RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Ich hatte nie die Ehre Stephen Gould live erleben zu dürfen, aber er stand für mich am Eingang in die Welt Wagners und sein Verlust geht mir aus irgendeinem Grund gerade sehr nahe. Möge er in Frieden ruhen.

  • Patricia Janečková ist am 1. Oktober 2023 verstorben.


    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Patricia Janečková ist am 1. Oktober 2023 verstorben.


    In der Blütezeit und wenige Wochen nach ihrer Hochzeit hat das Schicksal erbarmungslos zugeschlagen! Das macht mich sehr traurig! Ruhe in Frieden, Patricia!

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Der amerikanische Tenor und Dirigent Herbert Handt ist im Alter von 97 Jahren gestorben!



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    Am 2. Oktober 2023 verstarb der Tenor und Dirigent Herbert John Handt im Alter von 97 Jahren.

    Handt wurde am 26. Mai 1926 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren und studierte an der Juilliard School of Music und der Wiener Musikakademie.

    1949 debütierte er an der Wiener Staatsoper und 1960 gab er in Rom sein Debüt als Dirigent.

    Anschließend trat Handt an vielen großen Theatern auf, darunter am Teatro della Pergola, dem Theatre of the US Pavillon, dem Teatro Comunale und dem Teatro della Pergola in Florenz

    Sein Repertoire umfasste die Musik von Mozart, Rossini, Bellini und Donizetti. Er schuf Rollen in Opern von Malipiero, Menotti und Lupi,

    Handt lebte in Lucca, wo er in den Sommermonaten das Associazione Musicale Lucchese Opera Festival organisierte. Er war außerdem Gründer und Gründer des Lucca Chamber Orchestra und des Marlia International Festival.


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Wenige Tage vor seinem 84. Geburtstag ist der Heldentenor Reiner Goldberg heute in Berlin verstorben.


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    R.I.P.


    Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Rüdiger Volhard ist gestorben, in der Rhein-Main-Gegend kennt man ihn u.a. als Kultur-Mäzen und passionierten Musikliebhaber.


    Ebenfalls gestorben: Thomas Danneberg. Ein Name, der mir zunächst nicht bekannt war, den ich als Synchronsprecher aber in dutzenden Filmen schätze: in Rollen von Dan Aykroyd, Travolta, Schwarzenegger, Stalone, John Cleese, Terence Hill, ....

    Er hat Jehova gesagt!

  • Rüdiger Volhard ist gestorben, in der Rhein-Main-Gegend kennt man ihn u.a. als Kultur-Mäzen und passionierten Musikliebhaber.

    Ebenfalls gestorben ist Claus Wisser. Ein ebenfalls wichtiger Förderer der Musik, vor allem des Rheingau Musikfestivals.

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

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  • Wenns nicht die nächste Ente der britischen Tratschtunte N.L. ist, ist wohl Zdenek Macal leider verstorben.

    Das ist leider auch auf anderen Portalen zu lesen. Zdenek Macal verstarb am 25.10.2023. Als Rundfunkhörer bin ich im in den 1970ern immer wieder begegnet, Kunststück: ich wohnte im Sendegebiet des WDR und er war einige Jahre Chef des WDR-Sinfonieorchesters. Sein Zusammenspiel mit Dinora Varsi war mein erster und bis heute wohl auch prägender Kontakt mit Ravels G-Dur-Klavierkonzert. Möge er in Frieden ruhen.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • ELMAR WEPPER (1944 - 2023)


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    Mit Elmar Wepper starb völlig überraschend einer der beliebtesten Schauspieler im deutschsprachigen Raum. Wepper wurde einem breiteren Publikum bekannt als er 1974 seinen älteren Bruder Fritz Wepper in der Krimiserie Der Kommissar ersetzte, nachdem dieser zur damals neuen Serie Derrick wechselte.

    Elmar Wepper spielte in über 60 Film- und TV-Produktionen. Mit Uschi Glas bildete er in mehreren Serien DAS TV-Traumpaar. Mit seinem Bruder Fritz stand er wiederholt vor der Kamera, beispielsweise für die erfolgreiche Krimireihe Zwei Brüder (1994 bis 2001). Für seine Darstellung des krebskranken Ehemannes von Hannelore Elsner im Doris-Dörrie-Film Kirschblüten - Hanami (2008) erhielt Elmar Wepper den Bayerischen Filmpreis 2007 sowie den Deutschen Filmpreis 2008 als "Bester Hauptdarsteller". Im selben Jahr wurde er zu einem der besten europäischen Schauspieler gekürt als er für Hanami auch für den Europäischen Filmpreis als "Bester Schauspieler" nominiert wurde.

    Mit Kirschblüten & Dämonen fand der Film 2019 auch noch eine beachtete und gelobte Fortsetzung, die zugleich Weppers letzter Film geworden ist.

    Wepper war auch als Synchronsprecher aktiv und lieh seine markante Stimme vielen internationalen Schauspielkollegen. Von 1979 bis 2017 war er die Standardsynchronstimme von Mel Gibson.


    Elmar Wepper starb vermutlich an Herzversagen. Es heißt, er kippte plötzlich einfach um.


    Bruder Fritz Wepper meldete sich heute zu Wort: „Mein einziger Trost ist, dass Elmar nicht leiden musste. Dennoch ist es für mich und die Familie untröstlich. Es ist schwer anzunehmen und momentan nicht in weitere Worte zu fassen. Dieser seelische Verlust ist durch nichts auszugleichen.“


    Auch seine oftmalige Partnerin Uschi Glas zeigte sich erschüttert: "Elmar war nicht nur einer meiner wichtigsten Kollegen, sondern auch ein wahrer Freund für mich und meinen Mann. Mit Elmar hatte ich die meisten gemeinsamen Drehtage meiner Karriere. Ich denke jetzt an seine Frau Anita, seinen Sohn, die Enkel. Elmar war glücklich mit seiner Familie und seinem Hund. Ich bin fassungslos. Mir fehlen die Worte, ich bin tief traurig und geschockt."


    Elmar Wepper wurde 79 Jahre alt.



    Gregor

  • Juri Temirkanow (1938-2023)

    Der russische Dirigent Juri Temirkanow (internat. Yuri Temirkanov), langjähriger Chefdirigent der Leningrader bzw. Sankt Petersburger Philharmonie von 1988 bis zu seinem Rücktritt 2022 (in der Nachfolge Mrawinskis), ist heute kurz vor seinem 85. Geburtstag, den er am 10. Dezember hätte begehen können, überraschend verstorben.

    Quelle: https://www.gazeta.ru/culture/news/2023/11/02/21629149.shtml

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • FF-Dabei 1986 Heft Nr. 38 Fernsehzeitschrift DDR Dr. Peter Kersten


    Er war in der DDR einer der beliebtesten Künstler - Dr. Peter Kersten. Sein Verlust betrübt mich sehr, nicht nur weil er auch promovierter Chemiker war, sondern als "Zauberpeter" zahllose Auftritte im TV hatte und sein Publikum mit Tricks "verzauberte" , die ihn in die erste Reihe der Illusionisten katapultierte. Ich habe ihn live und staunend erleben dürfen. Er machte sich nach der Wende auch einen Namen als Dokumentarfilmer und als Conferencier (früher sagte man Ansager). Am 31.10.2023 ist er verstorben. Da half ihm auch seine Zauberkunst nicht. Er wurde 80 Jahre alt.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Juri Temirkanow (1938-2023)

    Der russische Dirigent Juri Temirkanow (internat. Yuri Temirkanov), langjähriger Chefdirigent der Leningrader bzw. Sankt Petersburger Philharmonie von 1988 bis zu seinem Rücktritt 2022 (in der Nachfolge Mrawinskis), ist heute kurz vor seinem 85. Geburtstag, den er am 10. Dezember hätte begehen können, überraschend verstorben.

    Quelle: https://www.gazeta.ru/culture/news/2023/11/02/21629149.shtml

    Ich kenne von ihm nur die Einspielung von Rachmaninows zweiter Sinfonie - die aber finde ich formidabel. Möge er in Frieden ruhen.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Soeben erreicht mich die Nachricht vom Ableben unseres Ex-Mitglieds, des Kritikers und Musikforschers Benjamin-Gunnar COHRS (1965-2023)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



  • Das ist eine sehr traurige Nachricht; mit ihm verbinde ich stets Rekonstruktion und Vervollständigung von Bruckners 9. Sinfonie. Möge er in Frieden ruhen.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Banner Trailer 2 Gelbe Rose
  • Ich habe gestern schon davon gelesen, wirklich ein großer Verlust für die Bruckner-Forschung! Ich hatte die Gelegenheit, ihm 2018 im Rahmen eines Gesprächskonzertes im Konzertsaal der HfM Detmold mit dem Detmolder Hochschulorchester und Bruckners 7. Sinfonie zuzuhören. Leider war ich zu schüchtern, um ihn nach dem Konzert noch anzusprechen (zu mehr als einem kurzen Zunicken und Lächeln beiderseits kam es nicht), eine Entscheidung, die ich sehr bedauere. Dennoch war das einer der schönsten, informativsten Konzertabende meines Lebens, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Er trat sehr eloquent, quellenfundiert und wissenschaftlich auf, seine Bruckner-Besessenheit war durchgängig spürbar. Seine Ausführungen waren absolut logisch und man konnte ihm gut folgen, was nicht zuletzt daran lag, dass er - wie auch Harnoncourt - das eher trockene Format des Gesprächskonzertes ansprechend und interessant gestalten konnte.


    Umso überraschter und schockierter war ich, als er im Laufe des Jahres 2020 mit Schwurbeleien bzgl. SARS-CoV-2 auf sich aufmerksam machte (Verharmlosungen, Diktatur-Vorwürfe, etc.), Ende des Jahres stellte er Aktualisierungen auf seiner Website vorläufig ein, der Hinweis ist dort immer noch zu finden. Seitdem war nur noch wenig von ihm zu hören, auf seiner Website gab es nur noch sporadische Updates. Da aber trotzdem neue Noteneditionen erschienen, kam die Nachricht seines Todes sehr überraschend, erst vor zwei Monaten gab es ein wohl aktuelles Interview mit ihm zur Arbeit an der 7. Sinfonie bei musicwebinternational, das ich mit großem Interesse gelesen habe, tragisch!


    Möge er ihn Frieden ruhen, über seine Arbeit insbesondere am Finalsatz der 9. Sinfonie bleibt er lebendig.

  • Ich kannte ihn persönlich, wir trafen einander 2 mal in Wien. Es ist keine böse Nachrede (oder doch) wenn ich sage, daß er"schwierig" war - insbesondere dann, wenn es um seine Vervollständigkeit der letzten Bruckner Sinfonie ging. Er konnte nicht begreifen, daß seine Version nicht ab jetzt von ALLEN Orchestern, Dirigenten und CD-Produzenten Verwendung fand -und war generell sehr konfliktbereit....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



  • Die Schauspielerin Heidelinde Weis ist am 24. November im Alter von 83 Jahren in Villach gestorben. Bereits mit 19 Jahren wurde sie Mitglied des Theaters in der Josefstadt in Wien.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Zu Ehren von Ben Cohrs erscheint am 1. Dezember bei abruckner.com als Download of the Month eine Aufnahme Bruckners Neunter mit SPCM-Finale mit Ben als Dirigent, es spielt das Janacek Philharmonic Orchestra Ostrave, die Aufnahme datiert aus Oktober 2002.

    Es wird immer weitergehn, Musik als Träger von Ideen.

    Kraftwerk

  • Ich finde nirgens einen deutschsprachigen Nachruf auf Ben Cohrs und bin sehr erstaunt. Traut sich niemand, über "Schwurbler" ( (c) Amdir ) einen Nachruf zu schreiben?

    Er hat Jehova gesagt!

  • Ich bin eigentlich nicht erstaunt. Er hat leider die unglückliche Eigenschaft sich mit allen und jeden anzulegen und zu verfeinden.

    Das lag aber an seiner Liebe zur Musik und zur Perfektion. Er konnte sehr vernichtend und teilweise auch ungerecht urteilen. So hat er es nie verstanden, wie andere Versionen von Bruckners Neunter gespielt werden konnten, nach dem er doch die perfekte Restaurierung vorgelegt hatte.

    Meine Bekanntschaft mit ihm beruhte auf einem Streit, als ich noch in einem anderen Forum schrieb.

    Er antwortete mir in der Hitze des Gefechts: "Übermorgen werde ich in Wien im Theatermuseum einen Vortrag halten. Kommen sie doch dahin und reden Sie mit mir Aug in Aug - wenn sie sich getrauen !!" -Ich hatte zeit - und ich getraute mich. Ich hörte mir den Vortrag - er fand im "Eroica-Saal" des Palais Lobkowitz (Teil des Theatermuseums) statt. Und als er zu ende war- ging ich zu ihm hin und sagt: "Sie haben mir eingeladen und herausgefordert -Da bin ich" Er war richtig überrasche und erfreut - und wir hatten ein längeres Gespräch. Irgendwann meldete er sich im Forum an - und wir trafen uns ein weiteres Mal in Wien im Cafe Landmann, wo wir einige Torten durchfutterten. Das Problem war, daß ich einen Zweiten Bruckner Dirigenten im Forum hatte, welcher statt einer Rekonstruktion eine Eigenkomposition an die Sinfonie anschloss (Erschienen bei Preiser) unf behauptete, Bruckner habe sie ihm in Trance (oder im Traum ?-Erinnere mich nicht genau) diktiert !!!

    Nun ging es los. Beide hatten ihre Anhänger - Der Esotheriker " Marhe naturgemäß mehr, als der Wissenschaftler Ben Cohrs. Ich genoss dies zu Beginn - weil ich mir eine Belebung fürs Forum versprach.

    Auch Marthe habe ich persönlich kennengelernt. Bei der Vorstellung der Preiser Platte nebst beigestelltem Techniker in den Räumen der EMI Wien Kärntnerstraße nach Geschäftsschluss - eine gelossene Veranstaltung. Da fand man dann Hern marthe, nebst Managerin Isolde Danklmaier, die nebstbei auch die Frau der Maestro war. ER selbst umgeben von Fans in der Sonne seine Rums machte mir das Kompliment - er sei glücklich einen Menschen kennengelernt zu haben, der was von Bruckner versteht...- na ja.

    Und nun gingen die beiden Kontrahenten im Forum aufeinander los - und begannen einander mit Klagen zu bedrohen. Was Tun ? Um der Gerechtigkeit Willen schloss ich BEIDE aus dem Forum aus.

    So endenten die Bekanntschaften mit den Beiden. Weil ich das Thema geschlossen hatte, gründete ein fanatischer Anhänger von Martédas Anton Bruckner Forum, das aber nicht lange überlebte.

    Ben Cohrs hat mir aber meine Entscheidung nie verziehen. Aber er hatte viele zusätzliche Feinde, da er als Kritiker unbarmherzig und - so sagte man mir- ungerecht war.

    DENNOCH hätten jene Seiten und Zeitschriften bei denen er schrieb einen Nachruf zubilligen können - denn er war Musikwissenschafter mit Leib und Seele.....

    Ich kann auch nicht schreiben RIP. Denn - wo immer er sein wird - so es ein Jenseits gibt (das Gegenteil ist immerhin nicht bewiesen) FRIEDEN wirde er nie suchen und finden - er ist ein unruhiger Geist, der immer die Herausforderung sucht und findet.


    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



  • Ich habe eben von Ben Cohrs' Tod gelesen und bin einigermaßen erschüttert. Ben war gerade sechs Wochen älter als ich und starb an einem Herzinfarkt...


    Bei Klassik-heute findet sich inzwischen ein Nachruf.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Ben und ich einige Zeit privaten Kontakt hatten und er mir eine CD schickte, auf der sein Konzert von Bruckners 9. mit Finale mit der Janacek Philharmonie (auf die Rolo bereits hinwies) zu finden war.

    Er bat mich seinerzeit, meine Höreindrücke hier im Forum zu schildern, womit ich mich anfangs schwertat, weil es etwas anderes ist, eine kommerzielle Aufnahme eines Dirigenten mit einem privaten Mitschnitt von jemandem, den man kennt, zu vergleichen. Das teilte ich ihm auch so mit, worauf er sehr unverständig reagierte und bemerkte, "wenn Dir die Aufnahme nicht gefällt, dann kannst Du sie mir ja zurückschicken!"


    Er war verletzt, obwohl ich es gar nicht so meinte. Irgendwo in den Untiefen des Forum ist meine damalige Besprechung zu finden, und er bedankte sich dafür. Ich hatte damals den Eindruck, dass er nicht nur als Forscher, Publizist und Kritiker wahrgenommen werden wollte, sondern auch als Dirigent.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Sein Problem war, daß er IMMER verletzt war. Das brachte ihn auch oft in Schwierigkeiten und in Konflikte. Ich habe dafür den Ausdruck gefunden "Er leidet an sich selbst" Da in der Vergangenheit des Forums einige einstigen Mitglieder - und ich selbst - in diese Kategorie passen - hatte ich persönlich keine Schwierigkeiten im Umgang mit ihm...von seiner Überempfinflichkeit abgesehen. In der Tatr Er wollte in JEDER Hinsicht - somit auch als DIRIGENT wahrgenommen werden....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Die Tamino Moderation arbeitet 24 Stunden am Tag - und wenn das nicht reicht - dann fügen wir Nachtstunden hinzu.....



  • Franz Bartolomey, langjähriger Erster Solocellist der Wiener Philharmoniker (bis 2012), ist überraschend im Alter von 76 Jahren verstorben. Seit 1967 gehörte er dem Wiener Staatsopernorchester, seit 1973 den Wiener Philharmonikern an. Bartolomey spielte auch im Küchl-Quartett, dessen Gründungsmitglied er war.


    Quelle: https://wien.orf.at/stories/3235219/

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Alfred_Schmidt Wo kann man denn den Disput Marthe-Cohrs nachlesen? Ich bin hier ja schon lange dabei, aber das scheine ich verpasst zu haben. Das ist ja wirklich eine Konstellation, die man sich nicht ausdenken kann!


    Die Fassung von Cohrs und anderen hat inzwischen internationale Anerkennung erfahren. Vor allem durch Simon Rattle.

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