler, and Menuhin come to mind) or another. But Rosand's Beethoven has little in common with any of those, and in that difference lies its strength. It's one for the ages. -- Robert Maxham, Fanfare Magazine, 1999


  • Viel zu früh ist am vorgestrigen Donnerstag (18.07.2019) der norwegische Tenor Tom Martinsen im Alter von nur 62 Jahren gestorben.


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    An der Semperoper Dresden debütierte er 1991 als Hoffmann in der Premiere der Konwitschny-Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" und war dem Hause seitdem verbunden, zuerst als ständiger Gast, danach bis zuletzt als langjähriges Ensemblemitglied. Ich habe ihn mehrfach als Steuermann im "Holländer" und als Kunz Vogelgesang in den "Meistersingern" (beides Inszenierungen von Wolfgang Wagner), aber auch als Tamino, Narraboth, Walter von der Vogelweide und Ismaele. Zuletzt sang er kleinere Partien des Charakterfachs, in den Neunzigern aber z.B. auch Händels Belsazar.


    Hier kann man ihn in Giuseppe Sinopolis Einspielung der Richard-Strauss-Oper "Friedenstag" als Schütze (eine Rolle, in der ich ihn auch auf der Bühne der Semperoper erlebt habe) hören:



    http://www.musik-heute.de/1990…-tom-martinsen-gestorben/

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!

  • Ich kannte ihn bisher überhaupt nicht und habe seine Daten, soweit vorhanden, in den Schriftsatz vom 18. 8. 2019 eingefügt. Gehe ich recht in der Annahme, dass sein genaues Geburtsdatum nicht bekannt ist?


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Lieber Willi,


    das weiß ich nicht genau, aktuelle Künstler machen ja aus ihren Geburtsdaten nicht selten ein Geheimnis.


    Bei Wikipedia steht auch nicht Genaueres:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Martinsen


    Sollte ich noch etwas Konkreteres herausbekommen, sage ich Bescheid.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"


    Auf politische und kulturpolitische Diskussionen lasse ich mich hier nicht mehr ein. Kein Widerspruch meinerseits bedeutet dann also nicht, dass ich den getätigten Aussagen zustimme!