....und aus praktisch-pragmatischen Erwägungen heraus würde ich dem noch hinzufügen wollen, dass ich im Zweifel lieber eine eingedeutschte Version einer selten zu hörenden Oper auf der Bühne erlebe, an deren originalsprachliche Version sich aufgrund deren linguistischer "Exotik"/ Schwierigkeit sonst niemand herantrauen würde.
Das gilt nicht für heutzutage "geläufige" Sprachen wie englisch, französisch und natürlich italienisch - da sollte heute niemand mehr Übersetzungs-Kompromisse eingehen!
Aber z. B. die dänische Nationaloper "Maskarade" von Carl Nielsen, tschechische Opern-Raritäten von Dvorak oder selten gespielte russische Opern von Rimsky-Korsakoff hätten dann evtl. mal eine Chance, auch hierzulande die ihnen gebührende Beachtung zu finden.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich "Die verkaufte Braut" überhaupt bei uns durchsetzen konnte und ihren Weg ins Repertoire fand - hätte es die deutsche Übersetzung nicht gegeben, wäre sie hierzulande wahrscheinlich so unbekannt geblieben, wie es z. B. die "Maskarade" immer noch ist!
Und was für ein grandioses Werk wäre uns Opernfreunden dann vorenthalten worden!


